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4.0 von 5 Sternen Annäherung
Ein Roman in Briefform, der erst zum Ende diese Form aufgibt, gespickt mit Rezepten, die sich Lilly und Valerie schicken.
Es beginnt mit Mails, sie sich Valerie und Lilly nach langer Zeit wieder schicken, um ihre Freundschaft aufleben zu lassen. Doch die Vergangenheit steht immer noch zwischen ihnen. Dann wird anhand von Briefen mit Rezepten die Geschichte zwischen...
Veröffentlicht am 21. Juli 2010 von P. Jordan

versus
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3.0 von 5 Sternen Lecker-leichte Sommerlektüre
Süß wie Herzplätzchen mit Schokoladenüberzug" und zugleich ein wenig bitter wie Wenn dir etwas fehlt - Ginger Ale": Andrea Israel und Nancy Garfinkel erzählen in Johannisbeersommer" die Geschichte einer langjährigen Freundschaft mit all ihren Höhen und Tiefen und beweisen einmal mehr, dass Liebe durch den Magen geht.

Dabei...
Veröffentlicht am 10. August 2010 von Prinzessin_Brambilla


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Annäherung, 21. Juli 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Johannisbeersommer (Taschenbuch)
Ein Roman in Briefform, der erst zum Ende diese Form aufgibt, gespickt mit Rezepten, die sich Lilly und Valerie schicken.
Es beginnt mit Mails, sie sich Valerie und Lilly nach langer Zeit wieder schicken, um ihre Freundschaft aufleben zu lassen. Doch die Vergangenheit steht immer noch zwischen ihnen. Dann wird anhand von Briefen mit Rezepten die Geschichte zwischen den Beiden in deren Kindheit und Jugend erzählt, und wie es zum Bruch kam.
Lilly und Valerie sind so grundverschieden, doch irgendwie besteht immer Kontakt, auch Rivalität.
Am Anfang musste ich mich erst etwas rein lesen. Man findet sich gleich beim Versuch von Valerie wieder, Kontakt mit Lilly aufzunehmen. Dann wird man in die Jahre 1967 bis 1973 zurück versetzt, in denen die eigentliche Brieffreundschaftsgeschichte stattfindet. Der Über-gang von den Mails zu den Briefen von damals war für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Doch je länger ich den Briefwechsel las, desto mehr packte mich die Geschichte. Das Verhalten von z.B. den Vätern der Beiden hat mich schon manchmal etwas gewundert.
Zum Ende schaffen es Valerie und Lilly doch noch wieder miteinander zu reden. Der Tod von Lillys Vater hält für beide Frauen eine große Überraschung bereit, mit der sie erstmal klar kommen müssen.
Ein schöner Roman, in einem guten Stil geschrieben, der die Personen und deren Gefühle gut beschreibt und rüber bringt, und den ich gerne gelesen habe.
Sicherlich sind die Rezepte lecker und ich hoffe, dass einige Leserinnen diese auch nach kochen.
Allerdings ist es auch hier wieder der deutsche Titel, der meiner Meinung nach nicht passend ist. Der Roman hat nichts mit dem Titel gemein. Der Originaltitel The Recipe Club" ist sehr viel passender, besser und hätte durchaus ins deutsche übernommen werden können
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr als eine Freundschaft, 17. Juli 2010
Von 
Simone Schreiber (München) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Johannisbeersommer (Taschenbuch)
Bücher die nur in Form von Briefen oder Emails zwischen zwei Menschen geschrieben sind gefallen mir gerade deshalb besonders gut, weil im Dialog - und sei er auch nur schriftlich - das Innenleben und die Emotionen der Charaktere viel stärker ausgeprägt sind. So auch bei Lilly und Valerie, die Hauptpersonen in "Johannisbeersommer".

