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Kundenrezensionen

36
4,3 von 5 Sternen
Der Weg in den neuen Kalten Krieg
Format: TaschenbuchÄndern
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30 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Januar 2009
Mit dem vorliegenden Buch dokumentiert der bekannte Journalist und ARD-Korrespondent Peter Scholl -Latour Texte aus Dokumentationen, Presseartikeln und Interviews seit den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11.09.2001 in New York. Er hat sie in strenger chronologischer Folge abgedruckt und, wie er in seinem Prolog betont, ohne nachträgliche Berichtigung gelassen. Als "greisen König der Unken" habe man ihn oft, durchaus wohlwollend, bezeichnet. Wenn er jetzt unveränderte Texte aus acht Jahren vorlege, dann wolle er damit zeigen, dass er, wie weiland Kassandra, mit den meisten seiner Analysen und Vorhersagen recht behalten habe. Dies tue er auch deshalb, weil er damit rechne, mit seiner neuen These von einem "Neuen Kalten Krieg", in den wir schon längst zurückgefallen seien, auf heftigste Kritik zu stoßen. "Die Beschwichtigung von Politikern und Publizisten, die sich daran gewöhnt haben, harte Realitäten zu leugnen oder schön zu reden, bis das Unheil über sie hereinbricht, kann daran nichts ändern ...Gemessen an den Spannungen, die unsere gegenwärtige Situation einer enthemmten strategischen Globalisierung kennzeichnen, mag uns der ,Kalte Krieg von gestern' - nachdem einmal der apokalyptische Punkt der Kubakrise überwunden war - als eine verlässliche Kohabitation von zwei konträren Machtsystemen erscheinen."

Die Lektüre der über hundert Texte verschafft dem Leser einen engagierten und klugen, dabei immer analytisch skeptischen Überblick über die Krisenherde und Spannungsgebiete der Welt in den letzten acht Jahren zwischen 9/11 und der Wahl Barack Obamas zum neuen amerikanischen Präsidenten, die er in einem kurz vor der Drucklegung des Buches geschriebenen Epilog würdigt, in dem er auch auf die Ursachen und Folgen der weltweiten Finanzkrise eingeht. In ihr sieht er die Gelegenheit und auch die Hoffnung, dass die Europäer wieder zu einer gemeinsamen Politik finden, die sie in den bevorstehenden Auseinandersetzungen und Konflikten in diesem Neuen Kalten Krieg auch dringend brauchen, wollen sie nicht von den neuen Achsenmächten gegen die Wand gedrückt werden.

Wieder einmal zeigt sich Peter Scholl -Latour als der unbestechliche, in kein politisches Schema einzuordnende Realist und Skeptiker, der ohne ideologische Scheuklappen die Konflikte in der Welt analysiert. Auf den neuen US-Präsidenten Obama sieht er schwere Zeiten zukommen, und wie so viele fragt er sich, wie Obama mit der schweren Hypothek der Regierungsjahre von Bush wirklich regieren kann.

Man kann sicher sein, schon bald nach den ersten hundert Tagen dieses ersten schwarzen Präsidenten wird Peter Scholl-Latour auf seine unnachahmliche Art eine politische Zwischenbilanz ziehen, sei es im TV als Kommentator oder als Gastautor einer Tages- oder Wochenzeitung.

Die Lektüre dieses Buches gleicht einem Schnelldurchgang durch die ersten Jahre des neuen Jahrtausends und ist genauso atemberaubend wie das, was es beschreibt.
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Peter Scholl-Latour gibt in seinem neuen Buch einen chronologischen Rückblick der internationalen Ereignisse von 2001 bis 2008.

