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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
historische Medizin,
Von Patricia Twellmann "literatopia" - Alle meine Rezensionen ansehen (TOP 1000 REZENSENT) (VINE®-PRODUKTTESTER) (REAL NAME)
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Kinderdiebin (Ein Berlin-Krimi) (Taschenbuch)
Cecilie, Tochter aus gutem Hause, hat sich entschlossen, lieber Medizin zu studieren anstatt sich gut zu verheiraten. Da in Deutschland zu dieser Zeit noch keine Frauen in den Universitäten zugelassen sind, ist sie gezwungen, Geld zu verdienen, um in der Schweiz studieren zu können. Sie arbeitet bei Doktor Thorwald im Leichenkeller, der angesehene Gerichtsarzt lässt ihr freie Hand bei ihren Studien der menschlichen Anatomie. Als bei ihrem Dienstmädchen Elsa ein Kaiserschnitt vorgenommen werden muss und sie daraufhin ihre Gebärmutter verliert, da die Ärzte sie noch nicht nähen können, versucht Cecilie alles Mögliche, um die junge Frau zu retten. Aber das ist nicht das einzige Problem, das sie beschäftigt. Da gibt es noch ihren kleinen Halbbruder, der aus ihren Armen in der Charité entführt wurde und sie macht sich Sorgen um ihre Schwester Marianne, die nach einem Fehlverhalten geistig verwirrt ist. Ihre Eltern haben sie in eine Irrenanstalt und damit in schlechte Verhältnisse abgeschoben. Zusammen mit Dr. Thorwald und dem jungen Arzt Samuel Zimetbaum macht sie sich auf die Suche nach verschwundenen Kindern und ihrer Schwester.Der Reiz dieses Buches liegt eindeutig in der Historie. Eindringlich wird einem bewusst, wie weit der medizinische Standard heutzutage ist. Ein Kaiserschnitt ist kein Problem mehr, Hygiene wird sehr wichtig genommen und die Operationsmethoden sind geradezu revolutioniert. Über allem sollte man allerdings auch die Anfänge nicht vergessen, und so findet man sich in einer Welt wieder, in der uneheliche Mütter ausgestoßen wurden und eine Frau noch überhaupt nicht studieren durfte. Wie schwer es Cecilie wirklich hat, erfährt man auch aus Kleinigkeiten, das Verhalten einer früheren Freundin bei einer zufälligen Begegnung. Standesdünkel werden über Menschlichkeit gesetzt, ohne finanzielle Zuwendung gibt es oft nicht die benötigte einfachste medizinische Hilfe. Eines bleibt allerdings immer gleich, die gegenseitige menschliche Anziehungskraft. Cecilie ist verwirrt, da sie Gefühle für Hektor entwickelt, die sie lieber nicht hätte, da sie doch zum Studium in die Schweiz möchte. Allerdings kann sie die Gefühle nicht einordnen, da sie ja noch nicht einmal weiß, wie sich ein Kuss anfühlt. Hektor liebt Cecilie, kann seinen Gefühlen aber nicht einmal Ausdruck geben, er weist sie eher zurück als sich ihr zu nähern. Dieses ständige Geplänkel ihrer Gefühle nimmt viel Raum in der Geschichte ein und reduziert das Tempo beträchtlich. Als dann auch noch Zimetbaum ins Spiel kommt, ist Cecilie beträchtlich irritiert. Der Krimiplot zieht sich ebenso hin, man hat oft das Gefühl, dass die Protagonisten auf der Stelle treten. Es gibt zwar immer wieder unverhoffte Wendungen, aber so richtig weiter bringen sie die Geschichte nicht. Auch die Suche nach ihrer Schwester benötigt viel Platz, wenigstens beweist am Ende ihre Mutter einmal Rückgrat und Durchsetzungsvermögen. Das Buch ist in sich abgeschlossen, man kann es durchaus lesen, ohne den ersten Teil zu kennen. Eine bildhafte Sprache und glaubhafte und interessante Milieustudien geben noch eine besondere Note her. Die medizinischen Verhältnisse um die Jahrhundertwende werden eindrucksvoll und kenntnisreich geschildert, man hat richtig den Gestank von einem überfüllten Krankensaal in der Nase und die Uniform der Schwestern vor Augen. Die Ignoranz und Überheblichkeit der männlichen Ärzte gegenüber den Leiden der Frauen dringt förmlich durch jede Seite. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Spannender 2. Band, der auf mehr hoffen lässt,
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Kinderdiebin (Ein Berlin-Krimi) (Taschenbuch)
