Kundenrezensionen


43 Rezensionen
5 Sterne:
 (29)
4 Sterne:
 (10)
3 Sterne:
 (3)
2 Sterne:    (0)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


171 von 176 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Rundum gelungen!
Richard David Precht erzählt von seiner marxistischen Kindheit im westdeutschen Solingen. Die Eltern sind überzeugte Linke, sie adoptieren Waisenkinder aus Vietnam und träumen vom sozialistischen Einheitsstaat. Raumschiff Enterprise und Coca-Cola kommen ihnen nicht ins Haus. Dafür Frederik Vahle, Franz Josef Degenhardt und das GRIPS Theater.
In...
Veröffentlicht am 14. Februar 2006 von lieblingsfarberot

versus
4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Stärke des Buches ist zugleich seine Schwäche
Precht schildert seine Kindheit in der Solinger Provinz. Er wurde 1964 geboren, erlebte somit die sagenumwobenen 68er Jahre als Kind und zudem weitab vom Trubel der Weltrevolution in Frankfurt oder Berlin. Seine Eltern engagieren sich über Terres des Hommes für vietnamesische Waisenkinder. Zwei von ihnen werden in die eigene Familie aufgenommen. Politisch stehen...
Veröffentlicht am 25. Juli 2012 von Tom Kadi


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Größtenteils großartig, 14. Mai 2010
Der Anfang ist absolut großartig. Eine Darstellung, die es einem unmöglich macht, nicht sofort Bilder der Geschichte vor sich zu sehen. Man steckt direkt im Geschehen und es ist wunderbar, diese Zeit durch Kinderaugen und mit Kindergedanken zu erleben - erfrischend. Ich war derart begeistert, dass das Ende dann leider fast langweilig wurde und ich es nur noch aus Prinzip zu Ende gelesen habe.
Weil ich aber (bis aufs Ende) absolut begeistert war, ist es eines meiner Lieblingsbücher.
Viel Freude beim Lesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ständige Veränderung, 8. Dezember 2008
Precht erinnert sich in diesem interessanten und offen geschriebenen Buch an seine Kindheit und Jugend, an seine Eltern, Geschwister , seine Lehrer und wie man in linken Kreisen so lebte in den siebziger Jahren in der alten BRD. Dieses Jahrzehnt begann hoffnungsvoll und war zunächst geprägt von Aufbruchstimmung, Zukunftsglauben und Zuversicht sowie dem Wunsch nach sozialer Gerechtigkeit, Versöhnung und Humanität.
Zum Ende des Jahrzehnts war die "vorrevolutionäre Zeit" vorbei, es herrschte Katerstimmung und ein neuer kalter Krieg kündigte sich an. Die Grünen formierten sich und politisch ging es nun um Ökologie und die Friedensfrage.
Später kündigt sich die Globalisierung an und ein gewisser Niedergang ist zu verzeichnen. Anfangs des neuen Jahrhunderts stellt der Autor fest, dass die Straßen seiner Heimatstadt schlechter werden, kein Geld im kommunalen Beutel ist und die Kanalisation an einen US-Konzern verpachtet wird, für die nächsten hundert Jahre.
Heute sind diese "hundert Jahre" quasi schon vorbei, der US-Konzern wird "Heuschrecke" genannt und ist selbst pleite.
Als Erwachsener resümiert Precht, dass die Hoffnungen auf eine fortschrittliche, blühende und sozialistische Republik begraben worden sind. Und "links" zu sein, sei heute das Gefühl, definitiv nicht rechts zu sein. Er würdigt die Bewegung von 68 und stellt fest, dass die Probleme , denen sich diese Bewegung stellte, immer noch präsent sind. So leiden 840 000 000 Menschen in der Welt an Hunger, etwa 6 Millionen Kinder unter fünf Jahren sterben Jahr für Jahr an Unterernährung.
Macht sich darüber heute noch jemand in Deutschland Gedanken ?

Vieleicht, so schreibt der Autor, ist es von Vorteil, dass in Deutschland heute mehr gefragt als vorschnell geantwortet wird.
Andererseits, wer gibt denn die Antworten? Ist noch jemand verantwortlich für die schnelle Abfolge der Krisen?

