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VINE-PRODUKTTESTERam 10. Dezember 2008
Kalogridis hat der wohl berühmtesten Frau der Welt in "Die Verschwörung von Florenz" eine Geschichte gegeben, die sie direkt mit den Medicis in Verbindung bringt und zu diesem Zweck die Entstehung des Gemäldes um einige Jahre vorverlegt.

Ich habe irgendwo gelesen, dass Kalogridis Interesse am Italien der Renaissance nicht nur durch ihre Arbeit an "Die Kinder des Papstes" geweckt wurde, sondern auch durch Da Vincis Porträt, um das sich unzählige Theorien ranken. Sie hat versucht, Mona Lisa hier eine Lebensgeschichte zu geben und den Lesern dabei noch einmal vor Augen zu führen, dass es religiösen Fantatismus schon immer gegeben hat. Sie zeigt vor allem auch die Auswirkungen auf das tägliche Leben der Betroffenen. "Die Verschwörung von Florenz" hat von allem ein wenig: Politik, Liebe, Verrat, Betrug, Kunst, Fanatismus und Savoir Vivre.

"Die Verschwörung von Florenz" ist in der Tat farbenprächtig & detailgetreu, aber leider über grosse Teile auch sehr langatmig. Kalogridis hat ihre Liebe zum Detail m.E. hier doch arg übertrieben und den Roman mit seitenlangen Beschreibungen von Stoffen, Räumlichkeiten und z.B. Speiseabfolgen überfrachtet. Mona Lisa bleibt im Vergleich dazu leider häufig etwas unscheinbar. Ausserdem finde ich den deutschen Titel etwas irreführend. Der Originatitel lautet "I, Mona Lisa" und m.E. zutreffender, weil es in erster Linie um Mona Lisa und nur am Rande um eine Verschwörung geht.

Fazit: Ich hatte das Gefühl, dass "Die Verschwörung von Florenz" bzw. "I, Mona Lisa" mehr für den amerikanischen als für den europäischen Markt gedacht ist. Kalogridis' Vorgänger "Die Kinder des Papstes" hat mir wesentlich besser gefallen und so gibt es für "Die Verschwörung von Florenz" nur 3*.
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VINE-PRODUKTTESTERam 10. September 2010
"Die Verschwörung von Florenz" ist der Titel der Taschenbuchausgabe, die gebundene Ausgabe erschien unter dem Namen "Leonardos Geheimnis". Keine Ahnung, warum der Verlag zwei Titel für ein und dasselbe Buch gewählt hat. Ich fand das zuerst etwas irritierend, ob es sich hier vielleicht um eine Fortsetzung handelt. Meiner Meinung nach, führt sowas nur zu Missverständnissen. Das nur zur Information.

Nachdem ich die zwei Romane von Jeanne Kalogridis "Die Seherin von Avignon" und "Die Kinder des Papstes" gelesen habe, ist dies nun der dritte Roman aus ihrer Feder, der mich wieder gut unterhalten hat.

Meine Erwartung an dieses Buch war, mehr über Mona Lisa zu erfahren. Denn auch wenn ich natürlich das berühmte Gemälde Leonardo da Vincis kenne, hab ich mir noch nie wirklich Gedanken über diese Frau gemacht. Mehr darüber wissen zu wollen kam erst, als ich den Klappentext dieses Buches las. Und diese Erwartung wurde dann auch erfüllt, denn neben dieser Geschichte, habe ich mich auch im Internet etwas schlau gemacht.

Zwar gibt es wohl zahlreiche Theorien um Mona Lisa und die Autorin geht einer davon hier nach. Aber die Erzählung ist ihr gut gelungen, denn dies scheint so ungefähr die wahrscheinlichste zu sein. Mit vollen Namen hieß sie Lisa di Antonio Gherardini Giocondo und war die Tochter eines wohlhabenden Florentiner Wollhändlers. Sie wird als junges Mädchen in die mächtigste Familie in Florenz des 15/16. Jahrhunderts, der Medicis, eingeführt und lernt dort den berühmten Maler Leonardo da Vinci kennen. Lisa verliebt sich in den jüngsten der drei Söhne Lorenzos, Giuliano (der Neffe des ermordeten Giuliano) und sie erlebt die politischen Wirren und den Niedergang der Medicis hautnah mit.

Die Geschichte wird, außer dem ersten Teil von 70 Seiten (dort wird in der 3. Form vom Attentat auf Giuliano de Medici im Jahre 1478 berichtet) aus Mona Lisas Sicht in der Ich-Perspektive erzählt. Sie erzählt die Geschichte ab ihrem 12. Lebensjahr, Anfang des 16. Jahrhunderts. Ein Gesicht hat Mona Lisa ja schon, welches wohl jedem bekannt ist, in dieser Geschichte bekommt sie auch eine Persönlichkeit. Ob das alles so war, wie hier geschildert, weiß ich nicht, auch nicht, wie wahrheitsgetreu Kalogridis die historische Geschichte erzählt, soweit hab ich mich damit dann doch nicht auseinander gesetzt. Leider gibt es kein Nachwort, wo man dies erfährt. Aber die Autorin hat hier ein vielseitiges und detailliertes Bild geliefert, indem die politischen Ereignisse und die künstlerische Wichtigkeit zur Zeit der Renaissance gut zur Geltung kommen. Da scheint sie auf jedenfalls so ziemlich richtig zu liegen, denn das Thema der Medicis ist mir dann doch bekannt. Und da ich jetzt nicht weiß, in wie weit ihre Theorie nun mit den wirklichen Fakten zusammen passen, kann ich für meinen Teil nur den Unterhaltungswert bewerten. Und unterhalten wurde ich ganz gut und mir hat diese Geschichte gut gefallen. Die Geschichte wird spannend und interessant wiedergegeben.

Die Charaktere sind auch gut beschrieben, obwohl Mona Lisa sehr hervorgehoben wird und die anderen Personen dadurch ein wenig blass wirken. Hier ist der Autorin das Gleichgewicht nicht wirklich gelungen.

Alles in allem aber ein schöner Roman, den ich gern gelesen habe. Deswegen kann ich "Die Verschwörung von Florenz" auch weiter empfehlen.
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