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Kundenrezensionen

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am 13. Mai 2011
Beim Lesen dieses herrlichen Dings habe ich teils laut aufschreien müssen vor Lachen, so dass mich die Leute in der Bahn verwundert ansahen. Und das passiert mir eher selten. Für mich ein klares Indiz, dass Stefan Keller mit seinem teils sehr feinen, teils etwas schroffen Humor alle erdenklichen Humorzentren aktiviert. Er zieht alle Register, allerdings nicht ohne zwischendrin immer wieder ernstere Klänge und Themen anzuschlagen, die vor allem mit dem Vatersein, der teils absurden Geschwindigkeit unserer Welt, Heimat und Identität zu tun haben. Alles beginnt im Flieger auf dem Weg nach Malle zu seiner Familie. Er lässt im Kopf die vorausgegangenen Geschehnisse Revue passieren und stellt so sich und die anderen Protagonisten vor, wie auch Prude seine Schwiegermutter, die mir besonders gefallen hat und klärt die Frage, was seine Familie zum Auswandern bewogen hat. Natürlich hat er von Malle eine gewisse Vorstellung, eine, die viele mit ihm teilen. Ballermann lässt grüßen. Doch was er antrifft hat erwartungsgemäß nichts damit zu tun, allerdings auch nicht mit dem was man stattdessen erwarten würde, also dem Gegenteil. Keller spielt geschickt mit den Erwartungen des Leser, übergeht Stereotypen und wartet mit einer Überraschung nach der anderen auf. Zunächst schildert er den Alltag mit seinen Zwillingen in Palma, wo er vor allem mit Pau, seinem Vermieter und "Maria und Josef", der Kindergärtnerin zu tun bekommt. Dann zieht die Familie aufs Dorf, nach Alaro. Auf diese Weise bekommt der Leser einen guten Überblick wie unterschiedlich sich auf Mallorca leben lässt. In Alaro dann, nähert sich die Familie den Mallorquinern deutlich mehr an, und umgekehrt. Die Familie zieht in ein Spukhaus und bekommt es mit schrägen Nachbarn, Tieren und einem grauenhaften, kalten Winter zu tun, was man sich in Deutschland ja kaum vorstellen kann. Dann gerät er noch an einen Vorzeige-Mallorquiner Jaume, der seine Frau anmacht und ihn den letzten Nerv kostet. Das Ende ist dann filmreif. Mir gefiel besonders gut, dass die Mallorquiner nicht als Hinterwäldler oder sonst was dargestellt wurden. Natürlich gibt es Unterschiede, und Keller macht keinen Hehl daraus, doch vermeidet er Wertung und oder packt diese subtil zwischen die Zeilen. Es handelt sich explizit nicht um einen Reiseführer, der irgendwelche Wandertipps o.ä. beinhaltet. Ich denke, der Titel "Mallorca für Fortgeschrittene" bezieht sich eher auf die extrem "fortgeschrittene" Nähe zum Alltag auf Mallorca. Das hier ist saukomische, intelligente Unterhaltung auf hohem Niveau und sicher eines der besten Bücher, die ich seit längerem gelesen habe. Ein Muss für Mallorcafans, Eltern und Leute, die gerne Lachen. Unbedingt kaufen !!!!
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...und heute ist es ein potentielles weiteres Bundesland Deutschlands. Das wurde ja schon mal im Sommerloch von einem Politiker vorgeschlagen und wird auch sonst sehr oft als Bild für diese Insel bemüht. Der Ballermann wird in diesem Buch auf einigen Seiten gewürdigt, ansonsten gibt es recht wenig über die populären Anlaufziele der deutschen Massentouristen zu lesen. Stefan Keller ist mit seiner spanischen Ehefrau und den gemeinsamen Zwillingen nach Spanien ausgewandert und zwar nicht nach Barcelona oder eine andere attraktive Metropole, wie es sich der Kölner Jung hätte vorstellen können, sondern ausgerechnet nach Mallorca, auf die unglaublich schöne Insel mit dem unheimlich schlechten Ruf. Keller erzählt viel, ja sogar sehr viel von seinem Leben. Er ist Musiker, wovon sich freilich nicht sehr gut leben lässt, also musste er sich schon in diversen Jobs austesten, vom Coach bis zum Sekretär. Er selbst nennt sich Sekretärin, was wiederum ein gutes Beispiel für den Humor des Autors ist, der mir persönlich oft etwas zu sehr angestrengt wird. Tommy Jaud Niveau? Das nun auch wieder nicht. Und Keller kann auch anders. Besonders gegen Ende kommt er gut in Fahrt, es wird ernsthafter, informativer und ist dann auch noch schön geschrieben.

