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5 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fundiert, sachlich, aufklärend, kritisch
Der ZDF-Terrorismusexeperte gehört zu den erfahrensten Kennern des Metiers, die unabhängig von Zielsetzungen der Politik arbeiten. Er hat ein erfrischend offenes Buch vorgelegt, das mit gerechtfertigter harscher Kritik am Größenwahn US-amerikanischer Kriegstreiberei nicht spart, dennoch sich nicht auf die Schleimspur von Verfolgungswahn und...
Veröffentlicht am 14. August 2011 von Ulf G. Stuberger

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unwissenschaftlich, irreführend
Das Buch beinhaltet 102 Fußnoten (Quellen) für 333 Seiten. Die große Mehrheit der Quellen sind Zeitungsartikel. Das Buch zitiert keine FBI Unterlagen, keine Gerichtsunterlagen, keine Berichte der FEMA, NIST, oder des NTSB zu 9/11, also zum größten Teil Sekundarquellen.

Hier werden nur falsche, irreführende oder unbelegte...
Vor 5 Monaten von Elias Davidsson veröffentlicht


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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Unwissenschaftlich, irreführend, 7. Dezember 2014
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Rezension bezieht sich auf: Nine Eleven: Der Tag, der die Welt veränderte (Gebundene Ausgabe)
Das Buch beinhaltet 102 Fußnoten (Quellen) für 333 Seiten. Die große Mehrheit der Quellen sind Zeitungsartikel. Das Buch zitiert keine FBI Unterlagen, keine Gerichtsunterlagen, keine Berichte der FEMA, NIST, oder des NTSB zu 9/11, also zum größten Teil Sekundarquellen.

Hier werden nur falsche, irreführende oder unbelegte Behauptungen des Autors angeführt. Von seinen vielfältigen Unterlassungen wird so gut wie nichts erwähnt.

1. Theveßen (S.8): Denn Osama bin Laden hatte gerade grünes Licht für seinen Angriff gegeben und war in diesen Tagen rege mit den Planungen für Nine Eleven beschäftigt. Er selbst wählte die jungen Männer aus, die am 11. September 2001 Amerika und die freie Welt angreifen sollten.

Kritik: Dass Osama bin Laden grünes Licht für 9/11 gegeben und die angeblichen Täter gewählt hätte, sind unbelegte Behauptungen, die zwar von Medien verbreitet wurden, aber vom FBI nicht ernst genommen werden. Auf dem Steckbrief des FBI über Osama bin Laden ist nicht mal 9/11 erwähnt. Auf Anfrage eines Journalisten in Juni 2006, erklärte Rex Tomb, Sprecher des FBI, die Behörde besäße keine Beweise für eine Beziehung zwischen bin Laden und 9/11. Auch die US Behörden, in ihrem Brief an den Sicherheitsrat der UNO zur Militäraktion gegen Afghanistan vom 7. Oktober 2001, erwähnte keinen Bezug von Bin Laden zum 9/11.

2. Theveßen (S.12): Der dritte Abschnitt [des Buches] beschäftigt sich mit den Lügen und Irrtümern rund um den 11. September und räumt mit den gängigen Verschwörungstheorien auf, die dank eines erschreckenden Maßes an Naivität, Ignoranz und Gewissenlosigkeit und den technischen Möglichkeiten, die das Internet bietet, weltweit immer mehr Anhänger finden. Die wilde Entschlossenheit ihrer Verfechter entspringt zum Teil auch der Enttäuschung und Wut darüber, dass die Politik der Gewalt der Terroristen fast ausschließlich mit Gegengewalt begegnete.

Kritik: Theveßens Worte treffen eigentlich genau ihn selbst, denn er bezichtigt unschuldige Menschen einer Mordtat ohne Beweise dafür vorzulegen: Dazu benötigt man ein bestimmtes Maß an Gewissenlosigkeit. Dank des Internets können Forscher, wie ich, Zugang zum US-amerikanischen Nationalarchiv, zu Anhörungen der 9/11 Kommission, zu Berichten des NIST und der NTSB und zu Reden von Führungspersönlichkeiten der USA erhalten. Davon macht der Autor aber sehr wenig Gebrauch, sondern verlässt sich zum größten Teil auf Sekundarquellen.

3. Theveßen (S.12): Die Attentäter von Nine Eleven und ihr Anstifter, Osama bin Laden, wollten eine neue Weltordnung erzwingen, als sie die wirtschaftlichen und politischen Zentren der letzten verbliebenen Supermacht angriffen.

Kritik: Für diese Behauptung liefert Theveßens wieder keine Belege. Weder gibt es Belege, dass Osama bin Laden Nine Eleven angestiftet hat, noch dass die wahren Täter der Anschläge von Osama bin Laden angestiftet worden sind. Es mag aber sein, dass die wahren Anstifter eine neue Weltordnung erzwingen wollten.

