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69 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schweigen der Leser
Dass so lange nach Erscheinen dieses Buches hier noch keine Kundenrezension steht, kann eigentlich nur einen Grund haben: nachdem man es gelesen hat, verschlägt es einem die Sprache. Der in der Produktbeschreibung gemachte Vorschlag, es zur Pflichtlektüre für eine bestimmte Tourismusklientel zu machen, ist naheliegend - ebenso wie die Aussichtslosigkeit,...
Veröffentlicht am 17. Oktober 2006 von Franziska Stier

versus
47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BEWUNDERNSWERT HOCH DREI
Grandios geschriebenes Meisterwerk, speziell deswegen, weil es schonungslos die Missstände des Landes und die Abscheulichkeit des Sextourismus aufzeigt. Dieses Buch bewegt! Wem solche Literatur nicht nahegeht, der sollte seine Weltanschauung überprüfen... Ich gratuliere dieser starken Frau, wie auch anderen (wie der Autorin Hathaichanok Amphan - "Die andere...
Veröffentlicht am 30. März 2007 von Philanthrop


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69 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das Schweigen der Leser, 17. Oktober 2006
Dass so lange nach Erscheinen dieses Buches hier noch keine Kundenrezension steht, kann eigentlich nur einen Grund haben: nachdem man es gelesen hat, verschlägt es einem die Sprache. Der in der Produktbeschreibung gemachte Vorschlag, es zur Pflichtlektüre für eine bestimmte Tourismusklientel zu machen, ist naheliegend - ebenso wie die Aussichtslosigkeit, diesen mit dem gewünschten Ziel zu realisieren. Wie in einer kürzlich ausgestrahlten TV-Dokumentation über Sex-Touristen in Thailand deutlich wurde, glauben diese mit großer Beharrlichkeit, dass südostasiatische Frauen alles freiwillig tun und Prostitution zur Tradition ihres Reiselandes gehört. Wer im Urlaub seinen Spass sucht und auf seine Kosten kommen will, kann mit unglaublicher Konsequenz an den Realitäten vorbeischauen.

Doch die europäischen Sex-Touristen sind nicht das Hauptthema dieses Buches. Breiten Raum nimmt die Stellung der Frauen und Kinder in der kambodschanischen Gesellschaft ein, die "wie Sklavinnen gehalten werden". Die beschriebenen Zustände und Vorfälle sind jedoch so schockierend, dass ich den Begriff "Sklavin" noch geschönt empfinde. Spätestens hier reicht der Ruf nach Pflichtlektüre nicht mehr aus und sollte dem Schrei nach Einhaltung der Menschenrechte weichen. Die Leser, die sich ein einigermaßen intaktes menschliches Empfinden erhalten haben, werden womöglich nach der Lektüre eine schlechte Nacht haben. Wie aber muss sich jemand fühlen, der dieses Elend wie Somaly Mam am eigenen Leib erlebt hat und heute noch Tag für Tag damit konfrontiert wird?