Der Leser lernt in diesem Buch die spanische Methode DSL zu installieren, Holz anzuliefern, Häuser zu isolieren und Freundschaften zu knüpfen kennen. Die Schwiegermutter gibt einen kurzen Einblick wie es war als junge, arbeitssuchende Familie 1969 aus dem von der Franco-Regierung geprägten Land in das völlig fremde Deutschland zu kommen, in dem sie höflich aber nie herzlich empfangen wurde. Arbeiten gehen, ernst sein und nach der Arbeit zu Hause verschanzen, so das Fazit der resoluten Dame.

Auch wenn Keller sein Leben durchaus interessant schildert und auch manch lehrreiche und lustige Einblick in das Leben auf Mallorca bietet (in dem es eigentlich nur 2 Monate erträgliches Wetter gibt und ansonsten viel zu heiß oder bei weitem zu kalt ist), so hätte ich mir doch deutlich mehr Tiefe und mehr Details über Land & Leute gewünscht! Die Bücher aus dieser Reihe über Finnland Die spinnen, die Finnen: Mein Leben im hohen Norden und Großbritannien Bitte ein Brit!: Neue Abenteuer auf der Insel haben mir besser gefallen. Aber wie sagt es der Autor so schön: er hat das Gefühl das jetzt alles erst richtig anfängt. Für den Leser kommt diese Erkenntnis etwas zu spät, denn dieser Satz steht auf der vorletzten Seite. Warum werden in dieser Reihe eigentlich immer Rheinländer ins Ausland verschickt? Wie wär's denn mal mit Westfalen, die sind bodenständig und haben einen trockenen, mir persönlich sehr sympathischen Witz. Der Humor der Rheinländer wird überbewertet. Und Mallorca ist zu Unrecht so uncool. Das nehme ich aus diesem Buch mit. Spaß gemacht hat's mir aber und das obwohl ich es nichtmal zur Einstimmung auf eine Mallorca-Reise benutzt habe, wofür es sich freilich recht gut eignen würde.

Mehr ein Buch über das Leben einer jungen Familie statt eines tiefen Einblicks in das Leben auf Mallorca, dafür aber zumindest unterhaltsam.