Anstelle des bipolaren Konfliktes des Kalten Krieges mit den beiden Supermächten sind die USA als Gewinner hervorgetreten. Diese Führungsrolle wurde jedoch missbraucht, indem man als Weltpolizist auftreten wollte und sich imaginäre Gegner, welche man als Schurken oder Terroristen bezeichnete, geschaffen hat. Neben dem offiziellen Ziel, anderen Nationen zu Demokratie zu verhelfen, scheinen ökonomische Aspekte den Ausschlag der Interventionen gegeben zu haben. Das bekannte Resultat ist leider erschreckend. Die zwei angezettelten Kriege in Afghansitan und Irak haben sich für die Bevölkerung dieser Länder, sowie ebenfalls für die USA, als Katastrophe entpuppt, und Chaos und Bürgerkrieg hinterlassen. Die Invasoren haben bis heute keine Friedenslösung gefunden. Aus Besatzern wurden hilflose Belagerte. Das Ziel einer Befreiung und Demokratisierung dieser Länder wurde verfehlt. Es entwickelte sic hein asymmetrischer Konflikt wo ein hochgerüsteter Staat kleine Gruppen von Widerstandskämpfern nicht bezwingen kann.

Neben diesen Schauplätzen rumort es ebenfalls in Afrika (Kongo, Sudan,...), Libanon, Palästina, Georgien, um nur einige zu nennen. Hinzu kommt der wirtschaftliche Zusammnebruch 2008, ausgelöst durch die Immobilienkrise der USA.

Es scheint dass die USA, welche ihre Führungsrolle missbraucht haben, diese in Zukunft mit anderen Staaten teilen muss (ein aufstrebendes China, ein wiedererstarkendes Russland ?, das « alte Europa » falls es der EU gelingt geschlossen aufzutreten). Ebenfalls darf man gespannt sein, was der Präsidentenwechsel der USA bewirkt.

Scholl-Latour hat wieder kein Blatt vor den Mund genommen, alle Schauplätze kritisch analysiert, und mit Hilfe seiner jahrzehntelangen Erfahrung die nötigen Schlüsse gezogen. Trotz des Alters des Autors bleibt zu hoffen, dass noch weitere kritische Werke folgen.
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26 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Dezember 2008
Nach dem Ende des Kalten Krieges und dem Zusammenbruch der Sowjetunion trat der Westen als Sieger der Geschichte auf. Nato-Osterweiterung, Balkankriege, Afghanistan-Einmarsch oder Irak-Feldzug - sie alle wurden ohne Rücksicht auf Russland oder andere Mächte in Szene gesetzt. Einer der wenigen, die diese Muskelspiele von Anfang an mit Skepsis beobachtet haben, ist Peter Scholl-Latour. Frühzeitig hat Deutschlands erfahrenster Kommentator des Weltgeschehens vor der Isolation Russlands, der Explosivität des Nahen und Mittleren Ostens, der Herausforderung durch China und der Überdehnung der westlichen Kräfte gewarnt. Auch die aktuellen Konflikte im Kaukasus, in Pakistan, im Iran oder im Osten Afrikas hat er seit langem vorausgesehen. Sie alle sind die Vorzeichen eines neuen Kalten Krieges zwischen Moskau, Peking und Washington, den der Westen nur verlieren kann. Im Buch wird der Zeitraum von 2001- 2008 abgedeckt.

Auch die Situation Deutschlands, in der Weltpolitik betrachtet Peter Scholl-Latour äußerst skeptisch. Er zeigt auf wie die Regierung sich willig von den USA missbrauchen lässt (auch die NATO) und die Folgen für Deutschland katastrophal enden könnten.
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78 von 89 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
"Terrorismus ist nicht die Definition für einen Gegner, sondern für eine Form der Kriegsführung." (Prof. Zbigniew Brzezinski)

