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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frau Freitag schrieb ' und ich musste lachen!
Im ersten Moment fragte ich mich, wer sich heimlich in mein Leben geschlichen hat, um darüber zu berichten. Dann fiel mir auf, dass meine Schüler nicht Marcella, Elif, Fatma oder Ronnie heißen ' aber dass Namen redaktionell geändert werden, kommt ja öfter mal vor.

Dann aber ging mir auf, dass des Rätsels Lösung darin liegen...
Veröffentlicht am 8. Juli 2012 von Vamperl

versus
12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es war okay..
Gleich zum Anfang muss ich zugeben, dass ich dieses Buch mit gemischten Gefühlen gelesen habe. Zu Beginn fand ich es sehr witzig, doch mit der Zeit wurde es anstrengend dranzubleiben.

In dem Buch geht es um Frau Freitag, einer Klassenlehrerin, die eine 10. Klasse betreut. Es wird in vielen, kurzen Kapiteln erzählt, wie sie den schönen und...
Veröffentlicht am 15. Juli 2012 von Becky


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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Es war okay.., 15. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag (Taschenbuch)
Gleich zum Anfang muss ich zugeben, dass ich dieses Buch mit gemischten Gefühlen gelesen habe. Zu Beginn fand ich es sehr witzig, doch mit der Zeit wurde es anstrengend dranzubleiben.

In dem Buch geht es um Frau Freitag, einer Klassenlehrerin, die eine 10. Klasse betreut. Es wird in vielen, kurzen Kapiteln erzählt, wie sie den schönen und witzigen, aber manchmal auch problematischen Schulalltag erlebt.

Sehr gut finde ich, dass neben den witzigen Parts auch durchaus sehr ernstzunehmende Themen, wie z.B. Migration, Rassismus und Terrorismus, in den Unterrichtsstunden von Frau Freitag besprochen werden. Die Schüler lesen und hören sehr viel über Facebook oder die Nachrichten, wodurch im Unterricht hin und wieder auch diese Themen besprochen werden. Frau Freitag versucht in diesen Momenten neutral an die Themen ranzugehen und zu hinterfragen wieso die Schüler denn die Meinung haben die sie haben.

Aber ab ca. der Hälfte des Buchs habe ich mich schwer getan weiterzulesen. Für mich ist dieses Buch keines, welches ich verschlingen könnte, sondern eher etwas für Zwischendurch, was ich auch wieder für ein paar Tage weglegen kann um dann die nächsten Kapitel zu lesen.

Geschrieben wurde das Buch in der Ich-Form und die Sprache war sehr 'locker' und jugendlich, was sich auch durch alle Kapitel zieht.

Fazit: Trotz meiner kleinen Nörgelei ist dieses Buch sehr humorvoll und sowohl für Jugendliche als auch Erwachsene als Lektüre für nebenbei geeignet :-)
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frau Freitag schrieb ' und ich musste lachen!, 8. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag (Taschenbuch)
Im ersten Moment fragte ich mich, wer sich heimlich in mein Leben geschlichen hat, um darüber zu berichten. Dann fiel mir auf, dass meine Schüler nicht Marcella, Elif, Fatma oder Ronnie heißen ' aber dass Namen redaktionell geändert werden, kommt ja öfter mal vor.

Dann aber ging mir auf, dass des Rätsels Lösung darin liegen muss, dass Lehreralltag sich, offenbar schulartenübergreifend und bundesweit, sehr ähneln muss.

Dass Frau Freitag es schafft, die breite Masse für diesen Alltagswahnsinn zu begeistern, ist, wenngleich nicht den Literaturnobelpreis, so doch wenigstens das Bundesverdienstkreuz wert.

Der Frau gelingt, was kein Bildungs-, Wissenschafts-, oder Kultusministerium bisher geschafft hat: Schule transparent zu machen. Natürlich nicht, was die Ergebnisse angeht ' abgesehen von der Bestehensquote ihrer Zehnten'..

