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254 von 270 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gut
Nachdem ich eine Leseprobe von "Schneemann" gelesen hatte, war ich von dem Buch nicht sonderlich begeistert. Jo Nesbøs Protagonist Harry Hole wirkte auf den ersten Blick ("Schneemann" war mein erster Roman von Nesbø) wie "einer unter vielen". Alkoholkranke und in Beziehungsschwierigkeiten steckende Hauptcharakter kannte ich als Krimi-Leser bereits von anderen Autoren wie...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2008 von hundasterix

versus
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Fall "Schneemann"
Immer wenn der erste Schnee fällt verschwinden Frauen und nur ein Schneemann bleibt zurück, der so etwas wie die Visitenkarte des Mörders zu sein scheint. Kommissar Harry Hole übernimmt, gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Katrine Bratt, die Fälle und glaubt schon früh den Serienmörder im Visier zu haben. Nach dessen vermeintlichen...
Veröffentlicht am 11. Oktober 2009 von Nicole Stöber


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254 von 270 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überraschend gut, 15. Oktober 2008
Von 
hundasterix - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Schneemann (Gebundene Ausgabe)
Nachdem ich eine Leseprobe von "Schneemann" gelesen hatte, war ich von dem Buch nicht sonderlich begeistert. Jo Nesbøs Protagonist Harry Hole wirkte auf den ersten Blick ("Schneemann" war mein erster Roman von Nesbø) wie "einer unter vielen". Alkoholkranke und in Beziehungsschwierigkeiten steckende Hauptcharakter kannte ich als Krimi-Leser bereits von anderen Autoren wie z.B. Henning Mankell, Ian Rankin und John Connolly. Auch die Story klang für mich bekannt: Ermordete Frauen und Tatorte, an denen der Täter besondere Kennzeichen (in diesem Fall einen Schneemann) hinterlässt.

Doch ich muss sagen, dass mich das Buch wirklich positiv überrascht hat. Trotz anfänglicher Zweifel aufgrund der Leseprobe und obwohl ich bereits am Anfang des Romans wusste, wer der Täter ist, wurde die Geschichte an keiner Stelle langweilig. Durch die Drehungen und Wendungen blieb das Buch durchweg spannend und interessant. Die nach und nach aufgedeckten Zusammenhänge sind schlüssig und wirken in keinster Weise konstruiert.

Insgesamt ist "Schneemann" ein meiner Meinung nach durchweg gut gelungener Kriminalroman ohne Längen und aufkommende Langeweile.

Als kleine Hilfe für alle, die auch mit "Schneemann" begonnen haben und noch mehr über Harry Hole und seine Fälle lesen möchten, hier noch die richtige Reihenfolge der Romane:

1.) "Der Fledermausmann"
2.) "Kakerlaken"
3.) "Rotkehlchen"
4.) "Die Fährte"
5.) "Das fünfte Zeichen"
6.) "Der Erlöser"
7.) "Schneemann"
8.) "Leopard"
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieser Schneemann lässt niemanden kalt!, 28. Oktober 2009
Von 
Stefan Erlemann (Witten) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 100 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Hagen ist nicht begeistert. Erst kann ihn Harry Hole nicht überzeugen, dass wirklich ein Serienmörder in Oslo und Bergen seit fast dreißig Jahren sein Unwesen treibt, dann will er die nötige Mordkommission mit nur vier Beamten bilden. Dabei wäre ein mindestens zehnköpfiges Team Pflicht. Und das erst recht, als klar wird, dass der "Schneemann", wie die Presse den Mörder tituliert, tatsächlich immer wieder Frauen entführt hat, die nie wieder aufgetaucht sind. Gemeinsam ist den Opfern nur, dass sie verheiratet waren, ein oder zwei Kinder hatten, jung und hübsch waren und meist an dem Tag verschwanden, an dem der erste Schnee fiel - und dass am Tatort ein Schneemann steht, der offensichtlich vom Täter gebaut worden ist. Doch der Mörder ändert offensichtlich seine Vorgehensweise. Es scheint so, als kämen Harry Hole und seine neue Assistentin Katrine Bratt dem Serientäter so nahe wie nie zuvor. Plötzlich gibt es nicht einen, sondern sogar zwei Verdächtige und die Presse ruft nach einem Selbstmord schnell ein Ende des Falls aus. Nur Harry ist sich da nicht so sicher und ermittelt weiter. Und die grauenhaften Geschehnisse geben ihm bald recht: Der Schneemann ist noch nicht enttarnt und mordet in immer kürzeren Abständen. Fast scheint er hastig darauf bedacht, dass seine Taten bemerkt werden - von Harry Hole bemerkt werden. Denn der Kommissar scheint immer stärker in den Fall verstrickt zu sein und sogar selbst zum Ziel des Serienmörders zu werden.