In seinem Prolog gibt der "greise König der Unken" (zu dem er einst von einem wohlgesinnten Kollegen gekrönt wurde) zunächst eine kurze Bestandsaufnahme der Gegenwart. Hierbei stellt er fest, dass der "Kalte Krieg von gestern" nach der überwundenen Kubakrise eine geradezu verlässliche Kohabitation zweier konträrer Machtsysteme gewesen sei. Diese hatten sich in entlegenen Weltgegenden zwar Stellvertreterkriege geliefert, jedoch auch gleichzeitig in mitunter an Komplizenschaft erinnernder, gegenseitiger Konsultation und Mitteilung, geübt. Im strategischen Patt des nuklearen Vernichtungspotentials genossen auch die Westeuropäer einbeachtliches Maß an Sicherheit und Stabilität, in dem sie sich in Ruhe der Häufung ihres Wohlstandes widmen, sich jeder schicksalhaften Verantwortung entziehen konnten. Mit dem Untergang der Sowjetunion fand diese bipolare Weltordnung ein Ende. Auf eine kurze hegemoniale Phase mit der Hoffnung auf eine "pax americana" sollte der multilaterale, asymmetrische "Neue Kalte Krieg" folgen, der sich jedem Kalkül und heimlicher Abstimmung entzieht. Nach einem Rückblick auf Entwicklungen (Süd-Ossetien), die er bereits 1996 in seinem Buch "Das Schlachtfeld der Zukunft" vorausgesehen hatte, bildet ein recht persönliches Interview mit dem Nachrichtenmagazin Focus den Abschluss der Einleitung. Hierin bekennt der 84jährige Journalist und Publizist, der im Besitz der französischen und deutschen Staatsangehörigkeit ist, unter anderem, dass er lediglich noch nicht in Ost-Timor gewesen sei.

Mit den Überschriften seiner acht Kapitel, die er nach den chinesischen Sternzeichen als "Jahr der Schlange" (2001), des Pferdes (2002), des Schafs (2003), des Affen (2004), des Hahns (2005), des Hundes (2006), des Schweins (2007) und Ratte (2008) tituliert hat, huldigt der Autor einem Kulturkreis, dem im Zuge der Globalisierung eine eminente Bedeutung zukommt. In 100 Essays und zwei weiteren Interviews gibt Dr. Scholl-Latour einmal mehr Beispiele einer multidimensionalen Betrachtungsweise, die sich auf profunde Geschichtskenntnisse, eigene Erfahrungen vor Ort, differenzierte Analysen und daraus resultierende, vielmals treffende Zukunftsprognosen begründet. Hierzu einige Beispiele: Ein zentrales Thema des "Deutsch-Franzosen" sind die Kernstaaten des Abendlandes, die als "Karolingischer Block" mit mehr als 140 Millionen Menschen über mehr Einwohner und eine stärkere Wirtschaftskraft als die Russische Förderation verfügen (Seite 81). Diese "Karolingischen Keimstaaten" sollten sich anders als, und gegenüber den USA zu einer Regionalmacht ohne globale Hybris entwickeln, die dem Kontinent wieder Eigengewicht und Würde verleiht (S. 169). George W. Bush hat sich in seinem globalen Hegemoniebestreben (S. 79) mit seinem "Feldzug gegen die Schurkenstaaten und die Achse des Bösen" in den Treibsand eines unbegrenzten Phantomkrieges verirrt (S. 123). Bereits 1997 hatte Tariq Aziz gegenüber Scholl-Latour prognostiziert, dass der US-amerikanische Feldzug zu einer heillosen Verzettelung und zum Fehlschlag verurteilt sei (S. 49). Das Scheitern der vorzüglichen Armee Israels bei ihrer Libanon Offensive im Jahre 2006 war ein typisches Beispiel für die Unfähigkeit konventioneller Streitkräfte gegen Gotteskrieger (Hizbullah), die auf Zermürbung und Abnutzung S. (343) setzen, zu obsiegen.

Während Donald Rumsfeld Bulgarien und Albanien als Beispiel des "Neuen Europa" (S. 47) lobte, wurden die Deutschen ignoriert und die Franzosen bestraft (S. 162), da sie sich nicht der "Koalition der Willigen" (S. 172) anschließen wollten. In Hinblick auf die "maßlose Ausweitung der EU" auf 27 Mitglieder sollten wenigstens Deutschland und vielleicht der karolingische Kern des Abendlandes einen unabhängigen Standpunkt zu vertreten und eine souveräne Außenpolitik und Strategie für Europa zu definieren (S. 232)

