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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen54
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am 28. August 2013
In diesem Buch wird der Bombenkrieg der Alliierten gegenüber Nazideutschland unter verschiedenen Facetten beleuchtet. Es geht um die anfänglichen Intentionen (Bombardierung wichtiger Industriestätten, Transportwege etc.) und die dann folgende Verselbständigung der Zerstörungsmöglichkeiten hin zu den brennenden historischen Innenstädten und dem Anfachen des "Feuersturms".
Die Geschichte einzelner Städte wird skizziert, um dann ihre Zerstörung zu beschreiben.
Zum Schluss geht der Autor auf die Einflüsse des Bombenkriegs auf die Persönlichkeit der bombardierten Bevölkerung ein.
Obwohl ich schon sehr viel über den zweiten Weltkrieg gelesen hatte, bot das Buch eine ganz neue Perspektive. Die Aufzählung der Zerstörungen ist extrem erschütternd und frustrierend, gleichwohl ist das Buch lesenswert, zumal der Bombenkrieg ja auch in der aktuellen Kriegsführung das Mittel der Wahl ist, sobald man keine Truppen in unübersichtliche ausländische Krisengebiete entsenden möchte.
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am 17. Januar 2003
Der bekannte Berliner Schriftsteller und Historiker Jörg F r i e d r i c h, 58, schildert auf 544 Seiten mit einem zusätzlichen umfangreichen Literaturverzeichnis nüchtern und ohne vordergründige Emotionen den gnadenlosen Luftkrieg gegen historisch gewachsene, alte deutsche Städte und deren Zivilbevölkerung im zweiten Weltkrieg. Ausgehend von den greifbaren Mitteln zur Vernichtung des Kulturerbes Europas, nimmt er umfangreich Stellung zur Strategie des Bombenkrieges auf beiden kriegführenden Seiten. Aus der Planung wird Wirklichkeit und am Ende steht das Chaos. Das anspruchsvolle Buch ist mit der größtmöglichen Objektivität geschrieben, frei von jeder Tendenz, schildert auch kulturhistorisch vielfältig betroffene Städte vor und nach der Vernichtung, so dass der Leser sich sehr gut orientieren kann und den Verlust begreift. Man kann Jörg F r i e d r i c h nur wünschen, dass seine umfangreiche Arbeit über den Luftkrieg 1940 - 45 auch in andere Sprachen übersetzt wird.
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am 2. Dezember 2002
Die Zerstörung der deutschen Städte durch Fliegerbomben ist oft geschildert worden, in Romanen, Erinnerungen und in den Erzählungen von Eltern und Großeltern - aber in der Regel wie ein Naturereignis. Friedrich schildert, welche - immer weiter verfeinerte - Technik, welche - grausame - Logik und welche Strategie dahinter standen. Man erfährt, daß nicht Sprengbomben, sondern gezielt entfachte, alles verheerende Feuerstürme die größte Zerstörungskraft hatten und daß es kein Zufall war, daß historische Stadtkerne und nicht Industrieanlagen, Mittelstädte und nicht die Metropolen am stärksten zerstört wurden. Friedrich will nicht aufrechnen, weder in die eine noch in die andere Richtung, nur etwas darstellen, was man zu oft übergangen hat. Das Buch enthält keine Bilder, was vielleicht kein Fehler ist. Wünschenswert wäre aber ein statistischer Anhang gewesen, statt der Menge von Opfer- und Bombenzahlen, die im Text verstreut sind, so daß man den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht. Schade auch, daß nur eine einzige - noch dazu mangelhafte - Karte beigefügt ist. Zu kritisieren wäre auch sein Stil, der gelegentlich abenteuerliche Satzkonstruktionen enthält. Hier hätte das Lektorat besser arbeiten sollen. Trotzdem: ein wichtiges Buch.
