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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen, nachdenken, Gewohnheiten umstellen. Geld sparen und vor allem: Gesünder leben!
Ein treffenderer Erscheinungstermin für ein Buch das im über Lüge und Lebensmittelindustrie titelt, wäre gar nicht denkbar. Seit einigen Tagen beschäftigt der Pferdefleisch-Skandal die Medien - und natürlich auch die Verbraucher. In diesem Zusammenhang trifft das Zitat von Otto Bismarck den Nagel auf den Kopf!

>Je weniger die Leute...
Vor 17 Monaten von Apicula veröffentlicht

versus
11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verkaufsmethoden - Zusatz- und Inhaltsstoffe - Warenkunde
Jörg Zipprick, Journalist und Autor, der seine beruflichen Erfahrungen als Restaurantkritiker in Teufels Küche verarbeitet hat, widmet sich in dieser neuen Analyse dem großen Bereich der alltäglichen Lebensmittel, die man im Supermarkt kaufen kann. Im Wesentlichen umfasst dieses Buch drei Teile:

* Die Tricks der Supermärkte, mit denen...
Vor 17 Monaten von ½ veröffentlicht


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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lesen, nachdenken, Gewohnheiten umstellen. Geld sparen und vor allem: Gesünder leben!, 22. Februar 2013
Von 
Apicula (Apiculis) - Alle meine Rezensionen ansehen
(#1 HALL OF FAME REZENSENT)    (#1 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ein treffenderer Erscheinungstermin für ein Buch das im über Lüge und Lebensmittelindustrie titelt, wäre gar nicht denkbar. Seit einigen Tagen beschäftigt der Pferdefleisch-Skandal die Medien - und natürlich auch die Verbraucher. In diesem Zusammenhang trifft das Zitat von Otto Bismarck den Nagel auf den Kopf!

>Je weniger die Leute wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.<

Am Ende der Lektüre angelangt schlafe ich nun nicht schlechter, denn - so viel nehme ich vorweg - so einiges habe ich mir bisher schon zusammengereimt, angelesen oder vom so genannten gesunden Menschenverstand geflüstert bekommen. Aber es kommen viele sehr wichtige Erkenntnisse hinzu, weswegen ich das Gesamt-Fazit vorwegnehme:

Dieses Buch ist definitiv... Lesens- und Empfehlenswert!

Für mich war schließlich auch der aktuelle Pferdefleisch-Skandal ausschlaggebend dafür dieses Buch lesen zu wollen. Es kann ja nicht schaden, wenn man seine Sinne wieder einmal gegen die Manipulation der Supermarkt-Inhaber und Lebensmittel-Verfälscher schärft!

Mir war Herr Zipprick als Buch-Autor bisher nicht unbekannt, ich habe bereits seine Bücher DAS KLEINE KÜCHENKABINETT und EIN RESTAURANTKRITIKER PACKT AUS gelesen. Mit unserem Essen kennt sich Jörg Zipprick aus, doch bislang habe ich ihn eher als kompetenten Journalist/ Food-Experten eingeschätzt. Nun ist Zipprick ja nicht der erste, der ahnungslose Käufer vor fiesen Tricks der Nahrungsmittelindustrie warnen möchte --- hier fallen mir mindestens zwei Autoren ein, darunter natürlich Hans Ulrich Grimm und Thilo Bode. (Zumindest H.U. Grimm wird im Quellenverzeichnis dieses Buches erwähnt.)

Es ist natürlich immer ein wenig unfair, wenn man Autoren, respektive deren Werke vergleicht, aber was ich auf Anhieb bei Herrn Zipprick gemerkt habe: Er schreibt kompetent, nicht moralinsauer, ohne verbitterten Zynismus. Kurzum, mir ist das alles ein wenig sympathischer als die Schreibe der zuvor genannten Autoren. Vor allem sehe ich, dass hier kein selbstverliebter Schwurbel-Journalist am WErk ist, sondern einer, der uns vor Fehlern warnen möchte und auch einige Alternativen aufzeigt. Das führt natürlich dazu, dass man sich einem solchen Buch wesentlich lieber widmet, es mitunter - obwohl einem bei dem Thema ständig die Haare zu Berge stehen und es im Magen rebelliert - in einigen wenigen Rutschen weg liest.

