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88 von 114 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ausflug in die Hurerei
Dachten wir vielleicht vor über 25 Jahren noch dank Christiane F., dass nur Drogensüchtige auf den Strich gehen, ist es heute natürlich schon lange kein Geheimnis mehr, dass es Frauen gibt, die ein Doppelleben führen, indem sie tagsüber ihrem Job als Mutter und Hausfrau oder einer normalen Sekretärin nachgehen, während sie sich nachts...
Veröffentlicht am 6. September 2008 von Andrea Koßmann

versus
53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen realistisch oder gefühllos?
Zum Großteil fiel mir das auf, was bereits erwähnt wurde: leicht lesbar, nicht spannend, nicht aufregend.
Was mich an diesem Buch am meisten stört:
1. Der Stil entspricht einem trivialen Buch, das man "einfach mal so runterliest", was aber zum Inhalt ganz und gar nicht passt. Es wirkt normal, dass eine Studentin im Bordell arbeiten muss, um sich...
Veröffentlicht am 21. September 2010 von Steel Magnolia


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53 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen realistisch oder gefühllos?, 21. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure (Taschenbuch)
Zum Großteil fiel mir das auf, was bereits erwähnt wurde: leicht lesbar, nicht spannend, nicht aufregend.
Was mich an diesem Buch am meisten stört:
1. Der Stil entspricht einem trivialen Buch, das man "einfach mal so runterliest", was aber zum Inhalt ganz und gar nicht passt. Es wirkt normal, dass eine Studentin im Bordell arbeiten muss, um sich ein Leben zu finanzieren. Letztlich denkt man durch die nüchterne Schreibweise irgendwann nicht mehr über den eigentlichen Inhalt und das dahinterstehende Drama nach.
2. Zweifle ich trotz allem an der Intelligenz der Hauptperson. Nicht, weil sie in einem Bordell arbeitet (Not ist nunmal subjektiv), sondern weil ihr Privatleben eine einzige Katastrophe ist. Tatsächlich wirkt es, als hätte sie völlig resigniert. Sie heiratet einen völlig Fremden (nur, weil er eben grad da ist), betrügt ihn fröhlich, wird vom Liebhaber schwanger, lässt abtreiben. Naiv, einfältig und gutgläubig tappt sie in jede einzelne Falle, die ihr das Leben so stellt.
3. Es ist schwer zu sagen, ob das Buch nun realistisch oder einfach nur gefühllos geschrieben ist. "Ich fand es abstoßend" oder "wir waren verknallt" ist die einzige Form emotionaler Stellungnahme zu den Geschehnissen, ob privat oder beruflich. Nichts weiter. Sie könnte ebenso gut Bürokauffrau sein und in ihrem Doppelleben bei der Müllabfuhr arbeiten.

