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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verständnis ...
Ich habe mir das Buch kurz nach Veröffentlichung gekauft. Nun stand es doch einige Zeit im Regal - die Politikverdrossenheit hatte auch mich erreicht. Aber vor ein paar Tagen habe ich das Buch dann doch in die Hand genommen und wurde sehr positiv überrascht!

Wer eine Biografie über Schröders Vergangenheit, Geschichten aus der Kindheit, sein...
Veröffentlicht am 10. Februar 2011 von Cornelia Grieger

versus
18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da haette mehr kommen muessen!
Wer, wie ich gespannt gewartet hat und schon vorbestellt hatte, der wird sehr schnell von dem Hoerbuch enttaeuscht sein. Allerdings kommt das auch sehr auf die Erwartungshaltung an. Moechte ich wissen, dass Schroeders Tochter mit dem franzoesischen Praesidenten telefoniert, so empfehle ich zum Kauf. Will ich aber die spannenden Sachen lesen bzw. hoeren, so ist da nicht...
Veröffentlicht am 29. Oktober 2006 von Andreas Gryphius


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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Da haette mehr kommen muessen!, 29. Oktober 2006
Rezension bezieht sich auf: Entscheidungen (HoCa Neue Medien) (Audio CD)
Wer, wie ich gespannt gewartet hat und schon vorbestellt hatte, der wird sehr schnell von dem Hoerbuch enttaeuscht sein. Allerdings kommt das auch sehr auf die Erwartungshaltung an. Moechte ich wissen, dass Schroeders Tochter mit dem franzoesischen Praesidenten telefoniert, so empfehle ich zum Kauf. Will ich aber die spannenden Sachen lesen bzw. hoeren, so ist da nicht viel. Kein einziges Wort ueber Lafontaine, keine Machtkaempfe um die '98er Kanzlerkandidatur, kein Rudolf Scharping. Viel ist aus der Kindheit zuhoeren. Aber die Beschreibung seines direkten Aufstieges in der Partei fehlt. Es wird beschrieben: "1962 trat ich in die SPD ein und bis 1980 war ich dann Juso-Vorsitzender". Das "warum, wieso, weshalb" und wie alles kam, wie er sich hochgekaempft hat fehlt alles. Ich ueberlege, ob ich mir das Buch noch bestellen soll, um mein Wissbegieren zustillen.

Was ich sehr komische finde, ist, dass es bei Amazon.de auch nur die gekuerzte Fassung von 127min gibt. Man findet nach ein bisschen googlen CDs mit 150min. Ob da in 23min allerdings alles spannende abgehandelt wird, bleibt fragwuerdig. Naja, ein 544 Seiten Buch kann eine 2std CD wohl eh nicht ersetzen.

+ Punkt: G. Schroeder ließt es selbst vor!!!!

Fazit: Wer einen groben Ueberblick ueber die letzten 7 Jahren haben will, soll sich das ruhig bestellen. Wer aber einen Blick hinter die Kulissen will, der kommt mit dem Hoerbuch nicht auf seine Kosten :-( .
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Hält nicht was es verspricht, 5. Januar 2007
Ich hatte erwartet, dass ich - wie auf dem Umschlag angekündigt - eine Biografie von Gerhard Schröder lesen würde. Eine Schilderung also, wie der Mann zu dem wurde was er ist, eine Erklärung, wie er zu den Entscheidungen kam, die er getroffen hat. Ebenfalls hätte ich einen Blick hinter die Kulissen erwartet, der den Politikbetrieb etwas aufhellt und uns näher bringt. All das findet sich in dem Buch fast überhaupt nicht. Seine Kindheit schildert er auf den ersten Seiten, gefolgt von einem ganz kurzen Blick auf seinen Wahlkampf zum Ministerpräsidentem um dann nur noch zwei Dinge zu machen: Zum einen erklärt er, warum seine Politik die Richtige war und alle Gegner falsch liegen und zum anderen skizziert er einige weitere Entwicklungen, die seiner Meinung nach angepackt werden müssen. Das Buch ist höchstens auf 10% das, was man von einer Autobiografie erwartet. Der Rest ist nichts weiter als eine kritiklose Selbstdarstellung der eigenen Politik.
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48 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Langweilig, oberflächlich und selbstgefällig, 2. November 2006
Schröders Memoiren sind ihr Geld nicht wert:

- Über weite Strecken schlichtweg langweilig und ermüdend

- Wenn es interessant würde, wechselt Schröder meistens das Thema.

