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60
4,1 von 5 Sternen
Die Schöpfungslüge: Warum Darwin recht hat
Format: TaschenbuchÄndern
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 28. Februar 2011
Auch dieses Buch ist wie andere Bücher (der Gotteswahn u.s.w.) ein Plädoyer dafür seinen Verstand zu benutzen und die Beweise der Evolution anzukennen.
Sie finden hier auf Amazon zahlreiche gut geschriebene Rezensionen über diese Buch was mir Hoffnung gibt.
Wenn noch mehr Menschen dieses Buch lesen und Ihren Verstand damit füttern dann wird hoffenlich bald der Irglaube an ein Höheres Wesen ein Ende haben.
Ich wünsche Ihnen viel Spass beim Lesen.Mfg D.
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33 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Oktober 2010
Das Buch eignet sich hervorragend dazu, die eigenen Kenntnisse über Evolution und deren Prinzipien und Vorgänge aufzufrischen - es ist also eher ein Einsteigerbuch. Jedoch hat Dawkins einen so hervorragenden mitreißenden Schreibstil, der immer wieder stupende, anschauliche Vergleiche findet, daß die Lektüre auch für den informierteren Laien (und vermutlich sogar für den Fachmann) ein Gewinn ist.
"Die Schöpfungslüge" ist im Prinzip die verdichtete Zusammenfassung von Dawkins' vorherigen Büchern. Wer es etwas ausführlicher mag, dem empfehle ich danach (oder stattdessen) "Geschichten vom Ursprung des Lebens" - in meinen Augen Dawkins' bestes Buch.
Wer aber nur einen kleinen Ritt über die verschiedenen Felder der Evolutionstheorie möchte (Fossilien, Embryologie, Zuchtwahl etc.), dem sei dieses Einsteigerbuch ans Herz gelegt.

Ärgerlich ist hierbei aber wieder die Titelwahl des deutschen Verlages! "Die Schöpfunglüge" ist eben KEINE Abrechnung mit religiösen Schöpfungsmythen, auch nicht in ihren "moderneren" Gewändern ("Intelligent Design"). Es ist ein Buch, das die Evolution erklärt und ihre wichtigsten Beweise anschaulich macht. Dawkins kann sich zwar manch amüsanten Seitenhieb auf Kreationisten ("Geschichtsleugner", wie er sie nennt) zum Glück nicht verkneifen, aber das ist bei weitem nicht der Kern des Textes.
Ich kann mir nicht erklären, was in deutschen Verlegerhirnen vorgeht, die aus dem treffenden Originaltitel "The Greatest Show On Earth" ein irreleitendes, blökendes "Die Schöpfungslüge" machen. Das heißt, eine Vermutung habe ich doch: Man wollte wahrscheinlich ein bißchen an Dawkins' Bestseller "Der Gotteswahn" anknüpfen. Aber ich meine, dies ist ein Bärendienst an Werk und Autor.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. August 2014
Wer die Vorgänge der Natur versteht, der badet förmlich darin und sieht weitaus mehr als andere Leute. Etwas nur anzuschauen und etwas zu sehen sind zwei sehr verschiedene Dinge. Man kann Kunst anschauen, aber es ist etwas ganz anderes, Kunst zu sehen. Dafür benötigt ist Verständnis, Wissen darum, wie ein Gemälde gemalt ist, warum der Künstler dieses und jenes getan hat, um im Betrachter einen bestimmten Effekt zu erzeugen.

Mit der Natur verhält es sich ebenso. Wer Gesteinskunde versteht, der sieht nicht mehr Felsen oder Steine, sondern er ist sich sofort der Geschichte seiner Umgebung bewusst. Wer Vogelstimmen zu erkennen weiß, der hört nicht nur schönen Gesang, sondern er weiß, was sich alles in seiner Umgebung tummelt und hört jeden Frühling, wenn die Schwalben wieder da sind. Wer Wolken versteht, der sieht nicht nur watteartigen Cirrus an einem sonnigen Tag, sondern er weiß, in 2 Tagen wird es höchst wahrscheinlich regnen, da diese Wolken wie Bugwellen sind, die vor Gewitterwolken hergeschoben werden.

