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Kundenrezensionen

3,6 von 5 Sternen9
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am 10. März 2005
Das Buch schildert, mal etwas mehr, mal etwas weniger gelungen, die wichtigsten Ereignisse des Lebens Alexanders. Die Biographie ist gut recherchiert, geht auf verschiedene Quellen ein und prüft deren Widersprüchlichkeit bzw. Glaubhaftigkeit. Sie ist informativ und interessant, liest sich jedoch streckenweise wie ein überlanger Lebenslauf. Nüchtern und abgeklärt beschreibt Hammond den bekannten Feldherrn der Antike, der Mensch Alexander wird einem jedoch kaum näher gebracht.
Besonders irritierend fand ich die allzu ausführlichen Beschreibungen der Schlachtformationen Alexanders und Dareius'Armeen. Auch nach mehrmaligem Lesen konnte ich mir nur wenig darunter vorstellen und für die Abbildungen des Schlachtverlaufs brauchte man schon eine Lupe um etwas entziffern zu können.
Das Buch ist gut und präzise, wenn es darum geht, Fakten zu beschreiben. Man vermisst jedoch Passagen, die den Charakter des Welteroberers beschreiben oder seine manchmal befremdlichen Entscheidungen in das Licht seiner von Homer geprägten Überzeugungen oder der antiken Kultur stellen und so bleibt die Persönlichkeit Alexanders in diesem Werk weitgehend im Dunkeln.
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am 4. Januar 2003
Nicholas Hammond ist es geglückt, eine gute Zusammenfassung über das Leben des Alexanders vorzulegen. Letztlich fasst er die Komplexität des Themas befriedigend zusammen und erläutert die damalige politische Situation, die ihre Wurzeln in den Taten Phillips II hatte, umfassend, dass auch Laien einen Einblick in diese Epoche bekommen. Alle Abschnitte Alexanders Leben sind beschrieben und für Interressierte millitärischen Vorgehens wurden detaillierte Kampfberichte mit Abbildungen verfasst. Auch findet sich schönes Bildmaterial, was den kulturellen Flair dieses Zeitalters bezeugt. Allgemein ist Hammond, der sich zeitlebens mit dem großen Herrscher beschäftigt hat, ein solides Werk gelungen, von dem ich mir lediglich mehr Einblicke in Alexanders Persönlichkeit und Privatleben, sofern dies natürlich möglich ist, gewünscht hätte, dennoch reicht das angebotene Wissen aus, um sich ein Bild über diesen Mann zu machen. Ich kann das Buch daher nur empfehlen.
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am 12. Mai 2007
In diesem Sachbuch trägt Nicholas Hammond, der als bedeutendster Kenner der makedonischen Geschichte galt, sein Lebenswerk zusammen, leicht verständlich für den Laien und solide geschrieben. Dabei konzentriert er sich nicht so sehr auf Hintergrundinformationen, sondern ganz auf Alexander und seinen Feldzug, er lässt sich von Taten und Tatsachen leiten und ergeht sich nicht in ausschweifenden Mutmaßungen über den Charakter. Sehr gut gefallen hat mir dabei, dass er die Quellen auf die er sich bezieht sehr sorgfältig abwägt und gut erklärt, warum Eine nicht wirklich glaubwürdig ist, eine Andere dagegen schon. Es gibt mehrere erhaltene Alexander-Geschichten (Arrian, Diodor, Plutarch), die alle 3 bis 5 Jahrhunderte nach Alexander geschrieben wurden und sich Inhaltlich widersprechen. Indem Herr Hammond deren Quellen (Zugang zu den Alexander-Tagebüchern in Ägypten, zwei Zeitzeugen die dabei waren oder nur ein Zeitzeuge der noch nicht mal dabei war, Ausgrabungen die einen Bericht bestätigen oder als unwahr überführen, usw.) analysiert, erklärt er gut nachvollziehbar, warum er die jeweilige Quelle für glaubwürdiger hält als die Anderen. Logisch ist das Buch jedenfalls absolut schlüssig und sicher gut geeignet als Begleitliteratur zu Romanen, oder als Diskussionsstoff im Vergleich zu anderen Sachbüchern über Alexander, da der Autor eine ausnahmslos positive Sicht vertritt.

