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4.0 von 5 Sternen Select. Paolo Roversi. Read. Tödliches Requiem.
Was wie ein tragisches Unglück anfangs anmutet, entpuppt sich schon bald als Mord. Mailands Bürgermeister wurde vielen zu einem Dorn im Auge, als er nach einem anaphylaktischen Schock mit plötzlicher Sinneswandlung beginnt, Vorschriften und Gesetze auf den Weg zu bringen, die den kleinen Bürger ebenso betreffen wie >>>die großen Tiere<<<...
Veröffentlicht am 15. Juli 2011 von Lesemäuschen

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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tödlich ist hier nur die Langeweile
Und es hatte doch alles so schön angefangen... Ich kannte weder den Autor, noch den Protagonisten, also ging ich gänzlich unvorbelastet an die Lektüre. Dementsprechend ließ ich mich die ersten zwei oder auch noch drei Kapitel von dem ungewöhnlichen Schreibstil, der flapsige Dialoge und Situationskomik vereint, gefangennehmen, und tauchte ein die...
Veröffentlicht am 23. August 2011 von T. Jannusch


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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tödlich ist hier nur die Langeweile, 23. August 2011
Von 
T. Jannusch "rumble-bee" (Velbert) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Taschenbuch)
Und es hatte doch alles so schön angefangen... Ich kannte weder den Autor, noch den Protagonisten, also ging ich gänzlich unvorbelastet an die Lektüre. Dementsprechend ließ ich mich die ersten zwei oder auch noch drei Kapitel von dem ungewöhnlichen Schreibstil, der flapsige Dialoge und Situationskomik vereint, gefangennehmen, und tauchte ein die Atmosphäre der italienischen Großstadt Mailand. Doch allzubald erlahmte dieser positive erste Eindruck, und das Buch wurde für mich mehr und mehr zum Ärgernis.

Zunächst einmal: den Sinn des Titel habe ich überhaupt nicht verstanden. Tödliches Requiem? Der erste Tote tauchte während einer Opern(!)Premiere auf, und nicht bei einem Requiem. Der Titel steht für mich in überhaupt keinem Verhältnis zum Buch. Der Originaltitel ist da schon viel aussagekräftiger: "niente baci alla franchese", was so viel heißt wie "no more french kisses" = "Schluss mit der Liebe auf Französisch". Das ist herrlich doppelbödig, und beschreibt auch wesentlich genauer, worum es in diesem Buch hauptsächlich geht: um die erotischen Wirrungen eines charakterlich unreifen, sexbesessenen Alkoholikers, des Journalisten Enrico Radeschi. Für mich ein Unsympath erster Güte.

Ich werde mich nicht mit der Schilderung des Inhalts aufhalten, da der "Kriminalfall" in diesem Buch wenig mehr ist als eine nette Zutat. Die Kriminalhandlung wird, nach den besagten ersten Kapiteln, völlig in den Hintergrund gedrängt. Was man bekommt, ist vielmehr eine Gesellschaftsreportage aus Polizei- oder auch Autonomen-Szene, mit viel Großstadt-Kolorit - zuerst Mailand, dann Paris. Die Handlung ergeht sich in flapsigen Dialogen, etlichen Zufällen, und verwirrend vielen und teils zusammenhanglos hingeworfenen Ortsbeschreibungen. Dem Leser werden Straßennamen und dergleichen mehr nur so um die Ohren gehauen, und wer beide Städte nicht kennt, verliert schnell den Faden. Dazu kommt noch, dass unverschämt viele Original-Zitate aus dem Italienischen und Französischen ohne Übersetzung (!) eingestreut werden. Das soll wohl bei Italienern den einen oder anderen Schenkelklopfer erzeugen, lässt aber unkundige Leser vollends im Regen stehen.

