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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichten aus der Geschichte
Fern ab aller Agentenidylle aus TV oder Kino hat im letzten Jahr der bis heute immer noch geheimnisumwitterte britische Security Service MI 5 seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Es ist eine kleine Sensation, dass aus diesem Anlass dieses Buch erscheinen konnte. Einmalig in der internationalen Geheimdienstgeschichte dürfte sein, dass ein Autor und in diesem...
Veröffentlicht am 18. April 2010 von Christian Döring

versus
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant und doch belanglos
Im großen und ganzen fand ich das Buch sehr interessant aber auf eine andere Weise leider doch eher belanglos. Der Autor bietet hier eine semi-offizielle Geschichte des Mi5, die zu seinem hundertjährigen Bestehen herausgegeben wurde. Dementsprechend ist der O-Ton meist positiv, was für die neuere Zeit dann doch etwas übertrieben wirkt. Das mehrmalige...
Veröffentlicht am 1. Juni 2011 von Mario Schenk


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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geschichten aus der Geschichte, 18. April 2010
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: MI 5: Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes (Gebundene Ausgabe)
Fern ab aller Agentenidylle aus TV oder Kino hat im letzten Jahr der bis heute immer noch geheimnisumwitterte britische Security Service MI 5 seinen 100. Geburtstag gefeiert.

Es ist eine kleine Sensation, dass aus diesem Anlass dieses Buch erscheinen konnte. Einmalig in der internationalen Geheimdienstgeschichte dürfte sein, dass ein Autor und in diesem Falle der führende Geheimdienstexperte schlechthin Christopher Andrew die Archive des MI 5 nutzen durfte. Herausgekommen ist die bisher einzige Geschichte dieses Geheimdienstes. Historiker werden an diesem Buch nicht vorbeikommen.

Folgerichtig beginnt der Autor dann auch im Jahre 1909. Mit dem Auftrag "Natur und Umfang der ausländischen Spionage, die gegenwärtig in unserem Land betrieben wird, und die Gefahr, die sie für uns darstellt zu untersuchen." wurde der Geheimdienst im Oktober 1909 gegründet. Fast immer galten Deutschland und Russland als die größten Feinde.

Akribisch und äußerst faktenreich geht der Autor chronologisch in seiner Geschichte vorwärts. Dabei beschreibt er auch das Scheitern des deutschen Geheimdienstes zu Zeiten des I. Weltkrieges. Er geht ein auf die Zeit zwischen den Weltkriegen und arbeitet sehr gut und ausführlich die Zeit des kalten Krieges auf. Lebendig und stellenweise sehr aktionsreich wird es dort, wo Andrew persönliche Schicksale und bislang unbekannte Geschichten erzählt. Eine Vielzahl von Fotos lässt die Geschichte einmal mehr lebendig werden.

Letztes Kapitel des Buches und heutiger Hauptfeind zugleich ist der religiös motivierte Terror. Nach den Anschlägen in Amerika hat sich die gesamte Aufgabenausrichtung grundlegend geändert.

Dieses Buch ist sowohl eine äußerst interessante Geschichte des MI 5, aber auch eine unter neuem Blickwinkel geschriebene Geschichte Englands. Es lebt von vielen Geschichten und von der spannenden Art wie unterhaltsam Geschichte in diesem vorliegenden Fall zum Leser transportiert wird.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessant und doch belanglos, 1. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: MI 5: Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes (Gebundene Ausgabe)
Im großen und ganzen fand ich das Buch sehr interessant aber auf eine andere Weise leider doch eher belanglos. Der Autor bietet hier eine semi-offizielle Geschichte des Mi5, die zu seinem hundertjährigen Bestehen herausgegeben wurde. Dementsprechend ist der O-Ton meist positiv, was für die neuere Zeit dann doch etwas übertrieben wirkt. Das mehrmalige Herausstreichen des Folterverbots für Mitarbeiter des Dienstes und die eindrucksvolle, aber naturgemäß nicht nachvollziehbare Erfolgsbilanz wirkt etwas schönfärberisch aber alles in allem bemüht sich der Autor doch um eine ausgewogene Sichtweise. Bei all den Erfolgen fällt das ja auch nicht schwer.