Wer aber nichts von alledem versteht, der muss die Vorgänge der Welt hinnehmen wie sie sind. Wir Menschen haben es jedoch in uns, Zusammenhänge erkennen zu wollen. Wenn wir keine haben, dann denken wir uns eben schnell welche aus. Ohne die Naturwissenschaft bleibt nur magisches Denken, eine beschnittene, verzerrte Version der Welt, die mit ihr und ihrer erstaunlichen Schönheit nichts gemein hat.

Richard Dawkins erklärt in diesem Buch einen besonderen Aspekt der Natur: Die Herkunft und intime Verbindung allen Lebens auf der Erde. Ich las dieses Buch ursprünglich im Englischen, wo es treffend "Die Größte Show auf der Erde" heißt. Der Deutsche Titel ist zwar reißerisch, aber nur Marketing, an dem man sich nicht stören muss.

Wie die Gesteine, die Vögel und das Wetter ist ein Verständnis der Evolution etwas, das es den Menschen erlaubt, die Welt erstmals zu sehen, anstatt sie nur anzuschauen. Wir sehen, dass die Dinosaurier nie ausgestorben sind, sondern zu Vögeln wurden und wir lediglich die Körper ihrer Vorfahren in der Erde finden. Wir sehen, dass es keinen ersten Löwen gab, keinen ersten Baum und keinen ersten Menschenaffen, sondern dass jede Generation ein wenig anders ist, sich in kleinen Schritten wandelt und nun mal jede überleben, die am besten zu überleben imstande sind. Wir sehen, dass alle Lebewesen auf eine Hierarchie fallen, einen Abstammungsbaum, dem wir alle angehören. Die Verwandtschaft allen Lebens verbindet uns mit dem Rest der Natur, von der sich die meisten Leute abgeschottet sehen: Es bringt unser Ego auf eine gesunde Ebene zurück.

Wir nutzen die Evolution schon seit tausenden von Jahren, denn alle Hunderassen, die wir heute haben, existierten in der Natur nicht. Unsere Vorfahren begannen mit einem wolfsähnlichen Tier und haben durch Auslese einen Terrier, einen Retiever, einen Labrador daraus gemacht. Die Selektion wurde nicht vom Überlebenskampf in der Natur bestimmt, sondern von Züchtern, die Tiere mit den gewünschten Eigenschaften dazu auswählten, Nachkommen zu haben. Wir haben Vögel, Nutzpflanzen, Nutztiere, und vieles mehr aus anderen Spezies nach unseren Bedürfnissen gewandelt. Nicht mal das gewöhnliche Rind gab es je in seiner heutigen Form: wir haben es aus dem Auerochsen gezüchtet, die im 17. Jahrhundert ausgestorben sind.

Tatsächlich ist die Evolution kein biologischer Begriff, sondern ein mathematischer Algorithmus, der automatisch Dinge optimiert. Wir verwenden ihn heute um mathematische Probleme zu lösen und sogar um Technologien herzustellen, die besser sind, als sich sie jeder Ingenieur ausdenken könnte. Wir stellen heute Autos und Flugzeuge her, deren Oberflächenelemente am Computer durch simulierte Evolution so entwickelt wurden, dass sie den Wind derart an sich vorbei lenken, um möglichst leise zu sein. Wir wissen, dass es funktioniert - und wir wissen auch, dass genau dieser Algorithmus auf Lebewesen zutrifft.

Dieses Buch ist eine ausgezeichnete Einführung in die Evolutionsbiologie, sehr verständlich geschrieben und mit vielen fantastischen Beispielen und Erklärungen.
Alle Negativbewertungen dieses Buches sind wertlos: sie stammen von religiösen Menschen, denen die Evolution zuwider ist und eine Agenda gegen Bücher wie dieses haben.
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13 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 7. Januar 2012
Dawkins' zum Teil schonungslose und manchmal auch hämische Kritik in Richtung Theismus und Religion an sich mag kontrovers sein, aber unbestreitbar ist er jemand, der Sachverhalte auch Laien sehr gut zu veranschaulichen vermag.

