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489 von 542 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weg mit der Darmscham! Her mit den Bauchgefühlen!
"Liebe Leser, es wird Zeit, dass wir uns mit dem Eingemachten beschäftigen. Schnallen Sie Ihre Hosenträger enger, geben Sie der Brille den letzten Stups hoch auf die Nase, und trinken Sie einen gewagten Schluck Tee! Mit sicherem Abstand nähern wir uns einem mysteriösen Häufchen." So leitet Giulia Enders ein besonders "anrüchiges" Kapitel...
Vor 9 Monaten von HeikeG veröffentlicht

versus
49 von 66 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Sehr schade...
Ich habe, als Angehörige der medizinischen Berufe, dieses Buch voller Vorfreude erworben, in der Hoffnung, der Darm würde endlich aus seiner Schmuddelecke geholt. Jeder Heilpraktiker weiß um die enormen Auswirkungen des Darmzustandes auf das körperliche und seelische Wohlbefinden. Stuhluntersuchungen und Darmsanierungen gehören daher zum festen...
Vor 5 Monaten von Lina veröffentlicht


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489 von 542 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Weg mit der Darmscham! Her mit den Bauchgefühlen!, 4. März 2014
Von 
HeikeG (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ (Broschiert)
"Liebe Leser, es wird Zeit, dass wir uns mit dem Eingemachten beschäftigen. Schnallen Sie Ihre Hosenträger enger, geben Sie der Brille den letzten Stups hoch auf die Nase, und trinken Sie einen gewagten Schluck Tee! Mit sicherem Abstand nähern wir uns einem mysteriösen Häufchen." So leitet Giulia Enders ein besonders "anrüchiges" Kapitel über das Endprodukt einer der drei Schläuche in unserem Körper ein. Zwei davon (Gehirn und Blutkreislauf) stehen im allseits anerkannten Ruf, "Meisterwerke" zu sein. Nummer 3 dagegen winkt ganz zag- und schamhaft aus dem Inneren. Die nötige Anerkennung wird ihm zumeist verweigert. Denn von diesem "Mann ohne Eigenschaften" glauben die meisten, dass er höchstens mal aufs Klo geht, ansonsten offensichtlich nur "lässig im Bauch rumhängt" und nur ab und an durch eher unsittliche Töne sowie müffelnde Ein-... äh... Auswürfe auf sich aufmerksam macht. Die Rede ist von unserem wohl größtenteils stark unterschätzten Darm.

"Stimmt es, dass wir alle falsch auf dem Klo sitzen? Wie kann man leichter rülpsen? Wieso können wir aus Steak, Apfel oder Bratkartoffeln Energie machen, während ein Auto nur bestimmte Sorten Benzin verträgt? Wozu gibt es den Blinddarm, und warum hat Kot immer die gleiche Farbe?", sind nur einige Fragen, die Giulia Enders mit wahrhaft viel Charme, immer einer Prise Humor, fundiert und höchst anschaulich beantwortet. Die junge Wissenschaftlerin, die ihr erstes Staatsexamen in Medizin bestanden hat und derzeit für ihre Doktorarbeit am Institut für Mikrobiologie in Frankfurt am Main forscht, beginnt ihre Exkursion durch den dunklen Verdauungsschlauch zunächst an seiner Pforte, der Eingangshalle "zu einer Welt, in der Fremdes zu Eigenem wird". Vom Mund aus schlittert sie speichelumhüllt in die Speiseröhre, tastet sich über Magen, den sich "orientierungslos herumschlängelnden Dünnen" und seinem gemütlichen "Kumpel" namens Dickdarm, langsam bis ganz nach unten und flutsch wieder heraus. Zuweilen zoomt sie dabei ganz nah ans mikrobisch-bakterielle Geschehen heran und vermittelt somit eine unglaublich immense Fülle an Hochinteressantem und mitunter schier Erstaunlichem. So begegnen dem Leser diverse Süßigkeitsverstecke, hochgehandelte Lebensversicherungspolicen in Form von Bauchspeck oder ein filigranes Rülps- und Pupsballett. Giulia Enders veranstaltet eine ölige Rutschpartie auf der "glatten Muskulatur", lädt zu einer Tortenverfolgungsjagd ein, setzt sich mit der Entstehung von Allergien, Unverträglichkeiten und Intoleranzen, dem Nutzen oder Schaden von Antibiotika auseinander und erklärt Blutgruppenunverträglichkeit. Zudem räumt die Autorin mit "Angsthygiene" auf und zeigt, dass das menschliche Besiedlungsprogramm der Mikroben auch ganz ohne EU-Fördermittel unkompliziert und erfolgreich einsetzt.