FAZIT: Wären einige Erlebnisse detaillierter dargestellt worden, hätte man daraus vielleicht sogar ein gutes Buch machen können. Weiterempfehlen würde ich es definitiv nicht: weder als "Lektüre für zwischendurch", noch als ernstzunehmende Biographie, noch als Aufklärungsmaterial über das Rotlichtmilieu. Im Buch verkauft sie ihren Körper, jetzt verkauft sie ihren Körper samt Buch. Der Unterschied ist kaum vorhanden.
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106 von 119 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kein Seelenstriptease, keine große Beichte, nichts für Voyeure - unteres Mittelmaß, 28. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure (Taschenbuch)
Konfrontiert mit einer längeren Zugfahrt suchte ich nach einem unterhaltsamen Lesestoff, der mich am Einschlafen hindert. Das ist zwar gelungen, aber mehr auch nicht. Das Buch läßt sich locker flockig "runterlesen", was einerseits in manchen Situationen (z.B. bei einer Zugfahrt) ganz nett sein kann, aber auch gegen einen gewissen Tiefgang spricht.
Geradelinig, ohne jede Wendung, ohne Überraschendes oder ein "Aha-Erlebnis" erzählt die Autorin ihre Geschichte. Das Studium in Deutschland, das Abdriften in die Prositution - u.a. bedingt durch einen Freund, für den der Begriff "Versager" schmeichelhaft wäre, den sie aber heiratet. Er hatte ähnliche Erfahrungen hinter sich (Homostrich) und kommt auch aus dem Ausland (Polen) nach Berlin, das war es aber auch schon mit Gemeinsamkeiten.
Wer sich ein "prickelndes" Lesevergnügen erhoffen sollte oder gerne als Voyeur in eine - im weitesten Sinne - erotische/pornographische Geschichte eintauchen möchte ist hier falsch. Relativ schnell stellt sich bei der Protagonistin, (wie auch beim Leser!) die Routine ein, und die Episoden im Bordell kommen einem vor wie Straßenbegrenzungspfosten auf einer Landstrasse. Man sieht sie schon aus der Ferne kommen, dann huschen sie an einem vorbei und direkt danach hat man sie vergesssen.
Man hätte denke ich mehr daraus machen können, nicht zuletzt aus der einleitenden Begegnung im Zug, die ja im nachinein völlig überflüssig war.
Abschließend bliebe zu sagen, daß ich schon deutlich schlechteres gelesen habe, aber eben auch deutlich besseres. Es ist keine Millieustudie, keine Sozialstudie, nicht mitreissend oder erregend. Einfach nur ein mittelmäßiges Buch, das sich über das Thema Prostitution verkaufen will.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Interessanter Titel, aber total enttäuschende Umsetzung, 10. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure (Taschenbuch)
Wochenlang habe ich mit mir gehadert dieses Buch zu kaufen. Immer wieder stand ich in der Buchhandlung vorm Regal und war kurz davor. Doch das Geld war knapp.
So freute ich mich umso mehr über mein Schnäppchen für 1€.
Nachdem ich das Buch nun gelesen habe, muss ich sagen: es war noch nicht mal diesen Euro wert.
Der Titel zieht Blicke auf sich und die Inhaltsangabe macht Lust auf mehr; man ist gespannt. Das war es aber auch schon.
Fangen wir mit dem Positivem an: das Buch ist leicht verständlich zu lesen. Vielleicht zu leicht. Man kann es gut in der Bahn lesen, hat aber oft das Gefühl, dass man irgendwie bisher nichts wirklich gelesen hat. Es kommt einfach keine Spannung auf, ist emotionslos und langweilig. Was dieses Buch in der Erotikabteilung macht, habe ich mich ziemlich oft gefragt. Denn der Erotikfaktor ist gleich Null.
Doch wer nun denkt, dass dies nun schon der Höhepunkt sei, ist schief gewickelt. Man liest immer weiter, in der Hoffnung, es kommt noch was. Und in der Tat kommt noch etwas, allerdings wirkt sich dieses nicht unbedingt positiv aus. Mit jeder vorranschreitenden Seitenzahl zweifelt man mehr und mehr an der Intelligenz der Hauptperson. Sie ist, zumindest was ihr Leben anbelangt, dumm und naiv. Sie treibt ihr Kind von ihrer wahren Liebe ab aus falschen Stolz und wird schon kurze Zeit danach wieder schwanger von ihrem Versager von Ehemann, den sie dann auch noch mit der Kinderbetreuung beauftragt, obwohl sie weiß, dass er mit seinem Leben nicht zurecht kommt und säuft und kifft. Spätestens da geht jedes Verständnis für diese Person verloren, weil man sich fragt, wieso sich nicht direkt nach einem Krippenplatz umgesehen wurde. Er hat es ihr doch oft bewiesen, dass er nichts kann und nichts will. Und so viel Verstand kann man wohl einer 22jährigen zumuten!
Zudem kam es mir oft so vor, als ob in dem Buch verzweifelt versucht wird, eine aussichtlose Situation mit der nächsten abzulösen, um ein bißchen Spannung ins Buch zu bekommen und Mitleid zu erregen. Ich kann eines sagen: es gelingt nicht. Außerdem bezweifel ich, dass der Grad zwischen Universität und Rotlichtmileu wirklich so gering ist. Ganz ehrlich: ich bin auch alleinerziehend und finanziell sieht es nicht immer rosig aus. Aber ich habe nie wie selbstverständlich in der Zeitung die Erotikstellenanzeigen aufgeschlagen, als das Geld knapper wurde. Und schon gar nicht, jetzt, wo ich Mutter bin! Diese Ausreden von wegen "um wenigstens ein bißchen Geld hereinzubekommen", um seinem Kind etwas zu bieten, sind mehr als hohl. Da gibt es andere Mittel und Wege auf die ich auch mit 22 Jahren schon kommen kann. Außerdem hatten sie es dann doch endlich geschafft, dass ihr Ehemann wenigstens Stütze bekommt und sicher ist das nicht viel, aber es reicht, um zu leben. Also niemand muss anschaffen gehen, um sich ein bißchen Taschengeld dazuzuverdienen und wenn man doch das Gefühl hat, dann liegt es daran, dass man ein zu abgehobenes Luxusbedürfnis hat und nicht, weil es das Kind in den ersten Jahren wirklich braucht. Vielleicht sollte die Person erst mal lernen mit Geld umzugehen.
In diesem Sinne: ich würde dieses Buch nie im Leben weiterempfehlen. Die Story ist zu abgehoben und nicht authentisch und dazu noch stinkendlangweilig geschrieben.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Übel, 7. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure (Taschenbuch)
Das erste Buch seit langem, was ich grenzenlos schlecht finde.
Schon auf den ersten Seiten ging mir Sonia tierisch auf den Senkel, da versucht wird sich Seite für Seite dafür zu rechtfertigen, dass man es als Studentin ja garnicht anders schafft Geld zu verdienen. (Was für mich als Studentin nur zum Kopfschütteln ist)

