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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragend!
Ein voller Erfolg: Dieser Roman erweckt eins der faszinierendsten Gemälde der Kunstgeschichte vibrierend zum Leben. Griet, das Mädchen mit dem Perlenohrring, erzählt von ihrer Jugend als Magd bei der Familie des Malers Vermeer, und ihre Erzählung kulminiert in der Schaffung des berühmten Gemäldes, für das sie mit den Ohrringen von...
Veröffentlicht am 19. März 2007 von Miezekatze

versus
22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Klassische Flughafenlektüre
Spätestens seit den Vermeer-Ausstellungen vor etwa neun Jahren in Washington und Den Haag ist Vermeer als ein Maler stiller, klarer und doch geheimnisvoller Bilder in das allgemeine Bewußtsein gerückt. So war es vielleicht eine Frage der Zeit, bis sich auch Film und Literatur des Künstlers annehmen würden. Tracy Chevaliers Buch ist eine Frucht...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2004 von Lucius


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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragend!, 19. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen mit dem Perlenohrring (Taschenbuch)
Ein voller Erfolg: Dieser Roman erweckt eins der faszinierendsten Gemälde der Kunstgeschichte vibrierend zum Leben. Griet, das Mädchen mit dem Perlenohrring, erzählt von ihrer Jugend als Magd bei der Familie des Malers Vermeer, und ihre Erzählung kulminiert in der Schaffung des berühmten Gemäldes, für das sie mit den Ohrringen von Vermeers eifersüchtiger Frau Modell saß.

An dem Roman stimmt einfach alles. Die Ich-Erzählerin Griet ist großartig gelungen; sie kommt in ihrer Bescheidenheit, aber auch in ihrer Klugheit und Integrität überzeugend rüber. Griets Angehörige, Vermeers Familie, aber auch Griets Bewunderer Peter sind durchweg dreidimensionale Figuren. Griets zarte Beziehung zu Vermeer passt dabei haargenau zu ihrem bodenständigen Charakter. Die Darstellung von Griets täglichem Leben in der Familie Vermeer mit ihren so unterschiedlichen und differenziert gezeichneten Gestalten nimmt gefangen. Das Holland des späten 17. Jahrhunderts wird in diesem Roman lebendig, und Griet lebt authentisch innerhalb ihres Standes in einer bunt schillernden Gesellschaft.

Am mitreißendsten sind Griets Schilderungen der Bilder Vermeers - durch die Kraft ihrer Beschreibungen werden die Bilder lebendig. Vermeer hingegen bleibt lange Zeit eine fast nebulöse Gestalt, die nur ab und zu, dann aber mit prägnanter Nachhaltigkeit, ins Griets Leben tritt. Vermeer wird einerseits als genialer Künstler geschildert, doch andererseits kommen seine Feigheit und sein Egoismus bei der Erschaffung seiner Bilder wunderbar gut heraus - was er alles von Griet verlangt, damit er das perfekte Bild von ihr erschaffen kann, zeigt, dass er keinerlei Rücksicht auf sie nimmt. Im Gegenteil, die Beziehung der beiden weist sogar leicht sadistische (er) und masochistische (sie) Züge auf; die körperliche Vereinigung von Liebenden wird dadurch ersetzt, dass er Griet Löcher durch ihre Ohrläppchen bohren lässt. Als echter Künstler verliert er nach Fertigstellung des Werks auch das Interesse an seiner Muse...

Ein vielschichtiger Roman mit ganz herausragenden Figuren, allen voran natürlich Griet. Und selten sind Gemälde in einem Buch so lebendig geworden! Rundum gelungen. 5 Sterne.

PS: Ganz besonderes Highlight ist das ungekürzte Hörbuch im englischen Original, ausgezeichnet gelesen von Ruth Ann Phimister!
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46 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein frisches, liebevolles und detailreiches Buch., 10. Juni 2000
Von Ein Kunde
Wer die Bilder von Vermeer liebt, wird sie durch dieses Buch auf eine neue Art sehen lernen; wer die Bilder von Vermeer noch nicht kennt, wird nicht eher ruhen, bis er einige gesehen hat.
