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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen1.584
4,7 von 5 Sternen
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"Liebe Leser, es wird Zeit, dass wir uns mit dem Eingemachten beschäftigen. Schnallen Sie Ihre Hosenträger enger, geben Sie der Brille den letzten Stups hoch auf die Nase, und trinken Sie einen gewagten Schluck Tee! Mit sicherem Abstand nähern wir uns einem mysteriösen Häufchen." So leitet Giulia Enders ein besonders "anrüchiges" Kapitel über das Endprodukt einer der drei Schläuche in unserem Körper ein. Zwei davon (Gehirn und Blutkreislauf) stehen im allseits anerkannten Ruf, "Meisterwerke" zu sein. Nummer 3 dagegen winkt ganz zag- und schamhaft aus dem Inneren. Die nötige Anerkennung wird ihm zumeist verweigert. Denn von diesem "Mann ohne Eigenschaften" glauben die meisten, dass er höchstens mal aufs Klo geht, ansonsten offensichtlich nur "lässig im Bauch rumhängt" und nur ab und an durch eher unsittliche Töne sowie müffelnde Ein-... äh... Auswürfe auf sich aufmerksam macht. Die Rede ist von unserem wohl größtenteils stark unterschätzten Darm.

"Stimmt es, dass wir alle falsch auf dem Klo sitzen? Wie kann man leichter rülpsen? Wieso können wir aus Steak, Apfel oder Bratkartoffeln Energie machen, während ein Auto nur bestimmte Sorten Benzin verträgt? Wozu gibt es den Blinddarm, und warum hat Kot immer die gleiche Farbe?", sind nur einige Fragen, die Giulia Enders mit wahrhaft viel Charme, immer einer Prise Humor, fundiert und höchst anschaulich beantwortet. Die junge Wissenschaftlerin, die ihr erstes Staatsexamen in Medizin bestanden hat und derzeit für ihre Doktorarbeit am Institut für Mikrobiologie in Frankfurt am Main forscht, beginnt ihre Exkursion durch den dunklen Verdauungsschlauch zunächst an seiner Pforte, der Eingangshalle "zu einer Welt, in der Fremdes zu Eigenem wird". Vom Mund aus schlittert sie speichelumhüllt in die Speiseröhre, tastet sich über Magen, den sich "orientierungslos herumschlängelnden Dünnen" und seinem gemütlichen "Kumpel" namens Dickdarm, langsam bis ganz nach unten und flutsch wieder heraus. Zuweilen zoomt sie dabei ganz nah ans mikrobisch-bakterielle Geschehen heran und vermittelt somit eine unglaublich immense Fülle an Hochinteressantem und mitunter schier Erstaunlichem. So begegnen dem Leser diverse Süßigkeitsverstecke, hochgehandelte Lebensversicherungspolicen in Form von Bauchspeck oder ein filigranes Rülps- und Pupsballett. Giulia Enders veranstaltet eine ölige Rutschpartie auf der "glatten Muskulatur", lädt zu einer Tortenverfolgungsjagd ein, setzt sich mit der Entstehung von Allergien, Unverträglichkeiten und Intoleranzen, dem Nutzen oder Schaden von Antibiotika auseinander und erklärt Blutgruppenunverträglichkeit. Zudem räumt die Autorin mit "Angsthygiene" auf und zeigt, dass das menschliche Besiedlungsprogramm der Mikroben auch ganz ohne EU-Fördermittel unkompliziert und erfolgreich einsetzt.

Entstanden ist ein herrlich unkompliziertes und äußerst verständliches Werk, das dem interessierten Leser eine Fülle wissenschaftlicher Erkenntnisse und Hypothesen lebendig darlegt. Giulia Enders gelingt es auf geradezu faszinierend simple Art, hochkomplexe Vorgänge wie die Arbeit der Enzyme sowie viele weitere Thematiken von der Nahrungsaufnahme bis zur Verdauung geradezu spielerisch darzulegen. Eine besondere Aufwertung erfährt der Text obendrein durch die witzigen und außerordentlich aussagekräftigen Illustrationen der Schwester der Autorin. Jill Enders Abbildungen beleben das Buch enorm und ziehen dessen Thematik zusätzlich aus der "Schmuddel-Ecke". Ihre Bakterien fliegen gelegentlich als Batmans durch die Darmflora oder tappern als zottlige Greise durch "das bakterielle Woodstock" unseres Körpers. Die Designstudentin lässt Immunzellen als mittelalterliche Recken gegen fiese Eindringlinge kämpfen, verpflichtet ihre Mikroben flugs zum Tragen von Basecaps oder setzt diverse lustige Gesellen als Türsteher vor unterschiedlichste Öffnungen, damit sie für sichere "Personenkontrollen" sorgen.

