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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Frank Beyer bleibt lebendig,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wenn der Wind sich dreht: Meine Filme, mein Leben (Taschenbuch)
Dieses Buch ist sehr erfrischend, einfach und einprägsam geschrieben. Streckenweise hat man das Gefühl, man sitzt Frank Beyer gegenüber, der einem die Geschichten beim Bier selber erzählt. Dann wieder scheint es eine Sicht eines fremden Beobachters zu sein. So sollten noch deutlich mehr Biographien geschrieben sein - Nähe und Distanz zum Erzählten.Es ist den Lesern zu wünschen, dass es mal wieder eine Auflage des Buches gibt. Nicht zuletzt deshalb, damit es Geschäftemachern schwer gemacht wird, dass ein Buch, welches im Jahr 2002 knapp 9 Euro kostete, für horrendende Summen an den Leser zu bringen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Sein Leben - vielleicht ein Film?,
Von Beyerchen "DEFA" (Sachsen) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wenn der Wind sich dreht: Meine Filme, mein Leben (Taschenbuch)
Dieses Buch gehört für mich zu den besten Biografien, die ich bisher gelesen habe. Frank Beyer hat es verstanden, sein Leben in 400 Seiten informativ und auch mitreisend revuepassieren zu lassen. Stets hatte ich das Gefühl, unmittelbar dabei zu sein, ihn quasi auf seinem Lebensweg zu beobachten. Für mich erscheint Frank Beyer auch sehr selbstkritisch, gerade was sowohl sein Privatleben als auch sein Berufsleben betrifft. Anerkenneswert ist für mich auch seine Ehrlichkeit bezüglich seines Rausschmiss aus der SED. Viele seiner ehemaligen Parteigenossen haben nach der Wende gesagt, dass sie darüber froh waren. Ein wesentlicher Fakt ist aber sehr traurig. Nämlich der, dass Frank Beyer nie wieder einen Film machen wird, geschweige denn ein Buch schreiben wird. Viele seiner Filme habe ich gesehen, ob "Der Aufenthalt", "Spur der Steine", "Nackt unter Wölfen" und und und. Bei all diesen Meisterwerken wird mir schmerzlich bewußt, dass mir Frank Beyer fehlt und sicher auch fehlen wird.Schön fände ich, wenn aus seinem Buch ein Film über Frank Beyer entstehen würde. Material gäbe es reichlich. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
DDR-Film - Blick hinter die Kulissen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wenn der Wind sich dreht: Meine Filme, mein Leben (Gebundene Ausgabe)
Intensive SelbstbefragungFrank Beyers Autobiographie "Wenn der Wind sich dreht" Es mag überraschen, wie Frank Beyer seine Autobiographie eröffnet. Der Filmregisseur, neben Konrad Wolf und Egon Günther gewiss der bedeutendste der DDR, erinnert zur Einstimmung in seine wechselvolle Geschichte weder an einen seiner grossen Erfolge, etwa die Oscar-Nominierung von "Jakob der Lügner", noch an eine seiner herben Niederlagen, wie das mehr als zwanzig Jahre andauernde Verbot von "Spur der Steine". Beyer benennt im Vorwort vielmehr eine ihm jüngst, im vereinigten Deutschland zugestossene Unbill, nämlich wie er als Regisseur 1998, wenige Wochen vor Drehbeginn, aus dem gründlich vorbereiteten Projekt der Verfilmung von Uwe Johnsons "Jahrestagen" gedrängt wurde (der ARD-Film wurde dann von Margarethe von Trotta inszeniert). Es gibt in diesem so vielschichtigen Erinnerungsbuch noch mehr solche fast schon etwas kokett anmutenden Verweise auf die Ungerechtigkeit und die Unehrlichkeit, der Beyer im Westen begegnete. So die Geschichte, wie ihm seine Idee, den Hauptmann von Köpenick mit Harald Juhnke zu besetzen, von einem westlichen Theaterintendanten geklaut wurde. "Das ist die neue Umgangsform", vermerkt Beyer hierzu. "In der DDR hätte man in längeren Diskussionen begründet, warum man einen solchen Stoff nicht produzieren will, im Westen gab es einfach kein Geld für das Projekt", notiert er zu einer nicht realisierten Hausbesetzer-Komödie in West-Berlin - und da mag auch eine etwas nostalgische Wertung mitklingen. Aber gewiss sind solche Erlebnisse harmlos gegenüber den Zumutungen, denen der Regisseur Beyer in der DDR fast permanent ausgesetzt war. Nach dem Verbot von "Spur der Steine" musste er sich