Nach "Der Fledermausmann", "Kakerlaken", "Rotkehlchen", "Die Fährte", "Das fünfte Zeichen" und "Der Erlöser" ist "Schneemann" der siebte Kriminalroman von Jo Nesbø, der als zentralen Ermittler Harry Hole aufbietet. Und wieder fasziniert der Autor nicht nur mit einer exzellent ersonnenen Mordgeschichte, sondern zelebriert geradezu den Menschen Hole. Dieser äußerst sympathische Alkoholiker, der versucht gegen den Drang, sich tagelang sinnlos zu betrinken, anzukämpfen, der immer wieder zu Rakel, seiner großen und einzigen Liebe, zurückfindet und sie doch immer wieder verliert. Dieser sture, einzelgängerische Ermittler, der mit unkonventionellen Methoden glänzt, der jeden vor den Kopf stößt und doch ein fast unheimliches Einfühlungsvermögen in die Denkschemata von Serienmördern zeigt, so dass man fasziniert seiner Suche nach der Wahrheit folgt, an seinen Lippen hängt und jede seiner Aktionen zitternd vor Spannung begleitet.

Der Leser wird im "Schneemann" ständig von einem Extrem ins andere geworfen. Mal glaubt man den Täter zu kennen, dann tappt man wieder im Dunkeln. Mal bemitleidet man Harry, dann verzweifelt man fast an dessen Art. Vor Spannung kaum mehr Pausen einlegend, ist der Hörer gebannt von dieser Erzählung, die mit Oliver Mommsen einen neuen, noch unbekannten Sprecher aufbietet, der die lässigen, coolen Töne des Kommissars ebenso beherrscht wie die kalten Gedanken des Täters, die verzweifelten Gedanken der Opfer und die sehnsüchtigen Gedanken der betroffenen Kinder.
Ihm gelingt der unmögliche Parforceritt zwischen Spannung, Verzweiflung, Angst und Hoffnung, die Jo Nesbø wie kaum ein anderer Autor zu zelebrieren weiß. Noch stärker als in "Die Fährte" und "Das fünfte Zeichen" ist diese Geschichte ein äußerst kompliziert verschachteltes Rätsel, dessen Facetten bis zum gnadenlos spannenden Ende hin kaum zu entschlüsseln sind. Dabei verzweifelt der Hörer gelegentlich an der Fülle von Namen, Personen und Handlungsebenen, die zwischen Zeiten, Orten und Ich-Erzählern hin und her springen und immer wieder in die Irre führen. Und auch wenn man bald ahnt, wer der Täter sein könnte, sein muss, ist es doch eine Offenbarung, wie Harry zum Ende hin erkennt, wer ihn da immer wieder an der Nase herumgeführt hat.