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am 27. Januar 2003
Wenn es nach fast 60 Jahren hie und da immer noch als "Tabubruch" angesehen wird, sachlich und objektiv über die militärisch sinnlose Zerstörung deutscher Städte und den damit verbundenen Tod von hunderttausenden von Zivilisten zu berichten, dann zeigt das um so mehr, dass hier noch Aufklärungsbedarf bestand.
Friedrich, ein renommierter und über jeden Verdacht der Einseitigkeit erhabener Historiker, ist dieser Aufgabe in überzeugender Weise gerecht geworden. Das statistische Zahlenmaterial sowie einige andere Passagen des Buches mögen zwar manchen Leser ermüden, doch bedarf es bei der Brisanz dieses Themas nun einmal ausführlicher Belege.
Friedrich lieferte sie und sorgte damit für einigen Wirbel, nicht zuletzt im englischen Blätterwald ("Churchill a war criminal?"). Völlig unverständlich war es jedenfalls (und wird es mit Friedrichs Buch um so mehr!), dass die Briten vor einigen Jahren dem für die Zerstörung Dresdens verantwortlichen Luftmarschall Arthur Harris auch noch ein Denkmal errichteten, wo doch ein Mahnmal zum Gedenken für die Opfer angebracht gewesen wäre.
Dass man sich in letzter Zeit vermehrt an brisante Weltkrieg II - Themen heranwagt, ist nun unbestreitbar mit ein Verdienst von Autoren wie Walter Kempowski oder Guido Knopp, die durch ihre Bücher bzw. Fernseh-Dokumentationen den Weg dafür ebneten. Ohne sie wäre wohl das ungeheure Interesse an Publikationen wie dieser (siehe auch Grass' "Im Krebsgang") oder an Berichten über das schlimme Schicksal deutscher Kriegsgefangener (siehe auch Seidls "Vom Sonnenwald nach Sibirien") wohl nicht in dem jetzt feststellbaren Ausmaß vorhanden.
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am 9. Januar 2004
May I address my review particularly to fellow American readers?
Read page 222 first. A member of an American bomber crew recalls how he went to his superior officer with moral reservations about that night�s mission:
The fire-bombing of a particular city, which dated from the middle ages�as most did. His superior replied that the Germans started it, so bombing the hell out of them served them right. To this day, most Americans interested in World War 2 would agree, although Dresden is not mentioned among the heroic deeds of our greatest generation. And there were many Dresdens.
Der Brand is a 500+ page meticulous description of what that eye-for-an-eye justice meant in practice. With thoroughness and dispassion, it tells of the deliberate and systematic incineration of every major German city, and the intentional slaughter of hundreds of thousands of civilians. Nearly 1000 years of culture literally gone in a puff of smoke. But, as you�ll learn, Germans have had several centuries� experience in being devastated by various foreign military forces. So maybe they take it all in stride. Maybe not.

You can�t help reading Der Brand with an eye on today�s news. You�ll think of the �Shock and Awe� air campaign in Iraq, and maybe take some consolation that this time we removed (mostly) the government and (mostly) spared the nation. (Does anybody know whether the author has commented on this?)
Frequently, you�ll encounter the phrase �moral bombing�, always typeset in English. It would be interesting to know its exact origin. At first I thought it might have been a misprint for �morale bombing�. That was certainly the stated objective: to terrorize the German civilian population into ending the war by overthrowing Hitler. (Ha!) But �moral bombing� was also used to describe what you might call a righteous chastisement of the wicked, wicked, militaristic German people, raining down from the very heavens. So maybe the spelling is correct.
Well, today, most of the world believes America is the Nazi Germany of the 21st century, and President Bush, the Hitler. As I write this, we are bracing ourselves for another attack from Ben Laden & Co, who also believe in terror, slaughter, and destruction in a good cause. Two can play at �moral bombing�.