in der Provinz als Theaterregisseur bewähren, bevor er nach Jahren übers Fernsehen wieder salonfähig für den DEFA-Spielfilm wurde. Nach dem Verdikt seines Fernsehfilms "Geschlossene Gesellschaft" flog er aus der Einheitspartei und fand einige Jahre nur im Westen Regieaufgaben. Die dabei gemachten Erfahrungen mögen dazu beigetragen haben, dass er nach der deutschen Vereinigung beruflich besser zurechtkam als viele seiner DDR-Kollegen. Mit "Nikolaikirche" und "Abgehauen" (nach Manfred Krugs Buch) gelangen ihm sogar zwei der wichtigsten filmischen Auseinandersetzungen mit dem Ende der DDR. Frank Beyer selbst hat diese Auseinandersetzung, die auch eine mit der eigenen Biographie ist, aber gewiss noch lange nicht abgeschlossen. So störrisch und dabei auch naiv er sich mit der DDR-Kulturbürokratie aufreibende Kämpfe lieferte, so ungestüm rechtet er hier mit dem eigenen Leben. Diese wohl auch schmerzhafte Selbsterkundung rückt zunehmend in den Mittelpunkt und sprengt auch die Form einer gerundeten Autobiographie. Und es tut dem filmhistorischen Wert seines Buchs durchaus keinen Abbruch, dass seine darüber hinaus gehende, zeitgeschichtliche Bedeutung noch aufregender ist. Angesichts der Monströsität und gleichzeitigen Kleinkariertheit der DDR-Kulturpolitik verliert Beyer gelegentlich schon die Lust am launigen Tonfall selbstironischer Erinnerung, mit dem er sein Privatleben, auch seine wechselnden emotionalen Bindungen nur streift, seine künstlerische Besessenheit indes betont. Zu den heftigen Auseinandersetzungen um Wolf Biermanns Ausbürgerung, gegen die auch er unterschriftlich votierte, bemerkt er zwar noch: "Mein Hauptproblem in diesen Tagen war, unter diesen Umständen den leichten Ton meines Films aufrechtzuerhalten. Ich drehte ja eine Komödie." Doch bei den bizarren Auseinandersetzungen um seinen Fernsehfilm "Geschlossene Gesellschaft" von 1978 gibt er den Gestus solch pointierender und womöglich auch beschönigender Erinnerung an die auf ihn einstürmenden Widrigkeiten völlig auf. Über mehr als 60 Seiten lässt er lediglich die Akten von damals sprechen: "eine Geschichte in Briefen und Berichten" (einschliesslich der Stasi-Berichte, denn heute weiss auch er mehr). Das wird zum beispielhaften Anschauungsunterricht über die Unsäglichkeit einer Kulturpolitik zwischen Stalinismus und Spiessertum. Die Materialfülle wirkt aber auch so, als wolle Beyer sich mit diesen Dokumenten einer zwar selbst erlebten, aber noch immer unglaublichen Wirklichkeit vergewissern. So aufschlussreich diese Innenansichten des DDR-Films und -Fernsehens sind, so hellsichtig er auch über die Mechanismen der Zensur und der Selbstzensur schreibt, Frank Beyer kommt nicht an der Frage vorbei, warum er überhaupt in der DDR geblieben ist, trotz alledem. Und er weicht ihr keineswegs aus. Er sieht sich gern als einen "entschlossenen Hierbleiber wie Stefan Heym, Christa Wolf, Ulrich Plenzdorf..." und fühlt sich dabei doch zur Rechtfertigung gegenüber Freunden wie Manfred Krug, Armin Mueller-Stahl, Klaus Schlesinger und Jurek Becker verpflichtet. Er reflektiert durchaus kritisch seinen Weg, dessen Wurzel eine immerwährende Hoffnung auf gesellschaftlichen Fortschritt war, sieht dabei auch die Zwiespältigkeit der eigenen Rolle: immer wieder schikaniert und dennoch privilegiert. Bezeichnend dafür mag sein, dass Beyer den Fall der Mauer, die plötzlich offene Grenze, bei einer Heimfahrt aus West-Berlin erlebte. Aber Beyer wird von seiner Biographie noch ganz anders eingeholt - und dokumentiert das ausführlich im Schlusskapitel seines Buchs anhand der einschlägigen Korrespondenz. Seit er sich 1999 in einer Rundfunksendung missverständlich zum antikommunistischen Widerstand an seiner Schule in Altenburg im Jahre 1950 äusserte, steht er im Kreuzfeuer der überlebenden Mitschüler von damals, aber auch im Disput mit ihnen (sogar auf der Website des grössten Internet-Buchhhändlers wird Beyers Buch von einem einstigen Altenburger Mitschüler, heute emeritierter Professor in den USA, kritisch kommentiert). Einigen der damaligen Opponenten gelang die Flucht, andere wurden eingesperrt und sogar