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Kundenrezensionen

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am 9. März 2002
In diesem Buch werden schonungslos die "Vernebelungsmechanismen" heutiger Politik, das gezielte Verschweigen akuter Zukunftsfragen und dringend notwendige Maßnahmen offengelegt.
Dies geschieht, denke ich, in einer der Brisanz des Themas angepassten Direktheit und Offenheit, es wird nicht um den heißen Brei geredet, sondern der zukünftig bei Beibehaltung des Status quo gähnende Abgrund (das Ende der Demokratie) gezeigt. An den mündigen Bürger wird appelliert, seinen Teil beizutragen und nicht dem allseits beliebten Konsumententum zu fröhnen... Leider wird auch dieses Buch viel zu wenige Leser erreichen, da die Haupklientel statt zu lesen und vielleicht sogar zu denken weiterhin Spielshows konsumieren wird...
Anmerkung: Jedes Volk hat die Regierung, die es verdient...
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am 16. Mai 2002
Miegels Buch sagt mit einfachen Worten, was wir Deutschen schon seit langem wissen (sollten), doch einfach nicht wahr haben wollen: Die Gesellschaft vergreist, und das überfordert das Rentensystem völlig, unser Sozialsystem lähmt jede Selbstinitiative, wir leben über unseren Verhältnissen (gut 6 Billionen Euro offene und verdeckte Staatsschulden lassen da keinen Zweifel offen), doch niemand ist bereit, seine Ansprüche zurückzunehmen und für kommende Zeiten selbst vorzusorgen.
Miegels Buch ist sicherlich nicht das wissenschaftlichste zu diesem Thema, doch das eindringlichste und am einfachsten zu verstehende. Sollte Pflichtlektüre für jeden Sozialpolitiker und Gewerschafter werden. Vielleicht hat Deutschland dann doch noch eine Chance.
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Geringeres Bevölkerungswachstum und damit einhergehende Überalterung der Gesellschaft, sowie veränderte wirtschaftliche Anforderungen, nicht zuletzt durch die fortschreitende Globalisierung, bedingen, dass unser derzeitiger Sozialstaat neu überdacht werden muss, da die Grenzen seiner Finanzierbarkeit längst überschritten sind. Meinhard Miegel zeigt im Rahmen seiner überaus fundierten Betrachtungen Auswege aus dem bestehenden Dilemma, indem er dem Leser verdeutlicht, dass die Eigenverantwortlichkeit des Einzelnen in allen Bereichen des Lebens die Grundvoraussetzung tatsächlichen sozialen Verhaltens darstellt.

Miegels Ziel ist der vernünftig agierende, mündige Bürger, der gemeinsam mit Gleichgesinnten das Wohl aller im Auge hat und sich mit sämtlichen ihm zur Verfügung stehenden demokratischen Mitteln aktiv zur Wehr setzt gegen die Bevormundung und Allmacht des Staatswesens. Miegels Zukunftvision ist die Bürgergesellschaft, die sich von den längst überholten preussischen Staatsvorstellungen für immer verabschiedet hat.

Ein sehr empfehlenswertes Buch!
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am 23. Juli 2002
"Die deformierte Gesellschaft" ist sicherlich ein aufklärendes, aufweckendes und fesselndes Buch für jeden, der sich mit Politik befasst und wahrscheinlich schockierend für den, der sich kaum oder gar nicht damit befasst.
Ein Buch, welches eine Muss-Lektüre für Politiker UND mündige Bürger werden sollte. Alt-Bundespräsident Prof. Roman Herzog hat mit seiner berühmten Rede 1997 ("Durch Deutschland muss ein Ruck gehen") eine ähnliche Richtung eingeschlagen. Insofern hat dieses Buch nicht nur einen sehr informativen und interessanten Inhalt, sondern weckt hoffentlich auch Stimmungen, die in diesem Land lange nicht mehr zu Tage getreten sind.