Entstanden ist ein herrlich unkompliziertes und äußerst verständliches Werk, das dem interessierten Leser eine Fülle wissenschaftlicher Erkenntnisse und Hypothesen lebendig darlegt. Giulia Enders gelingt es auf geradezu faszinierend simple Art, hochkomplexe Vorgänge wie die Arbeit der Enzyme sowie viele weitere Thematiken von der Nahrungsaufnahme bis zur Verdauung geradezu spielerisch darzulegen. Eine besondere Aufwertung erfährt der Text obendrein durch die witzigen und außerordentlich aussagekräftigen Illustrationen der Schwester der Autorin. Jill Enders Abbildungen beleben das Buch enorm und ziehen dessen Thematik zusätzlich aus der "Schmuddel-Ecke". Ihre Bakterien fliegen gelegentlich als Batmans durch die Darmflora oder tappern als zottlige Greise durch "das bakterielle Woodstock" unseres Körpers. Die Designstudentin lässt Immunzellen als mittelalterliche Recken gegen fiese Eindringlinge kämpfen, verpflichtet ihre Mikroben flugs zum Tragen von Basecaps oder setzt diverse lustige Gesellen als Türsteher vor unterschiedlichste Öffnungen, damit sie für sichere "Personenkontrollen" sorgen.

Letztendlich schlägt man dieses überaus lesenswerte, charmante und hochinteressante Buch mit einem ganz und gar "umgestülpten" Bauchgefühl sowie einer keineswegs mehr schamhaft belasteten Feststellung zu, dass unserem Darm wohl eine immens wichtige Rolle bei der Gestaltung des persönlichen Wohlbefindens zukommt und deren Bedeutung dem unseres "edlen" Gehirns keineswegs nachsteht. Denn jener "befindet sich mitten im Getümmel. Er kennt alle Moleküle aus unserem letzten Essen, fängt herumschwirrende Hormone neugierig im Blut ab, fragt die Immunzellen nach ihrem Tag oder lauscht andächtig dem Surren der Darmbakterien. Er kann dem Gehirn Dinge über uns erzählen, von denen es sonst niemals eine Ahnung hätte." Unser Darm "ist eine riesige Matrix - er empfindet unser Innenleben und arbeitet im Unterbewusstsein." Vielleicht, so hinterfragt man nicht zu Unrecht, vielleicht liegt unser Ich viel tiefer als wir vermuten.

Fazit: "Wir haben riesige Maschinen gebaut und sind zum Mond geflogen. Wer heute neue Kontinente und Völker entdecken will, muss die kleine Welt erkunden, die sich in uns selbst befindet. Unser Darm ist dabei der faszinierendste Kontinent. Nirgendwo leben so viele Spezies und Familien wie hier.", schreibt die Autorin. Danke Giulia Enders, für diese charmant-erhellende "Darmspiegelung" und die bestätigt gefundene Anschauung, dass der "ruhige Buchleser (...) in Sachen Verdauung erfolgreicher als ein angespannter Topmanager" ist.
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346 von 412 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Teilweise interessant, teilweise leider nicht korrekt, 27. April 2014
Von 
Lulu "Penny" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 100 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ (Broschiert)
Das Buch ist locker flockig geschrieben. Allerdings war mir die Wortwahl mitunter etwas zu prollig.

