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5.0 von 5 Sternen La mortale vita
Italienkrimis gibt's in Deutschland wie Sand am Meer, wobei deren Qualität oftmals divergiert. Donna Leon, Veit Heinichen, Andrea Camilleri oder Bernhard Jaumann sind Aushängeschilder der Krimis, die im Land, wo die Zitronen blühen, spielen. Mit Paolo Roversi schickt sich nun eine neue Stimme an, das weite der Feld der Italienkrimis zu beackern. Er wurde...
Veröffentlicht am 6. März 2011 von Marius

versus
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen My Way
In Capo di Ponte Emilia, einem kleinen beschaulichen Dorf in Norditalien, taucht eine abgetrennte Hand im Briefkasten auf. Die herbeigeeilten Dorfbewohner beginnen aufgeregt zu mutmaßen, was hier wohl passiert sein mag. Der Journalist Enrico Radeschi ist zufällig auf Heimaturlaub im Dorf und beginnt gemeinsam mit der Polizei zu ermitteln, was hinter dem...
Veröffentlicht am 8. Mai 2011 von rwe25


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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen My Way, 8. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) (Taschenbuch)
In Capo di Ponte Emilia, einem kleinen beschaulichen Dorf in Norditalien, taucht eine abgetrennte Hand im Briefkasten auf. Die herbeigeeilten Dorfbewohner beginnen aufgeregt zu mutmaßen, was hier wohl passiert sein mag. Der Journalist Enrico Radeschi ist zufällig auf Heimaturlaub im Dorf und beginnt gemeinsam mit der Polizei zu ermitteln, was hinter dem mysteriösen Fund steckt.

Das Bizarre an diesem Fall ist: Die gefundene Hand ist schon ziemlich alt ist und wurde über Jahrzehnte irgendwo tiefgekühlt zwischengelagert, um jetzt auf so grausame Weise exponiert zu werden. Doch bei der einen abgetrennten Hand bleibt es nicht. Nach und nach tauchen neue Leichen auf, und auch im benachbarten Mailand muss sich ein Commissario mit Leichen herumschlagen. Beide Fälle scheinen überdies miteinander in Verbindung zu stehen.

Paolo Roversi schreibt wunderbar leicht und mit einem Augenzwinkern, das die doch eher makabere Geschichte in einem ganz anderen Licht erscheinen lässt. Leider fehlte mir an machen Stellen der Überblick und somit das Lesevergnügen. Das lag wohl hauptsächlich daran, dass die vielen verwendeten italienischen Namen der handelnden Personen und ihre teilweise auch italienisch belassenen Berufsbezeichnungen Vicequestore, Maresciallo, Sottotenente (abwechselnd zu ihren deutschen Übersetzungen) mich verwirrten. Am Ende waren wohl weit weniger Personen in die Handlung involviert als von mir verstanden, weil sich jeweils die gleichen Leute hinter drei bis vier verschiedenen Namen verbargen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen La mortale vita, 6. März 2011
Von 
Marius (Augsburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) (Taschenbuch)
Italienkrimis gibt's in Deutschland wie Sand am Meer, wobei deren Qualität oftmals divergiert. Donna Leon, Veit Heinichen, Andrea Camilleri oder Bernhard Jaumann sind Aushängeschilder der Krimis, die im Land, wo die Zitronen blühen, spielen. Mit Paolo Roversi schickt sich nun eine neue Stimme an, das weite der Feld der Italienkrimis zu beackern. Er wurde gleich für seinen Debütroman mit dem Premio Camaiore, einem renommierten italienischen Literaturpreis ausgezeichnet und beschert dem geneigten Leser ein tolles Leseerlebnis.

Der 36 Jährige Autor erzählt eine Geschichte aus der Mailänder Provinz, die sich vom mediterranen Einerlei deutlich abhebt. Der Briefträger im kleinen Städtchen Capo di Ponte Emilia muss eines Tage eine grausame Entdeckung machen: Im Briefkasten eines Hauses liegt eine abgetrennte Hand, die überraschenderweise schon ziemlich alt ist und irgendwo zwischengelagert wurde, um jetzt auf so grausame Weise zu exponiert werden. Doch bei der einen abgetrennten Hand bleibt es nicht. Allenthalben tauchen neue Leichen auf, und auch im benachbarten Mailand muss sich ein Commissario mit Leichen herumschlagen, die offenbar auch eine Verbindung nach Capo di Ponte Emilia haben. Der Mailänder Reporter und nebenamtliche Hacker Enrico Radeschi (Stieg Larsson lässt grüßen!) kommt aus der Großstadt extra angereist, um für seine Zeitung von den spektakulären Todesfällen zu berichten und muss schon bald seinem Jugendfreund, dem Maresciallo des Dorfes, mit seinen Fähigkeiten unter die Arme greifen. Schon bald stellt sich heraus, dass die Lösung der mörderischen Rätsel doch nicht so leicht sein wird, wie angenommen '

