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Kundenrezensionen

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Marie Tussaud starb am 16. April 1850 in London, im Kreis ihrer Lieben. So können wir es im Anhang zu diesem Roman nachlesen. Überdauert haben die Jahre viele ihrer Meister-werke, die noch heute in Madame Tussauds, dem Wachsfigurenkabinett in London bewundert werden können. Die Autorin, Sabine Weiß, beschreibt die Ankunft der engagierten Dame in Dover im Jahre 1802 und begleitet sie auf ihrer englischen Karriere. Entstanden ist ein sehr lebendiges Portrait einer mutigen und entschlossenen Frau, die sich in einer politisch und gesellschaftlich aufregenden Zeit, nicht nur als Künstlerin sondern auch als tüchtige Geschäftsfrau einen Namen gemacht hat. Einen Namen, den man noch heute mit einem außergewöhnlichen Lebenswerk verbindet.

Keinen guten Start hat Madame Tussauds bei ihrer Ankunft auf englischem Boden. Entsetzt werfen die Zöllner einen Blick in ihre Kisten mit den blutgeränderten Köpfen. Alsbald ist Marie von misstrauischen Gesetzeshütern umringt. Zwar kann sie das Missverständnis schnell aufklären und die harmlosen Wachsköpfe dürfen passieren, aber schon bald steckt sie in einer neuerlichen Klemme. Ihr Geschäftspartner de Philipsthal, ein nicht mehr ganz so erfolgreicher Illusionist und Scharlatan nutzt sie schamlos aus, nachdem er sie mit einem unerhörten Vertrag geknebelt hat. Dabei wollte Marie, deren Familie dank des leichtsinnigen Ehemannes in finanziellen Schwierigkeiten steckt, so schnell wie möglich das nötige Kleingeld verdienen und dann in ihre Heimat und zu ihrem kleinen Sohn, Francois, zurück kehren. Als es ihr schließlich gelingt, sich von ihrem Partner zu lösen, ist eine Heimreise unmöglich geworden. Frankreich und England führen wieder Krieg und der Ausgang ist noch ungewiss.
Marie Tussaud und ihr Sohn Joseph touren tapfer mit ihren Wachsfiguren durch das Land. Durch den unerschöpflichen Einfallsreichtum und das große Talent gelingt es der Wachsmalerin schließlich in dem fremden Land Fuß zu fassen. Die königliche Familie wird beeindruckend in Szene gesetzt und auch berühmte Verbrecher dürfen im Gruselkabinett bestaunt werden. Immer mehr Bewunderer finden ihren Weg in die Wachsfigurenausstellung und sogar der junge Autor Charles Dickens setzt der französischen Künstlerin ein literarisches Denkmal. Doch dann meldet sich auf einmal der tot geglaubte Ehemann aus Frankreich und möchte Geld sehen. Ist die Zukunft des neuen Imperiums ernstlich bedroht?

Sehr einfühlsam ist dieser Bericht über den zweiten Lebensabschnitt der Marie Tussauds. Der Leser erhält nicht nur einen Einblick in die Lebensumstände der eingewanderten Französin, er wird auch in die Gefühlswelt der sensiblen Künstlerin, die in einer sehr bewegten Zeit lebte, mit einbezogen. Ihre Wachsfiguren sind stets mit sehr persönlichen Er-innerungen verbunden, die zum Teil sehr plastisch wieder gegeben werden. Eine besonders bewegende Szene, die im Buch beschrieben wird, ist die Herstellung der letzten Wachsfigur von Maries eigener Hand. Es war im Jahre 1842 als sie ihr eigenes Abbild für das Kabinett modellierte.

