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5.0 von 5 Sternen Der lange Weg zu sich selbst, 12. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben (Gebundene Ausgabe)
Ein einfaches Leben mit sich selbst, ein einfaches „Aufwachsen“, ein einfaches Elternhaus, das hat Klaus Hoffmann nicht gehabt. Da geht es nicht nur um den frühen Tod des Vaters in diesen erweiterten Nachkriegsjahren in Berlin. Das da grundlegend die Beziehungen nicht wirklich stimmten findet der Leser schon in jenem Satz, den Klaus Hoffmann früh niederschreibt: „Vater war nicht der, den Mutter gemeint hatte, als sie sich kennenlernten“.

Und die Mutter arbeitete zudem mit, es war nicht leicht, das Leben zu gewährleisten in jener Zeit. Leicht auch nicht für den „kleinen Klaus“, der schon früh mit ausgeprägter Phantasie versehen war und oft allein zu Hause war, „nur mit Oma Müller und meinen Geistern“.

Seit er auf der Bühne steht. hat Klaus Hoffmann musiziert und erzählt, Lieder zum Besten gegeben und Zwischenräume mit Geschichten gefüllt, wie er es auch heute noch bei seinen Konzerten zu halten pflegt. Phantasie, oft das leicht Melancholische-Poetische in den Raum bringend. Ein Stil, den Hoffmann auch im Buch zeigt und der die Lektüre nicht nur zu einer „Informationsübertragung“ macht, sondern durchaus zu einem poetischen, emotionalen Erlebnis hier und da zu gestalten versteht.

Das Tastende und Suchende ist eben kein einfaches „Markenzeichen“ des Künstlers, sondern, liest man dieses Buch aufmerksam, tatsächlich Teil seiner Persönlichkeit und seines künstlerischen Schaffens.
Schon mit dem künstlerischen Akt, der zu seiner ersten breiten Bekanntheit führte, seine Rolle im Film „Die neuen Leiden des jungen W.“ von Ulrich Plenzdorf zeigt sich diese melancholische Tiefe ja durchaus.

Ebenso in seiner Verbundenheit zum französischen Chanson, wie auch in seinem Anfang der 80er Jahre überaus bekannten Lied von der „blinden Katharina“ („Katharina mach mir Mut und halte mich“, von diesem Vers findet man so einiges auch vom „echten“ Leben des Klaus Hoffmann, liest man im Buch über seine Lieben und seine Verluste). „Halt finden“, wie ein Programm über lange Jahre des Lebens. Halt für sich selbst auf seiner „lebenslangen Flucht vor seiner eigenen Geschichte“ (im Lied „Ciao Bella“ kann man einen Teil dieses „Innere“, der „Flucht“ und der Wendung zu sich selbst unmittelbar hören, wie auch in „Wenn“ dem Schlüssellied über seine Kindertage), um dann doch „nach Hause zu finden“.

„Man vergisst eben nichts, man gewähnt sich nur daran“. Und muss dann eben lange aushalten, diese „Dauervorwürfe, doch kein anderer, als ich selbst zu sein“.

So ist es nicht verwunderlich, dass die frühen Geschichten, Kindheit und Jugend, einen breiten Raum im Buch einnehmen, eingeschlossen der Erinnerungen an Helmut, einen späteren Partner seiner Mutter. Wobei natürlich auch künstlerische Stationen, Freundschaften, Lieben ihren Eingang ins Buch gefunden haben. Überwertig aber setzt sich Hoffmann mit eben jener „seiner“ Geschichte auseinander und gibt einen anrührenden Eindruck seiner „Versöhnung mit sich selbst“.

