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Kundenrezensionen

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am 25. April 2006
... zu denen ich aber nicht gehöre. Man fragt sich bei der Lektüre wirklich, warum Herr King nicht ab und an eine Komödie oder Glosse schreibt, denn auch das kann er, wie er im ersten Teil des Buchs beweist. Stellenweise habe ich gewiehert vor Lachen! Seine Selbstironie ist bestechend. Und auch die Tatsache, dass er sich nicht scheut, seinen Lebensabschnitt unter Drogen darzustellen, fand ich bewundernswert. Der zweite Teil des Buchs, also der Teil über das "wie lerne ich Romane schreiben" ist sehr aufschlussreich und informativ. Allerdings merkt man sehr schnell, dass hier ein Meister seines Fachs, ob man ihn nun mag oder nicht, schreibt. Sein Motto "setzt Dich einfach hin und schreib, der Rest (Einfälle und Handlung) kommt ganz von alleine" mag vielleicht nicht gerade auf Otto Normalverbraucher zutreffen. Trotzdem sind seine Ausführungen sehr interessant und vor allem auch unterhaltsam. Absoluter Lesetipp!!!
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Ich bin seit Jahren King-Fan und habe schon viel von ihm gelesen. Als ich dann gehört habe, dass er eine Art Autobiographie herausbringt, war ich skeptisch, ob daraus ein gutes Buch werden könnte. Ich muss sagen, dass ich sehr positiv überrascht wurde.

"Das Leben und das Schreiben" ist in zwei Teile aufgeteilt. Nach drei (!) recht kurzen Vorwörtern folgt der Abschnitt "Lebenslauf". In diesem Teil erzählt King in chronologischer Reihenfolge überraschend offen und ehrlich von Erinnerungen und Ereignissen aus seinem bisherigen Leben, von seiner Kindheit bis heute. Er berichtet von traumatisierenden Erlebnissen aus seiner frühen Jugend, wie er zum Schreiben kam und nach und nach den Durchbruch schaffte. Das Ganze liest sich überraschenderweise fast genauso spannend wie seine Romane: Sehr kurzweilig und mit einer großen Portion Selbstironie und Sarkasmus. Also keineswegs trocken und langweilig! Ob das jemanden interessiert, der ein oder zwei Bücher von ihm gelesen hat, muss jeder selbst entscheiden. Dauerleser und Fans aber erfahren endlich mehr über die Hintergründe der Bücher und erkennen an mancher Stelle, welche Erlebnisse ihn zu Buch xy inspiriert haben.

Es folgt zunächst ein kleiner Abschnitt: "Was Schreiben ist". King geht in diesem Teil zur 2. Hälfte des Buchs über. Dieser ist für alle gedacht, die schon immer mal ein eigenes Buch schreiben wollen, aber nicht wissen, wie sie anfangen sollen. Dies versucht King nun ausführlich und mit hervorragenden Tipps zu erläutern. Er erklärt an einzelnen Beispielsätzen die richtige Grammatik, geht auf den Gebrauch von Adverben und Passiv ein und spricht über Schreibstile. Detailliert erklärt er, wieviele Seiten er pro Tag schreibt, wie lange er braucht, woher er seine Ideen nimmt, womit er anfängt, weshalb er überhaupt schreibt. Er diskutiert mit dem Leser, worüber er schreiben könnte und wie man Dinge und Orte so anschaulich beschreibt, dass im Kopf des Lesers Vorstellungsbilder erzeugt werden.
Hierbei offenbart er sein ganzes literarisches Wissen, indem er Ausschnitte aus Büchern von den "Großen" der englischen und amerikanischen Literatur zitiert: Hemingway, Steinbeck, Faulkner, um nur ein paar zu nennen. Obwohl er Literatur studiert hat, war ich überrascht, wieviele Bücher er schon gelesen hat.
Anhand dieser Textbeispiele erklärt er seine Thesen und Ideen klar und verständlich: Wie man realistische Dialoge formuliert, wie man einen fertig geschriebenen Text überarbeitet und was man rausstreichen kann, damit er sich flüssiger liest. Sogar den Brief, den er schrieb, um einen Agenten zu finden, druckt er ab.

Wer jetzt glaubt, das alles klingt nach trockenem Deutsch-Schulunterricht, der irrt gewaltig. King schafft es, diese "Lektüre" über das Schreiben genauso humorvoll und kurzweilig zu schreiben wie man es von ihm gewohnt ist.

