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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Koreakrieg im Detail aus der Sicht von Militärstrategen
Yalu heißt der Grenzfluss zwischen China und Nordkorea, der während des Krieges nicht nur die Grenze für die amerikanischen Bomber bedeutete, sondern zugleich die Schwelle zu einer möglichen Eskalation markierte. Ein Atomkrieg mit China war in Reichweite.

Der Autor Jörg Friedrich hatte sich bereits mit seinem Buch über den...
Veröffentlicht am 29. Juni 2010 von Oliver Völckers

versus
14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kruder Stil
Ein Buch voller Informationen und Interpretationen über den weitgehend vergessenen Koreakrieg, der für die Nachkriegsordnung der Welt doch so eine große Bedeutung gehabt hat. Dadurch bietet das Buch viel, was gleichzeitig sein Manko ist, da die Linie weitgehend verloren geht. Oft werden widersprüchliche Aussagen gemacht. Darüber hinaus benutzt...
Veröffentlicht am 20. November 2008 von Volker Wrusch


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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Koreakrieg im Detail aus der Sicht von Militärstrategen, 29. Juni 2010
Von 
Oliver Völckers (Berlin, Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Yalu (Taschenbuch)
Yalu heißt der Grenzfluss zwischen China und Nordkorea, der während des Krieges nicht nur die Grenze für die amerikanischen Bomber bedeutete, sondern zugleich die Schwelle zu einer möglichen Eskalation markierte. Ein Atomkrieg mit China war in Reichweite.

Der Autor Jörg Friedrich hatte sich bereits mit seinem Buch über den Bombenkrieg über Deutschland einen Namen gemacht, jedoch auch Kritik erfahren. In der Tat ist sein Schreibstil zumindest missverständlich.

Beispiel S. 39: "Anlass [der Truman-Doktrin] war die Bedrohung Griechenlands durch seine Kommunisten im Innern..." Dieser Satz erweckt den Eindruck, als würde der Autor der Haltung zustimmen, dass die USA die Griechen vor sich selbst hätten schützen müssen. So meint es Jörg Friedrich aber nicht, vielmehr zitiert er großzügig, ohne sich die Aussagen zueigen zu machen. Das ist in Ordnung, aber gewöhnungsbedürftig.

Das Buch macht deutlich, dass dieser sogenannte Krieg in erster Linie ein Massaker an der koreanischen Bevölkerung durch amerikanische Bomber war. Dagegen lieferte Stalins Sowjetunion Waffen an Nordkorea, während Maos China den Krieg außerhalb Chinas führen wollte. Die Opferzahlen sprechen für sich.

Der Autor beschreibt nicht nur die Kriegsführung insbesondere durch die US-Präsidenten Truman und Eisenhower ausführlich, sondern auch die weltpolitischen Zusammenhänge in den 1950er Jahren. Viele Interpretationen der Motive von Mao, Kim Il Sung und Stalin lassen sich angesichts der unsicheren Quellenlage in Zweifel ziehen, aber es bleiben immer noch genügend wertvolle Fakten im Buch übrig.

Zitate: "Operation Pressure Pump war mit 1254 Flugzeugen die bisher größte Luftoperation in Korea. Die Hauptstadt war bereits in der Nacht zum 15. Dezember 1950 mit 700 Bomben zu je 500 Pfund attackiert worden. 175 Tonnen Munition bestanden aus Zeitzünderbomben, die herumlagen und Stunden nach dem Angriff explodierten, als die Bewohner aus der Deckung gekrochen kamen, um Tote und Verwundete zu bergen." (S. 439)

"Die Nachrichtenabteilung der 5. Air Force erklärte, dass in zwei Jahren Luftkrieg nach der jüngsten Zerstörung des Energienetzes Korea nahezu blank ist an geeigneten Zielen, im strategischen und ökonomischen Sinne" (S. 444)

Wer den Koreakrieg aus der Perspektive von Militärstrategen nachvollziehen will, ist mit diesem Buch hervorragend bedient.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniestreich politischen Kriegsjournalismus - Geschichtsunterricht vom Feinsten!, 15. Juni 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Yalu (Taschenbuch)
3 Hauptakteure (USA/Russland/China) in brisanter weltpolitischer Konstellation zueinander (nach dem 2. Weltkrieg, in der Endphase der chinesischen Revolution) tragen einen Stellvertreterkrieg am Rande des atomaren Holocausts aus: in Korea.

