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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker des historischen Romans
Lange Zeit wurde Tiberius Claudius Nero unter den Kaisern Augustus, Tiberius und Caligula als ein Sonderling und bloßer Schandfleck der julisch- claudischen Familie betrachtet. Er war lahm, ein Stotterer und alle hielten ihn für schwachsinnig. So wurde er vom Lichte der Öffentlichkeit ferngehalten, war den Gemeinheiten von Augustus Frau Livia und...
Veröffentlicht am 20. Juli 2005 von Kein Name

versus
13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine spannende Erzählung, aber ein unterhaltsamer Bericht
In dem Roman "Ich, Claudius, Kaiser und Gott" schreibt der römische Kaiser Claudius in der Ich-Perspektive über sein Leben. Dem Autor gelingt es, über das Leben des Claudius unterhaltsam zu berichten, ohne jedoch mitreißend oder hochspannend zu sein. Das große Plus des Romans ist die historische Genauigkeit, mit der über das Leben des...
Veröffentlicht am 16. September 2008 von Robert Storch


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28 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker des historischen Romans, 20. Juli 2005
Rezension bezieht sich auf: Ich, Claudius, Kaiser und Gott (Taschenbuch)
Lange Zeit wurde Tiberius Claudius Nero unter den Kaisern Augustus, Tiberius und Caligula als ein Sonderling und bloßer Schandfleck der julisch- claudischen Familie betrachtet. Er war lahm, ein Stotterer und alle hielten ihn für schwachsinnig. So wurde er vom Lichte der Öffentlichkeit ferngehalten, war den Gemeinheiten von Augustus Frau Livia und später dem Wahnsinn des Caligula ausgesetzt. Am Tage der Ermordung Caligulas jedoch wird Claudius selbst von den Praetorianern zum neuen Kaiser erhoben. Da er die Monarchie verabscheut, ist das Ziel mit dem er das Amt antritt, die Wiederherstellung der Republik. Als Kaiser ist er arbeitsam und fleißig und strebt für seine Mitbürger eine ganze Reihe von Verbesserungen an wie zum Beispiel die Errichtung eines neuen Hafens in Ostia. Seine Frau Messalina, der er komplett verfallen ist, verfolgt jedoch ganz andere Ziele. Mit rührender Naivität übersieht Claudius alle Anzeichen dafür, dass etwas faul ist im Kaiserpalast.
Robert von Ranke Graves Roman ist brillant. Aus einer großen Zahl literarischer Quellen von Tacitus bis Sueton hat er eine fiktive Autobiographie des vierten römischen Kaisers geschaffen, die so authentisch wirkt, dass man sie tatsächlich für die Übersetzung eines zeitgenössischen Werkes halten könnte. Dies scheint deshalb so, weil das Buch beinahe alle Schwächen der antiken Geschichtsschreibung, die Vermischung von Politik und Religion, die tendenziöse Darstellung bestimmter Ereignisse oder Personen sowie die Einarbeitung rein auf Vermutung basierender Behauptungen, wieder aufgreift. Genau aus diesem Grund findet man einen vor Leben und Spannung strotzenden Roman vor und nicht ein trockenes Geschichtsbuch. Allerdings sollte man beim Lesen auch immer etwas auf der Hut sein und nicht alles glauben, was in diesem Buch steht und zwar insbesondere dann, wenn es sich um Urteile über Personen wie Livia, Tiberius oder Caligula handelt. Denn auch hier ist das Bild einiger historischer Persönlichkeiten- wie in den echten Quellen- stark verzerrt.
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33 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der ultimative Historienroman, 4. Januar 2004
Von 
D. Bohrer "kueboh" (Hessisch Oldendorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Um es gleich vorweg zu sagen, ein gutes Buch lese ich gern ein zweites Mal. Dieses Buch habe ich im Laufe der Jahre etwa 25 Mal gelesen, was eigentlich bereits hinreichend für die Qualität dieses Romanes spricht. Dabei bin ich nicht unbedingt Liebhaber historischer Romane. Robert von Ranke-Graves läßt Claudius in der Ich-Form erzählen und wählt dabei als Mittel die heutige Sprache. In der Geschichtsschreibung ist Kaiser Claudius stets relativ schlecht weggekommen, in den meisten Fällen lediglich als Gatte der berüchtigten Kaiserin Messalina. Dabei darf allerdings nicht übersehen werden, dass die Zeitzeugen wie Seneca oder Tacitus eher den "Gegenparteien" dieses fähigen Herrschers angehörten. Der Autor allerdings hat sich die Mühe gemacht, ein umfassendes Bild dieses römischen Kaiser zu Papier zu bringen. Ob das komplett den historischen Tatsachen entspricht sei dahingestellt, ist im Falle dieses Romanes aber auch eher unerheblich. Das Buch bietet Unterhaltung mit stilsicherer Sprache und einem gehörigen Quentchen Humor und gehört daher in jede gut sortierte Büchersammlung. Wer allerdings nicht gern liest, dem sei die gleichnahmige 13-teilige englische Serie mit dem großartigen Derek Jacobi in der Hauptrolle empfohlen, die sich eng an der Buchvorlage orientiert. Mittlerweile ist die Serie als DVD erhältlich, nur leider nicht mit der deutschen Synchronisation. Schade eigentlich! Trotzdem ist diese DVD ebenfalls zu empfehlen, da das Englisch der Serie überaus gut verständlich ist.
