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Kundenrezensionen

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am 13. November 2010
Nun hat auch er die magische Zahl Zehn erreicht. So wie die beiden großen Vorbilder Sjöwall/Wahlhöö in den Siebzigern und der Zeitgenosse Edwardsons Arne Dahl ( dessen Bücher noch nicht alle ins Deutsche übersetzt sind) hat Ake Edwardson die lange Reise durch fast zwei Jahrzehnte mit seinem Kommissar Erik Winter und seinem Team in Göteborg beendet.

Der neue Roman "Der letzte Winter" überrascht zunächst mit der relativen Gesundung fast aller seiner Protagonisten. Über den neunten Band, der unter dem Titel "Toter Mann" erschien, schrieb ich in einer Rezension:
"Wieder einmal geht es bei Edwardson um die lange nachhaltige Wirkung von Schuld. Darum, wie etwas, was in der Vergangenheit geschehen ist, und nur mühsam an die Oberfläche der Erinnerung und Erkenntnis gelangt, das Leben von Menschen in der Gegenwart, eben auch das der Polizisten, berührt, beeinflusst und beeinträchtigt, das sie an den Rand ihrer körperlichen und seelischen Kraft bringt. Und in Einzelfällen auch um ihr Leben...

Ake Edwardson hat in meisterhaft geschriebenen, manchmal quälend zu lesenden Dialogen, die Unfähigkeit beschrieben, wirklich miteinander zu kommunizieren. Und weil diese Kommunikation nicht mehr gelingt, bleibt der Fall beinahe ungelöst und gehen die Beziehungen und Familien von Winter, Halders und Bergenhem fast in die Brüche. Das Leben der Protagonisten verliert immer mehr, mit jedem Band mehr, an Sinn, Tiefe und Qualität. Ausdruck eines pessimistischen Autors oder Beschreibung erlebter Realität ?"

Nun, einige Zeit später ist Bergenhem tot und fehlt insbesondere Erik Winter an allen Ecken und Enden. Doch er selbst hat sich erholt, die quälende Migräne kehrt nicht mehr zurück, auch wenn die Belastungen, denen er in seinem letzten Fall ausgesetzt ist, fast unmenschlich sind.

Der Roman beginnt mit zwei für Ake Edwardsons Stil ganz typischen Szenen. In der ersten befindet sich Erik Winter mit seiner Familie an seinem eigenen Strand ( die Stammleser erinnern sich: er wollte eigentlich ein Haus dorthin bauen) und wirft mit fast traumtänzerischer Leichtigkeit mit seinen Töchter flache Steine ins Wasser und lässt sie hüpfen. Da sieht er etwas Helles auf den Strand zutreiben - eine Leiche wird angeschwemmt. Das ist neu, dass das Verbrechen in seine Privatsphäre einbricht und Winter und seine Frau halten das für keinen Zufall. Die Leiche und die Personen der zweiten Szene, die das spannende Buch einleitet, scheinen zunächst nichts miteinander zu tun zu haben. Da wacht ein junger Mann morgens auf und entdeckt im Bett neben sich seinen tote Frau: erstickt.

Die Spuren der Ermittlung, in die sich Winter derart engagiert stürzt, als wüsste er zu Beginn schon um das Ende seiner Polizeitätigkeit, führen nach Spanien, nach Nueva Andalucia, in die direkte Nachbarschaft des Hauses, in dem Winters Eltern gewohnt haben. Und es kommt eine lange Schuldgeschichte zu Vorschein, wie im letzten Buch auch.

Eine einfache Streifenpolizisten, die aus der DDR ins Land gekommene Gerda Hoffner spielt in dem Buch eine wichtige Nebenrolle, in der Edwardson wieder einmal meisterhaft die Einsamkeit der Menschen in einer Großstadt beschrieben hat.