4. Theveßen (S. 228): Viele verweisen darauf, dass es in der Geschichte zahlreiche Fälle von sogenannten False-Flag-Operationen gab, also Anschläge, die von Geheimdiensten “unter falscher Flagge” durchgeführt und auf diese Weise anderen in die Schuhe geschoben wurden. Exemplarisch sei hier das “Celler Loch” genannt.

Kritik: Es ist nicht nachvollziehbar warum Theveßen gerade diesen Fall als “exemplarisch” anführt und nicht etwa die lange Reihe von solchen Operationen, die in Italien und Belgien während des Kalten Krieges unter dem Titel Operation Gladio ausgeführt wurden. Immerhin erinnern sich noch viele an den verheerenden Anschlag auf den Bahnhof von Bologna in Italien, der anschließend radikalen Linken in den Schuhe geschoben wurde. Im Jahre 1990 stellte sich heraus, nach einer Ankündigung des italienischen Premier Minister, dass die Gladio-Operationen unter der Aufsicht der NATO stattfanden, und dass in beinahe jedem NATO-Staat Geheimnetzwerke operierten, die solche Operationen durchführen konnten. Theveßen hätte auch den Überfall auf Gleiwitz als Beispiel erwähnen können oder Operation Northwoods, die sehr akribisch dokumentiert ist, obwohl sie nicht ausgeführt wurde. Es liegt nahe, dass der Autor nicht bekannte Fälle von False-Flag-Operationen erwähnen wollte, aber ganz besonders nicht solche, die mit der NATO oder den USA verbunden sind.

5. Theveßen (S. 230-232): “These 1: Die Zwillingstürme wurden durch eine kontrollierte Sprengung zum Einsturz gebracht.” Diese These soll eine der Verschwörungstheorien sein.

Kritik: Theveßen wagt es nicht die Argumentation von Bauingenieuren und Architekten zu widerlegen, sondern betreibt ein privaten Krieg in seinem Buch gegen die jungen Produzenten von Loose Change, als wären sie Bauexperten. Der Autor erwähnt auch nicht dass mittlerweile mehr als 2.000 Ingenieure und Architekten sich in der Vereinigung von “Architects and Engineers for 9/11 Truth” organisiert haben, weil sie die offizielle Legende zum Absturz der Zwillingstürme und von WTC Nr. 7, als unwissenschaftlich betrachten. Dass so viele Fachleute sich einer derartigen Vereinigung anschließen ist schon sehr bemerkenswert. Es ist schwer zu glauben, dass der Autor nicht von der Existenz dieser Organisation wusste. Jedenfalls erwähnt er sie nicht.

6. Theveßen (S. 230): Die Temperatur des Feuers, das vom Flugzeugkerosin genährt wurde, habe aber 1.000 Grad Celsius nicht überschritten.

Kritik: Diese Aussage ist formell richtig, aber sie ist irreführend. Bekanntlich gibt es bei einem Feuerbrand kurze Flashover-Ausbrüche, die bis zu 1.000 °C erreichen. Diese dauern aber nur einige Sekunden. Da die Brandherde in dem Gebäude, laut Experten des NIST, sich von Ort zu Ort bewegten, wurden keine Stahlträger über längere Zeit hohen Temperaturen ausgesetzt. Die Ermittler des Zusammenbruch der Türme – Experten des NIST – berichteten: “Of the more than 170 areas examined on 21 exterior panels, ‘only three locations had mud-cracking of the paint, indicating that the steel may have reached temperatures in excess of 250 °C. The 21 panels represent only 3 percent of all panels of the fire floors, however, and cannot be considered representative of other columns on these floors.’ Two of the core columns (…) in the fire-affected floors were examined for paint cracking: ‘The few areas with sufficient paint for analysis did not show mud cracking patterns, indicating the columns did not exceed 250 °C.’“ (NIST, NCSTAR1-3. Mechanical and Metallurgical Analysis of Structural Steel, p. 101)

7. Theveßen (S. 230-1): Der Vergleich von Bildern einer kontrollierten Sprengung mit denen vom 11. September zeigt, dass gesprengte Gebäude immer von unten her kollabieren. Der Zusammenbruch der Türme begann eindeutig von oben.

Kritik: Der Grund zur Behauptung die Gebäude wären gesprengt worden liegt nicht in den Bildern, sondern in in einer ganzen Reihe von Indizien, die der Autor nicht einmal wahrnimmt; darunter die Fallgeschwindigkeit (beinah im freien Fall) und dessen Symmetrie. Dem Autor mag auch nicht bekannt sein, dass vor dem Kollabieren Explosionen im Untergeschoss der Gebäude nachvollzogen werden konnten und dabei sogar Menschen verletzt wurden. Bis heute hat niemand diese Explosionen im Untergeschoss erklärt.

8. Theveßen (S. 231): Als Journalist, der seit fast zwanzig Jahren im Nachrichtengeschäft tätig ist, habe ich unzählige Male erlebt, wie unzuverlässig Äußerungen von Augenzeugen in chaotischen Situationen sein können. Die Menschen stehen unter enormen emotionalen Druck. Hinter dem, was sie als ‘Explosionen’ beschreiben, kann sich jede Art von lautem Knall verbergen, zum Beispiel das Geräusch das entsteht, wenn eine ganze Büroetage auf die darunterliegende kracht. Bei Geräuschen kommt es viel häufiger zu Selbsttäuschungen als bei der optischen Wahrnehmung, die allerdings in Stress-Situationen auch nicht immer verlässlich ist. Es kommt deshalb sehr auf die Rahmenbedingungen an.