Wer beim Kauf dieses Buches bisher gezögert hat, weil er dahinter eines der üblichen Frauenschicksalsbücher vermutet, mit denen der Buchmarkt ab und an überflutet wird, sollte noch einmal umdenken. Dies ist der Bericht einer Frau, die es geschafft hat, aus dem eigenen Schicksal die Kraft zu finden, gegen die Zustände und Ursachen anzukämpfen und das Schicksal anderer zu lindern. Somaly Mam hat eine internationale Hilfsorganisation gegründet, sie leistet Aufklärungsarbeit, sie begleitet Mädchen, die noch Kinder sind, beim Sterben, sammelt Spenden, gibt Obdach. Sie leistet viel und hat für ihre Arbeit den Prinz-von-Asturien-Preis in Spanien für internationale Zusammenarbeit erhalten. Sie verdient Respekt und Unterstützung. Bleibt zu hoffen, dass dieses Buch weite Verbreitung findet, besonders auch da, wo Spendengelder fließen und politisch Einfluss genommen werden kann - und wer weiß, vielleicht auch bei dem ein oder anderen Touristen. Somaly Mam weiß von Männern zu berichten, die in Tränen ausgebrochen sind, wenn sie mit den Geschichten der von ihr betreuten Mädchen konfrontiert wurden. Nicht zuletzt verleiht sie mit diesem Buch auch den Opfern eine Stimme, die ihr Elend ansonsten schweigend ertragen müssen, obwohl sie unschuldig sind.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen unbedingt lesenswert, auch für Männer!!, 25. April 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Schweigen der Unschuld: Mein Weg aus der Kinderprostitution und der Kampf gegen die Sex-Mafia in Asien (Taschenbuch)
Ich bin ein Mann. Ich habe dieses Buch bewusst gekauft und gelesen, ich kann und möchte es jedem empfehlen zu lesen. Di bisherigen Rezessionen sind ja offenbar alle von Frauen verfasst worden...
Das Buch richtet sich nicht speziell an Frauen, es ist eine unglaubliche (aber wahre) Geschichte, von einer sehr starken Frau, die einen Kampf führt den sie nicht gewinnen kann.
Allerdings ist es ihr gelungen, duch ihr eigenes Schiksal und etwas "Glück", anderen Menschen zu zeigen was in Asien Tag für Tag passiert.

Den größten Erfolg den sie erzielen kann hat sie bereits mehrfach erzielt, wenn auch nur eine einzige Frau wieder ein menschenwürdiges Leben führen kann, eine Famile ihre ehemals verkauftes, oder verschlepptes Kind wieder in die Arme schließen kann.....

Frau Mam hat dies bereits dutzendfach geschafft!!

Update:
Ich komme gerade aus Kambodscha zurück, ich hatte auch die Ehre, Frau Mam zu treffen, auch wenn sich vieleicht einige eigene Gedanken zu ihrer Arbeit machen, vieleicht auch an der Wahrheit zweifeln...
Es stimmt ales, die AFESI hat mittlerweile in ganz Kambodscha Frauenhäuser aufgebaut, neben einigen Krankenhäusern gibt es in allen Provinzen des Landes, HIV/ AIDS Aufkläungstellen für die Frauen die "freiwillig" (auch wirtschaftlicher Zwang, ist Zwang!) in den Bordellen arbeiten. In Phnom Penh gibt es verschiedene Sozialarbeiter/inen, die in die Bordelle/ Bars gehen und offensiv ihre Hilfe anbieten.
Sei es ein offenes Ohr für die Sorgen und Nöte der Frauen, oder auch Hilfestellung, bei dem Wunsch einen Ausstieg aus der Prostition auszusteigen.

Eine Einladung soll der Text nicht sein, die Afesip in Phnom Penh zu besuchen, auf Besuch wird eher Verhalten, bis für den Besucher beschämend reagiert...
Aber mit dem Kauf des Buches wird der Organisation auch geholfen, für einen selber wird ein Blick hinter die schöenen Kulissen des Landes offenbart.
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47 von 52 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen BEWUNDERNSWERT HOCH DREI, 30. März 2007
Grandios geschriebenes Meisterwerk, speziell deswegen, weil es schonungslos die Missstände des Landes und die Abscheulichkeit des Sextourismus aufzeigt. Dieses Buch bewegt! Wem solche Literatur nicht nahegeht, der sollte seine Weltanschauung überprüfen... Ich gratuliere dieser starken Frau, wie auch anderen (wie der Autorin Hathaichanok Amphan - "Die andere Welt Thailand"), welche sich hingebungsvoll für eine bessere Welt, für ein Utopia einsetzen. Ein großes Dankeschön dafür, dass es Menschen wie diese Frauen gibt, die sogar Vereine ins Leben rufen, um Frauen und KINDER vor Sextourismus zu schützen!