Das Buch erklärt nicht nur die Grundmechanismen der Evolution und wie es zu der heutigen unglaublichen Artenvielfalt gekommen ist, sondern auch, wie die Wissenschaft zu ihren Schlußfolgerungen kommt, z.B. wie man eigentlich weiß, wie alt bestimmte Fossilien sind. Zudem räumt es mit gängigen Mißverständnissen auf und zeigt, wie die Evolution zu lauter Flickschusterei und seltsam ineffizienten Lösungen geführt hat. So erklärt Dawkins z.B. detailliert, wie "idiotisch" und keineswegs perfekt das Auge aufgebaut ist (z.B. liegen die lichtempfindlichen Zellen hinter einer durchbluteten Gewebsschicht statt davor), oder wie sich evolutionär der Vagusnerv entwickelt hat, dessen einer Teil sich auf seinem kurzen Weg vom Gehirn zum Kehlkopf erst einmal im Brustraum um die Hauptschlagader schlängelt, um dann wieder nach oben zum Hals zu wandern - im Falle einer Giraffe macht das einen völlig unnützen Umweg von mehreren Metern. Ergebnis: Lebewesen sind das Ergebnis von Jahrmillionen von Anpassung und genau deswegen nicht "perfekt aufgebaut". Wenn ein "Designer" sie geschaffen hat, dann kann er nicht besonders fähig oder "intelligent" sein. Wer an einen solchen glaubt, wird Dawkins' Schriften aber wohl ohnehin (leider!) nicht zur Kenntnis nehmen.

Bei all dem ist das Buch, auch wenn wissenschaftlich komplizierte Sachverhalte erkärt werden, einfach zu verstehen und sehr unterhaltsam geschrieben.