Das Buch ist ein meisterhafter Abschluss einer Krimireihe, die den Vergleich mit den großen Vorbildern nicht scheuen muss, ganz im Gegenteil. Von Buch zu Buch hat Ake Edwardson seine Kunst verfeinert, die langweilige Wirklichkeit in ein Mysterium zu verwandeln, ohne sie zu verlassen.

Man wird mit großer Spannung dem nächsten Buch von Edwardson entgegensehen, denn er ist mit Sicherheit noch nicht fertig mit seiner einmaligen Kunst.
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am 15. Februar 2011
Ake Edwardson gestaltet den wohl letzten Fall für Kommissar Erik Winter. Schon allein das Doppel- bis Dreifach Wortspiel des Titels gibt hierbei die Richtung eines souverän und sprachlich mit hoher Qualität geschriebenen Romans vor.

Der letzte Winter als letzter Fall von Winter? Der letzte Winter als letzter Winter für Winter, weil er sterben wird? Oder der letzte Winter für all jene im Buch, die kurz vor Weihnachten den Tod finden auf eine lange Zeit unnennbare und nicht zu recherchierende Art und Wiese, ebenso, wie das Motiv lange Zeit tief im Dunkeln der Geschichte verborgen bleibt.

Drei Morde sind es, die den Anfang des Buches in der klaren Atmosphäre des blauen Winterhimmels über Göteburg eindrucksvoll in Szene setzen. Einerseits werden in Göteborg selber zwei Frauen des Nachts neben ihren Männern im Doppelbett ermordet, beide Male rufen die Männer umgehend die Polizei, beide Male scheint der Fall sonnenklar, die Männer müsse es gewesen sein. Erstickt wurden die Frauen, keine anderweitigen Spuren sind in den Wohnungen zu finden und doch, die junge Polizistin Gerda Hoffner, die als einzige beide Tatorte betritt, bekommt Zweifel.

Andererseits genießt Erik Winter indessen nach seiner Genesung den Tag mit seiner Familie am eigenen Stück Strand, als dort eine männliche Leiche angespült wird. Eine Leiche, die ihn nicht loslassen wird, so gut kennt der Leser Winter inzwischen, dass er seinen Intuitionen konsequent folgt und das, was sein Inneres beschäftigt, nicht zur Seite schieben kann.

Während er selber seine innere Krise mitsamt massiven Migräneanfällen inzwischen bewältigt hat, sieht er sich allerdings zugleich auch Brüchen und inneren Verzweiflungen seiner Freunde, gar seiner Mutter, ausgesetzt. Einfache Charaktere im Schwarz Weiß Schema sind Edwardsons Sache zum Glück nicht, denn anhand der Morde und der beteiligten Familien und Ermittler gelingt es ihm in hervorragender Form, ein düsteres Gegenbild menschlich innerer Not zum strahlend blauen Himmel kurz vor Weihnachten zu entwerfen.

Durch Gerda Hoffner wird letztlich auch Erik Winter in die beiden zuerst geschehenen Morde mit ínvolviert. Er sieht, was sie an Unstimmigkeiten gesehen hat, seine Intuition beginnt, sich zu rühren und inmitten all der Brüche und Heimlichkeiten der Beteiligten zeichnet sich ganz allmählich ein Bild ab. Da geschieht ein weiterer Mord und auch Gerda Hoffner gerät tiefer in die Schlingen der Ermittlungen. Das langgezogene und die Spannung jederzeit mühelos haltende Finale mit der schrittweisen Auflösung des Falles nimmt seinen Anfang, in welchem ungeahnte Verbindungen aller Morde sich aufzeigen werden.