Frau Freitag schreibt, wie viele Lehrer denken ' Frust und Freude von der Leber weg, authentisch (ich hoffe es) und ehrlich (ich hoffe es auch ' immerhin will ich ihr das eine oder andere nachmachen). Damit gibt sie realistische Einblicke in den deutschen Schulalltag. Und deckt auf, wenn Kollegen behaupten, bei IHNEN sei alles anders.

Es wird ihr vermutlich angesichts des bearbeiteten Themenspektrums nicht gelingen, in den Olymp der Weltliteraten aufzusteigen ' selten haben es Sachbücher, und als solches muss 'Voll streng, Frau Freitag' betrachtet werden, bis dahin gebracht'.

Aber sie kann sich, davon bin ich überzeugt, Therapieerfolge anrechnen lassen, denn viele Kolleginnen und Kollegen werden sich erleichtert zurücklehnen, wenn sie das Buch gelesen haben, und feststellen: ich bin nicht allein! Irgendwo in diesem Universum gibt es Frau Freitag, die mich versteht. Und das tut gut!

Letztlich wird auch für Schüler das Buch lehrreich sein (meine eigenen erlebten ein erstes AHA-Erlebnis, als ich ihnen eine Sequenz vorlas'): Lehrer reden über sie. Nicht nur im Lehrerzimmer, NICHT nur auf facebook ' sie lassen ihr Leben sogar drucken. Und machen es damit auch all jenen Usern zugänglich, die nicht so versiert sind, sich im Internet zu bewegen. Eltern zum Beispiel'kurz gesagt: Frau Freitag deckt auf!

Und eine meiner Schülerinnen, Annamaria, schrie auf: "Voooooooll gemein, Frau Furiosa - SO reden sie über uns???" - Ich natürlich nicht, auch wenn sie mcih sofort verdächtigte, selbst Frau Freitag zu sein. ICH doch nicht, ich bin Magistra furiosa, was die Dinge für meine Klassen nur unwesentlich verbessert....

Wer kritisiert, das Buch sei zu episodenhaft und blog-artig geschrieben, der hat recht, denn die Texte entstammen dem unartigen Blog vonFrau Freitag. Dies allerdings schmälert die Leistung in inhaltlicher und formaler Hinsicht keineswegs, im Gegenteil: das Buch ist perfekt für jede Fünf-Minuten-Pause und funktioniert ganz ohne geladenen Akku. Abgesehen davon, dass Handy und Smartphones ja ohnehin in vielen Schulen, in denen das Hauptlesepublikum zu finden sein dürfte, gelesen werden wird.