Ist in Italienkrimis die Auflösung oftmals sehr einfach und das Geheimnis simpel, so treffen wir bei Roversi auf das komplette Gegenteil. Sein Plot ist eine kunstvoll in sich verzahnte Geschichte, deren Logik am Ende die Aufmerksamkeit des Lesers genau bedarf. Neben dem wirklich ausgefeilten Plot vermag der Roman trotz seiner Kürze mit einigen skurrilen Einfällen zu glänzen, so hat z.B. der Dorfmaresciallo anstelle eines Hundes oder einer Katze ein Gürteltier als Mitbewohner. Dies lockert das Ganze deutlich auf.
Anders als in vielen Italienkrimis, besonders bei Donna Leon, plätschert das Geschehen hier auch nicht dumpf vor sich hin, sondern die Geschichte wird relativ schnell mit vielen Schnitten erzählt. Auch bezieht Paolo Roversi die neuen Medien wie etwa des Internet in seine Geschichte ein und würzt seinen Plot mir Humor gut durch, so dass man am Ende des Romans die Lektüre wie einen kleinen Urlaub vom normalen Alltag empfindet. Von mir gibt's für diesen Roman eine deutliche Leseempfehlung!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Start einer Reihe um Enrico Radeschi, 11. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) (Taschenbuch)
"Die linke Hand des Teufels" ist der Start einer Kriminalromanreihe vom Autor Paolo Roversi um den Journalisten und Hacker Enrico Radeschi.

Inhalt: In seinem Heimatdorf Capo di Ponte Emilia sollte Enrico eigentlich nur "Catsitter" spielen, da seine Eltern im Urlaub sind. Also er dort aber ankommt, wird er gleich auf die Story um den aktuellen Mord, dem eine Warnung in Form einer Hand vorherging, angesetzt. Enrico nimmt Kontakt zu den Carabinieri vor Ort auf, von denen er einen von früher kennt. Mit dessen Hilfe versucht er bei den Ermittlungen mitzuwirken, um als Erster alle wichtigen Fakten zu dem Fall zu erhalten. Des weiteren benötigt an seinem Wohnort der stellvertretende Polizeipräsident Loris Sebastiani seine Hilfe hinsichtlich Computerrecherchen.

Meine Meinung: Der Auftakt dieser Reihe ist vollgepackt mit zwei Ermittlungssträngen und Beziehungsproblemen. Diese fand ich übertrieben, da sie zu oberflächlich behandelt würden. Man erhält ansonsten eine gute Charakterdarstellung der einzelnen Personen und ihrer Vorlieben z.B. Zigarettenmarken, Alkoholvorlieben usw. Die Handlungsverläufe in der Geschichte sind unterhaltsam zu lesen, wenn sie auch teilweise nicht neu sind, da sie so ähnlich in anderen Serien bereits vorkommen. Trotzdem fand ich es lesenswert und die kurzen Kapitel sehr angenehm. Die italienischen Begriffe bezüglich der Polizei und der Carabinieri, wie auch die Namen von Personen und Orten, geben wie auch das Cover dem Roman die italienische Note, beim Lesen waren es für mich aber stellenweise Stolpersteine.

Fazit: Ein gelungener Start einer neuen Kriminalreihe, die meiner Meinung nach aber noch verfeinert werden könnte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die linke Hand des Teufels - eine gelungene MIschung, 23. Februar 2011
Rezension bezieht sich auf: Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) (Taschenbuch)
Auf den ersten Blick hat dieser Roman von Paolo Roversi alle Zutaten eines unterhaltsamen Urlaubsromans : flirrende Julihitze in der italienischen Bassa, ein idylliches Dorf mit liebevoll charakterisierten Einwohnern,jede Menge Tiere (besonders interessant : ein Gürteltier als Haushund) ,ein verständnisvoller Dorfpfarrer, eine Prise Liebe und viel Wein und gutes Essen.