Kritik: Die allgemeine Feststellung, dass Augenzeugen nicht immer verlässliche Äußerungen machen, besonders in chaotischen Situationen, ist zutreffend. Die Art und Häufigkeit dieser Äußerungen über Explosionen spielen aber eine erhebliche Rolle bei ihrer Würdigung. Mehr als 100 Feuerwehrleute, Hilfspersonen und Journalisten haben am Tage selbst und auch nachträglich von zahlreichen Explosionen berichtet, die sie vor und während des Einsturzes der Gebäude wahrgenommen hatten. Einige haben die Explosionen gehört, andere haben sie gesehen und wieder andere haben sie mit dem eigenen Körper empfunden. Einige sprachen davon, dass kurz vor dem Einsturz die Erde bebte, was durchaus auf eine unterirdische Explosion hindeutet. Einige der Zeugen haben nicht nur von Explosionen gesprochen, sondern ausdrücklich von Bombenexplosionen. Professor Graeme MacQueen lieferte ein 60-seitige Studie dieser Zeugenaussagen: 118 Witnesses: The Firefighters' Testimony to Explosions in the Twin Towers, August 21, 2006), die vom Autor ebenfalls nicht erwähnt wird.

9. Theveßen (S. 231-2): Nun aber zur Kernfrage: Wie konnte die Stahlkonstruktion des World Trade Center zum Einsturz gebracht werden? Die Stahlträger der Türme durchzogen nicht das gesamte Gebäude, sondern bildeten eine Art Käfig an den Außenwänden. Durch den Einschlag der Flugzeuge wurden die Brand-Schutz-Dämmungen zerstört. Das Kerosin-Feuer brannte tatsächlich nur mit einer Temperatur von rund 1.100 Grad Celsius. Bei dieser Hitze kann Stahl zwar nicht schmelzen, wird aber deutlich destabilisiert.

Kritik: Theveßen gibt sich nun als Bauexperte. Er behauptet, er wisse ganz genau wie viele von den Brand-Schutz-Dämmungen vom Einschlag des Flugzeugs zerstört wurde. Er belehrt uns auch, dass das Kerosin-Feuer mit einer Temperatur von rund 1.100 Grad Celsius brannte. Kerosin kann aber nicht die Hitze von 1.100 Grad Celsius in einem freien Ort erzeugen. Solche Temperaturen können nur in einer geschlossenen, kontrollierten Umgebung, z.B. in einem Ofen, erzeugt werden. Auch die US-amerikanischen Regierungsexperten, die die Abstürze untersuchten, boten keine Beweise für solchen Temperaturen des Kerosin.

10. Theveßen (S. 232): Weil [die Stahlträger] durch das Feuer rund die Hälfte ihrer Tragkraft verloren, gaben sie dem Druck nach, bogen sich in Höhe der zerstörten Fassade langsam nach außen und konnten das Gewicht der obersten Stockwerke nicht mehr tragen.

Kritik: Es gibt keine Beweise dass Stahlträger sich “langsam nach außen” bogen (– im Gegenteil fingen die Gebäude plötzlich an zu fallen (FEMA-BPAT, World Trade Center Building Performance Study, Section 1.3, p. 1-8) –) oder dass "die" Stahlträger durch das Feuer rund die Hälfte ihrer Tragkraft verloren. Selbst wenn das nachgewiesen wäre, weiß niemand ob so ein Prozess überhaupt den vollen Einsturz der Gebäude verursacht hätte. Laborexperimente um diese These zu prüfen oder zu widerlegen, wurden bisher nicht durchgeführt.

11. Theveßen (S. 233-235): These 2: “Das Pentagon wurde nicht von einem Flugzeug, sondern von einer Rakete getroffen.“ Das soll auch eine Verschwörungstheorie sein.

Kritik: Der Autor baut sich hier im Gewand der Raketenthese einen Strohmann auf, um ihn dann zu besiegen. Es gibt tatsächlich 9/11-Skeptiker, die glauben das Pentagon wäre von einer Rakete getroffen worden. Ein Teil der 9/11 Wahrheitsbewegung hat sich aber damit abgefunden, dass ein Flugzeug das Pentagon traf. Andere behaupten dagegen, dass weder ein Flugzeug noch eine Rakete das Pentagon getroffen hat. Und einige weisen lediglich darauf hin, dass die US Behörden (das FBI) sich geweigert haben, die Identität des Objekts festzustellen welches in das Pentagon gestürzt sei [Aidan Monaghan, "FBI Counsel: No Records Available Revealing ID Process Of Recovered 9/11 Plane Wreckage", 17. März 2008]. Übrigens ist die These einer Rakete keine Verschwörungstheorie, sondern eine vertretbare Hypothese, die entweder richtig oder falsch ist. Verteidigungsminister Donald Rumsfeld sprach in einem Interview mit Parade Magazine am 12. Oktober 2001 von einer Rakete. Er mag sich versprochen haben, aber es könnte auch ein Ausrutscher gewesen sein.