- Wirkliche Hintergrundinfos erfährt man nur wenige, stattdessen erwarten einen Hunderte Seiten von Geplänkel.

- Substanz und tiefergehende Auseinandersetzung fehlen - das Buch bleibt schrecklich oberflächlich.

- Es nervt durch Wiederholungen und grammatikalische Fehler.

- 100 der 500 Seiten sind reine Bilderseiten, die immer wieder dieselbe Pose zeigen: Den grinsenden Macher

Verglichen mit den großen Memoiren von Staatsmännern wie Bismarck oder Churchill wirkt Schröders Werk wie das eines Lehrlings.

Es bleibt nur, dem Urteil der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 29.10.2006 zuzustimmen: "Mit seinen Memoiren 'Entscheidungen' hat Gerhard Schröder ein Werk voller Fehler und Banalitäten vorgelegt. ... Was für ein Buch! Ist Schröder wirklich so naiv?"

Peinlich!
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38 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Der Pfau betritt den leeren Saal, 11. November 2006
Da ist Gerhard Schröder gut zwei Wochen wieder in der Öffentlichkeit zu sehen, und schon haben viele schon wieder genug von ihm und seiner selbstgefälligen Art. Die "Elefantenrunde" ist vielen, und auch mir, immer noch sehr präsent. Peinlicher ging es wirklich nicht. Ich hatte Schröder bis zu diesem Zeitpunkt durchaus geschätzt und ihm, wie auch 2002, meine Stimme gegeben. An diesem Abend ist dieser positive Eindruck des Kanzlers gänzlich verflogen. Und nun erfreut uns Herr Schröder nur ein Jahr nach seinem Ausscheiden mit seiner Biographie. Ich habe mir diese sogleich gekauft und mit Spannung gelesen. Viele seiner Ansichten teile ich immer noch, jedoch sehe ich vieles nicht mehr als positive Charakterzüge Schröders, sondern als opportunistisches Kalkül! Mit seinen Reformen wollte er offensichtlich in die Geschichte eingehen, mit dem "Nein" zum Irakkrieg (eine völlig richtige Entscheidung!) wahrscheinlich auch. Schröder kommt seit diesem "suboptimalen" Abend einfach nur noch lächerlich rüber. Sein Buch ist bestimmt durch "ICH, ICH und, lassen Sie mich kurz überliegen, ach ja, ICH". Lesen brauchen Sie es gewiss nicht. Sie nehmen seine Ausführungen und Herrn Schröder selbst , so glaube ich,ohnehin nicht mehr ernst. Bestätigt fühlte ich mich auch bei seinem Auftritt in der Talkshow "Beckmann". Anstatt zu sagen, dass er sich an diesem besagten Abend aus ihm inzwischen auch unerklärlichen Gründen so daneben benommen hat, es ihm auf einer Weise Leid tue, rechtfertigt er sich und läßt auch in diesem, wie in so vielen Fällen, keinerlei Kritik zu. Herr Schröder, als Wirtschaftsanwalt sind sie wahrlich besser aufgehoben. Als Anwalt der Menschen haben Sie ihren bis zum Wahlabend positiven Eindruck leider nachhaltig "versaut".
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20 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Uneinsichtiges Buch des Medienkanzlers, 26. Oktober 2006
Von 
Andreas Wittenburg (Hamburg, Hamburg Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Was würde man von Politiker-Memoiren erwarten? Entweder ein warmherziger Rückblick auf eine Politikerkarriere voller launiger Anekdoten, oder einen scharfen Blick hinter die Kulissen der Staats-Maschinerie.

Leider ist das Buch von Schröder keines von beidem.

Anstatt das Kanzleramt mit Größe hinter sich zu lassen, zickt der Kanzler in diese und jene Richtung, macht alle möglichen Personen und Institutionen für sein Scheitern verantwortlich, und gibt über lange Passagen die beleidigte Leberwurst. Wie ein Kind im Sandkasten, dem man das Förmchen weggenommen hat, stänkert er vor sich hin - und sogar gegen die eigene Partei.