Tracy Chevalier ist etwas Wunderbares gelungen. Sie hat auf eine unterhaltsame, zugleich anspruchsvolle und atemberaubende Art einige Jahre aus dem Leben des Malers Johannes Vermeer (1632-1675) geschildert. In diesen Jahren sind einige der wohl schönsten Bilder von Vermeer entstanden: So u.a. die Frau mit der Perlenkette, Frau mit Krug, die Briefleserin und natürlich das Mädchen mit dem Perlenohrring. Die Geschichte wird von Griet, einem zunächst 16-jährigen Mädchen aus Delft, erzählt, die aufgrund einer familiären Tragödie gezwungen war, als Dienstmädchen zu arbeiten. Sie trat in die Dienste des Malers Vermeer und seiner Familie ein. War auch der Alltag im Haushalt von Vermeer durch schwere körperliche Arbeit und von Eifersüchteleien geprägt, so fand Griet schon sehr bald etwas, was sie aus dieser engen Welt entführte und ihr eine ganz neue Sichtweise ermöglichte: die Bilder von Vermeer. Unbeschreiblich schön führt Chevalier an einige Bilder von Vermeer heran. Am Anfang trifft Griet auf ein fast fertiges Bild von Vermeer, welches er für seinen Gönner van Ruijvens gemalt hat, die Frau mit der Perlenkette. Lebendig, unterhaltsam und detailgetreu schildert sie den Aufbau des Bildes, seine Farben und seine kleinen Geheimnisse. Schon bald taucht der Leser in die Zeit um 1664 ein und verschmilzt ganz mit dem beschriebenen Bild. Er hat fast das Gefühl, als sei er Griet, als könne er sich im Atelier von Vermeer frei bewegen und den Geruch von frischer Farbe einatmen. Weitere Bilder folgen, an deren Entstehung Griet uns teilhaben lässt. Da sind die Farben, die so leuchtend sind und wir lernen, dass weiß nicht einfach weiß, sondern blau, lila und gelb ist. Dass man genau hinschauen muss und dass die Augen allein nicht alles verraten. Man muss schon in sich hineinschauen. Damit werden die Bilder zum Gleichnis für viele Situationen in unserem Leben. Der malerische und dramatische Höhepunkt in diesem Buch ist die Geschichte des Bildes "Das Mädchen mit dem Perlenohrring". Denn dieses Mädchen ist Griet selbst. Durch ihr Gespür für Farben, für die Aufbauten eines Bildes und durch ihre warmherzige und bedingungslose Liebe zur Malerei hat sie ganz zaghaft und unschuldig das Herz von Vermeer erobert. Dies führt zwar zur Entstehung eines ganz wunderbaren Bildes, wirft aber zugleich tiefe, düstere Schatten auf das Leben von Griet, vielleicht sogar auch auf das Leben von Vermeer.
Wenn hier insbesondere die Bilder im Mittelpunkt des Buches stehen, so ist Tracy Chevaliers Buch doch kein "Bilderbuch" im eigentlichen Sinne. Denn sie beschreibt sehr eindrucksvoll "ganz nebenbei" das Leben der Menschen in Delft um 1664/1676, ihre Gedanken, ihre Ansichten und ihre Ängste. Das Buch handelt auch von dem Glauben an sich selbst und von der Kraft des Schönen.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Maler und sein Modell, 10. Februar 2010
Von 
Günter Nawe "Herodot" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Wer seiner Zeit im Amsterdamer Rijksmuseum die Ausstellung über die niederländische Malerei des 17. Jahrhunderts - diese Prachtschau mit Werken von Rembrandt, Hals, Ruisdael und Vermeer - besucht hat, wird auch dem zauberhaften Bild Vermeers (1632-1675) "Das Mädchen mit der Perle" begegnet sein. Und er wird gefangen gewesen sein von dem Blick zwischen Unschuld und Verführung, von dem Hauch von Intimität, den dieses Bild ausstrahlt, von der Schönheit des Mädchens und der Perfektion des Malers. Wer war dieses Mädchen, welche Biografie verbirgt sich hinter diesem unschuldigen und doch schon wissenden Gesicht und welches Geheimnis? Tracy Chevalier, eine junge amerikanische Autorin, die als Lektorin in London lebt, hat sich an die Spuren des Malers und seines Modells geheftet.

