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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Von der Unfassbarkeit der Wirtschaftsverbrechen, 12. August 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tatort Zürich: Einblicke in die Schattenwelt der internationalen Finanzkriminalität (Taschenbuch)
Es ist die dankenswerte Leistung des vorliegenden Buchs, ein Thema greifbar(er) zu machen, das anders als z.B. Gewalt- oder Sexualdelikte, kaum recht fassbar ist: Weder für die Darstellung in den Medien noch für die staatlichen Ermittler. Zu verschlungen und ungreifbar sind für den Laien, oft aber auch für den Profi, die Wege der über alle Kontinente verschobener Gelder, zu undurchsichtig die unterschiedlichen Rechtslagen verschiedener Länder. Genau dieses Gestrüpp, in dem Legalität und Illegalität nur über undeutliche Grenzen getrennt zu sein scheinen, machen sich die Künstler der Profitgier zunutze. Genau davon berichtet dieses Buch.

Und es berichtet in höchst lesbarer und gründlich recherchierter Art und Weise. Aufgerollt werden einige der prominenten, aber auch weniger bekannte Fälle von Wirtschaftskriminalität, die den Finanzplatz Zürich zwischen 1990 und 2004 beschäftigt haben. Als Personal treten auf Figuren der echten Schattenwelt (Yakuza-Bosse und Betrüger), der Halbschattenwelt (Oligarchen), vor allem aber scheinbar integre Akteure der Banken, Politiker mit Wasser-Wein Problemen, und schliesslich ihre Gegenspieler bei Polizei und Statsanwaltschaft. Der Autor schildert Fälle von Geldverschiebung, schwarzen Politkonten, Betrug, und den Schicksalen (wie dem Selbstmord des deutschen Politkers Möllemann), die sich an die Aufklärung solcher Fälle knüpften.

Dem Autor gelingt es, auch in Finanzsachen wenig beschlagenen Lesern die Funktionsweise der Werkzeuge im Spiel um das Geld verständlich zu machen: Domizilgesellschaten und Stiftungen, die Arbeitsweise der Treuhänder, das vielgescholtene Schweizer Bankgeheimnis und vertrackte Unterschiede in Gesetzeslagen zwischen den Ländern (z.B. der Begriff Arglist). Er entlarvt Politikerscheinheiligkeit und zeigt, wie dicht unter der Oberfläche der rechtsstaatlichen Schweiz die dunklen Mechanismen der Geldkünstler spielen - mit voller staatlicher Unterstützung (doch andere Länder, allen voran Liechtenstein und die USA, kommen in der Darstellung kaum besser weg). Der Autor spart dabei nicht mit wohlbegründeter Kritik an diesen Staatswesen und ihrer Rechtsordnung. Es ist eine beachtenswerte (sprachliche) Leistung des Autors, dass er technische Erklärungen und eine spannende Darstellung der Fälle harmonisch zu verbinden weiss. Zu loben auch die ausführlichen Nachweise am Ende des Buchs, die auf eine gründliche Recherche schliessen lassen.

Das Buch sei allen empfohlen, die auf unterhaltsame Art einige der wichtigen Fälle von Finanzkriminalität mit Zentrum Bahnhofstrasse Zürich revue passieren lassen wollen und Interesse an den Mechanismen dieser Delikte haben. Bleibt zu hoffen, dass der eine oder andere Leser das Buch nicht schliesst, wie er den Fernseher nach einem ARD-Tatort abschaltet - denn die hier vorgestellten Fälle sind bittere Wahrheit.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einblicke in die Schattenwelt der internationalen Finanzkriminalität, 6. Juni 2006
Von 
Thorsten Wiedau (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Wohin fließt das meiste Geld in Europa? Wer verwaltet und mehrt es? Wo sind die Gesetze dem Geld angepasst? Wer hüllt sich in schweigen, wenn es geht Identitäten und Geheimnisse zu offenbaren? Das Buch TATORT ZÜRICH von Leo Müller zeigt uns eine Sicht auf die schöne Schweiz, wie sie nur wenige wirklich kennen, es aber viele vermuten...

Es gruselt einen doch schon etwas, wenn man das Buch aufschlägt und so illustre Namen von Hochfinanz, Politik und internationalen Handelsunternehmen liest, welche dort so unverblümt und doch so wahr genannt werden. Anscheinend hat es sich in Managerkreisen herumgesprochen, dass man doch etwas mehr verdienen könne, als nur das kleine Gehalt, welches einem die Eigentümer zugedacht haben. So unverfroren, wie hier geschildert wird einem jedoch Angst und Bange, wenn liest wie hier zugegriffen und abgezogen wird.

Der Autor Leo Müller zeigt in seinem Buch TATORT ZÜRICH auf, wie beispielsweise unverfroren sich die Manager von METRO und REWE an dem eigenen Unternehmen bedient haben, natürlich alles streng nach Vorschrift und mit Deckung vieler anderer.