Das Thema ist (trotz bisheriger Nichtbeachtung im deutschen Geschichtsjournalismus) allein schon spannend. Die Form, in die es Jörg Friedrich gießt, ist aber ein Krimi.
Auch Churchill und Kissinger haben pointiert geschrieben, Sebastian Haffner sowieso. Ich habe aber noch nie ein Buch in diesem Genre mit derart auf die Spitze getriebenen Verdichtungen des Ausdrucks gelesen. Dieser magisch anmutende Schreibstil zaubert vor dem Leser die plastischsten Bilder und bewirkt enormen Sog in die Atmosphäre des Koreakrieges. Ich empfehle, es langsam zu lesen und sich dabei die Formulierungen auf der Zunge zergehen zu lassen.

Es gelingt Jörg Friedrich ein umfassender UND tiefer Einblick in Zusammenhänge, Motive, Hintergründe, Charaktere, den Kriegsverlauf, die Bedeutung und den historischen Ausblick der Entstehungsgeschichte des Kalten Krieges während der Begebenheiten rund um den Koreakrieg.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ungewöhnlicher Schreibstil, 17. Februar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Yalu: An den Ufern des dritten Weltkriegs (Gebundene Ausgabe)
Ungewöhnlicher Schreibstil aber das beste mit bekannte Buch über den Korea Krieg.
Der Autor hat einen recht gewöhnungsbedürftigen Schreibstil aber das lässt sich aufgrund des großen Informationsgehaltes seines Buches leicht ignorieren.
Zugegeben es ist sehr zäh geschrieben und man muss es des öfteren weglegen.
Der eigentliche Korea Krieg nimmt nur einen Teil des Buches ein,er befasst sich auch mit Europa in den Nachkriegsjahren unter anderem der Berlin Blockade.
Neben den Militärischen Vorgängen geht er auch intensiv auf die US/UN und Russisch/Chinesisch/Nordkoreanische Politik ein.
Im Bucheinband befinden sich zwei Karten die einem etwas räumliches Vorstellung des Korea Krieges vermitteln.
Wer sich für den Korea Krieg interessiert und ein Buch in Deutscher Sprache interessiert kommt an diesem Buch nicht vorbei.
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14 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kruder Stil, 20. November 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Yalu (Taschenbuch)
Ein Buch voller Informationen und Interpretationen über den weitgehend vergessenen Koreakrieg, der für die Nachkriegsordnung der Welt doch so eine große Bedeutung gehabt hat. Dadurch bietet das Buch viel, was gleichzeitig sein Manko ist, da die Linie weitgehend verloren geht. Oft werden widersprüchliche Aussagen gemacht. Darüber hinaus benutzt der Friedrich gewagte stilistische und grammatische Konstruktionen, die teilweise krude und sinnentstellend sind.Das klingt dann so: "Das vernetzte Phantom hingegen operiert gegen physische Fläche, immobilen Ort, altertümliche Erdkruste, wohnhafte Haut" Zitat Ende, he? Schrieben früher deutsche Geschichtsprofessoren weitgehend langweilige Schinken, glauben sie heute eher Infotainment betreiben zu müssen. Wie man es machen soll, könnten sie bei HOBSBAWN nachlesen.
Erstaunlich für mich war die Kontinuität der Fehler in der US-Außenpolitik der letzten 60 Jahren. Vieles was im Koreakrieg abspielte trifft auch heute auf den Irakkrieg zu. Immer wieder schätzt die US-Regierung, die Militärs de Geheimdienst die Situation des Landes, dessen Bewohner völlig falsch dar und beschwört damit groteske Misserfolge hervor, die nur wenig durch die drückende materielle Überlegenheit aufgewogen werden kann. Erschreckend fand ich, wie dicht die US-Regierung vor Atomschlägen auf die Mandschurei, auf Peking und Shanghai stand. Es war wohl doch nicht nur der Alleingang von MacArthur.
Sehr schnell wurden nach dem Krieg die Verbündeten gegen Hitler Feinde. So deutlich war es mit vorher noch nicht klar gewesen. Während der Berlinblockade 1948, waren erst 3 Jahre vergangen seit die Russen ganz Berlin erobert hatten -unter dem Beifall der USA. Zu dieser Zeit wurde Deutschland und Japan schon wieder als Verbündeter der USA gehandelt -als ob nichts gewesen wäre...
Bei der Berlinblockade agierten die neuen Supermächte geschickt. Wenn sie sie wirklich gewollt hätten, dass hätten die USA den Landweg erkämpft, und wenn sie wirklich gewollt hätten, dann hätten die Russen die Flugzeuge mit ihrer Flak abgeschossen. So zerrinnen die Geburtslegenden der Bundesrepublik...
Also : ein Buch voller Gedankenblitze, die oft im Brei der schief gesetzten Wörter unterzugehen drohen. Manchmal wollte ich es nicht zu Ende lesen.
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23 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Yalu? Kenn ich nicht, 31. März 2008
Von 
Thomas Dunskus (Faleyras, France) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Yalu: An den Ufern des dritten Weltkriegs (Gebundene Ausgabe)
Yalu, der Grenzfluss zwischen Nordkorea und der Mandschurei, ist als Ortsbezeichnung kaum noch bekannt, nicht einmal unter alten Leuten, obwohl dort vor einem halben Jahrhundert erheblich mehr unschuldige Leute umkamen, als etwa in Auschwitz. Sie wurden auch nicht erst vergast und dann verbrannt; die Vergasungsphase wurde in diesem Falle übersprungen. Man kann den Ort auch nicht aufsuchen um ihrer zu gedenken, das angrenzende Land ist seit über 50 Jahren unzugänglich für Ausländer.

