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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dr. Hans W. Wieczorrek Die Gräuel des Krieges als authentischer Tatsachenbericht
Es gibt einige wichtige Bücher über den 1. Weltkrieg. Ernst Jüngers "In Stahlgewittern" Ernst Jüngers "Kriegstagebuch 1914-1918" Remarques "Im Westen nichts Neues" und das zu Unrecht weniger bekannte Werk Köppens "Heeresbericht". Alle sind auf ihre Art lesenswert. Der "Heeresbericht" wie auch "Stahlgewitter" schildern den Krieg aus der Sicht des...
Veröffentlicht am 27. Dezember 2011 von Dr. Hans Wilhelm Wieczorrek

versus
24 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Als Freiwilliger im Ersten Weltkrieg. Ein unbeachteter Bestseller.
Der Artillerist Adolf Reisiger, Freiwilliger des Ersten Weltkriegs, erzählt seine Geschichte als einfacher Landser in einer zerrissenen Zeit, in der jene, die das Abenteuer suchten, nur Hab-Acht-Patriotismus, Angst und schmutzigen Heldentod ernteten. Es ist ein bewegendes, mit starken Bildern aufwartendes Buch, das schon Gottfried Benn und Ernst Toller in...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2006 von buechermaxe


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11 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dr. Hans W. Wieczorrek Die Gräuel des Krieges als authentischer Tatsachenbericht, 27. Dezember 2011
Von 
Dr. Hans Wilhelm Wieczorrek "Hans" (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heeresbericht (Taschenbuch)
Es gibt einige wichtige Bücher über den 1. Weltkrieg. Ernst Jüngers "In Stahlgewittern" Ernst Jüngers "Kriegstagebuch 1914-1918" Remarques "Im Westen nichts Neues" und das zu Unrecht weniger bekannte Werk Köppens "Heeresbericht". Alle sind auf ihre Art lesenswert. Der "Heeresbericht" wie auch "Stahlgewitter" schildern den Krieg aus der Sicht des Frontsoldaten und stehen sich m.E. in Authentizität und erzählerischer Wucht in nicht nach. Köppens Werk erscheint mir etwas "reifer" als Jüngers doch weitgehend von Kriegsbegeisterung getragenes Werk. Jünger ist der geborene Krieger, was sich in der höchsten Auszeichnung den Pour le Merite, den er als niedriegstrangiger und jüngster Frontoffizier erhalten hat, zeigt.
Köppens Meisterwerk zeigt den Krieg in seiner unbegreiflichen "Ungeheuerlichkeit". Er zeigt aber auch wie der Krieg den Menschen formt. Beiden Werken Heeresbericht und auch Stahlgewittern gleichen sich darin, dass sie die Verformung des Menschen von zunächst durchaus Kriegsbegeisterten zu Fatalisten zeigt. Köppen gelingt es kritische Stimmen zu Wort kommen zu lassen, indem er immer wieder zensierte Kriegsberichte einstreut, die allein dazu dienen keine Kriegsmüdigkeit aufkommen zu lassen. Der Fatalismus Köppens zeigt sich in der fast gleichgültigen Akzeptanz des allgegenwärtigen, auch des eigenen, Todes.
Ich möchte kein Ranking aufstellen. Beide Werke sind unbedingt lesenswert.
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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "Ganze Batterie Schnellfeuer sechsundzwanzighundert!", 16. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Heeresbericht (Taschenbuch)
Die Batterie wird zur Maschine. Auf das Kommando "Schnellfeuer" stellen an sechs Geschützen sechs Mann sechs Geschosse mit den Zündern auf die Entfernung sechsundzwanzighundert.
Auf das Kommando "Schnellfeuer" richten an sechs Geschützen sechs Richtkanoniere auf die Entfernung: sechsundzwanzighundert.
Das Kommando "Schnellfeuer" bewirkt, dass in einer Batterie von sechs Geschützen mit der Präzision von sechs Maschinenhebeln die Arme von sechs Kanonieren sechsmal in sechzig Sekunden die Verschlüsse aufreißen, dass sechs andere Kanoniere sechsmal sechs Geschosse in sechs Rohre stecken, dass zur gleichen Sekunde sechs Verschlüsse zugeworfen werden, dass sechs rechte Hände sechsmal die Detonation von sechs Schuss auf sechsundzwanzighundert vollziehen. Sechs Rohre schießen dann sechsmal in sechzig Sekunden nach rückwärts, dass die Geschütze wie geschlagene Tiere sich aufbäumen.
Es wird geladen, es wird gerichtet, es wird abgeschossen.
"Schnellfeuer", das heißt: nach zehn Minuten ist der Pulsschlag des Menschen verdoppelt. Das Herz schlägt nicht mehr in der Brust, sondern im Hals. Erst hat der Puls die Glieder zittern lassen. Dann stemmen sie sich gegen ein Kommando, werden wie Eisen und werden Teil der großen Maschine: Sechs Geschütze: Eine Batterie.
"Schnellfeuer", das heißt, dass nach einer halben Stunde die Mannschaften der Batterie Blässe des Todes in den Gesichtern haben, über die Ruß und Pulverschleim ein dickes Schwarz schmieren.
"Schnellfeuer"; Die Wut der Menschen überträgt sich auf die Geschütze. Sechs metallene kalte Rohre geben mit Sachlichkeit sechsmal in sechzig Sekunden den Tod von sich.