Ach ja, der Kriminalfall... wie man sieht, habe auch ich ihn beim Schreiben nahezu vergessen. Erst in den allerletzten Kapiteln rückt er wieder ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Es wird eine Lösung herbeifabriziert, die ich wirklich nur haarsträubend nennen kann, weil sie nicht, ich wiederhole, überhaupt nicht organisch aus dem Geschehen hervorgeht. Zudem fühlte ich mich als Leser verschaukelt, weil sich plötzlich herausstellt, dass alle Verbrechen völlig verschiedene Motive und Täter hatten, wovon höchstens zwei miteinander zusammenhängen. Alles mehr oder weniger Zufall also. Dann hätte man sich meiner Meinung nach die Kriminalhandlung gleich ganz sparen können.

Doch das allergrößte Ärgernis ist für mich dieser Radeschi. Mir fällt es sehr, sehr schwer, hier objektiv und sachlich zu bleiben. Das Buch hat in mir größte Aggressionen hervorgerufen, weil hier ein Bild entworfen wird, das ich nur abstoßend finden kann, und das auch meiner Meinung nach in einem Buch, das eigentlich unterhalten (!) soll, nichts zu suchen hat. Es ist schlimm genug, dass es solche Menschen gibt, die weder ein stabiles Verhältnis zu Frauen aufbauen können, noch ihre Libido unter Kontrolle haben. Vom Alkohol- und Drogenkonsum mal ganz zu schweigen. Davon muss ich aber nicht auch noch lesen!

Und erst das Bild, das von Frauen hier entworfen wird...! Und nun will ich mich nicht mehr beherrschen, nein, es will gesagt sein: ich hätte dem Autor am liebsten mein Geh- in sein Ess-Werkzeug gerammt, oder besser gleich noch woanders hin. Frauen sind in diesem Buch entweder dümmlich, sexbesessen, oder zugekifft, und das ist einfach unverschämt! Ich hatte teilweise eine solche Wut im Bauch, dass es kaum zu ertragen war. Also bitte, eine junge Frau, die einem Mann nur deshalb einen runterholt, weil "Sperma so toll für die Haut ist" ??? Und eine französische Studentin, mit der der Journalist eine heiße Nacht verbringt - die aber daheim in Paris eine Partnerin (!) hat...? Wohlgemerkt, die gleichgeschlechtliche Partnerschaft ist hier nicht das Problem. Sehr wohl aber die Reaktion des Protagonisten darauf. Er ist beleidigt!! In seiner männlichen Eitelkeit gekränkt!! Und will die junge Dame am liebsten nie wieder sehen. Aha, das heißt dann wohl, das Männer sich alles erlauben dürfen, Frauen aber nicht??! Dreist, unmöglich, unverschämt.

Schade, am Anfang hatte das Buch gute Ansätze. Man bekam einen Einblick in die politische Stimmung in einer italienischen Großstadt, und auch die Dialoge waren erfrischend anders. Daraus hätte man viel mehr machen können. Ach ja, und auch die Kapitelüberschriften waren originell. Jeder Abschnitt wird mit einem Musik-Titel überschrieben, das Buch hat also sozusagen einen "Soundtrack". Ansatzweise konnte ich erahnen, dass die Musiktitel jeweils auch mit der Handlung zu tun hatten. Ärgerlich ist hier nur, dass viele entweder hierzulande unbekannt, oder eben italienische oder französische Titel waren. Auch hier standen der jeweiligen Sprachen unkundige Leser wieder im Regen.

Mein Fazit? Ich glaube, dass das Buch außerhalb Italiens ganz einfach nicht "funktioniert". Und es ist so durch und durch "männlich" und machohaft geschrieben, dass ich dem Autor am liebsten ins Gesicht springen würde. Meine Empfehlung: entweder die komplette deutsche Auflage einstampfen. Oder alle Exemplare kaufen, und jeweils einem Mann schenken, den man noch nie leiden konnte.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Auf Achse, 20. Juli 2011
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Taschenbuch)
Vor einem halben Jahr entschloss sich der List-Verlag den Erstling des italienischen Autors Paolo Roversi, für den dieser auch mit dem Premio Camaiore ausgezeichnet wurde, unter dem Titel "Die linke Hand des Teufels" herauszubringen ' es war eines meiner Überraschungshits der letzten Zeit! Mit hohen Erwartungen sah ich also der Veröffentlichung von "Tödliches Requiem", dem zweiten Roman rund um den Mailänder Journalisten Enrico Radeschi entgegen, da ich von der Konstruktion des prallen Plots sehr angetan war.
Umso enttäuschender ist es für mich nun, dem Roman ein schlechtes Zeugnis ausstellen zu müssen. Konnte mich 'Die linke Hand des Teufels' fesseln und mir einige Stunden schenken, in der ich mich in der norditalienischen Provinz heimisch fühlte, lies mich "Tödliches Requiem" merkwürdig distanziert zurück.