12. Theveßen (S. 234): Auf dem Gelände [des Pentagons] verstreut und im Bereich der Einschlagstelle [...] liegen Überreste einer Boeing: Teile der Triebwerke, Bremsen und der Außenhülle.

Kritik: Die sehr wenige Abbildungen, die von den US Behörden von diesen Trümmer veröffentlicht wurden, ermöglichen keinesfalls die Erkennung und die Identifizierung der Gegenstände die da herumlagen, ganz zu schweigen von ihrer Zuordnung an einer Boeing [Eine einzige, unklare, Abbildung wurde im Verfahren gegen Zacarias Moussaoui vorgelegt]. Da das FBI nicht die Trümmer identifizieren wollte, bleibt der Öffentlichkeit nichts anders übrig, als sich über diese Verweigerung ihre Gedanken zu machen. Aber Hr. Theveßen soll anscheinend aus den wenigen Abbildungen den Typus der Maschine und die Flugnummer abgeleitet haben.

13. Theveßen (S. 235): Das Ungeheuerliche an der Behauptung vom Raktenangriff auf das Pentagon ist aber die Implikation, dass die US-Regierung ein Flugzeug mit 64 Menschen an Bord einfach verschwinden ließ.

Kritik: Hier gebe ich dem Autor teilweise Recht. Diese Implikation wäre auch ungeheuerlich wenn kein oder ein anderes Flugzeug als die AA77 am Pentagon abgestürzt wäre, da sie den US Behörden die Vernichtung von 64 Menschen unterstellen würde. Auf Grund der heute existierenden Indizien ist diese Unterstellung allerdings die einzig berechtigte. Wenn die US Behörden sich mit dieser Unterstellung nicht abfinden wollen, sollen sie mit offenen Karten spielen und die Sachverhalte vom 9/11 aufklären, wie Tausende von Amerikanern es fordern.

14. Theveßen (S. 235-237): “These 3: “Der Absturz von United Airlines Flug 93 in Shanksville, Pennsylvanie, wurde von der US-Regierung inszeniert. Nach Überzeugung vieler 9/11-Zweifler gab es am angeblichen Absturzort der entführten Maschine weder ein Wrack noch Leichen.” Das soll auch eine Verschwörungstheorie sein.

Kritik: Die hier angeführte These widerspiegelt gewiss die Meinung von zahlreichen 9/11 Skeptiker. Der folgende Satz ist dagegen Fiktion: “Das schließen sie [die 9/11 Skeptiker] aus den Fernsehbildern, auf denen von den Überresten eines Flugzeugs kaum etwas zu sehen ist.” Mir ist kein Skeptiker bekannt, der nur oder hauptsächlich auf Grund von Fernsehbildern des mutmaßlichen Absturzortes, diese These vertritt. Diese These beruht vielmehr auf zahlreichen Zeugenaussagen, z.B. von Bewohnern der Umgebung, die sofort an die angebliche Absturzstelle eilten. In Meinem Buch Hijacking America’s Mind on 9/11 (Algora Publishers, New York, 2013, S.77-78) führe ich die Namen von 14 Zeugen die keine Zeichen eines Flugzeugabsturzes sahen. Theveßen ignoriert ihre Aussagen.

15. Theveßen (S. 236): Das Fehlen von großen Wrackteilen in Shanksville erklärt sich durch die hohe Geschwindigkeit von 900 Stundenkilometern, mit dem Flug 93 fast senkrecht in den Boden raste.

Kritik: Der Autor erklärt uns, dass keine großen Wrackteile in Shanksville sichtbar waren wegen des senkrechten Absturzes des Flugzeugs mit 900 Km/St. Es sei dahingestellt woher der Autor die Zahl 900 Km/St. nimmt oder die Behauptung über den senkrechten Absturz. Dagegen erwähnt der Autor nicht den mutmaßlichen Fund eines riesigen Wrackteils, nämlich ein Triebwerk der Boeing 757.

Laut CNN vom 13. September 2001 soll ein Triebwerk des Flugzeuges [Flug UA93] gefunden worden sein. Am nächsten Tag bekräftigte Polizeioffizier Lyle Szupika, dass ein Triebwerk nicht weit vom Absturzort gefunden sei. Am 24. September änderte sich leicht die Geschichte: CNN berichtete nun dies wäre nur ein Teil eines Triebwerks, etwa 1.000 Pfund schwer. Immerhin. Allerdings scheint niemand dieses Triebwerk gesehen zu haben. Von diesem Triebwerk gibt es auch keine Abbildung.

16. Theveßen (S. 236): Patrick Madigan von der Polizei in Pennsylvania bestätigt, dass er selbst die vielen kleinen Trümmer und unzählige Leichenteile gesehen hat.