Dazu befinden sich grafische Darstellungen der Schlachtenaufstellungen und Truppenbewegungen während der Gefechte, der Landkarten mit seinem Weg, seinen gegründeten Städten und seinen Lager- und Gefechtsorten und Phalanxaufstellungen (als Keil und Block) in dem Buch. Weiterhin gibt es 12 Seiten mit schwarz-weiß Photos in der Mitte des Buches, die Münzen, Büsten und Reliefs, Mosaiken und Bilder, Gegenstände, Phalanxaufstellungen und Satellitenaufnahmen der damaligen Schauplätze zeigen.

Dieses kompakte Buch halte ich für wirklich gut gelungen, durchaus glaubwürdig, leicht verständlich und übersichtlich, und selbst wenn Alexander hier etwas zu gut wegkommen sollte (Herr Hammond geht z. B. lieber nicht auf die verheerenden wirtschaftlichen Folgen ein, als Alexander den persischen Staatsschatz ausmünzen ließ und damit eine enorme Inflation in Hellas verursachte.), so sprechen Alexanders Taten doch für sich selbst und das nicht von einem versoffenen Größenwahnsinnigen, sondern von einem großartigem Anführer und einem genialen Strategen.
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am 25. Februar 2005
Es ist kein Roman, diese Buch über Alexander. Aber wer die Fakten kennen will sollte dieses Buch wählen. Es ist weder trocken noch langweilig. Die Quellenangaben sind für den Normalleser etwas zu ausgiebig, nehmen sie doch oft die halbe Buchseite ein. Bilder sind keine im Buch. Die Karten sind recht grob, aber inhaltlich weitgehend auf den Text abgestimmt. Sie zeigen den Zug der Armee Alexanders und die historischen Bezeichungen der durchzogenen Städte. Leider jedoch nicht die Namen der Städte von Heute.
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am 9. April 2003
Der Autor vermag es sehr gut die politischen Verhältnisse der Zeit vor und während der Herrschaft Alexanders darzulegen. Sein Werk erreicht eine umfassende Komplexität des militärischen
Werdeganges. Die Zeitabläufe der Geschehnisse sind klar aufgezeigt. Hervorheben möchte ich noch die nachvollziehbaren
Ortsbeschreibungen von Schlachten bzw. Routen des Feldzuges, die
mit sinnigen Karten untermauert wurden.
Als Manko betrachte ich die Ausführungen zur Person des Alexanders selber. Hier wurde zu undifferenziert betrachtet.
Nach Weglegen des Buches hat man den Eindruck, der Feldzug war
eine sportliche Angelegenheit. Die Person Alexanders mehr oder weniger ein neugieriger,ehrgeiziger junger Mann, der seine Möglichkeiten auslotete. Hier hätte mehr auf die despotische machthungrige Seite eingegangen werden können. Auch die militärischen "Erfolge", die größtenteils nicht seine waren
(wie auch, wenn er Hasardeurmäßig an vorderster Front kämpfte),
sondern seiner gut ausgebildeten Offiziere und Unteroffiziere.
Diese hatte aber sein Vater nach einer Militärreform in einer Art Kadettenschule herangezogen. Verharmlost wurde mir auch die Beseitigung von möglichen oder echten Gegnern in den eigenen Reihen. Hier zeigte sich doch ein Wesenszug, der auch militärisch sichtbar wurde - die eigene Stärke durch die Schwäche anderer hervorheben. Das wollte er auch im Heimatland erreichen. Denn den Erlaß Flüchtlinge bzw. Verbannte unter Wiedergabe ihres (sicherlich bereits verteilten) Eigentums, die Rückkehr in die grichischen Städte zu ermöglichen, kann ich beim besten Willen nicht als zivilisatorische Wohltat anerkennen.
