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22 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leitfaden Humanismus!, 10. August 2006
Von 
Rezension bezieht sich auf: Humanismus als reale Utopie: Der Glaube an den Menschen (Taschenbuch)
Oft wird der Humanismus mit dem atheistisch orientierten Materialismus und Nihilismus identifiziert.Der Psychoanalytiker, Philantrop und Freidenker Erich Fromm zeigt aber in seinen Werk dem Weg des Glaubens an die Menschlichkeit; einen Weg der humanistischen Spiritualität, die dem Menschen einerseits nicht zur bloßen bio-chemischen Maschiene degradiert und anderseits keinesfalls einer dogmatischen Doktrin unterwirft. Dieses Buch ist ein Wegweiser in die Richtung einer neuen Renaissance des Humanismus, der wir so nötig haben. Es ist ein Aufruf gegen die Avantgarde der Enthumanisierung, die sich rapidal in allen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens verbreitet. Utopia ist deshalb utopisch, weil kaum jemand an sie glaubt. Der Glaube an den Menschen in seiner Ganzheit ist die Essenz meiner therapeutischen und pädagogischen Arbeit. Vieles verdanke ich den Erkenntnissen, die ich aus diesem Buch gewonnen habe.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Juwelen in Mogelpackung?, 30. Oktober 2009
Von 
Kankin Gawain "Bis übermorgen dann..." (Eutopia) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Humanismus als reale Utopie: Der Glaube an den Menschen (Taschenbuch)
Dieses Buch ist gar kein richtiges. Vielmehr handelt es sich um eine Sammlung nachgelassener Schriften und Rede-Manuskripte von Erich Fromm. D.h. es kommen keine neuen Themen zur Sprache, sondern die aus anderen zentralen Werken bekannten Ideen werden noch einmal von verschiedenen Seiten beleuchtet, etwas anders formuliert, mit leicht anderen Akzenten.
Dann wiederum recht neu für mich waren Fromms Gedanken zu den Übereinstimmungen zwischen dem mittelalterlichen Mystiker Meister Eckhart und Karl Marx' Menschenbild, die sich in Fromms Entwürfen zu einem leider nie fertig verfassten Buch erhalten haben und sich ganz am Ende der Schriftensammlung finden lassen.
Der Erwerb von "Humanismus als reale Utopie" scheint mir vor allem für solche Leser interessant, die Fromms Gedanken bereits ausführlicher dargelegt in seinen wichtigeren Schriften kennen gelernt haben, etwa in "Die Kunst des liebens" oder in "Haben oder sein". Zum Einstieg in seine Ideenwelt ist es eher ungeeignet, da viele Thesen nur kurz angerissen oder postuliert werden, die in seinen größeren Schriften ausführlich erläutert und begründet werden.
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7 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schöne Lektüre, 2. Juni 2011
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Humanismus als reale Utopie: Der Glaube an den Menschen (Taschenbuch)
Bei dem Buch "Humanismus als reale Utopie" handelt es sich um eine Zusammenstellung unterschiedlichster Texte des Psychoanalytikers und Humanisten Erich Fromms. Diese Textstellen, aus denen das Buch besteht, wurden von Rainer Funk (Fromms Nachlassverwalter und Leiter der Erich Fromm Gesellschaft) ausgesucht und kommentiert. Die Auswahl wurde dabei so getroffen, dass dem Leser eine Vorstellung von Fromms Humanismus und eine Einführung in sein Denken geliefert wird; daher finden sich hierin auch bekannte Ausführungen zum "Haben und Sein" oder etwa seiner (humanistischen) Interpretation von Karl Marx. Besonders gut gefällt mir dabei, dass die Texte aus ganz unterschiedlichen Zeiten und litterarischen Gattungen stammen, ein Beispiel: So finden sich einerseits Stellen aus seinem Buch "Haben und Sein" (1974), andererseits auch Briefe (etwa an den Papst) oder Reden, wie etwa eine Wahlkampfrede für Eugen Mc. Carthy (der Demokrat, nicht der Antikommunist) aus den 60er Jahren. Der Vorteil dieser Verfahrensweise besteht für den Leser darin, dass auch eine Entwicklung im Denken Fromms erkennbar wird. Dabei wird man zugleich aber auch nicht mit der Textstelle alleingelassen, sondern man erhält vorher immer kleine, erläuternde Einleitungen(ca. 1/4 bis 1 1/4 Seiten), so dass nachvollziehbar wird, warum Fromm beispielsweise einen Brief an den Vatikan schreibt etc. Ein weiterer Vorteil dieser Methode besteht für den Leser auch darin, dass er das Buch nicht unbedingt von vorne bis hinten lesen muss, sondern er einfach an der für ihn interessantesten Stelle beginnt.

Eine wichtige Frage bei der Beschäftigung mit einem Denker alá Fromm stellt natürlich die der Aktualität dar. Hier fällt zuerst auf, wie stark die Zeit des kalten Krieges und das atomare Wettrüsten auf Fromm gewirkt haben. Der Gedanke der Auslöschung des Menschen durch sich selbst ist für ihn und sein Denken ein wichtiges Axiom (der erste Gliederungspunkt trägt den Namen "Humanismus als Überlebenschance"). Nun ist der kalte Krieg bekanntlich vorbei und damit eine mögliche Art der Vernichtung der Menschheit deutlich unwahrscheinlicher geworden, doch - ich spreche hier als jemand, der beim Zusammenbruch der UDSSR 8 Jahre alt war -, kennen auch wir heute neue Szenarien einer von Menschen verursachten Zerstörung der Welt, wie etwa dem Klimawandel (hier möchte ich nicht weiter abdrifften, wobei es viel zu sagen gäbe). Andere Punkte lassen sich fast eins zu eins auf die heutige Zeit übertragen und erscheinen aktueller denn je(wie etwa dem Verlust des Menschseins durch Technisierung und sog. "Götzen"). So ist m.E. ausreichend Aktualität der Themen geboten.

Zur Ausgabe selbst sei noch gesagt, dass es ein umfangreiches Personen- und Sachregister (10 Seiten), eine kleine Einleitung von Funke (4 Seiten) und eine nette Bibliographie (6 Seiten, allerdings neben Fachliteratur auch Weltliteratur wie Hesiod oder Goethe) gibt, die zur weiteren Beschäftigung anregt.

Insgesamt hat mir "Humanismus als reale Utopie" sowohl vom Inhaltlichen als auch vom Lesen selbst sehr gut gefallen, da ich die Thematik spannend finde und die Texte sich sehr gut lesen lassen. Daher von mir 5 Sterne und eine klare Empfehlung für alle, die Fromm kennen und ihn noch besser kennen lernen möchten, und auch die, die ihn noch nicht kennen: Zwar schrieb Fromm m.E. auch in anderen Werken stets verständlich, hier aber ist der Einstieg zum Teil noch angenehmer, da es sich hauptsächlich um Briefe und Reden hält.
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7 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Anmerkung, 11. Oktober 1999
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Humanismus als reale Utopie (Broschiert)
Wie Erich Fromm die Auffassungen Meister Eckarts mit dem frühen Marx in Beziehung setzt, ist überaus spannend und sehr lesenwert. Eingestanzte Schemen läßt der Autor nicht gelten.
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Humanismus als reale Utopie: Der Glaube an den Menschen
Humanismus als reale Utopie: Der Glaube an den Menschen von Erich Fromm (Taschenbuch - 12. April 2005)
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