Kritik: Glenn J. Kashurba zitiert den genannten Patrick Madigan auf Seite 60 seines Buches Courage After the Crash: Flight 93 Aftermath--An Oral and Pictorial Chronicle (SAJ Publishing, 2002) folgend: “I was amazed because it did not, in any way, shape, or form, look like a plane crash." Hat Patrick Madigan also Trümmer eines Flugzeuges und Leichen gesehen oder hat er keine gesehen?

17. Theveßen (S. 236): Im Jahr 2001 waren Handys bis zu einer Höhe von 17.000 Metern voll funktionsfähig.

Kritik: Diese Behauptung ist buchstäblich aus der Luft gegriffen. Prof. A.K. Dewdney unternahm kontrollierte Experimente in der Gegend von Toronto im Jahre 2003 um herauszufinden wie gut Handys aus Flugzeugen funktionieren [A.K. Dewdney, "Project Achilles Reports Parts One, Two and Three", 23. Januar 2003]. Er versuchte vier verschiedene Handys in Höhen von 2.000, 4.000, 6.000 und 8.000 Fuß. Laut seiner Ergebnisse kamen bei 2.000 Fuß 75% der Anrufe durch. Die Wahrscheinlichkeit reduzierte sich allmählich je höher er flog. Bei 8.000 Fuß kamen nur 8% der Anrufe durch. Auch wenn diese Experimente nicht unbedingt die Funktionsfähigkeit der Handys aus Passagierflugzeugen beweisen, verdeutlichten sie, dass aus 55.000 Fuß (17.000 Metern) damals ein Handyanruf nicht funktionsfähig war. Wenn aber Hr. Theveßen das Gegenteil von Prof. Dewdney beweisen kann, wäre ich dankbar diese Informationen an Prof. Dewdney weiterzuleiten.

18. Theveßen (S. 237): [I]n ihren Pamphleten, Videos und bei öffentlichen Auftritten präsentieren sie [die Anhänger der Wahrheitsbewegung] ihre Version von Nine Eleven als absolute Wahrheit - das ist das Kennzeichen aller Verschwörungstheoretiker. Sie werden damit zu Feinden von Meinungsvielfalt und demokratischen Prinzipien, weil sie anderen Absichten von vornherein die Existenzberechtigung absprechen.

Kritik: Man muss diesen unglaublichen, beinah paranoiden Satz einige Mal lesen, um seine Tragfähigkeit zu verstehen. Hier schreibt ein Autor, dessen Buch in Deutschland trotz seines dürftigen Inhalts eine weite Verbreitung genoss und maßt sich an, seriösen Forschern die Leviten zu lesen. Ist der Autor z. B. bereit seine Thesen, bzw. die öffentliche These, in einem Streitgespräch gegenüber den prominenten deutschen 9/11 Skeptiker Matthias Bröckers oder Gerhard Wisnewski zu verteidigen? Und warum hat sich keiner der prominenten Verfechter der offiziellen Legende des 9/11 beim Spiegel, FOCUS oder FAZ bis heute gewagt seine Fassung in einer öffentlichen Debatte zu vertreten? Wer eigentlich zensuriert wen in diesem Sachverhalt? Wessen Existenzberechtigung wird hier durch medialen Angriffen abgesprochen?

19. Theveßen (S. 239): Das totale Durcheinander bei der Überwachung des Luftraums erklärt sich dadurch, dass die Flugzeugentführer die Transponder ihrer Maschinen abgeschaltet hatten. Sie waren auf den modernen Radarschirmen in den Kontrollzentren nicht mehr sichtbar.

Kritik: Es ist nicht richtig, dass wenn der Transponder eines Flugzeuges abgeschaltet ist, es vom Radarschirm völlig verschwindet. Radarschirme können umgeschaltet werden, damit das Flugzeug weiter erscheint, aber ohne Identität und Flughöhe. Seine geographische Position wird dagegen gezeigt. Die Behauptung des Autors, dass die Abschaltung der Transponder das “totalen Durcheinander” verursacht hat, stimmt nicht. Was das Durcheinander ganz besonders verursacht hat, waren die zahlreiche elektronischen Zeichen für virtuelle und angeblich entführte Flugmaschinen, die wegen der Militärübungen angezeigt waren. Fluglotsen hatten Mühe zwischen normalen Flugzeugen, "entführten" Flugzeugen und virtuellen Flugzeugen zu unterscheiden [Siehe z.B. 'shoestring' (Pseudonym): "The Many False Hijackings of 9/11", 10. April 2011). Ob dieses Wirrwarr absichtlich erzeugt wurde um die Anschläge zu tarnen oder ob es sich wieder um einen schrecklichen Zufall handelte, sei hier dahingestellt.

20. Theveßen (S. 239): Osama bin Laden hat sich mehrfach zu den Anschlägen bekannt, ebenso die eigentlichen Planer Khalid Sheikh Mohammed und Ramzi bin al-Shibh.