Meine Schüler aus der Oberstufe jedenfalls wollten es sich kaufen, 'um zu wissen, was der Feind so treibt!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Frau Freitag ist eben keine Profilierungsintellektuelle!, 1. Dezember 2012
Rezension bezieht sich auf: Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag (Taschenbuch)
Ja, ja...und nochmal ja! So isses....(bei Frau Freitag jedenfalls, und was anderes behauptet sie ja nicht!)
Ich finde auch den zweiten Band von Frau Freitag wieder sehr unterhaltsam. Und warum: ...weil sie mit ihrer Ausdrucksweise, die an Bitterkeit und Zynismus nicht zu überbieten ist, trotzdem mit einer Restzärtlichkeit, die einer Lehrerin gebietet, ihren Schulalltag beschreibt und dabei auch sich selbst auf die Schippe nimmt.
Es ist schon manchmal frustierend, wenn Unterricht, der durchaus schülerzentriert, handlungsorientiert und wasweißichnochmehr vorbereitet wurde einfach dadurch kaputt gemacht wird, dass entweder die Hälfte der Schüler nicht erscheinen (Gruppenarbeit ade...)oder aber ebendiese einfach die angefertigten Medien zerstören oder sich mit anderem beschäftigen.
Ich finde die beschriebenen Szenen leider recht realistisch. Und die Kritik, Frau Freitag sei wohl nicht imstande, guten Unterricht vorzubereiten, finde ich recht platt .
Dass Frau Freitag viele Migationshintergrundsschüler beschult, ist ja nun mal so. Mein Umfeld rät mir schon lange, ein Buch zu schreiben über das, was ich im Alltag mit meiner Klientel erlebe, die meist nicht mal Migrationshintergrund hat.Und auch mir widerfährt beim Erzählen oft, dass man mir mit Kopfschütteln zuhört, weil man nicht fassen kann, was sich jenseits gymnasialer und sonstwelch elitärer Elternhäuser in Klassenzimmern abspielt.
Ich habe dieses Buch wieder mit Genuss gelesen. Ich empfehle, dies immer in kleinen Dosen zu vollziehen und dabei einen separaten Raum aufzusuchen, weil allabendliches-im-Bett-lesen-und-dauernd-giggeln-müssen unweigerlich zum Auszug der Schlafgefährten führen kann.
Somit fünf Sterne für Frau Freitag und der Wunsch, sie möge noch ein drittes Buch schreiben....einfach, weil es unterhaltsam ist.
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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ENLDICH!!, 13. Juli 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag (Taschenbuch)
Endlich Teil 2 und was soll ich sagen? Ich habe genau 10 Std. gebraucht um es zu lesen. Doof, dass das so lange gedauert hat, aber man hat manchmal ja doch auch noch was anderes zu erledigen. Das Buch ist, genau wie Teil 1 "Chill mal Frau Freitag" der absolute Hammer. Ich bin jedes Mal erstaunt, dass ich wohl doch kein bedauernswertes Einzelschicksal bin, sondern, dass es vielen Lehrern hier zu Lande nicht nur ähnlich sondern GENAUSO geht. Frau Freitags Klasse ist jetzt in Klasse 10 und macht ihren Abschluss. Oh man, sie leidet, genauso wie wohl jeder Klassenlehrer/jede Klassenlehrerin und macht sich mehr Sorgen um die "Kinder" als die "Kinder" selber!! Danke für die Erheiterung und das Aufzeigen von:"Du bist nicht allein!" :-)
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Abooo... Thilo Sarrazin hat doch recht..., 5. November 2012
Rezension bezieht sich auf: Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag (Taschenbuch)
Frau Freitag ist eine ganz normale Frau und... Lehrerin. In diesem zweiten Buch schreibt sie weitere Einsichten über den ganz normalen Schulalltag sprich Wahnsinn. Ob Sozialämter, Jobcenter oder Schulen - von außen merkt man es diesen Gebäuden nicht an. Alle Mitarbeiter sind entweder schlimm zu ihren "Zöglingen" oder einfach nur boshaft. Doch es gibt kaum einen Blick hinter den Kulissen. Mal fröhlich, mal schockiert schildert Frau Freitag den ganz alltäglichen Schwachsinn hinter deutschen Schulmauern und zeigt, dass "Generation Doof" nicht nur doof, sondern auch übermäßig faul ist. Nur selten gelingt es Frau Freitag einen ihrer Schüler zu motivieren. Ungeachtet der Herkunft kommen kurz vor wichtiger Realschulprüfung erst mal grundsätzlich drei Viertel ihrer Schüler zu spät oder gar nicht. Und selbst kurz vor der Prüfung ist ja alles ganz easy und zu managen bis Frau Freitag die Hosen runterlässt bzw. den Schülern ihre Zukunftsaussichten vor den Latz knallt! Doch selbst das hilft nicht, wenn die Schüler ständig nach Ausreden suchen. Beängstigend ist, wenn dies die Generation sein soll, die Rente von morgen zahlt. Auch wenn es mal den einen oder anderen Ausreißer nach oben gibt, auch wenn mal der ein oder andere vernünftig wird, so wird deutlich, dass der Hauptteil der Klasse stinkefaul oder unheimlich doof ist. Lästig, aber wahrheitsgetreu kann auch ich aus Erfahrung sagen, dass derjenige dann immer die Schuld bei anderen und nicht bei sich selbst sucht. Wenn die Klamotten verklüngelt werden, wer war es? Die Lehrerin. Es ist immer jemand anders schuld, wenn man zu spät was abgibt und jedes noch so kleine Fünzelchen Mitleid und schlechtes Gewissen wird damit abgestraft, dass man noch einen reingewürgt bekommt. So manches Mal blieb einen dann doch das Lachen im Halse stecken... Erschreckend witzig und realitätsnah.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterhaltsam, aber doch ein wenig zu Ausländerfixiert, 6. März 2013
Rezension bezieht sich auf: Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag (Taschenbuch)
Nach dem äußerst amüsanten Debütroman ("Chill mal, Frau Freitag") der Lehrerin Frau Freitag, berichtet Frau Freitag in "Voll streng, Frau Freitag" wieder Interessantes aus ihrem Schulalltag.