"Schneemann" ist ein geniales Hörbuch, dem es bei aller Perfektion an einem definitiv mangelt: an mehr Informationen. Wirft man einen Blick ins Buch, merkt man schnell, dass dies an den Kürzungen liegt. Viele Nebenstränge fallen weg, werden arg beschnitten und nur am Rande erwähnt. Wer also alles über Harry, Rakel, Katrine Bratt und ihren Vater und natürlich den Täter erfahren will, muss zum Buch greifen. Doch der Vortrag Oliver Mommsens sorgt auch in der Hör-Variante dafür, dass der "Schneemann" zu einem unvergesslichen Erlebnis wird.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nesbo ist ein Meister - Hole muss man einfach mögen - Hörbuchrezension, 9. Februar 2010
Von 
Pixie (Dortmund, Westfalen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Nesbo ist ein Meister der genialen Plots und der feingezeichneten Charaktere. Wo Mankells von mir nicht geschätzter Wallander nur irgendwie rumjammert, wächst Harry Hole immer wieder über sich hinaus - nicht ohne einen hohen Preis für den Erfolg zu zahlen. Und am Glück schrammelt er auch immer wieder gekonnt vorbei. Niemand ist so findig und so kreativ wie Harry Hole, wenn er Fälle knackt. Und niemand ist so unentschlossen, so voller Liebe und so ungelenk, wenn es darum geht, sein Privatleben endlich mal in geordnete Bahnen zu lenken. Ein trauriger Standing Joke.

Schluss mit dem Weibergewäsch.

Hole jagt diesmal einen Serientäter, der schon bald den Spitznamen "Der Schneemann" verliehen bekommt. Dieser Serientäter ermordet Frauen am Tag des ersten Schnees. Sein Markenzeichen, einen Schneemann, lässt er am Tatort zurück. Der Schneemann ist schon lange im Geschäft, und erst Harry Hole erkennt ein Muster von Verbrechen, das sich über ganz Norwegen zieht. Die Opfer haben nichts gemeinsam, außer, dass sie alle verheiratet sind und Kinder haben. Oder bestehen da doch Zusammenhänge? Während Harry mühsam die Puzzleteile zusammenfügt und auch schon einmal den Falschen ins Visier nimmt, hat er zudem noch eine neue Kollegin am Hals, die frisch zur Osloer Mordkommission gestoßen ist. Die junge Frau gefällt Harry, weil sie einen scharfen Verstand hat und ihm auch irgendwie ähnlich ist. Doch verfolgt sie eigene Interessen, von denen er zu Anfang nichts ahnt.

Wieder ein wunderbarer, komplexer Plot, der einen in seinen Bann zieht und ein dramatisches Finale. Da bleiben keine Wünsche offen. Genial!

Eine souveräne Leseleistung von Oliver Mommsen. Unbedingte Kauf- und Hörempfehlung.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannung pur!, 12. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Schneemann (Gebundene Ausgabe)
Hoch im Norden Europas in Kälte und Schnee spielt sich das Drama um einen Serienmörder ab. Die gruseligen Vorzeichen bietet ein Schneemann, dessen Erscheinen in einer Art Ankündigung für einen bevorstehenden Mord mit den Taten verbunden ist. Die verheirateten Opfer sind Frauen mit einem oder zwei Kindern, die alle die gleichen Merkmale einer Erbkrankheit aufweisen. Die Aufklärung der Mordserie stellt die Ermittler, und hier besonders den Leiter der Ermittlungen, Hauptkommissar Harry Hole, vor schier unlösbare Rätsel.
Der Kommissar ist ein unglücklich Liebender, dem Alkohol und einer gewissen berufsbedingten Besessenheit an seiner Arbeit verfallener Mann in mittleren Jahren.
Die Spuren lassen jeden Verdacht zunächst als des Rätsels Lösung erscheinen und führen den Leser in die Irre, um dann in einem dramatischen Finale zur Auflösung zu drängen.