Die zwei Freundinnen aus Kindertagen hatten seit 26 Jahren keinen Kontakt mehr zueinander, bis Val schließlich das schweigen in Emailform bricht, als ihre Mutter stirbt. Anfangs sind es von beiden eher zaghafte Versuche, die Freundschaft wieder aufleben zu lassen, um das Ereignis, das die beiden damals getrennt hat machen beide einen großen Bogen. Auf den ersten Seiten hat man als Leser Zeit, die beiden Frauen kennenzulernen, die unterschiedlicher nicht sein könnten - beide sind dabei sehr glaubhaft und real beschrieben, so dass man sich gut hineinversetzen kann.

Im Laufe der Geschichte werden die ausgetauschten Briefe immer ernster, es werden heikle und interessante Themen angesprochen und - natürlich - kommt auch das geheimnisvolle Ereignis ans Tageslicht, das die beiden Freundinnen damals trennte. Auch wird zum Ende hin immer mehr die ganze Familie der beiden miteinbezogen, ohne zu dick aufzutragen.

Da das gesamte Buch aus Briefwechseln besteht - wobei sich Gegenwart und Vergangenheit manchmal unvermittelt abwechseln - ist der Schreibstil flüssig und einfach. Man kauft den Protagonisten alles ab, was sie schreiben, ohne das Gefühl zu haben, es wäre konstruiert. Aufgelockert werden die verschiedenen Themen durch Rezepte, die Lily und Val miteinander austauschen. In einem Buch zwar etwas ungewöhnlich, aber eine nette Idee, den Leser interagieren zu lassen.

Alles in Allem ist "Johannisbeersommer" ein gelungenes Buch über Freundschaft und Familie. Der Briefwechsel-Stil ist sicherlich nicht jedermans Sache, wer sich aber in das Buch eintaucht, bekommt mehr als nur eine Sommerlektüre. Einen Punkt Abzug gibt es von mir nur für die stellenweise Langatmigkeit und ein, zwei Durchhänger, die das Buch hat.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Johannisbeersommer, 4. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Johannisbeersommer (Taschenbuch)
Meinung: Es ist schwer einen Anfang zu finden, das Buch und dessen Geschichte lässt sich nicht leicht in Worte fassen. Ich fange mit dem Inhalt an. Als Lilly eine Mail ihrer ehemals besten Freundin Val erhält ist sie verwirrt und nachdenklich. Der Kontakt bricht ab, aber die Erinnerungen kommen wieder hoch.

Diese Erinnerungen sind in verschiedene Kapitel geteilt, die als Überschriften Jahreszahlen tragen. In diesen Kapiteln werden die alten Briefe und Rezepte des Rezep-Clubs aufgezeigt. Wären das Ausnahmen gewesen und der restliche Text in normaler Form geschrieben wäre ich zufrieden gewesen. Allerdings besteht das ganze Buch, bis auf wenige Kapitel gegen Ende, aus E-Mail oder Briefkontakten. Lange Zeit habe ich Val und Lilly verwechselt; wusste nie, wer von beiden gerade den Freund hatte oder wer jetzt lesbisch ist. Zeiten waren auch eher ungreifbar. 2000 ist noch klar, dann kommen die Kinder - und Jugendjahre.. dann wieder 2002, irgendwie war das alles zu viel für mich.

Auf dem Klappentext ist von einem Geheimnis die Rede, welches eine Belastungsprobe darstellt. Die ersten 350 Seiten bestehen aus dem mehr oder weniger langweiligen Leben von Val und Lilly, der Streit wird auf den letzten 100 Seiten Gesprächsthema und nach Friede-Freude-Eierkuchen war das Buch auch schon vorbei. Wer Freude an dem Buch hat und mitdenkt, wird sich denken können, was das große Geheimnis ist und wie das Buch letztendlich ausgeht. In einem Satz: Das Buch zog sich wie Kaugummi. Die Rezepte waren immer sehr schön gestaltet, jedoch nichts für meinen Geschmack und auch für die Geschichte überhaupt nicht relevant.

