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am 17. Januar 2013
Der Mailänder Journalist Enrico Radeschi fährt in seinem Urlaub gerne in sein Heimatdorf Capo di Ponte Emilia. Aber das normale Leben und die Arbeit spietl sich in Mailand ab - was soll ein Journalist, denn auch in so einem kleinen Dorf, in dem fast nie etwas geschieht? das sollte man jedoch ncith zu laut sagen, denn kurz nach seiner Ankunft, wird eine abgehackte Hand per Post verschickt und Enricos Sensationslust und Neugierde geweckt....

"Die linke Hand des Teufels" ist Paoli Roversis Debütkrimi und dafür ist es auch nicht schlecht. Der Schreibstil ist angenehm und sehr leicht zu lesen, dennoch zieht sich die Geschichte und die Ereignisse um das Dorf und die Mordfälle sehr in die Länge. Viele Leser haben die Handlungsintensität und den Spannungsaufbau mit einem heißen, langen und trägen italinienischen Sommertag beschrieben - und dieses Gefühl teile ich leider.
Ein kleines Problem hatte ich auch mit den vielen verschiedenen italienischen Namen und den Personenbeschreibungen mit Berufsbezeichnungen, irgendwann bin ich aber auch damit besser klar gekommen.

Zwar beginnt die Polizei direkt zu ermitteln nachdem die erste amputierte Hand - und später die erste Leiche - aufgefunden wird. Dennoch wirkt es teilweise sehr langatmig, bevor alles richtig ins Rollen kommt. Erschwerend kommt hinzu, dass Enrico, der mit seinen Hackerfähigkeiten eine beliebte Unterstützung der Polizei ist, zwischendurch auch immer mal wieder nach Mailand abkommandiert wird.

Dennoch nimmt das Buch im letzten Drittel etwas an Fahrt und Spannung auf - und ich denke, dass es in seinem nächsten Roman noch besser klappen wird, denn bekanntlich ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Ein interessantes Krimidebüt, dass im Bezug auf Spannung und Handlungsdichte noch ausbaufähig ist, den geneigten Leser aber dennoch zu unterhalten weiß. Ich bin gespannt, was noch kommen wird!
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am 5. Juli 2012
Guter Krimi für den Strand. Allerdings darf man bei den italienischen Bezeichnungen der Polizei etc. nicht zu unkonzentriert sein- mich hat das eigentlich recht lange doch verwirrt.
Für meinen Geschmack hätte der Roman noch ein wenig spannender sein können. Der Schreibstil ist ok, plätschert so dahin. Die zwei zeitgleichen Ermittlungen ergänzen sich gut!
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am 12. März 2012
La mano sinistra del diavolo - so lautet der italienische Titel des Buches. Der für die deutsche Ausgabe wortwörtlich übersetzt wurde, was ich schon erstaunlich genug finde...

Der junge Journalist Enrico Radeschi fährt in den Sommermonaten aus Mailand zurück in sein Heimatdorf, um den Kater seiner Eltern zu vesorgen, als diese in den Urlaub fahren. Normalerweise geschieht in Capo di Ponte Emilia nichts Aufregendes, doch nun wird in dem Briefkasten eines leerstehenden Hauses eine amputierte menschliche Hand gefunden. Kurze Zeit später gibt es das erste Mordopfer.
Als eine weitere menschliche Hand den Weg in einen Briefkasten findet und ein weiteres Opfer zu beklagen ist, wird klar, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Radeschi ermittelt gemeinsam mit der Polizei, wobei ihm seine Fähigkeiten als Hacker recht dienlich sind. Dabei laufen die Ermittlungen zunächst mehr als gemächlich an, was sicherlich auch der alles lähmenden Sommerhitze geschuldet ist, die Italiens Norden fest im Griff hält.
Zwischenzeitlich reist der Journalist auch noch mehrfach nach Mailand, wo seine Dienste im Rahmen anderer Mordfälle ebenfalls in Anspruch genommen werden. Dadurch geraten die Ermittlungen in Capo di Ponte Emilia zeitweise ebenfalls ins Stocken...

