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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Testosteronbolzen bahnt sich seinen Weg durchs Leben...R.I.P. Stefan Hentschel
Das Buch ist eine rein autobiographische Schilderung des Ende letzten Jahres verstorbenen Boxers und Zuhälters Stefan Hentschel, eine berühmt/berüchtigt gewordene Kiez-Größe. Aufgrund seines Ablebens war auch vor kurzem (Juni 2007) eine äußerst sehenswerte Spiegel-Reportage über ihn im Fernsehen zu sehen, fast zwei Stunden lang...
Veröffentlicht am 27. Juni 2007 von Klartext

versus
3.0 von 5 Sternen nicht schlecht
..und gibt einen Eindruck vom Leben auf der Überholspur, die dann doch wie alle anderen Schicksale zum Scheitern verurteilt sind.
Vor 20 Monaten von Rene Lesefreund veröffentlicht


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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Testosteronbolzen bahnt sich seinen Weg durchs Leben...R.I.P. Stefan Hentschel, 27. Juni 2007
Von 
Klartext (Frankfurt Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Im Rotlicht: Das explosive Leben des Stefan Hentschel (Taschenbuch)
Das Buch ist eine rein autobiographische Schilderung des Ende letzten Jahres verstorbenen Boxers und Zuhälters Stefan Hentschel, eine berühmt/berüchtigt gewordene Kiez-Größe. Aufgrund seines Ablebens war auch vor kurzem (Juni 2007) eine äußerst sehenswerte Spiegel-Reportage über ihn im Fernsehen zu sehen, fast zwei Stunden lang. Das Buch ist eine Autobiographie und die Co-Autorin bemüht nicht um Korrektur oder sonstige Einflußnahme. Es wäre daher auch völlig verfehlt, literarische Maßstäbe zu erwarten, das Buch ist eher aus dem Bauch - aber auch aus der Seele - heraus runtergeschrieben.

Es bietet eine doch recht schonungslose Schilderung eines Lebens, das schon seit frühester Kindheit von Gewalt geprägt war. Was Stefan Hentschel letztlich dann seine Popularität einbrachte, ist hierbei sicherlich seine ausgesprochen gute körperliche Veranlagung, die ihn den Kampf seines Lebens im Allgemeinen, sowie den Kampf- und Kraftsport im Speziellen, als einer der Stärksten hat absolvieren lassen. Vor allem gilt dies im Straßenkampf ohne Regeln - und ohne Waffen. Dies, verbunden mit seinem Durchsetzungsvermögen und sein gutes Aussehen bringen ihn auf die Reeperbahn, wo er einen der wesentlichen Sätze dieses Buchs prägt: Zuhälter werden nicht geboren, sondern gemacht". Denn vielen der Damen aus dem Gewerbe imponiert er mit genau dieser lauten Art und seinem Äußeren, zudem bietet er Ihnen Schutz und avanciert nach und nach zu einer Kiez-Größe, bis zuletzt einer der ganz Bekannten in ganz Deutschland in dieser Szene. Er ist körperlich stärker als die meisten, dies macht ihn zur Szene-Ikone. Im entsprechenden Spiegel-Bericht wird er von einem Insider allerdings auch klar als ganz brutaler Schläger" tituliert. Diejenigen, denen er mit seiner Gewalt geschadet hat, kommen leider nicht zu Wort. Sein Leben endet mit Selbstmord, was zwar im Buch nicht mehr geschrieben (beschrieben) werden konnte, sich aber dennoch andeutet, denn man merkt beim Lesen ohne Zweifel, daß er auf den Spielfeldern, bei denen seine Körperlichkeit ihn nicht weiter bringt, große Unsicherheiten, ja sogar Schwächen zeigt. Am Ende des Buchs zeigen sich diesbezüglich auch viele Einsichten seinerseits, ja teilweise sogar Reue. Leider fehlen ihm dann die Mittel zu einem alternativen Lebensstil.

Gewalt spielte sicher eine zentrale Rolle in seinem Leben. Zuerst hat er sie durch seinen Vater erfahren, später hat er selbst viel ausgeteilt, aber auch eingesteckt und letztlich beendet er auch sein eigenes Leben mit einer Gewalttat - dem Selbstmord. Mich hat das Buch und die Person fasziniert. Ich bin kein Boxer, aber ich habe Stefan Hentschel durch das Buch und die Reportage als gleichzeitig starken, manchmal auch schwachen Mann gesehen. Besonders beeindruckt hat mich die Schilderung seiner Kindheit, in der er durch einen brutal prügelnden Vater möglicherweise bereits auf den Pfad gelangt ist, der ihn ein ganzes Leben prägen sollte. Am Totenbett des Vaters kommt es noch zu einem kurzem psychologischen Showdown, der leider nur recht kurz gehalten ist. Ganz klar wird aber: Stefan Hentschel wurde schon als Kind mit sinnlosem Hass zugeprügelt, den er später immer wieder weitergab.