Einzig die Tatsache, dass Miegel in meinen Augen zu sehr die Fehler und Versäumnisse sozialdemokratischer Regierungen aufzeigt, zeugt ein wenig von überzogenem Populismus und Parteikalkül. Aber das sollte man vorher wissen, dann relativiert man bereits beim Lesen.
Alles in allem aber ein sehr spannendes und anprangerndes Buch, das ich jedem Politik interessiertem Leser wärmstens empfehlen kann.
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am 30. August 2002
Das Buch fasst auf eine sehr anschauliche Art und Weise die Entwicklung der deutschen Gesellschaft, des Staates und der mit ihnen einhergehenden Probleme zusammen. Es beschreibt vergangene und zukünftige Tendenzen und belegt diese mit zahlreichen Statistiken. Der Autor legt seine Meinung sehr klar und deutlich dar, weiß zu überzeugen, und findet ein gesundes Mittelmass aus eher subjektiven und objektiv belegbaren Argumenten, was dieses Buch zur Grundlage anregender Diskussionen werden lässt. Ich kann dieses Buch einfach nur jedem empfehlen, der sich mit unserer Gesellschaft und den Problemen des Sozialstaats auseinandersetzen möchte. Es vermittelt einen sehr guten Überblick und liest sich obendrein noch ausgezeichnet! Sehr empfehlenswert!
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am 7. Oktober 2002
Dieses Buch ist die beste kritische Analyse, wie es zur gegenwärtigen Lage von Wirtschaft und Nation seit der Nachkriegszeit gekommen ist, die ich je gelesen habe. Das Buch ist, wie die Bücher von Herwig Birg, Patrick Buchanan und "Die IQ-Falle", ein Versuch, die Öffentlichkeit aufzurütteln. Bevölkerungsschwund, Zunahme der Lebenserwartung, beispiellose Alterung, Folgen der Zuwanderung, das sind Beispiele für Zwischenüberschriften, unter denen man einen außerordentlich flüssig geschriebenen Text lesen kann, der zwar auf alle statistischen Tabellen und Formeln verzichtet, aber dennoch an eindringlicher Überzeugungskraft nichts zu wünschen läßt. Miegel sieht die Wirtschaft und Bevölkerung vor einem Umbruch, den die etablierten Politiker nicht oder nur in viel zu geringem Maße wahrnehmen. Miegel erteilt dann eigene Ratschläge, wie man den Sozialstaat sanieren könne. Dieser Schlußteil des Buches erscheint mir weit schwächer als die analytischen Teile. Wenn Miegel zum Beispiel die Rettung in einer einheitlichen Grundrente für alle sieht, darüber hinaus die Rente aber durch Ansparen von privatem Kapital, sogar im Ausland, gesichert werden müsse, dann sollte er dabei bedenken, daß im Konflikt- und Krisenfall Auslandskapital unzugänglich oder enteignet wird und Inlandskapital entwertet, also unter Umständen gar nichts davon übrig bleiben kann. Es gibt eben nur eine relativ krisenfeste Alterssicherung: Das ist die Arbeit der eigenen Kinder. Miegel ist sich im klaren darüber, daß wenn, wie gegenwärtig in allen europäischen Ländern, pro Generation ein Drittel der notwendigen Kinderzahl fehlt, es früher oder später zu Konflikten kommen wird, wenn die fehlende Zahl in dieser Größenordnung durch Zuwanderer ersetzt wird, die dann nicht mehr bzw. nur bei geringeren Zuwandererzahlen zu integrieren sind.
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am 25. Oktober 2002
Meinhard Miegel beschreibt und analysiert (fast zu) ausführlich die veränderten gesellschaftlichen Bedingungen seit Einführung der Bismarckschen Sozialgesetzgebung. Aus der vor 100 Jahren herrschenden Alterspyramide wird ein "Alterspilz", dem aufgrund steigender Lebenserwartung und sinkender Geburtenrate der Nachwuchs ausgeht. Gleichzeitig hat die sinkende Lebensarbeitszeit und steigende Produktivität die bundesdeutsche Arbeitswelt tiefgreifend verändert. Diese Veränderungen haben Auswirkungen auf die Wirtschaft, den Sozialstaat und die Bürgerinnen und Bürger, die mit einem timelag von mehreren Jahren bis Jahrzehnten erfolgen.