Auf der anderen Seite sind da auch alle Zutaten zu einem spannenden Thriller :abgetrennte Gliedmaßen in Briefkästen, brutale Morde, illegale Einwanderer,vergrabene Leichen, moderne Ermittlungsmethoden(Satellit, Computerhackerei), eine Sushi-Bar und eine Prise Sex.

Das Bindeglied zwischen beiden Welten ist der Reporter Enrico Radeschi, im Dorf geboren, in der Großstadt zuhause.

Heraus kommt eine faszinierende Mischung aus italienischem Flair und spannendem Krimi , die den Leser fesselt und gleichzeitig erheitert, wirklich ein echtes Lesevergnügen.
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3.0 von 5 Sternen Kein gewöhnlicher Krimalroman, 22. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) (Taschenbuch)
Paolo Roversi erhielt für seinen Kriminalroman DIE LINKE HAND DES TEUFELS den “Premio Camaiore”, einen renommierten Preis für Kriminalliteratur. Er zählt zu einer neuen Generation italienischer Kriminalautoren und wird in Italien hoch gelobt. In Deutschland kommt das Buch nicht ganz so gut an. Mögliche Gründe werden in dieser Rezension aufgezeigt.

Die Idee der Geschichte ist schnell erzählt: In Capo di Ponte Emilia geschieht ein Mord. Bald stellt sich heraus, dass dem Opfer eine Hand als Warnung geschickt wurde. Was die Ermittler vor ein Rätsel stellt: diese Hand wurde jahrzehntelang in einem Kühlhaus aufbewahrt. Als der junge Mailänder Journalist Enrico Radeschi zu den Ermittlungen hinzugezogen wird, stößt er auf eigenartige Hinweise und die Jagd nach einem teuflischen Mörder beginnt.

Wer mit der italienischen Kultur, Sprache und Literatur nicht vertraut ist, dem könnte es zu Beginn schwerfallen, sich auf das Buch einzulassen. Viele italienische Begriffe werden nicht erklärt und zu viele Namen gleich auf den ersten Seiten genannt, sodass man schnell den Faden verliert. Ansonsten ist der Schreibstil angenehm, teilweise amüsant. Der Autor verhaspelt sich nicht in langen Beschreibungen oder Erklärungen, beschreibt aber ausreichend, dass man sich ein Bild von den Orten und Personen machen kann.

Verwirrend sind jedoch vor allem die Mordfälle, die immer wieder, und scheinbar zusammenhanglos, passieren. Der Geschichte fehlt es an Struktur und den Lesern der Überblick. Da sich die Ermittler erst zum Ende des Buches wirklich in Bewegung setzen, entsteht während des Lesens sehr schnell Langeweile.

DIE LINKE HAND DES TEUFELS ist kein gewöhnlicher Krimalroman. Beim Lesen merkt man schnell die kulturellen Unterschiede, was sicherlich kein Grund ist, das Buch nicht zu lesen. Man muss sich nur darauf einlassen können und – sollte man den Faden verlieren – immer wieder versuchen, in die Handlung zurückzufinden.

Alexa
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3.0 von 5 Sternen Aufruhr in Capo di Ponte Emilia, 17. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) (Taschenbuch)
Der Mailänder Journalist Enrico Radeschi fährt in seinem Urlaub gerne in sein Heimatdorf Capo di Ponte Emilia. Aber das normale Leben und die Arbeit spietl sich in Mailand ab - was soll ein Journalist, denn auch in so einem kleinen Dorf, in dem fast nie etwas geschieht? das sollte man jedoch ncith zu laut sagen, denn kurz nach seiner Ankunft, wird eine abgehackte Hand per Post verschickt und Enricos Sensationslust und Neugierde geweckt....

"Die linke Hand des Teufels" ist Paoli Roversis Debütkrimi und dafür ist es auch nicht schlecht. Der Schreibstil ist angenehm und sehr leicht zu lesen, dennoch zieht sich die Geschichte und die Ereignisse um das Dorf und die Mordfälle sehr in die Länge. Viele Leser haben die Handlungsintensität und den Spannungsaufbau mit einem heißen, langen und trägen italinienischen Sommertag beschrieben - und dieses Gefühl teile ich leider.
Ein kleines Problem hatte ich auch mit den vielen verschiedenen italienischen Namen und den Personenbeschreibungen mit Berufsbezeichnungen, irgendwann bin ich aber auch damit besser klar gekommen.