Dieser Roman stellt das Debüt Paolo Roversis um den jungen Journalisten Radeschi dar. So wie sich ein Sommertag in der Gluthitze des Nordens Italiens hinziehen mag, so zogen sich für mich ein wenig die Seiten in diesem Roman, vor allem die ersten 2/3 des Buches. Erst im letzten Drittel kam die kriminalistische Dynamik etwas in Fahrt, stellte aber auch keinen Bruch zum sehr gemächlichen Einstieg in die Ermittlungen dar...
Der Schreibstil war flüssig zu lesen, allerdings verlor ich zwischendurch immer mal wieder den Anschluss,was wohl hauptsächlich daran lag, dass die vielen verwendeten italienischen Namen der handelnden Personen und ihre teilweise auch italienisch belassenen Berufsbezeichnungen Vicequestore, Maresciallo, Sottotenente (abwechselnd zu ihren deutschen Übersetzungen) mich verwirrten. Oftmals verlor ich den Faden, kam mit den Namen durcheinander und dachte: wer ist jetzt nochmal wer?

Insgesamt war das Buch durchaus unterhaltsam und für ein Erstlingswerk gelungen. Ich hätte mir mehr Spannung gewünscht und weniger langatmige Stellen - auch die Auflösung um das Motiv hätte für mich origineller sein können.
Ein unkompliziertes Buch, das man am besten im Schatten auf der Flucht vor einem heißen Sommertag genießt...
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am 12. März 2012
Capo di Ponte Emilia ' ein kleines, idyllisches Dorf in Norditalien oder ' wie die Großmutter eines der Protagonisten es ausdrückt 'am Arsch der Welt'. Doch die besinnliche Ruhe der Dorfbewohner wird jäh gestört, als der Dorfbriefträger ist Postkasten eines leer stehenden Hauses eine abgetrennte Hand findet. Kurz darauf geschieht der erste Mord an einem alten Mann.

Enrico Radeschi, ein junger Journalist und Hacker lebt eigentlich in Mailand, soll sich in Capo di Ponte Emilia, seinem Heimatort, aber um das Haus und vor allem den Kater seiner Eltern kümmern. Und natürlich kann Enrico dem Drang nicht widerstehen, seine Nase in die Mordentwicklungen der hiesigen Polizei zu stecken, denn schließlich hat er hochgesteckte Karriereziele.

In Paolo Roversis erstem auf Deutsch erschienen Roman 'Die linke Hand des Teufels' ' in Italien umfasst die Reihe um Enrico bereits 5 Bände ' hat 2 Handlungsstränge. Zum einen sind da die Morde, die in Capo die Ponte Emilia geschehen, zum anderen hilft Enrico aber auch seinem Freund, dem Polizeichef Sebastiani bei der Aufklärung einiger Morde in Mailand. Warum es diese beiden Handlungsstränge gibt, wird leider nicht ersichtlich. Vielleicht soll der eine Radeschis Leben als Journalist, der andere seine Aktivitäten als Hacker und sein Privatleben schildern ' auf jeden Fall greifen beiden nicht ineinander.

Der Schreibstil des Autors ist auf jeden Fall herrlich. Auf authentische Art und Weise porträtiert er das Dorf und seine Einwohner und den typisch italienischen Lebensstil. Seine Figuren sind Sympathieträger: sei es der aufs Land versetzte, geschiedene Maresciallo Boskovic, der mit einem Gürteltier namens Gatsby zusammenlebt. Oder sein liebenswerter, aber nicht besonders intelligenter Brigadiere Rizzitano. Beide sind Carabinieri, wie man sie sich vorstellt. Sie beginnen ihren Morgen mit einer Zeitung und einem Kaffee, gerne auch mit Schuss, ihre Mittage in der Bar des Dorfes und ihre Abende bei einem Gläschen Wein. Nur Enrico stört den Frieden der beiden Männer, indem er sich in die Entwicklungen einmischt.

Im Laufe der Handlung wird deutlich, dass es sich bei den Morden in Capo di Ponte Emilia nicht nur um reine Gräueltaten handelt, bei denen den Opfern zur Vorankündigung eine Hand geschickt wird. Nein, die Taten sind politisch motiviert und nehmen Bezug auf die Zeit der faschistischen Repubblica di Salò unter Mussolini. Die Fakten werden dabei angenehm in die Handlung verflochten, so dass nicht der Eindruck einer Geschichtsstunde entsteht.