Letztendlich schlägt man dieses überaus lesenswerte, charmante und hochinteressante Buch mit einem ganz und gar "umgestülpten" Bauchgefühl sowie einer keineswegs mehr schamhaft belasteten Feststellung zu, dass unserem Darm wohl eine immens wichtige Rolle bei der Gestaltung des persönlichen Wohlbefindens zukommt und deren Bedeutung dem unseres "edlen" Gehirns keineswegs nachsteht. Denn jener "befindet sich mitten im Getümmel. Er kennt alle Moleküle aus unserem letzten Essen, fängt herumschwirrende Hormone neugierig im Blut ab, fragt die Immunzellen nach ihrem Tag oder lauscht andächtig dem Surren der Darmbakterien. Er kann dem Gehirn Dinge über uns erzählen, von denen es sonst niemals eine Ahnung hätte." Unser Darm "ist eine riesige Matrix - er empfindet unser Innenleben und arbeitet im Unterbewusstsein." Vielleicht, so hinterfragt man nicht zu Unrecht, vielleicht liegt unser Ich viel tiefer als wir vermuten.

Fazit: "Wir haben riesige Maschinen gebaut und sind zum Mond geflogen. Wer heute neue Kontinente und Völker entdecken will, muss die kleine Welt erkunden, die sich in uns selbst befindet. Unser Darm ist dabei der faszinierendste Kontinent. Nirgendwo leben so viele Spezies und Familien wie hier.", schreibt die Autorin. Danke Giulia Enders, für diese charmant-erhellende "Darmspiegelung" und die bestätigt gefundene Anschauung, dass der "ruhige Buchleser (...) in Sachen Verdauung erfolgreicher als ein angespannter Topmanager" ist.
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TOP 500 REZENSENTam 27. April 2014
Das Buch ist locker flockig geschrieben. Allerdings war mir die Wortwahl mitunter etwas zu prollig.

Alles, was die Autorin über die Verdauungsorgane schreibt, ist sehr interessant und lehrreich. Auch wartet sie mit zahlreichen praktischen Tipps auf (z. B. auf welche Seite man sich bei Völlegefühl besser legt), die sie aus der Anatomie der Verdauungsorgane schöpft. Die Abschnitte über den Aufbau des Darms (der für die Autorin in der Mundhöhle beginnt) halte ich für äußerst lesenswert.

Gut sind auch die Abschnitte über Allergien, Unverträglichkeiten und Intoleranzen. Beispielsweise weist sie sehr genau auf den Unterschied zwischen Zöliakie und Glutensensitivität hin. Viele Menschen sind glutensensitiv, wissen es aber nicht, da sie aufgrund eines fehlenden Nachweises von Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) von der Medizin falsch beraten werden. Dies musste selbst einer der besten Tennisspieler der Welt, Novak Djokovic (Siegernahrung: Glutenfreie Ernährung für Höchstleistung) erst mühsam lernen.

Gleichermaßen wichtig ist der Abschnitt über Laktose- und Fruktose-Intoleranz. Gemäß den von der Autorin genannten Zahlen besitzt ein erheblicher Teil der Bevölkerung eine Fruktose-Intoleranz - ohne allerdings jemals davon zu erfahren. Seltsam allerdings, dass sie an dieser Stelle auf die allgemein erhöhte Aufnahme an Fruktose in der modernen Zivlisationskost hinweist. So seien Früchte heute ganzjährig erhältlich, viele würden auf einen höheren Zuckergehalt (in diesem Fall: Fruktose) hin gezüchtet. Ferner werde Fruktose zahllosen Getränken und Fertiggerichten beigefügt, wodurch es zu verstärkten Intoleranzen komme. An anderer Stelle verweist sie allerdings auf den in den letzten Jahrzehnten enorm angestiegenen Zuckerkonsum (in diesem Fall Haushaltszucker) hin. So schreibt sie: "Noch nie in der Geschichte der Menschheit mussten wir mit einem so enormen Überangebot an Zucker umgehen. In amerikanischen Supermärkten ist bereits in rund 80 Prozent der verarbeiteten Produkte Zucker zugesetzt." Haushaltszucker besteht jedoch aus einem Molekül Glukose und einem Molekül Fruktose. Wer also ganz normalen Zucker isst, verzehrt somit auch stets Fruktose. Warum sie diesen Fruktoseanteil nicht in gleicher Weise problematisiert, erläutert sie leider nicht.