Wie schon den ersten Band habe ich den zweiten Teil innerhalb weniger Tage verschlungen. Die Hauptcharaktäre laden ins Berlin Ende des 19. Jhr. ein, und es ist schwer sich nicht in die Zeit und Situation hineinzuverstetzen.Der Kriminalfall ist originell und gibt ebenso Anreiz weiterzulesen wie die Geschehnisse, welche die Hauptpersonen persönlich betreffen. Auch die damalige politische Lage findet einen Platz. Insgesamt ein zu empfehlendes Buch von dem ich hoffe, dass weitere Fortsetzungen folgen werden! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4.0 von 5 Sternen
Spannendee Fortsetzung des "Puppensammlers",
Von
Rezension bezieht sich auf: Die Kinderdiebin (Ein Berlin-Krimi) (Taschenbuch)
Diesmal hat die Heldin der Romanreihe, Cäcilie Blum, Gehilfin des Gerichtsmediziners Dr. von Thorwald, großes Interesse an der Aufklärung des Verbrechens der Kinderentführung, da es sich um ihren Halbbruder handelt. Zudem geschehen einige obskure Mordfälle, die damit in Verbindung stehen...Jedem historischen Krimifan kann ich den Roman nur ans Herz legen - vielleicht fehlt ihm, wie mir, nur ein Glossar bei den medizinischen Fachausdrücken Der Leser beginnt am besten, wie auch ich mit 1. Der Puppensammler 2. Die Kinderdiebin Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5.0 von 5 Sternen
Cecilie Blum - Band 2,
Von Lilian Grobis "Lilian" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen (VINE®-PRODUKTTESTER) (TOP 500 REZENSENT) (REAL NAME)
Rezension bezieht sich auf: Die Kinderdiebin (Ein Berlin-Krimi) (Taschenbuch)
Berlin, Ende des 19. Jahrhunderts: Cecilie Blum, inzwischen Gehilfin des Gerichtsmediziners Hektor von Thorwalds, wird eines Abends von ihrem ehemaligen Dienstmädchen aufgesucht. Die hochschwangere Elsa steht kurz vor der Geburt und hat furchtbare Schmerzen. Mit Mühe und Not kann Cecilie sie in die nahegelegene Entbindungsstation der Berliner Charité bringen. Doch nach der schweren Geburt kämpft Elsa mit dem Tod, außerdem verschwindet der Säugling aus dem Krankenhaus. Cecilie ist sich sicher, dass das Kind ihr Halbbruder ist und begibt sich auf die Suche...Nach dem Debütroman Der Puppensammler stellt Mila Lippke ihr zweites Buch über die wissbegierige Cecilie Blum und den wortkargen Pathologen Hektor von Thorwald vor. Eine spannende Geschichte um Kindesentführung und Mord, zudem eine interessante Studie der damaligen Behandlungsmethoden. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Spannend, berührend, augenzwinkernd - sehr gelungene Fortsetzung,
Rezension bezieht sich auf: Die Kinderdiebin (Ein Berlin-Krimi) (Taschenbuch)
Mit "Die Kinderdiebin" hat Mila Lippke nach "Der Puppenmörder" den zweiten Teil ihrer Pathologie-Serie aus dem 19. Jahrhundert vorgelegt. Cecilie Blum - verstoßene Tochter aus gutem Hause, die alles daran setzt, eines Tages Medizin in der Schweiz studieren zu können - und der melancholische Gerichtsarzt Hektor von Thorwald ermitteln wieder gemeinsam. Dieses Mal ist Cecilie selbst von dem Verbrechen betroffen, denn ihr neu geborener Stiefbruder wird aus der Charité entführt. Ein anderer Säugling verschwindet spurlos. Drei Frauen werden ermordet. Für Cecilie und Hektor ist klar, dass es einen Zusammenhang zwischen den Taten geben muss. Sehr spannend erzählt Mila Lippke davon, wie es den beiden gelingt, die Verbrechen aufzuklären. Dabei entwirft sie, mal berührend, mal augenzwinkernd, ein genaues Bild der reaktionären preußischen Gesellschaft. Doch nicht allein die Krimi-Handlung sorgt für beste Unterhaltung. Auch wie es mit Cecilie und Hektor weitergeht, die sich einfach nicht eingestehen können, dass sie ineinander verliebt sind, bleibt äußerst spannend und reizvoll. Nicht zu vergessen die wunderbare Nebenfigur Frau Lindemann, Hektors Haushälterin, die Kitschromane und Pralinen liebt und für reichlich Verwicklungen sorgt.
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Die Kinderdiebin (Ein Berlin-Krimi) von Mila Lippke (Taschenbuch - 11. Februar 2009)
EUR 8,95
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