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Fundierte Kenntnisse und toller Erzählstil, 14. Juli 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Ich, Claudius, Kaiser und Gott (Taschenbuch)
Der römische Kaiser Claudius kommt in den meisten Geschichtsbüchern nicht allzu gut weg. Robert von Ranke Graves hat es in diesem Roman unternommen, aus der Sicht des Claudius mit diesen Vorurteilen aufzuräumen. Dies gelingt ihm in einer sehr spannenden und unterhaltsamen Art, die die Geschichte wieder lebendig werden läßt und jeden miterleben läßt, wie es im Rom der Kaiserzeit zuging und womit sich der Kaiser beschäftigen mußte. Dabei weicht Ranke Graves nie von den historischen Fakten ab und macht das Buch damit doppelt wertvoll: zum einen wird Geschichte vermittelt in der ureigensten Form, nämlich der spannenden Erzählung, zum anderen entsteht ein Roman von hohem literarischen Wert. Nicht umsonst war Robert von Ranke Graves Professor am Lehrstuhl für Poetik an der Oxford University in England. Darunter leidet jedoch nicht die historische Fundiertheit, was durch eine Professur des Autors am Lehrstuhl für Geschichte der Universität Kairo hinreichend begründet sein dürfte. Kurz und gut: wir haben es mit einem Meisterwerk des historischen Romans zu tun, das auf jeden Fall ein Lesevergnügen darstellt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klassiker, der in keiner Bibliothek fehlen darf!, 6. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Ich, Claudius, Kaiser und Gott (Taschenbuch)
Lieben Sie Krimis? Lieben Sie historische Romane? Dann sind Sie hier GOLDRICHTIG!! Dieses Buch zählt zu den Büchern, die ich alle Jahre wieder gierig aus dem Regal zerre, um es geradezu einzusaugen - selten habe ich einen historischen Roman gelesen, der geschichtlich so fundiert ist, ohne dabei in dröge Sachthemen abzugleiten. Ein "Real Crime" im besten Sinne - und man wird von der ersten Seite weggebeamt in eine Zeit, wie sie brisanter, politischer und grausamer nicht sein könnte. Der Autor hat Sprachwitz und außerordentliches Einfühlungsvermögen für seine Protagonisten, das Lektorat ist super, die Übersetzung klasse - was will man mehr. Beste Unterhaltung im Wortsinn! Besonders empfehlenswert ist auch die Verfilmung des Buches aus den Siebzigerjahren(?), mit der Derek Jacobi als Claudius auch in Deutschland als exzellenter Schauspieler bekannt wurde - unterstützt von Kollegen, die ihm in nichts nachstehen wie Sian Phillips als Livia, die (mörderische) Gattin von Augustus, oder dem genialen John Hurt, der den geisteskranken Kaiser Caligula in seinem ganzen dekadenten Wahnsinn bis zur Gänsehaut spielt. Brillantes Werk, ob Buch oder Serie, kann ich uneingeschränkt wärmstens empfehlen!
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hochwertiger historischer Roman in packendem Erzählstil, 11. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Ich, Claudius, Kaiser und Gott (Taschenbuch)
Robert von Ranke-Graves schildert die Herrschaftszustände zu Beginn unserer Zeitrechnung im Plot eines historischen Romans. Spannung und Realitätsbezug werden durchwegs geschickt eingesetzt und konsequent bis zur jeweils entscheidenden Wendung der Handlung beibehalten. Nicht nur die Intrigen innerhalb der Kaiserfamilie, sondern die römische Kultur als Ganzes werden auf packende Art beschrieben und dem modernen Leser näher gebracht. Die deutsche Übersetzung ist sehr gut gelungen und passt zum hohen Niveau des Buches, welches sich durch Autentizität und profunde Geschichtskenntnisse auszeichnet, ohne dabei in den Stil eines Lehrbuches abzugleiten. Die Handlungen sind schlüssig und plausibel und passen zu den geschilderten Personen und Charakteren. Ein durchgängig stimmiges Werk, welches den damals oftmals geschmähten Kaiser Claudius (vgl. Seneca d.J., Apokolokyntosis) und dessen positve Taten in neuem Licht erscheinen läßt.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Keine spannende Erzählung, aber ein unterhaltsamer Bericht, 16. September 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
In dem Roman "Ich, Claudius, Kaiser und Gott" schreibt der römische Kaiser Claudius in der Ich-Perspektive über sein Leben. Dem Autor gelingt es, über das Leben des Claudius unterhaltsam zu berichten, ohne jedoch mitreißend oder hochspannend zu sein. Das große Plus des Romans ist die historische Genauigkeit, mit der über das Leben des Claudius berichtet wird, wenngleich der Autor natürlich auch die ein oder andere Geschichte hinzudichtet, dazu zählt z. B. die Behauptung, Claudius sei Republikaner gewesen oder Herodes hätte versucht, den gesamten Osten des Reiches zu einer Erhebung gegen Rom anzustacheln.