Das Buch enthält noch drei Nachträge. Im ersten erzählt King ausführlich davon, wie sich sein schwerer Unfall von 1999, bei dem er fast gestorben wäre und der sein Leben verändert hat, wirklich zugetragen hat. Der 2. Nachtrag enthält eine Kurzgeschichte, die er später unter dem Titel "Zimmer 1408" veröffentlicht hat. Anhand dieser Geschichte zeigt er, wie man einen fertig geschriebenen Text überarbeitet und was man getrost kürzen / rausstreichen kann. Da King in seiner Fanpost oft danach gefragt wird, was er privat liest und empfehlen würde, besteht der dritte Nachtrag aus einer Bücherliste mit seinen persönlichen Literatur- und Belletristik-Favoriten. Im Anhang des Buchs werden außerdem alle Werke anderer Autoren, die er innerhalb des Buchs erwähnt hat mit genauen bibliographischen Angaben aufgelistet, falls man eines davon lesen möchte.

Fazit: Ein kurzweiliges, witziges, kluges und durchweg interessantes Buch, das für Fans unverzichtbar und für alle, die schon immer mal selbst etwas schreiben wollten und mehr über das Handwerk eines Autors bzw. die Entstehung eines Romans erfahren wollten, empfehlenswert ist.
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am 2. Februar 2008
Eine Schreiblehre der ganz anderen Art, ist dieses Buch, in dem Steven King aus dem Leben und aus dem Nähkästchen des Bestsellerautoren plaudert. Ehrlich und unverblümt schreibt er, über wichtige Stationen seines Lebens und verzichtet dabei darauf, uns aufzulisten was er zum Frühstück ißt und auf andere Belanglosigkeiten aus der Biographienliteratur. Aber er lässt uns seine Entwicklung zum Schriftsteller Schritt für Schritt miterleben.

Herzerfrischend, zum Schmunzeln und Nachdenken, ist was er über das Schreiben zu sagen hat. King ist entwaffnend ehrlich, ohne zu demotivieren, das ist Kunst. Kings Buch unterscheidet sich wohltuend von anderen Schreiblehren die, viel versprechend, aus jedermann einen Veröffentlichungsfähigen Autoren machen wollen. Wer schon den ganzen Mist "Wie werde ich verdammt guter Autor in 10 Tagen" gelesen hat, wird wahrscheinlich wenig Neues, über die Techniken des Schreibens, in diesem Buch entdecken und doch ist alles anders. King belebt und bringt die wichtigen Aussagen, amüsant und augenzwinkernd, ganz nah an des Lesers Verständnis.
Er reduziert vieles auf das, aus seiner Sicht, wesentliche, berichtet davon wie er arbeitet und gibt Tipps aus seiner Praxis. Sicher ist dies nicht für jedermann einfach umzusetzen, denn die 3 wichtigsten Dinge seines "Werkzeugkastens" - Wortschatz, Grammatik und Stilmittel - hat er selbst, in seiner College Ausbildung zum Lehrer, studiert.

Das nonplusultra an King`s Schreiblehre ist der Versuch der Befreiung, aus dem Ghetto des Regel Korsetts und des Anspruchszwangs, Zitat: "Botschaft und Moral, die kann man alle in einen Sack stecken und mit dem Knüppel draufhauen, verstanden? Ich will Resonanz erzeugen." oder: "Gutes Schreiben hat viel damit zu tun. Angst und aufgesetztes Getue abzulegen. Die Neigung, manche Texte als >gut< und andere als >schlecht< einzustufen, ist angstbesetztes Verhalten."
Und über Kritiker sagt er: "Manche Menschen vergessen eben nie; und die Literaturkritik dient oft nur dem einen Zweck, ein Kastensystem zu erhalten, das so alt ist wie der intellektuelle Snobismus, aus dem es hervorgegangen ist."

Ein Buch dem man zu Füßen liegen kann, alle Sterne.
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am 20. Dezember 2007
Welcher King-Fan würde nicht davon träumen, einmal mit dem Meister ein Pläuschchen zu halten? Irgendwo am Tisch zu sitzen und der Schreibikone aus Maine zu lauschen, wenn sie aus dem Leben erzählt. Das ist natürlich ein frommer Wunsch, der in ihrem Leben vermutlich niemals in Erfüllung gehen wird, leider. Mit Stephen Kings -Das Leben und das Schreiben- gibt es für diese Art nicht realisierbarer Wünsche einen kleinen Ausgleich. Man kann sich ein virtuelles Pläuschchen mit King leisten. Zu Hause, auf dem Sofa oder dem Sessel. Man braucht nur ein wenig Ruhe und Kings Buch. Das dürfte für solch ein Erlebnis keine Hürde darstellen.