Kritik: Ob die Bekennervideos des Osama bin Laden echt oder gefälscht waren, soll uns an dieser Stelle nicht interessieren. Auch wenn jemand sich zu den Anschlägen des 9/11 bekennt hätte, würde es keineswegs beweisen dass er die Wahrheit sagt. Es gibt reichliche Gründe für unwahre Bekenntnisse. Dabei soll noch hinzugefügt werden, dass das FBI die sogenannten Bekennervideos von bin Laden nicht ernst nahm. Die offizielle Position des FBI ist, dass die Teilnahme von bin Laden in 9/11 nicht nachgewiesen sei [Siehe Punkt 1 oben]. Was die Aussagen von Khalid Sheikh Mohammed und Ramzi bin al-Shibh betrifft, so wäre die erste Voraussetzung für ihre Glaubhaftigkeit, dass sie in einem offenen Gericht identifiziert werden und sich selber in der Öffentlichkeit zu den Ereignisse des 9/11 äußern. Danach wäre es die Aufgabe des Gerichtes ihre Aussagen mit den Fakten der Ereignisse zu vergleichen, um herauszufinden ob diese Personen die Wahrheit gesagt hatten. Bis dahin sind Theveßens Behauptungen über Khaled Sheikh Mohamed und Ramzi bin al Shibh unverbindliches Geschwätz.

21. Theveßen (S. 240) [Über WTC NR. 7]: Das Gebäude war durch herabfallende Trümmer des Nordturms schwer beschädigt und in Brand gesetzt worden. In seinem Inneren gab es keine durchgängigen Stahlträger, sondern nur ein zentrales Stahlkonstrukt, das durch die Flammen geschwächt wurde. Das Feuer wurde zusätzlich durch eine Reihe von Dieseltanks genährt, die an zahlreichen Stellen für die Notversorgung durch Generatoren installiert waren.

Kritik: Gebäude WTC Nr. 7, 47-stöckig, kollabierte um 17:20 am 11. September 2001 in freiem Fall. So etwas deutet unmittelbar auf eine kontrollierte Sprengung. Das Gebäude war tatsächlich durch herabfallenden Trümmer des Nordtums auf einer Seite schwer beschädigt und in Brand gesetzt worden. Über das Ausmaß des Brandes gibt es aber nur wenig verlässliche Informationen, weil nicht versucht wurde den Brand zu löschen. Das Gebäude wurde schon morgens evakuiert. Es gibt auch keine Beweise, dass die erwähnten Dieseltanks eine fördende Rolle beim Kollaps des Hochhauses spielten.

22. Theveßen (S. 240-1): Am Nachmittag des 11. September berieten der Einsatzleiter der Feuerwehr und der Besitzer des Gebäudes, Larry Silverstein, das weitere Vorgehen. Er habe, so Larry Silverstein später in einem Interview, gesagt: “Just pull. They made the decision to pull”. Diese Entscheidung zum “Ziehen” wird von Verschwörungstheoretikern als Befehl zur kontrollierten Sprengung interpretiert. Nach Auskunft der Feuerwehr war damit aber gemeint, die restlichen Einsatzkräfte aus dem Gebäude “abzuziehen”. Und genau das taten sie, kurz bevor Turm 7 einsackte.

Kritik: Zuerst muss festgestellt werden was Larry Silverstein tatsächlich sagte. Theveßen weiß wohl, dass er Silverstein nicht genau zitiert. Silverstein sagte nicht “Just pull”, sondern “maybe the smartest thing to do is pull it.” Die zwei letzten Wörter haben zu endlosen Debatten geführt (siehe z.B. eine Zusammenfassung von Eli Rika, "Did WTC 7 Owner Larry Silverstein Admit to Ordering the Controlled Demolition of the Building?", AE911truth.org). Es waren auch am späten Nachmittag keine Einsatzkräfte im Gebäude, die man hätte abziehen müssen. Die Behauptung Theveßens, dass die Einsatzkräfte dann “genau das taten” ist daher nicht belegt. Ob Larry Silverstein irgendeine eine Rolle bei der kontrollierten Zerstörung von Gebäude Nr. 7 gespielt hat und wenn ja, welche Rolle, kann zur Zeit nicht festgestellt werden.

23. Theveßen (S. 245): Die 9/11-Zweifler halten es schlichtweg für unmöglich, dass 19 arabische Terroristen die mächtigste Regierung der Welt mitsamt ihres riesigen Sicherheitsapparates austricksen könnten. Also suchen sie nach einer schlüssigen Alternative und brüsten sich damit, die wahre Geschichte entdeckt zu haben.

Kritik: Der angeführte Absatz enthält zwei Behauptungen. Die erste Behauptung ist falsch. Die zweite ist ein Hirngespinst des Autors.