Als Leser taucht man sehr ungern aus der Welt der Marie Tussauds wieder auf, in der die Grenzen von Wirklichkeit und Illusion sozusagen wachsweich verschwimmen. Aber vielleicht kann der eine oder andere sich mit einem Besuch in einem Wachsfigurenkabinett trösten. Immerhin gibt es ja jetzt auch in Deutschland Figuren aus Film, Pop und Politik zu bestaunen. Und natürlich erhält man einen Einblick in die Arbeit der Gründerin des faszinierenden Universums.
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am 10. Mai 2009
Mit der Fortsetzung ihres Erstlingswerkes über Madame Tussaud, in der sie nach der französischen nun die englische Zeit der Wachsmalerin beschreibt, hat Sabine Weiß bewiesen, dass ihr literarisches Können durchaus noch steigerungsfähig ist. Auch die englische Geschichte beschreibt sie mit akribischer Präzision, wie man es bereits von ihrem Erstlingswerk kennt. Doch diesmal verpackt sie die geschichtlichen Fakten geschickt in Dialoge, das Vorlesen aus einem Buch oder der Zeitung oder in Briefwechsel. Damit gestaltet sie Details, die mancher, der weniger an der Geschichte als an der Biografie interessiert ist, vielleicht als öde betrachten könnte, überaus kurzweilig. Verstärkt hat sie auch die Informationen darüber, wie sich die geschichlichen Gegebenheiten auf das Leben von Mme Tussaud ausgewirkt haben. Auch die Spannungsbögen sind stärker geworden, jetzt fällt es noch schwerer, das Buch aus der Hand zu legen. Es beschert mal wieder schlaflose, weil durchlesene Nächte. Gut so, so viel Spaß hat Geschichte erfahren noch nie gemacht!
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TOP 500 REZENSENTam 19. Juni 2016
Hinweis: "Das Kabinett der Wachsmalerin" ist das zweite Buch von Sabine Weiß über Madame Tussaud und folgt derem bewegten Leben vom Jahr 1802 bis zu ihrem Tod 1850. Da mir vor dem Lesen allerdings nicht bewusst war, dass es ein zweiter Band ist, kann ich jetzt guten Gewissens bezeugen: man kann dieses Buch auch lesen, ohne den ersten Band, "Die Wachsmalerin", gelesen zu haben. Die Dinge, die man wissen muss, fließen in Rückblicken oder den Gedanken der Charaktere immer wieder mit ein. Allerdings ist der erste Band bestimmt auch sehr lohnend!

Den meisten Menschen ist "Madame Tussauds" ein Begriff, schließlich tragen die berühmten Wachsfigurenkabinette in 23 Großstädten in den USA, Europa, Asien und Australien ihren Namen und sind ein beliebtes Ziel für Touristen. Auch ich habe bei einer Städtereise nach London das dortige Kabinett besucht, muss aber zugeben, dass ich vor diesem Buch über den Menschen Marie Tussaud rein gar nichts wusste.

Ich war beim Lesen immer wieder bass erstaunt, was ich da alles verpasst hatte! Denn Marie Tussaud hatte ein unglaublich turbulentes Leben voller dramatischer Höhen und Tiefen, und durch ihre Arbeit traf sie viele der Drahtzieher und Schlüsselfiguren ihrer Zeit persönlich - Könige und Königinnen, Politiker, Revolutionäre, Kaiser Napoleon und Marie Antoinette... Sie erlebte die Französische Revolution hautnah mit: nicht nur wurde sie gezwungen, Wachsabdrücke von den abgeschlagenen Köpfen hingerichteter Menschen zu nehmen, sie wurde auch selber in den Kerker geworfen!

Sabine Weiß ist es wirklich gelungen, mir diese außergewöhnliche Frau näher zu bringen. Intelligent, entschlossen und einfallsreich kämpft sie stets für den Erfolg ihres Wachsfigurenkabinetts, aber auch dessen Qualität und Anspruch. Obwohl sie in ihrem Kabinett in einem Nebenzimmer berüchtigte Verbrecher zeigt, will sie nicht durch billige Schockeffekte Geld scheffeln, sondern den Zeitgeist einfangen.

Zitat:
"Maries Erzählungen konnten den Wachsfiguren etwas hinzufügen, was sonst niemand bieten konnte. Sie war immer noch eine Augenzeugin, eine Zeitzeugin, eine Chronistin ihrer Zeit, so wie sie es schon früher gewesen war."