Völlig unverständlich ist mir der bescheuerte deutsche Titel. In dem Buch geht es um die "Wunder" der Evolution, über die faszinierenden Prozesse, die eine derartige Artenvielfalt auf unseren Planeten hervorgebracht haben. Der Originaltitel lautet demnach auch "The Greatest Show on Earth", also "Die größte Show der Welt". Wohl aufgrund des riesigen Erfolges von "Der Gotteswahn" hat man der deutschen Ausgabe nun den reißerischen Titel "Die Schöpfungslüge" gegeben (auch die Umschlaggestaltung lehnt sich an den "Gotteswahn" an, während auf dem Original Schmetterlinge zu sehen sind). Der wird dem Anliegen und dem Inhalt des Buches aber schlicht nicht gerecht.
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10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Juni 2013
beschreibt Richard Dawkins die Darwinsche Evolutionstheorie in diesem, wie auch in anderen seiner Bücher, so toll und unterhaltsam an interessanten Beispielen aus dem Reich des Lebens. Er erweist der Religionskritik und dem Glauben an einen Schöpfer damit einen erheblichen Dienst. Es gibt mit Abstand keinen anderen Autor, dem dieser Verdienst zukommt. Wen eine Diskussion mit einem Kreationisten und meiner Person interessiert, der/die lese unter der Kritik von FMA (unter einer Rezension mit 2 Sternen) nach.
Die Evolutionstheorie ist vermutlich die am besten untermauerte Theorie der Biologie, vielleicht sogar der Naturwissenschaften überhaupt. Und wer den Unterschied zwischen einer Theorie und einer Hypothese vielleicht nicht kennen mag (bzw. als gleich bedeutend betrachtet), dem sei gesagt, dass eine Theorie eine Gebäude von Aussagen ist, die meist gut untermauert ist, während eine Hypothese, das nicht ist. Die Evolutionstheorie nach Charles Darwin wird vermutlich immer eine Theorie bleiben, außer man kann irgendwann in die Vergangenheit blicken. Dawkins' Verdienst ist es, viele Belege für die Evolutionstheorie und den Glaubensunsinn bzw. extreme Unwahrscheinlichkeit eines Schöpfergottes zu präsentieren. Und dabei fehlen in seinen Argumenten sogar noch einige andere sehr wichtige aus der modernen Biologie.
Gerade in der heutigen Zeit des neuerlichen Aufkommens esoterischer und religiöser Anschauungen (die allesamt Vernunft und wissenschaftliche Errungenschaften/Erkenntnisse in Zweifel ziehen) ist sein Buch ein wichtiger Beitrag, entgegen zu halten und sich mit Aussagen dieser Richtungen auseinander zu setzen.
Manche, vor allem Glaubensunschlüssige, mögen seinen Stil herabwertend empfinden. Diesen möchte ich sagen, dass dies im Zusammenhang seiner schon Jahrzehnte andauernden Auseinandersetzung mit Kreationeisten und Intelligent Design-Anhängern zu sehen ist. Lassen Sie sich bitte nicht abschrecken.
Lesen Sie dieses Buch und andere von Richard Dawkins, auch wenn Sie eine (eher) religiöse Ader haben. Dieses und andere Bücher von Dawkins präsentieren die Evolutionstheorie nach Charles Darwin besser verständlich als alle anderen, die ich kenne, UND sind interessant und unterhaltsam obendrein.
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54 von 75 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Dezember 2010
Ich habe zuerst "Der Gotteswahn" gelesen und fand es brilliant. Bei diesem Buch tat ich mich schwerer.
Dawkins hat grundsätzlich das Problem, einerseits interessante Lektüre für Interessenten der Evolution schreiben zu wollen, für welche die Evolution eine Tatsache ist (eine Tatsache, an der kein frei denkender Mensch den geringsten Zweifel haben kann) und andererseits immer noch versucht, eben nicht frei denkende Menschen zu überzeugen. Als nicht frei denkende Menschen bezeichne ich Menschen, deren Urteilsvermögen durch die Religion behindert wird.
Das Problem: Die eine Gruppe braucht im Grunde keine Beweise, denn diese sind ja offensichtlich und längst bekannt. Die andere Gruppe wird niemals irgendwelche Beweise zulassen, denn beim Glauben geht es halt ums "Glauben" und nicht ums Wissen. Es ist so, als wolle er beweisen das ein Kreis keine Ecken hat und dafür hochkomplizierte und kleinteiligste Beweisketten anführt. Mich persönlich hat das irgendwann gelangweilt und auch überfordert, z.B. das Kapitel über die Evolution der Krebstiere. Um ein bekanntes Bild zu bemühen: Es ist Perlen vor die Säue geschmissen.
Also irgendwie fehlt mir demnach überhaupt das Zielpublikum für dieses Buch. Vielleicht wollte ich ihn einfach unterstützen, als ich das Buch kaufte. Es ist einfach traurig, das es da draußen Menschen gibt die einen Gott brauchen, um ihrem Leben einen Sinn zu geben. Das ein deutscher Bauer sagen wir mal des 12 Jahrhunderts, der in der Regel weder lesen noch schreiben konnte und dem am Sonntag von der Kanzel in Latein(!) das Wort Gottes gepredigt wurde und der kaum die 40 Jahre erreichte das Leben im Paradies nach dem Tode die einzige Freude darstellte, ist nachvollziehbar. Das ein heute noch irgendwo in der dritten Welt aufwachsender Ziegenhirt solche Heilsverkündungen (natürlich erst nach dem Tode) auch noch schlüssig finden kann, ist vielleicht auch noch verständlich. Aber es ist schlimm, dass ansonsten intelligente, hochgebildete Menschen plötzlich unlogisch werden wenn es um das "Glauben" von etwas geht, was sie nicht beweisen können. Es ist einfach ein totaler Schmarrn damit zu argumentieren "wir wissen nicht wie der Lebensfunke entstanden ist und wer den Urknall gezündet hat, spätestens ganz am Ende der Kette muß es deswegen doch einen Gott geben." Was für eine Logik ist denn das? Vertrauen diese Menschen der Wissenschaft, der Physik und der Chemie am Ende doch nicht? Hey Leute, wir haben doch noch Zeit! Immer langsam, wir kommen der Sache jeden Tag ein Stück näher, ob es uns gefällt oder nicht. Ich spreche nicht davon, das wir in 10 oder 20 Jahren wissen, wie der Urknall entstanden ist (obwohl es natürlich sein könnte). Aber was glaubt ihr wohl was wir wissen, wenn wir noch, sagen wir mal, 800 Jahre Wissenschaft weiterbetreiben? Was wissen wir dann alles mehr als heute, in 800 Jahren? Gott führt ein Rückzugsgefecht. Mit einiger Verzögerung (siehe Galileo Galilei) muß auch die Kirche Boden abtreten. Vor 800 Jahren war er noch für Donner und Blitz verantwortlich. Frühere Generationen haben noch sehr viel Glauben müssen weil es gar kein Gegenmodell gab. Aber schon die sahen lächelnd zurück zu den Völkern die glaubten, nur Götter können Feuer machen.