Fazit: In einem Wort: Überflüssig. Ich hatte überhaupt keinen Spaß am Buch, es zog sich wie Kaugummi und bekommt 1,5 von 5 Punkten, weil es 2 Rezepte gibt, die mich zum Kochen verführen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Lecker-leichte Sommerlektüre, 10. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Johannisbeersommer (Taschenbuch)
Süß wie Herzplätzchen mit Schokoladenüberzug" und zugleich ein wenig bitter wie Wenn dir etwas fehlt - Ginger Ale": Andrea Israel und Nancy Garfinkel erzählen in Johannisbeersommer" die Geschichte einer langjährigen Freundschaft mit all ihren Höhen und Tiefen und beweisen einmal mehr, dass Liebe durch den Magen geht.

Dabei glänzt der Roman vor allem durch die verschiedenen Perspektiven, die dem Leser einen facettenreichen Einblick auf das Geschehene ermöglichen. Im ersten Teil des Buches nehmen die Protagonistinnen Val und Lilly nach mehr als zwei Jahrzehnten via E-Mail Kontakt zueinander auf und versuchen sich nach einem schwerwiegenden Streit wieder anzunähern. Die Mails wirken warmherzig und sehnsüchtig, jedoch gleichzeitig sehr gewollt und aufgesetzt, was ihnen zunächst einen unnatürlichen Charakter verleiht. Der Eindruck verfliegt allerdings im zweiten Teil des Buches mit einem Zeitsprung in die Vergangenheit. Darin kann in Form von Briefen nachvollzogen werden, wie Val und Lilly von Mädchen zu Frauen heranwachsen, in welch unterschiedliche Richtungen sie sich entwickeln, aber trotzdem immer wieder zueinander finden - bis ein vermeintlicher Verrat die Freundinnen für viele Jahre entzweit. Dieser Bruch erklärt, weshalb der Ton, den die beiden 26 Jahre später anschlagen, so bemüht wirkt. Ein weiterer Zeitsprung trägt den Leser schließlich ins Jahr 2002, die Gegenwart des Romans, in der Val und Lilly nach einem erneuten Abbruch des Kontakts ihre tiefe Freundschaft schließlich wieder besiegeln, und die Vergangenheit endgültig hinter sich lassen können.

Zwischen dem gelungenen Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, Brief- und Prosaform, stellen die Rezepte - wie bei der Freundschaft der Frauen - das verbindende Element und den roten Faden dar. Bei den größtenteils einfachen Gerichten handelt es sich meist um Süßspeisen oder vegetarische Mahlzeiten, die, passend zur jeweiligen Situation und Gefühlslage, entsprechend benannt wurden.

Was leider nicht passt, ist der Titel des Buches. So ansprechend Johannisbeersommer" auch klingt, steht er in keiner Weise im Bezug zum Inhalt. Weder lässt sich ein Rezept mit Johannisbeeren finden, noch ist der Sommer Dreh- und Angelpunkt der Geschichte. Dennoch ist die Gestaltung des Covers sehr ansprechend und macht Appetit auf die Lektüre.

Insgesamt ist der Roman eine leichte Lesekost, die Spaß macht, und mit der gewissen Würze für Kurzweil sorgt - ideal für diese Jahreszeit.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mehr als Freundschaft, 19. Juli 2010
Von 
Andrea Lu (Marl, NRW) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Johannisbeersommer (Taschenbuch)
Val und Lilly sind beste Freundinnen von Kindheitstagen an obwohl sie nicht verschiedener sein können. Val ist die zielstrebige, korrekte, intelligente graue Maus während Lilly die schillernde, extrovertierte Schönheit ist, die schon immer alles ausprobieren und alle Erfahrungen mitnehmen musste, die das Leben für sie bereit hielt.

Das Buch beginnt mit einer E-Mail von Valerie an Lilly um ihr mitzuteilen, dass ihre Mutter getorben ist. Nach sechsundzwanzig Jahren Funkstille ist dies wieder der erste Kontakt der beiden Frauen. Sie sind damals im Streit auseinandergegangen, und beginnen nun langsam über E-Mails ihre frühere Freundschaft neu zu beleben. Val schreibt Lilly, dass sie beim Durchgehen der Besitztümer ihrer Mutter eine Hutschachtel fand, die gefüllt war mit den Rezeptclubbriefen ihrer Kindheit. Auch Lilly hat noch alle ihre Rezeptclubbriefe. Und so fangen die beiden an ihre gemeinsame Vergangenheit aufzuarbeiten. Als sie allerdings an dem Punkt ankommen, der sie vor sechsundzwanzig Jahren auseinander gebracht hat, schaffen sie es wieder nicht diesen zu bewältigen und brechen ihren Kontakt erneut ab.