Die Klasse, welche Frau Freitag bereits seit vier Jahren unterrichtet und durchs Leben begleitet, steht nun im Abschlussjahr. Dabei ist nur ungefähr die Hälfte der Schüler regelmäßig anwesend, die Noten sind leider größtenteils wenn dann nur ausreichend und irgendwie hat noch niemand einen Plan für die Zukunft. Dabei beginnt die Zukunft für die Klasse bereits in nur wenigen Monaten. Ohne Berufsvorstellung oder jemals eine Bewerbung geschrieben zu haben, sieht die Zukunft natürlich nicht allzu rosig aus. Aber dafür gibt es ja Frau Freitag. Diese quält ihre Schüler jeden Tag lang mit Ermahnungen, Elternanrufen, Bewerbertraining und sammelt auf der Berufsmesse alle möglichen Broschüren und sonstiges für ihre liebe Klasse - die in der Zwischenzeit lieber draußen mit den Luftballons spielt.

Nebenher gibt es noch interessante Einblicke in den Kunstunterricht einer siebten Klasse oder in die Lehrergespräche im Lehrerzimmer. Nicht nur interessant, sondern meist auch sehr unterhaltsam für den Lehrer. Eigentlich sollte es ja peinlich sein, da man in deutschen Schulen bestimmt nicht selten auf genau solche Klassen trifft, doch während der Lektüre ist es ehrlich gesagt, einfach nur unterhaltsam. Da können 10. - Klässler keine deutsche Rechtschreibung, wissen nichts von verschiedenen Berufen oder was sie überhaupt mit ihrem Leben anfangen wollen. Respekt vor dem Lehrer gibt es auch nur, wenn dieser daheim bei der Mutter anruft. Und nach der Schule wird auf Facebook ("Kinder-Facebook", wie Frau Freitag es nennt) über die täglichen Geschehnisse diskutiert, mit besonders vielen Grammatikfehlern, vallah, aboo und Herzchen. Noch lustiger wird's natürlich durch die Tatsache, dass die Klasse nur aus drei "richtigen" deutschen Schülern besteht - der Rest wurde zwar größtenteils in Deutschland geboren, bezeichnet sich aber der Abstammung wegen doch als Ausländer. Die Hälfte der Mädchen trägt Kopftuch.