Alles, was die Autorin über die Verdauungsorgane schreibt, ist sehr interessant und lehrreich. Auch wartet sie mit zahlreichen praktischen Tipps auf (z. B. auf welche Seite man sich bei Völlegefühl besser legt), die sie aus der Anatomie der Verdauungsorgane schöpft. Die Abschnitte über den Aufbau des Darms (der für die Autorin in der Mundhöhle beginnt) halte ich für äußerst lesenswert.

Gut sind auch die Abschnitte über Allergien, Unverträglichkeiten und Intoleranzen. Beispielsweise weist sie sehr genau auf den Unterschied zwischen Zöliakie und Glutensensitivität hin. Viele Menschen sind glutensensitiv, wissen es aber nicht, da sie aufgrund eines fehlenden Nachweises von Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) von der Medizin falsch beraten werden. Dies musste selbst einer der besten Tennisspieler der Welt, Novak Djokovic (Siegernahrung: Glutenfreie Ernährung für Höchstleistung) erst mühsam lernen.

Gleichermaßen wichtig ist der Abschnitt über Laktose- und Fruktose-Intoleranz. Gemäß den von der Autorin genannten Zahlen besitzt ein erheblicher Teil der Bevölkerung eine Fruktose-Intoleranz - ohne allerdings jemals davon zu erfahren. Seltsam allerdings, dass sie an dieser Stelle auf die allgemein erhöhte Aufnahme an Fruktose in der modernen Zivlisationskost hinweist. So seien Früchte heute ganzjährig erhältlich, viele würden auf einen höheren Zuckergehalt (in diesem Fall: Fruktose) hin gezüchtet. Ferner werde Fruktose zahllosen Getränken und Fertiggerichten beigefügt, wodurch es zu verstärkten Intoleranzen komme. An anderer Stelle verweist sie allerdings auf den in den letzten Jahrzehnten enorm angestiegenen Zuckerkonsum (in diesem Fall Haushaltszucker) hin. So schreibt sie: "Noch nie in der Geschichte der Menschheit mussten wir mit einem so enormen Überangebot an Zucker umgehen. In amerikanischen Supermärkten ist bereits in rund 80 Prozent der verarbeiteten Produkte Zucker zugesetzt." Haushaltszucker besteht jedoch aus einem Molekül Glukose und einem Molekül Fruktose. Wer also ganz normalen Zucker isst, verzehrt somit auch stets Fruktose. Warum sie diesen Fruktoseanteil nicht in gleicher Weise problematisiert, erläutert sie leider nicht.

Mit Gewinn las ich auch das Kapitel über die Welt der Mikroben, ferner die Ausführungen über die Rückwirkungen des Darms auf das Gehirn. Ich werde aufgrund dessen in Zukunft mehr auf die Gesundheit (und Reinheit) meines Darms achten. Allerdings scheint dies nicht ganz einfach zu sein. Die Abschnitte über Probiotika und Präbiotika hinterließen bei mir eher den Eindruck, dass die Forschung dazu noch in den Anfängen steckt. Neu war für mich beispielsweise die Erkenntnis, dass die Wirkung von probiotischen Tabletten nur während der Einnahmezeit besteht. Man kann die Darmflora mit solchen Mitteln folglich nicht dauerhaft überwuchern und gewissermaßen gesunden lassen.

