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Du


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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Du bist begeistert!
Wow, dieses Buch hat dich total angesprochen. Erst einmal war da das Cover, was dich anzuschauen schien, obwohl du beim zweiten hinschauen merktest, dass der Mann nach untern schaut. Dennoch, dieses Cover passt total zu diesem Buch, denkst du, denn es bringt die Atmosphäre der Geschichte gut herüber.

Die Geschichte ist deiner Meinung nach völlig...
Veröffentlicht am 21. Februar 2011 von CrazyWriter

versus
16 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Streckenweise unglaubwürdig, dennoch fesselnd
Vorab: Das Buch hält bei der Stange, man kann es in kürzester Zeit durchlesen. Der Spannungsbogen stimmt, die Charaktere sind recht gut gezeichnet und interessant, es passieren Wendungen, die nicht unbedingt vorhersehbar sind. Im Großen und Ganzen hat es mir Spaß gemacht, das Buch zu lesen.
Allerdings scheint Drvenkar ein glühender...
Veröffentlicht am 24. November 2010 von AKW


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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Du bist begeistert!, 21. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Du (Gebundene Ausgabe)
Wow, dieses Buch hat dich total angesprochen. Erst einmal war da das Cover, was dich anzuschauen schien, obwohl du beim zweiten hinschauen merktest, dass der Mann nach untern schaut. Dennoch, dieses Cover passt total zu diesem Buch, denkst du, denn es bringt die Atmosphäre der Geschichte gut herüber.

Die Geschichte ist deiner Meinung nach völlig verrückt. Du hattest im Vorfeld schon die eine oder andere Rezension über diesen Thriller gelesen und warst direkt angetan von dem Reisenden.
Der Reisende, mit dem die 570seitige Story beginnt, veranstaltet direkt im ersten Kapitel einen Massenmord, der genau nach deinem Geschmack war. Die Brutalität und Kälte der Morde, ließen dich schaudern und begeistert weiter lesen.
Du merktest, dass viele Personen in dem Buch eine Rolle spielen werden, denn es ging gleich weiter mit verschiedenen jungen Mädchen, welche wohl alle zusammen Freundinnen waren und von denen du erfährst, dass sie "Die süßen Schlampen" genannt werden. Jede hat ihre eigenen Kapitel, sodass du dich mit jeder intensiv beschäftigen musst. Du wirst gewahrt, dass die fünf unterschiedlicher gar nicht sein können, dennoch halten sie zusammen und gehen im wahrsten Sinne durch dick und dünn.
Inzwischen musstest du sogar einmal grinsen, weil du im Netz erfahren hast, dass das Buch ursprünglich 'Die süßen Schlampen' heißen sollte. Schnell wird dir aber bewusst, dass "DU" der perfekte Titel für diesen Roman ist, denn er wird weder in der Er-, noch in der Ich-Perspektive geschrieben, sondern aus der Du-Sicht.
Dies bedeutet, dass du selbst jeder der vielen Akteure sein wirst und du dich bemühen musst, keine zu verwechseln. Dies fällt dir Anfangs schwer und du hast Mühe, das Buch zu verstehen. Alles ist noch ziemlich unklar für dich, denn die Kapitel sind zwar kurz, aber dadurch folgen sie schnell aufeinander, was dich leicht verwirrt. Oftmals musstest du überlegen, wer noch mal was genau wie sagte und vor allem, wer noch mal welche einen Charakter hatte und wie zuvor gehandelt hat.
Über die Seiten hinweg ist es dir aber immer einfacher gefallen und nach dem du als jeder der über 10 Hauptakteure 1-2x ein Kapitel gelesen hast, bist du recht sicher in der Handhabung geworden, sodass du die verzwickte Story genießen konntest.

Dir ist zu diesem Zeitpunkt völlig unklar, wie alle die Handlungsstränge zusammenführen sollen. Für dich haben alle Personenparteien nicht das Geringste miteinander zutun. Doch du irrtest dich! Bald kommst du dahinter, was dein Mord in einem Luxushaus, 5 kg reines Kokain und deine fünf Schlampen miteinander zutun haben.