Hier beginnt nun der zweite Teil des Buches. Es sind die Briefe von Lilly und Val die sie sich im Alter von elf bis zwanzig Jahren geschrieben haben. Sie hatten einen Rezept-Club gegründet, das heißt, das jedem Brief ein Rezep beigefügt wurde. Es wird die Entwicklung der beiden Mädchen beschrieben und der Leser wird in das Geheimnis eingeweiht, das zu den unüberbrückbaren Differenzen geführt hat, die sie als Zwanzigjährige mit einem Eklat auseinander hat gehen lassen.

Der dritte Teil beginnt mit der Nachricht, dass Lillys Vater gestorben ist. Mittleweile sind zwei Jahre vergangen. Können die beiden Frauen, die sich eigentlich nie gegenseitig aufgegeben haben, nun endlich zueinander finden?

Dieses Buch ist in jeglicher Hinsicht ein ganz besonderes Buch. Ein Großteil ist in Form vonBriefen bzw. E-Mails geschrieben. Die jeweils eingeführten Rezpte machen das Lesen zu einem außergewöhnlichen Genuss. Sätze wie: "Unsere Mütter sind nicht mehr da, meine ist zu Staub geworden, deine hat sich verdünnisiert" oder "Ich versuch das alles auf die Reihe zu kriegen, auch wenn es ein bisschen so ist, als wolle man den Mond mit einem Lasso einfangen" prägen den Schreibstil der beiden Autorinnen. Einfühlsam werden die Charaktere der beiden Protagonistinnen entwickelt, in jede kann man sich hineinversetzen. Es ist ein Buch über Freundschaft, dass aufzeigt, dass einem Freundschaft nicht einfach so geschenkt wird, dass man sich Freundschaft immer wieder erarbeiten muss.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Herzerwärmender Briefroman, 17. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Johannisbeersommer (Taschenbuch)
Lilly und Valerie, das sind zwei Frauen wie Tag und Nacht. Die eine selbstbewusst und offenherzig, die andere strebsam und schüchtern. Unterschiedlichere Ziele und Wünsche könnten sie nicht haben. Doch trotzdem verbindet sie eine innige Freundschaft, bis es zu einem fürchterlichen Vertrauensbruch kommt und jeglicher Kontakt abbricht. Erst nach vielen Jahren und einem Todesfall nehmen sie wieder per E-mail Kontakt auf. Doch werden sie ihre Freundschaft erneuern können oder sich nur weiter voneinander entfernen?

Der Roman ist eine Art moderner Briefroman in dem die Protagonisten sowohl über E-mails, in der Gegenwart, und über Briefe, in der Vergangenheit, kommunizieren. Die E-mails, die die gegenwärtigen Ereignisse schildern geben anfänglich noch Rätsel auf, die später erst durch die Briefe aufgeklärt werden. Durch das Einbringen der Briefe aus der Kindheit von Lilly und Val werden die Charaktere Stück für Stück entwickelt und wirken wie aus dem Leben geholte Personen. Die Rezepte des Rezeptclubs befinden sich immer wieder an den Briefen und laden den Leser zum kochen und backen ein, dabei gibt es typisch amerikanisches aber auch speziell kreierte Rezepte, die sich der jeweiligen Situation anpassen. Als besonders gelungen empfand ich die Perspektiv- und Erzählweisenwechsel, die das Buch abwechslungsreich und authentisch gestalten.

