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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 24. April 2005
Andreas Englisch arbeitet seit 15 Jahren als Auslandskorrespondent in Rom für einen deutschen Zeitungsverlag. Für den Papst interessierte er sich zunächst nur deshalb, weil er ihn interessieren mußte: er war ein Teil seines Jobs - nichts weiter. Ab 1995 begleitete der Reporter den Papst Johannes Paul II bei seinen Reisen im päpstlichen Flugzeug und konnte ihn aus der ersten Reihe beobachten. In seinem 370-Seiten umfassenden Buch schildert der Journalist seine Erlebnisse bei den Auslandsreisen 1995-2003. Diese ergänzt er durch Exkurse in die Kirchengeschichte.
Ein Schlüsselerlebnis hatte der Autor im Sommer 1999 auf der siebten Papstreise nach Polen. Auf einem Soldatenfriedhof sah er, wie JPII im Gebet innerlich zusammenbrach und weinte. Menschlich betroffen von dieser Szene der päpstlichen Hilflosigkeit gegenüber dem Medienjahrmarkt um ihn herum stellte sich dem Reporter Andreas Englisch die Frage, warum JPII wohl dies alles mitmacht. Und er fragte sich weiter: „Was, wenn dieser Mann eben doch ein Werkzeug Gottes ist ? Hat alles das, was ich erlebt habe, eine ganz andere Bedeutung, als ich bislang glaubte ? Wenn er das alles nur deshalb durchsteht, weil ihm Gott die Kraft gibt ?".
Dies erweckte im Journalisten Andreas Englisch ein persönliches Interesse, welches ihn - einen einstmals „frommen Jungen", Jahrgang 1963, aus einer katholischen Familie in Paderborn und ehemaligen katholischer Meßdiener - zur Auseinandersetzung mit seinem eigenen Glauben zurückführte. Fortan beobachtete er JPII nicht mehr rein professionell.

Das Buch fährt damit auf zwei Gleisen:
Zum einen ist es der Augenzeugenbericht eines Vatikan-Journalisten über die historischen Reisen von JPII zu den orthodoxen Christen in Osteuropa, zu den Moslems in Kairo, zu den Juden in Israel und zu den Urstätten des Christentums im ehemaligen Palästina. Dies bereits gibt dem Buch seinen eigenen Wert.

Zum zweiten ist das Buch, vielleicht ohne Absicht des Autors, das persönliche Zeugnis eines von der katholischen Kirche Abgekehrten, der durch seine erlebte Nähe zu JPII eine Wiederbelebung seines christlichen Glaubens erfahren hat. Am Ende des Buches bekennt der Katholik Andreas Englisch, JPII ein enormes Geschenk zu verdanken. JPII ließ ihn mit eigenen Augen sehen, daß tatsächlich ein Mann, der nichts hatte außer seiner Stimme, die Welt verändert hat. So, wie es von Jesus Christus, dem Mann aus Nazareth, berichtet wird.
Zusammengefaßt gibt dieses Buch ein lebendiges Porträt von Papst Johannes Paul II., und keine gewöhnliche Biographie. Es veranschaulicht sein Wirken und seine Wirkung. Ich habe das Buch - erschienen 2003 - jetzt nach dem Tod von JPII gerne ein zweites Mal gelesen. Es hat an Aktualität gewonnen.
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27 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Januar 2004
Ich bin zwar katholisch getauft, aber weit weg von dem, was man als "gläubig" oder gar "praktizierender Christ" bezeichnen könnte. Dennoch hat mich dieses Buch tief berührt, weil es weniger ein Bericht über eine lebende Legende ist als vielmehr einen Blick auf die Person Karol Wojtylas mitsamt seinen Absichten, Fehlern und Erfolgen eröffnet. Gleichzeitig schafft es der Autor, die spirituelle Seite des Papstes derart beeindruckend darzustellen, dass tatsächlich einige meine persönlichen, absolut rationalistisch basierten Dogmen durchaus ins Wanken geraten sind. Andreas Englisch stellt von Anfang an seinen subjektiven Standpunkt dar und schafft es, mit einem flüssigen Erzählstil zu fesseln. Der Autor schildert seine Eindrücke nachvollziehbar aus nächster Nähe (amüsant dabei das Kapitel zum Thema "Fatima") und erlaubt Einblicke, die z.B. aussenstehende Biographen niemals erhalten könnten. Tolles Buch!
