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5.0 von 5 Sternen auch Jahrzehnte nach der deutschen Einheit, immer noch erschreckend . . .
Als jemand der die DDR - Zeit politisch sehr bewusst miterlebt hat, bin ich immer wieder aufs Neue darüber verwundert wie erschrocken ich darüber bin, dass mich diese Themen noch immer so aufwühlen. Damals stand ich auf der Seite derer die von der Diktatur des Proletariats drangsaliert wurden, heute lese ich von den Kindern derer die für das...
Veröffentlicht am 15. März 2012 von Christian Döring

versus
4 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wozu dieses Buch?
Vorab, ich hab das Buch zwar nicht gelesen, bin aber über einen Artikel bei n-tv.de darauf gestoßen und frage mich, welchen Zweck diesen Buch haben soll. Hier wird wieder die typische westliche und vereinfachte Sichtweise angewandt, indem von einigen Personen auf alle anderen Rückschlüsse gezogen und deren Lebensläufe diffamiert werden. So durfte...
Vor 13 Monaten von Mathias Scholze veröffentlicht


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30 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen auch Jahrzehnte nach der deutschen Einheit, immer noch erschreckend . . ., 15. März 2012
Von 
Christian Döring "leseratte" - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 50 REZENSENT)   
Als jemand der die DDR - Zeit politisch sehr bewusst miterlebt hat, bin ich immer wieder aufs Neue darüber verwundert wie erschrocken ich darüber bin, dass mich diese Themen noch immer so aufwühlen. Damals stand ich auf der Seite derer die von der Diktatur des Proletariats drangsaliert wurden, heute lese ich von den Kindern derer die für das Drangsalieren Mitverantwortung getragen haben.

Ohne Wut, dafür aber mit ehrlicher Betroffenheit habe ich das Buch gelesen. Vieles von dem was ich las war bekannt. Dennoch ist es wichtig noch einmal aufgeführt zu werden. Viel zu wenig wurde bislang danach gefragt: Wie haben es eigentlich die Kinder der Stasileute erlebt? Was hat es den Kindern bedeutet, dass die Eltern Spitzel waren? Was hat allein diese Tatsachen mit ihnen gemacht? Wie hat sie ihr Leben beeinflusst?

Sachlich, in aller Offenheit reiht Ruth Hoffmann ihre Fakten aneinander. Es berührt wenn heute Erwachsene mit ihren Kindern die Orte besuchen an denen sie vor 30 oder 40 Jahren DDR - Geschichte erlebt haben und heute davon berichten. Vieles kommt beim Lesen noch einmal hoch und wird zum Teil mit anderen Augen gesehen, entschuldigt wird nichts.

Höre ich mich heute in Gymnasien zum Thema DDR - Vergangenheit um, bin ich oft über die Unwissenheit von Schülern und auch Lehrern verzweifelt, auch darüber wie verdreht DDR - Geschichte heute oft präsentiert wird. Schon allein aus diesen Gründen war es wichtig und richtig, dass Ruth Hoffmann ihr Buch auch nach so vielen Jahren noch geschrieben hat!
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Stasi-Kinder - fesselnd, bedrückend, aufklärend, 14. Juni 2012
"Mein Vater arbeitet beim MdI" - zu dieser Lüge zwangen hunderte, nein, tausende hauptamtliche Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR ihre Kinder im Alltag. Sie wuchsen auf in einem Klima der Angst und des Misstrauens, der Anpassung und Unterdrückung, des Widerstandes und der Niederlagen. Ruth Hoffmann gibt diesen Kindern eine Stimme.

Das Thema ist sicherlich keine "leichte" Kost, weder für diejnigen, die selbst in der Diktatur der DDR gelebt haben, noch für diejenigen, die im Westen Deutschlands aufgewachsen sind. Trotzdem schafft es die Autorin, dieses Kapitel der jüngeren deutschen Geschichte anschaulich, sensibel und spannend aufzubereiten. Sie mischt dabei die - oftmals bedrückenden Lebensgeschichten der "Stasi-Kinder" mit Exkursen, in denen wissenswerte Fakten vermittelt werden: über die Zusammenarbeit im "Männerclub" Stasi, die Verdienstmöglichkeiten, den Aufbau, und vielem weiterem mehr. Dies hilft dem Leser, vor allem demjenigen, der die DDR nicht selbst erlebt hat, zu verstehen, in welchem zwiespältigen Alltag diese "Stasi-Kinder" aufgewachsen sind, und warum sich ihre Leben als Erwachsene auf eine bestimmte Art und Weise entwickelt haben.