Fazit: 'Die linke Hand des Teufels' ist ein erfrischender Krimi, auf dessen deutsche Fortsetzung 'Tödliches Requiem' wir uns im Juli dieses Jahres freuen dürfen!
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am 12. März 2012
Auf dem Dorf passiert nie was, deshalb ist Enrico Radeschi auch lieber in Mailand für die Reportagen über sämtliche spannenden Dinge des Lebens zuständig. Doch kaum hat er Urlaub, findet man just in seinem Heimatort Capo die Ponte Emilia eine abgehackte Hand in der Post. Urlaub hin oder her, der Chefredakteur weiß, wen er vor Ort hat und lässt Radeschi recherchieren. Dank seiner zahlreichen Bekanntschaften hat der Journalist recht schnell einen aufsehenerregenden Artikel beisammen. Als wäre das nicht genug, wird er schon bald nach Mailand zurückbeordert: Dort hat er in Gestalt des stellvertretenden Polizeipräsidenten Sebastiani einen sehr guten Freund, der ihn für eigene Ermittlungen einspannen will. In Mailand wurde eine junge Frau tot in einem Park gefunden und ein Restaurantbesitzer ist verschwunden. Und so pendelt Radeschi zwischen zwei Fällen und zwei Städten hin und her.

Flüssig geschrieben ist der Roman und er "flutschte" mir in einem Tag durch die Finger. Für einen richtig guten Krimi aber fand ich es zu hektisch. Radeschi jagt zwischen Capo und Mailand hin und her, mal pfeift ihn der Chefredaktuer wohin, mal Sebastiani. Da muss man auch als Leser dran bleiben, was nicht immer sofort funktioniert. Als wäre der Krimi nicht genug, macht Radeschis Freundin in seiner Abwesenheit Faxen. Hinzu kam, dass italienische Titel und Namen munter vermischt wurden, aber der im italienischen Polizeiwesen unbewanderte Leser eine Zeit brauchen dürfte, um herauszufinden, dass zum Beispiel der Comandante Boskovic gleichzeitig der Mareschiallo, oder kurz Marescià, ist - es hat auch mich ein paar Seiten gekostet.

Insgesamt bot sich ein rasch durchlebtes Abenteuer, das - gespickt mit chaotischem Ablauf - nicht allzu arg hängen bleiben wird. Für mich eine nette Unterhaltung nebenher, geüwrzt mit interessanten Informationen zur italienischen Geschichte im zweiten Weltkrieg, aber ein Muss wird die Serie nicht unbedingt.

Der Roman liest sich, als wäre er zwar der erste Radeschi-Krimi, der ins Deutsche übersetzt wurde, aber als wäre er bereits der zweite oder dritte einer Serie. Es gibt Bezüge zu Radeschis Vorgeschichte, in der er zum Beispiel bei einer Schießerei das Leben gerettet bekam und wie er einer Betrügerin das Handwerk legte. Das wäre interessant zu wissen.

P.S. ein paar Tage später: Ein Blick bei der krimicouch verrät, dass es in der Tat noch einen Radeschi-Krimi namens Blue Tango gibt, der wahrscheinlich die Handlung enthält, die ich in einem Vorgängerband vermutete.
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am 13. Januar 2012
Um es gleich vorwegzunehmen, ich habe Die linke Hand des Teufels nach etwa 100 Seiten abgebrochen. Irgendwie werde ich mit der italienischen Lebensart nicht so richtig warm. Donna Leon, Andrea Camilleri und nun Paolo Roversi...

In diesem s.g. Krimi scheint keinen der Fund der Hand und die Toten, der alte Mann und die junge Frau, wirklich zu interessieren... stattdessen plätschert der Roman nur so dahin, mit Landschafts- und Personenbeschreibungen.

Erst als eine zweite Hand auftaucht und ein weiterer Mord geschieht, werden die Carabinieri aktiv. Und der Journalist Enrico Radeschi, der Verbindung zu beiden Orten der Verbrechen hat, nämlich Mailand und Capo di Ponte Emilia, 'ermittelt' ebenfalls.

Die Sprache von Paolo Roversi finde ich leider gar nicht zum Schmunzeln, seine Witze wirken auf mich eher konstruiert und ein bisschen platt, wie der Charme von Don Camillo und Peppone, was evtl. auch an der deutschen Übersetzung liegen mag.

Commandante Boskovic ist ein Gürteltier zugelaufen, das er nun unter dem Namen Gatsby als Haustier hält. So ein Quatsch! Da fand ich in Armadillo von William Boyd doch um Längen besser.