Sehr schön in diesem Buch ist Dawkins hilfloses Aufzeigen der Situation, wo der Evolutionskritiker nach einem Beweis verlangt einer Übergangsform zwischen 2 Spezies. Und dann wird eine gefunden aber der Evolutionskritiker ist natürlich dennoch nicht überzeugt: Stattdessen verlangt er nach der Übergangsform vor und hinter diesem Fund: Wo vorher eine Lücke war, sind also jetzt 2! Hehehe, genau so ist es. Gib auf Dawkins, möchte man ihm zurufen, es ist hoffnungslos, die "Gläubigen" werden sich nie überzeugen lassen, zu groß ist ihre Angst vor dem Tod.

Okay, ich gebe zu, manchmal bin ich neidisch auf die 40%! der Amerikaner und Briten, die glauben, die Welt würde von einem Gott vor ca. 10.000 Jahren geschaffen und alles wird gut, wir leben hier nur auf einer Art Theaterbühne die uns auf das göttliche Himmelreich vorbereiten soll. Aber das ist doch vollkommen lächerlich!
Man kann doch nicht ernsthaft eine jahrtausende alte Nomadenreligion, die dazu noch durch Generationen von frauenverachtenden und machtgeilen Kirchenfunktionären jeweils an den Hausgeschmack angepasst wurde, für bare Müntze nehmen und dabei hinnehmen, das wissenschaftliche Erkenntnisse, die in den selben Zeiträumen von brillanten Köpfen in nachvollziehbaren Verfahren errungen wurden, einfach ignorieren weil sie z.B. den angeblichen Erlebnissen eines oder mehrerer Hirten in Vorderasien widersprechen. Wer es noch nicht gemerkt hat: damit meine ich alle monotheistischen Religionen, ist eh alles letztlich das gleiche, nur unterschiedlich radikal interpretiert und von späteren Generationen unterschiedlich "verziert".
Es muß letztlich erniedrigend für einen Wissenschaftler sein, gegen "Gläubige" argumentieren zu müssen. Aber solange er damit gutes Geld verdient kann es ihm letztlich dann auch Wurscht sein.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 30. April 2014
Warum sollen wir alles hinnehmen, wie es angeblich Gott so haben will?! Die Bibel soll von Gott persönlich vom Himmel runtergeschmissen worden sein?! Liebe deine Feinde und natürlich GOTT?! Unsere Welt soll ein paar hundert Jahre alt sein..... Also wer so naiv und dumm ist und daran glaubt, ist selbst schuld!! Wer verstehen möchte, wie die Welt, Tiere und schliesslich der Mensch entstand, ist dieses Buch was!!!
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 9. Mai 2013
An diesem Buch stört mich ein Punkt außerordentlich: Der reißerische Titel „Die Schöpfungslüge“. Dieser reduziert Richard Dawkins Buch auf eben das, was es meiner Meinung nach nicht ist: Ein „Handbuch gegen Kreationisten“, salopp: was antworte ich auf welches Argument…

Ich habe mir das Buch zugelegt, da Evolution nun erstmals(!) bei mir im Schulunterricht ein Kernmodul dargestellt hat und für mich noch Abiturrelevant sein wird. Und diese Lektüre ist ein hervorragender Einstieg in das Themenfeld der Evolution, sie fasziniert und macht neugierig auf mehr. Etwas, dass unser Unterricht allein nicht geschafft hätte. Wissenschaftsvermittlung ist bei Dawkins weder trocken und langweilig, noch zum bloßen Auswendiglernen und späteren Argumentieren (s. oben) ausgelegt, obwohl eine Fülle von Beweisen und Faktenwissen über die Evolution enthalten ist.

Vielmehr ist "The Greatest Show on Earth"(engl. Originaltitel) anregend um sich eigene Gedanken zu machen, seinen „Horizont zu erweitern“, aufmerksam zu sein, wahrnehmender durch die Welt zu gehen, in nuce: Alles, was im Schulunterricht eigentlich vermittelt werden sollte und doch, meiner Erfahrung nach, überwiegend nicht wird. Hinzu kommen spannende kleine Exkurse in den Fußnoten und die packenden Bilder und Illustrationen auf den Farbtafeln (von bestimmten Tieren und Fossilien zum Beispiel).

