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111 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Symbiose von Märchen und knallharter Realität
Inhalt:

Die Geschichte spielt im London des 2. Weltkriegs. David, zu Beginn 12 Jahre alt und ein Bücherwurm, verliert seine Mutter durch eine Krebserkrankung. Sein Vater aber lässt sich die Trauer durch eine neue Frau versüßen, mit der er auch schnell Nachwuchs zeugt. David, der noch in der Trauer um seine Mutter gefangen ist,...
Veröffentlicht am 3. April 2010 von Icelily

versus
15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Verhunzt
Erstmal: Man hätte soooo viel mehr aus dieser Idee machen können! Doch die gelungene Verbindung von Realität und Märchenwelt ist bisher meines Erachtens noch niemandem gelungen und so klappt es auch diesmal wieder nicht.
Zum Einen ist es auf gar keinen Fall ein Kinder oder Jugendbuch - denn die Einflüsse aus seinen sonstigen Psychothrillern...
Veröffentlicht am 6. Januar 2011 von JJ


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111 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine Symbiose von Märchen und knallharter Realität, 3. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verlorenen Dinge (Taschenbuch)
Inhalt:

Die Geschichte spielt im London des 2. Weltkriegs. David, zu Beginn 12 Jahre alt und ein Bücherwurm, verliert seine Mutter durch eine Krebserkrankung. Sein Vater aber lässt sich die Trauer durch eine neue Frau versüßen, mit der er auch schnell Nachwuchs zeugt. David, der noch in der Trauer um seine Mutter gefangen ist, stößt die neue Familie von sich, trotz aller Annäherungsversuche. Im neuen Haus der Familie geschehen seltsame Dinge und David wird Stück für Stück in eine fremde, märchenhafte und zugleich grausame Welt gelockt, wo sein eigentliches Abenteuer beginnt.

Persönliche Eindrücke:

"Das Buch der verlorenen Dinge" erzählt von der Flucht aus der Realität, von Wunschvorstellungen, Rachegelüsten, dem Guten und dem abgrundtief Bösen in jedem Einzelnen von uns. John Connolly strickt mit Absicht eine vorhersehbare Handlung, denn nicht das Ziel steht im Vordergrund, sondern Davids Weg dorthin. Der Leser gewinnt einen manchmal erschreckenden Einblick in die Psyche des Menschen und wird mit dessen Urängsten konfrontiert.

Die Figuren sind stereotypisch, denn an ihnen soll David wachsen. Er wandelt sich vom trotzigen Kind zum verantwortungsbewussten jungen Mann und seine Schritte ins Erwachsenenleben sind mitunter grausam und verstörend. Zwischen den Zeilen lesen ist in Connollys Werk von großer Bedeutung, denn jeder von uns kann sich in ihnen wiederfinden. "Das Buch der verlorenen Dinge" erinnert uns daran, wer wir sind und wie wir mit dem umgehen können, was uns gegeben ist.

Die deutsche Taschenbuchausgabe:

Die deutsche Übersetzung ist gut und solide, nur ab und zu blitzt die englische Syntax durch. Allerdings haben die Lektoren das ein oder andere Mal geschlafen. Teils eine ganze Seite kein einziger Absatz, übersehene Grammatik- und Flüchtigkeitsfehler. Deshalb einen Stern Abzug.

Eine Warnung an die Eltern:

Dieses Buch stand in der Buchhandlung im Regal "ab 10 Jahren", hat aber dort absolut nichts zu suchen. Vergleichbar ist die Mischung an Mystik und Gewalt mit dem Film "Pans Labyrinth". Das Einzige, was an Connollys Geschichte kindlich ist, ist die Sprache, da die Handlung aus Davids Sicht erzählt wird. Die mehr oder weniger indirekt beschriebenen Themen sind aber alles andere als kindgerecht: Zwangsneurosen, Hetero- und Homosexualität, Pädo- und Zoophilie, Blutvergießen, Folter, Tod und Sterben. Auch wenn manches nur angedeutet wird, Kinder verstehen oft mehr als man ihnen für ihr Alter zutraut und einige Inhalte könnten sie verstören.