Die Geschichte des Mi5 wird vor allem durch die Gefahrenquellen Englands bestimmt. Der Autor beschreibt ausführlich die Phasen der Gefahrenabwehr. Anfangs gegen die Deutschen, dann die Russen und mit einem diffusen Übergang gegen den nahöstlichen und nordirländischen Terrorismus. Es werden auch die ,vom Mi5 selbst als einziges Beispiel unsauberer Methoden genannten, Bespitzelungen bei der Entkolonialisierung des ehemaligen Empire beschrieben.
Überrascht hat mich der Inhalt dadurch eher weniger obwohl mir viele Einzelepisoden nicht bekannt waren. Der größere Kontext benötigt aber kaum über 700 Seiten, selbst um eine hundertjährige Institution wie den Mi5 ausführlich zu beschreiben. Dafür waren mir die herangezogenen Beispiele zu trivial und bestätigten mir soundso nur mein begrenztes Vorwissen. Das Buch bietet aber dennoch eine schöne Trivialhistorie einer Geheimdienstbehörde und bietet einen guten Einblick über deren Entstehungsgeschichte und weiteren Entwicklung. Man darf auch nicht vergessen, dass die Arbeit in diesem Sektor stellenweise sehr trivial ist.

Insgesamt kann ich das Buch nur Leuten empfehlen die sich wirklich für das Thema interessieren und so über belanglose und teils oft wiederholte Sachverhalte hinweglesen. Jeder der sich bombastische Enthüllungen oder eine stets brisante Geschichte erwartet wird meiner Meinung nach enttäuscht werden. Aber als Geschichtswerk über das 20 Jahrhundert aus einer ungewohnten Perspektive kann es doch einigen Leuten sehr gefallen.
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4.0 von 5 Sternen Lesenswert, aber Vorsicht mit der deutschen Übersetzung, 25. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Im Großen und Ganzen kann ich mich den voherigen Rezensionen anschließen. Es wird nichts verraten, was nicht sowieso schon bekannt gewesen ist, dafür ist das Endergebnis definitiv lesenswert.
Leider habe ich nur die deutsche Übersetzung gelesen und in dieser finden sich ein paar Fehler. So wird bspw. der US-Amerikanische Kryptoanalytiker Meredith Gardner, zur Frau.
Wer sich also die deutsche Übersetzung, dieses definitiv empfehlnswerten Buches, vornimmt, sollte mit "offenen Augen" lesen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Immense Fleißarbeit mit geschichtsphilosophischer Bedeutung!, 15. Oktober 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: MI 5: Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes (Gebundene Ausgabe)
Dass es ein gewichtiger Beitrag zur Geschichte des britischen Geheimdienstes ist, beweist schon das schiere Volumen des Bandes und dafür steht auch der erzseriöse Historiker Christopher Andrew. Ob man als Einzelperson überhaupt die Menge des Materials erfassen, bündeln und adäquat darstellen kann, scheint fraglich. Man kann es wohl nur, wenn man sich konsequent chrono-thematisch vorarbeitet und mehr wagt Andrew tatsächlich nicht. So wird die interessante Entwicklung des Inlandsgeheimdienstes, der mit einer Handvoll Enthusiasten begann und offiziell mittlerweile 5000 Menschen in Lohn und Brot hat, annähernd fassbar.