Die Spannung wächst mit jeder neuen Entdeckung, bei der es auch um Erbkrankheiten, Vaterschaftstests und viele ungemein aufregende Beziehungskonflikte geht. Liebe, Betrug und Eifersucht beleben die Szene. Kommissar Hole mit seinen Vorlieben und Eigenheiten bietet reiches Anschauungsmaterial über die verwirrende Vielfalt eines Berufs, der starke Nerven und eine unerbittliche Durchsetzungskraft erfordert. Er besitzt sie, denn er führt uns nach atemloser Suche und eigener Gefährdung auf die richtige Spur, um den aufregenden Kriminalfall zu einem guten Ende zu führen!
Höchste Spannung und abwechslungsreiche Unterhaltung ist dem anspruchsvollen Leser gewiss!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Krimihighlight, 30. September 2009
Von 
Dass Jo Nesbo spannende, komplexe, psychologisch stimmige und Nerven raubende Kriminalromane schreiben kann, hat er mit den ersten 6 Büchern über Hauptkommissar Harry Hole längst bewiesen. Aber mit dem "Schneemann" besteigt er den Olymp der aktuellen skandinavischen Kriminalliteratur. Es gibt derzeit schlicht nichts Besseres.
Hole hat es diesmal mit einem Serienmörder zu tun, der nur mit Einsetzen des ersten Schnees im November zuschlägt und an den Tatorten jeweils einen Schneemann hinterlässt. Seine Opfer: Verheiratete Mütter.
Vielschichtig sind die von Nesbo angelegten Beziehungsgefechte und die Spuren, die er geschickt legt, dienen dazu, um den Leser mitdenken und wie selbstverständlich auf die falsche Fährte geraten zu lassen. Wer ist der Schneemann? Der Schönheitschirurg? Ein Journalist und Gigolo? Oder sogar seine eigene Kollegin?
Hole wird immer tiefer in den Fall hineingezogen und mit ihm die einzigen beiden Menschen, die ihm etwas bedeuten. Spannung bis zur letzten Seite und ein Show-Down der Extraklasse!
Für Hole-Neulinge und Infizierte die bisherigen Romane: 1) Der Fledermausmann, 2) Kakerlaken, 3) Rotkehlchen, 4) Die Fährte, 5) Das fünfte Zeichen, 6) Der Erlöser
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schneemann, 9. Februar 2010
Von 
Der Autor: Jo Nesbo wurde 1960 geboren und arbeitete viele Jahre als Broker und Sänger der erfolgreichen norwegischen Band Di derre. Sein erster Roman 'Der Fledermausmann' wurde mit dem Titel' Bester Krimi des Jahres' ausgezeichnet. Inzwischen ist Jo Nesbo der erfolgreichste Autor Norwegens. 'Schneemann' ist der siebte Kriminalroman um Kommissar Harry Hole.

Das Cover: 'hätte passender kaum sein können! Ein Schuhabdruck im Schnee'
Genau darum geht es doch in diesem packendem Krimi; um Schnee und Schneemänner, Spuren, Irrtümer und Rätsel. So schlicht das Cover auch gehalten wurde, so verpricht es und dennoch genau das, was uns in diesem Krimi erwartet'

Beschreibung: Harry Hole ist der einzige Kommissar Norwegens, der schon einmal einen Serientäter überführt hat. Seither betrachtet er jeden neuen Mord, aus der Sicht eines Serientäters, weshalb er bald schon oft belächelt wird'Harry bekommt eine neue Kollegin, welche er 'einarbeiten' soll.Sie ist ihm durchaus sympathisch,er vertraut ihr,doch er hat von Anfang an das Gefühl, das sie ihm etwas verschweigt. Und dann verschwinden innerhalb kürzester Zeit 2 Frauen,von denen von einer nur der Kopf gefunden wird;sorgfältig auf einen Schneemann gesetzt. Auch vor dem Haus der anderen Frau findet sich ein Schneemann in dessen Bauch die Polizei später das Handy der Vermissten finden.Außerdem ist da noch diese merkwürdige Brief, den Harry vor einiger Zeit bekommen hat ' Harry ist sich sicher, es wieder mit einem Serientäter zu tun zu haben und beginnt mit den Ermittlungen. Seine neue Kollegin erweist sich da als äußerst hilfreich. Doch er muß feststellen, das es nicht immer so ist,wie es auf den erste Blick erscheint. Er ahnt gar nicht, wie nahe er dem Mörder wirklich ist'