Die deutsche Ausgabe wurde gegenüber der englischen um die Hälfte gekürzt. Leider merkt man das an einigen Stellen: Der Leser lernt die Figuren nicht näher kennen, die Motive für die Handlungen dieser Figuren bleiben im Dunkeln. Das Hauptmotiv des Autors wird jedoch schon im Vorwort klar: Er fühlt Claudius von der Geschichtsschreibung ungerecht behandelt und will mit diesem Roman einiges geraderücken.

Der Beginn des Romans besteht nicht aus einer linear fortschreitenden Handlung, sondern aus Kapiteln, die jeweils ein bestimmtes Thema behandeln, z. B.: Livia, Tiberius, Claudius' Kindheit. Nachdem diese Dinge geklärt sind, kommt nach 50 Seiten endlich die Handlung in Gang.
Die zahlreichen Intrigen, Machtwechsel und Frauengeschichten bieten genug Stoff für eine hochspannende Geschichte, die Hauptfigur Claudius schwebt ständig in Lebensgefahr. Trotzdem kam bei mir nie Spannung auf. Warum? Zum einen liegt es an der Ich-Perspektive. Logisch: Die Ich-Person kann nicht umkommen, wenn das Buch noch ein paar hundert Seiten dick ist. Zum anderen stumpfte ich nach dem zwölften Giftmord auf fünfzig Seiten ab. Die meisten dieser Todesfälle haben mich nicht im Geringsten berührt: Ich habe nicht mit den Opfern mitgelitten, ich kannte sie ja kaum, weil der Autor sie vor ihrem Tod - wenn überhaupt - nur schemenhaft vorstellte. Manchmal waren Figuren schon wieder tot, kaum dass sie in die Handlung eingeführt waren. Zwischen den Giftmorden und anderen Arten der Hinrichtung klingt der Roman manchmal wie ein Geschichtsbuch, wenn er z. B. die Machtübernahme des Tiberius beschreibt; auch die Schilderung der Verwaltungsreformen des Claudius ist nicht gerade hochspannend, gleiches gilt für die Bestimmungen des Claudius gegen Wasserdiebstahl.
Die Beziehungen des Claudius zu seinen Frauen werden ohne Emotionen geschildert. Zu Messalina schreibt er, dass er sich in sie verliebt hat, weil sie schön ist. Das ist alles.
Insgesamt wird Claudius als sympathischer und kluger Mensch mit einigen Macken dargestellt. Er ist sensibel und naiv (v. a. gegenüber Messalina), bis zu seiner Machtergreifung hat er nur ein Ziel: Er will nicht auffallen und ein ruhiges, zurückgezogenes Leben führen, von seinen Verwandten lässt er sich herumschubsen und verspotten; und am Ende tut er immer das, was man von ihm verlangt, er fügt sich in sein Schicksal. Ein mitreißender Charakter sieht anders aus.

Die Darstellung bleibt trocken, meist schildert Claudius die Ereignisse in Berichtsform, so dass keine Bilder entstehen, was gerade für mich als TV-Geschädigten wichtig wäre. Dies gipfelt in grausamen Formulierungen wie: Sie befanden sich in einer sehr wenig zuversichtlichen Stimmung.