In diesem Buch werden keine Antworten gegeben. Es ist keine Anleitung zum handeln.
Es regt zum nachdenken an über die Vergänglichkeit oder auch Beständigkeit politischer Bewegungen und Systeme, persönlicher Einstellungen und wie Zeitgeist und Familie uns alle prägen.
Nicht besonders verwundert stelle ich also fest, dass heute wieder ein anderer Wind weht, als vor drei Jahren, als dieses Buch erschien.
Man kann sich also auf eines verlassen: alles ändert sich unaufhörlich.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Stärke des Buches ist zugleich seine Schwäche, 25. Juli 2012
Von 
Tom Kadi (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Precht schildert seine Kindheit in der Solinger Provinz. Er wurde 1964 geboren, erlebte somit die sagenumwobenen 68er Jahre als Kind und zudem weitab vom Trubel der Weltrevolution in Frankfurt oder Berlin. Seine Eltern engagieren sich über Terres des Hommes für vietnamesische Waisenkinder. Zwei von ihnen werden in die eigene Familie aufgenommen. Politisch stehen sie der DKP nahe, was dazu führt, dass sich das Kind mit der Sowjetunion und der DDR identifiziert. Schon in der Grundschule, noch mehr aber im Gymnasium eckt er an und wird zum Außenseiter, der sich für Oleg Blochin und nicht für Beckenbauer begeistert. Der Soundtrack der Familie wird von Degenhardt, Hannes Wader und Süverkrüp bestimmt, amerikanische Rockmusik und lange Zeit auch das Fernsehen werden abgelehnt. Es ist sympathisch, dass diese Autobiografie nicht ein weiteres Abrechnungsbuch ist. Bei aller vorsichtigen Kritik wird Precht nie denunziatorisch. Doch das ist zugleich auch die zentrale Schwäche seiner Darstellung: Es mag nachvollziehbar sein, dass 68-Linke in diesem Teil der Provinz in Richtung DKP orientieren. Das dies aber eine Fehleinschätzung war und an der DDR entschieden mehr verkommen war als die Berliner Innenstadt oder der Tierpark verliert der Autor dann doch etwas zu sehr aus dem Blick. Sein Bemühen die Eltern und ihre politische Sozialisation zu verstehen, führt auf der gesellschaftlichen Ebene zu einer verklärenden Verharmlosung der Verhältnisse in der DDR. Zudem hat man in den letzten Kapiteln ein wenig den Eindruck, als ob der Verfasser so langsam die Lust verloren hat - da mäandert seine Lebensgeschichte so ein wenig unentschlossen aus.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Noch besser als erwartet, 11. Juli 2012
Neugierig gemacht hatte mich der interessante Titel und ich bin selten so schnell nach dem Erscheinen eines Films im Kino gewesen. Der Film hat mir sehr gut gefallen und schon damals fand ich es beeindruckend, dass die kleinen und größeren Erlebnisse hauptsächlich der Kinder auch bei Zweifeln im Nachhinein nie wie Belege für die Borniertheit der Eltern dargestellt wurden. Das war eben so, fertig. Die Kinder haben das so oder so empfunden, die Eltern damals so oder so entschieden, basta.
Beim Lesen des Buches war ich wieder genauso begeistert. Und auch dankbar für die vielen Informationen, die dieses private Geschichtsbuch sehr anschaulich machen. Das Buch ist also auch in diesem Fall bedeutend tiefgründiger als der Film. Es stimmt schon, dass die Anekdoten über die Erlebnisse der Familienmitgleider unterhaltsamer sind als beispielsweise die grausamen Tatsachen über den Vietnamkrieg, aber ich finde sie notwendig. Für das Verständnis der Zeit und beispielsweise des Verhaltens der Eltern, vor denen ich übrigens den Hut ziehe, bei allen "Fehlern", die sie vielleicht später ähnlich sahen. Sie haben es sich nicht leicht gemacht, ihre Haltungen immer wieder hinterfragt und waren immer sie selbst.
Dass die Gründe für das Scheitern ihrer Ehe ebensowenig dargelegt werden wie die für den Selbstmord der Oma, wie hier öfter mal bemängelt wird, ist für mich kein Fehler dieses Buches. Sie würden nicht mehr dem Verständnis von Charakteren und Verhaltensweisen dienen und dürfen somit als etwas angesehen werden, das niemanden etwas angeht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unsere geschichte, 26. August 2009
Von 
zunächst hat mic h der titel des buches stutzig gemacht, weil mir da spontan carlo levis "christus kam nur bis eboli" eingefallen ist. beim lesen schien es aber nur ein zufall zu sein. aber diese nette art der autobiographie hat mir sehr zugesagt, zumal es ja der teil der geschichte ist, welcher sich zu meiner zeit, wenn auch im nachbarland abspielte. eine sehr sympathische art der geschichtsdarstellung und - soweit ich es beurteilen kann - auch sehr genau bzw. informativ.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Liebevoll, bewegend, desillusionierend!, 29. Mai 2009
Precht schildert seine Kindheit und Jugend im kleinbürgerlichen Solingen in seiner linken Familie. Trotz aller Kritik an seinen Eltern und den Nöten, in die er durch deren politischen Überzeugungen gerät, werden Eltern und Geschwister liebevoll gezeichnet und die marxistische Entwicklung der engagierten Eltern anhand der jeweiligen politischen Ereignisse in der BRD nachvollziehbar geschildert. Die Konflikte, die Precht mit seinen Eltern durchmacht, aber auch mit einer Umwelt, die konservative Wertanschauungen vertritt, haben mich sehr bewegt, auch wenn manche Konflikte grotesk und komisch erscheinen. Immer wieder musste ich an Erich Frieds Gedicht "Kinder und Linke" denken: "Wer Kindern sagt, Ihr habt rechts zu denken, der ist ein Rechter. Wer Kindern sagt, ihr habt links zu denken, der ist ein Rechter...". Mich hinterließ das Ende des Buches etwas traurig und desillusioniert: Der Autor wirkt in seiner aktuellen Selbstdarstellung wie jemand, der an nichts mehr glaubt und keine politischen Utopien mehr hat, vielleicht weil er gesehen hat, wie seine Eltern daran gescheitert sind...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


