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Kundenrezensionen

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am 13. September 2007
Kerstin Deckers Heine-Biografie ist in Fachkreisen recht kritisch aufgenommen worden. In erster Linie liegt das wohl an ihrer etwas lockeren, mitunter sogar flapsigen Art zu schreiben. Dieser Stil erklärt sich vielleicht aus dem Umstand, dass sie auch als Journalistin arbeitet. Möglicherweise ist es auch ein Versuch, den immer wieder als "witzig" oder "frech" titulierten Heine mit seinen eigenen Stilmitteln darzustellen.
Jedenfalls wird uns der Klassiker hier weniger auf einem hohen Podest als in den Niederungen seines Alltags präsentiert. Immer wieder versucht Decker, uns die Beweggründe für sein Schreiben und Handeln im Licht einer Alltagspsychologie plausibel zu machen. Sicher kann sie ihm nicht wirklich in den Kopf schauen, aber sie fabuliert sich auch nicht einfach etwas zusammen: ihre Schilderung ist immer wieder mit Zitaten aus Heines Schriften und Berichten der Zeitgenossen unterfüttert. Als promovierte Philosophin ist sie durchaus in der Lage, theoretische Fragestellungen zu durchdringen. Auch wenn ihre Darstellung oft verkürzt wirkt, gibt es hin und wieder Passagen, wo sie seriös und fundiert Stellung bezieht, beispielsweise was die Unterschiede zwischen Heine und Marx angeht. Hier liegt für viele vielleicht ein weiterer Stein des Anstoßes, denn Decker deutet Heine letztlich als jemand, der revolutionären Tendenzen und Massenbewegungen skeptisch gegenübersteht, als einen Denker und Dichter, der gern auch aristokratische Neigungen pflegt, die Position "l'art pour l'art" vertritt und sich in letzter Konsequenz nur sich selbst verpflichtet fühlt.

Dieses Buch bereichert gewiss die vorliegende Heine-Literatur um eine etwas schillernde Facette - wer sich ein umfassendes Bild des immer wieder umstrittenen Schriftstellers machen möchte, sollte sich allerdings nicht allein auf ihre Darstellung verlassen.
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am 28. März 2010
Wer (noch) kein Kenner der Heine-Schriften ist und sich einen Einblick in Leben und Wirken des großen deutschen Literaten verschaffen möchte, findet hier genau das Richtige. Eine fesselnde, faktenreiche Darstellung, die Lust macht auf mehr Heine. Die ***Rezension von 2007 trifft inhaltlich den Nagel auf den Kopf. Aber den Laien dürften solche Mäkeleien an Details kaum stören.

Die Schriften von Heine selbst erschließen sich für heutige Leser - abgesehen von Gedichten - nur schwer. Wie man sie aus der Heine'schen Entstehungszeit zu nehmen hat, das versteht Kerstin Decker ausgesprochen locker zu vermitteln.

Die genaue Verortung seiner politischen, religiösen, finanziellen und privaten Verhältnisse dürfte im Übrigen nach wie vor ein offenes Diskussionsfeld für Fachleute sein. Die Biografin geht über solche "Vielleichts" flott hinweg, ohne ihrer Sache Schaden zuzufügen.
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am 8. Januar 2014
Kerstin Decker hat das Talent mit einem Augenzwinckern und subtiler Ironie durch das Leben Heines zu führen. Ihre Recherche ist fundiert. Das Buch ist dennoch nicht nur eine Zusammenfassung der vorhandenen Heine-Fachliteratur. Decker schafft es mit einem klaren roten Faden und strukturierter Meinungsführung einen spannenden, unterhaltsamen und tiefgehenden Einblick in das Leben Heines zu geben. Absolut empfehlenswert!
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am 14. November 2015
Ja, es stimmt wohl, etwas einseitig kommt Heine bei der Autorin in politischer Hinsicht weg. Denn obwohl Heine den linken Bewegungen seiner Zeit skeptisch gegenüber steht (und in Vielem auch Recht behalten sollte), so lehnt er sie doch keinesfalls ab, weiß er doch, dass eine Umwälzung, eine Umgestaltung der Verhältnisse in eine demokratische UND sozial gerechte Gesellschaft nur von Unten geschehen kann.
Dennoch ist die Lektüre der Heine-Biografie von Kerstin Decker nichts weniger als ein Hochgenuss. Gänzlich unakademische, lebendige, literarische Sprache, Ironie und Witz - dies sind nur einige Stichworte hierfür. Diese Biografie hat etwas Romanhaftes, im Sinne eines guten, anspruchsvollen Romans.
Auch gibt es durchaus Neues zu erfahren, wie etwa über Mathilde, Heines Ehefrau, deren Charakter in den bisherigen Biografien eher nur unschmeichelhaft gesehen wurde.
Um sich ein Bild vom Leben einer bedeutenden Persönlichkeit wie Heine machen zu können, empfiehlt es sich, auch andere Heine-Biografien zu lesen, wie etwa die von Michael Werner und Jan Christoph Hauschild verfasste: "Heinrich Heine"; sowie die von Fritz J. Raddatz: "Taubenherz und Geierschnabel".
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am 11. Februar 2013
Inhaltlich sehr interessant und packend beschrieben. Hervorragend zu lesen. Besten Dank und herzliche Grüße bis zum nächsten Einkauf bei Ihnen.
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am 13. August 2015
Die gute Kerstin Decker schreibt einfach die besten Biografien. Da kann nichtmal der Dicke vom Philosophischen Quartett mithalten, dessen Namen ich prompt vergessen habe, dessen Biografien aber auch nicht von schlechten Eltern sind.
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