Das gesellschaftliche Highlight für die oberen Zehntausend in Mailand wird in diesem Jahr von einem Mord überschattet: Während der Opernaufführung in der Mailänder Scala fällt plötzlich der Strom aus und als sich das darauffolgende Chaos etwas lichtet, findet man den Mailänder Oberbürgermeister Senio Biondi ermordet am Boden vor. Motive hätte eigentlich die ganze Stadt gehabt, da der Bürgermeister infolge eines Unfalls von geradezu missionarischem Eifer besessen war und Mailand zu einem besseren Ort auf Erden machen wollte. Die von ihm angestoßenen Initiativen für eine autorfreie Innenstadt und für drastische Erhöhungen von Umweltabgaben der großen Industriezweige stießen auf keine große Gegenliebe und machen jeden zweiten Mailänder potentiell verdächtig. Nicht einfacher wird der Fall, als man kurz darauf auch den Bürgermeister von Paris in seinem Mailänder Hotel, in dem er für die Opernpremiere abgestiegen ist, ermordet auffindet. Da die Polizei mehr oder minder im Dunklen stochert, kommt schon bald Enrico Radeschi, seines Zeichens Journalist und Hacker, ins Spiel, der den ermittelnden Polizist Sebastiani unterstützt, da die beiden freundschaftlich verbunden sind. Der Mailänder Schreiberling recherchiert schon bald unter Hochdruck zwischen Mailand und Paris und kommt den Geheimnissen der Bürgermeister-Morde auf die Spur.

Der Plot der Geschichte klingt eigentlich gar nicht mal so schlecht ' ist aber in der Zusammenfassung deutlich besser als in der Ausführung Roversis. Das Buch ist mit seinen rund 230 Seiten schon einmal ziemlich dünn, wenn man bedenkt, dass 'Die linke Hand des Teufels' fast 100 Seiten dicker war. Dennoch sind die Seiten für die Geschichte eigentlich mehr als geschunden, da teilweise die dünne Geschichte gestreckt wird und mit einigen Längen garniert wird. Außerdem sind einige Szenen, die Roversi schildert, heillos abstrus und fernab jeglicher Realität (Bsp.: Ein privater Computerspezialist unterstützt die Polizei und knackt sämtliche Seiten innerhalb von wenigen Sekunden. Das erscheint mir schon etwas irreal). Passte Radeschi noch in das provinzielle Setting von Capo St. Emilia aus dem letzten Roman, wirkt seine Präsenz in Mailand und Paris relativ blass und austauschbar. Auch das Frauenbild, das Roversi in "Tödliches Requiem" transportiert, wird Feministinnen aufschreien lassen. Machte der Italiener im Erstling schon ganz viele richtig, baut "Tödliches Requiem" konsequent ab und ist ziemlich schwach. Hätte ich nicht bereits 'Die linke Hand des Teufels' von Roversi gelesen, würde ich dem Autor keine Chance mehr geben. So hoffe ich jetzt trotzdem, dass sich Paolo Roversi mit seinem dritten Radeschi-Krimi wieder bessert und die Lektüre wieder lohnt ' er kann es nämlich deutlich besser!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Jagd nach dem Mörder, 21. Juli 2011
Von 
Amazon Customer - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Taschenbuch)
Beschreibung des Buches:
Der italienische Krimi "Tödliches Requiem" von Paolo Roversi ist im list-Verlag erschienen. Es ist der zweite Krimi einer Reihe um den Journalisten Enrico Radeschi und seinem Freund Vicequestore Sebastini. Das Buch hat 231 Seiten. Die Handlung spielt hauptsächlich in Mailand und Paris.
Das Titelbild ist für einen Krimi ansprechend gestaltet. Passt zum ersten Band der Reihe. Die Kapitel sind mit Songtexten überschrieben, die die jeweilige Stimmung wiedergibt.