Wir schreiben 1664. In der kleinen Stadt Delft ist alles wohlgeordnet. Calvinisten und Protestanten leben in Frieden miteinander, die Kaufleute machen gute Geschäfte, die Bürger genießen ihre Privilegien. Eine Atmosphäre, in der die Kunst gedeihen kann, die förderlich ist für die künstlerische Entwicklung des Johannes Vermeer. In einer solch wohlgeordneten Welt lebt auch die junge Griet, bis ihr Vater, ein Fliesenmaler, bei einer Explosion des Brennofens sein Augenlicht verliert. Das Mädchen muss nun die Familie unterstützen und verdingt sich als Dienstmagd im Haushalt des Maler Johannes Vermeer. Wunderbar beschreibt Tracy Chevalier das Leben in dieser Künstlerfamilie, in der drei Generationen unter einem Dach leben, mit einer großen Kinderschar, mit einer sehr souveränen Großmutter, einer eifersüchtigen Ehefrau und dem eigenwilligen Künstler, der abgeschottet von seiner Familie ganz seinem Künstlertum lebt. Wir erleben die Probleme des Haushalts und Handel und Wandel in der Stadt. Wir erleben aber vor allem eine Griet, die den Schikanen und der Bedrängnissen im Haus zurechtfinden muss. Die von der Liebe eines Fleischergesellen bedrängt wird und von der wachsenden Zuneigung zum Maler. Sie gerät in den Bann seiner Malerei, ist fasziniert von seinen Bildern Von ihm bevorzugt gegenüber den anderen Familienmitgliedern entwickelt sie ein eigenes Verständnis und eigene Vorstellungen von der Arbeit des Künstlers.

Das schafft Nähe, und irgendwann darf Griet dem Maler Modell sitzen. Es ist eine heimliche, beinahe verschwörerische Nähe, von unterschwelliger Leidenschaft und tiefer Beunruhigung. Niemand in der Familie darf wissen, dass aus der Dienstmagd das Modell geworden ist. Das junge Mädchen wird so zu eine selbstbewusste junge Frau. Der Autorin gelingt es, diesen Prozess im Innern deutlich zu machen und in den Kontext zu setzen zur "Beziehung" zwischen Maler und Modell. Und gerade in diesem Punkt entspricht die Kunst der Autorin dem, was wir in den Augen des Mädchen auf dem Gemälde des Malers zu sehen glauben: noch Unschuld und doch schon Wissen.

Wir haben es natürlich mit einem Roman zu tun. Und so hat das dramatische und fast katastrophale Ende des Buchs etwas mit dem Ohrring zu tun, der dem Bild des Maler den unvergleichlichen Reiz gibt, es erst vollendet erscheinen lässt - und dem Roman die außergewöhnliche Spannung und Faszination. Wer jetzt das Bild Vermeers sieht, wird sich immer auch an die Griet des Romans von Tracy Chevalier erinnern.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Märchen, 15. Januar 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen mit dem Perlenohrring (Taschenbuch)
Das Buch spielt in Delpht / Holland des 17. Jahrhunderts.
Nachdem der Vater durch einen Arbeitsunfall erblindet ist, muss Griet eine Stellung als Dienstmagd annehmen, um die Familie zu unterstützen.
Ihr Arbeitgeber ist aber kein gewöhnlicher Delphter Bürger, sondern der bekannte Maler Vermeer.
Nachdem Griet sich als anstellig, umsichtig und gründlich erwiesen hat, darf sie sogar das Allerheiligste des Hauses, das Atelier Vermeer's, betreten, um dort sauber zu machen. Ihr neues Leben ist hart, anstrengend und mühselig. Cornelia, eine der Töchter Vermeers, macht ihr das Leben mit vielen kleinen Gemeinheiten schwer. Catharina, die Hausherrin, ist unberechenbar, launisch und ungerecht. Tanneken, die zweite Dienstmagd im Haus, tut ebenfalls vieles, um Griet das Leben so schwer als möglich zu machen.
Einziger Lichtblick für Griet ist das tägliche Putzen im Atelier des Malers, wo sie den Fortgang seiner Arbeiten bewundert.
Schliesslich stellt Vermeer Griet als seine Helferin an, sie zerstößt die Farben, die er für seine Gemälde braucht und erledigt Botengänge für ihn. Aber dies geschieht heimlich und unter tausend Notlügen und Ausreden, die Griet erfindet, denn Vermeer's Gattin Catharina ist krankhaft eifersüchtig.
Schliesslich kommt Griet's geheime Nebentätigkeit aber doch heraus. Catharina tobt und rast vor Eifersucht. Statt sich schützend vor Griet zu stellen, überlässt Vermeer sie (nicht zum ersten und nicht zum letzten Mal) dem Zorn Catharinas, die Griet am liebsten sofort aus dem Haus werfen möchte.