Mir ist schon bewusst, dass dieser Roman rein der Unterhaltung des Lesers dienen soll, was es auch tut, ohne Frage. Denn der zweite Roman steht dem Ersten in nichts nach, da schmeißt Frau Freitag einen Gag nach dem anderen rein. Aber irgendwie habe ich nach der Lektüre doch noch einen bitteren Nachgeschmack dabei. Denn in den meisten Schulen geht es doch sehr viel besser zu und dass hier grad ausländische Schüler in solch einem schlechten Licht dargestellt werden, finde ich auch nicht besonders positiv. Doch trotzdem habe ich auf fast jeder dritten Seite gelacht oder zumindest geschmunzelt, weswegen ich es immer noch mit vier Sternen bewerte. Und ein weiteres Buch von Frau Freitag würde ich immer noch gerne lesen - wobei irgendwann bestimmt die Anekdoten aus gehen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schulalltag!?, 12. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag (Taschenbuch)
Beim Autorennamen "Frau Freitag" handelt es sich um das Pseudonym einer Lehrerin an einer so genannten Brennpunktschule. Mir ist sie bereits durch ihr Vorgängerbuch "Chill mal Frau Freitag" bekannt, das recht erfolgreich war. Daher nun wohl der zweite Teil. Die Klasse, deren Klassenlehrerin Frau Freitag schon im ersten Buch war, ist mittlerweile älter geworden, aber nicht vernünftiger, auch wenn sie mittlerweile Abschlussschüler sind und sich dringend Gedanken um ihre Zukunft machen sollten. Falls manche Situationen wirklich so abgelaufen sind und nicht überspitzt dargestellt sind, kann einen das teilweise ganz schön erschrecken, aber sicher gibt es in Deutschland heute viele Jugendliche, die wirklich keinerlei Zukunftsperspektiven haben und sich die wenigen Chancen auch noch bewusst vermasseln. Für außenstehende Leser und auch Menschen, die wie ich selbst Lehrer sind, gibt es aber dennoch auch viele witzige Begebenheiten in der Schule und Jugendliche, die in manchen Situationen wirklich überraschen. Sehr menschlich finde ich auch die Schilderungen ihrer Erfahrungen bei "Kinder-Facebook", ihrem Acount über den sie mit ihren Schülern befreundet ist, deren mehr oder weniger sinnfreie Posts sie sehr aufmerksam verfolgt, weil sie irgendwie gar nicht anders kann. Neben den Schülern der Zehnten kommen auch neue andere Klassen und Kollegen von Frau Freitag darin vor, die sie sicher teilweise etwas übertrieben karrikiert, um den Spaß am Lesen zu steigern. In Frau Freitag selbst kann man sich gut hineinversetzen, da sie auch sehr gefühlsbetont schreibt und sympathisch wirkt. Das Buch lässt sich auf jeden Fall angenehm leicht lesen, es handelt sich dabei auch nicht um anspruchsvolle Literatur. Wirklich Spaß damit haben Lehrer und andere Pädagogen, die sich selbst bestimmt in manchen Situationen wiedererkennen oder vielleicht manchmal auch froh sind, dass sie an einer Schule unterrichten, in der es dann doch noch nicht so schlimm zugeht. Auch für etwas ältere Schüler mag es sicher ganz aufschlussreich sein, einmal die Perspektive einer eigentlich doch recht menschlichen und sympathischen Lehrerin einzunehmen. Und für Eltern und alle anderen Menschen, die regelmäßig mit Schülern oder Lehrern zu tun haben, lohnt sich die Lektüre, um eine grobe Vorstellung davon zu bekommen, wie der Alltag an Schulen heutzutage aussieht, wobei man natürlich immer berücksichtigen muss, dass jede Schule anders ist und ein Buch natürlich umso lesenswerter ist, je weniger alltäglich die beschriebenen Vorfälle sind. Zum Lachen wird es aber jeden Leser manchmal bringen und manch einer erkennt sich vielleicht auch doch etwas in der heutigen Schülergeneration wieder...
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mehr solcher Lehrer/Lehrerinnen wie Frau Freitag braucht das Land!, 22. Juli 2012
Rezension bezieht sich auf: Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag (Taschenbuch)
Da ich den ersten Teil von Frau Freitag nicht gelesen habe, war "Voll streng, Frau Freitag!" mein Debüt und ich muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht!

Mit viel Witz und einer gelungenen Menge Selbstironie erzählt die Gesamtschullehrerin Frau Freitag aus ihrem Berufsalltag, der häufig anstrengend und nervenaufreibend ist, jedoch auch seine schönen und lustigen Seiten hat! Irritationen und Vorurteile zwischen den unterschiedlichen Kulturkreisen ihrer Schüler meistert sie gekonnt und auch das Problem der Unmotiviertheit bezüglich des Schreibens von Bewerbungen nimmt sie in Angriff.. Insgesamt also eine Satire rund um den Schulalltag in einer Gesamtschule mit einem hohen Anteil von Kindern mit Migrationshintergrund!