Der erste Teil des Buchs ist autobiographisch. King erzählt aus seiner Jugend, den ersten Schreibversuchen bis hin zum Verkauf des Manuskriptes von -Carrie-. Er geht auf seine eigene Alkohol- und Drogenabhängigkeit ein, von der ich bisher nur schemenhaft wusste. Er schildert die Liebe zu seiner Frau und berichtet über die Umstände seines Lebens, die ihn prägten. Später im Buch berichtet er über seinen schweren Unfall(King wurde von einem Lieferwagen überfahren), seine Todesnähe und den Weg zurück an den Schreibtisch. Das ist wunderbar und anrührend zugleich zu lesen. Offen und ehrlich packt King die Bausteine seines Lebens auf den Tisch.

Im zweiten Teil geht es um das Schreiben. King philosophiert über seine Art und Weise, einen Roman oder eine Kurzgeschichte zu produzieren. Er macht das nicht mit dem erhobenen Zeigefinger, sondern mit der King'schen Art von Witz, Ironie und Hintergründigkeit, die seine Leser so an ihm lieben. Jeder Hobbyschreiber kann hier eine Menge Rüstzeug mit auf den Weg nehmen.

Last not least, nur ein paar Seiten lang, aber nichtsdestotrotz eine wahre Fundgrube im Buch: King gibt uns eine Bücherliste an die Hand. Die Bücher, die er liebt. Jeder, der King mag, wird hier Autoren finden, die er noch nicht kennt und vielleicht mal einen kleinen Schnupperexkurs in eine andere literarische Ecke wagen.

Stehpen Kings -Das Leben und das Schreiben- enthält alles, was ein gutes Buch braucht. Es ist unterhaltsam, witzig, lehrreich und lässt uns ein wenig teilhaben am Leben eines der bedeutensten(ja, das ist meine persönliche Meinung) Schriftsteller des 20.Jahrhunderts. Also: Lesen, lesen, lesen!
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„Das Leben und das Schreiben" ist das achte Buch zum Thema Schreiben lernen, daß ich gelesen habe. Und es ist das bislang beste!
Ein Schriftsteller braucht Talent, wer kein Talent besitzt, sollte besser nicht schreiben, denn Talent ist nicht erlernbar. Ein Schriftsteller muß viel lesen und schreiben. Der Rest, also etwa das Veröffentlichen, findet sich dann schon. Das ist die Essenz dieses Buchs. Ein weiteres Anliegen, das King besonders am Herzen liegt, ist das Kürzen der Texte. In der redigierten Fassung der Geschichte soll nur noch das übrigbleiben, was wirklich wichtig für die Geschichte ist. So hält es auch King selbst, „Das Leben und das Schreiben" enthält ausschließlich Informationen die für das Thema Schreiben lernen wichtig sind. Im Original heißt das Buch „On writing", was die Sache besser auf den Punkt bringt. Der deutsche Titel läßt vermuten, daß King mit diesem Werk sowohl ein Buch mit Schreibtipps als auch eine Autobiographie geschrieben hat. Das stimmt nur bedingt. Wer selbst nicht das Schreiben erlernen will und lediglich mehr über Stephen Kings Leben erfahren will, der ist mit diesem Titel eher schlecht bedient.
„Das Leben und das Schreiben" ist überaus subjektiv! Kings Meinung zum Schreiben muß der Leser sicherlich nicht in allen Punkten bedingunglos zustimmen, das räumt er auch selbst ein. Allerdings ist es auch nicht eines dieser Wischiwaschi-Ratgeber-Büchlein nach dem Motto: erlaubt ist was gefällt. Bevor man experimentiert sollte man erstmal sein Handwerk beherrschen. Kings Buch enthält zahlreiche gute Beispiele wie man gut oder schlecht schreiben kann. Dazu zitiert er aus den Werken namhafter Autoren wie Hemingway, Lovecraft, Wolfe und vielen anderen. Meist US-Autoren. Überhaupt ist das gesamte Buch stark auf den amerikanischen Markt zugeschnitten. So empfiehlt er angehenden Autoren z.B. ein Buch in dem die Verlagsszene der USA beschrieben wird. Für den deutschen Leser ist es verständlicherweise sinnvoller sich das Autorenjahrbuch des Autorenhaus Verlags zu kaufen. Besonders gut gefiel mir neben dem kleinen Literaturkurs, mit den Auszügen aus den Werken namhafter Autoren, die Bücherliste am Ende des Buchs, in der King die Titel nennt die ihn zur Zeit, in der er das Buch schrieb, besonders begeistert haben. Großartig ist auch, daß er die zwei Fassungen eines Textes von ihm vorführt. Zuerst die Rohfassung und anschließend die überarbeitete Version. Jede Streichung und Veränderung des Textes wird erklärt. Sehr interessant!
Es gäbe noch viel mehr Positives zu erwähnen. Für angehende Schriftsteller ist dieser Titel wirklich eine wahre Fundgrube. Abschließend will ich nur noch eine Sache erwähnen, die mir gut gefallen hat. King weckt beim Leser keine falschen Hoffnungen! Die Chance so erfolgreich zu werden wie er, sind äußerst gering und nur 5 Prozent aller Schriftsteller können vom Schreiben leben. Dennoch verbreitet King keinen Pessimismus. Tatsächlich war ich nach der Lektüre sogar euphorisiert. Aber ich bleibe trotzdem Realist.
„Das Leben und das Schreiben" läßt nichts von dem vermissen, was ich von einem Ratgeber zum Kreativen Schreiben erwarte. Wie verwende ich die Grammatik richtig? Wie schreibe ich gute Dialoge? Wie schreiben berühmte Autoren? Wie kommt man auf die Ideen für die Geschichten? Wie veröffentlicht man Geschichten? Die Antworten auf diese und viele andere Fragen liefert dieses Buch! Von einem Autor, der weiß wovon er spricht. Ein Lehrer mit hervorragendem Fachwissen, Freude an seinem Thema und vor allem der Fähigkeit, Wissen verständlich und spannend zu vermitteln.
Ein überaus empfehlenswertes Buch!
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am 31. Oktober 2012
Ich habe dieses Buch vor Jahren mal geschenkt bekommen. Obwohl ich die Romane von Stephen King sehr mag, hatte ich zunächst keinerlei Interesse dieses Buch zu lesen. Allerdings muss ich dazu sagen, dass ich damals 15 Jahre alt war und mich eine Art Biographie nicht sehr ansprach.