Rundum ist die Gestaltung des Romans top, ein schönes und thematisch passendes Cover, gut gestaltete Rezepte und eingefügte Zeitungsartikel. Die gefühlvolle Sprache rundet das Bild ab und macht "Johannisbeersommer" zu einem wärmenden Lesevergnügen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Brief- und Email-Roman. Die Geschichte einer Freundschaft., 16. Juli 2010
Von 
½ - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 50 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Johannisbeersommer (Taschenbuch)
Über 25 Jahre stand eine selbsterrichtete Mauer des Schweigens zwischen Val und Lilly. Das Buch beginnt im Jahr 2000 mit einem Versuch diese Mauer einzureißen. Ein Versuch, der scheitert. Es ist nicht nur der Verrat aus dem Jahre 1973. Unausgesprochene Gefühle, unerklärliches Verhalten verhindern die Versöhnung. Mit diesem Paukenschlag beginnt das Buch.

Danach kehrt die Autorin zurück ins Jahr 1964. Val und Lilly - In ihren Briefen erzählen die beiden Mädchen sich ihre Sorgen, Wünsche und Pläne. Und berichten aus ihrem Alltag. Keinem einfachen Alltag, denn Vals Mutter kann das Haus nicht verlassen. Ärztlichen Rat findet sie bei Lillys Vater Isaac Stone, einem erfolgreichen Psychiater. Lillys Mutter hingegen ist eine gefeierte Schauspielerin. Zudem sind die beiden Mädchen sehr unterschiedlich. Val, angepasst und lernwillig, beendet die Highschool bereits ein Jahr früher als normal und beginnt eine College- und Hochschulausbildung. Lilly hingegen ist ein kreativer Geist, der sich dem Willen des Vaters nicht beugen mag. Das Lernen fällt ihr nicht so leicht. Zwar besucht auch sie zunächst ein College, die Musik jedoch mag sie nicht aufgeben.

Der dritte Teil schließlich handelt wieder in der heutigen Zeit, genauer gesagt in den Jahren 2002/2003. Lillys Vater ist gestorben und endlich, nach langer Zeit kommt die Wahrheit über ein Familiengeheimnis ans Tageslicht.

Zum Aufbau:
Der erste Teil in Email-Form, der zweite Teil mit Briefen und der dritte Teil mit unterschiedlichen Bestandteilen: Emails, Zeitungsauschnitte, aber auch sehr viel Prosa.

Rezepte ...
... sind vor allem im zweiten Teil enthalten. Nach fast jedem Brief. Manchmal sind die Rezepte kurz, manchmal aber auch zwei oder mehr Seiten lang. Es sind einfache Dinge mit dabei, zum Beispiel Erbsen im Topf oder der experimentelle Milchshake, aber auch Komplizierteres wie die vegetarischen Samosas für gutes Karma oder der konspirative Apfelkuchen. Süßes, Herzhaftes, Vegetarisches, aber auch Fisch und Fleisch. Eine vielfältige Mischung. Insgesamt machen die Rezepte geschätzte 35-40% des Inhaltes aus.

Etwas Bemerkenswertes: Die Gestaltung!
Da hat sich jemand sehr, sehr viel Mühe gemacht! Unglaublich abwechslungsreich. Die Rezepte sind mit einem zarten Rahmen umgeben und so leicht erkennbar. Zusätzlich sind Zeitungsartikel und auch andere spezielle Mitteilungen grafisch besonders hervorgehoben. Teilweise mit grauem Hintergrund und Bildern. Sehr schön gemacht, großes Lob!

Und was mir nicht so gut gefallen hat:
Aktuelle Themen der sechziger und siebziger Jahre werden kaum angesprochen. Sicher, der Friedensmarsch in Washington vom 24.4.1971 wird erwähnt. Dass John Kerry gesprochen und John Denver gesungen hat, erfährt der Leser jedoch nicht. Martin Luther Kings Tod im April 1968 oder das Civil Rights Movement im Allgemeinen ist nicht thematisiert. Auch finden sich verblüffend wenig Hinweise auf die damalige Musikszene. Die aktuellen Hits der Beatles oder Rolling Stones oder anderer Interpreten / Gruppen werden nur sehr selten erwähnt. Persönlich hätte ich mir mehr Bezüge zum aktuellen Geschehen, egal ob Musik, Politik oder Gesellschaftliches gewünscht.