Wie als Künstler schreibt Klaus Hoffmann über Stationen seines Lebens eher leise, tastend, tief und, durchaus, um sich selbst kreisend. Wer Klaus Hoffmann als Sänger und Liedermacher mag, der wird auch dieses Buch mögen, wer bisher mit Klaus Hoffmann wenig „Begegnungen“ hatte, der wird sich an diesen Stil erst gewöhnen müssen um dann diese durchaus „mit sich selbst“ erschwerte Lebensgeschichte durchaus mit Interesse zu lesen.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein authentischer Sucher, der berührt, 22. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben (Gebundene Ausgabe)
Beeindruckend und berührend, in welcher Offenheit Klaus Hoffmann von seiner lebenslangen Suche nach sich selbst und seinem Weg erzählt. Natürlich begeistert mich sein Buch, weil ich seine Musik liebe, die mich schon viele Jahre meines eigenen Lebens begleitet und ermutigt. Ich verstehe noch besser, weshalb ich aus seinen Lieder so viel Ermutigung und Kraft schöpfe: Sie entstammen dem intensiven Ringen eines Menschen, der sich mit den vielen Zufälligkeiten seines Lebens intensiv auseinandersetzt, der sein Denken und Handeln reflektiert, hinterfragt, der vieles ausprobiert und immer wieder der Frage nachgeht, wer er denn eigentlich ist und was er im Leben will. Das Buch ist im besten Sinn eine Lebenshilfe, aber auch ein starkes zeitgeschichtliches Zeugnis der Kinder der unmittelbaren Kriegs- und Nachkriegsgeneration. Sehr zu empfehlen für alle Klaus-Hoffmann-Fans - aber sicher nicht nur für sie.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Als wenn es gar nichts wär, 30. November 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben (Gebundene Ausgabe)
Ich finde das Buch sehr lesenswert. Klaus Hoffmann beschreibt darin sein Leben im Berlin der Nachkriegszeit mit allen Entbehrungen und dem Kampf ums tägliche Überleben. Ebenso beschreibt er seinen Karriereverlauf, den ich schon seit mindestens 25 Jahren verfolge und ich finde, er hat sehr authentisch geschrieben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch wie seine Lieder, 25. März 2013
Von 
M. Pauli "mpauli26" (Liederbach, Hessen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben (Gebundene Ausgabe)
ich höre Klaus Hoffmann's Liedern seit über 20 Jahren zu. Nicht jeden Tag, aber sehr oft hole ich mir die Scheiben aus dem Regal. Vor allem die Live-Alben, vor allem 2Mit Freunden" gefallen mir sehr sehr gut. Denn darum geht es bei Klaus Hoffmann. Um Leben. Und das elebriert er uns auch in diesem Buch. Es ist unglaublich wie gut die Geschichte, seine Geschichte, rüberkommt. Von Kindstagen an. Und was ich sensationell finde: hier wird nicht verschönert und die rosa Brille rausgeholt, abe res klingt auch nicht wirklich traurig und schlecht, wenn er über traurige und schlechte Zeiten schreibt. Mir wurde der Künstler noch sympathischer als er es mir ohnehin durch seine Musik und Konzerte war/ist.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Schlüssel!, 9. Dezember 2012
Von 
Christian Günther - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben (Gebundene Ausgabe)
Klaus Hoffmann erzählt aus seinem Leben. Nun eigentlich macht er nie etwas anderes. Wie bei kaum einem anderen Künstler, ist seine Kunst - sei es nun das Schreiben von Liedern, seine Konzerte mit den Zwischentexten, die stets soviel mehr sind als bloße Anmoderationen oder die drei Bücher vor diesem - ganz wesentlich durchzogen von seinem direkten Selbst, getränkt mit seinen Gefühlen, Erinnerungen, Hoffnungen, Zweifeln und vor allem seiner Sehnsucht. Immer diese Sehnsucht, von Anfang an. Es ist niemals plumpe Selbstdarstellung, aber immer aus ihm heraus, ganz unmittelbar. Und nie griff er ein Thema auf, was nicht einen emotionalen Bezug zu seiner Wirklichkeit hatte.

Muß so einer wirklich eine klassische Autobiographie schreiben? Wo er sich doch in allen Künsten die er ausübt ohnehin permanent mindestens subtil persönlich mitteilt? Selbst damals als Schauspieler. Das Bambi und die Goldene Kamera für "Die neuen Leiden des jungen W." bekam er, etwas überspitzt ausgedrückt, letztlich dafür, dass er einfach er selbst war. Der junge W. war dem jungen Klaus H. so ähnlich, dass selbst da Rolle und Person nicht klar zu trennen waren, auch wenn es nicht seine Geschichte war.

Doch in der Autobiographie "Als wenn es gar nichts wär" geschieht von der ersten Seiten an etwas, was schlagartig die über 40 Alben und drei Bücher, kurz alles was Klaus Hoffmann bisher veröffentlichte, noch deutlicher erkennen lässt. Er versteckt sich nicht mehr hinter einem alter ego, chiffriert nichts, erzählt gerade heraus, ohne Posen und zwingt den Schauspieler in sich, der den Sänger so einzigartig macht, ganz bei sich selbst zu bleiben, nicht in eine Rolle zu fliehen, nur dass die andern lachen oder rührig werden, keine Überzeichnungen. So wirkt es zumindest, so liest es sich.