Spannung wurde meiner Meinung nach auch nie wirklich aufgebaut, eher Langeweile. Einen Folgeband werde ich mir daher schenken. Schade, aber da bleibe ich doch lieber bei meinen düsteren Skandinaviern...
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am 30. Dezember 2011
In Paolo Roversis Roman "Die linke Hand des Teufels" wird der Mailänder Journalist Enrico Radeschi als Hauptfigur einer neuen Krimi-Serie eingeführt: Er stammt aus dem nordialienischen Dorf Capo di Ponte Emilia und arbeitet inzwischen in Mailand als Journalist. In dieser ersten Folge ist er journalistisch hin und hergerissen zwischen diesen beiden Orten, die für ihn so viel bedeuten: In Capo di Ponte Emilia, wo gewöhnlicherweise eine Beerdigung das spannendste Ereignis im sozialen Leben darstellt, ermitteln Rizzitano und Boskovic im Falle des Fundes einer menschlichen, abgetrennten Hand im Briefkasten eines Mitbürgers. Was steckt hinter diesem grausamen Fund? Die Ermittler und Radeschi müssen tief in der Vergangenheit des Dorfes wühlen und den Konflikt zwischen SS und Partisanen aufarbeiten. In Mailand wiederum versuchen Sebastiani und Sciacchitano die Hintergründe der Ermordung der jungen Frau Debora Vergani aufzudecken. Kann Radeschi auch hier wichtige Impulse geben und journalistischen Erfolg einheimsen? Wird er dem Druck seines Chefredakteurs Beppe Calzolari Stand halten können?

Die beiden Handlungsstränge sind spannend und unterhaltend geschrieben, wobei die erste Hälfte etwas anstrengend zu lesen ist, was jedoch die zweite Hälfte durch deutliche Zunahme der kriminalistischen Dynamik wieder bestens ausgleicht. Ich finde es sehr gut, dass Radeschi nicht in den Mittelpunkt gerückt wird, sondern einer von mehreren wichtigen Ermittlern ist. Insgesamt wäre eine bessere Einführung in das italienische Polizeisystem und der dienstlichen Ränge, z.B. im Rahmen eines Glossars, wünschenswert. Des Weiteren möchte ich darauf hinweisen, dass der oft im Rahmen der Werbung für Roversis Bücher angeführte Vergleich zu Stieg Larson meines Erachtens weit hergeholt ist: Radeschi kennt sich zwar mit Computern sehr gut aus und wendet nicht immer legale Methoden an, um an Informationen zu kommen, dennoch spielen diese Kenntnisse im Roman selbst nur eine untergeordnete Rolle. Außerdem ist der Stil des Romans deutlich nüchterner und formaler gehalten. Ich bevorzuge es deshalb, Radeschi als eigenständigen Ermittler zu sehen, der auch selbst genug Charisma hat, um von sich zu überzeugen!

Das Titelbild passt sehr gut zum nüchternen Stil des Romans und erweckt Neugier, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten.

Insgesamt ein guter Einstieg in diese neue Krimi-Serie mit der Möglichkeit, die Protagonisten in den nächsten Romanen weiterzuentwickeln.
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am 4. Oktober 2011
Roversi hat einen besonders angenehmen Schreibstil. Die Art und Weise wie er die Szenen beschreibt und Aufbaut erzeugen beim Leser die buntesten Bilder. Man hat in der Regel eher das Gefühl einen Film zu sehen, als ein Buch zu lesen. In der Tat wirkt der Roman frisch und authentisch. Er überzeugt auf der ganzen Länge durch seinen chaotischen italienschen, aber eben auch strukturieten Scharm.

Die Story an sich ist sehr spannend. Bereits nach der Einführung, will der Leser unbedingt mehr wissen. Der Aufbau ist sehr gut gelungen. Dennoch verrennt sich Roversi nicht (wie zum Beispiel bei Schweden-Krimis) in den dunklen Seiten, sondern lässt hin und wieder Humor durchsickern, der gekonnt platziert und eingesetzt wurde.

Fazit: Ein Buch zum weiterempfehlen.
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am 11. September 2011
"Die linke Hand des Teufels" ist der Start einer Kriminalromanreihe vom Autor Paolo Roversi um den Journalisten und Hacker Enrico Radeschi.