Leider ist bei der Eingabe der Sterne-Bewertung ein Fehler passiert. Ich bitte hiermit amazon (da ich - trotz Versuch - das selbst nicht mehr korrigieren kann), diesem Buch FÜNF STERNE zu verleihen, wie eigentlich klar aus meiner Rezension ersichtlich ist, und nicht nur einen Stern... Herzlichen Dank im Voraus!
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21 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Erstmal sprachlos, 1. März 2007
Von 
Ich las dieses Buch über zwei Tage, und nach der ersten Hälfte hatte ich eine schlaflose Nacht. Ich mußte schon heulen an der Stelle, als man "den Mädchen Nägel in den Kopf haute und Zigaretten an ihnen ausdrückte" sogar jetzt, wo ich das schreibe, hab ich Tränen in den Augen.

Von Zwangsprostitution hat man ja schon gehört, aber in dem Maße, wie es in Südostasien vor allem in Kambodscha zugeht, von den eigenen Leuten verkauft zu werden ! ist denn das Leben einer Frau dort überhaupt nichts wert? Ist sie denn nicht auch ein Lebewesen ? Wo sind die Buddhisten ? alsd Kind für nen Appel und ein Ei an einen alten Bock verkauft zu werden, der sie dann mißbraucht und weiterverkauft ....das macht mich erstmal fassungslos. Man sieht das mit der Prostitution jetzt mit ganz anderen Augen. Nicht die Frauen sind schuld, sondern die, die in einem so weit entfernten Land wie Thailand, Kambodscha, Laos usw in die Bordelle gehen und sich an Kindern vergreifen oder "zugenähten Jungfrauen". Pfui Teufel, aber auch in Deutschland haben wir das, schaut doch nach Berlin , Frankfurt, Hamburg....