I have given the book 4 stars because of the lack of photos; before/after pictures would have helped the reader to understand the extent of the devastation. Also the lack of footnoted substantiation is a weakness, and undercuts some very disturbing assertions. For example, during the Battle of Britain when the beleaguered RAF heroically stood up to Hitler�s mighty luftwaffe, (blah, blah, blah), long range heavy British bombers were trying their hardest to destroy the entire Black Forest with incendiary bombs. Nazi trees! This is spiteful enough to be true, but I�d like to see the proof. To my knowledge, the last lunatic to declare war on nature was Caligula.
The author also states that Churchill planned to use what we now call WMDs (chemical and biological) against German cities. The only reason he didn�t was that his own generals pointed out that the contamination would make the country too dangerous to invade. This one is a reputation- buster indeed, but where�s the evidence?
The German is difficult but not impossible, although sometimes the author expresses himself somewhat abstractly. But it may just be my poor German. On the other hand, when reading about the destruction of a German city takes as long as the attack itself, you can approximately follow the air war in �real time�. Fluent readers might miss out on this. Also, you appreciate how the allies had plenty of time to stop and think about what they were doing.
In short, a horrifying and disgusting chapter in modern history, which is far from closed
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am 24. November 2003
Jörg Friedrich gehört höchstes Lob und Anerkennung dafür das er es gewagt hat diese Buch zuschreiben.
Dieses Buch ist in einer Zeit, in der es sehr leicht fällt das gewesene zu vergessen, sehr heilsam.
Herr Friedrich beschreibt aus meiner sicht sehr anschaulich wie die Handlungen der Deutschen, Britten und Amerikaner zu Gegenmaßnahmen gezwungen haben, vergisst aber nicht zu erwähnen das diese Gegenmaßnahmen vor allem in den Jahren '44 und '45 weit über das eigentlich Ziel hinausgeschossen sind. Er vergisst auch nicht zu erwähnen das es ohne Skrupel in Kauf genommen wurde Kulturgut und Menschenleben einem vermeindlich wichtigem Ziel, der Zerstörung der Rüstungsindustrie, unter zuordnen
Wer diese Buch liest sollte jedoch schon über eine fundierte historische Kenntniss der NS-Zeit und der Weltpolitischen Zusammenhänge dieser Zeit haben, denn sonst könnte man einiges anders verstehen als der Autor es sich gedacht hatte.
Das ist auch der Grund warum ich nicht die höchsate Punktzahl vergebe
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am 21. Februar 2007
Jörg Friedrichs Buch über den Bombenkrieg der Allierten auf deutsche Städte ließ in Großbritannien die Emotionen hoch gehen. Darf man ein Land, das sich ja nur verteidigt hat, so an den Pranger stellen? Zum Schuldigen machen? Müssen sich die Alliierten von damals an den Pranger gestellt sehen - durch dieses Buch? Ich habe Jörg Friedrichs Buch als Dokumentation gelesen, als eine in seiner sachlichen und ernsten Darstellung an die Nieren gehende Beschreibung, klare und unvoreingenommene Aufzählung der Folgen dieses Bombenkriegs und eine, die zeigt, was Krieg wirklich bedeutet. Dass Krieg nicht sein muss, niemals sein sollte - und dass Opfer, gleichgültig auf welcher Seite sie geschehen, immer als einzelne uns beschämen müssen. Solche, richtig verstandene Humanitas fragt nicht nach Schuld, sondern nach Verantwortung - von uns allen, zu allen Zeiten. Und dann wird ein solches Buch zur Ermahnung, zum Wachmacher, durch den Emotionen hoch gehen sollten. Dann hat dieses Buch sein gutes Ziel erreicht. Also lest es. Es hilft, klarer zu sehen. Auch heute und in heutigen Dingen. Gut, dass Jörg Friedrich den Mut zu diesem Buch fand.
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am 21. März 2003
zumindest kann ich jetzt ein bischen verstehen, warum ich den Weg zum Bunker in Duisburg-Hochfeld so genau kenne, obwohl ich nur einmal in Duisburg war (Gräber haben mich nie interressiert). Meine Mutter (Jahrgang 36) hat ihn mir hunderte Male beschrieben.