Kurze Zusammenfassung:
Der Bürgermeister von Mailand stirbt in der Scala während eines Stromausfalles bei einer Vorstellung. Radeschi, der Journalist und sein Freund Sebastiani vermuten einen Mordfall und ermitteln in Mailand und Paris.

Mein Leseeindruck:
Das zweite Mail wagte ich mich an einen italienischen Krimi von Paolo Roversi, obwohl mir der erste Band nicht so gut gefiel. Doch dieses Mal kam ich beim Lesen besser in die Geschichte hinein. Die Ermittlungstaktiken des Journalisten gefielen mir recht gut. Er ist ein Internetspezialist und Hacker. Seine außergewöhnlichen Ermittlungstaktiken machen den Krimi zu einem interessanten Leseabenteuer. Die Spuren führen schnell nach Paris. Die Beschreibung der Stadt mit ihren vielen Sehenswürdigkeiten, Straßen, Gassen und Plätzen ist dem Autor hervorragend gelungen. Man fühlt sich mittendrin im Geschehen. Die Liebschaften und die italienische Heißblütigkeit des Journalisten führen zu manch komischen Szenen und zur Belustigung beim Lesen. Immerhin spielen in diesem Fall auch Frauen eine Rolle, was beim ersten Band kaum der Fall war, allerdings nur als Liebschaften und in Nebenrollen. Der Kommissar findet nicht so große Bedeutung in diesem Fall. Der Fokus liegt auf dem Journalisten. Es erweckt den Eindruck, als habe die italienische Polizei keine Computerspezialisten, weshalb der Journalist, Freund des Kommissars, in die Ermittlungen einbezogen wird.
An einer Stelle hatte ich den Eindruck eines Filmrisses, hier fehlte mir der Übergang zu einer Szene, bei der ich nicht wusste, was zuvor geschehen sein sollte. Die Übersetzung vom Italienischen ins Deutsche ist bei diesem Band besser gelungen als im Erstlingswerk.

Fazit:
Ein italienischer Krimi, mit nicht zu vielen Charakteren und Namen. Das Ermittlerduo ist liebenswert und komisch. Die Geschichte lustig und abwechslungsreich, allerdings nicht sonderlich spannend.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Erwartungen nicht erfüllt, 18. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Taschenbuch)
Nach Roversis erstem Krimi 'Die linke Hand des Teufels' um den Journalisten Enrico Radeschi, der mich vom Inhalt her positiv überraschte, habe ich mich gefreut den zweiten Teil zu lesen. Leider hat der meine Erwartungen nicht erfüllt. Er spielt in Mailand und in Paris. Die Atmosphäre der Großstädte ist überzeugend eingefangen. In Paris wird touristisches Sight-seeing nicht ausgelassen während sich Mailand bei Kälte und Regen von seiner weniger attraktiven Seite zeigt.

Der Personenkreis der Mailänder Polizei bleibt bis auf den Vicequestore Loris Sebastiani dem Leser relativ schleierhaft. Da ich mir beim Lesen keine ausführliche Personenliste erstellt habe, habe ich die Personen bisweilen sogar verwechselt. Eine neue Figur taucht auf, Radeschi erhält einen Assistenten namens Fuster, der an sich einiges hergibt, dessen 'Rekrutierung' allerdings auf mehr als unglaubwürdige Weise vonstatten geht.

Die Geschichte an sich hat durchaus ihre Spannungsmomente, allerdings ist der Plot eher dünn. Selbst bei den (wenigen) 231 Seiten hatte ich öfters den Eindruck, dass nur geschrieben wird, damit sich Seiten füllen. So bleibt z.B. der Ausflug in die Verlagsszene anlässlich Radeschis Nebenjob als Lektor ohne irgendwelchen Bezug zum Rest des Inhalts.