Ruth Hoffmann hebt bei alldem aber nicht den Zeigefinger; es finden sich in dem Buch keine Vorwürfe. Auch die Aussagen der Kinder über ihre Eltern sind sorgfältig abgewogen und zeugen - über 20 Jahre nach dem Fall der Mauer - auch von einer Tendenz zu verzeihen. Das ist hilfreich für den Leser, es macht den Stoff erträglicher.

Das Buch fesselt von der ersten bis zur letzten Seite. Zum Teil wünscht man sich weniger Details dieser schrecklichen Kindheitserlebnisse, aber gerade der Reichtum an Details macht den Reiz des Buches letztlich auch aus. Es sind eben keine "erfundenen Horror-Stories" - es spiegelt einen Teil des Alltagslebens in der DDR.

Und nicht nur in der DDR: Ruth Hoffmann interviewte für ihr Buch auch Kinder von Stasi-Mitarbeitern, die im Westen, in der Bundesrepublik, beim "Klassenfeind", tätig waren. Der Bericht über eine Familie, die aus dem Westen in die DDR flüchtet, als ihr die Enttarnung droht, ist das vielleicht erschütterndste Beispiel für die Absurdität, die in der Tätigkeit der hauptamtlichen Stasi-Mitarbeiter in Ruth Hoffmanns Buch immer wieder anklingt.