Harry Hole könnte man durchaus als etwas eigenwillig und starrköpfig bezeichnen; aber auf eine tatsächlich Liebenswerte Art! Dies macht diese Hauptfigur sehr sympathisch! Der Roman ist wahnsinnig spannend geschrieben und hat viele Überraschungen für den Leser parat. Leider ist ab einem gewissen Teil sofort klar, wer denn nun der Mörder ist, aber dennoch schafft Nesbo es,auch das Ende spannend und packend abzuschließen, so das man so für das 'vorzeitige Entlarven' entschädigt wird!
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52 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Grenzen nervlicher Belastung, 2. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Schneemann (Gebundene Ausgabe)
'Der Schneemann' von Jo Nesbö hat mich schlichtweg an die Grenzen meiner nervlichen Belastung gebracht: Jeweils zu Beginn des Winters werden in Norwegen junge Frauen ermordet - den Hinweis auf eine mögliche Serientat gibt ein am Ort des Geschehens errichteter Schneemann. Durch mehrere zeitliche und räumliche Sprünge werden erstaunlich viele Facetten der Taten beleuchtet und können doch leicht vom Leser nachvollzogen werden.

Direkt mit den ersten Zeilen versteht es Nesbö einen Spannungsbogen aufzubauen, der fortwährend anhält. Das ist bei einem Thriller eine grosse Kunst und macht allein schon dieses Buch extrem lesenswert. Da es sich jedoch bei den Protagonistinnen - sprich den Opfern - um Frauen um die Anfang-Mitte Dreizig handelt und ich mich somit aussergewöhnlich stark mit den Figuren identifizieren konnte, musste ich das Buch bereits auf Seite 85 ein erstes Mal abbrechen. Die Taten und Verhaltensweisen der Personen sind so realitisch geschrieben, dass ich gleichzeitig völlig faziniert und neugierig jede weitere Zeile lesen, und gleichzeitig voller Herzklopfen und Abscheu das Buch schliessen wollte. Diesem inneren Konflikt stand ich gleich bei mehreren Kapiteln gegenüber - nichts für schwache Nerven! 'Der Schneemann' wird Lesern besonders gut gefallen, die genau diese extreme Spannung erhoffen (und aushalten können).
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Der Fall "Schneemann", 11. Oktober 2009
Immer wenn der erste Schnee fällt verschwinden Frauen und nur ein Schneemann bleibt zurück, der so etwas wie die Visitenkarte des Mörders zu sein scheint. Kommissar Harry Hole übernimmt, gemeinsam mit seiner neuen Kollegin Katrine Bratt, die Fälle und glaubt schon früh den Serienmörder im Visier zu haben. Nach dessen vermeintlichen Selbstmord gilt der Fall als abgeschlossen, nur Hole gefällt die Sache nicht und recherchiert weiter, was letztlich auch als klug anzusehen ist, da der wahre Täter immer noch auf freiem Fuß ist, da die Morde nicht enden. Der Fall "Schneemann" wird wieder aufgenommen und erst am Ende fügt sich die Wahrheit zusammen.
Harry Hole stellt einen lebensechten Kommissar dar, der mit menschlichen Problemen, wie z.B. dem Alkoholismus, zu kämpfen hat. Dennoch ist er einer der besten Ermittler und läuft zu Hochformen auf, wenn er die Witterung bei einem Fall aufgenommen hat. Unterstützt wird er von Katrine Bratt, die nicht leicht zu durchschauen ist, aber dennoch eine große Hilfe für Hole darstellt. Gemeinsam ein unschlagbares Team, das das Rätsel um den Schneemann lösen wird.