29 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Unter Linken, 12. Mai 2009
Wie Jan Fleischhauer ist auch Richard Precht im linken Bildungsbürgertum der 60er und 70er Jahre aufgewachsen. Nur hat er im Gegensatz zu Fleischhauer bis heute dazu keine Distanz entwickelt, sondern nimmt das alles weiterhin sehr ernst. Das wäre ja auch durchaus in Ordnung, denn es war längst nicht alles schlecht, was seine Eltern damals so gemacht haben. Nur ist es leider so, dass die Geschichte seiner Kindheit und Jugend alles in allem nicht interessant genug ist, um ein ganzes Buch darüber zu schreiben. Er ist ihm allerdings gelungen, die politische Entwicklung der Bundesrepbulik von den 60er bis in die 80er Jahre sehr genau zu beschreiben, vor allem das Spektrum links der Mitte (Entstehen der Grünen etc.), und dies macht sein Buch dann doch über längere Strecken lesenswert.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Precht kann sehr lustig sein, 11. April 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Precht kann sehr lustig sein, das stellt er mit diesem Buch unter Beweis, ich war begeistert und habe es innerhalb eines verlängerten Wochenendes gelesen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Meine Zeit, 9. Juni 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch war ein Einblick in die Zeit meiner Kindheit und Jugend, da ich ähnlich alt bin. So hätte es sein können, wäre ich in einer politisch interressierteren Familie aufgewachsen. Es hat mir sehr gut gefallen.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Precht, 11. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
gerne lese ich den ja und empfehle weiter, ein wacher, offener und genauer geist, der von seiner leidenschaft getrieben wird , alles war in Ordnung
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Lenin kam nur bis Lüdenscheid: Meine kleine deutsche Revolution
Lenin kam nur bis Lüdenscheid: Meine kleine deutsche Revolution von Richard David Precht (Taschenbuch - 15. April 2011)
EUR 8,99
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen