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15 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Heimatverbunden, 13. März 2008
Von 
Kurt Altherr (Bad Segeberg, Schleswig-Holstein) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Keine halben Sachen: Autobiografie (Gebundene Ausgabe)
Nein, halbe Sachen - wenn man von seinem Engagement für die PDS mal absieht - hat Peter Sodann nicht gemacht und ist vor und nach der Wende immer seiner mitteldeutschen Heimat treu gebleiben. Als Tatort-Kommissar Ehrlicher war er sehr überzeugend und hat zumindest in den ersten Folgen, die deutsch-deutsche Problematik den Fernsehrzuschauern überzeugend näher gebracht.

Peter Sodann erzählt sein Leben mit einfachen Stilmitteln aber sehr überzeugend und so ist man nur allzu gerne bereit, das sehr lesenswerte Buch nicht aus der Hand zu legen bevor man konsequent zu Ende gelesen hat.

Wer sich für einen exemplarischen Lebenslauf in der DDR interessiert, wird mit diesem Buch bestens bedient.
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen eine runde Sache, 26. Mai 2008
Von 
HEIDIZ "Bücherfreak" (Heyerode) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Keine halben Sachen: Autobiografie (Gebundene Ausgabe)
Peter Sodann macht keine halben Sachen ...

.... das dachte ich mir auch schon vor dem Lesen seiner Biografie.

Aber ...

Ich wußte nie so viel über ihn, so ungeschminkt und wahr, so interessant und in die Geschichte integriert ....

Ein sehr persönliches Werk über einen besonderen Menschen aus dem OSTEN ...

Inhalt:
====

Peter Sodann hat das Buch in Zusammenarbeit mit Jens-Uwe Korsowsky geschrieben.

Das Buch ist in 55 Kapitel mit einzelnen Überschriften eingeteilt.

Die Überschriften verraten nicht zu viel, macher aber Lust auf das Lesen des Kapitels.

Das Buch bietet eine Lebensgeschichte vom 2. Weltkrieg bis in die heutigen Tage. Ein Leben !!!!

Peter Sodann ist immer Ostdeutscher geblieben, so viel wußte ich vor dem Lesen, aber heute bewundere ich ihn umso mehr, jetzt, wo ich weiß, was ich weiß .... (Ich sage nur: Kapitel Knastalltag)

Das Buch beginnt mit der Kindheit und dem Tod seines Vaters, der im Krieg starb, mit der Berufsfindung. Mit dem Konflikt mit dem Staat, der eigentlich garkeiner war, da Sodann "linientreu" aber einfach nur ehrlich war und ist.

Das Buch beschreibt seinen beruflichen und privaten Werdegang wahr und ungeschminkt, seine Zeit im DDR-Knast, seine berufliche Laufbahn an verschiedenen Theatern und seine Bekanntschaften und Beziehungen zu verschiedenen Frauen.

Ich finde dieses Buch äußerst aufschlussreich und da, auch viel DDR-Geschichte verarbeitet wurde, nicht nur für Sodann-Fans äußerst interessant.

Ein Mensch, der als Dreher in einem Betrieb anfing und immer den Wunsch hatte Schauspieler zu werden, ein Mensch, der Ideale hatte und hat und nach ihnen lebte, der die Wahrheit liebt und lebt und die Frauen liebt und lebt *g*

Ein Mensch - einfach ein Mensch - der aber trotzdem etwas Besonderes ist - hat dieses Buch geschaffen. Es zeigt den Menschen und den Schauspieler Sodann in seiner Gänze. Mit seinen Stärken und Schwächen und das finde ich sehr gut.

Auch die Menschen, die ihm während seines Lebensweges begegneten, mit denen er zusammenarbeitete und lebte, werden im Buch beschrieben. Egal ob positiv oder negativ, selbstkritisch beschreibt sodann sein Leben.

7 Seiten interessantes s/w-Bildmaterial von Kindheit bis heute untermalen den Text.

Ich finde dieses Buch äußerst lesenswert und lege es sowohl Ossis als auch Wessis ans Herz.

LESEEMPFEHLUNG !!!

kurze Leseprobe zum Abschluss:
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... Meine Schauspielerkollen schätzen, ganz im Gegensatz zu mir, meine Wohnung sehr, vor allem wegen der günstigen Lage. Sobald die Theaterkantine schloss, stolperten sie auf dem Weg nach Hause unter meinerm Fenster vofbei, pfiffen mich aus dem Bett und tranken bis in die Frühe in meinem Zimmer weiter. Am nächsten Morgen bedurfte es dann einer gewissen Unerbittlichkeit meinem Körper gegenüber, denn zur Probe musste man pünktlich sein. Ein Zuspätkommen hätte Helene Weigel niemals geduldet ....
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4.0 von 5 Sternen Manchmal nicht mal ein Viertel., 16. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In der DDR war Peter Sodann ein bekannter Film- und Fersehschauspieler. Die erste Rolle, in der wir ihn sahen, war die des Sekretärs Blechnagel, den er 1973 in Manfred Krugs Abenteuerserie "Stülpner-Legende" verkörperte. Wir sahen ihn als Fritz Siegert in "Der Hut des Brigadiers", als Mihatsch in "Jockei Monika", als Krüger in "Eine sonderbare Liebe" und als General Rathers in "Vera - Der schwere Weg der Erkenntnis". Mehrfach spielte er von den Faschisten ermordete Kommunisten wie bspw. Otto Nelte in "Die erste Reihe" und John Sher in "Ernst Thälmann". Er war der Bootsmann in "Jan auf der Zille", der Färber in "Addio, piccola mia" und Arianne Borbachs Vater in "Liane". Für immer unvergessen bleiben wird uns sein lüsterner König in "Gritta von Rattenzuhausbeiuns", welcher der jungen Gräfin (Nadia Klier) nachstellt und von ihr in einen Schrank gesperrt wird. Er spielte Lehrer ("Biberspur"), Professoren ("Die gläserne Fackel"), Betriebsdirektoren ("Zwei schräge Vögel"), Monarchen ("Froschkönig"), Mitarbeiter der Staatssicherheit ("Der Tangospieler") und vieles andere mehr.
Leider ist dem Künstler in seinen Erinnerungen keine der oben stehenden Arbeiten auch nur eine Zeile wert. Der einzige DDR-Film, den er erwähnt, ist der 1983 produzierte Jugendfilm "Erscheinen Pflicht". Er habe damit sein Spielfilmdebüt gegeben, das Werk sei nach der Premiere, so ist auf S.187 zu lesen, "gewissermaßen verboten worden".
Das vorliegende Buch enthält viele interessante Geschichten und unterhaltsame Anekdoten. Erzählt wird bspw. über:

HELENE WEIGEL.
Auf Seite 120 beschreibt der Autor, wie er 1964 erstmals das Amtszimmer der Weigel betrat. Die Einrichtungsgegenstände wären von ausgesuchter Qualität gewesen. Beim Erscheinen der Intendantin habe er seinen immensen Respekt mit möglichst forschem Auftreten zu überspielen versucht. Wohlwollend habe sie ihn ermuntert, etwas von sich zu erzählen und später gemeint: "Tja, Buberl, dann möchtst halt mal bei uns vorsprechn." Das Vorsprechen sei erfolgreich gewesen, trotzdem habe der damalige Kulturminister verboten, den vorbestraften Sodann ans BE zu holen. Daraufhin habe sich die Weigel an Konrad Wolf gewandt (S. 125) mit der Bitte, sich bei seinem Bruder, dem Chef der Auslandsspionage, für den jungen Schauspieler einzusetzen. Die Aktion trug Früchte, der Künstler wurde für 450 Mark Anfangsgage engagiert.
Auf Seite 147 erzählt der Protaginist, wie er einige Monate später in Budapest betrunken aus einem Zug wankte und auf dem Bahnsteig unvermutet vor der Kamera eines ungarischen Fernsehteams stand, welches über das Gastspiel des Berliner Ensembles berichten wollte und gleich den richtigen Eindruck bekam. Die Konfliktkommission tagte, Sodann erhielt einen Verweis, und mit ihm auch Manfred Karge, Matthias Langhoff und Stefan Lisewski, weil sie während der Zugfahrt mitgefeiert hatten. Zudem wollte man den Ich-Erzähler von einer anstehenden Reise nach London ausschließen, was Sodann gar nicht gut fand und einen Bittbrief an Helene Weigel schrieb, die in ihrer Großherzigkeit Gnade vor Recht ergehen ließ.

EKKEHARD SCHALL.
Auf Seite 129 berichtet der Autor, dass Schall 1964 einen Wartburg-Sport fuhr, was für die damalige Zeit ziemlich großspurig gewesen sei, denn beim Wartburg-Sport habe es sich um den schnittigsten Wagen gehandelt, den man seinerzeit bekommen konnte. Er, Sodann, habe sich kein Auto leisten können und habe Schall deshalb manchmal geärgert, indem er ihn für bestimmte Spielszenen lobte, die dieser selbst für völlig unbedeutend hielt und beleidigt war, weil er glaubte, der Peter mache sich über ihn lustig.