Das Buch bietet die Möglichkeit, ein äußerst schillerndes Leben durch die Augen des Protagonisten zu sehen und daher halte ich es aufgrund seiner Authenzität für ein wirklich gutes Buch. Man erkennt auch den durchaus sensiblen, reflektierten Stefan Hentschel. Für mich entfaltete sich der Blick auf eine mit Testosteron und Aggression geladene Maschine, die sich ihren Weg durch das unwegsame Gelände einer Szene bahnt, in der diese Eigenschaften als echte Werte anerkannt sind, eine Art gelebter Action-Film. Als erst die Drogen und dann die Waffen Einzug halten auf dem Kiez, haben Hentschel und andere ihren Meister gefunden. Jetzt ist nicht mehr der Stärkere der Sieger, sondern der, der weniger Skrupel hat. Ich denke, es steckt viel Elend und Leid hinter der glamourösen Fassade der Nachtwelt, auch das kann man lesen, im Buch und zwischen den Zeilen. Wenn Hentschel am Ende des Buchs resümiert Auge um Auge hinterläßt nur Blinde" hat das Qualität, zeigt aber auch, daß er erkannt hat, daß sein Weg zu Überleben für niemanden eine langfristige Strategie sein kann. Irgendwann kommt immer einer, der ist stärker. Im Falle von Hentschel waren es erst ein abgebrochenes Bierglas, dass ihm das Augenlicht auslöscht, dann die Waffen und schließlich und endlich: Hentschel selbst. R.I.P.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ein super Typ !, 8. Oktober 2010
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Rotlicht: Das explosive Leben des Stefan Hentschel (Taschenbuch)
Ich würde das Buch jederzeit wieder kaufen und jedem empfehlen.
Ich habe mir bei jedem Satz den ich gelesen habe Stefan Hentschel leibhaftig vorstellen können wie er von seinem Leben erzählt.
Warum das so einfach und eindringlich war? Das Buch ist in seiner Mundart geschrieben und wer Henstchel mal im TV gesehen hat,der sieht Hentschel direkt vor sich lebhaft erzählen.

Ihr bekommt von Stefan Hentschel beim lesen dieses Buches 100% ein anderes Bild,er beschreibt ganz klar,ehrlich und ausfürhrlich seinen Einstig,Aufstieg und Fall in der Halbwelt...wahnsinnig interessant ohne Hänger und mehr als empfehlenswert!
Nach lesen des Buches bin ich sicher das jeder sehr traurig darüber ist das so ein TYP zu früh seinen Abschied gewählt hat....
so ein Charakter ist wirklich selten!

Fazit:unbedingt kaufen,lesen und an den nächsten verschenken!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Was bleibt,ist dieses Buch!, 5. März 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Rotlicht: Das explosive Leben des Stefan Hentschel (Taschenbuch)
Dieses Buch beschreibt einen Mann,mit einer faszinierenden Persönlichkeit.

Stefan Hentschel hatte eine schlechte Jugend,erfuhr keine Liebe im Elternhaus und rutschte somit irgendwann ins Milieu.Als Schläger in den Achtzigern auf dem Kiez gefürchtet,erlangte er als Lude und Bordellbesitzer zweifelhaften Ruhm.Hentschel konnte aber nicht nur hart zuschlagen,sondern auch Menschen mit seinem Charme manipulieren.Erschreckend schnell schaltete er vom lieben Kumpeltyp auf den kompromißlosen Schläger um,der er nunmal auch war.

Der Schreibstil des Buches ist recht anspruchslos und teilweise gar ordinär.Wer Hentschel aber im TV (oder gar live) reden hörte,der weiß aber auch,dass sich alles andere verboten hätte.