Nicht korrekt sind ihre Ausführungen (und Grundannahmen) über den Energiestoffwechsel und insbesondere die energetische Versorgung des Gehirns. Als quasi natürliche Ergänzung empfehle ich das nicht minder lesenswerte Büchlein Klüger werden und Demenz vermeiden: Wie sich beides für Jung und Alt erreichen lässt!, das die Lücke in Guilia Enders Buch schließt. Denn wie die meisten Schulmediziner geht auch die Autorin implizit (sie spricht es nicht aus, man kann aber ihre Grundannahmen deutlich herauslesen) davon aus, dass das menschliche Gehirn nur aus Glukose Energie gewinnen kann. Oder eingeschränkt: Dass es im Normalfall nur aus Glukose Energie gewinnt und höchstens in Notfällen (im sogenannten Hungerstoffwechsel) auch Ketonkörper (die in der Leber aus Fett hergestellt werden) akzeptiert. Beides ist falsch. An zahlreichen Stellen ihres Buches findet sich die in medizinischen Vorlesungen gern verbreitete - fehlerhafte - Lehrmeinung, die sich nicht mit der einschlägigen medizinischen Stoffwechselliteratur (z. B. Löffler/Petrides Biochemie und Pathobiochemie) deckt. Man merkt das insbesondere an den Stellen ihres Buches, wo sie etwas verschweigt.

Beispielsweise schreibt sie an einer Stelle ganz korrekt: "Zucker ist der einzige Stoff, den unser Körper mit wenig Aufwand zur Fettherstellung nutzen kann." Sie verschweigt, dass er umgekehrt aus Fettsäuren keine Glukose (Zucker) mehr herstellen kann. Doch womit will sich das Gehirn (insbesondere bei Säuglingen) dann versorgen, wenn es seine winzigen Kohlenhydratreserven (die sich in der Leber befinden) geleert hat? Und warum speichert der menschliche Organismus praktisch jede überschüssige Kalorie im Körperfett ab, wenn er damit sein wichtigstes und energiehungrigstes Organ - das Gehirn - nicht mehr versorgen kann?

Aufgrund dieses Dilemmas kommt es im Buch zum Teil zu grotesken Aussagen. Beispielsweise heißt es an einer Stelle noch ganz korrekt: "Fett ist von allen Nahrungsteilchen die effizienteste und wertvollste Substanz!", doch gleich darauf: "So etwas Besonderes wird geschützt und nicht beim ersten kleinen Sprint verjubelt. Sollte die nächste Hungersnot kommen - und in den vergangenen Millionen Jahren gab es viele - , ist jedes Gramm Bauchspeck eine Lebensversicherung."

Wie bitte? Das Körperfett ist der Hauptenergiespeicher des Menschen. Selbst schlanke Menschen tragen mehr als 100.000 Kcal an Körperfett mit sich herum, während der Kohlenhydratspeicher für das Gehirn mal gerade 300 Kcal umfasst. Neigt sich Letzterer dem Ende zu, dann kann das Gehirn bei langjähriger Einhaltung einer modernen kohlenhydrat- und kalorienreichen Zivilisationskost nicht auf die riesigen Energiemengen der Fettdepots zugreifen (weil es bei solchen Menschen nicht ketoadaptiert ist), sondern muss unter Stress Muskelmasse und andere Proteine verzuckern. Es braucht dann Glukose, die das Körperfett jedoch nicht liefern kann. Dieses Defizit (nämlich nicht unmittelbar und übergangslos in der Lage zu sein, Körperfett zur Energiegewinnung zu nutzen) ist vermutlich die Hauptursache eines großen Teils der modernen Zivilisationserkrankungen. Die Autorin übersieht an der zitierten Textstelle, dass es sich bei dem angeblichen Schutz des wertvollen Körperfetts um keinen ehemaligen evolutionären Vorteil handelt, sondern um eine massive Fehlsteuerung unter der heute üblichen Ernährungsweise.

Und genau diese Ernährungsweise legt sie uns ans Herz: "Von Ernährungsphysiologen wird empfohlen, 25 bis maximal 30 Prozent des täglichen Energiebedarfs durch Fett zu decken. Das wären durchschnittlich 55 bis 66 Gramm pro Tag". Doch eben das ist der Weg, die Ketoadaption des Organismus, über die jedes Säugling bei der Geburt noch auf natürliche Weise verfügt, schon bald zum Erliegen zu bringen (siehe Löffler+Petrides), sodass der größte Teil des Stoffwechsels zwangsläufig auf Glukosebasis laufen muss und das Körperfett in der Folge nicht mehr effizient genutzt werden kann.