Nur selten schildert er private Momente oder reflektiert die eigene Person. Auch wenn er mit diesem Buch wieder auf seinen Lieblingsspielplatz - die Medien - darf, der Inhalt ist ein verbiestertes Zeugnis eines Mannes, der nicht begriffen hat, warum er gehen mußte.
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Verständnis ..., 10. Februar 2011
Ich habe mir das Buch kurz nach Veröffentlichung gekauft. Nun stand es doch einige Zeit im Regal - die Politikverdrossenheit hatte auch mich erreicht. Aber vor ein paar Tagen habe ich das Buch dann doch in die Hand genommen und wurde sehr positiv überrascht!

Wer eine Biografie über Schröders Vergangenheit, Geschichten aus der Kindheit, sein Weg in die Politik erwartet, der wird enttäuscht. Diese Themen werden relativ kurz angeschnitten. Aber der Titel des Buches deutet schon darauf hin, dass es Schröder um die Zeit seiner Kanzlerschaft geht: "Entscheidungen".

Viele Politiker erhalten die Anerkennung für Leistungen erst viele Jahre später. Ich denke, dass auch Gerhard Schröder und die rot-grüne Regierung letztlich nicht mehr die Früchte ihrer Politik ernten konnten.

Keiner wird bestreiten, dass in Deutschland nach 16 Jahren Kohl-Herrschaft, nach der Wiedervereinigung und der dadurch entstandenen Öffnung nach Osten, ein Politikwandel notwendig war. Die Renten waren eben nicht mehr sicher, es gab keine blühenden Landschaften und Deutschland hatte durch die Wiedervereinigung seinen Sonderstatus verloren.

Es mag bitter sein, dass ausgerechnet eine rot-grüne Regierung so viele einschneidende Reformen auf den Weg bringen mußte, dass sie ein Mandat für einen Einsatz im Kosovo, in Afganisthan zu verantworten hatte. Wer sich das Buch durchliest, der wird viele dieser Entscheidungen besser nachvollziehen können. Schröder gibt am Ende dieses Buches zu, dass er es versäumte, seine Partei rechtzeitig auf den von ihm verordneten Wechsel in der Sozialpolitik mitzunehmen, sie von dessen Notwendigkeit zu überzeugen. Sozialdemokraten haben andere Traditionen und Denkstrukturen. Viele Genossen empfanden diese Reform als "Putsch von oben". Die Folge ist immer noch die anhaltene Krise der SPD.
Aber ohne die AGENDA 2010 würden wir heute wohl nicht so einigermaßen gut da stehen, ohne dass ich damit ausdrücken will, dass die Agenda 2010 nur positiv zu bewerten ist.

Auch die Irak-Frage ist ein großes Thema in diesem Buch und auch sehr spannend geschildert. Das wir nicht an einen IRAK-Krieg teilgenommen haben, ist sicherlich ein großer Verdienst von Schröder und lag auch an den guten Beziehungen zu Frankreich und letztlich auch zu Russland

Was mir an Schröders Buch sehr gut gefällt, ist sein Bekenntnis zu Europa, seine freundschaftliche, aber durchaus auch kritische Haltung zur USA und zu Rußland. Unser Rußlandbild ist, geprägt von den Jahren des Kalten Krieges, eher negativ. In der Beziehung hat Schröder sehr viel Aufbauarbeit geleistet. Bill Clinton hat dabei eine nicht unwesentliche Rolle gespielt und 1998 angeregt, "die besonderen Beziehungen zwischen Russland und Deutschland als Fundament für eine enge wirtschaftliche Zusammenarbeit zu nutzen und auszubauen."

Mutig von Schröder auch seine Ansichten über die Verquickung von Religion und Politik, gerade auch in den USA. So beschreibt er, dass US-Präsident Bush oft durchblicken ließ, wie "gottesfürchtig" er ist und sich im Einklang mit dieser für ihn höchsten Instanz verstand. "Wer politische Entscheidungen aber so legitimiert, kann nicht zulassen, dass diese durch Kritik oder Gedankenaustausch mit anderen verändert oder auch nur relativiert wird. Ließe er das nämlich zu, verstieße er gegen einen Auftrag Gottes, den er im Gebet erhalten hat." Und weiter "Wir kritisieren zu Recht, dass in den meisten islamischen Staaten die Bedeutung der Religion für die Gesellschaft und der weltliche Charakter der Rechtsordnung nicht deutlich voneinander zu unterscheiden sind. Doch nehmen wir nicht so bereitwillig zur Kenntnis, dass es in den USA bei den christlichen Fundamentalisten und ihrer Bibelauslegung ähnliche Tendenzen gibt ... "