Worum geht's?
Die Manipulation, die uns in Supermärkten widerfährt wird vorrangig behandelt. Das fängt beim Aufbau eines Supermarktes an, bei Geruchs-Aromen die uns entgegenströmen, der Reihenfolge wie die Artikel angeordnet sind und der Kauf-anregenden Musik, die uns bei Kauf-Laune halten soll. Hier wird nichts dem Zufall überlassen! BTW: Männer sind laut Marketing Experten wohl gefürchtete Käufer (viel zu schnell durch"), sogar wenn sie ihre Frauen zum Einkaufen begleiten soll sich das nachteilig auswirken, da Frauen dann kürzer in den Gängen des Supermarktes verweilen. - Kann ich einigermaßen bestätigen. Seufz!

Dies sind nur die Anfänge der Manipulation bei der sich zum Beispiel Hirnforscher die berühmte goldene Nase verdienen dürften, wenn sie unseren Gewohnheiten entsprechend Artikel so platzieren, dass wir zugreifen, obwohl wir diese nicht benötigen.
Bis hier ist die so genannte Manipulation nur unserem Geldbeutel schädlich, wenn wir eben zu viel kaufen.
Einfache Regeln, wie jene, dass man mit Einkaufszettel und nicht planlos, gesättigt und nicht hungrig und vor allen Dingen mit kleinem Einkaufswagen oder kleiner Tasche einkaufen gehen soll, sind hier die wichtigsten Fazits; die mir so neu nun auch nicht gewesen sind. Interessant sind die Themen aber durchweg. Wie sehr sich Berateragenturen damit beschäftigen dass mehr Umsatz gemacht wird und welche simplen Tricks das dann in die Tat umsetzen verblüfft schon und hier kann man sich - auch wenn man sich selbst noch so einen wachen Verstand zuschreibt - sehr oft selbst dabei ertappt fühlen, dass man ja auch oft unnütz viel zeug in den Einkaufswagen stopft, oder der einen oder anderen Werbe-Aktion unterliegt.

Zipprick geht jede Abteilung des Supermarktes einzeln mit dem Leser durch und dann erfährt man noch viele vielleicht gar nicht so interessante Sachen, wie über Manfred Gotta, der wohl als Namenspapst gilt, und für seine Profession , den Produkten vom Auto bis zum Kaffee, wohlklingende Produktnamen zu geben, fantastische Summen erhält.

Irgendwann geht's mit den Themen los, die mich tatsächlich brennend interessieren, um die Qualität der Lebensmittel; wenn uns Dinge vorgegaukelt werden, die so nicht sind, und ab hier wird`s deswegen interessant, weil es hier um unsere Gesundheit geht!

Lebensmittel, die uns vorgaukeln gesund zu sein - das sind solche die wir natürlich viel lieber kaufen! - das sind solche, die mit Begrifflichkeiten werben, die uns glatt an der Nase herumführen. Hier wird z.B. explizit der Unterschied zwischen ZUCKERFREI und ZUCKERARM oder FETTFREI und FETTARM erklärt, dies alles festgehalten in der Health-Claim Verordnung (liest sich auch entsprechend anstrengend, bis schwer verständlich); dies ist aber wohl noch so neu, dass noch gar nicht alle Produkte daraufhin geprüft wurden.

Puh, dann erinnere ich mich noch sehr plastisch an das einleitende Kapitel zum Thema Geschmacksverstärker/ Zusatzstoffe, wo ich mal wieder mit Schreckgeweitetem Auge eine weiteres Stück interessante Verstrickung mit dem Monsanto Konzern aufsauge. Aspartam wurde von Monsanto entwickelt. Ohnedies die Schreckensvision, was dieser Konzern alles kontrolliert... Aber hier basiert auch sehr vieles auf Zusammenhängen (US Regierung und Zulassung von solchen wichtigen, aber umstrittenen Zusatzstoffen), die nicht bewiesen sind, also Vermutungen.
Es geht also darum, was man auf Etiketten (meist leider nur mit der Lupe) ja tatsächlich nachlesen kann. Zum Beispiel woraus ein Ravioli Gericht besteht wird haarklein erklärt. Nicht, dass ich jemals vorgehabt hätte Dosenravioli zu essen ... na, ja. Und dann geht's halt munter weiter mit Additiven und da wird man manchmal von Fachbegriffen (also den E-Nummern, oder den handelsüblichen Bezeichnungen, die man sich damit zusammen googeln kann) erschlagen als Ahnungsloser Nicht-Chemiker. Recht simpel werden diese Additive, bzw. ihre Bedeutung oder ihr Zweck, den sie im Essen zu erfüllen haben, in diesem Buch erklärt: Geschmacksverstärker, Konservierungsstoffe, Füllstoffe, Mehlbehandlunsmittel,.... - also mir fällt natürlich spontan ein:
So was kaufe ich alles nicht mehr!
Einfacher gesagt als getan.
Das meiste muss man ja erst mal wissen, bzw. beim Einkaufen im Hinterkopf haben. Und dabei kann ich, da ich fast ausschließlich frisch" koche, ohnehin schon sehr viel ausschließen. Aber eben nicht alles.
Der Tipp: Wer sich mit frischen Lebensmitteln ernährt, braucht keine Zusatzstoffe, stimmt natürlich.
Hochspannend, für mich als Maschinenbauer, die Fachbegriffe mit denen einige Lebensmittel aufbereitet werden. Da wird extrudiert, getumblet, und gewalkt. Kenne ich von der Bezeichnung her aus verschiedenen Fertigungsprozessen in der Kunststoff- oder Metallformgebung, aber dass auf die Art Formfleisch zustande kommt, klingt schon etwas abstrakt, irgendwie aber plausibel --- letzten Endes schlichtweg abschreckend.

