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4.0 von 5 Sternen Die Ambivalenz in Person
Fritz J. Raddatz, der legendäre ehemalige stellvertretende Leiter des Rowohlt-Verlages und vor allem Feuilleton-Chef der "WELT", hat neben Literaturkritiken, Essays, Biografien und Romanen immer auch Autobiografisches geschrieben. Oftmals auch kombiniert, so in seiner Romantrilogie "Eine Erziehung in Deutschland" mit den Teilen "Kuhauge", "Der Wolkentrinker." und...
Veröffentlicht am 13. August 2012 von Th. Leibfried

versus
27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Braten mit Soße
Ja, doch, ich habe diesen Braten zügig verschlungen, aber nun liegt er schwer im Magen. Was für eine Soße, mit viel Klatsch und Tratsch aus der Feuilletonistenbranche. Immer wieder verbreitet Raddatz Löbliches über sich selbst als Zitat von anderen - bis hin zur Größe seines Gemächts, die er dann in aller Bescheidenheit doch...
Veröffentlicht am 28. April 2009 von HansBlog.de


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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Ambivalenz in Person, 13. August 2012
Von 
Th. Leibfried "TL" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Unruhestifter: Erinnerungen (Taschenbuch)
Fritz J. Raddatz, der legendäre ehemalige stellvertretende Leiter des Rowohlt-Verlages und vor allem Feuilleton-Chef der "WELT", hat neben Literaturkritiken, Essays, Biografien und Romanen immer auch Autobiografisches geschrieben. Oftmals auch kombiniert, so in seiner Romantrilogie "Eine Erziehung in Deutschland" mit den Teilen "Kuhauge", "Der Wolkentrinker." und "Die Abtreibung". Gelesen habe ich neben diesen Romanen auch die Tagebücher: 1982-2001 und konnte bzw. musste feststellen, dass im "Unruhestifter" ein nicht unerheblicher Teil aus Auszügen dieser Tagebücher besteht.

Die Kapitel sind immer im Wechsel Autobiografisch-Chronologisches und Einschübe über ganz besonders wichtige Menschen in Raddatz` Leben: den Verleger Heinrich-Maria Ledig-Rowohlt, Günter Grass, den italienischen Verleger und Milliardär Giangiacomo Feltrinelli, Rudolf Augstein oder den Literaturwissenschaftler Hans Mayer. Gespickt mit Tagebuchauszügen, ergänzt um viele Briefe, lässt Raddatz den Leser teilhaben an seinem reichen, mit nahezu unendlich vielen Kontakten zu Literaten, Künstlern, Kulturschaffenden bereicherten Leben. Im Gegensatz zu den "Tagebüchern" kommentiert Raddatz hier deutlich mehr, auch das eigene Festgehaltene.

Er war und ist ein Pfau, ein Geck, ein Selbstdarsteller, ein Intellektueller mit einem Hang nach links, kombiniert mit einem Drang nach Darstellung, zu Kostspieligem, was ihm beispielsweise Linke oft übelnahmen und ihn zu einer schwer einzuordnenden Persönlichkeit machten. So hielt er an seinem Porsche fest, trank Champagner und aß Austern, lebte und liebte auf Sylt, tummelte sich in New York, Paris, an der Cote d'Azur, sammelte Kunst und so weiter. All das selbstverständlich erst nach seinem Übertritt aus der DDR in den Westen, vieles davon erst viele Jahre später.

Er, der sich als der Bewahrer von Tucholskys Erbe sieht, seit vielen Jahrzehnten erster und bisher einziger Vorsitzender der Kurt-Tucholsky-Stiftung. Darüber hinaus ein Bewahrer des Schönen, verbunden eben mit einem linken Herzen. Eine ambivalente, höchst interessante Persönlichkeit, die den deutschen Kulturbetrieb, zuerst auf der einen, dann auf der anderen Seite der Mauer und schließlich ohne Mauer nachhaltig prägte. Die Liste seiner Bekannt- und teilweise Freundschaften scheint schier endlos zu sein: neben den bereits Genannten sind darunter Susan Sontag, Walter Kempowski, Hans Magnus Enzensberger, Peter Rühmkorf, Erich Arendt und viele andere mehr.