Mit Gewinn las ich auch das Kapitel über die Welt der Mikroben, ferner die Ausführungen über die Rückwirkungen des Darms auf das Gehirn. Ich werde aufgrund dessen in Zukunft mehr auf die Gesundheit (und Reinheit) meines Darms achten. Allerdings scheint dies nicht ganz einfach zu sein. Die Abschnitte über Probiotika und Präbiotika hinterließen bei mir eher den Eindruck, dass die Forschung dazu noch in den Anfängen steckt. Neu war für mich beispielsweise die Erkenntnis, dass die Wirkung von probiotischen Tabletten nur während der Einnahmezeit besteht. Man kann die Darmflora mit solchen Mitteln folglich nicht dauerhaft überwuchern und gewissermaßen gesunden lassen.

Nicht korrekt sind ihre Ausführungen (und Grundannahmen) über den Energiestoffwechsel und insbesondere die energetische Versorgung des Gehirns. Als quasi natürliche Ergänzung empfehle ich das nicht minder lesenswerte Büchlein Klüger werden und Demenz vermeiden: Wie sich beides für Jung und Alt erreichen lässt!, das die Lücke in Guilia Enders Buch schließt. Denn wie die meisten Schulmediziner geht auch die Autorin implizit (sie spricht es nicht aus, man kann aber ihre Grundannahmen deutlich herauslesen) davon aus, dass das menschliche Gehirn nur aus Glukose Energie gewinnen kann. Oder eingeschränkt: Dass es im Normalfall nur aus Glukose Energie gewinnt und höchstens in Notfällen (im sogenannten Hungerstoffwechsel) auch Ketonkörper (die in der Leber aus Fett hergestellt werden) akzeptiert. Beides ist falsch. An zahlreichen Stellen ihres Buches findet sich die in medizinischen Vorlesungen gern verbreitete - fehlerhafte - Lehrmeinung, die sich nicht mit der einschlägigen medizinischen Stoffwechselliteratur (z. B. Löffler/Petrides Biochemie und Pathobiochemie) deckt. Man merkt das insbesondere an den Stellen ihres Buches, wo sie etwas verschweigt.

Beispielsweise schreibt sie an einer Stelle ganz korrekt: "Zucker ist der einzige Stoff, den unser Körper mit wenig Aufwand zur Fettherstellung nutzen kann." Sie verschweigt, dass er umgekehrt aus Fettsäuren keine Glukose (Zucker) mehr herstellen kann. Doch womit will sich das Gehirn (insbesondere bei Säuglingen) dann versorgen, wenn es seine winzigen Kohlenhydratreserven (die sich in der Leber befinden) geleert hat? Und warum speichert der menschliche Organismus praktisch jede überschüssige Kalorie im Körperfett ab, wenn er damit sein wichtigstes und energiehungrigstes Organ - das Gehirn - nicht mehr versorgen kann?

Aufgrund dieses Dilemmas kommt es im Buch zum Teil zu grotesken Aussagen. Beispielsweise heißt es an einer Stelle noch ganz korrekt: "Fett ist von allen Nahrungsteilchen die effizienteste und wertvollste Substanz!", doch gleich darauf: "So etwas Besonderes wird geschützt und nicht beim ersten kleinen Sprint verjubelt. Sollte die nächste Hungersnot kommen - und in den vergangenen Millionen Jahren gab es viele - , ist jedes Gramm Bauchspeck eine Lebensversicherung."

Wie bitte? Das Körperfett ist der Hauptenergiespeicher des Menschen. Selbst schlanke Menschen tragen mehr als 100.000 Kcal an Körperfett mit sich herum, während der Kohlenhydratspeicher für das Gehirn mal gerade 300 Kcal umfasst. Neigt sich Letzterer dem Ende zu, dann kann das Gehirn bei langjähriger Einhaltung einer modernen kohlenhydrat- und kalorienreichen Zivilisationskost nicht auf die riesigen Energiemengen der Fettdepots zugreifen (weil es bei solchen Menschen nicht ketoadaptiert ist), sondern muss unter Stress Muskelmasse und andere Proteine verzuckern. Es braucht dann Glukose, die das Körperfett jedoch nicht liefern kann. Dieses Defizit (nämlich nicht unmittelbar und übergangslos in der Lage zu sein, Körperfett zur Energiegewinnung zu nutzen) ist vermutlich die Hauptursache eines großen Teils der modernen Zivilisationserkrankungen. Die Autorin übersieht an der zitierten Textstelle, dass es sich bei dem angeblichen Schutz des wertvollen Körperfetts um keinen ehemaligen evolutionären Vorteil handelt, sondern um eine massive Fehlsteuerung unter der heute üblichen Ernährungsweise.