Zoran Drvenkars Schreibstil gefällt dir von der ersten Seite an. Du findest, er schreibt "schwer", aber gut verständlich. Du hast keine Verständnisprobleme, liest aber dennoch ziemlich lange an dem Buch, da es nicht nur storytechnisch einen großen Umfang hat. 570 Seiten voll beschrieben mit deiner Empfindung nach kleiner Schrift, ergeben hier ein massiges Buch mit viel Klasse!
Spannung, thrill und verrückte Handlungen wechseln sich hier ab und du erlebtest ein Bad der Gefühle. Voller Hingabe und mit großem Interesse liest du Kapitel für Kapitel und Abschnitt für Abschnitt und erfreust dich daran, dass es dir gelungen ist, die Story immer mehr zu verstehen und dir wird klar, was für ein Ausmaß ausgelöst wurde.
Du bist begeistert von Zoran Drvenkars Ideenreichtum und empfindest die Du-Perspektive als ultimatives Sahnehäubchen des Ganzen.

Zwischendurch wurde es dir ab und an etwas langatmig und du musstest dich mehr durch das Buch kämpfen, als es zu genießen, doch gegen Ende, als auch noch das letzte Geheimnis um den Reisenden gelüftet wird, bist du restlos von diesem Thriller begeistert.
Mehr davon, denkst du dir, sodass du auch gleich Zoran Drvenkars "Sorry" erstehst. An dieser Stelle bist du dankbar, diesen Autor nun auch für dich entdeckt zu haben und kannst dieses Buch als einen Geheimtipp unter den Thriller, die du bereits kennst, bedingungslos weiterempfehlen.

"Du" musst Du unbedingt lesen!
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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Absolut fesselnd!, 8. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Du (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beginnt ja schon mit einem Knaller, mit der Beschreibung des mysteriösen Reisenden, der während eines Staus auf einer verschneiten Autobahn aussteigt und die Menschen in den umliegenden Autos einfach umbringt.

Dann wechselt die Perspektive des Buches ständig, immer gleich bleibt aber die Anrede der jeweiligen Hauptperson über die die 2. Person: Du!

Die Protagonisten sind in mehrere Gruppen aufgeteilt: 5 junge Mädchen, beste Freundinnen, die miteinander durch dick und dünn gehen - eine Verbrecherbande in Berlin - den Reisenden - sowie diverse Randpersonen. Durch eine Überschrift vor jedem der kurzen Kapitel weiß man immer, aus wessen Sicht gerade geschrieben wird. Die Vielzahl der Personen macht den Einstieg erst etwas schwierig, auch weil am Anfang noch überhaupt nicht klar ist, wie diese ganzen Personen und Handlungen zusammenhängen. Sobald man da aber mal durchgestiegen ist, fügt sich so nach und nach ein Bild zusammen.