Sprachlich ist Tödliches Requiem wesentlich abgerundeter als es der Vorgänger ist. Die stellenweise auftretende Flapsigkeit unterstreicht Radeschis skurrilen Charakter, was somit verziehen ist.

Was mich immer wieder gestört hat, war das Bild der Frau, das vermittelt wird. Ich bin in dieser Beziehung wirklich nicht allzu empfindlich. Aber ich habe in diesem, wie im ersten Teil der Reihe, nur Frauen in Erinnerung, die entweder äußerst dümmlich erscheinen oder sich gleich mit jedem Kerl Sex wünschen. Dabei kommen die Französinnen noch um einiges verruchter weg als die Italienerinnen.

Der deutsche Titel Tödliches Requiem passt meiner Meinung nach überhaupt nicht zu diesem Buch, der Originaltitel Niente Baci alla francese lässt da schon wesentlich eher erahnen, was einen zu erwarten hat.

Mein Fazit

Mir hat dieser Krimi nicht gefallen. Ohne dass man den ersten Teil der Radeschi Serie gelesen hat, bleiben die Charaktere vermutlich unklar. Der Autor richtet sich wohl eher an Männer als sein Zielpublikum. Von daher ist meine Einsätzung vielleicht nicht allzu aussagekräftig. Ich vermute aber, dass dieses Buch für die meisten Leser zu oberflächlich ist.
Der Krimi ist durchaus lesbar, bei mir ist aber der Funken dieser Reihe nun leider erlöscht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Leider nicht gelungen, 22. Mai 2014
Von 
Karlheinz (Frankfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Taschenbuch)
Nach einem Stromausfall in der Scala wird der Bürgermeister von Mailand tot aufgefunden. Wie sich bei der Autopsie heraus stellt wurde ihm mit einer Spritze ein Antibiotikum gespritzt wogegen er allergisch war. Der Journalist Enrico Radeschi ermittelt in Zusammenarbeit mit der Polizei und bringt so vieles zu Tage.
Es handelt sich um den zweiten Roman aus der Reihe rund um den Journalisten Enrico Radeschi, allerdings habe ich den ersten Roman nicht gelesen. Gerade der Anfang mit dem Start der Handlung hat mir gefallen, leider ging es von dem Zeitpunkt an bergab.
Gegen Ende des 256 Seiten (inklusive Leseprobe) langen Buches, werden die Schwächen in der Handlung immer auffälliger. Die Handlung welche von der Thematik am Anfang sehr gelungen ist, bekommt im weiteren Verlauf des Romans ein paar Handlungssprünge. Manches wird erst rückblickend erklärt, so dass man ein paar Seiten den Überblick verliert, bis dann die Aufklärung kommt. Mir kam gegen Ende des Buches immer mehr der Gedanke auf, dass der Autor selbst den Überblick verloren hat und nur noch ein Ende finden wollte. Vieles ist einfach nicht realistisch und viel zu weit her geholt.
Der ungewöhnliche Schreibstil der am Anfang überzeugt, wird mit zunehmender Dauer immer monotoner. Obwohl das Buch nicht lang war, war ich am Ende froh gewesen es beendet zu haben. Ob das an der Übersetzung liegt, welche schon im Titel ein wenig ungenau ist oder an den häufigen vorkommenden original italienischen und französischen Sätzen die nur teilweise übersetzt/erklärt werden.
Selbst wie der Protagonist mit Frauen umgeht und vor allem viele doch schon recht frauenfeindliche Episoden sind für mich als Mann schon unerträglich. Ich möchte mir gar nicht vorstellen was manche Feministin dazu sagt.
Das Beste an dem Buch sind die einzelnen Lieder die pro Kapitel als „Soundtrack“ stehen. Das ist eine gute Idee und sie passen auch meistens recht gut.
Fazit: Der gute Start in das Buch wird leider nicht dem ganzen Buch gerecht, sondern es wirkt gegen Ende immer mehr zerfahren. Vor allem die frauenfeindlichen Äußerungen gehen weit über mein Maß hinaus. Einzig die Idee des „Soundtracks“ begründet bei mir einen zweiten Stern.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Tödliches Requiem, 18. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Taschenbuch)
Mit Tödliches Requiem hat Paolo Roversi einen klassischen europäischen Kriminalroman vorgelegt, der in teils flapsiger, teils humorvoller Sprache die Verkettung äußerst unterschiedlich motivierter Verbrechen schildert, die bis zur Ermordung des Pariser und des Mailänder Bürgermeisters gehen.