Sicherlich keine leichte Lektüre, wenn man sich mit Literatur im Speziellen und Kultur allgemein eher wenig beschäftigt. Doch auch ohne Hintergrundwissen bleibt auch "Unruhestifter" ein Zeit- und Sittengemälde von jemand, der immer zwischen den Stühlen saß, die manchmal, wie er an einer Stelle schreibt, zu weit auseinander standen.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Braten mit Soße, 28. April 2009
Ja, doch, ich habe diesen Braten zügig verschlungen, aber nun liegt er schwer im Magen. Was für eine Soße, mit viel Klatsch und Tratsch aus der Feuilletonistenbranche. Immer wieder verbreitet Raddatz Löbliches über sich selbst als Zitat von anderen - bis hin zur Größe seines Gemächts, die er dann in aller Bescheidenheit doch relativiert, oder dass er als einziger Besucher Blumen zur Familie Grass mitgebracht habe. Und er kredenzt viele kleine Nickeligkeiten über andere: nun hat er Günter Grass so oft bewirtet, und das mit herrlicher Tisch-Deko, doch der Großschriftsteller verlangt für ein Gemälde 600 Mark. In ihrer offenbar grenzenlosen Selbstsucht werden Günter Grass, Hans Mayer, Augstein und ein paar andere fürchterlich dekonstruiert. Nur wenige Akteure erscheinen in durchweg freundlichem Licht, so etwa Paul Wunderlich, Mary Tucholsky oder Ledig-Rowohlt.

Wir haben über das Berichtete so viel diskutiert wie über das Berichten als solches: darf man so Persönliches gedruckt ausbreiten?

Raddatz' Sprache leicht verschwurbelt-kompliziert, gerne auch mit Dativ-e, häufig fehlt (19. Jahrhundert) das Hilfsverb hinterm Partizip Perfekt. Dann wieder benutzt er harte Gossensprache für Intimstes. An beide Aspekte erinnere ich mich nicht aus seinen "Zeit"-Artikeln, da war wohl die Schlussredaktion davor, danke.

Sein Buch baut er nicht strikt chronologisch auf: Kommt Raddatz bei einer prägenden Person an, verfolgt er diese Bekanntschaft sofort bis in spätere Jahrzehnte, um - viele Seiten später - den ursprünglichen Faden wieder aufzunehmen; mir hat das so gefallen. Allerdings zitiert er über viele Seiten hin eigene Briefe und Tagebucheinträge; das verstärkt den ohnehin wachsenden Eindruck eines reichlich eitlen Verfassers, viele Mikroereignisse bekommen auf diesem Weg ungefiltert zuviele Zeilen.