Die Story ist zwar nicht immer glaubwürdig, aber die fesselnde Schreibweise und das immer schneller werdende Tempo haben mich über kleinere Schwächen gut hinweglesen lassen und das Ende kam dann viel zu schnell!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend, überraschend, originell, 12. Juni 2014
Von 
Norman H. (Niedersachsen, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du (Taschenbuch)
Ich fand das Buch spannend, mit einigen überraschenden Wendungen, einem sehr guten Ende, ein paar tiefsinnigen, gefühlvollen Momenten, und ein paar irre witzig formulierten Passagen. Die interessante Erzählperspektive (alles im "Du", 2. Person) war eine erfrischende Abwechslung, die ich schon nach 30 Seiten liebte.
Der Sprachstil gefiel mir außerordentlich gut: präzise, schlicht, subjektiv beeinflusst (d.h. angenähert an die Denkweise der Person, über die geschrieben wird), viele kurze, unverbundene Hauptsätze, die fast fast lakonisch klingen, aber den einzigartigen Erzählstil prägen. Ein trockener Humor, wie ich ihn mag.
Die Unrealistischkeit, die manche bemängeln, ist wohl objektiv zu vertreten, doch fand ich selbst während des gesamten Lesens, dass alles Geschriebene sehr plausibel war. Das macht es nicht *wahrscheinlich*, aber wir lesen ja auch keine Bücher über Dinge, die wahrscheinlich sind, richtig? (Anderenfalls würden 90% aller Bücher davon handeln, wie nichts besonderes passiert.)
Es gibt viele Dinge, die der Autor nicht erwähnt oder erklärt (z.B. warum die Polizei ein Auto nicht zur Fahndung ausschreibt und somit einfängt), aber ich glaube, dass es relativ naheliegende Erklärungen dafür geben kann. Die Tatsache, das diese Erklärungen nicht formuliert werden, heißt nicht, dass die Handlung unsinnig ist. Es liegen eben einfach ein paar nicht total triviale Gründe vor, die man sich aber auch selbst zusammenreimen kann (z.B. das Gangster nicht die Polizei rufen würden, oder dass Gangster sogar die richtigen Verbindungen haben könnten, um zu verhindern, dass ein Auto, an dem sie selbst ein Interesse haben, zur Fahndung ausgeschrieben wird).
Insofern bleibt mir der Eindruck eines eigentlich besonders realistischen Buches, weil die Dinge, die beschrieben wurden, in dieser Form relativ wahrscheinlich waren -- nicht so, wie man das von schlechten Filmen kennt, wo ein Auto ein anderes rammt und danach beide explodieren und die Glassplitter irgendjemanden töten.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Wahnsinns-Thriller, 29. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Du (Gebundene Ausgabe)
Lang ersehnt, jetzt endlich ist er da: Der neue Thriller von Zoran Drvenkar. Und das Warten hat sich gelohnt.

Hauptsächlich geht es um 7 Personen, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Geschickt webt Drvenkar die Erzählfäden und verwirrt den Leser ein ums andere Mal. Erst nach und nach gibt er Stücke frei und der Leser sieht etwas klarer, ohne das große Ganze zu durchblicken. Der Spannungsbogen ist mörderisch und hält bis zum Schluss.

Genauso mörderisch ist auch Drvenkars Art zu schreiben. Mit viel Liebe baut er eine Heile-Welt-Atmosphäre auf, um sie dann mit einem Satz zu zerstören und ins komplette Chaos zu stürzen. Drvenkar schreibt kalt und hart wie Eisen, und doch zeichnet er Personen mit Tiefe und mit Charakter. Und dabei jagt man mit einem irren Tempo durch die knapp 600 Seiten und nähert sich einem Schluss, der einfach nur Wahnsinn ist. Ich habe schon lange keinen Thriller mit so einem genialen Plot gelesen.

Zoran Drvenkar ist der zur Zeit beste, in Deutschland lebende, Thrillerautor. Du bestätigt das auf eindrucksvollste Weise. Ich kann den Roman wärmstens empfehlen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wann bist "DU" angekommen?, 13. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Du (Gebundene Ausgabe)
Seht euch das Cover einmal genauer an. Und? Was seht ihr? Ich habe auch nichts gesehen, wollte aber unbedingt wissen, was es mit dem Mann auf dem Cover auf sich hat. Warum hat er die Augen geschlossen und sieht aus als ob er schläft oder schlimmer noch als wäre er gestorben. Auch nach dem Lesen des Buches bin ich mir unsicher, was das Cover betrifft. Das "Du" pulsiert fast und ist das, was ich bis zum Schluss nicht begriffen habe. Wieso heißt das Buch "Du?" Ein ganz klein wenig werde ich auf das was ich gelesen habe eingehen, aber euch nicht alles offenbaren, denn dieser beklemmende und teilweise beängstigende Thriller ist es tatsächlich wert gelesen zu werden.

Der Klappentext:

Du

Nimm einen Mann, der durch ganz Deutschland reist und keine Gnade kennt. Wo er hinkommt, bleibt niemand am Leben. Nenn ihn Der Reisende, mach ihn zum Mythos und fürchte ihn.

Nimm fünf Freundinnen, die erst dem Chaos die Tür öffnen und dann die Flucht ergreifen. Nenn sie Die süßen Schlampen und meide sie.

Nimm einen Vater, der verfolgt wird von seiner Vergangenheit und über Leichen geht, um sein Ziel zu erreichen. Und jetzt stell dir vor, er will die fünf Freundinnen aufhalten. Um jeden Preis. Nenn ihn Der Logist und meide ihn.