Mit dem nur ebenso bedingt lebensfähigem und wie bedingt erfolgreichem Journalisten Enrico Radeschi und dem grummeligen Vicequestore Sebastiani als Freunde und Ermittler hat Roversi ein sicherlich noch ausbaufähiges Ermittlerpaar geschaffen, wobei Radeschi der stärker und intensiver ausgeleuchtete Charakter ist, während Sebastiani eher als Nebendarsteller aufgebaut wird.

Der Plot selber ist sehr fantasievoll, wirkt aber nicht wirklich realistisch. Das führt dazu, dass auf mich dieser Kriminalroman eher als Parodie wirkt. Diese allerdings hat mir dann wieder (verteilt auf zwei Abende und einen kurzen Morgen) überraschend viel Lesespaß gebracht. Dies liegt sicherlich auch an der sorgfältigen Sprache und der Liebe, mit der Roversi seine Charaktere, auch die der wirklichen Nebenpersonen, beschreibt.

Insgesamt: Wer geruhsame, leicht parodistische Krimis mag und nicht immer nur in die mittlerweile doch verstaubte, wenn auch liebenswerte Welt von Agatha Christie und ihren Nachfolgerinnen eintauchen mag, der sollte es mal mit dieser etwas moderneren Version mit den etwas spleenigeren Charakteren aus etwas heutigerer Zeit versuchen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Radeschi's Fall II, 7. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Taschenbuch)
Während einer Aufführung in der Mailänder Oper wird der Bürgermeister der Stadt ermordet. Und zwar mit einer Überdosis eines Antibiotikas. Zeitgleich fällt in ganz Mailand der Strom aus. Enrico Radeschi, Reporter bei einer Mailänder Zeitung, und Berater der Polizei glaubt nicht an einen Zufall. Zusammen mit seinem jungen Assistenten Fuster beginnt er mit seinen Ermittlungen. Ebenfalls ermitteln der Vicequestore Sebastiani und seine Mannschaft. Der Stromausfall geht auf das Konto der Autonomen, aber haben sie auch den Bürgermeister ermordet?
Kurze Zeit später findet man den Bürgermeister von Paris ermordet in seinem Hotelzimmer in Mailand. Auch er war bei der Aufführung in der Oper zugegen. Zufall? Und auch der Sekretär des Mailänder Bürgermeisters wird tot aufgefunden. Aber er hat Selbstmord begangen. Wieso? Gibt es einen Zusammenhang?
Mit dem Auftrag eine Story zu schreiben, wird Radeschi von seinem Redakteur nach Paris geschickt um der Geschichte auf den Grund zu gehen. Auch hier scheint es Zusammenhang mit den Autonomen zu geben. Im Zuge seiner Ermittlungen entgeht Radeschi nur knapp einem Anschlag. Er wird von einer Kugel verwundet aber scheint es gut überstanden zu haben. Zurück in Mailand scheinen sich alle Einzelstränge zusammenfinden zu lassen. Und so kommt am Ende raus, wer die Morde begangen hat und wieso?