Wenn man die gut 360 Seiten von "Als wenn es gar nichts wär" passiert hat, ahnt man, wie viel die Protagonisten seiner drei bisherigen Romane, Paul Lachmann aus "Afghana" (2000) und Rafael Engelmann aus "Der Mann, der fliegen wollte" (2004) und erst recht Phillip Kaufmann aus "Phillip und die Frauen" (2011), mit Klaus Hoffmann zu tun haben oder wie wenig sie doch alter ego oder Romanfigur waren.
Hoffmann erzählt die drei bisherigen Romane natürlich nicht noch einmal, aber beinah auf jeder Seite dieser Autobiographie fühlt man sich an irgendetwas erinnert, was schon einmal irgendwo durchschimmerte. Wenn nicht in einem der drei Bücher, dann in irgendeinem Bühnentext oder in einem Lied.
Und ich persönlich hätte ja nun mit so einigem gerechnet, aber dass selbst ein Lied wie "Brett vorm Kopp" (1978) einen ganz direkten autobiographischen Bezug hat, hätte ich ausgeschlossen. Sie wissen schon: die Geschichte mit den Plastikwürfeln, in die der wurstförmige Ausstoß von West-Berliner Hunden eingelassen als Touristen-Attraktion verkauft wird, "... denn diese Stadt darf nicht in Scheisse unterjehn..." Die Dinger gab es wirklich! Hoffmann hat tatsächlich in jungen Jahren gemeinsam mit einem Freund aus der Kneipe "Estaminet" das Zeug eingesammelt, was zugegeben in Berlin damals wie heute keiner allzu intensiven Sucharbeit bedarf, und in einer Konstruktion aus je zwei transparenten Aschenbechern an Touristen verkauft...

Nun lassen sich auf 360 Buchseiten natürlich niemals 60 Lebensjahre vollständig abbilden, aber das ganze Buch wirkt wie ein Schlüssel zu allem zugänglichen bisher, es dechiffriert vieles. Das Buch ist der Schlüssel zu vielen Liedern und Texten, wo man bisher nicht sicher war, ab wo ist es Fiktion und bis wohin ist es autobiographisch. Der Schlüssel zum Menschen Klaus Hoffmann, hinter dem Künstler. Darin liegt für Fans, Bewunderer und Freunde, die den ganzen Hoffmann in all seinen Werken zuhause haben und ihn immer wieder auf Konzerten besuchen, der wohl größte Wert. Auch wenn Hoffmann seinem Publikum stets viel von seiner Seele preisgab, mit diesem Buch kommt man ihm noch ein wenig näher als bisher.
Für alle andern, Gelegenheitshörer und Neuentdecker, ist "Als wenn es gar nichts wär" eine aufgeräumte Selbstbetrachtung eines ewig Suchenden, eines Feinfühligen und erfrischend Ungestelzten, eines stillen, großen Künstlers. Die Aufrichtigkeit tritt ganz besonders in Passagen zutage, die zum Bühnentext oder Lied nicht taugen, da wo es auch mal um Zahlen geht und Hoffmann ehrlich sich selbst und seinem Publikum gegenüber ist und nicht so tut, als interessiere ihn Wirtschaftlichkeit nicht. Auch wenn es vielleicht nicht zum Bild des sensiblen Poeten passt. Er ist mit seiner kleinen Firma "stille music" autark, dass bedeutet aber auch auf Zahlen zu achten, auf Kosten bei Tourneen und Album-Produktionen und selten liest man von einem Liedermacher, dass ihm der Chart-Einstieg wichtig ist. Das ist legitim und erhöht den authentischen Grad des Buches, dass er auch derartiges nicht ummantelt.

Der erzählerische Stil des Buches ist ganz Hoffmann. Wer ihn schon einige male auf der Bühne erlebt hat, wird beim Lesen der Zeilen sehr rasch im Kopf seine so typische Intonation hören, seinen Sprachrhythmus, den Spagat zwischen melancholisch selbst-verloren und dann wieder ganz nah bei sich und berlinernd spitzbübisch.

"Als wenn es gar nichts wär" gewährt Einblick, ist aber kein Herumwühlen in Privatheiten, die niemanden zu interessieren haben und noch weniger ein sich selbst Abfeiern. Genauso wenig ist es ein Buch in dem sich der Autor nun selbstkritisch völlig zerlegt. Er benennt Mißerfolge, Scheitern, Versäumnisse und Zweifel, wie auch alles Positive, mit dem Unterton der Selbstverständlichkeit, dass nun einmal leider keine Biographie über 60 Jahre ohne Makel bleibt.
Es ist ein Blick zurück, mit Erstaunen und Verwunderung, Zweifeln und Versöhnung, Dankbarkeit und Stolz und mit viel greifbarem Gefühl, kein Kitsch. Und es ist auch ein entschlossener Blick nach vorn!