Sie alle bewegen sich aufeinander zu, sie sind voller Rache und haben keine Ahnung, dass du sie beobachtest.

Kurz das Geschehen aus meiner Sicht:

Wir tauchen ein in die Gedanken von allen Personen, die uns in diesem Buch begegnen werden und wir werden ein Teil von ihnen. Wir teilen ihre Ängste, wir lernen zu verstehen, warum dieses und jenes genauso passieren wird. Wir sind entsetzt über die menschlichen Tragödien, den zerütteten Familien und ihre Geschichten. Dieses Buch ist nicht einfach, durch die vielen Personen, die wir begleiten, aber gerade dies ist es, was eine echte Faszination auf uns ausübt. Rute, Nessi, Stinke und Taja sind eigentlich ganz normale Mädchen, die ihre Abende mit Popcorn und Kino verbringen, dabei natürlich auch mit Jungs rumhängen und hier und da auch die Sexualität erleben. Ausprobieren und Spaß haben, dabei auch über die Strenge schlagen und die Konsequenzen nicht bedenken.

Wir lernen Oskar und Ragnar, 2 skrupellose Brüder kennen, die auch über Leichen gehen um an ihr Ziel zu kommen. Oskar ist Tajas Vater, während Ragnar natürlich ihr Onkel ist, ein Drogenboss, dem sie leider so einiges an reinem Heroin geklaut haben. Ragnar ist brutal und geht über Leichen ohne mit der Wimper zu zucken. Sein Sohn Darian eifert ihm nach, aber nicht, weil ihm das Geschäft etwas bedeutet, sondern, weil er um die Aufmerksamkeit seines Vaters buhlt. Dieser erscheint seit seine erste Liebe gestorben ist als sehr gefühlskalt.

Mirko, total verknallt in Stinke wird zum Märtyrer.

Neill stolpert in das Geschehen und kommt den Mädchen unerwartet zu Hilfe. Aber ob es wirklich Hilfe ist?

Marten ist derjenige, der einfach nur Frühstück holen wollte an einem Rastplatz und dabei die Mädchen kennenlernt. Dies wird ihm zum Verhängnis.

Und dann haben wir die Person, die ich am allermeisten fürchte und zwar ist es "Der Reisende" Mit bloßen Händen bringt er Leute um und keiner bleibt lebend zurück. Es dauert sehr, sehr lange bis ich kapiert habe, was er mit der Geschichte zu tun hat, eigentlich, wenn ich es zugebe bis zu den letzten 4 oder 5 Seiten des Buches, als das "Du" endlich angekommen ist. Bis dahin gibt es einige Leichen, viel Traurigkeit, Angst und auch jede Menge Mut, dem zu entfliehen, was einen erwartet, wenn man Ragnar Desche in die Hände fällt. Also flieh und lauf um dein Leben und blick nicht zurück!

In die Handlung sind wie schon erwähnt viele, viele Personen verstrickt und es verwirrt sehr, denn dieser Stil ist dann doch eher schwierig zu lesen. Dennoch braucht dieser Thriller diese Verwirrungen um die Geschichte zu einem ganzen zu fügen.

Ich bin entsetzt über die Skrupellosigkeit mancher Menschen, aber genau dieses ist es, was das Buch zu etwas Besonderen macht, denn es beängstigt, man leidet mit, man rennt, flieht und hofft. Die Wahrheit die sich dann letztendlich hinter allem verbirgt ist so widerwärtig, so schockierend, damit habe ich nicht gerechnet. Hier verbirgt sich letztendlich eine echte Familientragödie, in die die Mädchen, die Taja Freundinnen sind nur hereinschlittern, weil sie eben Freundinnen sind.