Weichmacher und Schadstoffe, die nicht bewusst in unsere Lebensmittel kommen, werden auch genannt: Acrylamid und der Weichmacher Bisphenol A in Kunststoffen, Bodenbelägen, Lacken, Innenbeschichtung von Dosen... Hier herrscht auch nach dieser Lektüre noch weitestgehend Verunsicherung, da hier Meinungen und Gegenmeinungen genannt werden. Das Hauptproblem an der BPA-Problematik: Als Verbraucher hat man keine Ahnung, wo überall BPA enthalten ist, da es keine Kennzeichnungspflicht gibt. Beispiel gefällig? Mit Thermodrucker ausgedruckte Kassenbons können BPA enthalten. Kunststoffflaschen, beschichtete Dosen, Vakuumfolien. Ab 2013 sollen BPA-haltige Folien für baby-Nahrung verboten sei, ab 2015 sollen alle Lebensmittelverpackungen ohne BPA sein. Man kann nur hoffen - und einstweilen alles Plastik" meiden!
Aber mit BPA ist noch kein Ende in Sicht, es gibt noch andere Weichmacher in Kunststoffen, die unter Verdacht stehen hormonelle Wirkungen auszuüben auf uns...
Auch wenn wir nur kleinste Mengen von diesem oder jenem aufnehmen - es ist nicht abzusehen, welche Folgeschäden sich daraus entwickeln.

Huch, ich will ja nicht alles hier nacherzählen, was mir die Haare zu Berge stehen ließ.

Zusammenfassend ist es schon ein umfassendes gut recherchiertes Buch, das man auch einem Laien gut an die Hand geben kann. Verständlich geschrieben, teils natürlich eine erschlagende Fülle von Fachwörtern oder Begriffen und Begriffsbestimmungen. Zipprick jammert und beklagt nicht, er bringt auch Tipps und Vorschläge, was besser ist oder wäre! Frosta, als Positiv-Beispiel für Fertigkost ohne Zusatzstoffe - am Beispiel von Frosta wird leider auch klar, dass Käufer nicht bereits sind mehr zu bezahlen für besseres Essen. Insofern könnte man schon zum Generalschlag gegen unsere Billig-Futter-Mentalität ausholen - aber genau solche Parolen finde ich in diesem Buch nicht.
Was mir also besonders gefiel ist, dass ich als Verbraucher nicht ständig als Doofmann und Buhmann hingestellt werde, oder als Depp der eh alles kauft, Hauptsache billig.
Die SUPERMARKT LÜGE ist keine moralisierende Gardinenpredigt sondern bietet umfassende Aufklärung, mit dem Potential, dass man die Lektüre nicht entnervt aus der Hand legt, sondern gespannt weiter liest, was noch so alles an Schweinerei getrieben wird, um möglichst viel Umsatz zu machen, oder auf Kosten der Gesundheit uns Konsumenten nach besten Möglichkeiten Geld aus der Tasche zu ziehen, und auf die Art zu der einen oder anderen Erkenntnis gelangt, und seine Gewohnheiten umstellt.
Eine dieser Erkenntnisse könnte auch sein, dass wir ohnehin zu viel kaufen und viel wegwerfen, warum dieses Geld zum Fenster rauswerfen, und nicht gleich in Fleisch vom Metzger nebenan, oder vom Direktvermarkter (Hofladen) kaufen?