Diesen Menschen wurde auch gar nichts Böses vorgeworfen, im Gegenteil, kaum ein halbes Dutzend Jahre früher waren sie befreit worden, am Ende eines langen Krieges gegen das Land, das sie 50 Jahre lang unterjocht hatte. Inzwischen unterstützte dieses Land den neuen Konflikt in seinen ehemaligen Besitzungen; dieser Krieg wiederum richtete sich vor allem gegen die Länder, die vormals bei der Befreiung mitgeholfen hatten. Die damals Befreiten spielten auch diesmal nur noch eine Opferrolle, wie ehedem.

Es ist hier natürlich vom Koreakrieg die Rede, der 1950 ausbrach, und in zwei Phasen verlief, die der Autor im Detail schildert ' anfangs ein hauptsächlich am Boden ausgetragener Bewegungskrieg und danach die Zerstörung Nordkoreas aus der Luft während der langen Waffenstillstandsverhandlungen. Zwar bietet das Buch eine sehr detaillierte Schilderung der Kampfhandlungen am Boden und in der Luft, seine Bedeutung liegt aber eher in den Seiten, die der Vorgeschichte dieser Zeit und einem Ausblick auf die weitere Entwicklung der Welt gewidmet sind.

Jörg Friedrichs anderes großes Werk, "'Der Brand'" hatte im wesentlichen den Luftkrieg gegen Deutschland im 2. Weltkrieg zum Thema. Es schilderte jedoch auch die historische Entwicklung der Tötung von Zivilisten und der Zerstöung ihrer Wohnstätten durch Angriffe aus der Luft; die Methode war im ersten Jahr des 1. Weltkriegs mit einem noch bescheidenen französischen Angriff auf Freiburg i.Br. eingeläutet worden und nahm dann schon bald ganz konkrete Formen an.

Erstaunlicherweise hat es Leser des Buches gegeben, die auch nach der Lektüre immer noch der im Grunde wohltuenden Vorstellung nachhingen, so etwas wäre nach dem 1. Weltkrieg wieder völlig aus der Kriegsmode verschwunden, wenn die Deutschen nicht 1937 im Spanischen Bürgerkrieg die (immerhin umkämpfte) Stadt Guernika und nicht drei Jahre später das in England gelegene Coventry angegriffen hätten. Aus einer solchen Sicht heraus konnte man wenigstens Klagen der Deutschen über das ihnen angetane Leid auf sie selbst zurücklenken und auch die Deutschen selbst konnten weiterhin glauben, in einer zwar harten, aber wenigstens gerechten Welt zu leben.

Was die drei Millionen Koreaner betrifft, die dem Autor zufolge primär mit Napalm erledigt wurden, können sie in keiner Weise als Menschen angesehen werden, die irgendwie schuldhaft zu ihrem eigenen Unheil beigetragen hätten und insofern stellen sich auch die hinsichtlich der Deutschen oder der Japaner herangezogenen Erklärungen als nicht hinreichend heraus. Die koreanischen Bauern wurden ausgerottet, weil man nicht in der Lage war, gegen die wahren Gegner in diesem entsetzlichen Spiel anzugehen.