Auch wie bekannte Schauspieler versuchen, ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen oder Gelder aufzutreiben mit gefälschten Dokumenten. Auch im Filmvertrieb tummelt sich anscheinend so mancher Hai im Becken...

Die Anstalten, welche Politiker machen, um Kassen zu verdecken aus denen man sich in NOTZEITEN bedienen kann, sind ebenso interessant. Auch spezielle Zahlungen an hilfreiche Freunde in der Telekommunikationsbranche sind hier zu finden und treiben einem den Ekel ins Gesicht.

Doch alles, um es nicht zu vergessen, mit Hilfe und Billigung von so manchem Schweizer Bankmanager, welcher den Reichtum seines Unternehmens mehren will. Die Schweizer Staatsanwälte sind da oft eher machtlos.

Da dieses Buch immer noch zum verkauf steht, keine Klagen gegen den vertrieb, muss es wohl wahr sein was der Autor hier schreibt - na dann: Gute Nacht schöne Neue Welt.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Realer Wirtschaftskrimi, hochspannend und informativ erzählt, 27. April 2006
Leo Müller hat ein hervorragendes Buch veröffentlicht, das sehr gekonnt Fakten und Hintergrundwissen mit spannenden realen Stories verwebt: das Thema wird anhand von involvierten Personen und Geschehnissen sehr geschickt vermittelt. Wenn man etwas über Briefkastenfirmen, Steuerhinterziehung, Geldwäsche, deren Bekämpfung,... wissen möchte - nicht nur in der Schweiz - zugreifen!

Nicht nur der Inhalt ist ausgezeichnet, auch handwerklich ist das Buch perfekt: sehr gut formuliert (des Öfteren wird einem auch mal ein Schmunzeln entlockt), wohltuenderweise keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler. Eines der besten Sachbücher überhaupt. Zumal es noch ein paar "Crosslinks" bietet, die über das eigentliche Thema hinausgehen.

Eine rundum gelungene Lektüre!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein interessanter Einblick..., 15. September 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Tatort Zürich: Einblicke in die Schattenwelt der internationalen Finanzkriminalität (Taschenbuch)
... in die Welt der schweizer(doch auch stellvertretend für alle) Banken. Potentiellen (Schwarz-)Anlegern wird das Lächeln vergehen, alle anderen werden gut unterhalten und neben einem Anflug von Schadenfreude auch das eine oder andere mal skeptisch oder erstaunt die Augenbrauen hochziehen. Alles in allem lesenswert und dank der in sich geschlossenen Episoden kurzweilig und zwischendurch gut konsumierbar.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Welche Krimis geschehen hinter Glass-Fassaden der Hochfinanz?, 24. März 2011
Rezension bezieht sich auf: Tatort Zürich: Einblicke in die Schattenwelt der internationalen Finanzkriminalität (Taschenbuch)
Viele Fakten, die sich doch wie ein Roman lesen. In der Schweiz wird ein Drittel des weltweiten Privatvermögens gemanagt. In die Zürcher Tresore schauen nur wenige Anleger. Müller beleuchtet die Schattenseiten der Finanzwelt. Das Buch für den Strandkorb, das Lesefluss garantiert ' manchmal eben auch oberflächlich oder konstruiert erscheint.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bahnhofstrasse, Zürich......., 13. März 2015
Rezension bezieht sich auf: Tatort Zürich: Einblicke in die Schattenwelt der internationalen Finanzkriminalität (Taschenbuch)
Dort sitzen Sie also, die Zuhälter des großen Geldes. Der Spruch "Geld stinkt nicht" wurde hier zum Kult. Auch wenn das Buch nicht mehr aktuell ist, bietet es dennoch einen nachhaltigen Einblick in die Praktiken einer moralisch verkommenen Finanzelite.