Vielmehr spricht daraus der politische Wille der Destabilisierung
der griechischen Städte, die die makedonische Vorherrschaft nicht, wie beschrieben, wiederstandlos hinnahmen.
Auch das wirtschaftliche Desaster, dass er durch die Ausmünzung des persischen Staatsschatzes, der reichlichen Beschenkung verdienter Krieger sowie der ausufernden Kriegsführung anrichtete
wird keine Beachtung geschenkt. Als "Verdienst" hätte als Schlußbemerkung noch auf die anschließenden Diodochenkriege eingegangen werden können, die den Traum Imperium Grichenland zerstörten bevor er Wirklichkeit wurde. Für mich die erstaunlichste Person in dem Buch bleibt der in Griechenland eingesetzte Verwalter Antipatros. Mit einem Mini-Heer das desolate Staaatsgefüge Korinthischen Bund zusammenhalten, gegen
Sparta (richtige Soldaten und Söldner!)und Thraker erfolgreich vorgehen, eine Wirtschaft trotz im Ausland stehendem Riesenheer aufrechterhalten und gleichzeitig gegen Inflation und leere Staatskassen kämpfen. Ohne ihn wäre Alexanders Vormarsch ein "Mäusekrieg" geworden.
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am 13. Januar 2005
Jedenfalls kommt es einen so vor, es geht von einem Kampf in den nächsten. Das Buch legt mehr Wert auf die Eroberungen, Schlachten, Mordanschläge etc. Man erfährt sehr wenig über den Mensch Alexander, da wird mal nebenbei geheiratet oder ein Freund stirbt. Im Gegenzug bekommt man eine Vielzahl von antiken Städten, Ländern, Stämme und Personen um die Ohren "gehauen" das man schon mal die Übersicht verliert. Als Einstiegslektüre wohl eher nicht geeignet, aber trotzdem ist man danach von Alexander faszieniert und will mehr lesen.
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am 1. März 2005
Wer das Wichtigste ueber den Alexander Stoff in kurzer praegnanter Form erfahren wil, ist mit diesem Buch richtig. Wer aber Hintergruende und Details wissen will, kommt nicht auf die Kosten.Vielfalch fehlt eine kritische Auseinandersetzung mit dieser nicht nur positiven Persoenlichkeit wie auch Bezuege zur Umgebung und zum Hintergrund. Auesserst schlampig fand ich auch die Quellenangaben am Ende des Buches. wenigstens ein Querverweis auf die Autoren (z.B. Arrian) und die Titel der Werke, denen die Information des Buches entnommen wurde, waere angebracht gewesen.
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am 30. Dezember 2014
Alexander der Große - wer kennt ihn nicht? Aber leider wurde er in der Schule meist nur kurz erwähnt. Der Autor führt uns zurück in eine Zeit vor Christi Geburt, er erzählt über Alexanders Jugend, seine Eltern, den Hauptteil des Buches nehmen allerdings seine Schlachten ein. Nun möchte man meinen, das sei langweilig - falsch! So erzählt, mit vielen Details und noch erhaltenen Namen der Beteiligten, die Art von Alexanders Politik, seine Klugheit, den Eroberten ihre Religion und auch ihre Führer zu belassen, kurz wird auch sein Liebesleben gestreift, das macht ihn sympathisch, auch wenn man nicht vergessen darf, dass er ein Heer von Toten zurückgelassen hat. Interessant ist auch zu erfahren, wie das geographische Wissen zu seiner Zeit Asien gesehen hat und das "Ende der Welt"....
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am 22. Juni 2013
Absolut informativ - klasse recherchiert, packend geschrieben. Länder und Leute werden lebendig
Eine der Autoren, des sein Handwerk sehr gut versteht.
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