Fazit:

Ein wirklich gelungenes Buch, das jedem von uns den Spiegel vorhält.
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44 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Blutig, bitterböse, brutal - und wunderschön, 26. Januar 2011
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verlorenen Dinge (Taschenbuch)
Die Meinungen zu diesem Buch gehen offensichtlich weit auseinander. Die Einen lieben es, die Anderen hassen es. Mich hat es verzaubert. Es hat mich entführt, entsetzt, schockiert, zu Tränen gerührt und zu herzhaftem Lachen gereizt.

Connollys Worte zogen mich von der ersten Seite an in ihren Bann. Ich kann mich an kein Buch erinnern, bei dem mir schon im ersten Kapitel dicke Tränen die Wangen herabkullerten. Dabei ist der Anfang weder sonderlich überraschend noch besonders gefühlsduselig geschrieben. Ein Junge, dessen Mutter stirbt. Das kennen wir. Das ist nichts Neues. Doch irgendetwas nahm mich gefangen. Rührte mich zutiefst. David gewann meine Sympathie, mein Mitgefühl. Er kam mir nahe.

Die Geschichte ist eine typische coming-of-age-Story - könnte man meinen. Ein tieftrauriger, verletzter, verstörter, trotziger Junge erlebt Abenteuer, begegnet Gefahren, lernt zu vertrauen und Dinge zu hinterfragen, um sich am Ende zu finden und die Wahrheit zu erkennen.
Sein Weg führt ihn durch eine Märchenwelt. Die Märchen wirken vertraut: Rotkäppchen Schneewitchen, Dornröschen, Hänsel und Gretel. Doch es sind nicht die Gutenachtgeschichten, die wir unseren Kindern heutzutage erzählen. Nein, sie sind blutig, bitterböse und brutal. Sehr explizit und oft an der Grenze des guten Geschmacks oder darüber hinaus. So waren Märchen wahrscheinlich, bevor wir sie mit Blümchen bestreuten und in Zuckerwatte packten. Geschichten, die Kinder wirklich davon abhalten, in den Wald zu gehen. Die Angst machen und verstören. Cinderellas little Horrorshop.

Dieser Horrorshop spiegelt auf phantastische Weise die Realität. Das Leben ist nicht fair (um ein anderes großartiges Buch zu zitieren). Das Leben ist oft blutig, bitterböse und brutal. Es gibt Menschen, die Hunger leiden, die gemein sind, die von Krankheiten gefressen werden oder sich gegenseitig umbringen. Es gibt Männer (und Frauen), die Kinder entführen und töten. Es gibt Männer (und Frauen), die schlimmere Dinge mit Kindern tun. Das ist (leider) die Realität. Und David verarbeitet sie auf seine Weise.

Dieses Buch ist KEIN Kinderbuch. Allenfalls ein Jugendbuch für Jungs und Mädchen ab zwölf. Kinder vertragen mehr als übervorsichtige Eltern ihnen zutrauen, verstehen viel mehr und haben einen offeneren Blick auf die Welt. Allerdings sind einige Bilder des Buchs wirklich verstörend. Besonders wenn kleine phantasiebegabte Köpfe sie sich farbenprächtig ausmalen. Doch wenn mutige Eltern ihren abenteuerlustigen Kindern dieses Buch vorlesen, bereit sind unangenehme Fragen zu beantworten und aufmerksam beobachten, ob vielleicht die ein oder andere Szene zensiert vorgelesen werden sollte ' dann ist es ein lehrreiches Buch für Vorleser und Zuhörer. Trotz der Horrorelemente ' die Geschichte atmet Moral. Ohne Zaunpfähle. Dafür mit Herz und Verstand.
Die kleine Schrift, die wenigen Absätze und die Dicke des Buches dürften viele Kinder ohnehin von der Lektüre abhalten.

Jeder halbwegs erfahrene Leser wird schnell erkennen, auf was die Erzählung hinausläuft. Sie ist vorhersehbar. Die Idee ist nicht neu und schon viele Autoren und Drehbuchschreiber haben sich an ihr versucht. Viele Geschichten sind sehr gut, wie "Alice im Wunderland" (Buch), "Pans Labyrinth" (Film), "Die Reise ins Labyrinth" (Film) oder "Coraline" (Buch), um nur einige zu nennen. "Das Buch der verlorenen Dinge" braucht sich vor diesen aber nicht zu verstecken.