Zwar beginnt die Polizei direkt zu ermitteln nachdem die erste amputierte Hand - und später die erste Leiche - aufgefunden wird. Dennoch wirkt es teilweise sehr langatmig, bevor alles richtig ins Rollen kommt. Erschwerend kommt hinzu, dass Enrico, der mit seinen Hackerfähigkeiten eine beliebte Unterstützung der Polizei ist, zwischendurch auch immer mal wieder nach Mailand abkommandiert wird.

Dennoch nimmt das Buch im letzten Drittel etwas an Fahrt und Spannung auf - und ich denke, dass es in seinem nächsten Roman noch besser klappen wird, denn bekanntlich ist ja noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Ein interessantes Krimidebüt, dass im Bezug auf Spannung und Handlungsdichte noch ausbaufähig ist, den geneigten Leser aber dennoch zu unterhalten weiß. Ich bin gespannt, was noch kommen wird!
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3.0 von 5 Sternen La mano sinistra del diavolo..., 12. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) (Taschenbuch)
La mano sinistra del diavolo - so lautet der italienische Titel des Buches. Der für die deutsche Ausgabe wortwörtlich übersetzt wurde, was ich schon erstaunlich genug finde...

Der junge Journalist Enrico Radeschi fährt in den Sommermonaten aus Mailand zurück in sein Heimatdorf, um den Kater seiner Eltern zu vesorgen, als diese in den Urlaub fahren. Normalerweise geschieht in Capo di Ponte Emilia nichts Aufregendes, doch nun wird in dem Briefkasten eines leerstehenden Hauses eine amputierte menschliche Hand gefunden. Kurze Zeit später gibt es das erste Mordopfer.
Als eine weitere menschliche Hand den Weg in einen Briefkasten findet und ein weiteres Opfer zu beklagen ist, wird klar, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

Radeschi ermittelt gemeinsam mit der Polizei, wobei ihm seine Fähigkeiten als Hacker recht dienlich sind. Dabei laufen die Ermittlungen zunächst mehr als gemächlich an, was sicherlich auch der alles lähmenden Sommerhitze geschuldet ist, die Italiens Norden fest im Griff hält.
Zwischenzeitlich reist der Journalist auch noch mehrfach nach Mailand, wo seine Dienste im Rahmen anderer Mordfälle ebenfalls in Anspruch genommen werden. Dadurch geraten die Ermittlungen in Capo di Ponte Emilia zeitweise ebenfalls ins Stocken...

Dieser Roman stellt das Debüt Paolo Roversis um den jungen Journalisten Radeschi dar. So wie sich ein Sommertag in der Gluthitze des Nordens Italiens hinziehen mag, so zogen sich für mich ein wenig die Seiten in diesem Roman, vor allem die ersten 2/3 des Buches. Erst im letzten Drittel kam die kriminalistische Dynamik etwas in Fahrt, stellte aber auch keinen Bruch zum sehr gemächlichen Einstieg in die Ermittlungen dar...
Der Schreibstil war flüssig zu lesen, allerdings verlor ich zwischendurch immer mal wieder den Anschluss,was wohl hauptsächlich daran lag, dass die vielen verwendeten italienischen Namen der handelnden Personen und ihre teilweise auch italienisch belassenen Berufsbezeichnungen Vicequestore, Maresciallo, Sottotenente (abwechselnd zu ihren deutschen Übersetzungen) mich verwirrten. Oftmals verlor ich den Faden, kam mit den Namen durcheinander und dachte: wer ist jetzt nochmal wer?

Insgesamt war das Buch durchaus unterhaltsam und für ein Erstlingswerk gelungen. Ich hätte mir mehr Spannung gewünscht und weniger langatmige Stellen - auch die Auflösung um das Motiv hätte für mich origineller sein können.
Ein unkompliziertes Buch, das man am besten im Schatten auf der Flucht vor einem heißen Sommertag genießt...
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5.0 von 5 Sternen Willkommen am Arsch der Welt!, 12. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) (Taschenbuch)
Capo di Ponte Emilia ' ein kleines, idyllisches Dorf in Norditalien oder ' wie die Großmutter eines der Protagonisten es ausdrückt 'am Arsch der Welt'. Doch die besinnliche Ruhe der Dorfbewohner wird jäh gestört, als der Dorfbriefträger ist Postkasten eines leer stehenden Hauses eine abgetrennte Hand findet. Kurz darauf geschieht der erste Mord an einem alten Mann.