Mittlerweile hat sich jedoch van Rujiven, der Gönner Vermeers, in Griet verguckt und stellt ihr nach, wobei Griet ihm jedoch glücklicherweise immer entkommen kann. Um Griet endlich über Umwege doch noch zu bekommen, verlangt van Rujiven, dass Vermeer sie malt. Und Vermeer malt Griet, "das Mädchen mit dem Perlenohrring". Weil Griet unerfahren und jung ist, ist es ihr nicht bewusst, doch sie verliebt sich in Vermeer und sie begehrt ihn.
Aber Griets Tage im Hause Vermeers sind gezählt. Als Catharina entdeckt, dass Griet, beim Malen des Portraits ihre Perlenohrringe getragen hat, bleibt Griet nur die kopflose Flucht, um Catharinas Wut zu entgehen.
Griet und Vermeer sind sich niemals wieder nah gekommen, aber Vermeer hat sie nie vergessen, wie Griet noch sehen wird.
Insgesamt eine wunderbare und ungemein phantasievolle Idee von Chevalier, die um ein geheimnisvolles Gemälde einen Roman webt. Farbenprächtig und lebendig schildert sie das Leben in einer kleinen Stadt im Holland des 17. Jahrhunderts.
Was mich beim Lesen irgendwann störte: Es ist höchst unglaubwürdig, dass eine einfache, junge und unbedeutende Dienstmagd solches Aufsehen und Aufmerksamkeit und Aufregung auslöst, dass sie schliesslich sogar von einem der berühmtesten Maler der damaligen Zeit gemalt wird.
Auch irgendwann nervig: Griet denkt sehr viel. Sie denkt und denkt und denkt. Dadurch, dass sie letztendlich während ihrer Zeit im Haus der Vermeers sehr einsam ist und nicht viele andere Menschen zum Unterhalten da sind, denkt sie sehr viel nach, überlegt, macht sich ihre Gedanken. Einserseits kommt dadurch sehr gut Griets Leben in ihrer eigenen, beengten Welt zum Ausdruck, andererseits ist das für ein ganzes Buch ein bißchen viel des Guten. Wörtliche und direkte Rede, die das Buch etwas lebendiger machen würden, gibt es selten im Buch.
Trotzdem ein herrlicher Schmöker, ein wunderbares Buch und eine einmalige Idee, um das Gemälde eines unbekannten Mädchens, ein Buch zu schreiben. Ein Buch, das ich (trotz meiner Kritik) uneingeschränkt empfehle!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Klein, fein und wunderbar! Ein besonderes Buch., 3. Oktober 2003
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen mit dem Perlenohrring (Taschenbuch)
Griets Vater ist nach einem Unfall erblindet, die protestantische Familie verarmt, weil auch Lehrgeld für Griets Bruder Frans zu zahlen war. Daher entschließen sich die Eltern, die vierzehnjährige Griet als Dienstmagd zu verdingen. Griet kommt 1664 in das Haus des "papistischen" Malers Johannes Vermeer und schildert das dort Erlebte.
Zunächst wird sie von Tanneke, der Magd von Vermeers Schwiegermutter, unter die Fittiche genommen. Griet erhält jedoch das Privileg, Vermeers Atelier putzen zu dürfen. Privileg weil Vermeer weder seine Ehefrau noch die gemeinsamen Kinder den Raum betreten lässt.
Griet wird schliesslich Vermeers Assistentin, mischt Farben und wird schliesslich Modell für ein Gemälde. Die Situation spitzt sich aufgrund ungewollter Avancen eines Gönners Vermeers, Eifersüchteleien und aufrund des Modellstehens zu und Griet läuft Gefahr, in einen Skandal verwickelt zu werden.
Sprachlich dezent und ohne unnötige Schnörkel fasziniert die Geschichte um Griet und eines der bekanntesten Gemälde den Leser/die Leserin von der ersten bis zur letzten Seite. Man fühlt sich ins Delft des 17. Jahrhunderts zurückversetzt, hört die Fliegen in der Fleischhalle summen, ist abgestoßen vom Blut des jungen Fleischers unter seinen Fingernägeln und gleichermaßen von Vermeer fasziniert wie Griet.
Vieles über Vermeer, seine Familie und die Entstehung seiner Werke ist auch heute noch unbekannt. Gleiches gilt für das Gemälde "Das Mädchen mit dem Perlenohrring". Nachdem ich dieses Buch gelesen hatte, könnte ich mir zumindest denken, warum die junge Frau in dem Gemälde ihre Lippen geöffnet hat und den Betrachter geheimnisvoll verführerisch anlächelt.