Wer sich aufgerufen fühlt, dieses "perfekt funktionierende Bankensystem" zu verteidigen, hat allerdings die Aktualität verschlafen. Keine Schweizer Bank traut sich heute noch Geld anzunehmen, dessen Herkunft fragwürdiger Natur ist. Es ist dem ehemaligen deutschen Finanzminister Peer Steinbrück, dem US-Präsidenten Obama und investigativen Journalisten ( wie dem Autor dieses Buches) zu danken, die Schweizer Finanzindustrie zur Räson gebracht zu haben. Geld stinkt zwar nicht, kann aber weh tun. So muss die Schweizer Credit Suisse ca. 3 Milliarden Franken an die US-Regierung "berappen". Ferner schließen die Schweizer Banken die Konten ihrer dubiosen Kunden und schicken ihnen Schecks über deren Einlagen zu. Die sitzen nun da und wissen nicht, wo sie die Schecks einlösen können ohne aufzufallen. Wirklich sehr bedauerlich....
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannende Einblicke ins Finanz-Business, 13. September 2006
Von 
Rolf Dobelli (Luzern, Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Wenn die Medien mal wieder über einen großen Skandal aus der Finanzwelt berichten, tauchen sie mit fast 100%iger Sicherheit auf: ominöse Briefkastenfirmen und anonyme Nummernkonten, nicht selten in der Schweiz. Mit ihrer Hilfe lassen sich Millionenbeträge so lange hin und her schieben, bis kein Ermittler mehr den Durchblick hat. Betrügerische Mitarbeiter der Finanzinstitute, windige Anlageberater, steuersparverrückte Superreiche, aber auch Mafiosi, Drogendealer und sogar bekannte Politiker - sie alle nutzen bei ihren Aktivitäten gern den Service der Schweizer Geldinstitute unter dem Schutz des eidgenössischen Bankgeheimnisses. Wer saftige Skandale und ausführliche Einblicke in die Schattenwelt des großen Geldes mag, wird dieses Buch lieben. Grundsätzlich Neues ist dabei nicht zu erwarten, denn in Anbetracht der Enthüllungen der letzten Jahre wundert man sich eigentlich längst über gar nichts mehr. Wir empfehlen das Buch allen Lesern, denen auch angesichts schier unglaublicher krimineller Energie und astronomischer Zahlen nicht schwindlig wird.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannende Einblicke in eine ansonsten ferne Welt, 18. November 2006
Von 
Mario Eckmaier (Innsbruck, Österreich) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wir hören täglich in den Medien von Gewalt, Verbrechen und Katastrophen.

Wir hören aber sehr wenig von Wirtschaftsverbrechen, obgleich uns allen bewußt ist, dass es diese in massivem Umfang weltweit gibt.

Leo Müller bietet gute erste Einblicke in die Welt der internationalen Wirtschaftskriminalität. Er zeigt die Rolle der einzelnen Faktoren (Bankgeheimnis, Abkommen, Anwälte, etc.) auf und veranschaulicht diese anhand von konkreten Beispielen.

Insgesamt ein empfehlenswerten Buch für alle jene, die sich für erste Einblicke in das Thema interessieren.
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5.0 von 5 Sternen keine Ahnung..., 7. Juli 2015
Von 
W. Scharfenberger (Bodensee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Tatort Zürich: Einblicke in die Schattenwelt der internationalen Finanzkriminalität (Taschenbuch)
...erstens, wie Leo Müller es gelingt, diese ganzen überprüfbaren Nachweise (376 Endnoten mit Verweisen auf Zeitungsartikel in der NZZ, Basler Zeitung, Bundesgerichtsurteilen, Steuergesetzen des Fürstentums Liechtenstein etc. etc.) zusammen zu tragen und auszuwerten. Und zweitens, für wie blöd die Öffentlichkeit, also der geneigte Wähler, von den Großen in Wirtschaft UND Politik verkauft wird.

Von Leo Kirchs Medien-Imperium, dem Zusammenspiel zwischen Kirch, Otto Beisheim, dem milliardenschweren Gründer der Metro Group, E. V. Conradi, H.-D. Cleven, beides Metro-Manager, die Millionen- und Milliardenverschaukeleien, die finanztechnischen Kniffe, um die Fahndung nach den weltweit umherschwirrenden Milliarden so weit wie möglich zu erschweren - faszinierend und erhellend. Auch diverse teils noch in vorderster Front aktive als auch aus Alters- oder sonstigen Gründen nicht mehr aktive Politiker von Wolfgang Schäuble über Helmut Kohl, Jürgen Möllemann bis hin zu Peer Steinbrück und weiteren finden ausreichend Platz und Erwähnung in L. Müllers Tatsachen-Bericht.
Zitat: "So erklärte Ex-Bundeskanzler Helmut Kohl, ... , rund 1,5 bis 2 Millionen Mark an Barspenden entgegen genommen zu haben - einfach so. ... Er weigerte sich beharrlich, die Namen der Spender zu benennen, und berief sich dabei auf sein 'Ehrenwort', mit dem er den Spendern die Vertraulichkeit fest versprochen hatte. Damit lebte der frühere Regierungschef seinen Bürgern vor, dass die Befolgung der Gesetze individuelle Ansichtssache ist - nicht anders als in Argentinien, Nigeria oder Italien."

Eigentlich wäre die Bezeichnung 'packender Wirtschaftskrimi' eine sehr gut passende für den Inhalt des Buches. Aber während ein Krimi im Grunde der Phantasie des/der Autors/Autorin entsprungen und damit fiktiv ist, ist dieses Buch in der Tat ein Tatsachenbericht. Liest sich aber definitiv wie ein Krimi! Wobei sich dieser Krimi nicht nur auf den Haupttatort Zürich beschränkt. Mehrfach rund um die Welt, geografisch und finanztechnisch.

Hoch informatv, erhellend, verblüffend, schauerlich wahr...

Der normale Bürger und Wähler hält es nicht für möglich, was hinter den Kulissen und Fassaden der Politik und Wirtschaft abgeht!

KAUFEN, LESEN und innerlich den Kopf schütteln. Dabei aber aufpassen, dass es einem vor lauter Schütteln nicht schwindlig wird.
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