Einige interessante Sichtweisen werden dem Leser eröffnet:
1. Der Wohlstand der Nachkriegszeit bis in die 70'er Jahre wurde konsumiert - in privaten und staatlichen Haushalten gleichermaßen. Heute fehlt beiden das nötige Kapital als weitere Einnahmequelle.
2. Das Dilemma der Gewerkschaften: Deutschland ist eine Arbeitnehmergesellschaft. Die Gewerkschaften haben weitreichende Arbeitnehmerrechte durchgesetzt, allein es fehlen die Adressaten, die unter diesen Bedingungen bereit sind, unternehmerische Verantwortung zu übernehmen.
3. Es gibt in Deutschland keine Armut - wer von Armut spricht meint Gleichheit. Allerdings gibt es eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich.
4. Nicht Wirtschaftswachstum bedingt neue Arbeitsplätze, sondern der Ursache-Wirkung-Zusammenhang ist genau umgekehrt.
5. Die Mündigkeit des Bürgers endet, wo sie in Pflicht umschlägt: der ausufernde Sozialstaat hat die normal menschliche Solidarität verdrängt.
6. Die Angst vor Eliten als Reaktion auf das Versagen der Eliten in Nazideutschland ist nicht mehr zeitgemäß.
7. Der Sozialstaat wird als moderne Herrschaftsform definiert, in dem die Beschenkten ihre Gaben selbst bezahlen und sich darüber auch noch freuen.
8. Der Sozialstaat kann nur aufrecht erhalten werden, weil drei Mechanismen am Leben erhalten werden: die Angst vor dem totalen Inferno, Intransparenz bezüglich Leistung und Gegenleistung und Solidaritätsappelle.
9. Starke Schwache und schwache Starke: wer leistet eigentlich und wer empfängt Leistungen? 90% werden von rechts nach links und nicht von oben nach unten verteilt.
Mein Kommentar: Miegel versteht es, die Krise brilliant zu analysieren, und er weiß angenehm zu formulieren. Die Lektüre wirkt fesselnd und entlockt dem Leser immer wieder Aha-Effekte, weil mit klarer Sprache auf den Punkt gebracht wird, was viele ahnen, wenige wissen und kaum einer wagt zu sagen.
Der Weg aus dem Dilemma wird nicht ganz so deutlich beschrieben, weil sich Weichenstellungen für die Zukunft nur als Wahrscheinlichkeiten und nicht absolut erfassen lassen. Mit gesundem Menschenverstand und einem klaren Blick sollte jeder Leser aber entdecken, dass die Politik (insgesamt, nicht nur die herrschenden Parteien) derzeit diese Analyse nicht verstanden hat oder nicht verstehen will. Dies erkennt man an kurzfristigen Entscheidungen, die vielleicht für 12 Monate einen politischen und gesellschaftlichen Brennpunkt entschärfen. Nach Ablauf der Frist steht das Problem dann wieder vor der Tür, allerdings ist es mittlerweile ein Jahr älter und gewachsen.
Ein Ausweg: Verantwortung für sich übernehmen und die soziale, finanzielle und gesundheitliche Absicherung nicht abnehmen lassen.
Viel Spaß beim Lesen.