Schließlich vermisste ich einen Hinweis auf den von Anthropologen herausgearbeiteten Zusammenhang, dass die evolutionäre Entwicklung des menschlichen Großhirns mit drastischen Vereinfachungen und Einsparungen beim menschlichen Darm (im Vergleich zu unseren nächsten Verwandten) einherging. Anders gesagt: Aus dem ursprünglichen, auch von der Autorin herausgearbeiteten Vorteil, die Nahrung durch Kochen und andere Verabeitungsmethoden zum Teil schon außerhalb unseres Darms aufschlüsseln zu können, wurde im Laufe der Zeit eine Notwendigkeit. Nun muss der überwiegende Teil der Menschheit "vorverarbeitet" essen, um sein energiehungriges Gehirn überhaupt hinreichend versorgen zu können.

Fazit: Alles, was die Autorin über den Darm schreibt, ist sehr interessant und lesenswert. Deshalb 4 Sterne. Das, was sie über den Energiestoffwechsel von sich gibt, entspricht jedoch nicht dem Stand der modernen Stoffwechselliteratur und der medizinischen Erkenntnisse über den menschlichen Energiestoffwechsel.
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159 von 194 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herrlich erfrischend, 10. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ (Broschiert)
Ich habe von diesem Buch durch eine Zeitschrift beim Zahnarzt erfahren als ich den Artikel dazu las und habe herzlich gelacht.
Am nächsten Tag direkt bestellt und lese es nun gerade und auch da kann ich zwischendurch immer wieder schallend lachen, es macht echt Spaß.
Es ist auf erfrischende Weise sehr lehrreich und erklärt "Otto Normal" in normaler Sprache und Ausdrucksweise ohne Schnörkel ein Thema was bis dato eigentlich ein "Pfui-Thema" war. "wie geht kacken". Darüber spricht man nicht aber machen muss es jeder und mal ehrlich, ich hätte nicht gedacht das dieser Vorgang doch so komplex ist...also nicht einfach "oben rein und unten raus" und alles was dazwischen liegt ist erstaunlich interessant und macht dank Giulia Enders richtig Spaß zu lesen.
Eine ganz klare Empfehlung von mir sich das Buch zu kaufen. Ich werde es dies Jahr an mindestens 2 Leute zum Geburtstag verschenken und wahrscheinlich auch zu Weihnachten noch- es lohnt sich auf jeden Fall.
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89 von 110 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unsere Verdauung und die Welt der Mikroben..., 6. März 2014
Von 
A. Zanker (CH) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ (Broschiert)
Organe wie wir sie alle haben, beginnen uns dann zu beschäftigen, wenn wir vielleicht nicht immer rundum mit ihnen zufrieden sind oder Schwierigkeiten damit haben. Interessant finde ich, sich gezielt auf ein Organ zu fokussieren. Was ich auch nicht wusste, dass sich junge Wissenschaftler im "Science-Slam" gegenseitig messen. Immerhin hat Giulia Enders 2012 in Frankfurt diesbezüglich den 1. Platz eingeheimst: Ihre Leidenschaft ist der menschliche Darm und eine riesige Fülle von Bakterien. (Unter youtube einsehbar) Ihr Humor ist spritzig und macht Spass, nur hält dieser Stil nur am Anfang an und wird im fortschreitenden Buchverlauf (leider) immer wissenschaftlicher. Mir persönlich hätte es noch besser gefallen, hätte sie Ihren "slamigen" Stil bis Ende des Buches durchgehalten. Die angehende Medizinerin (24 J.) hat einiges in Sachen Verdauung und was alles damit zusammenhängt zu bieten. Wer sich grundsätzlich einmal mit diesem Organ aus medizinischer- und wissenschaftlicher Sicht beschäftigen möchte, dem sei dieses äusserst informative Buch empfohlen. Und: Es ist erstaunlich, mit welcher Begeisterung die junge Autorin ein Lebensorgan mit grösster Wertschätzung dem Leser nahe bringen kann, das alleine schon ist höchst anerkennungswert - und lesenswert! Was würde sich wohl ändern frage ich mich, wenn wir mit der gleichen Begeisterung unserem Körper und unseren Organen gegenüber, diese Wertschätzung aufbringen würden?