Dies hier war mein erstes Buch von Jo Nesbø und es hat mir gut gefallen. Eine höhere Bewertung vermag ich nicht zu geben, da dieser Krimi doch erst gegen Ende an Spannung zunimmt und seine Intelligenz offenbart. Die erste Hälfte hat sich bei mir sehr hingezogen, weil es zum Teil so viele Informationen gab, die das Lesen und auch das Verstehen der Zusammenhänge erschwert haben. Dennoch handelt es sich hierbei um einen lesenwerten Krimi, der die Fans dieses Genres und von Harry Hole sicherlich begeistern wird.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Starker Anfang, aber..., 5. November 2009
Ein Serienmörder tötet seit 1992 jedes Jahr bei Neuschnee eine Frau. Als Erkennungs-
zeichen dient ihm ein Schneemann, den er am Tattort hinterlässt. Im Jahr 2004
sind es bereits zwei Opfer - an diesem Punkt setzt die Handlung ein. Die Spur führt
von Oslo nach Bergen und wieder zurück. So weit gestaltet sich das Buch sehr spannend,
aber schon bald stellte sich bei mir Kritik ein und das Lesevergnügen wich immer mehr
in den Hintergrund. Gestört haben mich die verschiedenen Handlungsstränge.
Mal beschreibt der Autor die Ermittlungen, dann ist er wieder beim Ehemann einer ver-
missten Frau, dann wiederum beim potenziellen Opfer oder dem Täter. Ich musste mich stark
auf die verschiedenen Namen und Lebensläufe konzentrieren, um nach 200 Seiten noch einen
Überblick zu haben. Der Hauptkritikpunkt ist aber, dass ich bereits nach der Hälfte des
Buches wusste, wer der Serienmörder ist und nur noch darauf gewartet habe, wie er zur
Strecke gebracht wird. Bei einem Kriminalroman, von dem man Spannung erwartet,
eine leider schwache Leistung. Drei Punkte für die Geschichte, aber sie hätte besser
erzählt werden können.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Harry,hol lieber den Wagen!, 20. September 2010
Mein erster Nesbø-Roman und vermutlich auch mein Letzter. Charaktere, die altbekannte Klischees bedienen, ein wenig überzeugendes Motiv des Täters und haarsträubende Ermittlungsarbeit mit entsprechenden Ergebnissen. Nach 200 Seiten ist der Täter schon identifiziert. Leider nicht von Harry Hole, der lieber einer abstrusen Spur nach der anderen folgt. Zugegeben es wird ihm nicht leicht gemacht. Aber nicht etwa vom Täter, der sich praktisch selbst enttarnt, sondern von Jo Nesbø, dem keine Wendung in der Handlung zu konstruiert war. Ich hätte es dem Autor auch nicht übel genommen, wenn er seinem Komissar hinterher zugestanden hätte, seine Fehler einzusehen, schließlich ist er auch nur ein Mensch. Aber nix da. Stattdessen gilt Harry Hole als der beste Mann, den die norwegische Polizei auf diesem Gebiet zu bieten hat. Am Ende weiß man dann nicht, ob Harry es wirklich nicht gemerkt hat, wo er den Täter schon hätte identifizieren können, ob Jo Nesbø es nicht gemerkt hat oder ob er gehofft hat, dass es der Leser nicht merkt. Eigentlich würde ich eh Proteste der norwegischen Polizeigewerkschaft wegen Rufschädigung erwarten, denn es kann ja z. B. auch nicht sein, dass schwerste Kopfverletzungen am Hinterkopf von der Polizei als normale Folge eines Autounfalls gedeutet werden, bei dem ein Auto frontal ins Wasser fährt. Also wenn schon konstruiert, dann bitte durchdacht.
Zwei Sterne vergebe ich für die ersten zweihundert Seiten, wo es dem Autor gelingt etwas Spannung aufzubauen und für die mysteriösen Schneemänner. Dass kein weiterer Stern dazukommt,liegt an der frühen Identifizierung des Mörders, schablonenhaften Charakteren (ja, auch Harry) und unglaubwürdigen und unlogischen Handlungsabläufen.
Also Harry, hol einfach nur den Wagen. Ach nee, lass mal. Du hast ja schon wieder was getrunken.
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Schneemann
Schneemann von Jo Nesbø (Gebundene Ausgabe - 1. September 2008)
Gebraucht & neu ab: EUR 3,31
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