Ja, Dawkins schreibt teilweise leidenschaftlich und humorvoll, doch in wie fern ihm dies zum Vorwurf (wie in einigen Rezensionen) gemacht werden kann, bin ich unfähig nachzuvollziehen. Diese Passagen tangieren schließlich in keiner Weise seinen wissenschaftlichen Report und sie tragen dazu bei, dass das Buch noch beschwingter zu lesen ist… (Ich wünschte mir manchmal meine Lehrer würden so leidenschaftlich für ihre Fächer einstehen und so lebhaft erzählen können (vor allem in den Naturwissenschaften). Das Problem der unterbesetzen Kursen wäre somit passé, ebenso wie das wissenschaftliche Desinteresse…)

Meine anfänglichen Erwartungen mögen nicht sonderlich hoch gewesen sein, doch eine solche Begeisterung für ein Unterrichtsfach habe ich selten verspürt!
Durch das Buch wurde in mir ein nachhaltiges Interesse für Wissenschaft geweckt und insofern werde ich mich hiernach in diesem Bereich weiterbilden (das nächste Dawkins Buch „The Ancestor‘s Tale“ (diesmal im Original) steht bereits in meinem Regal...
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6 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Richard Dawkins, der kämpferische Evolutionsbiologe, verfolgt im Kontrast zu seinem streitsamen Werk "Gotteswahn" hier einen gemäßigteren Kurs, man sollte sich vom Titel nicht täuschen lassen. Durchaus wird episodenhaft, u.a. anhand von dokumentieten Disputen mit Kreationisten, die "Lüge" zum Thema seines Buches. Doch in erster Linie ist es ein Buch über die Evolution, und der Gegenwind durch Religionen ist eher ein Nebenschauplatz.

"Warum Darwin recht hat". Ja, warum eigentlich? Dawkins Antwort ist eine Reise durch die Geschichte der Evolutionstheorie einerseits, andererseits durch die Weltgeschichte, die sie bezeugt. Zu Beginn widmet er seine Aufmerksamkeit Darwin, den er voller Bewunderung als einen gewissenhaften, nachdenklichen Wissenschaftler skizziert und er bringt dem Leser nahe, wie er systematisch die Eckpfeiler seiner Theorie herausgearbeitet hat.
Mit bemerkenswerter Leichtigkeit und ohne strukturelle Schwächen baut er eine Geschichte der Evolution auf, die jedem Leser gerecht wird, der sich für sie interessiert. Laien profitieren von seinen plastischen Schilderungen und den leicht verständlichen Exkursen über biologische, geologische und chemische Grundlagen. Im Thema vorgebildete Leser finden eine komprimierte, durch britischen Humor gewürzte Zusammenfassung aller wissenswerten Aspekte, bereichert um aussagekräftige Experimente.
Dawkins vergisst dabei nicht, seine Seitenhiebe gegen das Intelligent Design oder die göttliche Schöpfung auszuteilen, jedoch haben diese Ausbrüche kaum etwas von der Aggression seines "Gotteswahn", sind vielmehr zuweilen süffisant, zuweilen gar spöttisch, doch in der Regel augenzwinkernd und versöhnlich. Dawkins will niemandem böses, er will den Leser begeistern für die Schlüssigkeit und die Eleganz der Evolutionstheorie und welche Bedeutung er ihr beimisst für das Verständnis des Lebens an sich. Und durch prägnante Beispiele wie etwa anhand des N. recurrens belegt er, wie bemerkenswert konsequent sich die Folgen dieser Entwicklung am lebenden Organismus bemerkbar machen.
Sein der Embryologie gewidmetes Kapitel schließlich ergänzt den Inhalt um ein interessantes Subthema.

