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99 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Vergnügen
Ein Autobiographie eines Prominenten? Noch eine? Ja, eine Autobiographie, aber nicht noch eine, sondern endlich eine Gute. Der Bariton Thomas Quasthoff ist in der Klassikszene unbestritten und völlig zu Recht ein Weltstar. Er ist einer der größten Sänger und Musiker unserer Zeit. Und er hat was zu sagen, hat viel zu erzählen. Wer ihn schon mal im...
Veröffentlicht am 14. Oktober 2004 von Lurcanio

versus
4 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen ein guter Sänger....
... muss nicht automatisch gute Bücher - auch oder gerade über sein
Leben - schreiben können. T. Quasthoff macht da keine Ausnahme, obwohl er ständig damit kokettiert anders zu sein, genauer hinzuschauen und damit unbequem zu sein. Den Querkopf nimmt man ihm einfach nicht ab - zuviel Selbstbeweihräucherung, erhobene Zeigefinger, Rechthaberei...
Veröffentlicht am 8. September 2006 von ODIE


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99 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Vergnügen, 14. Oktober 2004
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme: Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Ein Autobiographie eines Prominenten? Noch eine? Ja, eine Autobiographie, aber nicht noch eine, sondern endlich eine Gute. Der Bariton Thomas Quasthoff ist in der Klassikszene unbestritten und völlig zu Recht ein Weltstar. Er ist einer der größten Sänger und Musiker unserer Zeit. Und er hat was zu sagen, hat viel zu erzählen. Wer ihn schon mal im Fernsehen gesehen und gehört hat, weiß, dass er außderdem wunderbar und kurzweilig erzählen kann, und dass er einen sehr intelligenten, hintergründigen Humor hat. Also, beste Voraussetzungen für ein kurzweiliges Buch.
Und der Leser wird nicht enttäuscht! Man kann das Buch fast nicht mehr zur Seite legen. Ich hab es in 2 Tagen verschlungen! Thomas Quasthoff (und der Co-Autor Michael Quasthoff, sein Bruder) nehmen kein Blatt vor den Mund und pflegen eine klare, kräftige und deutliche Sprache: in der Sache und im Stil. Misstände, etwa im Kulturbetrieb oder in der Zusammenarbeit mit dem Fersehen, um nur zwei Beispiele zu nennen, werden sehr deutlich und immer auch sehr humorig und launisch auf den Punkt gebracht. Ich hab unzählige Male laut und herzlich herauslachen müssen.
Und natülich erzählt Thomas Quasthoff Vieles aus seinem Leben. Von wichtigen Stationen seiner Karriere wie dem ARD Wettbewerb, seinem New York Debut oder seinem Operndebut. Dabei hat er immer auch witzige Randgeschichten und Anekdoten im Petto. Er erzählt von seiner Kunst und der Musik - da kommt er, verständlicher Weise, ins Schwärmen. Wer die paar Seiten über Schuberts Winterreise liest, kann fast nicht umhin, sofort den CD Player anzuwerfen und wieder mal reinzuhören.
Er erzählt ausgiebig und spannend, aber immer mit Witz und ohne auf die Tränendrüse zu drücken, aus seiner Kindheit und Jugend, von seiner Familie, von guten und auch von weniger guten Zeiten. Vom Kampf mit den Behörden und Schulen. Von seiner Gesangsausbildung. Von frühen und frühesten Bühnenerfahrungen. Von seiner Liebe zur Jazzmusik (ich hoffe, er macht mal ein Jazzalbum, denn er ist er sensationeller Jazzsänger!). Und er hat viele Erlebnisse und Geschichten aus seinem Konzertleben und von seinen viele Reisen auf Lager. Allein die machen das Buch schon zu einem reinen Vergnügen.
Also, liebe Musikfreunde und solche, die es werden wollen - aber auch solche, die einfach nur die spannende Geschichte eines charismatischen Zeitgenossen lesen wollen - nicht zögern: kauft Euch das Buch und lest es! Ihr werdet hoffentlich genau so viel Spass daran haben wie ich!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein fantastischer Sänger und kurzweiliger Erzähler, 4. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme: Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Thomas Quasthoff kenne ich erst seit kurzem durch ein Radioporträt. Der Sänger, das heisst seine Stimme und seine Äusserungen, war mir auf Anhieb sympathisch. So kaufte ich seine Autobiografie - und ich wurde nicht enttäuscht: So witzig und schlagfertig Thomas Quasthoff im Radiointerview war, so witzig, frech und auch ein bisschen unbequem kommt seine Autobiografie daher.