Jedem, der sich für die jüngere deutsche Geschichte interessiert, kann ich dieses Buch nur ans Herz legen. Ich habe es an einem Wochenende verschlungen und vieles für mich persönlich mitgenommen.
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr berührend!, 12. Juni 2012
Ein so spannendes, bewegendes Sachbuch habe ich selten gelesen. Ruth Hoffmann erzählt die Geschichte der 'Stasi-Kinder' reportageartig, mit viel Einfühlungsvermögen. Zwischendurch geben 'Exkurse' interessante Hintergrundinformationen. Was man über das Innenleben der Staatssicherheit erfährt, lehrt einen das Gruseln, doch ebenso grauenvoll fand ich die lieblose, strenge Erziehung, die viele der Stasikinder 'genossen' haben, und das Leid, das manche durch Doppelleben oder Verschwinden ihrer Väter erleben mussten. Ein hervorragend recherchiertes Buch, das auch stilistisch ein Genuss ist. Wieso ist dieses Buch nicht auf der Bestsellerliste???!
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Buch, 22. Januar 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Sehr interessant, kann es kaum weglegen!!!!! Am Anfang etwas verwirrend, da die Geschichte einer Person anfängt und dann kommt die nächste Person, ohne das Fertig erzählt wurde. Aber nach den ersten Seiten hat man sich daran gewöhnt und kann es einfach nicht mehr weglegen.
Ich hätte nie vermutet, daß auch diese Kinder durch eine harte Schule gegangen sind und teilweise sogar noch schlimmer!!!
Sehr empfehlenswert
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anfangs war ich skeptisch., 23. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Da schreibt eine recht junge Frau aus Hamburg über Kinder der DDR. Nicht über alle, sondern über Kinder von hauptamtlichen Mitarbeitern der Staatssicherheit. Als einstiger DDR-Bürger ertappte ich mich vor der Lektüre des Buches bei der Frage, ob die das denn überhaupt darf. Wird das nicht eine verquere West-Sicht auf Ost-Dinge? Nachdem ich das Buch gelesen habe, kann ich mir selbst und allen anderen antworten: "Ja, sie darf und sie kann!". Das Buch erscheint mir sehr gut recherchiert. Davon zeugt nicht zuletzt der lange Literaturnachweis am Ende. Gleichwohl sind die Fakten dosiert eingestreut. Hauptsächlich kommen die Kinder von damals zu Wort. Die heute erwachsenen schildern sehr eindringlich, was sie damals fühlten und dachten. Was sie durften und was verboten war. Sie sprechen über materielle Vorteile und emotionale Kälte. Man mag einwenden, dass sie es auch heutiger Sicht schildern und die Erinnerungen ihrerseits auch nicht mehr ganz frisch sind. Aber das ist bei vielen anderen Reportagen auch so. Das Buch ist gut gegliedert. Die einzelnen Lebensgeschichten werden kurz, aber doch sehr anschaulich erzählt. Wer mag, findet im Anhang, wie schon erwähnt viele Verweise auf weitergehende Literatur.
Die Sprache ist leicht verständlich und so liest sich das Buch schnell weg. Ich kann das Buch auf jeden Fall empfehlen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wichtiges Zeitzeugnis!, 20. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Das Buch ist aus meiner Sicht ein wichtiges Zeugnis für die Vielschichtigkeit der Verstrickung von Familienangehörigen in schuldhafte Zusammenhänge des DDR - und Staatssicherheitsalltags, der sich nachfolgende Generationen wehrlos ausgesetzt sahen. Gebrochene und fremdgesteuerte Lebensläufe von Menschen, die das System zu bloßen "Funktionären" degradierte. Beispiele, die ein Stück Entmenschlichung des DDR-Systems entlarven!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tragische Geschichten spannend und gefühlvoll erzählt, 13. Oktober 2012
So schön kann Lesen sein, ich wollte gar nicht mehr aufhören.Jede einzelne Lebensgeschichte war tragisch und voller Gefühle. Als gelernter DDR-Bürger habe ich von der Stasi gewusst, aber nichts bemerkt. Was für ein Glück, kann ich da nur schreiben. Einmal in die Mühle der DDR Feindabwehr geraten, hat man nur noch schlechte Karten. Frau Hoffmann hat aus trockenen Akten und emotionalen Zeitzeugeninterviews eine äußerst flüssige Darstellung der Geschichten der Stasi-Kinder geschaffen. Es gibt sogar einige Happy-Ends.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Wirkung der Überwachung auf die Stasifamilien selbst, 26. August 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Wieder erweist es sich, daß am eindringlichsten die Schilderung von Fakten wirkt. Die Bösartigkeit der Stasi als Institution wirkte keineswegs nur in die Gesellschaft hinein, sondern wurde in gleichem fürchterlichem Ausmaß auf sich selbst reflektiert. Zerstört wurden daher nicht nur die Familien und sonstigen sozialen Beziehungen Oppositioneller in der DDR, sondern auch die Stasifamilien selbst. Parallelen zur Autobiographie des Sohnes von Hans Frank, dem Gouverneur Hitlers im besetzten Polen tun sich auf.
Die sogenannte "höhere Sache des Sozialismus" hatte immer nur dann Bestand, wenn man es tunlichst vermied, sie zu hinterfragen; schon ein oder zwei kritische Fragen ließen sie sich augenblicklich verflüchtigen.
Übrig blieben geprügelte, zutiefst verstörte und traumatisierte Kinder, die ihr Leben lang an den Folgen der "sozialistischen Erziehung", der Überwachung, Disziplinierung und Militarisierung leiden und Eltern, denen es um nichts in der Welt möglich war, die Sinnlosigkeit und Verwerflichkeit ihres Tuns zu erkennen, die schon viel zu viel für den "Apparat" getan hatten, um noch erkennen zu können, daß "ein großer Aufwand vertan war", wie es Goethe Mephistopheles sagen läßt.

So wenig, wie es am Nationalsozialismus und der Gestapo etwas zu reformieren gegeben hätte, so wenig hätte auch der DDR- Sozialismus samt Stasi reformiert werden können.
Wir können nicht dankbar genug sein, daß nach dem Ende des Regimes keine neue Autokratie folgte, sondern die bürgerliche Demokratie im vereinten Deutschland.

(NSA - Attention please! Have fun with my book description!)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen persönliche Erfahrung, 20. Januar 2013
Meine Großmutter, Vater und Mutter waren Offiziere des MfS. Ich kann dieses Buch nur empfehlen. Ich selber brauche jetzt wieder etwas Zeit...
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5.0 von 5 Sternen Klasse Buch!, 17. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat (Taschenbuch)
Das Buch ist hervorragend recherchiert, fesselnd und wahnsinnig interessant geschreiben!
Ich kann jedem wärmstens empfehlen, dieses Buch zu lesen.
Wer denkt, er wüsste alles über die ehemalige DDR, der wird hier eines besseren belehrt.
Besser geht es nicht.
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Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat
Stasi-Kinder: Aufwachsen im Überwachungsstaat von Ruth Hoffmann (Taschenbuch - 10. Juni 2013)
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