hingerichtet. Beyer, damals zwar Zeuge, aber unbeteiligt, entdeckt jene Ereignisse als nie verheilte, lange nur verdrängte Lebenswunde; er lässt den Leser an seiner peinvollen Selbstbefragung teilhaben und akzeptiert auch den Schmerz nicht zu beantwortender Fragen. Hier bewährt sich sein emotional eher zurückhaltender Erzählgestus, für Sentimentalität und Selbstmitleid ist kein Raum. Aus dem heutigen Brief eines Mitschülers von einst zitiert er am Ende dieses Buchs sogar den Satz: "Der Friede des Alters ist wohl eine ähnliche Fiktion wie die Wahrheit einer Autobiographie." Wolfgang J. Ruf Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
herrlich unpolitisch politisch,
Von Falk Schettler (Schwerin) - Alle meine Rezensionen ansehen
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wenn der Wind sich dreht: Meine Filme, mein Leben (Gebundene Ausgabe)
warum ist frank beyer spätestens nach den von der partei- und staatsführung inszenierten kinokrawallen und dem darauffolgenden verbot von "spur der steine" NICHT aus der ddr geflohen? warum auch später nicht trotz berufsverbots und so weiter... das sind die fragen, die in diesem buch höchstens zwischen den zeilen beantwortet werden und die auch in wirklichkeit gar nicht so wichtig sind.der großartige regisseur wußte es auch damals schon, daß freiheit in der brd nur anders riecht als in der ddr. "wenn der wind sich dreht" - eine mit ruhiger hand geschriebene biografie, die einblicke in die gedankenwelt einer ganzen generation gibt. denn frank beyer ist offensichtlich ein vertreter der großen mehrheit, die in der ddr gelebt hat, die stets mit den widrigkeiten des systems gekämpft hat ohne daran zu denken, diesen flecken erde und das geliebte umfeld zu verlassen und vor allem: ohne sich strafbar zu machen. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Keine (N-)Ostalgie und keine Abrechnung,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wenn der Wind sich dreht: Meine Filme, mein Leben (Gebundene Ausgabe)
Beyers Autobiographie ist daher sehr interessant zu lesen, da sie kein nostalgischer Rückblick auf "schöne alte" DDR-Zeiten ist, sondern wirklich "nur" eine Biographie. Er setzt sich mit der Frage auseinander, die ihm wahrscheinlich oft gestellt wird, zum Teil sogar als Vorwurf: "Warum hat er nicht die DDR verlassen?" Die Antworten klingen überzeugend und sollten nachvollziehbar sein (denn wer verläßt schon gern seine Heimat, Familie und Freunde, solange es nicht um Leben oder Tod geht?). Trotz der Auseinandersetzungen, die Beyer immer wieder mit der Partei hatte, ist er nicht den scheinbar einfachsten Weg des Ausreisens gegangen. Das man ihm dies heute noch vorwirft, zeigt er eindrucksvoll in seinem Buch.Ansonsten ist der Stil sehr angenehm, Wortwitz und das Bemühen, sich und seine Biographie nicht allzu wichtig zu nehmen, tragen zu einem entspannenden Lesevergnügen bei. Was Beyer sehr gelungen ist (wahrscheinlich unbewußt, aber gerade dadurch), ist die Darstellung der "Lebensfähigkeit" in der DDR, ohne das es in Nostalgie oder Rechtfertigungsarien ausartet, die man sonst so kennt nach dem Motto "Es war nicht alles schlecht...". Indem er einfach nur erzählt, was war, wird das Buch nicht zu einem von vielen, die die unsägliche Ost-West-Debatte alten Stils heraufbeschwört. Dieses Buch kann von keiner Seite zu irgendwelchen alten Grabenkämpfen mißbraucht werden. Es ist halt eine DDR-Biographie ohne provozierende Klischees. Schon das allein macht es gegenüber vielen anderen lesenswert! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
4 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Analyse des Autors Haltung zur Vergangenheit/Gegenwart,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Wenn der Wind sich dreht: Meine Filme, mein Leben (Gebundene Ausgabe)