Faszinierend zu sehen, wie die Feindbilder wechseln: Waren es von 1909 bis 1945 die Deutschen, so wurden diese bald von den Sowjets und den eigenen Kommunisten abgelöst, es kam die IRA dazu und schließlich definiert man sich im 21. Jahrhundert nicht mehr als Gegenspionage-, sondern Gegenterrorismusinstitution. Um allen ideologischen Fallstricken zu entgehen, und durchaus in der Tradition der englischen Geschichtsschreibung, bemüht sich Andrew um einen ruhigen Ton, vermeidet polarisierende Bewertungen, entsensationalisiert die Arbeit des Geheimdienstes. Das wirkt einerseits positiv objektiv, nimmt der Geschichte allerdings jegliche Spitze, jegliche Spannung, die einen Geheimdienst nun mal auch ausmacht, ohne dabei die bürokratische Hauptarbeit vernachlässigen zu wollen. Wer behauptet, dieses Buch enthielte nichts Neues, muss allwissend sein, denn vieles dürfte zum ersten Mal der Öffentlichkeit vorgeführt worden sein - leider oft in einem übervorsichtigen Anschlag. Sicher, was die spektakulären Fälle betrifft, wie etwa Philby und die "Magnificent Five" (Nr. 5 war demnach im Übrigen Cairncross und nicht Hollis, wie Wright in "Spycatcher" medienwirksam behauptet hatte), da erfährt man kaum Neues, aber die jeweiligen politischen Verstrickungen etwa unter der Heath-, Wilson- oder Thatcherregierung, dürften den meisten Lesern unbekannt sein, sind freilich weniger aufsehenerregend. Insgesamt wäre eine konzisere Auswahl wohl besser gewesen, zu viele Geschichtchen, Namen, Akronyme ... wirken ermüdend, keine Frage; 1000 trockene Seiten können ein ganz schöner Kanten werden für all jene, die sich nur informieren wollen.

Andrews straight forward approach hindert ihn freilich daran, die Frage nach dem Sinn und Unsinn eines Geheimdienstes auch nur in Erwägung zu ziehen - nirgendwo scheint er in der Lage, die Plattform, auf der er steht, wahrzunehmen, geschweige denn anzuzweifeln.

Von Interesse ist der Band aber vor allem aus geschichtsphilosophischer Sicht, denn selten bekommt man die Gelegenheit hautnah zu verfolgen, wie Geschichte eigentlich entsteht. Nämlich nicht durch die Geschehnisse, sondern die Art und Weise, wie diese ausgewählt und erzählt werden. Und da Andrews Erstbegehungen (wer hatte zuvor schon freien Zugang im Archivdschungel?) unternimmt, lässt sich gut verfolgen, wie die historischen Pfade geschlagen, wie Interpretationsrichtungen vorgegeben werden.

Rezension bezieht sich auf das englische Buch, eventuelle übersetzerische Probleme konnten also nicht einbezogen werden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen 100 Jahre britischer Inlandsgeheimdienst, 14. September 2010
Von 
Mario Pf. (Oberösterreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: MI 5: Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes (Gebundene Ausgabe)
2009 feierte der britische MI 5 sein 100jähriges Bestehen. Anlässlich dazu wurde schon 2002 nach einem geeigneten Chronisten für diese Geschichte gesucht und dazu der britische Geheimdiensthistoriker Christopher Andrew (auch bekannt durch seine Beiträge zur Geschichte des KGBs) ausgewählt. Für seine Arbeit durfte Andrew dazu auf bisher unveröffentlichte Dokumente und Archive des Geheimdienstes zurückgreifen und musste sogar keine Einmischung in inhaltliche Belange fürchten, nur ein paar Namen mussten (zwecks Schutz ehemaliger Informanten) aus der jüngeren Geschichte heraus gehalten werden. Das Ergebnis von Andrews Recherchen ist damit eine offizielle und autorisierte, nur in wenigen Details zensierte, Chronik des Security Service (so der offizielle Name des MI 5).

Bücher über Geheimdienste und ihre Tätigkeiten sorgen bereits seit über einem Jahrhundert für eine gewisse Faszination. Schon zur Entstehungszeit des MI 5, im Jahre 1909, gab es Berichte und Romane über spektakuläre Geheimdienstnetzwerke in Großbritannien und in den letzten Jahren ist es nicht unüblich geworden dass ehemalige Geheimdienstmitarbeiter sich für die ehrgeizigen Buchprojekte diverser Historiker und Journalisten zur Verfügung stellen. So hat etwa Pulitzerpreisträger Tim Weiner mit seiner Geschichte der CIA vor wenigen Jahren mit einer zwar unautorisierten und daher nicht offiziellen Geschichte des wohl bekanntesten Auslandsgeheimdienstes der Welt einen Bestseller gelandet. MI 5 - DIE WAHRE GESCHICHTE DES BRITISCHEN GEHEIMDIENSTES (im Original: The Defence of the Realm. The Authorized History of MI 5) reiht sich jedoch als eine der wenigen wenn nicht die einzige anerkannte Geheimdienst-Chronik unter die Masse der einschlägigen Veröffentlichungen ein.