Ein Rätsel:
Der Titel! Er passt so gar nicht zum Inhalt. Den englischen Titel - The recipe Club: a tale of Food and Friendship - finde ich sehr viel passender.

Mein Fazit:
Alles in Allem eine nette, unterhaltsame Geschichte. Locker geschrieben und leicht lesbar. Schade ist nur, dass es so wenige Bezüge zum aktuellen Geschehen der sechziger und siebziger Jahre gibt. Andererseits gelingt es den Autorinnen sehr gut, die größeren und kleineren Ereignisse im Leben der Mädchen, Teenager und später jungen Frauen in die Briefe einzuflechten. Wie eine Freundschaft aus unbedachten Verhalten zerbrechen kann. Welchen Schaden Familiengeheimnisse anrichten können. All das ist sehr gut beschrieben. Einen Bonus gibt es für die liebevolle Gestaltung.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kann man mitnehmen, muss man aber nicht, 20. Juli 2010
Rezension bezieht sich auf: Johannisbeersommer (Taschenbuch)
Ähnlich wie bei "Sieben Wellen2, wo ein Kontakt zwischen Unbekannten entsteh und Schwerpunkt des Buches ist, ist es hier die Brieffreundschaft zweier Frauen, die sich seit Kindesbeinen an kennen und auf irgendeine Weise miteinander verwoben sind. Immer wieder blickt durch, dass sie vom Charakter wie auch Äußeren her nicht unterschiedlicher sein können. Das Anvertrauen gegenseitiger Geheimnisse mutet von niedlich bis rührend an, manchmal geheimnisvoll, dann schmerzhafte Emotionen durch z.B. Vertrauensbruch, die neu aufgelebt und abgearbeitet werden. Dazwischen zahlreiche Rezepte, die mir persönlich manchmal schon zu viel wurden.
Brieffreundschaften gibt es zuhauf. Etliche von denen gehen irgendwann kaputt. Meist weiß man gar nicht warum und wenn, wagen es die wenigsten, dort anzusetzen und die Situationen anzusprechen, um sie zu bereinigen. In diesem Fall Johannisbeersommer musste erst Trauer Einzug halten, bevor sich überwunden wurde und zwei nunmehr erwachssene Frauen versuchen ein altes Thema zu beseitigen und dabei sehr schnell merken, wie sie an die Grenzen stoßen und nicht recht wissen, ob und wie sie diese überqueren können, zumal auch noch ein Mann ihnen dabei immer wieder in die Quere kommt, der seine ganz besondere Rolle spielt (aber ausnahmsweise mal nicht die eines Liebhabers einer der beiden Hauptprotagonisten!).
Allerdings hatte ich zwischendurch für mich auch das Empfinden, ob es kein Roman mit Rezepten , sondern eher ein Koch- und Backbuch mit kleinen Episoden ist, die das Leben schrieb - hier bevorzugt aus dem Leben der beiden Hauptprotagonistinnen gezogen. Ich fand die Geschichten/den Briefaustausch häufig nur an den Haaren herbeigezogen, um eine Überleitung zum Rezept zu ermöglichen. Zwischen den einzelnen Briefen liegen oft Wochen und es wird dann auch auf den vorhergehenden Brief nicht mehr eingegangen/nicht beantwortet. Insofern geht auch das Hauptthema, warum der Kontaktabbruch kam, immer wieder unter, wird dann wieder hochgeschaukelt, bevor er wieder im Wellengang verschwindet.... Geändert hat daran für mich auch nichts die Wiederbegegnung der beiden Frauen, als sie sich direkt gegenüberstehen.
Eine seichte Lektüre und für "Wortvoyeure" ein interessanter Weg, an den Geheimnissen anderer teilhaben zu können. Aber umwerfend, herausragend oder so interessant, dass man es lesen muss - klares Nein. Hobbyköche werden da wohl eher Freude dran haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Johannisbeersommer, 22. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Johannisbeersommer (Taschenbuch)
Eine echte Sommerlektüre haben wir hier in Andrea Israel und Nancy Garfinkels "Johannisbeersommer!" Leicht zu Lesen und ohne besonderen Tiefgang, zumindest nicht in meinen Augen. Ich muss gestehen ein klein wenig gelangweilt habe ich mich auch ein bißchen und manches Mal überlegt, ob ich das Buch nicht zur Seite legen sollte. Für den einen mag es eine besondere Lektüre sein, einfach schon, da es Briefe oder E-Mails sind, die hin und hergeschickt werden und das wird sicherlich nicht jedermanns Geschmack sein oder gerade deshalb interessant. Meins war es eindeutig nicht! Die Rezepte fand ich schon irgendwie witzig, da sie einfach immer zum Thema passten. Wenn die beiden Freundinnen sich angepflaumt haben, gab es eben eine Rezept für einen Pflaumenkuchen oder wenn sie abends zusammen ausgehen wollten ein Vorbereitsungsdessert. Es ist schon ein Buch der besonderen Art, aber mich hat es nicht gepackt. Auch wenn wir in Zeiten der E-Mails leben, mag ich nicht ein ganzes Buch lesen, wo E-Mails hin und her geschickt werden. Und wer nicht dumm ist, weiß schon vor der Beerdigung und Testamentseröffnung was in den beiden Familien im Busch war. Eigentlich eine sehr traurige Familienangelegenheit in die wir mithineingezogen werden, ob wir das nun wollen oder nicht!