Mir persönlich hat dieses Buch total gut gefallen, da es sehr amüsant ist und doch nebenbei Alltagsprobleme im Lehrerberuf thematisiert und ironisch kritisiert. Der Schreibstil ist sehr interessant, an einigen Stellen jedoch etwas schwer nachzuverfolgen, da sehr umgangssprachlich und teilweise auf "ausländerdeutsch". Gerade dies lockert das gesamte Buch jedoch auf und gibt allem eine witzige Note. Außerdem hat mir besonders die Unterteilung in kleine Sinnabschnitte mit witzigen Überschriften, wie z.B. "Niemaaals sitze ich neben sie!", zugesagt, da sich das Buch so sehr gut für zwischendurch eignet und meine Lesemotivation durch solch kleine "Erfolgserlebnisse" immer immens gesteigert wird! Des Weiteren ist mir inhaltlich positiv aufgefallen, dass Frau Freitag auch zu aktuellen Themen, wie z.B. die sozialen Netzwerke wie Facebook sehr gut Bezug nimmt. Dies macht das Buch zu einer topaktuellen Schilderung über den Alltag einer Lehrerin, die mit ihrer Klasse kein einfaches Los gezogen hat und sich dennoch nicht unterkriegen lässt!

Somit zum Schluss erst einmal ein riesiges Lob an Frau Freitag! Eine Lehrerin, die alles mit so viel Humor und Selbstironie nimmt, hätte ich auch gerne gehabt! :)
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Voll überflüssig, Frau Freitag!, 17. Juli 2012
Von 
Susanne L. "Klusi" (Oberfranken) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag (Taschenbuch)
Dies ist bereits der zweite Band von Frau Freitag. Ich kenne ihr erstes Werk nicht, aber die Leseprobe für das vorliegende Buch fand ich eigentlich recht amüsant. Frau Freitag ist Lehrerin an einer Gesamtschule, und 'betreut' eine multikulturelle, zehnte Klasse. Einige der Schüler(innen) haben vor, die Prüfung für die mittlere Reife zu machen, aber bereits bei der Anmeldung tauchen ungeahnte Probleme auf. Viele sollen nach dem Schuljahr ins Berufsleben starten, aber dafür müssten sie sich erst einmal bewerben. Frau Freitag verzweifelt regelmäßig an der Vergesslichkeit ihrer Schüler und an deren Vorliebe, öfter mal ein Stündchen zu schwänzen. Viele Angelengenheiten versucht sie, über das liebste Medium ihrer bunten Schar zu regeln, denn wenn es etwas gibt, wo alle erreichbar sind, dann ist das Facebook. Manchmal kommt Frau Freitag aber auch nicht um massivere Maßnahmen herum, und dann wird schon mal ein Telefonat mit einem, in den meisten Fällen völlig ahnungslosen, Elternteil fällig. So ganz nebenbei macht sich die engagierte Lehrkraft auch jede Menge Gedanken um andere Dinge, beispielsweise um den modischen Geschmack ihrer Schülerinnen, ob sie zum Abschluss ein Geschenk von ihren Schülern erhalten wird und ähnlich banale Dinge. Zwischendurch kommen auch ernsthaftere Themen zur Sprache. Da wird über Gott und die Welt diskutiert, über Politik gesprochen, und es werden Fragen erörtert, ob man mit Kopftuch Aussichten auf einen Job hat, ob man für die Abschlussfeier einen Grill benutzen kann, auf dem schon einmal Schweinefleisch gegart wurde oder wie sich die Schüler ihre Zukunft vorstellen.
Das ganze Buch besteht aus vielen kleinen Episoden. Wenn ich das richtig verstanden habe, gibt es von Frau Freitag auch ein Blog, wo sie regelmäßig aus dem Schulalltag berichtet. So gesehen ist es plausibel, dass sich die einzelnen Kapitel wie Blogeinträge lesen. Länger als drei oder vier Seiten am Stück konnte ich mich nicht auf das Buch konzentrieren, denn Frau Freitags Schreibstil, der sich sehr stark an einer gewissen Form der Jugendsprache orientiert, war mir zu angepasst. Die Lehrerin gibt in diesem Jargon nicht nur die Äußerungen ihrer Schüler wieder, sondern sie verfällt selbst häufig in diese abgehackte Sprech- und Schreibweise.
Verstümmelte Sätze wie beispielsweise 'Dann können wir Firma machen.' haben mich auf Dauer doch ziemlich genervt. Irgendwie war mir die ganze Geschichte zu oberflächlich. Selbst Abschnitte, die sich mit ernsten Themen, wie beispielsweise Rassismus, oder Glaubensfragen, beschäftigt haben, gingen nicht wirklich in die Tiefe. Viele beschriebene Situationen werden sicher der Realität entsprechen, wobei ich mich aber häufig gefragt habe, ob die erwähnten Schüler ihren Kopf auch manchmal wirklich zum Denken einsetzen oder etwa nur zu Dekorationszwecken herumtragen. Zwischendurch plaudert Frau Freitag über ihren Gesundheitszustand, jedoch bleiben ihre Beschwerden stets ungeklärt, und die Kapitel erscheinen für meinen Eindruck völlig sinnfrei. Der Humor im Buch hat etwas Gezwungenes, und ich empfand ihn als eher mäßig. Ein paar Passagen waren vielleicht für ein leichtes Grinsen gut, aber so richtig lachen konnte ich an keiner Stelle. Das Buch bietet eine nette Lektüre für zwischendurch, als Pausenfüller, aber es ist sicher auch kein großer Verlust, wenn man es nicht gelesen hat. Als Blog ist es sicher ok, aber als Buch müsste ich es nicht unbedingt haben.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schule ist nicht nur für Schüler schwer!, 13. Juli 2012
Von 
Catmaniac (Kreis Heidelberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag (Taschenbuch)
Frau Freitag erzählt im Kolumne-Stil diverse kleine Geschichten aus dem Schulalltag mit ihrer "besonderen" (jetzt) zehnten Klasse und legt auch viel von ihrer Seele dazu. Außerdem hat sie eine neue siebte Klasse bekommen. Sie schafft den Spagat zwischen strenger Lehrerin und lockerem Kumpel vorbildlich. Immer wieder lässt sie sich etwas einfallen, um der Klasse oder aber auch einzelnen Schülern das mitzugeben, was gerade wichtig ist. Mal geht es um die nötige Anmeldung zur Prüfung, mal um die Zeit nach der Schule, nämlich das künftige Berufsleben, mal um den Umgang mit anderen, mal um die richtige Handhabung von Kontaktlinsen - Frau Freitag ist für alle und jeden da und findet immer eine Lösung. Und ab und an blitz auch durch, dass sie ein riesiges Herz hat und ihre Klasse eigentlich noch viele Jahre behalten würde, auch wenn sich diese um alles kümmert, nur nicht um die Schule, die Prüfung und Bewerbungen für eine Ausbildung.