Häufig wird die indirekte Rede benutzt, so wirkte die Handlung auf mich oft distanziert.
Auch bei der Darstellung der Schauplätze schafft es der Autor nicht, anschaulich zu beschreiben. Dem Leser wird nicht mitgeteilt, wie Paläste oder Tempel gebaut sind und wo sie stehen. Meist huscht Claudius von einer Szene zur nächsten, an keinem Schauplatz verharrt er lange, so bleiben die Szenen oberflächlich, ohne Intensität.
Was mir überhaupt nicht gefallen hat: Es werden Städte- und Ländernamen aus der Gegenwart erwähnt, z. B. Thüringen, Mannheim, Deutschland (statt Germanien), Franzosen (statt Gallier), Hermann (obwohl Claudius vermutlich Arminius schreiben würde). Auch andere Begriffe werden mit Worten aus der Gegenwart beschrieben: Marktplatz (statt Forum), Regimenter (statt Legionen), Gouverneur (statt Statthalter), Pfennig (statt Sesterz oder Kupfer-As). Ich finde diese Darstellung nicht authentisch und nach heutigem Verständnis auch nicht korrekt. Franzosen und Gallier haben nur das Land gemeinsam, das sie besiedeln. Im Nachwort erklärt der Autor, dass er durch diese zeitgenössischen Begriffe den Text leichter verständlich machen wollte für diejenigen, die sich bei den Römern nicht auskennen. Da ist etwas dran, allerdings können heutzutage wohl die meisten Leser Historischer Romane mit Begriffen wie Germanen, Legionen, Forum etwas anfangen. Andere Begriffe könnte man in einem Glossar erläutern.

In einer Szene beweist Robert von Ranke Graves, dass er Szenen intensiv und bildhaft schildern kann: Bei der Schlacht gegen die Britannier. Ich konnte mir den Ablauf der Schlacht gut vorstellen, v. a. weil schon vor der Schlacht das Schlachtfeld und die Taktik der Römer beschrieben wurden. Warum nicht immer so?

Fazit: Das Buch ließ sich flüssig lesen, aber es hat mich niemals in den Bann gezogen. Es gibt tausende Romane, die spannender sind. Wer also an einer spannenden Erzählung interessiert ist, sollte von diesem Roman die Finger lassen. Wer aber speziell über diese Epoche oder über Claudius mehr erfahren möchte, wird von diesem Buch nicht enttäuscht werden, allerdings würde in diesem Fall ein Sachbuch verlässlichere Informationen liefern.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Römische Geschichte spannend erzählt, 15. März 2001
Rezension bezieht sich auf: Ich, Claudius, Kaiser und Gott (Taschenbuch)
Mit dem Buch "Ich, Claudius, Kaiser und Gott" hat der Autor und Historiker Robert von Ranke Graves ein im fiktiven autobiographischen Stil geschriebenes Buch vorgelegt. Durch ein offensichtlich umfangreiches Studium historischer Quellen begründet, wird dem Leser auf spannend unterhaltsame und ironisch hintergründige Weise das Leben am Hof der Römischen Kaiser vor Augen geführt. Für den Leser angenehm ist, dass auf trockene und langweilige Aneinanderreihung von Jahreszahlen und Ereignissen verzichtet wird. Vielmehr wurde durch ausführliche Beschreibung der Charaktere (vor allem von Augustus und seiner Frau Livia) eine sehr lebendige Form der Geschichtsvermittlung entwickelt. Für deutsche Leser interessant ist auch von Ranke Graves Schilderung zur Schlacht im Teutoburger Wald, welche von ihm ohne deutsch-nationales Pathos spannend erzählt wird. Ein Klasse Buch, das auch in den Schulen mehr gelesen werden sollte.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Claudius hautnah, 15. Juni 2005
Rezension bezieht sich auf: Ich, Claudius, Kaiser und Gott (Taschenbuch)
Zunächst etwas skeptisch, begann ich dieses Buch zu lesen.
Schon auf den ersten Seiten, wurde mein Verdacht, es handele sich hierbei um eine dieser "Biographien", die nur zur Hälfte der Wahrheit entsprechen und zur anderen auch noch langweilig zu lesen sind, zerstreut. Robert von Ranke Graves hat mit "Ich, Claudius, Kaiser und Gott" nicht nur einen spannenden und sehr schön zu lesenden Roman verfasst, sondern auch noch einen, der historisch korrekt, aber dennoch interessant ist.
Einzig die Übersetzung einiger lateinischer Wörter ins Deutsche hat mich streckenweise etwas irritiert, was jedoch dem Lesespaß keinen Abbruch tat.
Was bleibt mir nun noch anderes zu sagen, als das ich dieses Buch jedem, der Romane zur Zeit der Römer gerne liest, wärmstens empfehlen kann.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sternstunde des historischen Romans, 16. Dezember 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ich, Claudius, Kaiser und Gott (Taschenbuch)
Der Roman "Ich, Claudius..." von Ranke-Graves zählt zu den klassischen historischen Romanen, markiert aber bereits den Wendepunkt hin zum modernen Historienroman. Der Autor versucht nicht die Zeit der Handlung moralisch zu werten (wie es z.B. Sienkiewicz in "Quo vadis" mit seiner Idealisierung des Christentums getan hat) sondern ist darum bemüht mittels psychologischem Feingefühl und enormer historischer Sachkenntnis sowohl historische Gestalten als auch die Zeit selbst nachvollziehbar darzustellen.
Auch kommt der Roman bereits völlig ohne das triefende Pathos früherer Klassiker des Genres aus, ohne dabei jedoch auch nur eine Nuance an monumentaler Tragik einzubüßen. Bemerkenswert auch, dass der Roman praktisch keine "Längen" aufweist.