Und genau diese Ernährungsweise legt sie uns ans Herz: "Von Ernährungsphysiologen wird empfohlen, 25 bis maximal 30 Prozent des täglichen Energiebedarfs durch Fett zu decken. Das wären durchschnittlich 55 bis 66 Gramm pro Tag". Doch eben das ist der Weg, die Ketoadaption des Organismus, über die jedes Säugling bei der Geburt noch auf natürliche Weise verfügt, schon bald zum Erliegen zu bringen (siehe Löffler+Petrides), sodass der größte Teil des Stoffwechsels zwangsläufig auf Glukosebasis laufen muss und das Körperfett in der Folge nicht mehr effizient genutzt werden kann.

Schließlich vermisste ich einen Hinweis auf den von Anthropologen herausgearbeiteten Zusammenhang, dass die evolutionäre Entwicklung des menschlichen Großhirns mit drastischen Vereinfachungen und Einsparungen beim menschlichen Darm (im Vergleich zu unseren nächsten Verwandten) einherging. Anders gesagt: Aus dem ursprünglichen, auch von der Autorin herausgearbeiteten Vorteil, die Nahrung durch Kochen und andere Verabeitungsmethoden zum Teil schon außerhalb unseres Darms aufschlüsseln zu können, wurde im Laufe der Zeit eine Notwendigkeit. Nun muss der überwiegende Teil der Menschheit "vorverarbeitet" essen, um sein energiehungriges Gehirn überhaupt hinreichend versorgen zu können.

Fazit: Alles, was die Autorin über den Darm schreibt, ist sehr interessant und lesenswert. Deshalb 4 Sterne. Das, was sie über den Energiestoffwechsel von sich gibt, entspricht jedoch nicht dem Stand der modernen Stoffwechselliteratur und der medizinischen Erkenntnisse über den menschlichen Energiestoffwechsel.
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am 23. Mai 2016
Unterhaltsam und für wissenschaftliche Laien ganz brauchbar. Für Menschen, die etwas tiefer in die Materie einsteigen wollen bietet das Buch leider wenig bis nichts. Der Text ist bisweilen auch sehr effekthascherisch und es wird deutlich zu viel Wert auf den "Charme" gelegt.
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am 12. Juni 2014
Ich,selbst im medizinischen Bereich tätig, bin ganz begeistert von diesem Buch. Diese junge Medizinstudentin hat es geschafft, dass Verdauungssystem des Menschen auf eine witzige und dennoch exakte Weise zu erklären. Und das so, dass es auch für Laien verständlich ist (der Freund meiner Tochter ist nämlich auch ganz begeistert davon). Dennoch sind exakte wissenschaftliche Fakten enthalten. Dieses in einem Buch zu vereinen war sicher nicht einfach.
Und ich muss gestehen, dass es auch für mich ein oder zwei neue Erkenntnisse gab.
Schön wäre es wenn die Autorin weitere solcher Bücher schreiben würde ( wie wäre es mit dem Nerven- oder Hormonsystem ?).
Mein Respekt vor dieser jungen Autorin!
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am 1. April 2016
Tolle Erklärungen! Vieles macht auf einmal einen Sinn! Ich find auch die Literaturnachweise toll....wissenschaftlich fundierte Infos, die auch Laien verstehen können und das Ganze unterhaltsam!
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am 13. Februar 2016
Ich habe mir plötzlich eine Nahrungsmittel Unverträglichkeit zugezogen und interessierte mich daher für Verdauungsthemen. Das Buch hatte ja bereits viel Medien Wirbel verursacht und ich war Anfangs etwas skeptisch. "Darm mit Charme" ist jedoch nicht nur unterhaltsam, sondern wirklich informativ. Man lernt viel über den Verdauungsvorgang und über das Entstehen von Unverträglichkeiten oder Allergien. Zudem wird genau beschrieben weshalb der Darm eine so enorme Bedeutung für den gesamte Organismus hat.
Die Zeichnungen sind witzig und trotzdem informativ. Eine gute Mischung aus Wissenschaft und Unterhaltung.
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am 7. März 2016
Ich lese massenhaft Ratgeber, aber das hier ist keiner. Das ist eine neue Kategorie, die Frau Enders da erfunden hat: amüsante, spannende Wissensvermittlung mit haufenweise Witz und natürlich auch Charme. Das Buch liest sich wie ein packender Roman.