Die Autorin hat es meisterhaft verstanden, eine Geschichte um einige wenige bekannte Fakten zu weben und lässt Farben nicht gleich Farben sein (Weiß z.B. ist für mich jetzt nicht mehr nur Weiß).
Fazit: Ein besonderes, wunderbares Buch, nicht nur für Liebhaber von Gemälden und nicht nur für kühle Herbstabende! 5 Sterne werden nur annähernd gerecht.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschöne Bilder, 30. März 2005
"das mädchen mit dem perlenohrring" ist das vielleicht bekannteste gemälde des niederländischen malers johannes vermeer, vermutlich entstanden 1665 oder 1666.
der gleichnamige roman von tracy chevalier erzählt die entstehungsgeschichte dieses bildes, wie sie hätte sein können. da es von vermeer keine erhaltenen persönlichen notizen oder briefe zu seinen werken gibt, ist der spekulation tür und tor geöffnet.
das buch handelt im prinzip von einer heimlichen liebe.
das 17-jährige mädchen griet kommt als magd in das haus des malers vermeer. das junge mädchen ist von dem künstler fasziniert, verliebt sich in ihn und wünscht sich, dass er ihre gefühle erwiedert. doch der künstler betrachtet sie nur als objekt zur verwirklichung seiner künstlerischen ambitionen...
diese dem grunde nach banale story bildet den rahmen für ein detailliertes sitten- und zeitgemälde der niederlande um 1666. auch wenn einige zentrale politische und kulturelle themen im roman nicht angesprochen werden, erhält man durch die gut recherchierten und korrekt dargestellten historischen fakten einen hervorragenden einblick in eine längst vergangene zeit. vorallendingen beeindruckt hat mich die genaue darstellung des lebens sowie der gesellschaftlichen stellung einer dienstmagd. gleiches ist meiner meinung nach nur noch margarette atwood in ihrem roman "alias grace" gelungen. auch die darstellung vermeers arbeitsweise, farbherstellung und maltechnik sind hervorragend recherchiert und detailliert dargestellt. das einzige, was ich mir gewünscht hätte, wäre am buch ein anhang und im hörbuch eine beilage, auf der die im buch vorkommenden gemälde abgebildet sind.
das hörbuch wird souverän von stefanie stappenbeck vorgetragen. ihr vortrag malt förmlich die bilder vermeers und delfts in den kopf des hörers. die suggestive kraft ihrer stimme läßt griet lebendig werden und man erlebt durch sie eine wunderschöne zeitreise in die niederlande des jahre 1666. fazit: unbedingt hören!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt zum Kinofilm lesen!, 26. September 2004
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen mit dem Perlenohrring (Taschenbuch)
Nun ist die Verfilmung dieses Buches ins Kino gekommen.
Um die verfilmte Geschichte wirklich zu verstehen, empfiehlt es sich meiner Meinung nach unbedingt das Buch lesen!
Der Film beantwortet nämlich nicht die Fragen: Warum muss Griet überhaupt als Magd arbeiten? Warum ist es z. B. so schlimm für Griet, dass die Fliese mit dem Junge-Mädchen-Motiv in der Mitte zerbrochen wurde? Was wurde am Ende aus Griet?
Das Buch sagt noch viel mehr: was denkt und fühlt Griet? Wie entwickelt sich ihr Verhältnis zu ihrer Familie nachdem sie das Elternhaus verlassen hat?
Ich habe das Buch auf Englisch gelesen und kann es nur weiterempfehlen. (Übrigens auch auf Englisch: es ist sehr einfach zu lesen und zu verstehen, auch wenn man nur mittelmässig geübt in Englisch ist.)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traumhafte Bilder, 4. April 2005
"das mädchen mit dem perlenohrring" ist das vielleicht bekannteste gemälde des niederländischen malers johannes vermeer, vermutlich entstanden 1665 oder 1666.
der gleichnamige roman von tracy chevalier erzählt die entstehungsgeschichte dieses bildes, wie sie hätte sein können. da es von vermeer keine erhaltenen persönlichen notizen oder briefe zu seinen werken gibt, ist der spekulation tür und tor geöffnet.
das buch handelt im prinzip von einer heimlichen liebe.