Claudia Feldmann hat die Geschichte mit Verstand übersetzt.

Ein wunderbares Buch. Ein verstörendes Buch. Es brachte mich zum Lachen und zum Weinen und dazu, ungläubig den Kopf zu schütteln. Anderen wird es Alpträume bescheren. Und wieder andere werden sich langweilen, weil sie dem Zauber der Worte nicht erliegen und die Grundidee nichts Neues ist. Wer sich aber darauf einlässt, den erwartet ein phantastisches Lesevergügen.
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43 von 47 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Märchenbuch für Jugendliche und Erwachsene, 14. August 2008
2005 legte John Connolly, nachdem er "The Black Angel" abgeschlossen hatte, eine Schreibpause in seiner Serie um den Privatermittler Charlie Parker ein und schrieb in diesem Jahr stattdessen einen klassischen Fantasyroman, in dem er viele Elemente aus der europäischen Mythologie und traditionellen, meist deutschen Volksmärchen verwebt.

England in den ersten Jahren des zweiten Weltkriegs:
David hat seine Mutter verloren (sie starb an einer schweren Krankheit, vermutlich Krebs) und kann es nicht verwinden, dass sein Vater schon allzubald nach ihrem Tod erneut heiratet und es bald einen zweiten kleinen Jungen, Georgie, in der Familie gibt. Schon das ist eine Märchensitutation. In Märchen sind damit oft Mädchen konfrontiert, doch Connolly verdreht in seiner Geschichte wiederholt bewusst die Geschlechterrollen, um einen neuen Blick auf alte Stereotype zu schaffen.
Frustriert, eifersüchtig und missmutig verkriecht sich David in seine Bücher, bis eines Nachts ein deutscher Flieger ausgerechnet in einer dunklen, verborgenen Ecke ihres Gartens abstürzt, in die sich David bislang nicht hineinwagte. Die Neugier treibt den Jungen zu dem Wrack und damit durch die geheimnisvolle, verwachsene Mauerspalte.
Dort findet er sich in einer anderen Welt wieder, die aus fantastischen Dingen und Personen besteht, von denen er in den letzten Wochen gelesen hatte. Das erinnert zwar an die Welt von Narnia, aber Connollys Welt ist - ähnlich wie seine Kriminalromane - ungleich düsterer und vielschichtiger als die Schwarz/Weiß-Welt Aslans und der Eishexe. So kann David nicht immer einschätzen, ob die Wesen, die ihm begegnen, gut oder schlecht sind. Und die meisten davon sind auch irgendwo in der Mitte.
Die Geschichte mündet nun in die klassische "Fahrt" eines Helden, eine Methapher des Erwachsenwerdens, bei der David viele, oft sehr bedrohliche und lebensgefährliche Situationen meistern muss und dabei lernt, anderen zu vertrauen und eigenen Mut zu entwickeln. Auch lernt der Junge, dass man manchmal Opfer bringen und selbst Gewalt anwenden muss, um am Ende das eigentliche Böse zu vernichten (hier zeigt sich eine Parallele zu der Kriegslage der wirklichen Welt).
Zudem wird David mit seinen eigenen dunklen Seiten konfrontiert, zum einen als er einem edlen Ritter fast die Freundschaft kündigt, bloß weil ihm jemand einflüsterte, der Mann sei homosexuell und damit pervers; zum anderen als David schließlich erkennt, dass seine Hassgefühle gegenüber dem kleinen Bruder ziemlich schäbig und dumm waren und beinahe die ganze Familie zerstört hätten.

Ein großartiger Märchenroman, der in vielen das ist, was "Tintenherz" und seinen Nachfolgern leider fehlte - nämliche eine wirkliche Spielerei mit den Gestalten der Bücher und unseres kollektiven Bewusstseins und den Botschaften, die sich in den alten Geschichten verbergen.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Faszinierend, ungewöhnlich, teilweise brutal, teilweise skuril und witzig, 7. Mai 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
...das sind die Attribute, die mir zu Jahn Connolly's Fantasy-Roman fast im Stile einer "Unendlichen Geschichte" einfällt.