Drei Gründe veranlassen mich, Frank Beyers Autobiographie "Wenn der Wind sich dreht" zu besprechen: (1) meine Person wird wenigstens zweimal im Buch genannt (S. 33-34; 375-398), (2) ich war sein Klassenkamerad und (3) für mich war die SBZ/DDR eine verabscheuungswürdige Monstrosität. Wen haben wir in Frank Beyer vor uns? Er gehörte zu den Privilegierten der DDR, zu den durch den Staat Geförderten, selbst wenn es ab und zu auch bergab ging. Es ging ihm jedoch immer gut. Seine Filme spielten eine beachtliche Rolle im Bewußtsein der DDR-Öffentlichkeit, und sie waren ein wertvoller Bestandteil des DDR-Filmschaffens. Er gehörte zu den besten der DDR-Regisseure. Auch nach der 'Wende' gelang es ihm, ehemaliges SED-Mitglied, sein Schaffen als Regisseur erfolgreich fortzusetzen. Wen haben wir in Frank Beyer nicht vor uns? Eine Person, die endlich einmal klare Stellung bezieht zu den verabscheuungswürdigen Vorgängen in der DDR. In seiner Schaffensperiode gab es den Arbeiteraufstand vom 17. Juni 1953, da war Ungarn, da gab es den Mauerbau am 13. August 1961, da gab es das Reiseverbot für Bürger der DDR, das Töten von Republikflüchtigen an der Mauer oder an der westlichen 'Staatsgrenze', das Bespitzeln eines ganzen Volkes durch den Staat - all diese Ereignisse scheinen ihn irgendwie nicht berührt zu haben. Erwähnt er sie überhaupt, dann geschieht das ohne moralische Stellungnahme. Er zog es vor, in einem 'Elfenbeinturm' zu sitzen. Empfehle ich das Lesen der Autobiographie? Was ihre Informationsfülle angeht, ja. Der Leser erhält gute Einblicke in das Film/Fernseh/Theaterschaffen der SBZ/DDR. Doch was des Autors Gedankengänge und Schlußfolgerungen bezüglich der marxistisch determinierten Bedingungen seines Schaffens anbelangt - vorgebracht rund zwölf Jahre nach dem Verschwinden der Mauer, des DDR-Staatsgebildes, und frei von ideologischen Zwängen - da herrscht Leere, und einem Leser wie mir (ehemaliger Bewohner der SBZ/DDR, der einer drohenden Verhaftung und Verurteilung zu langjähriger Haft, wenn nicht sogar zum Tode, wegen Zugehörigkeit als Oberschüler zu einer Widerstandsgruppe nur durch sofortige Flucht zu entkommen vermochte) enttäuscht die 'Aufarbeitung' seines Lebens. Man hätte dem Regisseur von Filmen (oder Fernsehstücken) wie 'Fünf Patronenhülsen', 'Nackt unter Wölfen', 'Spur der Steine', 'Rottenknechte', 'Geschlossene Gesellschaft' (so an die 31 Stücke waren es wohl) zugetraut, nicht nur anzumerken, daß er (und seine Mitarbeiter) staatlichen/parteilichen Schikanen unterworfen war, sondern sich auch tiefgehenden Gedanken hinzugeben bezüglich der politischen Tendenzen, und Konsequenzen, die seine Produkte umgaben. Das KZ Buchenwald in 'Nackt unter Wölfen' bestand auch in der sozialistischen Gesellschaftsordung eine zeitlang fort, und es gab politische Haftanstalten wie Bautzen und Waldheim. Etliche seiner Klassen-/Schulkameraden saßen in Bautzen, einer war auch in Workuta/Siberien, und einige wurden hingerichtet. Dazu weiß er auch heute nicht viel zu sagen, zwölf Jahre nach der 'Wende', und das wirkt erbitternd. Der vielleicht einzige "Aufschrei" Beyers gegen politische Unterdrückung ist das Dokument auf Seiten 411-415 mit dem Titel 'Die Macht und das Kino'. Er trug es am 23. November 1989 im Filmtheater International in Berlin vor. Hätte er diese Gedankengänge (sie ähnelten sehr denen, die wir, die Widerstandsgruppe, 1950 vortrugen via eines selbstgebastelten Geheimsenders und uns dafür Todesurteile und langjährige Haftstrafen einhandelten) ebenfalls 1950 auf einer Pressekonferenz von sich gegeben - das hätte ihm gleichfalls den Kopf gekostet, 1960 vielleicht auch noch, 1970 wäre er wahrscheinlich ins Zuchthaus gekommen, und 1980 hätte man ihn wohl ausgebürgert. Und 1989, rund 5 Minuten nach 12, wie stand es da mit der Gefahr für seine Person? Die Staatsmacht war weg, er konnte ungehindert sprechen. Steht er nun als Opfer da? Ich glaube kaum. In Kapitel 30 'Ein deutscher Briefwechsel' versucht er auf das Schicksal seiner ehemaligen Klassenkameraden einzugehen. Der von ihm vorgelegte Briefwechsel ist leider sehr dürftig und einseitig: Dürftig, weil nicht alle Briefe veröffentlicht wurden - einseitig, weil nicht alle Ansichten vertreten sind. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Wenn der Wind sich dreht: Meine Filme, mein Leben von Frank Beyer (Taschenbuch - 1. Januar 2002)
Gebraucht & neu ab: EUR 2,98
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