Der Mann brennt an beiden Enden und schont sich selbst nicht; nur dass man nicht alle Ups and Downs aus seinen zwei, edel eingerichteten, Wohnungen gar so genau erfahren wollte. Als leicht provokanter Insiderbericht aus hochschwebenden Feuilletonistenzirkeln sicher amüsant-lesenswert. Aber nun bräuchte man ein Gegen-Buch eines Raddatz-Beobachters. Gibt es so etwas?
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56 von 65 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unerhört, 11. Oktober 2003
Das ist ein unerhörtes Buch.Weil es von einem Mann geschrieben ist, der sowohl Literatur und Kultur im Nachkriegsdeutschland als Täter gemacht hat, als auch von einem, der lebt als Grenzgänger zwischen Bürgertum und Antibürgertum.
Über die Einsamkeit und Einmaligkeit, über den "ungestillten Durst" entlang dieser Grenze geht das Ganze. Der Autor ist"Torero und Stier zugleich".
Dieses -zugleich- und sowohl-als auch ist es, was diese Lebenserinnerungen aus- und mich als Leser anmacht!
Sie bekommen in diesen Erinnerungen grosse und kleine Welt,Ost und West, Himmel und Hölle, Sex&Crime.
Raddatz, geb. 1931, wird ja immer als einer der großen Feuilletonisten und Literaturkritiker unserer Zeit genannt.
Ist er auch, er ging schließlich zu den großen Adressen:Volk& Welt in Ostberlin, Kindler, Rowohlt, Spiegel und wart dann Feuilletonchef der Zeit.
Raddatz hat unbekannte junge Autoren berühmt gemacht, schon berühmte noch berühmter,unbekannte Weltliteratur nach Deutschland geholt und große Buchreihen erfunden.Er ist mit Verlegern, Künstlern, Politikern, mondänen Wesen, mit Geliebten und Freunden auf gleicher Höhe unterwegs.Die Geschichte und Geschichten dabei werden berichtet.Die Stationen und Personen dabei werden jetzt aber sichtbar in als Laterna Magica eines Mannes, der die Magie der Kunst,des gelebten und ungelebten Lebens unserer Zeit betrachtet und wir mit ihm.
"Unruhestifter" ist ein durchkomponiertes Werk.In einem brillianten Spiegelverfahren geschrieben.Vorhang und Decke werden weggezogen, von Personen und Geschichte und ihren Geschichten darin:
das ist Aufklärung, ein Drama in 13 Akten, Unterhaltung,Pop, Sucht und unerhörte Fragen. All das zugleich.
Kaufen und lesen!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erschütternder und interessanter Lebensbericht, 19. Oktober 2010
Von 
Klaus Grunenberg (97447 Gerolzhofen, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unruhestifter: Erinnerungen (Taschenbuch)
In 13 Artikeln und dazwischen nochmals eigenen interessanten Einschüben beschreibt Fritz J. Raddatz sein bisheriges Leben. Es ist voller Wunder, unglaublicher Erlebnisse und es beschreibt ein Literaten-Leben, das alle Höhen und Tiefen einschließt. "Normal" Lebende werden oftmals den Kopf schütteln über eine zutage tretende fast "parallele Gesellschaft" des literarischen Lebens inmitten unserer bürgerlichen Welt, in der gehauen und gestochen wird (neben der Schreiberei!). Und sollte doch gerade die Literatur uns bilden, zum "Höheren" treiben.-
Angefangen mit seinem Leben als Kind ohne Mutter, dann als Heranwachsender in Berlin mit einem eigenwilligen (!) Vater entblättert sich ein illustres Leben mit seiner Schwester im bombardierten und geschändeten Berlin, als Student und dann als hervorragender Kenner und Liebhaber der Literatur (nicht nur der deutschen) anfänglich in der DDR und dann in der BRD.
Hervorzuheben sind seine Kenntnisse über fast alle wichtigen Literaten, Verleger undsoweiter, über die er ungeschminkt "seine" Wahrheiten ausbreitet (zum meist großen Vergnügen seiner Leserschaft).
Dann der Eklat im Jahre 1985, wobei man heute vielleicht sagen würde: das alles war doch ein bisschen übertrieben damals. Mein Gott, die Stelle hinterm Bahnhof, an der Goethe weiland spazieren ging oder so ähnlich... geschenkt.
Wunderlich, dass er damals nicht sofort die Sache persifliert hat, er hätte es doch so gut gekonnt, allen mal ihre Nichtigkeit bewiesen, oder einfach darüber gelacht auf seine menschliche Art. Dafür zahlt er es jetzt den meisten auf seine Art heim (und wie!). Sie haben ihn schäbig behandelt damals, viele, die maßgeblich waren.
Große Literatur in dieser Biographie? Nicht unbedingt, aber unglaublich pointiert, erhellend und manchen Historiker der letzten 70 bis 80 Jahre in den Schatten stellend, was er da schreibt und beschreibt.
Fritz J. Raddatz ist ein großer deutscher Literat mit fast noch lausbubenhaftem Charakter und ein Weltbürger, auf den wir stolz sein können und sind.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Behutsamer Freund und Lästermaul, 24. Februar 2009
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unruhestifter: Erinnerungen (Taschenbuch)
Ich gebe es ja zu! Die Erinnerungen des 1931 in Berlin geborenen Fritz J. Raddatz, in den 70iger Jahren stellv. Leiter des Rowohlt Verlages, von 1977 - 1985 Feuilletonchef der ZEIT, Literaturkritiker und -wissenschaftler, Essayist und Romancier, habe ich mit voyeuristischem Vergnügen gelesen. Reihenweise stutzt der Autor Lichtgestalten der vornehmlich deutschen Kulturszene auf menschlich-allzumenschliches Maß herab, indem er mit Lästerzunge auch Intimes ausplaudert. Die Zahl seiner Freunde hat er damit gewiß nicht vermehrt, wohl aber die Anzahl seiner Leser...