Für mich interssant war auch die Schilderung der Trennung von Lafontaine. Schröder spricht in diesem Buch mit Hochachtung und Respekt von Lafontaine und sah auch seine Rolle innerhalb der Partei ziemlich klar: "Lafontaine war der unangefochtene Star der Partei. Ich dagegen galt als zu pragmatischer und machtbewußter Mensch, der die Seele der Partei nicht wirklich wärmen konnte. Diese Rolle war Lafontaine zugefallen und er hatte sie brillant ausgefüllt." Und weiter "... Bis heute halte ich an meiner Einschätzung fest, nie wieder einen so begabten politischen Menschen kennengelernt zu haben". Die Gründe für den Bruch wird Lafontaine anders bewerten, als Schröder. Aber interessant fand ich Schröders Einschätzung, dass Lafontaine alle seine guten Eigenschaften vor allem dann zur Verfügung standen, wenn er sich in der Opposition befand. Wenn man Lafontaine bei den "Linken" erlebt, kann man Schröders Gedanken durchaus nachvollziehen. Viele Politiker sind ja brillant in der Opposition, während Regierungsverantwortung sie dann regelrecht lähmt!

Ich denke, Schröder wollte mit diesem Buch vor allem seine 7 Jahre Kanzlerschaft dem Leser näher zu bringen. Er hat verständlich geschrieben, seine Sicht der Dinge dargestellt und natürlich versucht, seine Entscheidungen zu begründen und auch zu verteidigen.
Man muss kein Fan von Schröder sein, um diese Leistung auch anzuerkennen. Man wird ihn auch nicht nach diesem Buch unbedingt lieben, aber vielleicht doch noch mehr Respekt entgegenbringen. Er ist mit vollem Herzen Sozialdemokrat, aber eben kein emotionaler, sondern ein "kopfdenkender Genosse".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tiefe Einblicke, 27. Februar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Dieses Buch erklärt die Konsequente Politik von Altkanzler Schöder (Rot/ Grün) und nimmt bezug in die seine Kindheit bzw. Vergangenheit

Absolut empfehlenwert.
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17 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Hartz IV für die Welt - Oligarchentantiemen für ihn, 26. September 2006
Mir ist schleierhaft, worauf sich die Lobhudeleien einiger meiner Vorredner stützen. Natürlich versucht der Mann aus Hannover mit seinem Buch wenigstens etwas von seinem Ruf zu retten. Das gestaltet sich hier aber so, als wolle man mit zwei Löffeln Kaffe ("schwarz" oder wie Schröder sagte: "ungefärbt") eine ganze Kanne kochen.

Was ich ihm hoch anrechne, und darauf stützt sich eigentlich der einzige authentische Eindruck, den man von ihm in sieben Jahren Kanzlerschaft gewinnen konnte, war seine spontane Loyalitätsbekundung gegenüber unseren amerikanischen Freunden am Tage des Terrorangriffs aus Manhattan.

Ansonsten erinnere ich mich an viel Murks und überhebliche powerpointartige Vorträge: Hartz I bis IV (V fiel schien nicht mehr unter seine Amtszeit, warf aber viele Frage nach der Qualität seines Netzwerkes auf). Die Umorganisation des Arbeitsamtes, einer Organisation mit 95.000 Mitarbeitern und für deren eigentliche Pflichterfüllung erst einmal zigtausend Beamte eingestellt werden mussten. Zudem bedient sich dieser Staatsmoloch der Dienste privater Anbieter, weil er die Arbeitsvermittlung nicht auf die Reihe bekommt. Und dann waren noch seine politischen Freunde, die erst einmal für Millionenhonorare ein neues Logo für das aufgeblähte Arbeitsamt entwarfen. Noch schriller als dieser Eklat waren allerdings die Rechtfertigungsversuche der hier Manager spielenden Beamten und Funktionäre.