Ake Edwardson schreibt mit tiefgreifender Wirkung und, man muss es so sagen, absolut souverän. Sowohl die verwinkelte Kontruktion des Falles, die Spannungselemente, die akribische arbeit der Ermittler, bereichert durch die intuitiven Momente Erik Winters, als auch die Zeichnung der Figuren ist jederzeit einsichtig und atmosphärisch dicht auf der Höhe der Geschichte. Nie wirkt Edwardson sprachlich überfordert oder fällt im Rahmen des Buches in Belanglosigkeiten ab. Mit der jungen Polizistin Gerda Hoffner gestaltet er eine weitere Hauptfigur im Buch, die durchaus die Möglichkeiten in sich trägt, die Fackel von Erik Winter zu übernehmen. Traumatische Erfahrungen und innere Tiefe verleiht Edwardson ihr jedenfalls zur Genüge. Ein mögliche Fortsetzungsgestalt, falls sie das Ende des Buches erleben wird (was hier nicht verraten werden wird). Beste Kriminal Kost.
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am 14. Januar 2012
Das letzte Buch dieser Reihe war für mich das erste Buch, das ich von Ake Edwardson gelesen habe.
Meiner Meinung nach ist dieses Buch ein wirklich gut gelungener Krimi, auch wenn nicht alles in Höchstgeschwindigkeit abläuft.
Ich schätze die Atmospähre des Buches und auch seine Charaktere.
Ich bin gespannt darauf die Reihe um "Erik Winter" von vorn zu beginnen.
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am 14. September 2013
... so begeistert hab ich ihn (= Winter) zu lesen begonnen - und die ersten drei Krimis finde ich noch immer sehr empfehlenswert. Manch hymnischen Kritiken zum Trotz haben mir die Fortsetzungen immer weniger gefallen. Ich habe (eben weil mir die ersten drei Bände gefallen haben) in einem euphorischen Anfall sämtliche Winter-Bände gekauft und auch gelesen, mich teilweise durchgekämpft ... der letzte Band hat dem, was ich erwartet hab, wieder etwas mehr entsprochen.
Die Fortsetzungen - immer dialoglastiger (prinzipiell nix dagegen, zum Teil jedoch so was von banal, dass es mir den Magen umgedreht hat: Oben genannte Kritiker meinten, diese Dialoge seien ein Ausdruck für die Kommunikationslosigkeit unserer Zeit - ähm! Ja, alles ist interpretierbar!) und kaum mehr Zeichnung der 'kranken' Gedankengänge der Täter (was mir an Edwardson so gefallen hat).
Ein bisschen eigenartig finde ich auch das permanente Thematisieren der Schwulen (diese Feststellung bezieht sich jetzt nicht explizit auf "Der letzte Winter", fällt mir nur auf, weil ich die Bände 4-10 relativ schnell hintereinander gelesen habe) - natürlich mit liberalem Zugang, aber warum so offensichtlich?
Resümee: Ich war/bin enttäuscht.
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VINE-PRODUKTTESTERam 19. Februar 2014
Der letzte Winter ist wie gewohnt beklemmend, kalt und dunkel. Doch diesmal hatte ich das Gefühl, dass Ake Edwardson noch eine Schippe obendrauf gelegt hat. Mir, persönlich, war es stellenweise schon zu viel Dunkelheit, Traurigkeit und Angst.
Winter muss Morde an jungen Frauen aufklären. Das Besondere daran ist, dass die Männer während der Morde angeblich geschlafen haben. Oder doch nicht? Und was soll das Video? Welche Verbindungen gibt es zu Spanien und seiner Familie?
Die Geschichte kommt nur langsam in Schwung und driftet leider auch phasenweise immer wieder ab. Es waren diesmal sehr viele Gedankeneinschübe und Grübeleien von Winter und seinen Kollegen dabei. Diese Gedankengänge unterbrachen teilweise die gerade in Schwung gekommene Geschichte und so zog sich der Fall diesmal erstaunlich lang. Interessant waren die Lösung und die Gründe für die Morde und vorallem die Verstrickungen der Familien. Auch die Entwicklung von Erik Winter und seiner Familie und die Geschichte rund um die neue Kollegin von Winter fand ich gut. Aber insgsamt hat mich dieser Ake Edwardson Fall nicht 100% überzeugt. Er kann es besser und ich hoffe auf den neusten Fall von Erik Winter.
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am 25. Oktober 2011
Ich habe die Herren Edwardson und Winter über alle Bände verfolgt und musste leider eine zunehmende Kopflastigkeit feststellen. Beginn noch ganz spannend, aber dann viel zu viele Andeutungen, Intuitionen, schwer nachvollziehbare Zusammenhänge - da habe ich inzwischen bessere Skandinavier lesengelernt. Es wird schon seinen Grund haben, wieso bei einigen Portalen die gebrauchten Edwardson-Bände sehr zahlreich angeboten werden. Allerdings finde ich den Schluss dieses Bandes gelungen: guter Abgang.
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am 22. Dezember 2011
Ich muss gestehen, ich liebe die Geschichten um den Kommissar "Erik Winter". In seiner Bücherreihe waren wirklich schon geniale Geschichten dabei. "Der letzte Winter" ist hoffentlich nicht das letzte Buch um Erik Winter. Wenn man Ake Edwardsons Schreibstil mag, dann gefällt auch dieses Buch. Die Geschichte ist gut, aber nicht so genial wie in den Vorgängerbüchern, daher nur 4 Sterne. Aber trotzdem lesenwert.
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am 4. Mai 2011
Ein hervorragend geschriebener Krimi bis auf das Finale. Viel zu langatmig, zu kompliziert, zu viele Schnörkel, Ausflüge in die Vergangenheit,da wird Edwardson einfach zu kopflastig. Die Spannung, die vorher so subtil aufgebaut worden war, löst sich nicht in einem Höhepunkt auf, sondern wird über weitere 100 Seiten verschleppt und verliert sich dabei. Schade, dennoch ein überdurchschnittlicher Roman.
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am 19. Januar 2013
Obwohl ich ein Fan der skandinavischen Literatur bin, ist dieses Buch mir etwas zu zähflüssig geschrieben. Es wird immer wieder zu sehr auf die psychische Verfassung des Kommisars eingegangen und bis ins kleinste Detail ausgeführt. Das nimmt leider die Spannung.
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am 11. September 2012
Ich bin begeisterter Krimileser und immer wieder auf der Suche nach neuen guten Autoren mit anspruchsvollem Schreibstil. Nach einigen Autoren-Fehlgriffen stieß ich auf Ake Edwardson mit seinem Buch "Der letzte Winter". Da es mein erster Edwardson war, assoziierte ich den Titel natürlich nicht richtig. Im Verlaufe des Buches wuchs mir der Hauptprotagonist schnell ans Herz und ich befürchtete seinen Tod am Ende des Buches...