Connolly, eher durch Psychothriller der härteren Art bekannt, hat hier ein ganz und gar ungewöhnliches Buch geschrieben, dass sich vordergründig in die Welt der Märchen, Fabeln und Mythen bewegt, aber eigentlich ein Buch übers Erwachsen-werden ist. Connolly vermischt Realität (das Buch beginnt in London zu Zeiten des zweiten Weltkrieges...) mit Fantasy (...und taucht ein in ein ganz und gar skuriles und gefährliches Märchenland) und schafft es dabei, bekannte Märchen wie Schneewittchen oder Dornröschen vollkommen verdreht und abgedreht in die Handlung einzubauen.

Worum geht es?
Der 12-jährige David muss den langwierigen (Krebs?)-Tod seiner Mutter verkraften und die Tatsache, dass sein Vater, der wohl in einem Spionageabwehrprojekt der englischen Regierung arbeitet, sehr schnell sich neu verliebt. David zieht sich immer mehr in sich zurück und findet sein einziges Heil im Lesen. Als er mit seinem Vater zu dessen neuer Partnerin aufs Land zieht und er bald darauf ein Stief-Brüderchen bekommt, wird David vollkommen aus der Bahn geworfen. Auf dem Dachboden des alten Herrschaftshauses in dem sie nun wohnen, findet David unterm Dach eine riesige Bibliothek, in die er sich immer mehr abkapselt und deren Bücher ein Eigenleben zu haben scheinen.
Doch dann taucht plötzlich der "krumme Mann" auf, seine Mutter ruft ihn und wenig später findet David sich nach dem Absturz eines Bombers im Garten des Hauses in einem märchenhaften und fremden Land wieder. Um seine Mutter, die in diesem Land gefangen zu sein scheint, und auch den Weg zurück in die reale Welt wieder zu finden, muß David den König dieses "Land ohne Namen" finden, denn nur der kann ihm helfen, weil er "Das Buch der verlorenen Dinge" besitzt.
Auf seiner Suche lernt David viele gute, aber auch bösartige und seltsame Gestalten kennen und wir Leser werden mit vielen bekannten Märchen konfrontiert, die allerdings so vollkommen anders sich darstellen. Ein witziges Highlight sind hier Schneewittchen und die 7 Zwerge, denn anders als im Märchen der Gebrüder Grimm ist Schneewittchen hier eine fette, narzistische und brutale Matrone, die die 7 Zwerge aufs Übelste unterdrückt, so dass die Zwerge - von denen sich einer einfach abgesetzt hat - die kommunistische Linie einschlagen. Solche witzig-skurilen Szenen wechseln sich mit überaus brutalen Kämpfen und Metzeleien ab, so dass man als Leser stimmungsmäßig auf einer Achterbahnfahrt unterwegs ist. Viele Themen auf dem Weg zum Erwachsen werden streift Connolly - es geht um Loslassen, Eigenständig sein, Vorurteile, (vermeintliche) Homosexualität), Gewalt, Einfühlungsvermögen, Entscheidung und vieles mehr.

"Das Buch der verlorenen Dinge" ist sicherlich kein einfaches Buch, aber es ist skuril, kurzweilig, ungewöhnlich und spannend. Ich fand die Sprache von Connolly einfach und sehr bildhaft. Er versteht es, beim leser Emotionen zu wecken, ihn mitleiden und mitfiebern zu lassen. Und seine Anleihen an die bekannten Märchen, die so vollkommen anders daherkommen, sind für Märchenliebhaber und -kenner sowieso ein Highlight.

