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TOP 50 REZENSENTam 2. Februar 2016
Zarah Ghahramani gibt in ihrem Buch einen schockierenden und eindringlichen Einblick in ihre persönlichen Erlebnisse während einer einmonatigen willkürlichen Inhaftierung im berüchtigten iranischen Folter-Gefängnis Evin im Norden Teherans.

Aufgrund der Teilnahme an Studentenprotesten und dem Eintreten für Reformen wird die Autorin auf den Straßen Teherans willkürlich verhaftet und erlebt einen vierwöchigen Alptraum aus Angst, Panik, Drohungen, Erniedrigung, Demütigung und Prügel, die sie schnell an den Rand des Zusammenbruchs und die Grenzen menschlicher Existenz bringen.

Was Ghahramani schildert ist unglaublich brutal und menschenverachtend und desmaskiert den wahren Charakter und das wahre Gesicht des Regimes im Iran, das sich so gern hinter seiner aufgesetzten Religiosität und Frömmigkeit versteckt, obwohl sich dahinter nicht weiter als eine Gruppe verbirgt, die durch nackte Gewalt, Druck und Heuchelei ihre knallharten Machtansprüche durchsetzt und dabei das Leben großer Teile der Bevölkerung massiv unterdrückt und einschränkt und im Bedarfsfall vollends zur Hölle werden lässt.

Die Autorin gibt aber auch immer wieder Rückblicke über ihr bisheriges Leben sowie das Leben ihrer Großeltern und Eltern, so dass man in Verbindung mit den geschilderten Erlebnissen in der Haft ein sehr vielseitiges und facettenreiches Bild über das Leben der Menschen im Iran bis zurück in die Schah-Zeit erhält, von denen sich viele nichts sehnlicher wünschen, als endlich in Freiheit und Frieden leben zu können.

Ghahramani gibt sehr persönliche Einblick in ihren persönlichen Kampf während der Haftzeit nicht vollends unter dem Druck zusammenzubrechen und sich einen Rest ihrer Würde und Ideale zu erhalten, was ihr angesichts der schieren Brutalität und Bösartigkeit der Wärter nicht immer gelingt, was aber unter diesen Haftbedingungen nicht annähernd verwunderlich ist.

Dieses Buch gibt anhand eines tragischen Einzelschicksals somit einen erschreckenden Einblick in das Leben der Menschen im Iran im Allgemeinen und den Umgang des Regimes mit Oppostionellen im Besonderen und zeigt den menschverachtenden Charakter des Regimes in Teheran in aller Deutlichkeit auf, das sich hinter religiösen Dogmen versteckt und dabei jegliche Menschlichkeit verloren hat und lediglich nach der Durchsetzung der eigenen Machtansprüche strebt.

Ein hartes, schockierendes, aber unbedingt empfehlenswertes Buch.
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am 20. Dezember 2009
Zarah Ghahramani wird die Autorin genannt, die über etwa einen Monat im berüchtigten Foltergefängnis Evin schreibt, das unter dem früheren Diktator des Iran, Schah Rheza Pahlewi, gebaut und von den heute regierenden Mullahs nahtlos für denselben Zweck übernommen wurde: den Widerstand missliebiger Menschen zu brechen oder sie qualvoll in einer langsamen Prozedur abzuschlachten. Die sadistischen Wächter sind wohl dieselben geblieben, ihre gewissenlose Brutalität scheint jedem Unterdrückungsapparat dienlich zu sein, gleich ob sich das politisch oder weltanschaulich begründet. Ob die Autorin ihren richtigen Namen nennt, ist unwichtig. Der australische Autor Robert Hillman hat ihr nicht nur geholfen, den Iran illegal zu verlassen, sondern auch ihre Erlebnisse in Evin aufzuschreiben. Dabei verlässt er die sonst in Deutschland fast obligatorischen dramaturgischen Konzepte für solche Bücher. Gerade das macht es erstens erträglich, die detaillierten Darstellungen über Folterungen zu lesen und zweitens gibt es dem Text einen Spannungsbogen, der dazu dient, das normale Leben der jungen Studentin zu begreifen, bevor man sie wegen Teilnahme an Demonstrationen mit Foltermethoden willenlos machte. Der Text ist in vierundzwanzig Kapitel geteilt, die wechselweise über die Vorgänge im Foltergefängnis und dem vorherigen Leben der Autorin informiert, über das sie als Ich-Erzählerin nachdenkt. 'Zum Verrat gezwungen' hat der Verlag das Buch betitelt. Das trifft den Inhalt ebenso wenig wie der Umschlagtext. Denn Zarah Ghahramani beschreibt nicht, dass sie jemanden oder eine Sache verraten hätte, sondern gibt zu, dass sie es getan, wenn man sie dazu gezwungen hätte, es zu tun. 'Dann wird sie vor eine unmenschliche Wahl gestellt' liest der überraschte Leser auf der Rückseite des Buches, vom Verlag formuliert. Im Text ergibt sich auch dazu kein Hinweis. Das allerdings macht Ghahramanis sanften Aufruf für Menschlichkeit nicht weniger interessant und informativ. Dieser reißerischen Übertreibung hätte es nicht bedurft. Selbst Menschen, denen es zuwider ist, sich Literatur oder gar Filme über die Brutalität von Folterern zu Gemüte zu führen, werden dieses wunderbare Buch gut lesen können ' wenn auch nicht in einem Rutsch. Denn manchmal verschlägt es einem schon den Atem, aber die Autorin verschont ihre Leser mit brutalen Detailberichten. Ganz nebenbei erfährt man, dass es in islamisch geführten Staaten nicht nur gewalttätige Eiferer gibt und wird neugierig, zu erfahren, was hinter der Religion des Zoroastrismus steckt, der die Mutter der Autorin und sie selbst angehören.
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am 21. Mai 2016
Unglaublich was diesen Frauen widerfahren ist unschuldig im Ausland im gefängnis zu sitzen gefoltert und erniedrigt zu werden guter Zustand
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am 2. Juni 2011
Junge Frau wird im Iran 4 Wochen gefoltert. Weil sie studiert und mit den falschen Leuten verkehrt. Weil sie die Position der Frau anprangern will. Wie kam sie ins Gefängnis und wie verlebt sie diese 4 Wochen. Authentisch und erschreckend. Für die westlichen Ländern kaum begreifbar.
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am 23. Oktober 2010
Tolles Buch! Für alle, die Gefängnisstorys + wahre Geschichten aus dem Islam lieben, ist das Buch sehr empfehlenswert!
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