Der Kriegsfreiwillige Adolf Reisiger wird Anfang des Krieges der Feldartillerie 96 zugewiesen und durchlebt Höhen und Tiefen des Krieges. Der Schreibstil des Schriftstellers kann die damaligen Geschehnisse nicht besser schildern. Seite um Seite lesen sich wie von allein, als säße man direkt mit im Graben. Die Atmosphäre ist bedrückend, wirkt bedrohlich, gleichzeitig spürt man jedoch die Tapferkeit und aufopferungsvolle Dynamik der Protagonisten. Das zivile Leben wird zwischendurch anhand von Zeitungsartikeln, Bekanntmachungen, Tagebuchaufzeichnungen usw. geschildert und geben die Stimmung des Volkes und der Versuch der Regierung auf die Bevölkerung einzuwirken wieder. Das die Bezeichnungen von Personen und Truppenteilen nicht der Wahrheit entsprechen -abgesehen von den Schriftstücken aus Zeitung etc, tut der Glaubwürdigkeit keinen Abbruch.
Ich wollte ein Buch über den 1.Weltkrieg lesen und habe mich -ohne enttäuscht zu werden, für den "Heeresbericht" von Edlef Köppen entschieden und kann es jedem Interessenten nur wärmstens empfehlen. Klasse Buch!
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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Krieg zum Greifen nahe ..., 17. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Heeresbericht (Taschenbuch)
Viel kennt und hört man über "Im Westen nichts Neues" und anderer Anti-Kriegsliteratur, nichts jedoch über Edlef Köppens "Heeresbericht". So bin auch ich rein zufällig drüber gestoßen und hab mir das Buch aufgrund der sehr positiven Rezensionen zugelegt - und ich muss sagen, ich hab es kein bisschen bereut.

Es geht um den Studenten Adolf Reisiger, der sich 1914 bei Ausbruch des Krieges als Freiwilliger meldet, um die Kameradschaft an der Front kennenzulernen, aber auch das Soldatentum, das für ihn stets von einem Schleier des Heroischen umgeben ist. Schnell merkt er, das Soldat sein ein "Knochenjob" ist und nach und nach wandelt sich seine Einstellung zum Krieg, zum Soldatsein, zum Töten. Während ein kriegsbegeisterter Reisiger am Amfang noch detailliert schildert, wie man sich fühlt, wenn seine Batterie durch ein unter Artilleriefeuer stehendes Dorf marschieren muss, Einschläge links und rechts, fast nur dem Glück überlassen, so heißt es später nur noch lapidar: "Da muss man durch". Während die Zeit vergeht und an ein schnelles Kriegsende nicht mehr zu denken ist, erfährt Resiger, was die Schrecken des Krieges sind. Aber trotz all der Toten, trotz der Kameraden, die kommen und fallen, trotz aller Entbehrungen und allen Blutvergießens bleibt doch nur die Erkenntnis: "Befehl ist Befehl" - aushalten, durchhalten, weitermachen...

Köppens Buch lässt sich in sehr kurzer Zeit durchlesen, was daran liegt, dass es ungemein fesselt. Wenn Reisiger anfängt, zu erzählen, zu beschreiben, was in den Gefechten passiert, fliegen die Seiten nur dahin, denn durch die einfache klare Sprache schafft er es, dass man sich selbst als Teil dieses Krieges begreift - mittendrin, statt nur dabei. So gewinnt der Leser nach und nach ein Bild, wie der Krieg gewesen ist - es macht sprachlos, lässt einen den Kopfschütteln und manchmal läuft es einem kalt den Rücken runter. Und immer wenn man glaubt, "jetzt hab ich alles gesehen, mich kann nichts mehr überraschen", so beweist Köppen: Irgendwas ist immer.