Man erfährt Dinge über das wichtige Organ Darm, die eigentlich schon in der Grundschule vermittelt werden müssten, da sie für die Gesundheit und das Wohlempfinden eines jeden so entscheidend sind. Jeder will doch wissen, wie „K*****“ funktioniert, doch in unserer Gesellschaft war das Thema bis zum Buch Darm mit Charme ein Tabuthema.

Die Illustrationen (wenn auch schwarz-weiß) sind der Hammer, allein damit könnte man eine Ausstellung zum Thema Darm füllen. So wird die Darmgeschichte auch optisch für lange Zeit abgespeichert, wie z.B. die korrekte Sitzposition beim Toilettengang.

Das einzige, was mir ein wenig fehlt, sind mehr konkrete Handlungsanweisungen, welche Nahrungsmittel, wie am besten wirken, aber das würde vermutlich den Rahmen des Buchs sprengen. Da muss man dann spezielle Bücher zum Thema Gesundheit, wie This Food Loves You!: Schützen Sie Ihren Körper mit kleinen Schritten für Sie, aber großen für Ihre Gesundheit., hernehmen.

Insgesamt ein Meisterwerk!
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am 22. Dezember 2015
nicht umsonst ein Bestseller
die Autorin, eine Medizinstudentin mit forscherischem Interesse am menschlichen Darm, vermittelt dem Leser kurzweilig unzählige wissenswerte und erstaunliche Fakten rund um den Darm und die Auswertung unserer Nahrung. Aber auch Funktionen weitab der Verdauung lernt man kennen,
zum Beispiel die Auswirkungen des "Darmhirns" oder der Produktion von Hormonen auf den ganzen Körper.

Auch verdauungstechnisch ist Wissenswertes, humorvoll verpackt, mit dabei.
Kleine Tipps gegen kleine Verdauungsbeschwerden, die jeder einmal hat, wie man Hämhorrhoiden vorbeugen kann oder warum in jeder Toilette ein kleiner Fußschemel stehen sollte.

Das Buch kam nach kurzer Versandzeit gut verpackt hier an.

Ich bereue den Kauf nicht, habe persönlichen Nutzen gewinnen können (auch im Hinblick auf die Nahrungsunverträglichkeits- Forschung, die ja noch in den Kinderschuhen steckt) und das Buch schon an einige Bekannte ausgeliehen, die auch voll des Lobes waren.
Deshalb gebe wohlverdiente 5 Sterne.
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am 14. Juni 2016
Meine Meinung in drei knappen Punkten:

-Wenn zu diesem Buch gegriffen wird, empfehle ich das Hörbuch. Die Autorin hat eine sehr sympathische Art, die beim Hörbuch besser beim Leser ankommt, da sie selber die Sprecherin ist und den Job auch wirklich gut macht.
-Nach der Lektüre des Buches geht man mit einigem zusätzlichem Wissen davon, allerdings ist zu beachten, dass viele Prozesse sehr vereinfacht dargestellt werden, worunter manchmal auch die Wissenschaftlichkeit leidet. Leider werden einige kompliziertere Vorgänge verschwiegen oder eben wie gesagt, zu vereinfacht erklärt. Für Laien ist dies sicherlich nicht sehr verheerend, jedoch sollte der Leser dennoch mit einer gesunden Portion Kritik an das ganze Thema herangehen.
-Der Charme macht das Buch aus. Durch die unterhaltsame Schreibweise, die lustigen Alltagsbeispiele und natürlich durch das Tabu des Darm-Themas (wobei sich das ändert) ist das Buch lesenswert.
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am 10. Juni 2016
Ich hab mir "Alarm im Darm" und "Darm mit Charme " gekauft. Nachdem ich ersteres gelesen hatte, hab ich " Darm mit Charme " nur angelesen und dann wieder weg gelegt. Nichts für mich..aber besser als nur 1 Stern
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