Dann die Naivität sich mit diesem Typen einzulassen ohne ihn richtig zu kennen - obwohl sie betont Single sein zu wollen - füttert sie ihn jahrelang durch ihren "Beruf" durch und bezahlt die Wohnung.
Welche normale Frau würde sich das alles bieten lassen?
Diese Person ist derart Naiv, dass es einfach nurnoch unglaubwürdig erscheint und man die ganze Zeit während des Lesens darauf wartet, dass man auch nur IRGENDWAS von ihren Handlungen nachvollziehen könnte. Fehlanzeige. Ich hab das Buch widerwillig durchgelesen, weil ich dachte, da kommt noch was- aber nein. Man sitzt die ganze Zeit nur kopfschüttelnd da und fragt sich wie verkorkst man eigentlich sein kann.
Dabei geht es nicht um die Prostitution selbst - da gibt es sicherlich Bücher die durchaus interessant geschrieben sind und wo es irgendwo "nachvollziehbar" ist - sondern einfach diese naive und faule Art und Weise wie sich Frau Rossi durchs Leben schlägt. 300 € im Puff verdient, aufgehört zu arbeiten, erstmal auf die faule Haut gelegt, gekifft, gesoffen, geraucht und dann war das Geschrei groß, wenn sie - oh ein Wunder - nurnoch 20 € im Portmonnee hatte und wieder mal ihre Eltern anhauen muss bevor sie sich ihren nächsten Arbeitspatz sucht, an dem sie wieder 100 Sachen auszusetzen hat und es an sich ja total eklig und scheiße findet.

Auch außerhalb ihres Jobs stößt man während des Lesens auf Unverständnis. Ich frage mich bis heute: VERHÜTET DIE FRAU PRIVAT NICHT???

Aus all diesen Gründen gibt es nur 1 Stern.
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55 von 68 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Fucking Boring ..., 14. April 2009
Rezension bezieht sich auf: Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure (Taschenbuch)
Guter Auftakt, der hoffen läßt: Die eingängige Zugszene; und ein versöhnender Abschluss, zusammen immerhin ein ganzer Bewertungsstern.

Leider verliert sich die Autorin zwischenzeitlich (und den Faden der geplanten Geschichte) darin, Alltägliches und Unstimmiges ständig zu wiederholen, bzw. präsentiert sie Absurditäten am laufenden Band, die mit einer Frau ihrer Intelligenz völlig unvereinbar erscheinen:
Eine Mathematik-Studentin (nicht gerade ein Kindergarten-Kochkurs), die sich den dümmstmöglichen Lebens- und Ehepartner, sowie die billigsten und heruntergekommensten Etablissements erwählt, um nicht hungers sterben zu müssen (hallo, sprechen wir vom Deutschland der Gegenwart?), ist mir nicht besonders mitleidswürdig; das Einzige, was hier brachial leidet, ist die Glaubwürdigkeit.