Es ist ein gelungenes Aufklärungsbuch und für mich ein weiterer Meilenstein in der Hinsicht meine Gesundheit nicht durch manipulierte Schrott-Ernährung zu schädigen und für mich gilt wieder verstärkt: Lokal, Regional und Saisonal kaufen, oder solche Vorräte schaffen.
Danke für die Aufklärung, Herr Zipprick.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verkaufsmethoden - Zusatz- und Inhaltsstoffe - Warenkunde, 22. Februar 2013
Von 
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(TOP 50 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Jörg Zipprick, Journalist und Autor, der seine beruflichen Erfahrungen als Restaurantkritiker in Teufels Küche verarbeitet hat, widmet sich in dieser neuen Analyse dem großen Bereich der alltäglichen Lebensmittel, die man im Supermarkt kaufen kann. Im Wesentlichen umfasst dieses Buch drei Teile:

* Die Tricks der Supermärkte, mit denen der Kunde zum Kauf animiert werden soll. Wie präsentieren Supermärkte ihre Produkte? Mit welchen Mitteln lässt sich der Umsatz steigern?
* Das weite Feld der Zusatzstoffe / Inhaltsstoffe / Aromen & Co.
* Eine Warenkunde pro Produktgruppe

Um es gleich vorab zu sagen: Der erste Teil konnte mich nur bedingt überzeugen. Jörg Zipprick wiederholt insbesondere Aussagen von Paco Underhill und Herb Sorenson, die man, wenn einen dieses Themengebiet interessiert, wohl besser im Original nachlesen sollte. So Einiges ist ausserdem offensichtlich, ob es nun das Drehkreuz bzw. die Aufsteller zur Verlangsamung der Schrittgeschwindigkeit sind oder die berühmte Quengelzone im Kassenbereich. Dass Wühltische zum Spontaneinkauf einladen sollen, dass Tiefstpreise das ganze Jahr über angezeigt werden, auch dass man gegen den Uhrzeigersinn geht, und dass Food-Fotografie nur selten etwas mit den daheim erzielbaren Ergebnissen zu tun hat, wird dem durchschnittlichen Käufer von alleine aufgefallen sein. Vermisst habe ich hingegen ein paar Dinge, die ich persönlich bei meinen örtlichen Geschäften bemerkt habe. Eine Drogeriekette mit extra kurzen Laufbändern an der Kasse - wo liegt da der Sinn ausser der Platzersparnis? Zum Großeinkauf verleiten mich diese kurzen Bänder jedenfalls nicht, weil ich dann nicht alles auf einmal ablegen kann. Umsatzzuwächse werden sich so wohl nicht erzielen lassen. Oder doch? Die in meinem Supermarkt-um-die-Ecke übliche Verteilung von manchen Produkten ist hingegen einfacher erklärbar. Warum zB Schuhbeck'sche Gewürze nicht direkt neben der Gewürzecke stehen wird klar, wenn man auf die Etiketten schaut. Dem Kunden den Preisvergleich erleichtern? Lieber nicht. Derartige Themen spricht Zipprick jedoch nicht an. Dieser erste Teil zur Struktur des Verkaufs im Supermarkt ist meiner Meinung nach ausbaufähig.

Die Welt der Zusatzstoffe hingegen wird ausführlicher betrachtet. Da ich jedoch die Ernährungsfalle: Wie die Lebensmittelindustrie unser Essen manipuliert - Das Lexikon von Hans-Ullrich Grimm als Nachschlagewerk benutze, hat mich dieser Bereich nur bedingt begeistert. Die Erläuterungen sind nicht alphabetisch sortiert, und es gibt auch kein Register am Schluss des Buches. Immerhin kann ich auf meiner Kindle-Version relativ einfach suchen. Anhänger der Papierausgabe werden es da wohl schwieriger mit dem Nachschlagen haben. Ausserdem fehlt eine Aufstellung aller E-Nummer. All diese Dinge hat Hans-Ullrich Grimm besser gelöst, weswegen ich seine Ernährungsfalle hier auch lobend hervorhebe. Immerhin wurden Erkenntisse eingebaut, die über die Ernährungsfalle hinausgehen (jedenfalls über meine schon etwas ältere Ausgabe): zB die Informationen zu Carrageen, welches vertrauenerweckend klingt, wobei es sich aber um ein Additiv handelt, das aus ungenießbaren Algen im Säurebad erzeugt wird. Ein Additiv, das heutzutage in sehr vielen Milcherzeugnissen zu finden ist. Nur wenige Menschen werden das Glück haben, so wie die Rezensentin ihre Milch direkt vom Milchbauern zu beziehen. Ohne Additive, dafür mit sich absetzender Milchfettschicht. Teurer als im Supermarkt, und natürlich auch nicht solange haltbar. Aber unser Milchbauer fährt die Container zweimal wöchentlich aus, es entstehen keine Versorgungslücken.