Andrew beginnt seine Erzählung mit der Gründung des späteren MI 5 unter seinem ersten Direktor Vernon Kell an der Schwelle zum ersten Weltkrieg. Im Vorfeld des kommenden Krieges sollten Kell und seine ersten Agenten das deutsche Spionagenetzwerk in Großbritannien zerschlagen und verhindern dass gerade die britischen Flottenstützpunkte Ziel von Sabotage oder Spionage werden. Dabei erwiesen sich Kell und seine Männer als derart erfolgreich das mit Kriegsbeginn Gustav Steinhauers Agenten-Netzwerk weitgehend zerschlagen war.

Doch trotz der großen Erfolge gegen deutsche und später faschistische Spione zeigten sich die Agenten des MI 5 vom Ausmaß der sowjetischen Unterwanderung völlig überrascht, was zum Aufstieg der Cambridge führen konnte. Der Kampf gegen die sowjetischen Spione sollte für die Dauer des Kalten Krieges zum bestimmenden Faktor in der Arbeit des MI 5 werden. Doch über weite Strecken dieser Ära blieb der MI 5 doch seiner imperialen Tradition treu, auch wenn das Empire längst zerfallen und sein Tätigkeitsbereich damit stark geschrumpft war. Verbindungsoffiziere des Security Service wurden von den unabhängig gewordenen ehemaligen Kolonien gerne im Land behalten, um deren Know-how weiterhin nutzen zu können. Auch als diese Verbindungsoffiziere nach Budgetkürzungen weitgehend abberufen wurden, wusste der MI 5 obwohl eigentlich ein Inlandsgeheimdienst etwa 1969 mehr über seine ehemaligen Kolonien in Afrika als Nordirland. Mit Ende des Kalten Krieges fand schließlich auch in der britischen Geheimdienstpolitik ein Paradigmenwechsel statt. Der lange Zeit offiziell als nicht existent behauptete MI 5 wurde öffentlich bekannt gemacht und hat sich im frühen 21. Jahrhundert, wie man auch an der vorliegenden Publikation sieht, dazu durchgerungen gezielt Öffentlichkeitsarbeit zu betreiben.

Wodurch zeichnet sich Christopher Andrews Chronik allerdings in stilistischer und inhaltlicher Hinsicht aus?
Man kann Andrew zugutehalten dass er die 100jährige Geschichte des MI 5 wirklich durchgehend und ohne fühlbare Risse erzählt. Er verbeißt sich so gut wie gar nicht in Randbemerkungen und verleiht seinem Werk dadurch eine ganz besondere Konsistenz. Doch es bleibt dennoch eine eben sehr lange Geschichte, in der nichts gekürzt wurde und man sollte daher wissen dass der MI 5 nicht der MI 6 (Auslandsgeheimdienst) ist und James Bond eben bei letzterem zu finden wäre. Konkreter formuliert, die Geschichte des MI 5 ist trotz imperialer Anflüge eine britische Angelegenheit und damit nicht immer Weltpolitik gewesen. Dazu kommt dass man mit dem Untertitel "Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes" keine falschen Erwartungen verbinden sollte. Was Andrew mit seinem Werk geschaffen hat ist keiner von unzähligen um Aufmerksamkeit heischenden Enthüllungsberichten, sondern eine autorisierte Geschichte, in der naturgemäß manches wegen der Brisanz des Materials ausgespart werden muss. Um keinen Anstoß bei seinen Auftraggebern zu erregen hat sich Andrew offensichtlich darauf zurückgezogen mehr zu beschreiben als zu deuten, das heißt viel Fakten und möglichst wenig eigene Meinung. Wenngleich diese auch nicht immer sehr wohlgefällig ausgefallen ist.