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am 27. Juli 2012
Schonungslose Abrechnung mit den (eingefahrenen) politischen Gepflogenheiten des Westens (im Allgemeinen) und Deutschland (im Besonderen). Der Sozialstaat in seiner bisherigen Form wird (nachvollziehbar) als Auslaufmodell enttarnt, weil das soziale (als heilige Kuh) hervorragend geeignet ist Wähler an sich zu binden, die Illusion vom treu sorgenden und allmächtigen Staat zu nähren und Macht auszuüben. Dabei werden die scheinbaren Nutznießer (in der Mehrzahl der Fälle) zu Opfern eines hoffnungslos verbürokratsierten Umverteilungsstaates der sich aller möglichen Verschleierungsmechanismen bedient um die Illusion nur irgendwie aufrecht zu erhalten. Folge: Ein über Generationen anerzogenes fehlendes Verständnis für eigenverantwortliches Handeln (Vorsorge, Gesundheit etc.) und das Rufen nach dem Staat bei jeder sich bietenden Gelegenheit, so dass am Ende von guten Absichten nicht mehr als Ungerechtigkeit, Missbrauch und Verdummung weiter Bevölkerungsteile und ein schon perverser Hang zu Überreklementierung übrig bleibt. Als die entscheidenden Trends in diesem Zusammenhang führt Miegel u.a. die demographische Entwicklung, das Erstarken der Produktionsfaktoren Wissen und Kapital, der beständige Rückgang der Menge an Erwerbsarbeit, die Wiederentdeckung von Individuum und Gemeinschaft auf. Was m.E. fehlt ist der Hinweis auf den (völlig aus dem Ruder gelaufenen) Geld- und Zinsmechanismus (wenige Superreiche und viele hoffnungslos Verschuldete oder wenige superreiche Konzerne und hoffnungslos verschuldete Staaten), der die Themen des Sozialstaates zwangsläufig und ebenfalls in erheblichem Maße tangiert. Dennoch absolut lesenswert weil augenöffnend und schonungslos offen!
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am 22. Februar 2002
Komplizierte gesellschaftliche Zusammenhänge derart eindringlich, klar und spannend zu präsentieren ist eine Kunst - Meinhard Miegel beherrscht sie souverän.
Dieses Buch beschreibt und beweist, wie sehr sich in Deutschland der Einzelne in die Abhängigkeit des Staates und seiner Organisationen begeben hat. Und sich dadurch seiner eigenen Entfaltungsmöglichkeiten hat berauben lassen.
Der Staat als Versorgungsinstitut von der Wiege bis zur Bahre hat längst abgewirtschaftet - das Buch hat mir geholfen, eigenes Verhalten zu überprüfen, zu ändern und Zukunftsängste abzubauen.
Es verhilft zu selbstbewußterem und selbständigerem Handeln.
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am 21. November 2003
Meinhard Miegel, der konservative Sozialrevolutionär, der unlängst den 'Bürger Konvent' zur Behebung des Reformstaus gegründet hat beschreibt in diesem Buch die politischen Fehlschläge der letzten 30 Jahre. Eindringlich geht er dabei darauf ein, wie Politik und Gesellschaft den demographischen Wandel 'verschlafen' haben, wie die erschreckende Entwicklung in wenigen Jahren aussehen wird und wie dem entgegen zu wirken ist. Damit verbunden sind natürlich die katastrophalen Finanzlagen der öffentlichen Kassen, insbesondere der Renten- und Gesundheitskasse. Eindringlich wird gezeigt, wie die Bürger vom Staat, der sich nach und nach vom Sozialstaat zum Wohlfahrtsstaat aufgebläht hat immer neue Leistungen forderten, aber immer weniger zahlen wollten und die staatliche Allmacht und die damit einhergehende Entmündigung des Bürgers widerstandslos hinnahmen. Ebenso eindringlich werden die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und in der Wirtschaft beschrieben und Miegel beweist: Die Deutschen sind tatsächlich weit von einer Leistungsgesellschaft entfernt, die im Zeitalter der Globalisation wettbewerbsfähig ist.
Unwillkürlich kommt dem Leser der Ausspruch von Ludwig Erhard ins Gedächtnis, der schon in den 60er Jahren warnte: "Nichts ist unsozialer als der sogenannte Wohlfahrtsstaat, der die menschliche Verantwortung erschlaffen und die individuelle Leistung absinken lässt."
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