Im Buch wird deutlich,dass Hentschel auch Grenzen kannte,was ihn wiederum sympathisch machte.Das ein Mann mit soviel Esprit und Autorität am Ende mit leeren Händen depressiv in der "Ritze" am Tresen saß,ist fast tragisch.Mitleid muß man nicht mit ihm haben und man kann seine Art des Lebensunterhaltes auch durchaus in Frage stellen.Wenn man aber sieht,welch farblose Gestalten heute das Medienbild prägen,so hätte man ihm auf seine alten Tage sicher eine eigene Sendung im TV gegönnt.
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Interessanter Mensch, 18. Januar 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Im Rotlicht: Das explosive Leben des Stefan Hentschel (Taschenbuch)
Ich habe mir das Buch erst nach seiner Todesnachricht gekauft, jedoch hatte ich es bereits auf meine Merkliste.
Bevor ich meinen Eindruck reflektiere, möchte ich eine Erkenntnis loswerden: jeder liest aus einem Buch etwas anderes als der Autor hineingeschrieben hat.
Ich habe seine Interpretation für mich übersetzt und möchte nun Stellung beziehen.
Das Buch hat mich gefesselt und somit dazu gezwungen, es in kürzester Zeit zu lesen.
Es ist prickelnd, spannend, aus dem Leben gegriffen geschrieben, in amüsanten Formulierungen verpackt, ergreifend und traurig.
Es liegt mir fern darüber zu rechten, ob jemand einen Fehler begeht, wenn er in einer für sich konformen Art und Weise nach Luft schnappt.
Eines sollte klar sein: Sex ist ein Trick der Natur, um die Art zu erhalten. Und wo es Tricks gibt, da gibt es auch Falschspieler. Dieses wissentlich getrennt voneinander betrachtet, lässt ihn mir sympatisch erscheinen.
Über sein Lebenswandel: jeder nimmt die Farbe seiner Umwelt an
Über sein Verzicht auf Rache knüpfe ich an seiner Aussage an: Auge um Auge und die Welt wäre blind.
Über sein Ableben: Männer die darauf hoffen in ihren Stiefeln zu sterben, sterben all zu oft in ihren Pantoffeln (Stefan Hentschel wollte in seinen Stiefeln sterben).
Über sein Vokabular: Er hat das Denken den Worten überlassen.
Es ist in jedem Fall ein Verlust
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geniales Buch..., 12. Juli 2005
Von Ein Kunde
Das Buch ist absolut authentisch geschrieben und macht richtig Spaß zu lesen. Konnte es gar nicht aus der Hand legen... Besonders für Hamburger wie mich sehr spannend, da man die meisten Locations zumindest vom Namen her kennt und einem doch so einiges bekannt vorkommt. Viel interessantes Insiderwissen. Der Stefan ist etwas sehr von sich überzeugt, aber das paßt halt zu den Jungs vom Kiez.
Klasse Buch - nur zu empfehlen
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Man muss ihn mögen !, 28. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Im Rotlicht: Das explosive Leben des Stefan Hentschel (Taschenbuch)
Ich persönlich fand das Buch großartig. Der gute Herr Henschel war mir schon immer sympathisch, aber nach diesem tiefen und sehr persönlichen Blick in sein Leben, weiß ich auch warum. Ein kleiner, aber feiner Einblick ins Millieu und ein wehmütiger Rückblick auf vergangene Kiez-Zeiten.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Äußerst interessant, 21. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Im Rotlicht: Das explosive Leben des Stefan Hentschel (Taschenbuch)
Bin über die Spiegel-TV Reportage auf Stefan Hentschel und das Millieu in Hamburg aufmerksam geworden. Ich finde die Biografie spannend, manchmal witzig,ergreifend und traurig zugleich. Kann nur nahelegen, dass Buch zu lesen. Interessante Menschen, interessantes Millieu.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Etwas zum Nachdenken, 12. Januar 2009
Rezension bezieht sich auf: Im Rotlicht: Das explosive Leben des Stefan Hentschel (Taschenbuch)
Hab das Buch zu Weihnachten bekommen auf meinen Wunsch hin,da ich Wochen vorher die VOX Reportage über ihn gesehen habe.
Stefan Hentschel war mir bis Dato gänzlich unbekannt,wobei sich schnell eine gewisse Neugier einstellt.Seine Aura ist schon fesselnd.
Hab mich zuerst etwas einlesen müssen,da es schon stellenweise,na ja , sagen wir mal , in Kiezsprache geschrieben ist.
Beim Lesen veränderte sich auch irgendwie meine Haltung, gegenüber der Person Stefan Hentschel.
Das Buch regt zum Nachdenken an...Gut oder Böse...Schwarz oder Weiß...
Fand es ganz interessant,wobei ein zwei Fotos dem Buch fehlten,allein wegen der unzähligen erwähnten Personen,von denen ich mir gerne ein "Bild" gemacht hätte:-)
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hast dun Problem???, 2. Juli 2007
Von 
Durch diese Frage erlangte Stefan Hentschel noch einmal späten Erfolg bei Youtube.