Ob nun "Heeresbericht" besser oder schlechter als "Im Westen nichts Neues" ist, kann und mag ich nicht beurteilen. Am besten liest man wohl beide Bücher. Wirklich schade ist nur, dass "Heeresbericht" bei weitem nicht so bekannt ist. Empfehlenswert ist es allemal!
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31 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternder Klassiker, 1. November 2005
Von 
Jürgen Capito "jcapito" (Osterode, Niedersachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Heeresbericht (Taschenbuch)
"Heeresbericht" steht in der ersten Reihe der Hauptwerke über den einfachen Soldaten im Ersten Weltkrieg und gleicht in seiner Wucht den "Stahlgewittern" Ernst Jüngers, in seiner kritischen Haltung Remarques "Im Westen nichts Neues" und in seiner Detailtreue "Krieg" von Ludwig Renn. Köppens Meisterwerk gebe ich unter den genannten Titeln den Vorzug. Man sollte es immer wieder lesen - auch, oder gerade, heute.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Roman wie ein Faustschlag!, 10. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Heeresbericht (Taschenbuch)
Adolf Reisigers Tagebuch, 2.4.1916:

Anruf

Ich habe dich geliebt, Gott - aber wo bleibt Halt zu dir?
Machst du uns all die Qualen? Hetzt du uns zum Tier?
Ist es dein Werk, dass unsere Brüder zerrissen auf Bahren bluten?
Wirft deine Hand aus der Geschütze brüllenden Rachen Feuergluten?
Ist es dein Wille, wenn sich deine Söhne zahllos wie vermoderte Bäume fällen?
Lässt du geschehen, dass Gewehre wild auf unsere Leiber bellen?
Wirfst du die Flammenbrände heiss auf unsere Hütten?
Dass unterm Sturme deines Atems unsere Städte sich verschütten?
Herr! Grosses Irresein an dir krallt mich mit tausend Armen!
Ich habe dich geliebt, Gott! Zeige einmal noch Erbarmen!
Herr! Einmal noch sei gnädig! Sieh die Hände, die wir betend heben!
Vergib uns alle unsere Schuld! Und erlöse uns von dem Leben!

Während Remarques "Im Westen nichts Neues" als der deutsche Antikriegsroman schlechthin bezeichnet wird, ist Köppens Werk völlig zu Unrecht untergegangen. Wie das möglich war, kann nachgelesen werden in dem sehr informativen Nachwort in dieser Ausgabe.

Köppen wusste, wovon er schrieb. Er zählt zu den wenigen Schriftstellern, die den 1. Weltkrieg von Anfang bis Ende mitgemacht haben. Und dieses, sein hautnahes Erleben, Erleiden, fliesst packend und bedrückend, erschütternd und aufwühlend in "Heeresbericht" ein.

"Heeresbericht" übertrifft Remarques Werk meiner Meinung nach in Sachen Authentizität und literarischer Klasse bei weitem. Vergleichbar in der moralischen Haltung bietet Köppens Werk eine avanciertere schriftstellerische Form und eine in den Fakten und der Atmosphäre weitaus präzisere Darstellung des Kriegsgrauens. Mit Köppens literarischem Alter Ego, Adolf Reisiger, geraten wir, von allgemeinem Fanatismus und Kriegsgejubel getragen, als Kriegsfreiwilliger in die Gräben an der Westfront.

Eindrücklich wird dem Leser die Entwicklung des Kriegsgeschehens vor Augen geführt - vom Bewegungskrieg über den zermürbenden Stellungskrieg bis hin zu den grauenhaften, gewaltigen Materialschlachten, die in einem bis dahin nie für möglich gehaltenen Ausmass lebende Menschen in tote Materiefetzen verwandelten. Mit Adolf Reisiger erfahren wir hautnah die wissenschaftlich-technische Perfektionierung der Kriegsführung mit Gas-, Flugzeug- und Panzerangriffen und erleben das sinnlose Hingemetzel von Soldaten, die ihr Leben für solch "hehre Ideale" wie Kaiser und Vaterland, opfern durften - zu Hunderttausenden im Dreck zerrissen, zerfetzt, pulverisiert.

Und mit Adolf Reisiger erleben wir die Wandlung vom anfangs kriegsbegeisterten zum traumatisierten, psychisch gebrochenen Menschen, der durch die Hölle geht und sich auf diesem Weg abhanden zu kommen droht.