Natürlich kommt auch seine Behinderung zur Sprache, aber der Mann ergeht sich keineswegs in Selbstmitleid. Er schreibt, wie er gegen die Vorurteile seiner Mitmenschen und durch die Einschränkungen durch seine Behinderung ankämpfen musste, aber er tut das nicht Bitterkeit, sondern mit Witz und (Selbst-)Ironie. Dabei vergisst er nicht, wie sehr ihm seine Familie - vorab sein Bruder Michael - und seine Freunde und Förderer geholfen haben.

Quasthoff erlaubt uns einen Einblick in den Kulturbetrieb mit allen Schönheiten und Kanten. Er beschreibt seinen Werdegang, seine - nicht nur - musikalische Ausbildung, ...

Am interessantesten für mich ist der Abschnitt, in welchem Quasthoff über die sehr differenzierte Arbeit eines Liedersängers spricht. Dank seine Darlegungen hört der Leser die nächsten klassischen Lieder viel genauer und hört viel mehr Feinheiten heraus!

Vieles erfährt man auch über Quasthoffs z.T. sehr bekannten Musikerkolleginnen und -kollegen.

Alles in allem ein sehr gelungenes Buch über einen starken Sänger!
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Spur von Selbstbeweihräucherung, 26. Januar 2007
Von 
J. Doenges "doejess" (Baden-Baden, BaWü) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme: Autobiographie (Taschenbuch)
Ein Bariton, der sein Musikwissen für Laien hervorragend weitergibt und erklärt, einen Spendenaufruf für Tschernobyl im Buch stehen hat und mit Humor und Selbstironie seine eigene Geschichte darstellt sowie an Vergangenes erinnert - Mauerfall, Kohl, Schröder, 9/11, Rinderwahn und zuvor die Jahre, in denen ein Schwarzweißfernseher purer Luxus gewesen ist - das Buch ist einfach unglaublich toll.

Zwar gibt es ein paar Schreibfehler, aber der Spass, den man beim Lesen hat, macht das alles wieder wett. Auch für Leute, die sich so überhaupt nicht für Klassik, Oper, Theater u.ä., wohl aber für Menschen interessieren, ist dieses Buch unbedingt lesenswert. Dass er am Ende von "gemeinsam verbrachten Stunden spricht", weil man sein Buch gelesen hat, finde ich voll schön und auch, dass er meint, dass man sich vielleicht mal sieht - bei einem seiner Konzerte. Einfach nur genial.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Lesenswert..., 6. April 2007
Von 
Shaun - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme: Autobiographie (Taschenbuch)
Der 1959 geborene Kontergan-geschädigte Baritonsänger Quasthoff schreibt hier in ziemlich blühendem Alter seine Autobiographie, andere denken da viel später in ihrem Leben dran. Aber natürlich ist solch eine Vita eines behinderten und dennoch sehr erfolgreichen Menschen allemal lesenswert, weil es gut tut, die eigenen Selbstverständlichkeiten immer wieder durch das Sich-Hineinversetzen in ein derart beschwerliches Leben zu hinterfragen. Sehr lobenswert finde ich an dem Buch die Lockerheit des Schreibstils und den herrlichen Humor Quasthoffs (z.B. die Schilderung der Gesichtswandlungen des alternden Kammersängers Rudolf Schock beim Beginn einer Arie; oder die Selbstironie, mit der er sich als Don Fernando in der Fidelio-Aufführung in Salzburg beschreibt, wo er einen zu großen Frack verpaßt bekommt - Zitat: "Statt würdevoller Schöße schleife ich zwei Stoffbahnen hinter mir her, die riesigen Insektenflügeln gleichen. Vormittags fühle ich mich wie Kafkas Käfer-Mann Gregor Samsa, abends wie der TV-Putzteufel Clementine, weil ich die Bühne nach jeder Probe besenrein hinterlasse"). Seine Unbekümmertheit rührt sicherlich aus der großen Verbundenheit mit den Eltern wie auch seinem Bruder Michael her, die ihm nicht zuletzt auch viele Kontakte ermöglicht hat. Er ist in seinen Urteilen über Politik und manche Zeitgenossen recht deutlich und gerade heraus, auch dies ein postiver Zug des Buches. Eine absolut bereichernde Lektüre.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen treffsicher und offen - ein wahres Lesevergnügen, 23. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme: Autobiographie (Taschenbuch)
Die gleiche Freundin, die mir Toon Tellegen empfohlen hat, hatte auch gerade Die Stimme gelesen und nachdem wir den ganzen Abend über Musik gesprochen haben, dachte ich, gut, dann muss ich das wohl auch lesen. Hier in England habe ich es gar nicht erst im Laden gesucht, sondern mir gleich online bestellt. Es hat £8 gekostet, inklusive Versand. Leider musste ich über eine Woche warten, aber das Warten hat sich gelohnt.