Man bekommt eine Menge an Informationen, Infos, Tipps, und Einsichtnahmen in die Welt der Medizin, seinem Stand der Wissenschaft, was man denn nun schon weiss und auch was es noch zu erforschen gilt. Auch wenn der Darm in der Hierarchie der Wertschätzung wohl ganz unten sein dürfte, bei der Autorin steht er ganz oben! Unsere innere Müllverwertung ist ein hochkomplexes Organ, das es erst einmal zu verstehen gilt, wertzuschätzen gilt! Enders verdeutlicht welch Wunderwerk unser Körper ist und bringt somit Licht ins Dunkel, was für interessierte Leser nur erkenntnisbringend sein kann. Ich persönlich komme immer an meine Grenzen wenn viel von Experimenten mit Tieren, Mäusen und Ratten berichtet wird, auch wenn das seine Berechtigung haben mag. Besonders nützlich empfand ich den täglichen Umgang was unsere Hygiene anbelangt und lässt so manches "Aha" aufhorchen, weil es doch einiges gab, das mir nicht so deutlich bewusst war.

Sehr wertvoll: Enders gibt einen grossen Einblick in die Welt der Bakterien, die in unserem Körper wirken und arbeiten. Auch Einblicke in Bereiche wie "Salmonellen" sind äusserst informativ, gerade für Menschen, die schon einmal ein Lebensmittelvergiftung hatten, wozu ich auch gehöre. Wie wirkt Antibiotika auf unsere inneren nützlichen Bakterien? Wie hängen Magen, Dünn-und Dickdarm eigentlich zusammen? Auch die kleine Lektüre zum Kot kann äusserst aufschlussreich sein. Ein wichtiges Buch in unserem verdrängten Alltag, für einen neue Wertschätzung unserer Verdauung gegenüber, die längst überfällig, wertvoll und vor allem auch sinnvoll ist. Wer jetzt nicht das ganze Buch lesen möchte, dem seien die wenigen Videos auf youtube ans Herz gelegt, weil ein Teil vom Buch auch im Slam-Wettbewerb vorgestellt wird. Was In der ersten Hälfte richtig süffig und lustig daherkam, habe ich in der zweiten Hälfte immer mehr etwas trocken beim Lesen erlebt. Trotzdem: Eine empfehlenswerte Lektüre, einfach und verständlich vermittelt, die letztendlich uns alle angeht. Die niedlichen Zeichnungen ihrer Schwester Jill Enders sind eine bereichernde und auch erheiternde Aufschlüsselung und Ergänzung, um inhaltlich Aufgezeigten.

Zitat:

"Wenn im Darmtrakt fleissige Gasproduzenten sitzen, wird die nächtliche Disko zum morgendlichen Trompetenkonzert."

28.4.2014 / Hinweis:

Wer sich entscheiden muss zwischen Buch oder Kindle-Version, dem würde ich das Buch empfehlen. Bei einem nachträglichen Vergleich habe ich leider festgestellt, dass nicht alle gezeichneten Grafiken ins Kindle-Format kopiert wurden, das Buch liefert somit bedeutend mehr, für diejenigen, denen das wichtig ist. Ich hatte das Buch auf dem Kindle-Programm (auf dem Ipad-Mini) gelesen und das Buch später in der Buchhandlung angesehen, wie immer ist man nachher schlauer!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nett und sympathisch wird viel Interessantes rüber gebracht mit nur gelegentlichen Längen, 20. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Hallo,
das ist jetzt sicher schon die x-te Rezension dieses Werkes von Giulia Enders, dieses Mal als Hörbuch.
Die Authorin liest selbst mit guter, klar verständlicher Stimme, die durchaus Nuancen von Stimmungen wiedergibt (Ironie, Betroffenheit, Humor und gelegentlich auch etwas Hochmut).
Man kann es sich gut anhören. Die gegenüber dem Buch gekürzte Hörbuchfassung lässt nichts Wesentliches aus und hat dennoch hier und da ein paar Längen.
Einige Kapitel sind es wert, sich mehrfach anzuhören, was ich auch getan habe.
Ein "Lerneffekt" mit einigen Aha-Erlebnissen ist gegeben.
Zum Schluss meinen Respekt und meine Anerkennung an die junge Authorin, für das, was sie mit diesem Buch "auf die Welt gebracht hat".
Erstaunt hat mich immer wieder, aus welcher Vielzahl anderer Bücher, Untersuchungen und Studien sie hier zusätzlich zu ihren eigenen Arbeiten all diese (interessanten) Informationen zusammen getragen hat.
Wenn es schon für ein Buch einen Doktortitel geben würde, hätte sie ihn hiermit sicherlich schon verdient.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fröhlichste Wissenschaft mit hohem praktischen Nutzen: Lesevergnügen pur, 26. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Na klar, wiir wissen alle, dass sich in unserem Körper Bakterien und Pilze tummeln.
Igitt?
Nix da mit Igitt!
Sie sind notwendiger Teil unseres Lebens, viel mehr, wir sind erst durch sie Mensch. Sie sind unsere höchstquicklebendig "lebenden Organe".
Unser ganzes organisches Leben hängt an ihrer Arbeit, aber beleibe nicht nur die Verdauung: wie komplex unsere "lebenden Organe" unser Befinden vom Sexualtrieb über Stimmungslagen bis wohl hin auch zu Leistungen des Gehirns, wohlgemerkt neben unserer Ernährung, die sie organisieren, ist amüsant erzählt, spritzig wie ein Schmöcker mit hohem Lustfaktor. Ich habe es wie ein süchtiger gelesen in einem Rutsch, obwohl ich aufgrund meiner hinreichenden schulischen Bildung dachte, na das meiste weiß ich doch wohl. Denkste!!
Lauter neue Erkentnisse und auch mit täglichem Nutzwerk.
- Richtige Hygiene, das heisst nicht zu viel aber so, wies eben drauf ankommt (unbedingt lesen!)
- Allergien
- Pro- und präbiotische Ernährung richtig eingesetzt und mit den richtigen Speisen
- Infektbekämpfung mit Antibiotika aus der Natur und Bakterienwelt, die nicht auch unsere "lebenden Organe", sondern nur ihre Störer ("böse Bakterien") effizient bekämpfen
- Regulieren von Durchfall oder Verstopfung auf verträglichere Art
ja, ist mir (früher) peinlich, aber aus dem Buch zitiert:
- richtig kacken!!
Klingt völlig bescheuert, hat aber enormen Nutzwert.

Das alles in einem augenzwinkerden Ton ohne Tabus erzählt - und nichts, nicht eine Zeile ist daran peinlich oder ekelig. Im Gegenteil.
Wäre ich religiös, ich bezöge ab sofort meine "lebenden Organe" in mein Nachtgebet ein.