Ich habe das Buch verschlungen und teilweise etwas langatmigere Passagen - derer es aber nicht viele gibt - locker verkraftet. Wer auf anspruchsvolle und mal vollkommen ungewöhnliche Fantasy steht, dem sei dieses Buch wärmstens empfohlen. Allerdings empfehle ich "Das Buch der verlorenen Dinge" nicht für Kinder, sondern eher für Jugendliche ab 16 Jahren und natürlich für Erwachsene.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von einem traurigen Jungen, 24. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verlorenen Dinge (Taschenbuch)
Inhalt:

David hat gerade seine Mutter verloren. Nur ein halbes Jahr später hat sein Vater eine neue Frau gefunden. Als sie schwanger wird, ziehen David und sein Vater zu der Frau. Was David gar nicht passt. Mitten in dieser traurigen Zeit passieren ihm seltsame Dinge: Die Bücher fangen an, mit ihm zu sprechen. Er hört seine tote Mutter, die nach ihm ruft. Auf der Suche nach ihr, gerät er in ein fremdes, von seltsamen, gefährlichen Wesen bewohntes Land.

Meinung:

Gleich zu Anfang entwickelt man starkes Mitgefühl für David. Da prasselt ganz schön viel, ganz schön plötzlich auf ihn ein.
Das Buch selbst ist einfach verständlich geschrieben. Man findet sich gut in die Geschichte ein. Die Geschichte ist fantasievoll, hat mich aber, gerade am Anfang, sehr an andere Bücher erinnert. Zum Beispiel an "Märchenmond" von Wolfgang und Heike Hohlbein. Auch dort hat ein Junge einige Probleme und gerät in eine andere Welt.
Es werden viele Märchen aufgegriffen, aber auch stark verändert. Da sind aber auch Teile der Geschichte, die ich gar nicht kannte, was ja auch so sein sollte. Trotzdem stören die abgewandelte Märchen nicht. Ich persönlich war immer neugierig, was sich der Autor zu dem nächsten Märchen hat einfallen lassen.
Toll fand ich noch, dass man richtig mitbekommen hat, wie David sich verändert. Wie er erwachsen wird. Es war gar nicht nötig, dass der Autor das genau so erklärte.
Entgegen meinen Erwartungen ist dieses Buch meiner Meinung nach aber nicht für Kinder geeignet. Es kommen viele blutige und brutale Stellen vor. Abgesehen davon, dass einige Stellen für Kinder einfach unverständlich sein könnten, wie die politischen Ansichten von Schneewittchens Zwergen, vielleicht.

Fazit:

Ein schönes Märchenbuch, aber bitte nur für Erwachsene.

Merlinsdaughter von Mexxbooks
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tolle Geschichte und ein ECHTER Connolly!, 22. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verlorenen Dinge (Taschenbuch)
Ich muss sagen gegenüber einem Märchenbuch von John Connolly war ich sehr skeptisch eingestellt und auch wenn ich seine "Erwachsenenbücher" wunderbar finde und sofort bei Erscheinen kaufe, hatte ich mich hier zurückgehalten.

Ein Fehler!!!..

Schon die ersten Seiten des Buches, in denen der kleine Hauptprotagonist dieser Geschichte das Leiden seiner Mutter miterlebt ist von inniger Melancholie durchzogen, die auch die sonstigen Bücher von Connolly auszeichnet.

Die (Traum)Welten des David beschreibt der Autor mit großer Fabulierfreude, spinnt aus bekannten Geschichten der eigenen Kindheit, neue Erzählungen und auch so manche neue Sichtweise auf die Dinge kommt ans Licht.

Ein schönes Buch über das Erwachsenwerden, über Verantwortung im Leben gegenüber Anderen und sich selbst und die Liebe zu jenen, die einem wichtig sind.

Vielleicht kein Buch für Kinder, den es wird recht blutig gestorben in Davids Welt.
Aber für alle Anderen muss es heissen...kaufen und geniessen!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Märchen für Erwachsenen, 24. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verlorenen Dinge (Taschenbuch)
Inhalt