Fünf Abende hintereinander bin ich erst zwei Stunden später zum Schlafen gekommen, als ich es eigentlich wollte. Dieses Buch ist eine wundervolle Mischung aus Musiktheorie und dem Leben eines, der sich wirklich was traut und sich viel erkämpft hat. Ich habe immer wieder gedacht Mensch, den kenn ich! Mir kam es so vor, als hätte ich mich mit Tommi schon oft unterhalten, seinen Bruder getroffen, seinen Eltern gratuliert zu diesem tollen Sohn.

Ich bewundere die treffsichere und offene Sprache, mit der Thomas Quasthoff beschreibt, was ihm für dieses Buch wichtig erschien. Wer ihn nicht ernst genommen hat. Wer ihm geholfen hat. Welche Oper wie gesungen wurde und wann. Es ist wundervoll, dass er es schafft, die Musiktheorie so niederzuschreiben, dass sie auch einem Laien Spaß macht und der Spendenaufruf für die Kinder von Tschernobyl stört mich nicht. Seine Behinderung beschreibt er dann, wenn es für die Geschichte wichtig ist, wenn Leute ihn auf der Bühne stehen sehen und sich wundern, wenn er Dinge wie den Fahrstuhlknopf nicht erreichen kann, wenn er nicht ernst genommen wird. Aber Thomas Quasthoff hat sich nicht durch seine Behinderung behindern lassen, im Gegenteil: er hat sich auf das konzentriert, was er kann – er hat gesungen und ist ein Weltstar geworden. All das beschreibt er mit Bescheidenheit und Klarheit, manchmal ist das, was er schreibt, auch ein bisschen unbequem und sicher für viele nicht das, was sie gerne lesen würden. Ich bin mir sicher, dass der Professor in Hannover, der Quasthoff nicht haben wollte, sich inzwischen ärgert, dass er nicht sagen kann “und ich habe ihn entdeckt”…

Gut, dass Quasthoff sich entschlossen hat, das Buch zu schreiben. Und auch gut, dass er darin ganz zum Ende hin gesagt hat, wo er gerne einen trinken geht. Dann gehe ich da vielleicht auch mal hin, wenn ich wieder in Hannover bin. Damit ich ihn doch kennenlernen kann, den Thomas Quasthoff. Und ihm sagen kann, dass sein Buch für alle, die Musik zu kennen glauben genauso gut ist wie für die, die wieder ein bisschen Mut in ihrem Leben brauchen können.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein großer Künstler und sehr sympathischer Mensch ..., 27. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme: Autobiographie (Taschenbuch)
Ein anderer Leser-Rezensent meint, auf dieses Buch könne man getrost verzichten, weil sich hier ein "Behinderter" medienwirksam vermarkten würde ...
Abgesehen davon, dass der Begriff "Behinderter" unter sensiblen Menschen nicht mehr so ganz up to date ist, kann man auf dieses Buch mitnichten verzichten, ist es doch ein Beweis dafür, dass die hehre Klassik-Kultur endlich aus dem ewig heiligen Elfenbeinturm herauskommt und sich lebensfroh und -bejahend darstellt.
Thomas Quasthoff vermarktet sich und seine Kunst nicht mehr und nicht weniger als andere das tun, die mit dieser Kunst Geld verdienen müssen. Dass er das erfolgreich tut, kann unter keinen Umständen an seiner Körperbehinderung liegen, denn die hört man auf seinen CDs nicht.
Was man auf Quasthoffs CDs hört, ist hingegen eine phantastische Stimme und eine große Sensibilität für das, was er singt.
Und was man in diesem Buch lesen kann, ist die Geschichte von jemandem, der sich von "Experten" nicht unterkriegen ließ, die ihm, wie u.a. in dieser Biographie nachzulesen ist, den Zugang zur Musikhochschule verwehren wollten mit der Begründung, er könne ja nicht Klavier spielen. Und das muss laut Aufnahmebedingungen der Musikhochschulen ein Gesangsstudent nun mal können...
Thomas Quasthoff genießt meine größte Hochachtung für seine Kunst, erst recht, weil man ihn in dieser lebendig geschriebenen Biographie außerdem als einen Menschen kennenlernen kann, der das Leben zu genießen versteht und für den Lachen weiß Gott kein Fremdwort ist.
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Klasse Klassik an der Theke, 1. Mai 2005
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme: Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Klassik einmal anders: lustig und rotzfrech geschrieben, nicht altehrwürdig und ernsthaft sondern mit den Menschen hinter den Kulissen. Eben so wie man sich fröhlich in der niedersächsischen Stammkneipe nach ein paar Bier über Klassik unterhalten könnte. Die unselig deutsche Trennung zwischen Klassik und Jazz wird gleich mitgekippt.
Sein liebevolles Porträt des deutschen Lieds macht Lust, sich mit dieser Gattung mehr zu beschäftigen.
Quasthoff teilt aber auch aus: wer ihm schon mal in die Quere kam, kann sich hier mit vollem Namen wiederfinden. Ist aber OK, schließlich liest er seinen Namen auch ständig in mehr oder minder professionellen Konzertkritiken! Einziger Schönheitsfehler: Im Buch Dieter Bohlen vorzuwerfen, sich im Fernsehen über Politik zu äußern, es aber im letzten Kapitel ausgiebig selber zu tun hätte er sich eigentlich sparen können.
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5.0 von 5 Sternen Lustig, kritisch, schwungvoll, liebevoll.....ein MUSS für Quasthoff-Fans, 10. September 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme: Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Ich kenne Thomas Quasthoff seit Jahren. Leider nicht persönlich, aber von Konzerten, Reportagen und vielen Interviews.
Das Buch gab mir persönlich nochmal einige Dinge preis, die ich noch nicht wusste, u. a. Erzählungen aus seiner Kindheit und wie es wirklich im Hause Quasthoff ablief :)) Man muss diese Familie einfach lieben, wenn man das Buch gelesen hat. Schon vorher war mir bekannt, in was für einem liebevollen Zuhause Herr Quasthoff aufgewachsen ist und wie intensiv die Verbindung zu seinem Bruder war. Das Ganze wird mit diesem Buch noch intensiver rübergebracht.