Wie es zu dieser Impotenz kam, beschreibt Jörg Friedrich in einer Analyse der politischen Entwicklungen des Jahrzehnts, das dem Koreakrieg vorausgegangen war. Bis zur Berliner Blockade 1948 waren die Dinge auf amerikanischer Seite von einer einzigen Serie von katastrophalen Fehleinschätzungen der tatsächlichen Gefahrenlage gekennzeichnet; man hatte den ganzen 2. Weltkrieg hindurch einen Gegner hochgepäppelt, der dann 1945 fast an der Nordsee stand und ein paar Jahre danach auch die gesamte pazifische Westküste bedrohte.

Aus der Unfähigkeit heraus, in Korea zu siegen, erwuchs ein Dutzend Jahre später das Desaster von Vietnam und man ist nicht erstaunt zu sehen, dass auch die Überfälle auf Afghanistan oder den Irak in jüngster Zeit sich als totale Irrwege der Vereinigten Staaten herausstellen.

In dieser Hinsicht ist Friedrichs Darstellung der Stalinschen Einstellung zu einem Dritten Weltkrieg (S. 527) von großem Interesse. Der Diktator sah "eine 'fortgesetzte Abfallbewegung von den USA"' voraus, in der "'Rußland Rat und Hilfe bietet"'; die "'Offensive der internationalen Friedenskräfte gegen den Weltkriegstreiber'" würde erst nach einer Zurückdrängung der USA auf deren Kontinent Erfolg versprechen. Irgendwie scheinen sich derartige Aussagen in gewissen Ansätzen langsam als zutreffend herauszustellen.

Seine Sporen hat sich der Autor hat als Privatsekretär eines der amerikanischen Ankläger in Nürnberg, Robert Kempner, verdient, der u.a. das "Wannsee-Protokoll" in die Verhandlungen eingebracht hat. Diese Tätigkeit hat ihm ohne Zweifel einen tiefen Einblick in die verschlungenen Wege politisch-militärischer Entscheidungen verschafft und vielleicht auch den distanzierten Charakter seiner geschichtlichen Beurteilungen geformt.

All diese Gedanken drängen sich mit Jörg Friedrichs Buch auf, doch macht der Autor seinem Leser die Lektüre sehr schwer; sein Stil ist noch eigenwilliger als in "Der Brand". Friedrich unterwirft uns mit Gedankensprüngen einem Sperrfeuer hin- und herzuckender Aussagen, die alle durchaus interessant sind, jedoch immer wieder darunter leiden, dass Pronomina jeglicher Art willkürlich, völlig regellos, ja regelwidrig gebraucht werden, sodass man nie genau weiß, worauf sich irgendein neuer Satz eigentlich bezieht. In "Der Brand" war so etwas noch gerade akzeptabel, denn es wurden dort in der Hauptsache einzelne Ereignisse beschrieben, während der 'Yalu'-Bericht eine geschichtliche Etnwicklung darstellt; hier leidet die Gedankenfolge sehr unter solchen Unarten.