Die Mehrzahl der im Westen agierenden Terroristen seien Intellektuelle der dritten Einwandergeneration., die im Trugschluss einer törichten "Multi-Kulti-Ideologie" als integrierte Bürger galten (S. 175). Die von Amerika gewünschten "Freien Wahlen" in den Staaten des Orients kämen unweigerlich den islamisch orientierten Parteien zugute (S. 195). Die Demokratie drohe am Ende an der Heuchelei ihrer Prediger zu ersticken, indem z. B. Weißrussland die Teilnahme an den europäischen Institutionen von Straßburg verweigert wird, während die Despoten des Südkaukasus (Georgien & Aserbaidschan) weiterhin hochwillkommen sind (S. 200). Das Raketenabwehrsystem in Polen und die Radaranlage in Tschechien sind eine Provokation Russlands, die eine Stationierung von Raketen in der Kaliningradskaja Oblast nach sich ziehen wird (S. 249). Unter der Überschrift "Großmacht ja, Weltmacht nein" gibt der einstige Jesuitenschüler Peter Scholl-Latour am 30.11.2007 der als Sprachrohr der Neuen Rechten bezeichneten Wochenzeitung "Junge Freiheit" ein Interview (S. 267). Dennoch lässt sich der Verehrer Charles de Gaules und Sympathisant Helmut Schmids nicht in die Rechte Ecke stellen, wenn er feststellt, dass die Partei "Die Linke" von Ihren Gegnern als Nachfolgeorganisation der kommunistischen Funktionäre der DDR diffamiert wird, dies aber schon längst nicht mehr ist (S. 328). Auf Seite 28 bekennt er sogar, dass er mit Oscar Lafontaine befreundet ist und ihn manchmal zusammen mit Peter Gauweiler treffe (S. 28). Außerdem haben sich die Warnrufe des Linksozialisten und seine Verdammung des Turbo-Kapitalismus als weitgehend berechtigt erwiesen. (S. 328). Der Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft konstatiert, dass selbst der Rückzug auf die Grüne Linie von 1967 den Israeli nicht gedankt, vielmehr als Zeichen der Schwäche gedeutet würde (S. 314.

Mit "Der Schwarze Mann im Weißen Haus" vom 5. November 2008 (S. 333) gibt es einen hochaktuellen Abschluss und einen zukunftorientierten Ausblick von Scholl-Latours Analysen für alle regionalen und globalen Konflikte des "Asymmetrischen Krieges". Da nicht jedem Leser entsprechende Vorkenntnisse unterstellt werden können, wäre ein Glossar. mit Erläuterungen zu Manichäer (S. 13), Rapallo und Taurogen (S. 272), Umma usw., sowie die eine oder andere Landkarte wünschenswert gewesen. 4 Amazonsterne.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 23. Juli 2010
Er muss ja (hoffentlich!) nicht immer des Pudels Kern entdeckt haben, aber seine Vorhersagequote sollte unsere "Polit-Profis" erschrecken. Super zu lesen. Lehrreich und spannend und man verlässt kein Kapitel ohne ein neues Argument gehört zu haben.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Februar 2010
Der große Journalist und Kenner der Teile der Welt, die uns oft genug nur aus Sicht der Vasallen der USA geschildert wird, nimmt wieder einmal kein Blatt vor den Mund.

In seinem flüssigen und fesselnden Schreibstil setzt PSL bewußt Kontrapunkte gegen
den Mainstream und vor allem reißt er allen Polikern die Maske vom Gesicht, die ihrem Volk, dem sie eigentlich verpflichtet sind, mit Schreckensbildern vorgaukeln, daß es einen übergeordneten Sinn ergibt, weltweit Menschen in Kriege zu schicken und dort umkommen zu lassen.

Eine großartige Idee, anhand von tagebuchähnlichen Passagen, uns die vergangenen Jahre und Konflikte aus der objektiven Sicht des PSL noch einmal in Erinnerung zu rufen.

Das Buch liest sich wie ein spannender Roman und am Ende ist man dankbar, dass es noch viel Sachverstand gibt, und entsetzt, dass wir davon in der aktuellen Politik so wenig davon erkennen können.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. Januar 2010
Dies ist mein erstes Buch von Peter Scholl-Latour und ich bin begeistert welche unglaubliche Kenntnis er von anderen Kulturen und Völkern hat.
Das Buch besteht aus einer chronologischen Auflistung von Interviews, Reportagen und Texten Scholl-Latours. Es beginnt im Herbst 2001 und dem beginnenden Krieg gegen den Terror und endet im Herbst 2008 mit der Wahl Obamas zum amerikanischen Präsidenten.