Es gehört nicht zum Dogma der 9/11 Skeptiker zu behaupten, Araber wären unfähig komplexe Operationen gegen die USA zu führen. Selbstverständlich können Araber verschwörerisch handeln und Flugzeuge steuern. Die Frage stellt sich eher ob junge Männer, die nie eine Boeing 757 oder 767 geflogen sind, eine solche Maschine über den Wolken übernehmen können, wie es die offizielle Legende des 9/11 uns weismachen will. Man darf annehmen, dass ein Selbstmordkandidat nicht ganz gelassen in einer Blutlache des ermordeten Piloten sitzt, mit 80 heulenden Passagieren hinter sich und sich dabei noch auf die technischen Herausforderungen eines komplizierten Instrumentpanels konzentrieren kann, während er sich gleichwohl auf seinen Tod seelisch vorbereitet. Aber lassen wir mal die psychologischen Fragen außer Acht und gehen davon aus, dass die Todespiloten der vier Maschinen in Afghanistan schon genügend abgebrütet worden sind um solche Herausforderungen zu überstehen. Was uns hier interessiert ist nicht ihre psychologische Standhaftigkeit, sondern ihre Fähigkeiten als Piloten. Jemand, der eine Boeing 757 oder 767 über den Wolken übernimmt, muss mit Instrumentenflug einer Boeing 757 oder 767 vertraut sein, denn man kann nicht aus 11.000 m. Höhe nach unten gucken um sich zu orientieren. Aus dieser Höhe ist die Sicht der ganzen Landschaft grau. Wären sie trotzdem am Zielort angekommen, müssten diese Superpiloten eine weitere Herausforderung bestehen, nämlich mit mehr als 800 Km/St. ein Hochhaus zu erwischen, das nur ein wenig breiter ist als die Spannweite der Flügel. Diese Leistung wäre auch für Profis schwierig. Im Fall des Fluges UA175 musste der Pilot zusätzlich eine komplizierte Kurve ausführen, bevor er das Flugzeug auf den Turm zielte (das sah man in den Videos). Was das Pentagon betrifft, war es noch schwieriger: Denn der Pilot musste das Flugzeug in eine Höhe von 20 Meter über der Erde herunterbringen um dann horizontal mit 800 Km/St. ins Gebäude hereinzufliegen. Der angebliche Pilot von AA77, Hani Hanjour, war aber der schlechteste Pilot unter den vier mutmaßlichen Todespiloten. Laut seinem Lehrer konnte Hanjour kaum eine einmotorige Cessna in der Luft halten. Diese Männer, ganz abgesehen ob sie fanatisch oder bezahlte Killer waren, besaßen einfach nicht die minimalsten technischen Fertigkeiten für diese Aktion [Siehe, 'shoestring' (Pseudonym): "The 9/11 Hijackers: Amateur Aviators Who Became Super-Pilots on September 11", 12 Juli 2011].

24. Theveßen (S. 245): Aber dass eine Regierung deshalb einen Terroranschlag mit fast 3.000 Todesopfern inszeniert oder geschehen lässt, ist völlig absurd. Nicht zuletzt, weil die Risiken für sie selbst unkalkulierbar wären.

Kritik: Als letzter Versuch sich der Unvermeidbarkeit der Sachlage sich zu entziehen, wird behauptet die US Regierung wäre nicht imstande 9/11 zu inszenieren, weil eine solche Tat für sie zu riskant gewesen wäre. Aus einer islamischen Sicht war 9/11 tatsächlich höchst riskant, denn es war vorhersehbar, dass die USA mit aller Kraft zuschlagen würde. Aus US-amerikanischer Sicht erfüllte Operation 9/11 die Träume der radikalen US Strategen: "Eine permanente strategische Stellung der USA in Zentral Asien (Afghanistan) nicht weit von China und die Zerstörung des Iraks." Die Anschläge konnten auch die Aufrichtung eines Überwachungsstaates rechtfertigen und damit die Herrschaft der heutigen Elite verstärken. Die immens politischen Vorteile, insbesondere für die Vorherrschaft der USA in der Welt und die Beibehaltung des Dollars als Handelswährung, waren in ihren Augen ein Massenmord wert. Für die US Behörden war das Risiko der Operation 9/11 mäßig, weil sie sich auf die loyale Unterstützung der Medien, der Politiker und ihren NATO-Verbündeten zur Vertuschung der Wahrheit, verlassen konnten. Das hat sich auch bestätigt. Bis heute sind Politiker, Redakteure, Journalisten und Richter der Vertuschung der Operation 9/11 treu geblieben. Einzelgänger, wie ehemalige SPD Minister Andreas von Bülow, der diese Solidarität der Herrschenden verletzte, müssen dafür mit Exkommunikation rechnen.

Fazit:

Elmar Theveßen widmet ein ganzes Kapitel zur Bekämpfung von sogenannten Verschwörungstheorien über den 9/11. Er hat sich als Kämpfer für die offizielle Wahrheit angeboten.