Wenn hier jemand schreiben würde, dessen unsägliche Kindheit verständlich macht, warum immer die dümmsten Entscheidungen getroffen werden, für den Leser nachvollziehbar, ja dann wäre vieles im Roman irgendwie glücklicher in Klang und Erscheinung.

So bleibt es ein fantastisches Märchen einer versteckt Grenzdebilen, die sich offenbar durchs Mathematikstudium mit denselben Mitteln nichtsprachlicher Zungenfertigkeit durchgebracht haben muss, wie sie es auch für ihren Lebensunterhalt tat; nur erwähnt sie diese Nebensächlichkeit selbstverständlich nicht.

Völlig unverständlicher Hype um einen herben Kitschroman von einer Frau, die das Lügen zum Lebensinhalt höchstselbst erkoren hat.
Wenn die Frau Prostituierte war, bin ich doch glatt der Weihnachtsmann.

Ho-hoh! Schneller Rudolf!
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Einfach nur langweilig, 2. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure (Taschenbuch)
Ich hatte eigentlich keine Erwartungen an das Buch da ich es nur zufällig entdeckt hatte. Was blieb war aber das Bewusstsein das langweiligste Buch dass ich kenne gelesen zu haben. Wer sich hier irgendwelche tiefgreifenden Feststellungen erwartet täuscht sich. Hier erzählt eine Frau über ihr Leben (wenn es so stimmt, was mehr als zweifelhaft ist) die derartig naiv ist dass es schon wieder unglaubwürdig wirkt. Es stellt sich immer die Frage wie schaffen es denn die anderen Studenten wenn es ja als so unmöglich dargestellt wird. Hier wird auch über das Leben als Prostituierte erzählt so distanziert als ob es sich um das normalste der Welt handelt seinen Körper für 30 € zu verkaufen. Ich konnte wirklich das ganze Buch über immer nur den Kopf schüttel wie jemand derart naiv sein kann. Selbst auch den Strich zu gehen und der Mann sitzt zu Hause und ist den ganzen Tag dicht oder high wird sich wohl kaum eine Frau in unserer Zeit gefallen lassen. Die Handlung plätschert dann nur so dahin und wiederholt sich ständig. Puff suchen... anschaffen... "Ich werde nie wieder anschaffen"... Neuer Puff.......
Ich kann wirklich nur von dem Buch abraten. Zu diesem Thema gibt es sicher bessere Bücher...
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17 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Na ja-kann man sich sparen, 7. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure (Taschenbuch)
Eigentlich hätte ich ein Buch vom Kaliber der Christiane F. erwartet. Statt dessen eine oberflächliche langweilige Aneinanderreihung verschiedener "Arbeitssituationen".
Der Tenor des Buches ist, dass Sonia sich dieses Leben gewählt hat, um sich u.a. endlich ein Handy mit Farbdisplay leisten zu können....und nächtelange Parties müssen natürlich auch finanziert werden....tja
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen total realitäsfremd und naiv, 19. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure (Taschenbuch)
An erster Stelle möchte ich betonen, dass die Rezension meine persönliche Meinung widerspiegelt.
Das Buch ist eine echte Katastrophe. Aber dank dem Roman scheint die Hauptperson ja endlich Geld für neue Klamotten und Exklusivartikel zu haben...
Mal im Ernst. Studiert die Dame wirklich Mathematik und hat einen der begehrten Plätze an der Uni in Berlin ergattert? Mir kam es eher so vor, als würde ich das Geschriebene aus der Sicht einer 14 jährigen lesen. An allererster Stelle frage ich mich, wie viel Naivität dazu gehört, wenn man ohne jeglichen finanziellen Rückhalt einfach nach Berlin geht, ganz in der Hoffnung, man wir schon irgendwie über die Runden kommen. Es klang eher als ob ein kleines, wohlbehütetes Mädchen zum ersten Mal auf die Menschheit los gelassen wird und sich dann abenteuerlich ein neues Leben erobern will. Es will nicht in meinen Kopf hinein, dass sie ohne zu planen blindlings darauf los gefahren ist. Was dachte sie denn, was sie in Berlin erwartet? Das sie alles umsonst bekommt.