Scholl-Latour geht bei seinen Analysen vor allem im nahen und mittleren Osten besonders auf die ethnische Struktur der Bevölkerung ein und erklärt so manchen Konflikt, den die Medien nur oberflächlich behandeln. Überhaupt malt er sich immer selbst ein Bild von der Lage in den Kriesengebieten und das weicht oftmals sehr stark von der Lageschilderung der Medien ab.

Dadurch, dass das Buch aus zusammengetragenen Berichten besteht, kommt es auch des öfteren zu Wiederholungen. Besonders bei Berichten über den nahen/mittleren Osten. Auch, dass er die demokratische Regierungsform mehrfach angreift halte ich für nicht immer gerechtfertigt.

Ich finde das Buch sehr lesenswert, vor allem auch, weil es Einblicke in die Geschichte gibt, die man selbst vielleicht gar nicht so wahrgenommen hat.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
In den Herrschaftshäusern von Nah-, Mittel- und Fernost ging er ein und aus, hielt Kaffeklatsch mit dortigen führenden Militärs und stellte Fragen, bei deren blosen Gedanken es jedem Außenministerchen wohl dicke Schweissperlen auf die Stirn getrieben hätte!
Ob man ihn nun Journalist, Historiker, Politologe, Ethnologe oder sonstiges nennt bleibt jedem selbst überlassen.
Keineswegs ist es aber so dass er von jedem nur etwas versteht sondern seine Prognosen und Sittengemälde, der von ihm besuchten Länder, sind glaubhaft und nachvollziehbar untermauert von historischen Kenntnissen, Tatsachen und Fakten aktueller Zeitgeschichte und scharfer Kombinationsgabe.
Unseren Politikern wird es nicht gefallen was er schreibt, denn es ist wider der pseudomoralischen political correctness, sowie sonstigen Heilsverkündungen.
Unsere Soldaten jedoch lesen, in den unwirklichsten Gegenden der Erde, wo sie im Rahmen einigdeutscher Volksbeglückung und hündiger US-Hörigkeit entsandt wurden, seine Bücher.
So ist es auch nicht verwunderlich dass der Titel dieses Buches vorerst ungläubiges Stirnrunzeln hervorruft, letztendlich aber aufzeigt auf welchem gefährlichen Irrweg unsere Politik sich befindet.
So warnt er, den politische Korrektheit schon lange nicht mehr interessiert, vor blindem Aktionismus und krankhaftem Globalisierungswahn und zeigt auf wo solche Ideologien, ähnlich unsere EU-Heilserweckungsbewegung, kläglich und gar blutig scheiterten.
Man mag den Peter verehren oder anspeien letzt endlich fällt mir das passende Zitat von Voltaire ein:
"Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür einsetzen, dass du es sagen darfst."
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 25. März 2015
Fakten, Zusammenfassungen, Hintergründe. Bestes Wissen gesammelt und sortiert vom einem Meister der Betrachtung der Weltpolitik. Ich finde keinen Punkt, an dem ich etwas zu kritisieren hätte. Das einzig Bedauerliche ist, dass Scholl-Latour leider im letzten Jahr starb, und deshalb solche Qualität noch seltener wird.
Auch wenn es Leute gibt, die ihn als den ständigen Pessimisten abtun, als "König der Unken", haben doch alle seine Werke (dieses hier eingeschlossen) gezeigt, wie recht er immer wieder hat. Ein echter Kenner von Land und Leuten, der weit über nackte Beschreibung hinausgeht, sondern in die Tiefe hinein analysiert.
Sollte Pflichtliteratur sein für alle Politiker.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. April 2015
Was Scholl-Latour damals schon vorausgesehen hat ist nun eingetroffen. Leider weilt so ein Mann nicht mehr unter uns.Er wird uns in der Zukunft sehr fehlen.
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