Das Buch ist in Form und Inhalt gleichermaßen gelungen und kann daher jedem, ungeachtet seiner Vorbildung oder Konfession, empfohlen werden, sofern auch nur ein Funke Leidenschaft für die Biologie in ihm wohnt.
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15 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. März 2011
Es genügt nicht, dieses extrem empfehlenswerte Buch zu lesen. Man muss es studieren, um die auf überzeugende populärwissenschaftliche Art dargelegten komplexen naturwissenschaftlichen Zusammenhänge und ganz besonders deren über jeden vernünftigen Zweifel erhabenen Belege adäquat nachvollziehen zu können. Dieses Buch hat das Zeug, den Papst zum Atheismus konvertieren zu lassen, auf der Grundlage der schlussendlich umfangreich nachgewiesenen zentralen Aussagen der Evolutionstheorie, die damit sämtliche religiösen Schöpfungsmythen der Menschheit widerlegen und die grundsätzlichen Behauptungen aller zugeordneten heiligen Bücher in den Bereich von Phantasie und Wunschdenken verweisen. Natürlich wird der Papst nicht konvertieren, da er als einer der prominentesten Vertreter des menschlichen Gotteswahns schon aus Furcht vor der ihn im Jenseits zu erwartenden ewigen Strafe, sich eben nicht der Mühe des betreffenden mühsamen Studiums von "Teufelswerk" unterziehen wird.
Allerdings steht zu befürchten, dass auch im Deutschland des 21. Jahrhunderts eine abnehmende Zahl gebildeter und aufgeklärter Menschen in der Lage sein wird, der strengen naturwissenschaftlichen Argumentation zu folgen, die ihre Beweiskraft eben nicht aus Wunschdenken und Phantasie schöpft, sondern aus nachprüfbaren experimentellen Ergebnissen, insofern man aktuell ein Abiturzeugnis erlangen kann, in dem sämtliche naturwissenschaftlichen Disziplinen zugunsten des "Kernfachs Religion" abgewählt werden konnten - und dies auf Kosten der Steuerzahler in einem verfassungsmäßig definierten säkularen Staat. Aber selbst diesen modernen Opfern erfolgreicher religiöser Indoktrination sei dringend empfohlen, "The Greatest Show On Earth", so der wirkliche und zutreffende Titel des Buchs, aufmerksam zu studieren, auch wenn sie sich zu diesem Zweck sicherlich der Erweiterung ihres unterentwickelten Verständnisses für naturwissenschaftliches Denken und die Logik der Schlussfolgerungen anhand nachprüfbarer Tatsachen unterziehen müssen.
Die große Leistung des Evolutionsbiologen Dawkins in diesem Buch besteht darin, dass auch dem Nicht-Naturwissenschatfler hier in der überzeugendsten Art und Weise die unerschütterliche Tatsachenkraft der Evolutionslehre vor Augen geführt wird, dergestalt, dass am Ende für jede Form von Kreationismus nicht der Hauch einer Überlebenschance bestehen bleibt.
Natürlich wird auch dieses Buch hartgesottene Kreationisten nicht von ihrer geradezu lächerlichen logischen Verirrung des Denkens abbringen können, weil sie dies grundsätzlich nicht wollen und lieber geistige Erfüllung darin finden, "bronzezeitlichen Schöpfungsmythen nahöstlicher Wüstenstämme Glauben zu schenken". Den meisten dieser Leute wird auch der brilliante Richard Dawkins nicht helfen können. Wer sich jedoch für Diskussionen mit "Geschichtsleugnern" rüsten möchte, wird in der "Schöpfungslüge" auf besonders reizvolle Weise fündig. Etwa in den Darlegungen der gravierenden "Gestaltungsfehler", die sich bei praktisch allen Lebewesen finden, so wie z.B. in Form des meterlangen Laryngealnervs der Giraffe. Der allmächtige göttliche Schöpfer entpuppt sich hier bei genauem Hinsehen als elender Pfuscher. Im Lichte der Evolutionsgeschichte jedoch erkennt der aufgeschlossene Leser endlich, warum solche "Konstruktionsfehler" eine zwangsläufige Folge der schrittweisen Entwicklung einer Spezies aus ihren Vorläufern sind, die eben von keiner übernatürlichen Kraft aus dem Nichts (oder aus Erde) erschaffen wurden.
Auch den immer wieder vorgebrachten Argumenten der Nichtbeobachtbarkeit von Evolution zieht Dawkins besonders elegant den Zahn, indem er Beispiele für rasch und unmittelbar vor unserem Auge ablaufende evolutive Veränderungen von Organismen bespricht, wie etwa die in Kreationistenkreisen gefürchteten und verhassten Experimente mit Bakterienkulturen von Lenski und Mitabeitern.
Es sei noch darauf hingewiesen, dass Richard Dawkins sich in seinem neuen Buch durchaus noch stark zurückgehalten hat, insofern nämlich die Anzahl vorliegender harter Beweise für die Evolution noch weit höher ist, als anhand der besprochenen Beispiele gezeigt. So wurde etwa der Bereich der durch Spontanmutationen in Keimzellen verursachten erblichen genetischen Krankheiten bei Säugetieren wohl bewusst ausgelassen. Der insgesamt äußerst positive Gesamteindruck, den dieses Buch hinterlässt, wird dadurch aber in keiner Weise geschmälert.
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