Den Kontrast dazu bilden stets in die Handlung eingestreute Originaldokumente, wie z. B. Zitate des Kaisers, hoher Offiziere, der Zensurstellen und Zeitungsberichte. Mit diesen Zitaten werden Reisingers Erlebnisse kommentiert und in den zeitgeschichtlichen Zusammenhang eingeordnet. Die tatsächlichen Vorgänge an der Front werden mit den manipulativen Vorgängen, verklärendem Gefasel über Heldenmut, Soldatentugenden, Ehre und Pflichten hinter der Front kontrastiert und bilden so ein Zeugnis für Wahnsinn und Lüge des Krieges.

Bald 80 Jahre sind nach der Erstveröffentlichung von "Heeresbericht" vergangen und nach wie vor überzeugt das Werk durch seine Gestaltungskraft als ein Appell an das Gewissen und ein Plädoyer für den Pazifismus.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wichtigste Roman zum Weltkrieg, 12. Februar 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heeresbericht (Taschenbuch)
Edlef Köppen gelingt es sehr leicht, den Leser in eine Zeit zu ziehen, die ohne Anleitung nicht mehr oder nur sehr schwer vorstellbar ist. Dies ist in erster Linie ein Erfolg der meisterlichen Sprachbeherrschung des Autors.

Sehr genau zeichnet er die Bilder und Metaphern, er nimmt sich Zeit für seine Charaktere, die mit der nötigen Distanz aber trotzdem mit großem Detailreichtum entworfen sind, seine Orts- und Zeitbeschreibungen sind an die Umstände des Geschehens angepasst aber immer treffend.

Er spielt mit der Sprache und ihren Zeiten, lässt sie aus ihrer Sachlichkeit allerdings nie ausbrechen, immer gelingt es ihm durch die Verwendung des typischen Beamten- und Kommissdeutsch eine klaustrophobische Nähe und kalte Natürlichkeit der Schützengräben zu malen und erschafft so, eine - seine - Biographie des Krieges.

Aber Sprache braucht Inhalt: Edlef Köppens Alter Ego ist Kriegsfreiwilliger, der bis zum Ende des Krieges zwar überleben, aber eine enorme und abnorme Entwicklung durchlaufen wird. Viel genauer als der Roman von Remarque und in höchstem Maße authentisch, viel authentischer als "Im Westen nichts Neues", ist "Heeresbericht" eine Studie über den Verfall des Menschen und seiner Moral vor dem Hintergrund und im Laufe eines Krieges, der nicht enden mochte.

Es ist leider so, dass "Heeresbericht" nie der Stellenwert zukam, der ihm seit der Entstehung eigentlich gebührte, selbst wenn er von Literaten, Kriegsteilnehmern und Kritikern wie Renn oder Toller immer auf das Stärkste empfohlen und subventioniert wurde.