Der nächste Punkt: Die Hauptperson scheint definitiv nicht mit Geld umgehen zu können. Klar, ist das Leben kein Ponyhof. Allerdings beschreibt sie sich einerseits als arm, andererseits kann sie sich in Berlin sogar eine Einzimmerwohnung leisten! Ich bin selbst Studentin und für mich ist nur ein WG Zimmer drinnen. Da muss man sich eben auch an seine Finanzen anpassen. Dann hat sie endlich eine Arbeit gefunden und scheint trotz verschiedenster normaler Jobs nicht zufrieden zu sein. Natürlich muss man sich alles im Leben erarbeiten. Dann ist da ein Punkt, der mir absolut nicht einleuchten will. Nämlich die Faktoren, die sie letztendlich zur Prostitution bewegen. Da fehlten mir einfach die Worte. Als Student sollte man sich im klaren darüber sein, dass man nicht jede Woche fünf Mal essen gehen kann, nur in Markenklamotten herum rennt oder im Designerlabel einkauft. Ihre Vorstellungen vom Leben ohne festes Einkommen und als normale Studentin scheinen jenseits der Realität zu liegen. Sie gibt das Geld, was sie zur Verfügung hat mit vollen Händen und für falsche Dinge aus. Sie verkauft ihren Körper für Geld um angeblich die Miete zu bezahlen? Aber sie besitzt einen Laptop mit Internet und viele Luxusartikel, die jeder andere auf die Warteliste setzen würde.
Wenn ich weiß, dass ich kein Geld habe und noch dazu so leichtsinnig war ohne finanziellen Rückhalt nach Berlin komme, dann kann ich mir mit der nächsten Kohle von den Eltern eben nicht gleich teure Schuhe oder Klamotten kaufen. Dann lege ich das Geld zur Seite und hebe es für das Allernötigste auf. Auf mich macht das eher den Eindruck, als hätte die Hauptperson ein total verzerrtes Bild von der Realität.