Die Kapitel sind mit Sprüchen versehen, wie z.B diesem hier zu Kapitel I:

did you ever know

there's a light inside your bones

the hope that you can't hide

and it teases you every night

ghinzu

blo

Das Buch beginnt mit dem Reisenden und endet auch mit ihm. Um die Abschnitte voneinander zu unterscheiden, gibt es immer große Überschriften, die uns anzeigen, mit wem wir es nun zu tun haben. Rute, Stinke, Ragnar, Mirko oder auch Darian. Wir tauchen ein in ihre Gedankenwelt und versuchen zu verstehen, was sie in ihrem Leben bewegt und warum sie so und nicht anders handeln. Ich sagte ja schon, was sich erst als Puzzle anfühlt, fügt sich hinterher ganz leicht ineinander. Natürlich dauerte es eine ganze Weile mit dem Buch und dem Schreibstil warm zu werden, da es so komplett anders ist als man es gewohnt ist und der Mensch ist ja nun einmal bekanntlich ein Gewohnheitstier. Wer den Film "8 Blickwinkel" kennt, kann vielleicht erahnen, was ich sagen möchte.

Das Buch beginnt rasant mit vielen unbegreiflichen Morden in einem Stau, danach wird es bissel lahmer, denn wir müssen Tajas Freundinnen erst einmal kennen lernen, damit in uns der Beschützerinstinkt geweckt wird, nachdem sie auf der Flucht sind vor Tajas Onkel Ragnar, denn er will Rache und nur Rache.

Die Personen sind so detailliert beschrieben, daß man sie fast bildlich vor sich hat. Fassungslos müssen wir mit ansehen wozu Menschen fähig sind. Einige Leichen pflastern unseren Weg durch das Buch. Ein beklemmendes Gefühl bleibt zurück, denn das Buch endet zwar, aber lässt uns mit unseren Gedanken alleine, denn das Ende ist offen und das mag ich nicht, denn ich brauche einen Abschluss. Auch wenn ich von dem Buch wirklich fasziniert war, das offene Ende lässt mich fast einen Stern abziehen, aber auch nur fast.

Von mir eine Leseempfehlung an die, die gerne puzzlen und verwirrt sein möchten. Im Nachhinein lohnt es sich das Buch zu lesen, obwohl ich ein paarmal abbrechen wollte, da ich den Sinn nicht kapiert habe, aber nachdem sich die Mädchen auf der Flucht befinden ist jede Seite voll von Spannung und Atemlosigkeit, daß es kaum zum Aushalten ist!

Wünsche euch alles Gute auf eurer ganz persönlichen Flucht!

GLG,

Mel
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Welt ist ein Plattenspieler, der sich zu schnell in uns dreht, 21. November 2010
Von 
Happyx - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Du (Gebundene Ausgabe)
Selten war ich so schnell in einem Roman drin wie in diesem. Die Sprache ist philosophisch literarisch oft und erfühlt unterschiedlichste Bewusstseins- bzw. Schichtensprachen. Sie ist aber auch brutal und zum Fürchten erniedrigend.

Zu Beginn steht jemand im Stau im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist Winter, kalt und man ist gefangen bei einem Protagonisten, der ganz ruhig bleibt - zunächst. Es lohnt sich, die ersten Sätze wiederzugeben, um ein Gefühl für eine ungewöhnliche Sprache zu bekommen: "So sehr wir dem Licht entgegen streben, so sehr wollen wir auch von dem Schatten umschlossen sein. Dasselbe Verlangen, das sich nach Harmonie sehnt, sehnt sich auch in einer dunklen Kammer unseres Herzens nach Chaos. Wir brauchen dieses Chaos in Maßen, denn wir wollen ja keine Barbaren sein."

Wann gerät unsere Welt außer Kontrolle, wann regiert das Chaos vollständig? Dieses Buch führt in eine makabere, schwer verständliche Welt der Außer-Kontrolle-Geratenen, es mäandert zwischen normaler und abgrundtief böser Welt gekonnt hin und her. Dabei ist die Geschichte, die Spannung hoch, ja, aber noch gelungener empfinde ich die jeweils passenden Satzgewitter, die vermitteln zwischen Verstehen und Nicht-Verstehen-Können, die das Unsagbare doch irgendwie präsentieren in einem Du, das in jedem sitzt, mal mehr, mal weniger.

Du stehst also in einem Stau. "Du bist einer von vielen. Du bist allein und wartest." Wer kennt es nicht, wer hat es noch nicht erlebt? Es schneit, Autobahn um einen, dunkel, kalt und nichts geht mehr. Zoran Drvenkar ruft dieses Erlebnis ab, benennt es mit Worten, die uns bekannt sind, und entführt in eine Welt, die unverständlich, grausam ist. Selten hat mich ein Beginn derart gefesselt. Und selten war ich schockierter.