Alle Personen werden hier lebensecht und glaubhaft porträtiert, mit ihrem Stärken und Schwächen, und ich konnte mir immer gut vorstellen, dass sie im echten Leben genau so gehandelt und gesprochen hätten.

Auch spannend fand ich das Buch ungemein - das Leben schreibt manchmal einfach die unglaublichsten Geschichten. Hätte eine Autorin eine fiktive Protagonistin ersonnen, die all das erlebt, ich hätte es vielleicht kopfschüttelnd als Übertreibung abgetan... So aber habe ich mitgefiebert und mitgelitten, und das Buch hat mir nicht nur viel Spaß gemacht, sondern mir auch viel über das Lebensgefühl der damaligen Zeit beigebracht. Also eigentlich genau das, was Madame Tussaud mit ihrem Kabinett erreichen wollte!

Den Schreibstil fand ich wunderbar zu lesen, mit genau der richtigen Mischung aus geschichtlicher Wahrheit und literarischer Freiheit.

Wie man dem Nachwort entnehmen kann, hat die Autorin umfangreiche Recherchen betrieben, und das merkt man auch, denn sie zeichnet ein sehr umfassendes Bild des Lebens von Madame Tussaud und das, ohne langweilig zu werden.

Fazit:
Vor diesem Buch war mir herzlich wenig bekannt über Marie Grosholtz, die über ihren Tod hinaus bekannt wurde als Erschafferin des Wachsfigurenkabinetts "Madame Tussauds". Jetzt weiß ich, was für ein ereignisreiches, bewegtes, oft gefährliches Leben diese Frau geführt hat!

Sabine Weiß erzählt dieses Leben spannend, bewegend und unterhaltsam und zeichnet ein so liebevolles wie realistisches Bild von Madame Tussauds.

"Das Kabinett der Wachsmalerin" ist der zweite Band (den man aber auch als Einzelband lesen kann), der erste Band heißt einfach "Die Wachsmalerin".
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am 10. Januar 2012
Ein nett geschriebenes Buch ohne wirkliche Höhepunkte.
Es wird immer von dramatischen Vorgängen berichtet, aber der Leser kann es nicht nachempfinden. Die zigfache Wiederholung von den Beziehungen zum Königshaus und sonstigem Adel machen es nicht spannender.
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am 9. August 2015
Sabine Weiß hat hervorragend recherchiert und versetzt den Leser in die Zeit der Französichen Revolution. Die an sich sehr theoretische Thematik der Französischen Rvolution wir so auf geniale Art vor Augen geführt und mach neugierig auf den geschichtlichen Hintergund. Das Buch ist absolut empfehlenswert und man kann nur wünschen, dass sich Frau Weiß auch mit anderen geschichtlichen Themn literarisch auseinandersetzt und sie dem Leser so auf eine spannende Weise nahe bringt.
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am 15. Juli 2014
Hatte schon den ersten Band dieser Reihe und habe ihn verschlungen.Geschildert wird der Lebensweg von Madame Tussaud-
in diesem Buch die Übersiedelung nach England bis zu ihrem Tod. Spannend geschrieben! Zu empfehlen auf jeden Fall wer schon den ersten Teil gelesen hat und etwas mehr über ihr bewegtes Leben wissen möchte. Hintergrundwissen für alle Wachsfiguren-
kabinett-Fans!!
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am 27. Dezember 2012
Wie schon das Buch die Wachsmalerin, setzt sich hier geschichtliche Information mit unterhaltsamer Erzählung fort. Auch diese Buch würde ich unbedenklich weiterempfehlen.
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am 20. Februar 2009
Dies ist also die Fortsetzung der Wachsmalerin in England, Irland, Schottland.
Der Wahnsinn - diese Frau, diese Madame Tussaud.
Toll geschrieben, phantastisch recherchiert.
Man erlebt hautnah, wie eine Mutter sich im Grossbritannien des 19 ten Jahrhunderts durchschlaegt und aufgrund ihrer Stärke zur erfolgreichen Geschäftsfrau wird.
Super spannend !
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