Enrico Radeschi, ein junger Journalist und Hacker lebt eigentlich in Mailand, soll sich in Capo di Ponte Emilia, seinem Heimatort, aber um das Haus und vor allem den Kater seiner Eltern kümmern. Und natürlich kann Enrico dem Drang nicht widerstehen, seine Nase in die Mordentwicklungen der hiesigen Polizei zu stecken, denn schließlich hat er hochgesteckte Karriereziele.

In Paolo Roversis erstem auf Deutsch erschienen Roman 'Die linke Hand des Teufels' ' in Italien umfasst die Reihe um Enrico bereits 5 Bände ' hat 2 Handlungsstränge. Zum einen sind da die Morde, die in Capo die Ponte Emilia geschehen, zum anderen hilft Enrico aber auch seinem Freund, dem Polizeichef Sebastiani bei der Aufklärung einiger Morde in Mailand. Warum es diese beiden Handlungsstränge gibt, wird leider nicht ersichtlich. Vielleicht soll der eine Radeschis Leben als Journalist, der andere seine Aktivitäten als Hacker und sein Privatleben schildern ' auf jeden Fall greifen beiden nicht ineinander.

Der Schreibstil des Autors ist auf jeden Fall herrlich. Auf authentische Art und Weise porträtiert er das Dorf und seine Einwohner und den typisch italienischen Lebensstil. Seine Figuren sind Sympathieträger: sei es der aufs Land versetzte, geschiedene Maresciallo Boskovic, der mit einem Gürteltier namens Gatsby zusammenlebt. Oder sein liebenswerter, aber nicht besonders intelligenter Brigadiere Rizzitano. Beide sind Carabinieri, wie man sie sich vorstellt. Sie beginnen ihren Morgen mit einer Zeitung und einem Kaffee, gerne auch mit Schuss, ihre Mittage in der Bar des Dorfes und ihre Abende bei einem Gläschen Wein. Nur Enrico stört den Frieden der beiden Männer, indem er sich in die Entwicklungen einmischt.

Im Laufe der Handlung wird deutlich, dass es sich bei den Morden in Capo di Ponte Emilia nicht nur um reine Gräueltaten handelt, bei denen den Opfern zur Vorankündigung eine Hand geschickt wird. Nein, die Taten sind politisch motiviert und nehmen Bezug auf die Zeit der faschistischen Repubblica di Salò unter Mussolini. Die Fakten werden dabei angenehm in die Handlung verflochten, so dass nicht der Eindruck einer Geschichtsstunde entsteht.

Fazit: 'Die linke Hand des Teufels' ist ein erfrischender Krimi, auf dessen deutsche Fortsetzung 'Tödliches Requiem' wir uns im Juli dieses Jahres freuen dürfen!
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2.0 von 5 Sternen Ein bisschen zu chaotisch, 12. März 2012
Rezension bezieht sich auf: Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) (Taschenbuch)
Auf dem Dorf passiert nie was, deshalb ist Enrico Radeschi auch lieber in Mailand für die Reportagen über sämtliche spannenden Dinge des Lebens zuständig. Doch kaum hat er Urlaub, findet man just in seinem Heimatort Capo die Ponte Emilia eine abgehackte Hand in der Post. Urlaub hin oder her, der Chefredakteur weiß, wen er vor Ort hat und lässt Radeschi recherchieren. Dank seiner zahlreichen Bekanntschaften hat der Journalist recht schnell einen aufsehenerregenden Artikel beisammen. Als wäre das nicht genug, wird er schon bald nach Mailand zurückbeordert: Dort hat er in Gestalt des stellvertretenden Polizeipräsidenten Sebastiani einen sehr guten Freund, der ihn für eigene Ermittlungen einspannen will. In Mailand wurde eine junge Frau tot in einem Park gefunden und ein Restaurantbesitzer ist verschwunden. Und so pendelt Radeschi zwischen zwei Fällen und zwei Städten hin und her.

Flüssig geschrieben ist der Roman und er "flutschte" mir in einem Tag durch die Finger. Für einen richtig guten Krimi aber fand ich es zu hektisch. Radeschi jagt zwischen Capo und Mailand hin und her, mal pfeift ihn der Chefredaktuer wohin, mal Sebastiani. Da muss man auch als Leser dran bleiben, was nicht immer sofort funktioniert. Als wäre der Krimi nicht genug, macht Radeschis Freundin in seiner Abwesenheit Faxen. Hinzu kam, dass italienische Titel und Namen munter vermischt wurden, aber der im italienischen Polizeiwesen unbewanderte Leser eine Zeit brauchen dürfte, um herauszufinden, dass zum Beispiel der Comandante Boskovic gleichzeitig der Mareschiallo, oder kurz Marescià, ist - es hat auch mich ein paar Seiten gekostet.