Stinke, ein 17-jähriges Mädchen, wird im weiteren Kapitel beschrieben, gekennzeichnet in allen Gedanken und Erlebnissen, die sie nachfühlt und innerlich worthart durchlebt, als sie einen Jungen im Kino kennenlernt. Getrieben und zugekleistert durch Momente des sozialen Prollfumfeldes laufen ihr die Gedanken siedend heiß innerlich nach unten, während sie ein eigentlich schönes Flirterlebnis hat. Aber nichts hat mehr die Oberfläche des Schönen, alles ist durchritzt von Primitivem und Gierigem, eine gekonnte sprachliche Hinführung zum heutigen Wahnsinn.

Weniger als die unterschiedlichen Handlungen bzw. Querverbindungen ist es die Sprache, die mich gefesselt hat, die sich Schichten um Schichten durcharbeitet und am Ende dieses feststellt: "Nur eines bleibt noch übrig: Du." Dieses Du dreht sich zu schnell, zu hart, zu ver-rückt. Immer mehr Adrenalin, um sich zu spüren, immer größer das Chaos in uns.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein außergewöhnlicher Thriller, 4. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Du (Gebundene Ausgabe)
Sieben Hauptpersonen, deren Geschichten auf den ersten Blick nicht zusammengehören: Da ist "Der Reisende", der aus ungeklärten Motiven immer wieder Menschen tötet. Einmal sogar ein ganzes Dorf.
"Der Logist" ist zu 100% verlässlich, wenn man heiße Ware transportieren lassen muss. Er ist konsequent und brutal.
"Die süßen Schlampen" sind eine Mädchenclique. Sie halten zu 100% zusammen - gegen alles. Sie finden 5 kilo Heroin. Und das ist der Beginn einer ziemlich wilden Reise.

Was für ein Buch!

Drvenkar behält alle Handlungsfäden in der Hand, täuscht den Leser immer wieder geschickt, taucht in die Köpfe der Protagonisten ein, sodass sie zu einer Art zweiter Haut werden. Auch für den der liest - den Drvenkar hat eine ungewöhnliche Erzählperspektive gewählt (2. Person Singular, wie der Titel schon andeutet).
Erst zum Ende weiß man wirklich, was geschehen ist. Aus diesem Grund sollte auch so wenig von der Handlung vorab verraten werden wie möglich.

Es ist kein gewöhnlicher Thriller - ja, es gibt ein Monster und auch ein bisschen Mystery - es gibt Blut und Gewalt + Verfolgungsjagden, aber durch den durchdachten Aufbau, die veränderte Perspektive und die wohlkonstruierten Charaktere gewinnt dieses Buch so viel, dass es sich um Meilen von dem, was so üblich ist absetzt. Ein Leckerchen für alle, die mal etwas anderes lesen wollen. Für alle Thrillerfans sowieso.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirklich tiefste Abgründe, 22. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Du (Taschenbuch)
Alles beginnt mit dem Reisenden. Er berichtet aus seiner Sicht von einem Massenmord auf der A4. Dann erfährt der Leser erste Details der Geschichte von Ragnar Desche, einem gnadenlosen Drogendealer aus Berlin. Auch dieser wird aus der Sicht des Protagonisten berichten. Nach und nach geht der Leser auf die Lebensreise der 5 Teenagerinnen & Freundinnen Stinke, Rute , Nessi, Schnappi und Taja. Nicht zu vergessen sind Ragnars Sohn Darian bzw. Ragnars Bruder Oscar. Alle sehen die Welt aus ihren Augen und alle haben eine gemeinsame Geschichte, die sich nach und nach wie ein Puzzel zusammensetzt.