Dennoch: wenn man am Ende angekommen ist, sieht man die Welt nüchterner, und das ist gut so.
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17 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Historisch top aber gewöhnungsbedürftiger Stil, 18. Februar 2008
Rezension bezieht sich auf: Yalu: An den Ufern des dritten Weltkriegs (Gebundene Ausgabe)
Man erfährt so einiges in diesem Buch, das bislang im Dunkeln lag. Der kalte Krieg war weit heißer als dies damals durch die Medien drang. Und die Hintergründe, inneren Konflikte und politischen Intrigen, die sich damals abspielten sind noch nirgens so plastisch beschrieben worden. Dass der Koreakrieg ein globaler Konflikt war mit dem sovjetischen Faustpfand Europa wird in diesem Buch erst richtig klar.
So spannend das Buch einerseits zu lesen ist - es läuf vor Informationen teils geradezu über - so schwer habe ich mich mit Jörg Friedrichs Stil getan. Die ihm eigene subtile Ironie (in DER BRAND noch sehr sparsam eingesetzt) macht es manchmal recht schwer, eindeutig zu erfassen, was er meint. So blieb bei mir doch einiges vor meinem geistigen Auge im Dunklen, was er beleuchtete.
Trotzdem habe ich es bis zum Schluss gelesen, denn er hat es fertig gebracht das Lokale in das Globale einzuordnen. Darin liegt wohl der Wert dieses Buchs.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen faktenreich, aber ermüdender Schreibstil, 29. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Yalu: An den Ufern des dritten Weltkriegs (Gebundene Ausgabe)
Das Buch Yalu bahandelt einen spannenden Ausschnitt der jüngeren Geschichte. Der Korea Krieg wird anschaulich dargestellt. Der Autor beschreibt sehr kenntnisreich wie die Großmächte hier miteinander ringen und wie die Welt immer an der Grenze zu einem Atomkrieg taumelt.
Was das Buch aber schwer lesbar macht, ist der Stil des Autors. Die Wortwahl ist sehr getragen und die Sätze sind sehr verschachtelt. Manchmal hat man den Eindruck man würde ein religiöses Werk lesen, so sehr geht die Sprache über die reine Beschreibung hinaus. Trotz des interessanten Themas hat mich dieser Stil mehrfach fast dazu gebracht, mit dem Lesen aufzuhören....
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hervorragend recherchiert und spannend erzählt, 31. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Yalu: An den Ufern des dritten Weltkriegs (Gebundene Ausgabe)
Jörg Friedrich erzählt die Geschichte des Kalten Krieges in seinen Anfängen derart raffiniert und spannend, dass man das Buch einmal angefangen nicht mehr loslässt. Hervorzuheben ist die gelungene Darstellung der Gedankenspiele und der Psyche der Aktuere, die das Prinzip der nuklearen Abschreckung in seiner monströsen Gesamtheit vor Augen führt.
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4.0 von 5 Sternen Episch breit aber sehr lesenswert., 18. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Yalu: An den Ufern des dritten Weltkriegs (Gebundene Ausgabe)
Das Buch ist sehr ausführlich und in der für den Autor typischen epischen Sprache geschrieben. Es bietet jedoch trotz einiger Längen, einen umfassenden Überblick über die Voraussetzungen, den Verlauf und (etwas zu kurz) über die Nachwirkungen des Korea Krieges. Der Autor versteht es, Zusammenhänge unter Nutzung einer Vielzahl von Quellen deutlich zu machen. Die Tragik für die handelnden Personen wird aber auch sichtbar. So manches Schicksal eines einfachen Soldaten wird ebenfalls genannt und macht die Entwicklung des Geschehens nachfühlbar. Die Sprache des Autors ist zwar wie bei den Vorgängererfolgen "Brandstätten" und "Der Brand" über Deutschland etwas gewöhnungsbedürftig, vmtl. insb. für jüngere Leser im Gymnasium, aber sie hat etwas. Wer die militärische Lageentwicklung anhand einer Karte nachvollziehen möchte, wird leider enttäuscht werden. Es gibt nur zwei mehr oder weniger unbrauchbare Übersichtskarten. Dort hätte etwas militärischer Sachverstand im Lektorat gut getan. Der einzige Formfehler, der auf den ersten Blick im Text ärgert, sind die epischen Überschriften, die dem Laien eben keine Orientierung bieten. Die Ausstattung ist ansonsten so, wie man es für ein Buch zu diesem Thema und aus diesem Verlagshaus erwarten kann. Das Buch ist alles in Allem sehr zu empfehlen, deshalb vier Sterne.
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4.0 von 5 Sternen Fortsetzung folgt..., 7. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Yalu: An den Ufern des dritten Weltkriegs (Gebundene Ausgabe)
Für mich auch eine Fortsetzung von "Der Brand". Es beginnt 1945 in Berlin und endet 1955. Der Luftkrieg hat auch hier eine große Bedeutung.
Folgt noch ein Band über die Sicherheitspolitik der Jahre 1955 - 1975 mit der Berlin- und Kubakrise, sowie dem Vietnamkrieg? Es wäre zu hoffen!
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Yalu: An den Ufern des dritten Weltkriegs
Yalu: An den Ufern des dritten Weltkriegs von Jörg Friedrich (Gebundene Ausgabe - Oktober 2007)
Gebraucht & neu ab: EUR 51,94
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