Die Geschichte wird immer wieder mit kleinen Zwischengeschichten über das Liebesleben von Radeschi aufgelockert. So bekommt man noch mehr einen Eindruck, wie der Reporter so drauf ist. Auch ohne das vorherige Buch ' Die linke Hand des Teufels' zu erkennen, kann man den Hauptdarstellern des Romans gut folgen. Das Ende werde ich hier nicht verraten, denn der Autor gibt sich sehr viel Mühe den Spannungsboden bis zum Schluss aufrechtzuerhalten. Aber so ganz gelingt das leider nicht immer
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Nicht überzeugender Krimi mit viel Atmosphäre, 24. Juli 2011
Von 
Xirxe (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Taschenbuch)
Mailänder Scala, Premiere der Aida - es ist das Ereignis des Jahres. Alles was Rang und Namen hat, läuft auf an diesem Abend: ehrbare und weniger ehrbare Geschäftsleute mit und ohne Gespielinnen, die lokalen Politgrößen mit ihrem Gefolge, Stars und Starlets und solche, die es noch werden wollen. Doch statt zu einem fröhlichen Fest des kulturellen und später auch kulinarischen Genusses zu werden, endet diese Nacht in einem Fiasko. Ein überraschender Stromausfall, der ganz Mailand in Dunkel hüllt, zwingt die Premierengäste zu einem vorzeitigen Abbruch ihres Opernbesuches. Inmitten dieses Durcheinanders bricht plötzlich der umstrittene Bürgermeister der Stadt, Biondi, tot zusammen. Doch damit nicht genug: Am nächsten Tag findet man seinen Kollegen, den Bürgermeister von Paris, der ihn in die Scala begleitete, tot in seinem Hotelzimmer auf.

Enrico Radeschi, freier und eher wenig erfolgreicher Journalist, zumindest was seine finanzielle Situation angeht, macht sich auf die Suche nach den Hintergründen dieser Ereignisse. Was verband die beiden Bürgermeister außer ihrem gemeinsamen Amt? Steht der Stromausfall im Zusammenhang mit dem Tod an Biondi? Steckt womöglich ein Komplott dahinter? Radeschis Recherchen führen ihn bis nach Paris, wo eine heiße Spur ihn in Lebensgefahr bringt.

Auffällig sind die vielen Einschübe in den Originalsprachen Italienisch und Französisch. Wer beidem nicht mächtig ist, wird sich vermutlich ärgern, da auf diese Weise einiges von der Atmosphäre des Buches verlorengeht bzw. unverständlich bleibt. Ebenso fallen die häufigen Vergleiche bzw. Anspielungen auf, wie beispielsweise ,..mit einem Outfit wie Dylan Dog` oder ,..wie Jake Blues`. Schön, wer die Genannten kennt; weniger schön, wenn man völlig im Dunkeln tappt.

Ansonsten lassen sich die 223 Seiten des Buches lockerleicht an einem Nachmittag weglesen. Und ebenso lockerleicht hat man vermutlich den Großteil der Handlung auch wieder vergessen, was vermutlich daran liegt, dass Roversi dem Privatleben seines Protagonisten ebenso viel Raum beimisst wie der Aufklärung des Kriminalfalles. Das Meiste liest sich zwar recht amüsant und unterhaltsam, doch so springt man von einem zum nächsten und verbleibt nirgendwo lang genug, um sich so richtig auf die Figuren und Situationen einlassen zu können.