Dies war allerdings ein Fehler! Als ich angefangen habe, es zum ersten Mal zu lesen, war ich so gefesselt, dass ich Raum und Zeit vergessen habe. Der Schreibstil ist einfach nur göttlich. Zum Teil muss man laut lachen, da Stephen King es schafft die Stationen seines Schriftstellerwerdens aberwitzig darzustellen. Dabei analysiert er sich auch selbst, nimmt sich aber nie zu ernst. Zudem erhält der Leser einen tollen Einblick in das LEben eines so erfolgreichen Schriftstellers. King gibt Tipps, wie er es geschafft hat und was einen guten Roman ausmacht. Also falls jemand mal selber etwas zu Papier bringen möchte, sollte er dieses Buch in jedem Falle auch lesen.

Mir hat das Buch wirklich sehr gefallen. Ich könnte mir vorstellen, dass es auch für Leute geeignet ist, die die Bücher Stephen Kings nicht so mögen. Allerdings ist es mit Sicherheit hilfreich einige seiner Bücher zu kennen, da er oft auf diese und dessen Hintergründe eingeht.

Ob also nun etwas über Kings Bücher, Biographie oder seinen literarischen Werdegang zu erfahren, oder ob man sich selbst Tipps holen möchte, wie man selber einen guten Roman schreibt, dieses Buch ist für viele Leute ein Must-Have.