Wie werden Sänger alt? fragt Hoffmann. Und deutet in den letzten Jahren auch bei seinen Konzerten häufig auf Charles Aznavour. Nun, Aznavour brachte letzten November, wie alle zwei Jahre, ein neues Album und gab 2012 mehr als 60 Konzerte. Aznavour wurde währendessen 88 Jahre alt. Aznavour macht Pläne für 2013. So werden Sänger alt! Da ist noch viel zu schreiben, zu singen und zu leben, Herr Hoffmann. Wir werden weiter lesen und zuhören, uns die Bäuche halten vor Lachen und mit einem Taschentuch verstohlen die Augen trockenlegen, weil er wieder aus dem Nichts mit ein paar Worten mitten in die Seele greift, so als wenn es gar nichts wär.
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5.0 von 5 Sternen Schöne Biographie, 28. Dezember 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben (Gebundene Ausgabe)
Für alle Hoffmann-Fans einfach ein Muß. Anschließend versteht man seine Lieder noch besser und kann diese noch besser genießen. sehr empfehlenswert
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4.0 von 5 Sternen Als wenn es gar nichts wär, 28. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben (Gebundene Ausgabe)
Als jahrzehntelanger Fan von Klaus Hoffmann habe ich mich sehr über dieses Buch gefreut
und habe es nahezu verschlungen! Sehr interessant und lesenswert. Ein "Muss" für einen Fan.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Authentisch und informativ, 11. Dezember 2012
Von 
J. Raach (berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben (Gebundene Ausgabe)
Dies ist eine der besten Autobiographien aus dem Musikleben. Hoffmann schildert seinen Lebensweg und die Hintergründe seiner Lieder und gibt dabei auch einen Einblick in die persönlichen Abhängigkeiten des Musikgeschäftes. Sehr empfehlenswert!
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen lesenswert, 13. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben (Gebundene Ausgabe)
Als Fan der ersten Stunde war dieses Buch natürlich ein MUSS für mich.
Obwohl ich schon vieles wusste, war doch manches (am Stück erzählt und im Zusammenhang) neu.
Die Biografie fügte sich an die Liedertexte, die ich seit 36 Jahren auswendig im Schlaf vor mir her sagen kann.
Ich kenne ihn als sensiblen Künstler und es hat mich doch erstaunt wie sehr und wie lange ihn das Vaterproblem immer wieder beschäftigte.
(Manchmal fragte ich mich schon warum meine Kinder nicht so einen Terz um mich machen... muss man dazu Künstler sein um Mutter und Vater immer als Paket mit sich rum tragen? Muss man dazu die Eltern verlieren oder sie gar nicht haben?- Ich trage meinen fehlenden Vater als Riesenpaket - aber tut das jeder? Das nur als Gedankenblitz, der mich mehrmals durchzuckte).
Auch erschien mir Klaus Hoffmann manchmal doch ein bisschen arg weinerlich und "selbstmitleidend".
Die Geschichte mit seiner Tochter (und wie es kam, dass er sie nicht aufwachsen sah), ließ mich mehrmals schlucken.
Ich weiß aus eigener Erfahrung wie es ist ohne Vater aufzuwachsen und da fragte ich mich schon, ob er weiß, was er (vielleicht ohne Schuld) an dem Kind angerichtet hat. Nicht jeder kann seinen "Vater-fehlte-mir-Schmerz" in Lieder packen.
Seine Worte zu diesem Thema erinnerten mich stark an die Herausredungen meines eigenen Vaters, der auch so toll erklären kann warum alles so lief wie es lief. Eine Erklärung ist das schon, aber mir fehlt da etwas die Entschuldigung.
Denn nicht nur er ist Kind, sondern er hat auch eines.
Es ist eine Biografie aus seiner Sicht und manchmal hat er ja versucht sich in die anderen Personen hineinzuversetzen, die als Trabanten um ihn kreiselten. Das ist schon mehr als die meisten Männer fertig bringen.
Alles in allem ist es ein Gutes Buch und interessant zu lesen.
Es ist ein gutes Stimmungsbild der Zeitgeschichte, die ja auch im Hintergrund ablief.
Eine erstaunliche Erkenntnis: Ich hatte kurz davor die Biografie von Wolfgang Niedecken gelesen, der fast auf den Tag gleich alt ist und den ich ebenfalls seit über 30 Jahren verehre: Auch er ist, wie Klaus mit einer sozialen Ader ausgestattet, wollte sich aber nie für Partien einnehmen lassen. Klaus: Schauspieler und Sänger - Wolfgang: Maler und Sänger.... ich habe erstaunlich viele Parallelen entdeckt! Obwohl die beiden Künstler auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam haben und unterschiedliche Typen sind, haben sie eines doch beide: Authentizität, Sensibilität und die Fähigkeit geniale Texte zu schreiben.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klaus Hoffmann, 25. März 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr interessante und abwechselungsreiche Erzählung des Lebens von Klaus Hoffmann. Sehr gut finde ich die Zeitsprünge von heute zur Vergangenheit
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Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben
Als wenn es gar nichts wär: Aus meinem Leben von Klaus Hoffmann (Gebundene Ausgabe - 5. Oktober 2012)
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