Andrews MI 5 schreibt die Weltgeschichte nicht neu, ja nicht einmal unbedingt Großbritanniens Geschichte im 20. Jahrhundert. Vieles wurde in Werken zu den jeweiligen Ereignissen bereits aufgearbeitet, doch man kann es Andrew groß anrechnen all diese Dinge in ein größeres Bild eingefügt zu haben. Was allerdings etwas irritierend wirkt ist Andrews noch an Vernon Kell und seinen Zeitgenossen demonstrierte Neigung durchaus einiges über die Persönlichkeit und den Werdegang der MI 5-Direktoren und ihrer wichtigsten Agenten zu berichten. Etwas das jedoch bei späteren Generationen scheinbar ausgespart oder gekürzt wurde. Besonders bei Stella Rimington, deren Karriere Andrew zeitweise nachzuzeichnen scheint, fehlt der große Abschluss. Ausgerechnet der Direktorin die als Vorbild für James Bonds Chefin "M" diente wird am Ende doch kein genaueres Porträt gewidmet. Das lässt sich gewiss rationalisieren, indem man darauf verweist dass anderen Direktoren ebenfalls keine solche "Würdigung" zu Teil wird, aber bei Rimington wurde eben immer mit der einen oder anderen Zeile der Werdegang mitprotokolliert, was Erwartungen schürt. Auch vermisse ich etwas eine Vermittlung der Ansichten der Agenten im MI 5. Wie es für diese Männer und Frauen war im Dienste des Inlandsgeheimdienstes für das Empire einzutreten. Die Organisation des MI 5 bleibt daher etwas gesichtslos, sieht man vom ausführlicheren Porträt der Gründergeneration und einiger herausragender Charaktere ab.

Fazit:
Sehr straff erzählt und auf die Fakten konzentriert eine Chronik die sich vor allem durch ihre offizielle Perspektive auszeichnet und die Geschichte des MI 5 über 100 Jahre nacherzählt.
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3.0 von 5 Sternen Eher akademisch, 26. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Habe eigentlich eine eher "reisserische" Geschichte erwartet. Das Buch bereitet jedoch die Geschichte des MI5 mit Nennung sehr vieler Protagonisten akribisch auf. Ein "Spionageroman" ist das Buch nicht wirklich.
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3.0 von 5 Sternen Ein wenig Un(ter)haltung, mehr eher nicht., 11. Juli 2013
Von 
Rezension bezieht sich auf: MI 5: Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist weitestgehend überflüssig.
Für mich so eine Art "James-Bond-Klischee-Bedienmaschine".
Viel Gewölk und Nebel. Keine Enthüllungen.
Peinlichkeiten des Dienstes werden ausgeklammert, bis auf die, die allgemein bekannt.
Für mich eine Ent-Täuschung.
Es soll wohl eher diejenigen bedienen, die einfach nur glauben und nicht wissen (wollen).
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0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Etwas für "ganz gehobene Ansprüche"., 12. April 2013
Von 
Olaf Stephan "East" (Berlin, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch enthält viele aufschlussreiche Informationen. Aber es ist mitunter sehr schwer verständlich. Das liegt am Stil des Autors: Sätze, die oft über eine halbe Seite gehen, vollgepackt mit Informationen und Verweisen auf Zusammenhänge, die man nicht in 3 Worten erklären kann. Dann der Ballast der Institutionen, die im Dschungel der Bürokratie zu Hause sind; Namen, die man nie gehört hat und nie wieder hören wird. Immer wieder muss man diese Sätze von vorn lesen, weil man am Ende nicht mehr weiß, wie sie angefangen haben. Schwerstarbeit bei einem Text von 750 Seiten. Möglicherweise liegt das Problem in der Übersetzung. Aber ich fürchte, die Übersetzer haben den Text manchmal selber nicht verstanden. Geht es doch hier um eine Materie, in der zwar Aufklärung aber in erster Linie Verschleierung betrieben wird. Glücklicheweise hat das Buch viele Zitate. Da versteht man den Text plötkzlich wieder denn er stammt ja nicht vom Autor. Ansonsten gilt, was man für alle Sachbücher über Spionage und Gegenspionage sagen kann: interessant, worüber der Autor da schreibt. Noch interessanter ist natürlich, worüber er nicht schreibt bzw. (noch nicht) schreiben darf.
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MI 5: Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes
MI 5: Die wahre Geschichte des britischen Geheimdienstes von Christopher Andrew (Gebundene Ausgabe - 10. März 2010)
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