Wer auf der Suche nach einem Krimithriller ist, ist hier an der falschen Adresse. Edwardson ist besser, er schreibt mit viel Tiefgang, die Protagonisten sind so gut beschrieben, so dass man sie vor dem geistigen Auge sehen kann. Edwardson beginnt gemächlich mit der Beschreibung der Personen und des Umfeldes und erhöht im Verlaufe des Buches das Tempo dramatisch mit überraschenden Wendungen, ohne die Logik zu verkehren.

Ein Serienmörder ist unterwegs, was nach dem nahezu identischen Tod zweier junger Frauen recht schnell deutlich wird. Eigentlich muss der Mörder doch jeweils der Ehemann sein, anders lässt sich nicht erklären, wie die Frauen umkamen. Winter tappt im Dunkeln, bis der Mörder absichtlich Spuren in Form einer Videonachricht hinterlässt, indem er den nächsten Mord ankündigt: direkt an der Haustüre von Winter. Die Jagd beginnt, der Gejagte ist dem Jäger immer einen kleinen Schritt voraus und näher, als man denkt...

Es macht einfach Spaß zu lesen, und genau das ist doch der Sinn eines guten Buches! Ich werde nun mit dem ersten Buch der Winter-Reihe beginnen und mich weiter des guten Schreibstils erfreuen.

Sehr empfehlenswert!
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