RUTH BERLAU.
Auf Seite 135 wird davon erzählt, wie sich Ruth Berlau am Leipziger Literaturinstitut über einen Studenten ärgerte, der schwärmte, wie toll er Brechts Angewohnheit fände, alles kleinzuschreiben, denn jedem Wort käme auf diese Weise die gleiche Bedeutung zu. Ob sie, Frau Berlau, ihm erklären könne, warum Brecht diese wunderbare Theorie des Kleinschreibens entwickelt habe...? "Wissen Sie," habe die alte Dame geantwortet: "Brecht war einfach nur zu faul, auf der Schreibmaschine die Umstelltaste zu drücken, das war alles. " Der Student war erschüttert. Sodann hingegen gab sich begeistert. Ruth Berlau habe mit einer knappen Bemerkung das große Vorbild auf Augenhöhe gestellt.

MANFRED WEKWERTH.
Ende 1964 bestellte Helene Weigel den Autor eines Tages zu sich (S. 142). Er habe doch da mal so eine Sammlung von Schlagern gehabt. Ob man da nicht zu Brechts Geburtstag eine Revue draus machen könne. Sodann war Feuer und Flamme. Er ging zu Hilmar Thate, Ekke Schall und Wolf Kaiser, von denen aber keiner habe mitmachen wollen. Für das Projekt gewinnen konnte er immerhin die Domröse, die Ritsch, Stefan Lisewski, Manfred Karge und Dieter Knaup. Und auch die Weigel wollte dabeisein. Einige Wochen vor der Premiere sei Spielverderber Wekwerth ganz aufgeregt zu ihm gekommen: Er könne doch die 64jährige Weigel nicht in einer Nachtrevue besetzen! Das sei einerseits unpassend und andererseits auch viel zu anstrengend! Wohl oder übel mußte Sodann sie von der Besetzungsliste streichen. Aber es kam noch dicker: Kurze Zeit später habe Wekwerth ihn als Regisseur absetzen und selbst inszenieren wollen! Aufgrund energischen Protests von Seiten Sodanns - immerhin war das ganze sein Projekt - habe Wekwerth irgendwann kleinbeigegeben und "Nachtschicht Nr. 1" (Texte: Johannes Conrad/Peter Sodann) wurde ein Riesenerfolg.
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine halben Sachen: Erinnerungen, 27. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Peter Sodann habe ich in vielen Tatort-Krimis gesehen und bei einer Buchlesung über seine Memoiren persönlich kennen gelernt. Das Buch ist sehr erfrischend geschrieben.
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2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine halben Sachen, 6. Juli 2009
Von 
Peter Sodann wurde als Tatort-Kommissar Bruno Ehrlicher deutschlandweit bekannt. Die Rolle des streitbaren Zeitgenossen verkörpert der beliebte Film- und Theaterschauspieler auch privat. Das hat sein Leben nicht leicht gemacht, aber spannend. Seine Autobiographie ist ein authentisches Stück deutsch-deutscher Zeitgeschichte. Die Erinnerungen eines Mannes, der immer dem deutschen Osten verbunden geblieben ist.
Nein, halbe Sachen - wenn man von seinem Engagement für die PDS mal absieht - hat Peter Sodann nicht gemacht und ist vor und nach der Wende immer seiner mitteldeutschen Heimat treu gebleiben. Als Tatort-Kommissar Ehrlicher war er sehr überzeugend und hat zumindest in den ersten Folgen, die deutsch-deutsche Problematik den Fernsehrzuschauern überzeugend näher gebracht.
Peter Sodann erzählt sein Leben mit einfachen Stilmitteln aber sehr überzeugend und so ist man nur allzu gerne bereit, das sehr lesenswerte Buch nicht aus der Hand zu legen bevor man konsequent zu Ende gelesen hat, und wer sich für einen exemplarischen Lebenslauf in der DDR interessiert, wird mit diesem Buch bestens bedient.
Das Buch bietet Sodann's Lebensgeschichte vom 2. Weltkrieg bis in die heutigen Tage. Das Leben eines, der immer Ostdeutscher geblieben ist.
Das Buch beschreibt seinen beruflichen und privaten Werdegang wahr und ungeschminkt, seine Zeit im DDR-Knast, seine berufliche Laufbahn an verschiedenen Theatern und seine Bekanntschaften und Beziehungen zu verschiedenen Frauen.
Egal ob positiv oder negativ, selbstkritisch beschreibt Sodann sein Leben.
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Keine halben Sachen: Autobiografie
Keine halben Sachen: Autobiografie von Peter Sodann (Gebundene Ausgabe - 1. März 2008)
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