Das Problem bleibt einfach, dass sie nie mit etwas zufrieden scheint. Selbst der solide Wohlstand reicht ihr nicht aus. Sie will am besten gleich Multimillionärin sein oder Managergehälter beziehen. Warum auch als Bäcker oder in der Kinderbetreuung arbeiten? Wenn man doch in kurzer Zeit mit Liebe Geld machen kann?
Ausschlaggebend sind dafür aber drei Faktoren. Einmal, dass sie vor Naivität strotzt, dann dass sie ohne jegliche finanzielle Mittel und auf gut Glück nach Berlin kam und zum dritten dass sie aufgrund ersterem Faktor an die falschen Leute geraten ist.
Wobei ich bei der Hauptperson und beim lesen zunehmend das Gefühl hatte, dass sie ihre Geldnot mit dem Eigentlichen Verlangen nach diesem doch sehr ungewöhnlichen Job zu kaschieren versuchte. Wenn es gewisse Menschen gibt, die für das Gewerbe gemacht sind, ist sie eine davon.
Denn eigentlich will sie es ja gar nicht anders.
Das traurige an der Geschichte: Die Frau ist Akademikerin. Über das Niveau lässt sich streiten. Es geht ausschließlich um Sex, Drogen oder spontane Flirtereien. Selbst "Die Kinder vom Bahnhof Zoo" hatten dagegen mehr Niveau.
Zu allem Überdruss wird sie zuguterletzt auch noch schwanger. Obwohl sie weiß, dass sie wenig oder auch gar kein Geld hat.
Auch stellt sich mir seit Anfang die Frage, warum sie nicht einfach wieder zurück nach Hause gefahren ist oder überhaupt nach Berlin umziehen wollte? Sie hat doch bemerkt, wie schwer sie es in Berlin hat. In Bezug auf den Freund hat sie sich auch ganz schön ausnutzen lassen, dass sie für seine Miete auch noch aufgekommen ist. Den hätte ich vor die Tür gesetzt.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich schwer mit mir gerungen, zu glauben, dass die Dame tatsächlich an einer Hochschule studiert.
Auch finde ich es etwas schade, dass das Bild von Studenten so durch den Kakao gezogen wird. Nein, liebe Leser. Nicht alle Studenten müssen sich mit Prostitution über Wasser halten! Es gibt auch noch Studenten, die mit einfachen Studentenjobs glücklich und zufrieden sind. Denn auch in Berlin existieren recht gute Jobs auf vierhundert Euro Basis, bei denen man sich nicht prostituiert und mit Bafög oder Unterstützung der Eltern kommt man damit über die Runden. Wobei man dann natürlich nicht ohne die Gewissheit finanzielle Mittel zu haben blindlings darauf losstürzen kann.
Vom Problem Aids hat die Dame offenbar auch noch nie gehört. Hinter dem Konflikt des Erkaufens von Liebe stecken ja noch andere potentielle Gefahren.
Insgesamt ist das Buch für mich nicht einmal einen Stern wert. Ein Buch, das eher aufgrund von skandalösem Inhalt, aber nicht wegen der Leistung an sich verkauft wurde.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Billig, 6. Februar 2012
Von 
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure (Taschenbuch)
Ich dachte nicht, dass die Anforderungen, einen Verleger zu finden, so gering sind. Reicht da ein brisantes sozielkritisches Thema mit einer Prise Sex aus? Ein junges dummes Gänschen erzählt in nicht gerade stilistisch anspruchsvoller Sprache von ihrem völlig orientierungsloses Leben. Aber wo hätte sie's auch lernen sollen. Im Elternhaus eher nicht, das so naiv ist, ihr Töchterlein mittellos und ohne Plan, Wohnung, Anlaufstelle nach Berlin gehen zu lassen, keine Lüge durchschaut und zur Pfeife von Ehemann nicht klar Stellung bezieht.
Schön, dass das Mädel gegen Ende ein bisschen schlauer zu werden scheint. Aber ein Buch über dieses flache eindimensional-horizontale Leben mit all ihren Gestalten schreiben? Traurig genug, dass es Leute gibt, die ihr Leben auf diese Weise verbringen und z. T. nur die Schuld für die eigene Misere "irgendwie" bei anderen suchen. Will ich mich damit ab- und umgeben? Wohl eher nicht.
Schade ums Papier, schade um die Zeit, die man mit Lesen verbracht hat. Hätte mehr Rezensionen lesen sollen.
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74 von 94 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Selber Schuld, 1. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure (Taschenbuch)
Worums in dem Buch geht haben schon viele vor mir geschrieben. Deswegen komme ich gleich zu meiner Kritik.
Diese Frau ist der Wahnsinn. Selbstverschuldet springt sie von Tiefpunkt zu Tiefpunkt. Raucht, säuft, kifft und betrügt sich durch 5 Jahre Studium und tut sich dabei extrem selbst Leid. Sie pflegt einen unangemessenen Lebensstil und wundert sich, dass sie dazu alle fünf Minuten wieder mit irgendeinem Schlafen muss. Ihre Ansammlng von nichtnachvollziehbaren Entscheidungen verkauft sie dem Leser und sich selbst als Lebenserfahrung.

Herausgekommen ist ein Buch voller Wahrheiten, die einen 4 Stunden am Stück den Kopf schütteln lassen. Das Schlimmste für mich ist, dass ich diese Frau urch den Kauf des Buches nun mitfinanziert habe.

Das Buch bietet keine besonderen Höhepunkte oder Spannungsmomente, bringt keinerlei neue Erkenntnisse über das Rotlicht und war in einem Wort gesagt Zeitverschwendung.

Andere spekulieren darüber, ob diese Frau wirklich studiert hat. Letzendlich ist mir das komplett egal. Einziger Zweck dieser Rezession ist, dieser Frau nicht auch noch den Kopf zu tätscheln, dass sie irgendwas richtig gemacht hat.

Da gibt es weit bessere, authentischere und wertvollere Bücher zu dem Thema.
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Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure
Fucking Berlin: Studentin und Teilzeit-Hure von Sonia Rossi (Taschenbuch - 29. Juli 2008)
EUR 8,95
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