Die Welt ist machtlos gegen den Sextourismus, solange es immer noch solche gibt, die extra dorthin reisen. Wenige haben das Glück, einen Mann zu finden, der so ist wie Somaly Mam`s. Sie hat einen Meilenstein gesetzt und wachgerüttelt. Sie ist eine sehr mutige Frau, dass sie sich trotz der persönlichen Drohungen und Anschläge trotzdem noch für ihre Sache einsetzt. Ihr eigenes letztes Geld gibt, und auch ihr Leben geben würde, nur um anderen zu helfen, die gleiches Schicksal erleiden müssen. Hut ab vor soviel Courage. Sie sollte uns allen ein Beispiel sein!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unterstützenswert, 4. August 2008
Von 
Cornelia Diedrichs (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Schweigen der Unschuld: Mein Weg aus der Kinderprostitution und der Kampf gegen die Sex-Mafia in Asien (Taschenbuch)
Der Text ist anfangs schwerer zu lesen. Ich weiß nicht so genau woran es liegt. Holpriges Deutsch ist es nicht aber irgendwie erscheinte mir der Satzbau anfangs schwer. Mit der Zeit gewöhnt man sich jedoch daran und es lässt sich leichter von der Hand lesen. Der Inhalt ist wahrlich schwere Kost. Somaly berichtet von ihrem schweren Lebensweg. Von ihren schlimmen Erfahrungen, von Vergewaltigungen, Prostitution, von der Sex-Mafia und ihren Drohungen gegen ihr Leben. Sie berichtet von ihrem Kampf gegen die Sex-Mafia und den Menschenhandel und der Zwangsprostitution von Kindern und Jugendlichen. Dies Buch führt vor Augen wie schlimm es in Kambodscha wirklich ist und was unendlich viele Mädchen dort erleiden müssen. Somaly hat eine Hilfsorganisation gegründet, welche schon vielen Mädchen geholfen hat. Mehr darüber könnt Ihr hier ([...]) erfahren. Meines Erachtens ist diese Hilfsorganisation wirklich unterstützenswert und ich kann jedem dieses Buch nur empfehlen, denn es wissen wirklich zu wenige was dort wirklich vorgeht.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein erschütterndes, aber gut(es) (geschriebenes) Buch, 7. August 2008
Von 
M. Weiland (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Das Schweigen der Unschuld: Mein Weg aus der Kinderprostitution und der Kampf gegen die Sex-Mafia in Asien (Taschenbuch)
Ein Buch über das knallharte Leben der Frauen in Kambodscha. Schon nach wenigen Seiten war ich geschockt, was Somaly Mam schon als kleines Mädchen alles widerfahren ist und wie sie von ihren Mitmenschen und sogar Verwandten behandelt wurde. Man kann sich nicht vorstellen, dass Frauen in diesem Land überhaupt nichts wert sind! Das Buch ist leicht zu lesen, aber schon allein der Schreibstil von Somaly zeigt, dass sie mit der Welt abgeschlossen hat. Aus jeder einzelnen Zeile spürt man ihren Schmerz. Sie lebt einzig und allein nur noch für ihre Kinder und für ihre Hilfsorganisaton und macht sich dafür stark. Leider nicht immer mit Erfolg.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierende Realität aus Fernost, 9. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Das Schweigen der Unschuld: Mein Weg aus der Kinderprostitution und der Kampf gegen die Sex-Mafia in Asien (Taschenbuch)
Sommaly Mam beschreibt eine für uns unvorstellbare schreckliche Realität. Kinder die verstoßen, verkauft oder entführt wurden und brutal zu Sklaverei und Prositution gezwungen werden. Die schlimmen Erlebnisse, Schläge, Vergewaltigungen, Misshandlungen und der Wille zum Überleben nur um anderen Leidenden zu Helfen machen diese Frau zu einer Heldin. In Ihrer Organisation AFESIP kämpft Sie bis heute gegen diese Zustände, die leider in den letzten Jahren noch Häufiger auftreten. Beim Lesen des Buches ist man nah am Tränen, man ist wütend und voller Haß auf die Schuldigen und die, die Macht haben einzugreifen es aber nicht tun. Und dann die Überraschung wie stark ein Mensch sein kann.
Das Buch sollte zu Pflichtlektüre werden. Damit alle erfahren wie grausam, menschenverachtend und gegenwertig die moderne" Sklaverei ist. Aber jeder von uns kann dagegen etwas tun! Unterstützt die AFESIP oder ähnliche Organisationen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Aufwühlend!, 16. Oktober 2009
Ich bin jenseits der 30 und sicher nicht zart besaitet, aber dieses Buch bereitete mir nach Beendigung eine schlafarme und albtraumreiche Nacht.
Daß unsere Welt von zahllosen Einzelschicksalen durchzogen ist, war mir ebenso wenig fremd wie das spezifische Problem der Kinderprostitution. Jedoch werden einem durch dieses Buch die individuelle Verzweiflung (vor allem die der Autorin) und die unfassbaren Greuel, welche den betroffenen Kindern im süd-ost-asiatischen Raum widerfahren, so nahe gebracht, daß sich der Verstand mitunter weigert das gelesene zu realisieren.
Auch der scheinbar hoffnungslose Kampf der Somaly Mam gegen diese unbegreiflichen Mißstände, die zahlreichen Rückschläge die es für sie hin zu nehmen gilt und die nicht enden wollenden Schicksalsschläge der Aktivistin, machen das Lesen streckenweise unerträglich.
Dennoch, oder gerade aufgrund der schonungslosen Darstellung, trägt dieses Buch ungemein zur Verinnerlichung eines furchtbaren Problems bei, welches kaum in die Wahrnehmung der Öffentlichkeit gedrungen ist.
Ein Pflichtkauf! Schon allein der finanziellen Unterstützung dieses Projektes wegen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Somaly Mam - Das Schweigen der Unschuld ... eine erschütternder Biographie, 27. September 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Das Schweigen der Unschuld: Mein Weg aus der Kinderprostitution und der Kampf gegen die Sex-Mafia in Asien (Taschenbuch)
Nach "Wüstenblume" von Waris Dirie war dies das zweite Buch, das ich über geschändete Mädchen und Frauen gelesen habe. Und es hat mich genauso bedrückt und betroffen gemacht. Mit welcher Grausamkeit die Mädchen auch heutzutage noch gequält werden, um mehrfach als Jungfrauen an weitere Bordelle verkauft zu werden, ist nicht vorstellbar. Ganz zu schweigen von den Japanern, die Szenen aus Folterfilmen an den Mädchen und jungen Frauen "nachspielen". Bei der Lektüre denkt man, dass das keine Menschen sein können, die wehrlosen Opfern so etwas antun, sondern Monster. Aber es ist ganz offensichtlich so, dass es ganz unauffällige Typen - teils in der asiatischen Gesellschaft hoch geachtete Männer - sind, die solche bestialischen Methoden praktizieren. Die geilen Böcke aus Europa sind aber keinen Deut besser.