Roversi wählte als Unterkapitelbezeichnungen statt schnöder Zahlen oder schlichten Überschriften Musiktitel verschiedener Gruppen. Und ein bisschen wirkt so auch dieser Krimi: Wie ein Sampler mit unterschiedlichen Stücken, die einzeln zwar schön anzuhören sind, aber kein großes Ganzes ergeben, das in Erinnerung bleibt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Muss man nicht lesen, 17. Juli 2011
Von 
N. Peters (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Taschenbuch)
Nach einem kurzem aber nicht wenig wirren Prolog beginnt der Krimi eigentlich recht vielversprechend: es ist DER kulturelle Höhepunkt der Mailander Saison, nämlich die Premiere der Aida in der Mailander Scala. Leider geht so einiges schief: erst fällt in der Innenstadt der Strom aus, so dass die Premiere abgebrochen werden muss und dann wird auch noch der Bürgermeister tot aufgefunden. Als der freiberuflich arbeitende Journalist Enrico Radeschi davon erfährt, wittert er die Chance für einen dringend benötigten Leitartikel sein wird. Also macht er sich an die Arbeit und recherchiert.
Radeschi ist dabei eine Hauptfigur, wie ich sie eigentlich mag: flappsig und nicht ganz ernst zu nehmen. Jetzt hätte es wirklich witzig und spannend zugleich werden können. Das hat aber leider nicht funktioniert. Statt dessen wurde es eher verwirrend mit vielen Personen, vielen Spuren und dann auch noch Radeschis "Versetzung" nach Paris (den Sinn dahinter hab ich nicht kapiert), so dass ich häufig nicht so ganz folgen konnte, in was für eine Situation er sich nun schon wieder gebracht hat. Dazu kam noch des Autors etwas merkwürdiges Frauenbild: die Frauen sind natürlich alle supersexy und fahren auf ihn ab, von süßen Französinnen, über knutschende Lesbinnen bis hin zu Polizistinnen mit Handschellen (im Bett, nicht im Job!) ist alles dabei :pille
Dazu kommen noch sehr unplausible Szenen, zB ruft die italienische Polizei Radeschi als "Computerexperten" herbei, der dann in Nullkommanix Server hackt und E-Mail-Absender zurückverfolgt. Hat denn die Polizei keine eigenen Experten??? Vielleicht wurde genau das ja im ersten Teil erklärt, das habe ich dann leider nicht mitbekommen.
Ganz gut gefallen hat mir die Idee, jedem Abschnitt einen Song als Überschrift vorzugeben, der die jeweilige Stimmung auch ganz gut trifft. Das hat es aber leider nicht mehr rausgerissen.
Die Lösung des Falls in den letzten zwei Kapiteln war dann tatsächlich noch einmal spannend und einigermaßen schlüssig. Schade, dass der Rest des Buches nicht auch so war!

Fazit: Die 233 Seiten mit großen Buchstaben und großen Abständen lesen sich schnell weg und sind einigermaßen unterhaltsam. Wenn man also an einem verregneten Sonntagnachmittag wie heute nichts besseres zu tun hat, kann man das Buch durchaus lesen. Muss man aber nicht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Select. Paolo Roversi. Read. Tödliches Requiem., 15. Juli 2011
Rezension bezieht sich auf: Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) (Taschenbuch)
Was wie ein tragisches Unglück anfangs anmutet, entpuppt sich schon bald als Mord. Mailands Bürgermeister wurde vielen zu einem Dorn im Auge, als er nach einem anaphylaktischen Schock mit plötzlicher Sinneswandlung beginnt, Vorschriften und Gesetze auf den Weg zu bringen, die den kleinen Bürger ebenso betreffen wie >>>die großen Tiere<<< - im negativen Sinne versteht sich. Von daher sind die Einwohner Mailands und alle privaten wie politischen Größen auch nicht weiter verwundert darüber, DASS Biondi getötet wurde, sondern vielmehr weckt es das Interesse, mit welch einem Aufwand auf der Mord im Außen betrieben wurde, um dann mit einer kleinen Injektion Rocephin begangen zu werden. Für die einen zur Heilung geeignet, für andere, die allergisch darauf reagieren, genau das Gegenteil bewirkend. Und das alles in einer Nacht, die schwärzer in Mailand nicht sein könnte, als alle Lichter erlöschen, die Premiere Aida ihren Höhepunkt auf ganz andere Weise findet...

Paolo Roversi hat mit seinem Kriminalroman Tödliches Requiem sicher kein großes literarisches Talent erkennen lassen, aber immerhin einen Roman kreiert, den es sich für Krimi- und Mailandfans sicherlich lohnen dürfte zu lesen. So wie sein >>>journalistischer Ermittler<<< Radeschi zackig von einem Ort des Geschehens zum anderen düst und Ermittlungen auf seine eigene Weise anstellt, so rasant führt der Autor die Leser durch die Straßen Mailands wie auch über die Korridore - im übertragenen wie bildlichen Sinne - fremder Länder, unterschiedlicher Gesellschaftsgruppen und jedes Kapitel dabei begleitet von einem passend ausgewählten Musikstück.

Unterhaltsam, wenn intellektuell wenig anspruchsvoll.

Insgesamt bleibt mir nur zu sagen:
Select. Paolo Roversi. Play. Tödliches Requiem.
Viel Spaß beim Lesen!
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Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2)
Tödliches Requiem (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 2) von Paolo Roversi (Taschenbuch - 15. Juli 2011)
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