Schon während der schweren Krankheit seiner Mutter, hat sich David gewisse Verhaltensweisen angeeignet, z.B. dass er alles in seiner Umgebung zählt. Da nur gerade Zahlen "gut" sind schlägt er sich unter anderem noch mal an den Kopf, nachdem er irgendwo angestoßen ist. All das tut er, da er der Meinung ist, seine Mutter würde sterben, wenn er auch nur eine dieser selbst auferlegten Regeln missachtet. Doch seine Mutter stirbt, obwohl er sich brav an aller Regeln gehalten hat. David ist daher am Boden zerstört. Als dann auch noch eine neue Frau in das Leben seines Vater tritt, verbringt er immer mehr Zeit mit Büchern um sich abzulenken. Schon bald beginnen die Bücher mit ihm zu sprechen. Eines Tages hört er dann die Stimme seiner toten Mutter, die ihn zu einer bestimmten Stelle im Garten lockt. Dort taucht er in eine Welt ein, die noch kein Mensch vor ihm betreten hat, denn diese Welt setzt sich aus den Geschichten zusammen, die David bisher gelesen hat.
Diese Fantasiewelt ist aber alles andere als angenehm und David möchte so schnell wie möglich nach Hause. Dafür benötigt er jedoch das "Buch der verlorenen Dinge". Er begibt sich auf eine abenteuerliche Reise quer durch die Märchenwelt...

Meinung

John Connolly entführt den Leser mit "Das Buch der verlorenen Dinge" in eine Märchenwelt, die so ganz anders ist, als sie sonst immer dargestellt wird. Alles ist ein wenig düsterer, gefährlicher und aufregender.
Der Autor hat durch die Vermischung bekannter Märchen eine ganz neue Geschichte erschaffen. Dabei kommen auch lustige Abschnitte zu nicht zu kurz. Mein persönliches Highlight war Schneewittchen - das dicke, hässliche, gemeine Schneewittchen, das ihren Zwergen ganz schön auf die Nerven geht. Die Erinnerung an diesen Teil der Handlung zaubert mir immer noch ein Lächeln auf das Gesicht. Auch die etwas andere Geschichte von Hänsel und Gretel ließ Nichts zu wünschen übrig.

Doch es gab auch sehr düstere, um nicht zu sagen furchtbare und grausame Handlungsabschnitte. "Die Jägerin" zum Beispiel, die sich aus dem Kopf von Menschen und den Körper von Tieren das perfekte Jagdobjekt bastelt, war richtig gruselig. Hier wurde der 12-Jährige David zum ersten Mal zum Helden, denn seine Idee sie zu überwältigen ,war einfach genial.
Auch den Charakter des schwulen Prinzen, Roland, der zu Davids Wegbegleiter und Freund wird, fand ich sehr gelungen.

Neben den Inhalten, die aus den verschiedensten Märchen zusammengewürfelt wurden, verwendet der Autor auch eine Sprache, die man sonst nur von Märchen kennt. Das hat sehr gut zur Handlung gepasst, eine moderne Sprache wäre einfach nicht glaubhaft gewesen.

Auch der aus Märchen nur zu gut bekannte Kampf zwischen Gut und Böse hat nicht gefehlt und auch hier hat das Gute am Ende gesiegt.

Bis zum Ende gab es viele unerwartete Handlungen, sodass das Buch immer eine gewisse Spannung aufrecht erhielt.
Am besten gefallen haben mir allerdings die letzten 10 -20 Seiten, die vom gealterten David handeln und der Spruch des Försters "Am Ende kehren alle hierher zurück" hat mich zu Tränen gerührt. Die Vorstellung nach dem Tod in seiner eigenen Fantasiewelt zu leben, finde ich wunderschön.

Was mich allerdings sehr gestört hat, war die Aufmachung des Buches, denn selten habe ich so klein gedruckte Buchstaben gesehen. Das Lesen wurde dadurch teilweise sehr anstrengend und ich musste des öfteren Pausen machen, um meine Augen zu entspannen. Das muss meiner Meinung nach einfach nicht sein, es wäre doch nicht zu viel verlangt, den Text in einer angenehmerenn Schriftgröße abzudrucken.

Fazit:

Ein Märchen für Erwachsene, das gewisse Etwas hat mir aber gefehlt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein packender und vor allem dramatischer Fantasyroman, 27. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verlorenen Dinge (Taschenbuch)
Die Rahmenhandlung fand ich sehr ansprechend, also besorgte ich mir dieses Buch und las es.