das 17-jährige mädchen griet kommt als magd in das haus des malers vermeer. das junge mädchen ist von dem künstler fasziniert, verliebt sich in ihn und wünscht sich, dass er ihre gefühle erwiedert. doch der künstler betrachtet sie nur als objekt zur verwirklichung seiner künstlerischen ambitionen...
diese dem grunde nach banale story bildet den rahmen für ein detailliertes sitten- und zeitgemälde der niederlande um 1666. auch wenn einige zentrale politische und kulturelle themen im roman nicht angesprochen werden, erhält man durch die gut recherchierten und korrekt dargestellten historischen fakten einen hervorragenden einblick in eine längst vergangene zeit. vorallendingen beeindruckt hat mich die genaue darstellung des lebens sowie der gesellschaftlichen stellung einer dienstmagd. gleiches ist meiner meinung nach nur noch margarette atwood in ihrem roman "alias grace" gelungen. auch die darstellung vermeers arbeitsweise, farbherstellung und maltechnik sind hervorragend recherchiert und detailliert dargestellt. das einzige, was ich mir gewünscht hätte, wäre am buch ein anhang und im hörbuch eine beilage, auf der die im buch vorkommenden gemälde abgebildet sind.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sublime Geschichte einer unerfüllten Liebe, 21. Mai 2005
Von 
euripides50 (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen mit dem Perlenohrring (Taschenbuch)
Jan Vermeers berühmtestes Bild „Das Mädchen mit dem Perlenohrring" zeigt eine junge Frau genau in dem Augenblick, in dem sie den Mann ihres Lebens erkennt. In ihrem Blick ist das ganze Wagnis der Liebe eingefangen - Zögern, Bereitschaft, Erwartung, Bekommenheit, alles geht in einander über, und es liegt ganz allein im Auge des Betrachters welche emotionale Koloratur er im Blick des Mädchens erkennt. Tracy Chevalier hat in ihrem Roman, der die fiktive Geschichte von der Entstehung dieses Bildes erzählt, einen ähnlich subtilen Ansatzpunkt gewählt: bei ihr entsteht Vermeers Meiserwerk als Frucht einer unausgesprochenen und auch unausgelebten Liebesbeziehung zwischen der jungen Dienstmagd Griet und dem Meister, der unter der Last seines Genies und seines Gemütes schier zusammenbricht. Der Meister und die Magd -das klingt verdächtig nach Sandra Paretti - doch die Geschichte wird atmosphärisch so dicht und anschaulich erzählt, dass sich der Leser ohne große Mühe in die Personen und Kulissen des 17. Jahrhunderts. hineinversetzen kann. Katholiken und Protestanten, die Camera Obscura des Physikers Leeuwenhoek, die blauen Fließen von Delft, das Leben und Leiden der einfachen und der besseren Leute und die charakterlichen Einzigartigkeiten des Romanpersonals verbinden sich zu einem sublimen kleinen Meisterwerk für alle Liebhaber der leisen Töne. Und am Ende ergibt sich ganz unaufdringlich eine Moral von der Geschicht', die man immer schon geahnt, jedoch selten so schön hergeleitet gefunden hat: nur die unerfüllte Liebe währt ewig.
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16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wunderbare Welt des Malers Vermeer, 14. August 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Das Mädchen mit dem Perlenohrring (Taschenbuch)
Dieses Buch ist eines der typischen Bücher, die man beim Lesen verschlingt und nicht aus der Hand legen kann. Sehr einfühlsam und die Phantasie ansprechend führt die Autorin die kleine Welt der Magd des Malers Vermeer vor. Dabei erfährt man ganz nebenbei eine Menge über das Leben des Malers und seine Maltechnik. Ein Vergleich mit seiner Biographie hat gezeigt, dass die Autorin ausgezeichnet recherchiert hat. Das Buch macht Lust auf die Bilder von Vermeer, denn sie werden im Buch in ihrem Entstehungsprozess beschrieben. Man sollte es daher zusammen mit einem Bildband über seine Werke lesen. Diese Buch ist und bleibt jedoch trotz vieler biographischer Elemente ein Roman. Wer nur Fakten erwartet, wird enttäuscht sein und sollte sich lieber eine Werksausgabe von Vermeer kaufen. Wer jedoch in eine fremde, reizvolle Welt voller Gerüche und Farben abtauchen möchte, der ist genau richtig.
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Das Mädchen mit dem Perlenohrring
Das Mädchen mit dem Perlenohrring von Tracy Chevalier (Taschenbuch - 1. Mai 2001)
EUR 9,99
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