Wie wär`s jetzt mit einem richtig schön abstrusen Mallorca-Krimi? Satan Loco

3,5 Sterne

364 Seiten, Softcover, Ullstein 2011
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am 10. März 2013
Das Buch ist urkomisch ohne gekünstelt zu sein. Beim Lesen wird man mehr als einmal laut lachen!
Ob man Zwillinge hat oder nicht, ob man Mallorca kennt oder nicht, ganz egal, lesen, lachen, Flug buchen!
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am 30. Oktober 2014
Habe das Buch eher mit Skepsis angelesen und schon bald nicht mehr aus der Hand gelegt. Ich bin seit vielen Jahren regelmäßig auf Mallorca und m.E. erfasst dieses Buch so manche Eigenheiten der Insel und ihrer Menschen außergewöhnlich prägnant. Dem Autor gelingt dies durch einen wunderbar humorvollen, leichten Erzählstil. Hervorzuheben sind zudem die vielen authentisch und ausführlich vorgestellten Episoden: Beim Lesen des Kapitels über den Winter in Alaró habe ich Tränen gelacht, an anderen Stellen das Aroma eines guten Café Cortado in einer Bar in Palma gespürt oder die Leiden und Freuden eines Vaters von Zwillingen miterlebt. Ich habe mich an den Alltagsszenen erfreut, die die kulturellen Unterschiede und Gemeinsamkeiten von Mallorquinern und Deutschen schildern oder mit Spannung den Umzug der Familie in die dörfliche Idylle am Fuße des Tramuntana Gebirges verfolgt. Da das Buch im gleichen Stil auch biografische Ereignisse und Statuspassagen thematisiert (Elternschaft und Generationsbeziehungen, Karriereplanung und Familienleben, Abschiede und Neuanfänge, Kontinuität und Veränderung, die Bedeutung von Freundschaften) ist es auch für jene lesenswert, die mit der Insel weniger vertraut sind.
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am 15. Juni 2011
'Papa ante Palma' hat alles, was ein Buch braucht, damit man es von der ersten bis zur letzten Seite nicht mehr aus der Hand legen möchte: Es ist tiefsinnig, berührend, poetisch, aber vor allem umwerfend komisch. Stefan Kellers Humor, der in einer Liga mit Größen wie Jan Weiler spielt, speist sich aus dem satirischen Blick des Autors und ich habe an vielen Stellen einfach laut auflachen müssen. Sehr plastisch und mit feinster Selbstironie schildert Keller all die Absurditäten des Alltags, die ihm die mallorquinische Kultur und seine beiden äußerst temperamentvollen Zwillingsmädchen bescheren ' zum Beispiel, wenn sie, anstatt sich über den Badespaß zu freuen, den ihr Vater ihnen mit einem Tag am Meer bieten will, lieber den Inhalt des Obstkorbs am Strand verteilen, ihm beim Umziehen das Badetuch wegreißen und wegen des heißen Sands einen hysterischen Anfall kriegen (während die anderen spanischen Kinder daneben stillvergnügt Burgen bauen). Ein echtes Pointenfeuerwerk!

Sehr gesteigert wird das Lesevergnügen übrigens durch die Passagen, in denen Keller den spanischen Akzent (oder auch deutsche Dialekte wie Kölsch oder Berlinerisch) nachahmt. Wer ein bisschen Spanisch kann, wird feststellen, dass sich Deutsch sprechende Spanier exakt so putzig anhören wie zB Herr Nada, der Stefan am ersten Tag seiner Tätigkeit als Sekretärin im deutsch-spanischen Funkhaus aufträgt, doch bitte als erstes Projekt die Arbeitszeugnisse der Kollegen zu verfassen ('Die espanisse Redacionn wird eschlißen bald. Noc drrei Monate, dann isst geslossen. Bitte esreiwe Esieh die Eseugnisse der Mitarweita').

Besonders gefallen hat mir Kellers scharfe Beobachtungsgabe. Ich habe selbst vier Jahre auf der Insel gelebt und hätte auf jeder Seite ausrufen mögen: Genauso war es! -ohne dass ich es selbst in diese Worte hätte fassen können: Von den Sascha-Hehn-Typen in Palmas Altstadt über die wilde Verkabelei der Häuser, um Telefon zu bekommen, verschimmelte Wände im Winter bis hin zu den skurrilen Dorffesten mit Teufeln und Feuerzauber stimmt einfach alles. Insofern die perfekte Urlaubslektüre für alle, die sich auf eine Reise ans Mittelmeer einstimmen wollen. Perfekt aber auch für alle anderen, die sich einfach nur glänzend unterhalten lassen wollen.