Und sein großter charakterlicher Fehler kommt natürlich auch nicht zur Sprache: Seine Nibelungentreue zum russischen Diktator Putin, dem er -ganz chick und wichtig- nun einen Aufsichtsrat in einer Pipeline Organisation verdankt. Wer ihn hierfür kritisiert, den zeiht er -ganz Staatsmann- "antirussischer Reflexe" - weil sich jemand wie Schröder einfach nicht vorstellen kann, dass andere Leute moralische oder einfach nur politische Werte pflegen. Und natürlich waren seine Flegeleien gegenüber dem amerikanischen Präsidenten keine antiamerikanischen Reflexe, sondern galten dem Präsidenten. Nee, is klar, nech?!
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10 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen SPD zu Schrott gefahren, 23. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Entscheidungen: Mein Leben in der Politik (Taschenbuch)
Die Lektüre des Buches von Gerhard Schröder, hat die Richtigkeit, meines Parteiaustritts 2007, im Nachhinein bestätigt. Gerhard Schröder sieht den Leser von zwei Seiten an: von vorn und von hinten. Jedenfalls tut er das auf dem Schutzumschlag. Das er den Leser auch von oben herab ansieht, wie die Mehrheit seiner Wählerinnen und Wähler, wurde durch die Bildung der Koalition mit der CDU/CSU schon vorher offenbar.
Ich habe Schröders Werk Sein Leben in der Politik" erst vor kurzem gelesen, lesen wollen. Zu sehr war ich von ihm enttäuscht, durch die Art und Weise, wie er vor der Wahl eine große Koalition weit von sich wies, um nach der Wahl als Steigbügelhalter für Angela Merkel und ihre Union zu fungieren. Er zeigt kein Bedauern darüber in dem Buch.
Schröder und Müntefering haben nicht nur mich kaltschnäuzig, politisch verraten. Man mag das lapidar hinnehmen, als üblich bei solchen Protagonisten, in der globalen Machtpolitik, doch es offenbart die Fadenscheinigkeit ihrer vorgetäuschten, sozialdemokratischen Gesinnung. Das wurde mir im Buche deutlich.
Die Entscheidung für Neuwahlen 2005 hielt ich für einen gelungenen Überraschungscoup, der auch noch Sinn machte. Die guten Wahlergebnisse für die SPD, die darauf folgten, bestätigten mich. Doch der Entschluss der Parteiführung, eine Koalition mit der Union zu bilden, war und wird auf lange Sicht, für die SPD verheerend sein. Schröder wird in die Geschichte eingehen als Totengräber der deutschen Sozialdemokratie.
Ich bin zwei Jahre älter als Schröder und ich hatte über Jahrzehnte ein Auge auf ihn". In seinen Jungen Jahren, war er mir dabei nie so recht sympathisch. Das hat die Lektüre relativiert. Er schien mir damals so aufgesetzt", was immer das heißen mag. Vielleicht passt das Wort künstlich besser. Dieser Eindruck, diese Einstellung, änderte sich bei mir erst als er Ministerpräsident wurde. Von da an meinte ich ihn unterstützen zu sollen. Er konnte launige Reden halten und hatte Humor und schien standfest. Das sagte mir zu. Als er Kanzler wurde und war, fand ich, dass er eine gute Arbeit leistete. Die Medien dachten darüber allerdings anders. Teile seiner Partei ebenso. Seine Basta-Politik fand dort, maßgebend für die Innen- und Außenpolitik, ihre Begründung. Das wird in dem Buche auch deutlich.
Schröder hat waghalsig, politische enge Kurven genommen, wie ein versierter Herrenfahrer, aber am Ende hat er sein Gefährt, die SPD, die er sich für seine brutale Fahrweise, umbauen ließ, zu Schrott gefahren. Da ist nichts mehr zu reparieren.
Das Buch hatte für mich von daher einen Wert, zeigte es mir doch, from cover to cover DEN Gerhard Schröder: WYSIWYG, what you see is what you get. Denen, die sich für Aufsteiger ganz allgemein interessieren, kann ich es empfehlen.
Peter A. Bruns
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5.0 von 5 Sternen Blick hinter die Kulissen, 20. August 2013
Rezension bezieht sich auf: Entscheidungen: Mein Leben in der Politik (Taschenbuch)
Gerhard Schröder will die Politik der rot-grünen Koalition erklären. Er konzentriert sich auf diejenigen Themen, die seiner Ansicht nach zukunftweisend sind: Kosovokrieg, Attentat vom 11. September 2001, Afghanistan- und Irakkrieg, die Weigerung der USA, das Kyoto-Protokoll zu unterzeichnen, die Rolle Rußlands in der internationalen Politik, das Energieproblem u.a.
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Entscheidungen: Mein Leben in der Politik
Entscheidungen: Mein Leben in der Politik von Gerhard Schröder (Taschenbuch - 14. Mai 2007)
EUR 9,95
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