Insgesamt bot sich ein rasch durchlebtes Abenteuer, das - gespickt mit chaotischem Ablauf - nicht allzu arg hängen bleiben wird. Für mich eine nette Unterhaltung nebenher, geüwrzt mit interessanten Informationen zur italienischen Geschichte im zweiten Weltkrieg, aber ein Muss wird die Serie nicht unbedingt.

Der Roman liest sich, als wäre er zwar der erste Radeschi-Krimi, der ins Deutsche übersetzt wurde, aber als wäre er bereits der zweite oder dritte einer Serie. Es gibt Bezüge zu Radeschis Vorgeschichte, in der er zum Beispiel bei einer Schießerei das Leben gerettet bekam und wie er einer Betrügerin das Handwerk legte. Das wäre interessant zu wissen.

P.S. ein paar Tage später: Ein Blick bei der krimicouch verrät, dass es in der Tat noch einen Radeschi-Krimi namens Blue Tango gibt, der wahrscheinlich die Handlung enthält, die ich in einem Vorgängerband vermutete.
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3.0 von 5 Sternen Grausames Päckchen, 30. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) (Taschenbuch)
In Paolo Roversis Roman "Die linke Hand des Teufels" wird der Mailänder Journalist Enrico Radeschi als Hauptfigur einer neuen Krimi-Serie eingeführt: Er stammt aus dem nordialienischen Dorf Capo di Ponte Emilia und arbeitet inzwischen in Mailand als Journalist. In dieser ersten Folge ist er journalistisch hin und hergerissen zwischen diesen beiden Orten, die für ihn so viel bedeuten: In Capo di Ponte Emilia, wo gewöhnlicherweise eine Beerdigung das spannendste Ereignis im sozialen Leben darstellt, ermitteln Rizzitano und Boskovic im Falle des Fundes einer menschlichen, abgetrennten Hand im Briefkasten eines Mitbürgers. Was steckt hinter diesem grausamen Fund? Die Ermittler und Radeschi müssen tief in der Vergangenheit des Dorfes wühlen und den Konflikt zwischen SS und Partisanen aufarbeiten. In Mailand wiederum versuchen Sebastiani und Sciacchitano die Hintergründe der Ermordung der jungen Frau Debora Vergani aufzudecken. Kann Radeschi auch hier wichtige Impulse geben und journalistischen Erfolg einheimsen? Wird er dem Druck seines Chefredakteurs Beppe Calzolari Stand halten können?

Die beiden Handlungsstränge sind spannend und unterhaltend geschrieben, wobei die erste Hälfte etwas anstrengend zu lesen ist, was jedoch die zweite Hälfte durch deutliche Zunahme der kriminalistischen Dynamik wieder bestens ausgleicht. Ich finde es sehr gut, dass Radeschi nicht in den Mittelpunkt gerückt wird, sondern einer von mehreren wichtigen Ermittlern ist. Insgesamt wäre eine bessere Einführung in das italienische Polizeisystem und der dienstlichen Ränge, z.B. im Rahmen eines Glossars, wünschenswert. Des Weiteren möchte ich darauf hinweisen, dass der oft im Rahmen der Werbung für Roversis Bücher angeführte Vergleich zu Stieg Larson meines Erachtens weit hergeholt ist: Radeschi kennt sich zwar mit Computern sehr gut aus und wendet nicht immer legale Methoden an, um an Informationen zu kommen, dennoch spielen diese Kenntnisse im Roman selbst nur eine untergeordnete Rolle. Außerdem ist der Stil des Romans deutlich nüchterner und formaler gehalten. Ich bevorzuge es deshalb, Radeschi als eigenständigen Ermittler zu sehen, der auch selbst genug Charisma hat, um von sich zu überzeugen!

Das Titelbild passt sehr gut zum nüchternen Stil des Romans und erweckt Neugier, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten.

Insgesamt ein guter Einstieg in diese neue Krimi-Serie mit der Möglichkeit, die Protagonisten in den nächsten Romanen weiterzuentwickeln.
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Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1)
Die linke Hand des Teufels (Ein Enrico-Radeschi-Krimi, Band 1) von Paolo Roversi (Taschenbuch - 16. Februar 2011)
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