Kurz und gut: Mit Stefan 'Steve' Keller ist ein neuer Stern am Firmament der deutschen Unterhaltungsliteratur aufgegangen,' bitte noch viel mehr davon!!! Und wann kommt der Film?
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am 29. Juni 2011
Stefan Keller gelingt es, beim Leser ein ständiges "Ja-das-hab-ich-auch-schon-mal-erlebt-Gefühl" zu erwecken. Immer wieder habe ich beim Lesen in der Bahn oder im Park lauthals losgelacht (und viele neidische Blicke geerntet),denn der Autor versteht es, seine scharfsinnigen Beobachtungen liebevoll und pointiert wiederzugeben. Von der ersten bis zur letzten Seite ist es auf jeden Fall ein Riesenspaß,eben ein Gute-Laune-Buch ohne dabei jemals oberflächlich zu sein. Einmal angefangen, möchte man dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen..höchstens, um es anderen als Lesehäppchen anzubieten ;o)
Absolut empfehlenswert! Unbedingt kaufen!
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am 4. November 2014
Ich mochte es schon immer, im Urlaub Bücher zu lesen, die an meinem aktuellen Aufenthaltsort handeln. So kann ich mich perfekt auf den Urlaub einstimmen und bekomme dazu auch gleich ein paar Tipps, welche Orte man z.B. besuchen sollte.
Dieses Buch begleitete mich also nach Palma und ein paar Vororte. Wirklich nett zu lesen, wie die Mallorquiner so ticken. Vieles mag überzeichnet sein (vor allem die Dörfler), aber es ist in jedem Fall lustig zu lesen. Running Gag ist natürlich das Aufeinanderprallen der deutschen mit der spanischen Mentalität. Sehr empfehlenswert zur Urlaubsvorbereitung und - begleitung!
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am 26. Januar 2015
Schön, wie der Autor es schafft, das man in den Alltag der Familie auf Mallorca hinein findet. Locker, unverkrampft und mit spitzer Zunge, entführt er uns auf diese Lichtinsel. An vielen Stellen wurde aus meinem Schmunzeln ein herzhaftes Lachen, welches ja gesund sein soll. Wer dies auch geniessen will, ist mit dieser Lektüre Bestens bedient. Auf mit Stefan Keller nach Malle. Es zu lesen lohnt sich.
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am 28. September 2011
Verbringe fast jeden Urlaub auf Mallorca, bin auch Musiker und habe ein Kind, daher passt das Buch voll.
Obwohl ich sonst überhaupt keine Leseratte bin, hat mich dieses Buch doch gefesselt.
Und wenn man die inseltypischen Stories liest und sich die Bilder der authentischen Erzählungen von Steve vor Augen führt,ist es doch wie ein Stück Urlaub.
Zugreifen und Flasche Rotwein dazu ! :-)
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am 12. Juli 2012
Im Presseshop eines Bahnhofs sah ich kürzlich "Papa ante Palma" und blieb am Titel hängen. Das Cover versprach eher seichte bis kitschige Unterhaltung, aber da mich alles anspricht, was mit Spanien zu tun hat, dachte ich mir: "Ach komm, scheiß drauf, Hauptsache Spanien". Außerdem hatte ich gerade gute Laune nötig. Und die gibt es in "Papa ante Palma" zu Hauf.
Am Ende des Buches habe ich überlegt, ob ich eine Message in dem Buch erkennen muss, bin aber zu meinem persönlichen Entschluss gekommen, dass der Roman einfach den Lebensabschnitt einer Familie erzählt, an dem teilzuhaben viel Spaß macht.
Mein Freund musste sich mehr: "Das muss ich Dir gerade mal vorlesen" anhören als ihm lieb war und auch ich musste in Bahn und Bus öfter mal laut auflachen und habe mich sehr über Schweinsköpfe, verlorene Handtücher, spanisch-exotische Namensgebungen, einen plärrenden Papageien (dem ich nicht immer alles geglaubt habe) und ganz besonders über den Gemeindepräsidenten amüsiert.
Ich mag Stefan Kellers Wortspiele, Formulierungen und Humor und meine beobachtet zu haben, dass er sich manchmal in emotionalen Momenten verloren hat (im positiven Sinne), wo das Buch plötzlich mehr Tagebuch als Unterhaltungsroman wird, gerade, wenn es plötzlich auch noch um Musik geht. Ein Buch für Balkon, Bett- und Strandlaken, mit einem sehr menschlichen, warmen und erfrischend frechen Schreibstil.
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