Ich selbst lese gerne mal hier mal da ein Kapitel. Wirklich empfehlenswert.
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am 13. Dezember 2002
Alle, die sich eine Anleitung erhoffen, wie sie besser schreiben können, sind mit diesem Buch nicht gut beraten. Aber all jene, die gerne etwas mehr aus dem Leben von Stephen King und über die Entstehung seiner Romane erfahren möchten, werden mit „Das Leben und das Schreiben" sicher keinen Fehlkauf machen.
In den ersten Kapiteln erfahren die Leser etwas über die Kinder- und Jugendjahre, sowie die ersten literarischen Veröffentlichungen von Stephen King.
Die darauf folgenden Kapitel enthalten Anekdoten über die Entstehung seiner Romane und Kurzgeschichten.
Nebenbei gibt er angehenden Autoren auch noch ein paar nützliche Tipps. So sollte man sich möglichst einen ruhigen Platz zum Schreiben aussuchen, an dem man durch nichts (Telefon, Fernseher, Radio, Blick aus dem Fenster usw.) gestört, bzw. abgelenkt wird.
Auch sollte man täglich mindestens 1.000 Wörter schreiben, um nicht aus der Übung zu kommen.
In vielen Büchern über das Schreiben, die ich bisher gelesen habe steht, steht, dass man sich die Handlung (also den Plot) und das Ende seiner Erzählung (seines Romans) vorher überlegen und aufschreiben sollte.
Stephen King meint hierzu, dass das völliger Unsinn sei, denn eine Geschichte muss sich im Verlauf des Schreibens selber entwickeln.
Das Buch ist sehr vergnüglich und flüssig zu lesen, man erfährt interessante Informationen aus dem bewegten Leben des Autors und ganz nebenbei kann man sich auch noch einige Kniffe und Tricks von Stephen King abschauen.
Sehr empfehlenswert!!!
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am 5. April 2001
Einmal mehr versteht es Stephen King, uns in seinen Bann zu ziehen, diesmal jedoch nicht mit einem fiktiven Roman, sondern vielmehr mit einer autobiographischen Do-it-yourself-Gebrauchsanweisung, wie wohl nur er sie schreiben kann. Ratschläge zum Selberschreiben, amüsante Anekdoten aus Kings Schriftstellerkarriere, Ausblicke auf neue Projekte und erste Eindrücke von seinem Leben nach dem lebensbedrohlichen Autounfall, der King während der Arbeit an diesem Buch heimsuchte ... das Buch wird nicht langweilig, ist voller Leben. Eine nette Abwechslung, die meiner Ansicht nach Lust macht auf den Roman des Jahres 2002 "From a Buick Eight", der hier vorab vorgestellt wird. Und vielleicht wird ja so mancher durch dieses Buch (Kings zweites Sachbuch nach "Dance Macabre") zum Schreiben inspiriert.
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VINE-PRODUKTTESTERam 12. September 2005
Das Buch besteht aus mehreren Teilen. Im ersten geht es um das „Leben". Kurzweilige, lesenswerte Anekdoten bringen dem Leser nahe, wie King zum Schreiben kam und was er alles durchmachen musste, bis er erfolgreich war.
Im zweiten Teil stellt er den Werkzeugkasten zusammen. Das reduziert sich für mich auf Tips wie:
Wichtig ist Wortschatz und Grammatik. Sehr viel mehr kommt nicht.
Vermeiden Sie das Passiv.
Meiden Sie das Adverb.
Absätze gestalten.
Wer dies vor dem Lesen dieses Buches nicht wusste, hat etwas dazugelernt.
Es folgt der dritte Teil „Über das Schreiben". Ich versuche seine Kernsätze zusammenzustellen:
-Viel lesen und viel Schreiben (1000 Wörter pro Tag)
-Feste Zeiten für das Schreiben und einen eigenen Ort mit Tür haben
-Schreib was Du kennst! (großzügig ausgelegt) Spezialgebiet
-Geschichten sind Fundstücke (Anregungen findet man überall), Handlungen entwickeln sich
-Wichtig ist eine gute Ausgangssituation, die Figuren entstehen nach und nach.
-Was wäre wenn? Fragen führen zu interessanten Situationen
-Das Geheimnis guter Darstellung sind klare Gedanken und klare Umsetzung- dazu gehören überraschende Bilder und einfache Sprache
-Der Dialog verleiht den Figuren Stimme, er ist unerlässlich zur Gestaltung ihres Charakters, nur die Taten sagen uns mehr über eine Person
-Beobachten, wie sich die Leute (Figuren) in ihrem Umfeld verhalten und diese Beobachtung ehrlich wiedergeben.
-Nach der Vollendung des Werkes Pause machen und überlegen: Worum geht es in der Geschichte (Thematik)?
-Das Werk ruhen und reifen lassen
-Das Werk ein zweites Mal lesen und überarbeiten. Wenn das Werk Symbolik enthält, bringen Sie es zur Geltung
-Werk an Freunde zum Probelesen geben. Hat die Geschichte Tempo? Ist die Vorgeschichte gut geschildert?
1. Fassung minus 10 % = 2. Fassung
Sehr schön finde ich im Anhang seine Bücherliste und die Liste mit der im Buch erwähnten Titel. King legt dem Leser ans Herz „The Elements of Style" von William Strunk Jr. und E.B. White zu lesen. Ich habe es gekauft und lese es. Bald mehr darüber.
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am 8. Dezember 2013
Dies ist eine Buchbesprechung von [...]