Für alle, die sich mit dem Thema noch nicht befasst haben, sicher ein schockierendes Buch. Obwohl ich vorbereitet war, hat das Buch mich mit den aktuellen Bezügen kalt erwischt. Darüber war ich nicht informiert. Auch der nicht zu verarbeitende Leidensdruck der Autorin, die nicht heilen wollenden Wunden, die bis heute auf sie wirken, ist so nachhaltig beschrieben, dass der Inhalt des Buches noch lange nach der letzten Seite nachhallt. Bewundernswert ihre Haltung, aus ihrer Arbeit für ihre Hilfsorganisation AFESIP die Kraft zum Weiterleben zu schöpfen.

An alle Asia-Sextouristen: LESEN!!! Vielleicht hört Ihr dann endlich auf, der Illusion von der Freiwilligkeit der dortigen (Kinder-)Prostitution nachzuhängen. Nur durch Typen wie Euch, die die "Ware" konsumieren, können die Zuhälter und Bosse der Sex-Mafia ihre Macht erhalten und das große Geld machen, mit dem sie die Korruption der Politiker und der anderen Verantwortlichen betreiben und damit zu den eigentlichen Herrschern in den betroffenen Ländern Thailand, Kambodscha, Laos, Vietnam usw. werden. Stellt Euch einfach vor, es wären Eure eigenen Töchter, Enkelinnen, Nichten, die da missbraucht, gefoltert oder gar getötet werden ...
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18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Somalys Weg aus der Kinderprostitution Kambodschas....., 2. Juni 2007
...in die Freiheit.

Somaly wird 1971 in Kambodscha als Mitglied einer ethnischen Minderheit geboren. Ihre Herkunft liegt völlig im Dunkeln, über ihre Familie weiss man nichts. Sie wächst bei Adoptiveltern auf, die sie irgendwann einem "Großvater" überantworten. Somaly muss diesem Mann bedingungslos gehorchen, da er sie bei sich aufgenommen hat. Als er Geldprobleme hat, verschachert er sie an einen chinesischen Kaufmann, es kommt zu Somalys erster Vergewaltigung, der noch viele folgen werden.

Im Alter von 15 Jahren wird Somaly vom "Großvater" an ein Bordell verkauft. Dort erlebt sie unvorstellbare Grausamkeit, Mädchen, die sich weigern, mit Männern zu schlafen, werden so lange gefoltert, bis sie ihren Wiederstand aufgeben. Unnötig zu erwähnen, daß Somaly dort wie eine Sklavin gehalten wird.

Irgendwann lernt sie den Franzosen Pierre kennen, der sich in sie verliebt und ihr hilft, dieser Hölle zu entkommen. Sie hatte Glück und davon will sie etwas abgeben, deshalb gründet sie die Organisation AFESIP, die Kinder und Jugendliche aus Bordellen freikauft.

Ein schockierender Lebensbericht, der einem lange im Gedächtnis bleibt. Trotz diverser Morddrohungen gibt Somaly den Kampf gegen die Kinderprostitution nicht auf. Dieses Buch sollte zur Pflichtlektüre für alle Südostasien-Touristen werden!
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