Eine seiner berüchtigsten Methoden ist sich schwache Gegner auszusuchen, die ihre Argumente nicht zufriedenstellend verteidigen können. Man könnte es beinah die “amerikanische Methode” nennen, weil die USA nur schwache Staaten angreift. Daher wagt Theweßen nicht, sich mit den besten Forscher der 9/11 Bewegung, wie z.B. Prof. David Ray Griffin in den USA, Nafeez Ahmed in England oder Wisnewski und Bröckers in Deutschland anzulegen. Eine andere berüchtigte Methode besteht darin, gute Argumente mit schlechten Argumente in einen Topf zu werfen und danach alle Argumente insgesamt zu liquidieren. Eine dritte berüchtigte Methode besteht in der Errichtung von Strohmännern, die dann leicht umgekippt werden können. Hier einige Beispiele aus der Trick-Kiste des Autors:

In der Aufzählung der sogenannten Verschwörungstheorien, die dem Autor anscheinend viel Sorgen erzeugen, befinden sich tatsächlich falsche Behauptungen, wie z. B. dass 4.000 Juden am 11. September 2001 nicht zur Arbeit im World Trade Center gingen, weil sie vorher gewarnt wurden. Diese falsche Nachricht beruht allerdings auf eine echte Nachricht des Jerusalem Post in Israel vom 12. September 2001, demnach das israelische Auswärtige Amt seine Sorge aussprach über das Befinden von 4.000 Israelis, die in der Gegend des World Trade Center vermutet wurden. Die Originalnachricht erwähnt der Autor nicht, noch versucht er den Ursprung der falschen Nachricht zu erkundigen. Eine andere nützliche Ente, die er auch leicht als unbelegt abtun kann, ist die ursprünglich vom FBI verbreitete Legende, dass Flug UA93 in Pennsylvania abgeschossen wurde. Seriöse 9/11 Skep
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Rezension bezieht sich auf: Nine Eleven: Der Tag, der die Welt veränderte (Gebundene Ausgabe)
Der ZDF-Terrorismusexeperte gehört zu den erfahrensten Kennern des Metiers, die unabhängig von Zielsetzungen der Politik arbeiten. Er hat ein erfrischend offenes Buch vorgelegt, das mit gerechtfertigter harscher Kritik am Größenwahn US-amerikanischer Kriegstreiberei nicht spart, dennoch sich nicht auf die Schleimspur von Verfolgungswahn und Mythologisierung locken lässt. Der Autor klärt auf, wie es sein Beruf ist und hebt sich auch damit ab von vielen anderen Journalisten, die nach Auflagenhöhe und Einschaltquoten schielen (müssen).
Die Bush-Regierung, so weist Theveßen nach, hat gelogen, betrogen, nationales und internationale Recht gebrochen, die eigene Verfassung und die Menschenwürde bewusst verletzt, foltern und morden lassen nach den Anschlägen vom 11. September. Damit haben die USA die Welt verändert, sich ins Unrecht gesetzt und so verhalten, wie man es von Terroristen und nicht von Demokraten erwartet. Der Effekt war eine durch die Kriegstreiber in den Vereinigten Staaten von Amerika beförderte Stabilisierung und Förderung des Terrorismus auf der ganzen Welt. In den USA starben bei den Terroranschlägen des 11. September etwa 3.000 Menschen, durch den von der Bush-Administration angezettelten weltweiten "Kampf gegen den Terrorismus" sind bis heute mehr als einhundert Tausend Zivilisten (!) getötet worden. Folter Mord und Kriegsverbrechen haben durch das Handeln der USA einen legalistischen Anstrich bekommen, "die Barbarei wurde von Juristen abgesegnet", die Grundlagen der freiheitlichen, demokratischen Systeme sind weltweit durch den "Krieg gegen der Terror" der USA bedroht, Bürgerrechte werden überall immer weiter abgebaut. Damit haben die Terroristen mit Unterstützung US-amerikanischer Politik ihr eigentliches Ziel erreicht, hätten mit einem so großen Erfolg nie gerechnet.
Diese und andere Thesen trägt Theveßen nicht nur vor, er belegt sie durch Zitate und Dokumente. Und dieser Autor weiß, wovon er schreibt, hat er doch seit 1995 nicht nur als ZDF-Korrespondent in Washington, sondern auch als einer der hochrangigsten journalistischen Terrorismusexperten ungezählte Gespräche mit US-Kriegstreibern, Politikern, Geheimdienstchefs und Terroristen führen und an zahlreichen vor der Öffentlichkeit verschlossenen Zusammenkünften, Treffen und Konferenzen teilnehmen können. Er hofft, dass die deutsche Politik sich von derjenigen der USA in dieser Lage abkoppelt, unsere Bevölkerung besser und umfangreicher informiert und die immer noch herrschende Geheimniskrämerei um das Thema Terrorismus nicht mehr mitmacht. Wir alle müssen mit dem Terror leben, meint Theveßen. Verkraften können wir dessen Folgen nur, wenn wir offen informiert werden. Daran mangelt es in Deutschland ebenso wie in den USA. Auf beiden Seiten des Atlantik haben die Geheimdienste den Terror durch ihre Aktivitäten insgesamt befördert, selbst wenn es gelungen sei, einige Anschläge zu verhindern.
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Nine Eleven: Der Tag, der die Welt veränderte
Nine Eleven: Der Tag, der die Welt veränderte von Elmar Theveßen (Gebundene Ausgabe - 12. August 2011)
EUR 19,99
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