Alle Geschichten sind spannend in sich, so dass Dir (dem Leser) während des Lesens nie langweilig wird. Du bist von A bis Z vom Geschehen gefesselt. Natürlich wirkt die Geschichte für Dich etwas konstruiert, fast schon überfrachtet. Doch Du musst weiterlesen, fasziniert von den Abgründen, die sich von Zeile zu Zeile auftuen. Ein gelungenes Werk von Zoran Drvenkar.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig, aber das "Reinarbeiten" lohnt sich, 28. März 2012
Von 
Ramones 16 (Absurdistan) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Du (Taschenbuch)
Mannohmann, die ersten Seiten gingen ja gar nicht. Wenn Charaktere Spitznamen wie "Stinke", "Schnappi" oder "Rute" bekommen oder Hauptpersonen "Ragnar" als Vornamen tragen, muss ich mich ziemlich zusammen nehmen um überhaupt noch weiter zu lesen. Dann gibt es den "Reisenden", der so viele Menschen in so kurzer Zeit tötet, ich kann es nicht glauben. Irgendetwas ginge schief, irgendein potentielles Opfer würde überraschend handeln. So einfach ist Töten nicht. Auf gar keinen Fall. Dazu der vollkommen ungewohnte aber interessante Schreibstil in der "Du"-Form. Wie das genau funktioniert, sollte jeder Leser selber rausfinden. Auch dies absolut gewöhnungsbedürftig, um nicht zu sagen nervig. Aber siehe da, langsam stellt man sich ein, auf Sprache, Stil und Tempo. Und dann beginnt die eigentliche Story, ihren Sog zu entwickeln. Immer schneller, immer intensiver. Das Einweben des "Reisenden" in die Story ist dann meiner Meinung nach ein absoluter Knaller. Damit kann man nicht rechnen. Hervorragend. Auch das Ende ist durchaus gelungen, alles in allem ein spannender Roman ungewöhnlicher Art. Ich finde den Autor mutig und werde nun auch andere Werke von ihm lesen. Meiner Meinung nach lohnt es sich, diesem Buch ein faire Chance zu geben.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mittendrin statt nur dabei, 10. März 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Du (Taschenbuch)
Nach diversen Erwähnungen des Klappentextes spare ich mir hier die Zusammenfassung des Inhalts :) .

Denn über die eigentliche Story hinaus (welche zweifelsohne in puncto Nachvollziehbarkeit so einige Schwächen aufweist) brilliert der Thriller durch seine einzigartige Perspektive. Der Leser schlüpft förmlich in die jeweilige Figur, welche gerade angeboten wird und jeweils ein Kapitel einnimmt. Dadurch wird eine außergewöhnliche Charakterschärfe kreiert; die Struktur wirkt klar, da sich das meiste in Zeitfolge einigermaßen logisch einfügt.

Dazu gelingt es Zoran Drvenkar eben auch interessante, scheinbar losgelöste Charaktere zu schaffen, welche fast allesamt stilvoll überzeichnet wurden und damit künstlich erscheinen. Die Figuren stehen außerhalb von allem, sie erfinden und malträtieren ihre ganz eigene von Brutalität, aber auch von Freundschaft gezeichnete Welt. Dies alles ist positiv gemeint, denn dadurch wird jede Authentizität automatisch gedeckelt und ich weiß, dass ich mich auf dies Buch auch einlassen muss. Diese Chance lässt Drvenkar Jedem.

Die Handlung ist rasant, brutal und unterhaltsam. Ein fast "film-gewordenes" Buch ohne Kompromisse, laut und schrill.....es bleibt kaum Zeit zum Durchatmen, wenn die Handlung Fahrt aufnimmt und Spannung erzeugt. Es geht um Rache, um verdorbene Jugend, um Vater-Sohn-Konflikte, um Kriminalität und um Freundschaft (nur um mal so einige Komponenten zu erwähnen). Nie wirkte die Handlung auf mich überladen, fast immer gradlinig, bis hin zum Finale furioso.

Fazit: "Du" ist anders und sehr gut. Man ist eben mittendrin statt nur dabei, ein aktiver Leser anstatt nur ein stiller, genießender Beobachter. Dieser Umstand war für mich einzigartig und erfrischend. Die krude Atmosphäre aus Gewalt, Action und Charaktertiefe lohnt!
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Du
Du von Zoran Drvenkar (Gebundene Ausgabe - 29. September 2010)
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