Mit dem Terroranschlag vom 11.09.2001 hat bei mir das Nachdenken eingesetzt. Warum wird über diesen Terroranschlag bis ins letzte Datail berichtet, aber ich weiß nicht einmal, wieviele Opfer es bei den Terrorangriffen auf meine Heimatstadt (Stuttgart) gab. Und vor allem kann ich es nirgends nachlesen, im ganzen Internet nicht. Die Alliierten haben Ihre Angriffe bis ins Detail beschrieben und ins Internet gestellt.
Herr Friedrich hat mit diesem Mißstand zumindest teilweise aufgeräumt. Das Buch kann nur einen Aufriss geben, aber auf mich hat es befreiend gewirkt.
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am 2. Oktober 2006
Erschütternd zusätzlich durch den gewählten, allein passenden Schreibstil, ungeheuer faktenreich, werden Zusammenhänge deutlich gemacht, ebenso technische Details des Bombenkriegs allgemeinverständlich dargelegt.

So kurz nach dem Krieg geboren, daß ich mich noch an unsere "Abenteuerspielplätze" in Ruinen erinnern kann

und auch an genügend Berichte aus Luftschutzkellern, habe ich mich bereits als Kind gewundert über die Diskrepanz zwischen der "offiziellen Darstellung des Bombenkriegs" und dem, was ich sah. Die Kasernen sind meist stehengeblieben; die waffenlosen Menschen in den Städten und unsere Kultur, die historischen Innenstädte sind verbrannt worden. Nur weil sie so gut brennen oder weil man Geschichtslosigkeit erreichen wollte (und auch sehr erfolgreich damit war)?

Empfehlung: unbedingt lesen, wenn es auch Mühe bereiten wird.
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am 28. Oktober 2005
Eine Folge des Zweiten Weltkrieges war es, dass die mittelgroßen und großen Städte Deutschlands bei Kriegsende im Mai 1945 alle zu über 90 % zerstört waren. An diese Kriegsfolge kann ich mich noch aus eigener Anschauung der Ruinen und Bunker in den 50er Jahren erinnern. Zugleich wurde nie darüber diskutiert, ob diese Art der Kriegsführung seitens der Briten und Amerikaner gerechtfertigt und gerecht war - die Verbrechen der Nazis verboten diese Diskussion.
Was blieb, war auf deutscher Seite kollektive Verdrängung, nicht Verarbeitung oder objektive Betrachtung - was auch blieb, waren unglaubliche Traumatisierungen der Menschen, die im Bunker oder Luftschutzkeller überlebt hatten.
Jörg Friedrich geht in seinem Buch „Der Brand" den Ereignissen auf den Grund - in guter historischer Tradition zeigt er detail- und kenntnisreich in sehr packender und genauer Sprache „wie es gewesen ist".
Allein diese Fakten in ihrer geballten Wucht machten das Buch zum Skandal - vor allem die Briten fühlten sich verunglimpft, dass ihre Kriegsführung als verbrecherisch dargestellt würde.
Tatsächlich zweifelt Friedrich die militärische Notwendigkeit des „moral bombing" an und zeigt die moralische Verwerflichkeit einer ausgefeilten Kriegstechnik (Feuersturm) auf, die ausschließlich zur Vernichtung ziviler Ziele und zivilen Lebens dient.
Allerdings stellt er dieses unglaubliche Geschehen immer in den Kontext - er verweist auf die ursächlichen Verbrechen Nazi-Deutschlands und auf die Tatsache, dass Deutschland mit der Bombardierung englischer ziviler Ziele begonnen hatte.
Damit hat Friedrich knapp 60 Jahre nach Kriegsende ein lange in der historischen Betrachtung ausgeklammertes Thema aufgegriffen und meines Erachtens in sehr beeindruckender Weise umgesetzt.
Wenn man sich umfassend über den Zweiten Weltkrieg informieren möchte, so gehört dieses Buch unbedingt dazu.
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