Die aktuelle Renaissance des Buches ist daher ursächlich logisch aber trotzdem umso wichtiger, schöner, da es sich um eines der wichtigsten deutschen Bücher zum Ersten Weltkrieg handelt.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubend!, 28. März 2012
Von 
Ramones 16 (Absurdistan) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heeresbericht (Taschenbuch)
Ich habe so einige Erlebnisberichte über den Ersten Weltkrieg gelesen, darunter Remarque, Jünger, Rommel oder Zweig. Aber "Heeresbericht", dessen Autor mir vollkommen unbekannt war, hat mich von der ersten Seite an gefesselt, wie selten ein Buch zuvor. Und ich lese ziemlich viel.... Die wunderbar nüchterne und präzise Sprache ist bereits ein Höhepunkt an sich, ein unglaubliches Talent, dieser Köppen. Der Inhalt aber, obwohl dies kaum mehr möglich erscheint, hebt sich noch über Stil und Sprache hinweg. Die Verwandlung des Adolf Reisiger im Laufe des mehrjährigen Gemetzels, ist nachvollziehbar, verständlich, beklemmend. Weder wird er zu einem "Landsknecht" im Sinne Jüngers, noch findet der etwas weinerliche Ton eines Remarque statt. "Heeresbericht" positioniert sich damit sozusagen genau zwischen "Im Westen nicht Neues" und "In Stahlgewittern". Und schlägt meiner Meinung nach beide Klassiker. Dazu lernt man noch einiges über Wirkungsweise und Taktik der Feldartillerie. Reisiger ist Artillerist und diese war ja die bestimmende Waffengattung des Ersten Weltkriegs. Auch das Ende, welches ich selbstverständlich nicht verrate, finde ich sehr stimmig. Hier passt einfach alles. Für mich nicht nur der bisher beste Roman, welchen ich über den Ersten Weltkrieg gelesen habe, sondern eines
der besten Bücher überhaupt in meinem ganzen bisherigen Leben. Chapeau!
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unglaublich erschütternd!, 1. Juli 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heeresbericht (Taschenbuch)
Die Lektüre dieses Buches versetzt den Leser direkt in die wahnwitzigen Kampfhandlungen des Ersten Weltkrieges: man hört den Lärm und sieht das Grauen. Die Erlebnisse des Soldaten Reisiger noch beeindruckender zu schildern erscheint kaum möglich. Die Gewaltigkeit der Worte beeinflussen die Gedanken des Lesers nachhaltig; auch in Lesepausen denkt man an Reisiger.
Viele Bücher sind spannend. Dieses jedoch geht darüber hinaus. Man fühlt sich innerlich aufgewühlt, insbesondere gegen Ende des Buches, als die Frage nach dem Sinn, nach dem Warum gestellt wird. Sterben um des Sterbens willen, gleichgültiger Gehorsam: warum habt ihr mitgemacht, hätten ihr nicht ...? Es ging doch zuerst um euer Leben!?
Solche und ähnliche Gedanken zwängen sich auf, jedoch mit der anschließenden, schrecklichen Gewissheit, dass es keinen Ausweg gab.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Toter achso..., 26. September 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heeresbericht (Taschenbuch)
Für mich gehört " Heerebericht" zu den bedeutensten Werken über den 1.Weltkrieg. Ganz anders als die "Standartwerke" wie " Im Westen nichts Neues" oder " In Stahlgewittern".
Edlef Köppen beschreibt den Krieg in Person des Reisingers, einem Angehörigen eines Feld-Artillerie Regiments, in der kaiserlichen Armee. Und das auf eine so nüchterne Art und Weise, ohne patriotisch zu klingen oder eine Anklage zu sein. Die erste Begegnung mit dem Tod, das Verhältnis unter seinen Kameraden und die Pflicht gegenüber dem Vaterland, all diese zentralen Momente in Köppens Monumentalwerk werden auf eine Weise dargestellt, wie man sie in sonstigen Werken vergeblich sucht. Untermauert mit zeitgenössichen Zeitungsartikeln, wird der Leser immer wieder von der Front auch an die Heimatfront versetzt, was die Geschwindikeit der Ereignisse ein wenig reduziert und so ein "Lese-Klima" schafft, welches fesselt.
ich selbst bin nur durch Zufall auf dieses Buch aufmerksam geworden,doch es fesselt mich mit seiner Intensität bis heute. Eine wahre " Goldgrube" nicht nur für Interessierte, sondern auch für Solche, die sich für die Entwicklung der "Inszenierung" der deutschen Sprache interessiern.
Ein Meisterwerk, das sich nicht nach einem Durchlesen erschöpft, sondern von Mal zu Mal ein weiteres Stück seiner Genialität preisgibt.
Fazit : Wahnsinn!! KAUFEN KAUFEN KAUFEN
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessant, Spannend, Lesenswert, 14. Mai 2009
Von 
A. Köhler "Ugly" (Coburg, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Heeresbericht (Taschenbuch)
Spannend, unpatriotisch und hautnah. Das beschreibt wohl am besten die Geschichte von Adolf Reisiger wie sie Edlef Köppen in seinem Roman 'Heeresbericht' erzählt. Als Student und Kriegsfreiwilliger erlebt Reisiger das Grauen der Vernichtungsschlachten im 1. Weltkrieg. Beeindruckend und fesselnd schildert der Author z.B. die Wirkung des gegnerischen Trommelfeuers oder das Grauen gegnerischer Infanterieangriffe bei der die Stellung Reisigers überrannt wird. Kriegskritisch aber Spannend auch der Werdegang des Gefreiten Reisigers vom Kriegsfreiwilligen zum kriegsverneineden Offizier der weg gesperrt wird um die Moral der Truppe nicht zu untergraben.

Der Schreibstil von Edlef Köppen ist sehr lebendig und spannend und es fällt einem teilweise schwer das Buch weider aus der Hand zu legen.
'Heeresbericht' ist einer der besten Romane zum Thema 1.Weltkrieg. Besser da authentischer als "Im Westen nichts Neues".
Absolute Leseempfehlung!!
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Heeresbericht
Heeresbericht von Edlef Köppen (Taschenbuch - 9. November 2005)
Gebraucht & neu ab: EUR 2,50
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