Ranke-Graves hat sich entschlossen den Roman im Stil einer fiktiven Autobiographie des Kaisers Claudius zu schreiben. Nicht nur literarisch hat er mit der Umsetzung dieses kühnen Planes seine Meisterschaft unter Beweis gestellt. Gerade zum besseren Verständnis der römischen Antike trägt dieser subjektive Bericht des Idealisten Claudius enorm viel bei.
Bei aller Genialität habe ich dennoch einen Kritikpunkt aufzuzeigen, der den ausgezeichneten Gesamteindruck aber nicht schmälert: Um es dem Leser zu erleichtern sich in der antiken Welt zurecht zu finden hat Ranke-Graves einige Begriffe "modernisiert". So wird z.B. aus einer Legion ein Regiment, Germanien heisst Deutschland und die Germanen sind die Deutschen etc. Auf jeden Fall entlockt das dem heutigen Leser historischer Romane bestenfalls ein Schmunzeln.

Für mich bleibt "Ich, Claudius..." von Ranke-Graves objektiv gesehen der beste Historienroman überhaupt.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kaiser wider Willen, 26. Juni 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Ich, Claudius, Kaiser und Gott (Taschenbuch)
Diesem Buch merkt man an, dass der Autor sich nicht nur ausgiebig mit Tiberius Claudius Nero beschäftigt hat und somit auch eine enorme Forscherarbeit leistete, sondern auch eine Liebe zu diesem Thema entwickelte, wie er selbst einmal sagte. Es muss ihn sehr gestört haben, dass Claudius bei Zeitgenossen wie Geschichtsforschern schlecht wegkam.

Das erstaunliche ist, dass er anhand von einer fiktiven Autobiographie versucht, dem Leser näherzubringen, dass es sich hier nicht nur um einen Stotterer oder Schwachsinnigen handelt, sondern um einen Historiker und einen Kaiser, der im Grund genommen nichts von der Monarchie hielt, ja sie sogar verabscheute. So tritt Claudius nur die Herrschaft an, um schnellstmöglich die Republik auszurufen. Er ist fleissig und strebsam und führt viele Verbesserungen und Neuerungen in seinem Reich ein. Privat scheint er kein grosses Glück gehabt zu haben, denn wenn er auch seine Frauen geliebt und ihnen vieles nachgesehen hat, so ist er immer betrogen worden. Dies mag dafür sprechen, dass er im Grunde seines Herzens sehr altruistisch war.

Graves hat ein Werk geschaffen, dass uns dem vierten Kaiser des Römischen Reiches näher bringt und ihn uns von der menschlichen Seite zeigt. Dabei hat er sich auf literarische Quellen von Tacitus bis Sueton gestützt. Das ist ihm so gut gelungen, dass man nach den ersten gelesenen Seiten mehr und mehr glaubt, es handelt sich hier um ein zeitgenössisches Werk. Humor und Ironie, die Claudius in den Mund gelegt werden, sind einmalig und kommen für mich einem typisch englischen Humor sehr nah.

Für mich eine grandiose Idee, anhand eines fiktiven Stoffes eine historische Person und ihre Zeit wieder auferstehen zu lassen. Leider ist die deutsche Übersetzung an manchen Stellen nicht sehr gelungen, was mir etwas den Lesespass nimmt. Das tut aber dem Inhalt und keinen Abbruch.
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Ich Claudius, Kaiser und Gott
Ich Claudius, Kaiser und Gott von Robert von Ranke-Graves (Taschenbuch - 13. Mai 2009)
EUR 10,95
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