"Meine Kindheit war schauerlich". Seine Mutter, eine Pariserin,verstarb kurz nach seiner Geburt. Sein Vater ("Ich wurde mehr abgerichtet als erzogen"): hoher Berufsoffizier, dann Direktor der Ufa. Seine Stiefmutter, der Vater als Animateur und Zuschauer dabei, führt ihn als knapp 12jährigen Knaben in sich und damit in die körperliche Liebe ein - keine Überraschung, daß er ab da eher seinem eigenen Geschlecht zugetan war. Seine ältere Schwester: eine wilder Person.

Raddatz ordnet die Menschen, denen er im Laufe seines langen Lebens begegnete, in klar umgrenzte Schubladen ein. Da sind zunächst die Lebensfreunde und Liebhaber, mit denen er diskret und behutsam umgeht. Allerdings: Daß er in Amsterdam eine Liebesnacht mit Rudolf Nurejew erleben durfte, hängt er sich als besonderen Orden an die Erobererbrust. Dann kommen die Menschen, denen er viel zu verdanken hat - wie z.B. sein Vormund Pastor Hans-Joachim Mund, Mary Tucholsky, Paul Wunderlich, Günter Grass oder Joachim Kaiser. Dann aber prügelt der Autor ohne Rücksicht auf Verluste drein: auf Henri Nannen ("alternder Elefant mit Hörgerät"); Siegfried Unseld ("patziger Stiesel"); Ex-Bundespräsident Walter Scheel, der ihm angesichts des Todes von seiner Frau Mildred zu fröhlich wirkt; auf Björn Engholm, Helmut Schmidt, Gräfin Dönhoff, Hans Mayer usw.

Keinerlei Verständnis habe ich dafür, daß Raddatz seinem Vomund H.-J. Mundt, der einen qualvollen Tod erlitt, in aller Öffentlichkeit "Lauterkeit", aber auch "Lotterkeit" attestiert (als untreuer Ehemann habe er ohne Wahl "herumgefickt"). Nebenbei: Der demonstrativ auf Stil bedachte Autor entgleist immer wieder einmal in Richtung Gossensprache.