Natürlich geht es auch viel in dem Buch um sein Schaffen, wie alles begann, welche Hürden überwunden werden mussten, kleine Anekdoten von Reisen u.v.m. Keinesfalls habe ich jemals bei Herrn Quasthoff eine Arroganz oder ein Hervortun bezüglich seines Handicaps bemerkt, auch in diesem Buch nicht. Aber natürlich kommt immer wieder auch die Sprache auf das besagte Handicap, weil es einfach sein Leben oftmals beeinflusst hat. Um so mehr liebe ich es, darüber zu lesen, wie gut und liebevoll Herr Quasthoff in seiner Familie eingebunden war und damit Kraft für sein weiteres Leben bekam, um dort zu stehen, wo er jetzt ist. Mir persönlich ist es mehr als egal, ob ein Künstler körperliche Beeinträchtigungen hat. Er könnte bei einem Recital auf dem Kopf stehen, wenn er seine Sangeskunst versteht, ist das doch komplett egal. Hier müssen wir Menschen teilweise leider noch viel dazulernen.

Auch die kritischen Stimmen von ihm gegenüber Plattenfirmen im klassischen Bereich bezüglich Vermarktungen und Streben mit durchschnittlichen Künstlern oder Liedern nach dem großen Geld, wobei die wirkliche Kunst verloren geht, finde ich mehr als berechtigt, weil es einfach so ist. Auch sich selbst gegenüber spart Herr Quasthoff nicht mit Kritik. Zudem gefällt mir ein Wesenszug an ihm sehr gut, der auch im Buch des Öfteren rüberkommt: erhaltene Preise sind zwar wichtig, aber er ruht sich auf diesen nicht aus und sie sind nicht seine Lebensexistenz, genauso wenig wie große Auftritte, große kostenlose Buffets nach dem roten Teppich und allzu große Zurschaustellung. Das macht ihn erst richtig sympathisch. Sich selber mal nicht so wichtig nehmen und trotzdem wissen, was man will und kann, das ist Thomas Quasthoff für mich. Zudem ist er sehr direkt und ehrlich und so ein Wesenszug wird einem in der heutigen Zeit sehr schnell als Arroganz ausgelegt, was nicht wirklich fair ist.

Mir jedenfalls hat das Buch sehr gefallen. Es hat mich Herrn Quasthoff etwas näher gebracht, hat mich etwas hinter die Kulissen der Klassikszene schauen lassen und mit auf eine schöne Reise quer durch Herrn Quasthoffs Leben genommen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessantes Buch eines interessanten Sängers, 10. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme: Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist sehr lesenswert, auch wenn man nicht unbedingt etwas mit Musik zu tun hat. Die Geschichte hat eine Sogwirkung und man will die Lektüre einfach nicht aus der Hand legen. Herr Quasthoff beschreibt auf vielfältige Weise sein Schicksal und gleichzeitig seine großen Erfolge als Sänger. Er hat einen wunderbaren Sinn für Humor, der einen buchstäblich mitreißt.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spaß mit Quasthoff, 2. November 2006
Rezension bezieht sich auf: Die Stimme: Autobiographie (Gebundene Ausgabe)
Die Biografie ist frisch und manchmal auch ein bisschen frech geschrieben. Gerade diese Schreibweise macht den Text interessant und aufschlussreich.
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Die Stimme: Autobiographie
Die Stimme: Autobiographie von Thomas Quasthoff (Gebundene Ausgabe - 1. September 2004)
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