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Kundenrezensionen

18
4,4 von 5 Sternen
Kriegskinder: Das Schicksal einer Generation
Format: TaschenbuchÄndern
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42 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Februar 2006
Endlich ein Buch, daß die Kinder dieses wahnsinnigen Krieges(Jeder Krieg ist das!!!)zu Wort kommen läßt.
Was haben diese Kinder erleiden müssen.Für unsere Generation(Ich bin 1966 geb.)nicht nachzuvollziehen.
Dieses Buch läßt die Generation unserer Eltern/Großeltern berichten, was sie an Grausamkeiten erlebt/überlebt haben.In den Nachkriegsjahren durfte und konnte wohl kaum jemand an die jüngste Vergangenheit denken, geschweige darüber reden.Es galt nur nach vorn zu sehen.Was für ein riesiger Fehler.
Da auch meine Großeltern,Eltern, Tanten, Onkel etc. Vertriebene, Kriegskinder sind, habe ich Jahrzehnte miterlebt, was der Verlust der Familie, der Heimat.....bedeutet.
Erst kurz vor seinem 70.Geb. konnte, z.B. mein Vater, erstmals(!) über die Kriegs.-Nachkriegszeit mit uns Kindern reden.
Deshalb hat mich dieses Buch zutiefst berührt, da ich soviele ähnliche Geschichten las, die aber alle auch einmalig sind - das sollte man nicht vergessen.
Ich bin dankbar für dieses Buch,es hat mir gezeigt, warum die Generation unserer Eltern oft sehr "merkwürdig" reagierte.Oft(scheinbar) Gefühlskalt, Fragen durfte man nicht stellen etc.....!
Schade, daß es solange gedauert hat.Aber besser spät, als nie.
Ein Buch, daß sich Dank des flüssigen Schreibstils, leicht lesen läßt, aber doch die Tiefe des Themas mehr als deutlich zum Ausdruck kommt.
Wer Psychoanalyse zu diesem Thema betreiben möchte, sollte andere Bücher wählen oder einen kompetenten Fachmann/-frau aufsuchen.Wer aber ersteinmal die Menschen der besagten Generation an sich verstehen will, kann mit diesem Buch einen guten Anfang machen.
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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. August 2005
Dieses Buch ist für diejenigen interessant und sehr aufschlußreich, die sich schon immer gefragt haben, wie ihre eigenen Eltern eigentlich zu manch einer Härte gegen sich selbst und auch gegen andere gekommen sind: die Eltern können und wollen sich keine Schwäche eingestehen, verkneifen sich jegliche Gefühlsäußerung und halten uns - ihre Kinder - an, ebenso keine Schwäche zu zeigen. Wenn man dieses Buch liest, versteht man, wie es kommt, daß eine ganze Generation ein mehr oder weniger ähnliches Verhaltensmuster zeigt. Die Schilderungen einzelner Schicksale von Kriegskindern sind sehr bewegend.
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69 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. August 2006
Ich habe dieses Buch mehr durch Zufall gefunden, als ich ein Geschenk für meinen Vater (Jahrgang 1939) gesucht habe.

Nachdem ich jedoch darin geblättert habe, beschloss ich es zu behalten, da ich die Auszüge, die ich gelesen habe sehr interessant für mich als Kriegskindkind fand.

Erst in den letzten Jahren ist mir die schwere Kindheit meines Vaters bewusst geworden, denn auch er neigt zum Schweigen oder man selbst als Kind des Kriegskind zum Abtun der Geschichten.

Aber gerade dieses Buch hat mir einige Dinge deutlich aufgezeigt:

Die Härte der Erziehung damals, das Alleinelassen der Kinder und die Schiere Überforderung der Kinder -vor allem der Jungen- einhergehend mit der Kühle der Eltern- Kind- Beziehung.

Dieses Buch hat mich einige Nächte gekostet, da ich nach dem Lesen so aufgewühlt war.