Im November diesen Jahres durfte ich Stephen King, meinen absoluten Lieblingsautoren, zum ersten Mal live erleben. Vorher wollte ich unbedingt noch sein Sachbuch über das Schreiben und wie er dazu gekommen ist lesen. “Das Leben und das Schreiben” stellt eben jenes Werk dar und erzählt in drei Abschnitten, wie King zum Schreiben gekommen ist und was ihn beeinflusste, wie er schreibt und was er zu vermeiden sucht und letztendlich, was ihn beinahe von der Beendigung dieses Buches abgehalten hat.

Autobiographisch kann man dieses Buch nur bedingt nennen. King erzählt zwar viel aus seiner Vergangenheit, von seinen Einflüssen und seinem Weg zum Autoren, jedoch liegt der Fokus immer auf Aspekten, die seine Fantasie beflügelt haben und ihn auf seinem schreibenden Weg voranbrachten. Liebevolle und schreckliche Kindheitserinnerungen, Rückschläge im Leben und das Dasein als sehr armer Mensch in den kapitalistischen USA prägen King und lassen es nicht verwunderlich erscheinen, warum gerade er den Hang zum Fantastischen entwickelt, zum Gruseligen perfektioniert hat.
In vielen Interviews sagte King bereits, dass alles aus seinem Leben irgendwie in seine Bücher einfließt. Nach der Lektüre dieses Buches wird dem Leser seiner Werke dies jedoch besonders bewusst. Es ist teilweise erschreckend die doch sehr nahen Erlebnisse hinter vielen Horrorklassikern kennenzulernen. Dies wirft ein ganz anderes Licht auf seine Bücher.
In seiner gewohnt der direkten, bildlichen Art spricht King von all dem und man fühlt sich als Leser so, als ob man dies an einem verregneten, nasskalten Abend von einem guten Erzähler zu hören bekommt. Jenem entfernten Onkel, den man selten trifft und der so hervorragend Geschichten zum Leben erwecken kann.

Im zweiten Teil des Buches geht King dann auf das Schreiben an sich ein. Er zeigt auf, wie er schreibt, was er für wichtig hält und was getrost dauerhaft gestrichen gehört. Auch dieser Teil ist nicht trocken, obwohl er natürlich weitaus nüchterner geschildert wird als die Erinnerungen zuvor. Anhand von Beispielen von anderen Autoren als auch anhand seiner eigenen Werke zeigt er dies auf. Ich muss ehrlich sagen, dass mir einiges sehr eingeleuchtet hat und ich es sehr beeindruckend finde, wie frei King einerseits schreibt, welche Gedanken er sich aber gleichzeitig um Sprache und deren Wirkung macht.
Ich mag die Vorstellung besonders, dass King so gut wie nie skriptet, sondern sich von seinen Ideen leiten lässt. Er hat zwar beim Schreiben vage Vorstellungen, wohin eine Geschichte führen könnte, lässt sich jedoch auch sehr gerne von dieser ganz woandershin leiten. Ich finde dies, so kitschig sich das auch anhören mag, magisch und stelle mir selbst so das perfekte Schreiben von fiktiven Geschichten vor. Man dient als Autor dem Universum als Trichter und saugt die bereits vorhandenen Geschichten auf und bringt sie zu Papier, man lässt sich selbst etwas Tolles erzählen. Und ja, ich weiß, sinnbildlich ist dies einem Buch von King entnommen. :)

Im letzten Teil, dem kleinsten dieses Buches, schildert King seinen fast tödlichen Unfall 1999. Dies war für mich sehr emotional, obwohl King die Geschehnisse sehr nüchtern und sachlich wiedergibt. Hinter all diesem steckt aber eine unheimliche Tiefe und wie in diesem gesamten Werk die unendliche Liebe zu seiner Frau.

Ich bin sehr froh dieses Buch gelesen zu haben und möchte es jedem einzelnen Leser und Nichtleser auf diesem Planeten empfehlen. Obwohl es nicht so herkommt ein sehr wichtiges und großes Buch von einem Mann, der Generationen prägte und noch immer prägt und gleichzeitig ein ganz normaler Kerl ist.
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