Der Roman handelt von dem zwölfjährigen David, der sich in die Welt der Bücher flüchtet als seine Mutter verstirbt.
Schon bald heiratet sein Vater eine andere Frau und David bekommt später einen kleinen Halbbruder, namens George.
David ist ziemlich zerfressen von Wut und Eifersucht und erblickt eine geheimnisvolle Gestalt.
Durch unglückliche Umstände während des laufenden Zweiten Weltkrieges gerät David in eine magische Welt und wird von dem >>krummen Mann<< geleitet.
David soll zu einem König gehen, der das >>Buch der verlorenen Dinge<< besitzt.
In eben diesem Buch sollen alle Wahrheiten des Lebens aufgezeichnet sein, auch ein Weg nach Hause.
David durchsteift diese magische Welt und begegnet allerlei märchenhaften Gestalten, die nicht alle friedlich sind.

Ich muss echt sagen, dass mich dieser Fantasyroman so richtig mitgerissen und gefesselt hat.
Dieser Roman ist für alle Liebhaber von Märchen, allerdings sollten Märchenliebhaber das Schneewittchen-Kapitel einfach mit Humor nehmen.
So fesselnd und märchenhaft die Abenteuer von David sind, sie sind auch ziemlich gruselig und auch brutal.
Die Kapitel 15-17 haben mir so richtig das Blut in den Adern gefrieren lassen.
Aber wartet einfach ab bis ihr weiter kommt.
Dieser Fantasyroman ist definitiv KEIN KINDERBUCH.
Ich persönlich würde es Lesern ab 16 Jahren empfehlen.

Die Charakterentwicklung von David ist genauso fesselnd, wie seine Abenteuer.
Auch die Interpretationen bekannter Märchen machen das Werk sehr reizvoll.
Die Charaktere sind zunächst stereotypisch, aber wichtig für Davids Entwicklung.
Der Wunsch nach Liebe, die Suche nach dem Weg in die Heimat, eine schwere Freundschaftsprobe aufgrund von bösen Einflüsterungen und das Erkennen der eigenen dunklen Seiten machen das Werk von John Connolly zu einem großen Werk der modernen Fantasyliteratur.

Ein Werk, das man nicht so schnell vergisst.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich empfehle es oft weiter..., 10. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verlorenen Dinge (Taschenbuch)
...weil es so speziell ist! Eine schaurig-schöne Geschichte mit vielen Einfällen. So werden z.B. auch altbekannte Märchenfiguren mit neuen Wesensarten oder Hintergründen eingeflochten. Ich war und bin sehr fasziniert von diesem Buch, weil es sich leicht liest und gleichzeitig mal etwas ganz anderes an Story zu bieten hat. Wer im Zweifel über die Zielgruppe ist: Es ist m.E. eher etwas für Erwachsene oder mindestens schon ältere Kids. Denn auch wenn die Hauptfigur ein Kind ist und der Einband mich zunächst vermuten ließ, dass ich vielleicht eher ins Jugendfantasie-Genre gegriffen habe, geht es manchmal ganz schön fies zur Sache.
Spannend, böse und schön zugleich.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fabelhaftes Märchen, 5. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Das Buch der verlorenen Dinge (Taschenbuch)
David ist ein kleiner Junge und er wünscht sich nichts sehnlicher als das sein vater ihn wieder allein lieb hat - er will die Liebe nicht mit der sehr bemühten Stiefmutter und dem neuen Halbbruder teilen. Und er wird auf die Probe gestellt - die Probe ist eine Geschichte...seine Geschichte.
Er stellt sich vielen Fabelwesen, erlebt viele bekannte Märchen (schön, diese Kindheitserinnerungen wieder auffrischen zu können - der Blick in Grimm's Märchen ist garantiert!), um schliesslich seine Geschichte auch zu beenden und seine Bestimmung zu finden.

Die Geschichte ist rührend, brutal, kindlich - und unbarmherzig herzlich. Die Erkenntnis und das Leben des kleinen David haben mir auf den letzten Seiten tatsächlich Tränen in mir aufsteigen lassen...

Lest das Buch..lest und versteht es. Es ist wundervoll.
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Das Buch der verlorenen Dinge
Das Buch der verlorenen Dinge von John Connolly (Taschenbuch - 3. Dezember 2009)
EUR 8,95
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