Ich habe sehr viel wissenschaftliche Literatur gelesen - aber solches (lehrreiches) Vergnügen hat mir noch nie ein Buch zuvor bereitet! Man kann sogar bei Tisch daraus vorlesen und sich gemeinsam in Gedanken vergnügen, was man auch in seinem Inneren gerade für Jubelstürme oder Verärgerungen in seinen "lebenden Organen" auslöst.
Ihnen guten Appetitt beim Verschlingen des Buches! Es wird Ihnen gut tun.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein unglaublich wertvolles Buch, 12. Dezember 2014
Rezension bezieht sich auf: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ (Broschiert)
Auch ich kann mich all' dem Lobeshymnen für dieses Buch bei amazon.de nur anschließen. Das Buch ist ein Meisterwerk der populärwissenschaftlichen Literatur, unterhaltsam und lehrreich zugleich, etwas, was kaum einer der vielen Wissenschaftsautoren bisher geschafft hat.

Als ein mehrere Jahre in der Biomedizin tätig gewesener Molekularbiologe weiß ich durchaus, von was ich rede, wenn ich sage, dass Fr. Enders unser aller Hochachtung verdient, weil sie es auf amüsante Art schafft, komplexe wissenschaftliche Zusammenhänge auch dem Laien verständlich zu machen. Auch ich als Wissenschaftler habe noch dazu gelernt, vor allem, wie man Wissenschaft nach außen darstellt. Sicherlich ist nicht alles korrekt, was die Autorin im Buch schreibt, aber darüber sollte man hinweg sehen.

Meine Vorlesungen waren und sind leider nicht so unterhaltsam wie dieses Buch.

Klasse!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wissensbuch für Jedermann, 21. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ (Broschiert)
Ja, das Buch hat es verdient, mehrfach ausgezeichnet zu werden.
Auf kurzweilige Weise in Alltagssprache wird hier wissenschaftlich erklärt, wie unser Ess- und Verdauungsapparat funktioniert.
Besonders schön finde ich, dass es SEHR AKTUELL ist. Also auf neue Erkenntnisse wird hingewiesen und ggf. auch darauf, dass noch nicht alle Erkenntnisse fundiert (erwiesen) sind.
Das Buch ist nichts für Menschen die sich so gar kein Fünkchen für Medizin begeistern können.
Und auch nichts für ausgebildete Mediziner, die in dieser Fachrichtung tätig sind.
Aber er räumt so wunderbar mit den ganzen Halbwahrheiten und Dichtungen über dieses Organ auf, dass ich es allen Anderen nur empfehlen kann.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kann ich ehrlich nur empfehlen - Knaller, 12. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ (Broschiert)
Habe das Buch seit zwei Tagen und es komplett (mit Nachtschicht) durchgelesen.
Ich bin ehrlich total begeistert.
Ich habe selber eine medzinische Ausbildung und finde ich es einfach herrlich
auf so eine lustige, lesenwerte und vor Allem für Jedermann verständliche Weise dieses Thema anzugehen.
Es ist auch für Menschen, die keinerlei medizinische Fachworte kennen, verständlich und
ich musste während der Lektüre oft laut lachen.
Ein erfrischendes Buch und die ehrliche Begeisterung der Autorin für das Thema ist
sehr zu spüren.
Ich fände es toll, würe es für andere Themen im medizinischen Bereich mehr solche
herrlichen Bücher geben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Praxisnah präsentiertes Basiswissen, 21. November 2014
Von 
M. Meyer (Pforzheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ (Broschiert)
Das Buch erklärt viele Hintergründe und Abläufe der Verdauung und des Stoffwechsels. Wer weiß schon, dass 90% des Immunsystems im Darm sitzen was bei Glutenintoleranz, Fructose- oder Lactoseintoleranz abläuft und was das heißt, wieso Weizen keine sinnvolle Getreidesorte ist, oder das Magenknurren kein Zeichen von Hunger sein muss?

Sehr spannend und informativ, viele Aha-Effekte und sehr verständlich geschrieben mit einem Hang zur kindlichen Darstellung. Lesenswert, angenehm zu lesen und aus meiner Sicht ein Buch, dass jeder kennen und gelesen haben sollte, dann würde vielen menschen vieles erspart bleiben.
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Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ
Darm mit Charme: Alles über ein unterschätztes Organ von Giulia Enders (Broschiert - 3. März 2014)
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