Wie es zu folgenden Ereignissen in seinem Leben kam wird ausführlich im Buch behandelt.

Er war der, auf den sie Killer wie "Mucki Pinzner" angesetzt hatten,

Er bekam Kugeln um die Ohren.

Hentschel wurde mit Messern verletzt.

Stefan Hentschel überlebte dies alles, verlor sein rechtes Auge.

Er behielt immer seinen Spruch oder seine Attitüde.

Hentschel war Profiboxer und trainierte jeden Tag in der Ritze.

Er spannte selbst dem Boxprinz, dem Prinz von Homburg, die Frau aus.

Er war Zuhälter und führte eine ganze Etage mit 27 Frauen im legendären "Eros Center" in den Siebzigern.

Er floh vor der Steuer ein Jahr nach Gran Canaria in den Achzigern.

Sein Kampfhund Sammy wurde von der Polizei auf der Reeperbahn erschossen.

Fazit:Wirklich ein spaßiges aber auch sehr informatives Buch man bekommt einen Einblick in die Welt des Rotlichts.

Es ist eine Alternative zu dem Buch von Heinz Sobota "Der Minus Mann".
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der König vom Kiez, 28. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Rotlicht: Das explosive Leben des Stefan Hentschel (Taschenbuch)
Wer kennt die Szene nicht? Stefan Hentschel flaniert mit einem Kamerateam durch das Amüsierviertel von St. Pauli und wird von einem dümmlich dreinblickenden jungen Mann gestört... Ariane Barth hat diesen Mann getroffen und für ihn eine Biographie geschrieben.
R und S: Die Erscheinung des Buches entspricht einer soliden Verlagsarbeit. Allerdings ist die Schrift meines Taschenbuches winzig klein und auch sonst sehr sparsam ausgeführt. ****
Duktus: Ariane Barth hat es ausgezeichnet verstanden, sich in die Welt des einst großen Zuhälters einzufühlen. Sie hat nicht nur einfach eine nette Biographie verfasst, sondern auch mit dessen rauen Sprache geschrieben und es reichhaltig mit markigen Sprüchen garniert. Das ließt man nicht alle Tage. *****
Zum Inhalt: Die Autorin und Stefan Hentschel treffen sich in der berüchtigten Kiezkneipe "Ritze". Stefan findet sofort gefallen an der anmutigen Autorin und vertraut ihr seine Lebensgeschichte an. Er holt weit aus und beginnt mit seiner schweren Kindheit. Selbst in diesem Teil war ich in keiner Silbe gelangweilt. Auch wirkt die Erzählung alles andre als aufgepimpt.
Nach seiner Zeit bei der Bundeswehr lernt er Reni kennen, mit der er einige Jahre zusammen war. Sie war Prostituierte und schaffte für sich und ihm das Geld heran. Bald darauf wird er Teilhaber einer Diskothek, doch bleibt seine Haupteinnahmequelle die Prostitution. Auch wenn er gewitzt bleibt, beschreibt er schonungslos die Vorgänge im Rotlichtmilieu. Man bekommt schnell ein Gefühl für die Gier nach dem schnellen Geld. Im Schatten der Sittenwidrigkeit sind Zuhälter reich wie die Könige geworden und haben es sich auch entsprechend gut gehen lassen, bis eines Tages eine Serienkiller auf den Plan kam, der im Auftrag eines Skrupellosen Zuhälters jagt auf seine Konkurrenten machte. Als sein Freund Waldi Opfer eines Mordes wurde, flüchtet Hentschel. Bei seiner letzten Freundin, die er bis zu seinem Tod treu geblieben ist, schrieb er über Wut und Aggressionen, die sie durch die Hurerei angestaut hat. Er kehr von nun an endgültig dem Rotlichtmilieu den Rücken zu und will solide werden.
Doch der Ausstieg verläuft bei weitem nicht so glatt, wie er sich es erwünscht hat. Zum Schluss bleibt hin nur noch der Selbstmord. Ein Auge, Ein fast angebissener Finger, unzählige Stichwunden und ein gebrochenes Herz machten ihn lebensmüde. *****
Fazit: Menschen wie Stefan Hentschel gibt es sonst nur bei Shakespeares. Sehr lesenswert!
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Im Rotlicht: Das explosive Leben des Stefan Hentschel
Im Rotlicht: Das explosive Leben des Stefan Hentschel von Ariane Barth (Taschenbuch - 11. Mai 2005)
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