Aber letztendlich hat es meine Erwartungen erfüllt: Meinen Vater etwas besser zu verstehen.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Oktober 2004
Ich schreibe diese Rezension, weil ich der Meinung bin dass dieses Buch fünf Sterne verdient hat. Ich habe es als Teil meiner Abschlussprüfung für das Fach Psychologie gelesen und war sehr beeindruckt von den ziemlich nahegehenden Schilderungen der Betroffenen.
Natürlich gab es im Zweiten Weltkrieg sehr viel mehr Betroffene, ausser den Kindern, aber die Autorin hat sich diese Gruppe zum Hauptziel ihres Buches gemacht und hat anhand von Erzählungen und Offenbarungen tief in deren Inneres blicken dürfen. Da es für die heute Erwachsenen immer noch ein Problem darstellt über ihre Erfahrungen im 2. Weltkrieg und die Zeit danach zu sprechen, macht deutlich dass die "seelichen Wunden" auch sechzig Jahre danach noch tief sitzen.
Ausserdem spiegelt dieses Buch die wissenschaftlichen Ergebnisse und Studien anhand von persönlichen Beispielen wider.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 13. März 2013
Ich bin gerade dabei dieses Buch zu lesen. Man kann hier nicht von einem schönen Buch reden, denn der Inhalt gibt die schlimme Situtation, in der unsere Eltern, damals auch Kinder gelebt haben. Da ich über diese Zeit in der Schule damals kein Wort gelernt habe, ich sage hier mal es war ein Tabuthema, möchte ich mich auf diesem Weg über diese Zeit informieren. Gut finde ich die Zitate und auch die bildlichen Darstellungen, ich werde das Buch mit Interesse weiter lesen, ich möchte wissen was meine Eltern und Grosseltern erlebt haben. Nein, von schön kann man hier bestimmt nicht reden. Aber leider wahr!!!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. Februar 2010
Sensibler Umgang mit den Lebensgeschichten der betroffenen flankiert von geschichtlichen Daten und Hintergründen.
Guter Beitrag zur längst notwendigen Aufarbeitung von Kriegserinnerungen von Kindern.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 1000 REZENSENTam 6. Februar 2014
Ein bisher vergessenes Thema
Über das Leben im NS-Staat, im Krieg, über Flucht und Vertreibung gibt es viele Berichte. Wie ganz kleine Kinder all das erlebt haben, ob und wie stark sie traumatisiert wurden, darüber war offenbar bislang geschwiegen worden. So ist es dankenswert, dass Hilke Lorenz sich dieses Themas annahm. Ganz glücklich kann man über dieses Buch nicht sein. Frau Lorenz ist Jahrgang 1962, sie schreibt über eine Zeit, die sie selbst nicht erlebt hat. Dadurch schleichen sich Unrichtigkeiten ein, die jeden stören, der diese Zeit selbst erlebt hat. Das beginnt schon auf S. 20, als sie von dem Grauen sprach, das (mindestens) 55 Millionen Menschenleben gekostet hatte. „Die Generation ihrer Eltern und Großeltern hatten ihn (den Krieg) geplant und durchgeführt“ Diese Behauptung ist Unsinn Nichts fürchtete diese Genration mehr als einen neuen Krieg und hoffte, er würde vermieden. Im Kapitel ‚Ausgestoßen‘ wird klar, dass die Autorin keine präzises Wissen über die idiotische Rassenideologie der Nazis hatte. Die zweite Schwäche des Buches besteht darin, dass der Leser gleichsam alle bewegenden Schicksale aus zweiter Hand erfährt. Es ist nicht einzusehen, warum die Interviewten nicht mit ihrem wirklichen Namen genannt und ihre Berichte wörtlich wiedergegeben wurden Durch die indirekte Berichterstattung kommen zu viel Interpretationen und Kommentierungen in diese Berichte. Letztlich gibt es eine ganze Reihe Berichte, die stärker auf familiären Konflikten basieren, die mit dem Krieg nur damit etwas zu tun haben, dass sie sich eben in dieser Zeit abspielten. Letztlich wird dem Leser klar, dass jedes Schicksal individuell ist, sehr unterschiedlich belastete und auch unterschiedlich traumatisierte. Eine allgemeine Erkenntnis über die Auswirkung von Kriegen auf Kinder gibt es offensichtlich nicht.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Die Personen, über die Hilke Lorenz berichtet, waren zur Zeit des 2.Weltkrieges noch Kinder. Was diese Menschen während der Bombennächte in Städten wie etwa Darmstadt, Dresden, Heilbronn oder Hamburg mit Kinderaugen wahrnahmen oder auf der Flucht aus dem Osten durchmachten, schildert die Autorin anhand einer Vielzahl von Einzelschicksalen.

Auch spricht Frau Lorenz von der Nachkriegszeit und den spezifischen Problemen, die auf diese gebeutelten Kinder zukamen. Leider geht die Autorin selten über das rein Deskriptive hinaus. Geschadet hätte dem Buch eine ausführliche Analyse der dargestellten Problematik keineswegs.

Dennoch ein lesenswerter Text, der einem das Trauma einer Generation näher bringt, einer Generation, die in ihren Gefühlsäußerungen nicht selten sonderbar verhärtet erscheint.

Bleibt zu hoffen, dass sich die Autorin in einem weiteren Buch ebenso ausführlich mit den Kindern der durch die Nazis überfallenen Länder befasst und die leidtragenden jungen Menschen in den Konzentrationlagern nicht vergisst, denn sie alle waren Opfer eines teuflischen Regimes, dessen perfides Handeln in jeder Hinsicht aufgedeckt werden muß! Alle Betroffenen sollten uns eine Mahnung sein!
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am 29. Juni 2015
Habe schon das "Kriegskinder"- Buch von Sabine Bode gelesen und seitdem läßt mich das Thema nicht mehr los. Meine Eltern sind beide Kriegskinder und erzählen nur wenig. Dieses Buch ist weniger analytisch sondern stellt einfach die Schicksale dar, in einem respektvollen und einfühlsamen Schreibstil. Kann dieses Buch nur weiterempfehlen für die Menschen, die endlich mal wissen möchten, wie ihre Eltern wirklich ihre Kindheit verbracht haben. Denn noch immer wird das meiste verschwiegen oder verharmlost. Und wir Kriegsenkel tragen unbewußt die Folgen mit und rum!
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am 6. Februar 2015
Buch beschreibt eindrucksvoll, was damals furchtbares geschah. Sollten alle ab den 5o er Jahren-geborene lesen, um ihre Eltern
und sich selbst besser zu verstehen. Hilke Lorenz hat alles sehr gut und einfühlsam beschrieben. Lesenswerte Geschichte
nicht trocken und vorallem objektiv.
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