Der Schreibstil ist jung und flott und macht Spaß. Keine lauten Lachanfälle, aber ein durchgehendes Dauergrinsen beschert uns Frau Freitag. Man überlegt ständig, ob sie nun die Schüler auf die Schippe nimmt oder sich selbst und alle anderen Lehrer. Doch kommen auch leicht melancholische und ernste Stellen vor und runden damit die Authentizität ab. Nicht nur die Schüler, auch die Lehrer haben "Stimmungsschwankungen" während des Schuljahres! "Voll streng, Frau Freitag!" ist der Nachfolger von "Chill mal, Frau Freitag!", liest sich aber auch ohne den ersten Band lockerflockig am Stück weg.

Frau Freitag zeigt dem Leser, dass es sowohl für Lehrer als auch für Schüler Knochenarbeit ist, ein Schuljahr hinter sich zu bringen. Und sie lässt den Leser für beide Seiten Verständnis aufbauen. Ich persönlich finde das einfach großartig und viel mehr, als die meisten Lehrer fertigbringen. Bestimmt wird sie noch viel mehr "Stoff" sammeln können, um uns mit weiteren Frau-Freitag-Büchern durch ihren (und den der Schüler) Alltag zu nehmen. Ich würde mich jedenfalls über weitere Bände freuen! Mehr Lehrer wie Frau Freitag und die Pisa-Studie bringt uns auf die vordern Plätze! Sie hat mich für die Dauer des Lesens wieder die Schulzeit erleben lassen. Dafür ein dickes DANKESCHÖN!
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Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag
Voll streng, Frau Freitag!: Neues aus dem Schulalltag von Frau Freitag (Taschenbuch - 13. Juli 2012)
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