Inhalt: In seinem Heimatdorf Capo di Ponte Emilia sollte Enrico eigentlich nur "Catsitter" spielen, da seine Eltern im Urlaub sind. Also er dort aber ankommt, wird er gleich auf die Story um den aktuellen Mord, dem eine Warnung in Form einer Hand vorherging, angesetzt. Enrico nimmt Kontakt zu den Carabinieri vor Ort auf, von denen er einen von früher kennt. Mit dessen Hilfe versucht er bei den Ermittlungen mitzuwirken, um als Erster alle wichtigen Fakten zu dem Fall zu erhalten. Des weiteren benötigt an seinem Wohnort der stellvertretende Polizeipräsident Loris Sebastiani seine Hilfe hinsichtlich Computerrecherchen.

Meine Meinung: Der Auftakt dieser Reihe ist vollgepackt mit zwei Ermittlungssträngen und Beziehungsproblemen. Diese fand ich übertrieben, da sie zu oberflächlich behandelt würden. Man erhält ansonsten eine gute Charakterdarstellung der einzelnen Personen und ihrer Vorlieben z.B. Zigarettenmarken, Alkoholvorlieben usw. Die Handlungsverläufe in der Geschichte sind unterhaltsam zu lesen, wenn sie auch teilweise nicht neu sind, da sie so ähnlich in anderen Serien bereits vorkommen. Trotzdem fand ich es lesenswert und die kurzen Kapitel sehr angenehm. Die italienischen Begriffe bezüglich der Polizei und der Carabinieri, wie auch die Namen von Personen und Orten, geben wie auch das Cover dem Roman die italienische Note, beim Lesen waren es für mich aber stellenweise Stolpersteine.

Fazit: Ein gelungener Start einer neuen Kriminalreihe, die meiner Meinung nach aber noch verfeinert werden könnte.
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Einen Krimi aus dem Ullstein-Taschenbuchverlag möchte ich euch heute vorstellen.

Inhalt und Gliederung:
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Im Buch geht es um Enrico Radeschi, einen jungen Journalisten, der gleichzeitig Hacker ist und in Mailand wohnt. Er ist gebürtig aus der Lombardei und in einem kleinen Dorf groß geworden. (Capo di Ponte Emilia) In diesem Dörfchen wird im Briefkasten eines unbewohnten Hauses eine abgehackte Hand gefunden.

Rudolph Mayer steht auf dem Briefumschlag geschrieben. Man kann herausfinden, dass dies von einem Linkshänder geschrieben wurde. Man findet nicht lange danach einen Mann tot auf. Er ist durch einen Genickschuss zu Tode gekommen. Die Polizei findet lange keinen Anhaltspunkt und somit auch nicht den Täter.

Nicht lange darauf - nur einige Tage - findet man eine weitere Hand und auch wieder einen Toten. Nun holt man Enrico dazu und bittet ihn um Rat und seine Mithilfe, weil seine Ermittlungsmethoden gänzlich anders sind und man sich erhofft, dass er den Täter finden und die Zusammehänge aufdecken kann.

Beide Tote waren im Leben durch ein Geheimnis verbunden und ihr Leben war mit ihrem Schicksal schon lange besiegelt ....

meine Meinung:
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Mehr möchte ich nicht zum Inhalt sagen, um nicht die Spannung vorweg zunehmen.
Ich sage nur, dass es sich lohnt, sich auf das Buch einzulassen. Der Schluss bleibt bis zum Ende offen und die gesamte Aufklärung passiert dann ganz anders, als ich erwartet hätte. Das - so finde ich- macht einen guten Kriminalroman aus, dass man bis zum Schluss nicht weiß, wer nun der oder die Täter sind ...

Sehr schön finde ich die geschichtlichen Bezüge, die der Autor in die kriminalistische Handlung einbindet (faschistische Vergangenheit). Die Spannung wird von Beginn an aufgebaut und bis zum Schluss ständig ausgebaut und gehalten. Der Text ist leicht verständlich und flüssig geschrieben und liest sich spannend. Der Schreibstil des Autors ist sehr passend für das Genre Krimi, ausschweifend einerseits, aber auch auf den Punkt bringend, wo es notwendig ist.
Der Unterhaltungsswert und die inhaltliche Qualität des Romans lässt jedenfalls nichts zu wünschen übrig.

Der Krimi hat alles, was man sich wünscht, wenn man spannend unterhalten werden möchte. Die Charaktere werden bildhaft beschrieben und innerhalb der Handlung jeweils in ihrer Entwicklung aufgezeigt. Die Guten und Bösen werden perfekt gegenübergestellt und auch das Lokale der Gegend wird perfekt und auch auflockernd in die Handlung eingebunden.
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