Kannten Sie schon die Berufsgruppe der Cleaner? Deren Aufgabenbereich: die Inhaltsliste harmlos aussehen zu lassen. Warum eine E-Nummer, wenn es eine Bezeichnung gibt, die der Verbraucher als natürlicher empfindet. Bestes Beispiel, das oben erwähnte Carrageen (E407).

Interessant die Informationen zu der unterschiedlichen Handhabung in verschiedenen Ländern. Der Süßstoff Cyclamat ist in den USA seit 1969 wegen seiner möglicherweise krebserregenden Wirkung verboten, in Europa jedoch erlaubt. Andererseits werden in den Weiten des nordamerikanischen Kontinents Wachstumshormone in der Rindermast verwendet, die man hier nicht kennt.

Des Weiteren wird auf die unterschiedlichen Gütesiegel eingangen. Was besagen sie wirklich? Kann man sich darauf verlassen? Wie viel "bio" bietet "Bio"?

Danach geht es zur Warenkunde. Abteilung für Abteilung. Regal für Regal erhält der Leser Informationen zur Beurteilung der Produkte. Wie frisch ist das Gemüse wirklich? Was steckt in der Wurst? Wie werden Eier klassifiziert? Und und und ... Olivenöl und Wein, Tiefkühlnahrung und Hundefutter. Selbst derjenige, der über ein wenig Lebenserfahrung verfügt und schon immer kritisch hinterfragt hat, was im Regal steht, wird Neues entdecken. Zumindest ist es mir so gegangen. Deswegen ist es dieser Bereich, weswegen ich das E-book behalten werden. Hier habe ich im Vergleich zur ERNÄHRUNGSFALLE tatsächlich einen Mehrwert.

Positiv aufgefallen ist mir, dass der Autor keine Angst vor großen Namen hat, ob dies Starköche sind, weltweit bekannte Produktnamen oder ein Mann wie Donald Rumsfeld, der sich vor seiner politischen Karriere als Geschäftsführer eines Unternehmens für den Süßstoff Aspartam eingesetzt hat. Jörg Zipprick redet Klartext.

Abschließend noch ein Lob für die Tipps, die quer durch das Buch zu finden sind. Kurze, knappe Einschübe mit wesentlichen Inhalten, die beim Einkaufen helfen sollen.

Mein Fazit:
In der Bewertung habe ich zwischen drei und vier Sternen geschwankt. Wer sich wie meinereiner immer schon für das Themengebiet interessiert hat, dem wird wohl vieles bekannt vorkommen. Als Nachschlagebuch eignet sich dieser Band hier nur bedingt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Doch ein alter Hut, 9. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Supermarkt-Lüge: Wie uns die Lebensmittelindustrie für dumm verkauft (Taschenbuch)
Das war leider enttäuschend. Wer sich schon vorher mit dem Thema Marketing, Betrug light & Co. befasst hat, gewinnt hier keine neuen Erkenntnisse.Eigentlich kann man die To-do-Liste auf einem Kassenbon zusammmenfassen: Einkaufsliste machen, frische Zutaten kaufen und selber kochen, vorausdenken. Nicht hungrig einkaufen gehen und eine Einkaufstasche dabei haben. Manchmal habe ich das Gefühl, es gibt Leute, die wollen veräppelt werden. Vielleicht, weil sie sonst keine Freude haben...
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Deprimierend, 22. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Ist zwar nicht schlecht über den Inhalt unserer täglichen Lebensmittel aufgeklärt zu werden, aber am Schluß weiss man gar nicht mehr was man noch einkaufen bzw. essen soll. Wirkt ganz schön deprimierend, weil man nur wenig dagegen tun kann.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein wichtiges Buch, 19. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Die Supermarkt-Lüge: Wie uns die Lebensmittelindustrie für dumm verkauft (Taschenbuch)
Es ist schon sehr interessant. Sind viele Fakten und Studien dabei. Beschäftige mich sowieso viel mit Lebensmittel, daher habe ich schon einiges gewusst. Deshalb gibt es 4 Sterne.
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5.0 von 5 Sternen lesenswert, 5. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Kurzweilig und glaubhaft - es macht Spaß und regt zum Nachdenken an. In jedem Fall eine leserische Mahlzeit wert :)
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Die Supermarkt-Lüge: Wie uns die Lebensmittelindustrie für dumm verkauft
Die Supermarkt-Lüge: Wie uns die Lebensmittelindustrie für dumm verkauft von Jörg Zipprick (Taschenbuch - 15. Februar 2013)
EUR 9,99
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