Nachbemerkung: Kindische Eitelkeit zweier Literaturkritiker - Fritz J. Raddatz verweigert Marcel Reich-Ranicki die Namensnennung, weil dieser ihn in seiner berühmten Autobiographie auch nicht namentlich vorkommen ließ.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Autobiographie, 13. Mai 2007
Rezension bezieht sich auf: Unruhestifter: Erinnerungen (Taschenbuch)
Schade, daß FJR nicht so populär ist wie sein Antityp MRR. FJR ist doch der bessere, ehrlichere, sympathischere. Allein ,daß Theo Sommer sich von diesem Buch tief getroffen fühlt, zeigt,daß da offenbar ein treffsicherer Autor die Zielpunkte von T.Sommer kannte und punktgenau traf. Respekt! Wer die ZEIT und ihr Unfeld kennt, weiß,was ich meine.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Es lohnt die Zeit, 22. März 2004
Den anderen beiden Rezensionen ist inhaltlich nicht viel Neues hinzuzufügen: Auch mich haben die Erinnerungen von F.J. Raddatz begeistert. Insbesondere die ersten 100 Seiten, auf denen er seine kindheit im zerbombten Berlin schildert, sind einfach einmalig. Ansonsten steigt der Wert des Buches immens mit dem Vorwissen, das der Leser über die Kultur- und die Literaturgeschichte Deutschlands nach 1945 mitbringt. Raddatz erzählt unglaublich viele Begebenheiten und Kuriositäten aus seiner Zeit bei Rowohlt und der ZEIT. Doch auch wenn man nur einige seiner Nebendarsteller (der Protagonist ist er) im Buch kennt, ist es absolut lesenswert, da er die Dinge alle beim Namen nennt und nicht lange drum herum redet. Also: Ein erfrischendes Buch, welches wieder dem derzeitigen Zeigeist der ständigen "political correctness" geschrieben ist und mal eben 50 Jahre deutsche Geschichte mit abhandelt.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sommermärchen, 2. November 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unruhestifter: Erinnerungen (Taschenbuch)
Etwas, was Journalisten und Verleger hassen wie die Pest, ist dass sich Leute mit ihnen genauso beschäftigen, wie sie es vornehmlich mit anderen tun. Fritz. J. Raddatz ist da eine der ganz seltenen brillianten Ausnahmen. Der verlogene Chorgeist der Branche ist ihm ziemlich schnuppe und er bespiegelt sich selbst mit derselben Schonungslosigkeit, die er auch den Möchtegern-Ikonen des deutschen Nachkriegsjournalismus angedeihen lässt. Theo Sommer, der seinen guten Ruf daher hat, dass man seine Artikel und Bücher schneller vergisst als er sie schreibt, dieser Theo Sommer ist entsetzt über Raddatz und das ist gut so. Sommer, der einer der Förderer von ZEIT-Jubelarien über die DDR , das bessere Deutschland , war und der noch kurz vor dem Fall der Ost Despoten Ruhmreiches über Erich Honnecker zu Papier brachte, er findet es abscheulich dass Raddatz aufgeblasenen Denkmälern wie Buccerius,Dönhoff oder dem Jopi Heesters der SPD Helmut Schmidt ein wenig die Luft rauslässt. Wer wissen will, wie sehr Raddatz auch heute noch bei der neuen Generation Recht hat, der sollte sich mal ein paar Abende in Szenelokalen von unserer Medienelite und ihren polititischen Satrapen aufhalten und lauschen.Mann sollte allerdings in der Flüssigkeitsaufnahme Spitzenwerte erreichen können, sonst ist das schlecht aus zu halten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesenwert, wer die dt. Umbrüche nach 1945 einigermaßen verstehen will., 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Unruhestifter: Erinnerungen (Taschenbuch)
Unbequem und offen ehrlich, mit viel Erkenntnisgewinn. Warum gibt es heute keinen solchen Typen. Raddatz ist und bleibt ein phantastoisch anregender Paradiesvogel in der deutschen Literaturtgeschichte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Literatur und Kultur leben, 1. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Unruhestifter: Erinnerungen (Taschenbuch)
Fritz J. Raddatz' Autobiographie, eine temporeiche und glamouröse Tour de Force der Kulturgeschichte Nachkriegsdeutschlands. Als Ressortchef, Feuilletonchef und Publizist den literarischen Kulturbetrieb prägend, ein eigenwilliger, respektloser Kommentator, intelligent, selbstbewusst, kritisch reflektierend, Freund und Wegbegleiter bedeutender Intellektueller.

Empfehlenswert für jeden, den Literatur, Kultur und Politk interessiert.
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Unruhestifter: Erinnerungen
Unruhestifter: Erinnerungen von Fritz J. Raddatz (Taschenbuch - 1. März 2005)
EUR 9,95
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