Im Prinzip von der Idee her sehr modern und ins Zeitgeschehen passend, aber leider fand ich es merkwürdig und konnte mich an diesen Schreibstil nicht gewöhnen.

3 Sterne vergebe ich gerne, aber mehr ist meiner Meinung nach nicht drin!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nette Lektüre, 27. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Johannisbeersommer (Taschenbuch)
Inhalt:

Valerie und Lilly sind von Kindheit an beste Freundinnen und unzertrennlich. Doch als sie erwachsen werden gibt es ein Geheimnis und einen bösen Streit. Nachdem sie 26 Jahre lang keinen Kontakt haben, nimmt Valerie nach dem Tod ihrer Mutter wieder Kontakt zu Lilly auf und man darf gespannt sein, wie sie versuchen sich wieder anzunähern und die Vergangenheit aufzuarbeiten.

Zwischendurch sind immer wieder Kochrezepte ihres Kochclubs zu finden.

Meine Meinung:

Das Buch ist größtenteils in Briefform bzw. Mail-Form geschrieben. Das garantiert schon mal einen flüssigen und interessanten Schreibstil mit sehr kurzen Kapiteln. Das ganze Buch basiert sozusagen auf den Briefen der beiden Hauptprotagonisten, die sie sich gegenseitig schreiben.

Es sind einige Zeitsprünge vorhanden. Das Buch fängt damit an, dass Valerie nach 26 Jahren wieder Kontakt zu Lilly aufnimmt. Dann kommt der Hauptteil des Buches, der der sozusagen die Zeit beschreibt in der die beiden befreundet waren und als die Probleme anfingen. Und am Ende kommt nochmal ein Nachtrag 3Jahre später, nachdem Valerie wieder Kontakt aufgenommen hatte.

In dem Buch geht es in erster Linie um das Leben von Valerie und Lilly, und ihre Freundschaft mitsamt allen Höhen und Tiefen. Man erfährt sehr viel über die beiden, auch über ihre Gefühle und Ängste, so dass man sich gut mit ihnen identifizieren kann. Zwischendurch sind ganz häufig Rezepte zum Nachkochen/Nachbacken aufgeführt, da die beiden sozusagen einen Kochclub hatten.

Insgesamt hat mir das Buch gut gefallen und es ist total lebendig geschrieben. Gestört hat mich aber Titel und Cover, die eigentlich überhaupt nichts mit dem Inhalt des Buches zu tun haben. Der Titel des englischen Originals ist sehr viel besser passend.
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Johannisbeersommer
Johannisbeersommer von Nancy Garfinkel (Taschenbuch - 14. Juli 2010)
EUR 8,95
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