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. Januar 2004
English sagt sehr oft, daß es ihm an Distanz zu Johannes Paul II fehle. Das ist gut so, da insofern kein kaltes distanziertes Werk dabei herausgekommen ist sondern eine warme liebevolle Beschreibung einer der wichtigsten und einflußreichsten Personen unserer Zeit. Ich bin evangelisch aber während ich dieses Buch gelesen habe, habe ich manchmal an "meiner Kirche" gezweifelt. Es geht Englisch nicht um die Figur des Papstes, der er sicherlich auch nach wie vor kritisch gegenübersteht. Es geht ihm um Johannes Paul II den Menschen der auch Papst ist. Das was dieser Mensch getan hat und noch tut - die übermenschliche Leistung dieses Johannes Paul II das ist ein wichtiger Teil dessen, was dieses Buch zu sagen hat. Geschrieben in der gewohnt lockeren Art eines Journalisten der sein Metier perfekt beherrscht, ist es ein sehr unterhaltsames Buch dazu.
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 14. November 2003
Hallo,
dieses Buch ist sehr zu empfehlen, Andreas Englisch schreibt sehr anschaulich über den Papst sowie die Zusammenhänge der Religionen und deren Beziehungen zueinander. Das Buch ist, meiner Meinung nach, auch für Leser die so wie ich keinen direkten Draht zur Kirche haben ein sehr interessantes Werk.
Muss man einfach gelesen haben.
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31 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. Dezember 2003
Ich war sehr gespannt, was dies wohl für ein Buch ist. Wieder eine reine Bejubelung oder wieder ein Runtermachen.
Es ist weder noch. Andreas Englisch schafft es klarzumachen, daß er nicht in der Lage ist ein objektives Buch zu schreiben, da er Johannes Paul II. bereits zu nahe gekommen ist. Trotzdem oder gerade deswegen ist ihm ein sehr persönliches Buch gelungen, welches viele Entscheidungen des aktuellen Pontifex, die einem zunächst verschlossen geblieben sind, erklärbar machen.
Leider hat der Autor nur sehr wenig Ahnung von Theologie, so daß einige Auseinandersetzungen mit den theologischen Ereignissen, die er beschreibt dünn bleiben und zum Teil durch die Kürze der Beschreibung sogar eher falsch werden.
Auch seine Ablehnung des Leiters der Glaubenskongregation Joseph Kardinal Ratzinger wird aus seinem Text nicht klar. Sicherlich ist Ratzinger eine schwierige Person, die auch schon immer umstritten war, aber daß auch bei Englisch Ratzinger wieder zu dem "Bösen" des Vatikans wird, hat er definitiv nicht verdient. Aber vielleicht wird es nach diesem Pontifikat objektivere Auseinandersetzungen mit Ratzinger geben.
Richtig ägerlich an dem Buch sind die unglaublich vielen Rechtschreibfehler. Da ich sehr schnell lese, fiel mir auf, wie häufig ich zurückspringen mußte, da ein Fehler schon wieder den Sinn entstellte. Es scheint mir, daß der Verlag das Buch unbedingt herausbringen wollte, bevor Johannes Paul II. stirbt. Wie Englisch aber anschaulich beschreibt, hat man den nahen Tod des Pontifex schon häufiger erwartet.
Alles zusammen ist es ein lesenswertes Buch, wenn man den Menschen Johannes Paul II näher kommen will. Eine Auseinandersetzung mit der Theologie dieses Papstes bleibt einem anderen Autoren vorbehalten. Nichstdestotrotz habe ich das Buch mit viel Freude gelesen.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Andreas Englisch vermag es sehr kritisch und mit viel Humor Papst Johannes Paul II als einen Menschen zu zeigen, nicht als irgendeine große Person, die frei von Fehlern und Zweifeln ist.Er übt mit seinem Buch nicht nur Kritik an der "Unfehlbarkeit der Päpste", sondern verweist auch darauf, wieviel man durch Glauben und Vertrauen in das Leben die Welt ein bisschen besser machen kann!!! Ich habe das Buch mit Freuden gelesen, und irgendwo hat es mich ein bisschen verändert! =)
Am Beispiel des Karol Woityla zeigt sich in diesem Buch, dass Päpste auch nur Menschen sind...(und dass sie schrägen Humor haben!!) =)
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. Juni 2004
Die Fage, ob Johannes Paul II ein Werzeug Gottes ist, stellt Andreas Englisch in seinem Buch immer wieder. Als akkreditiertes Mitglied des Pressespools am Vatikan gibt uns Englisch einzigartige Einblicke in das Leben des Karol Wojtyla.
Ohne Schnörkel aber mit einem Gefühl für wichtige Details erzählt der Autor von den zahlreichen Papstreisen und dem unbändigen Willen des "Jahrhundert-Papstes".
Im Verlauf des Buches fällt auf, dass Englisch sich auf den zahlreichen Reisen mit dem Papst ebenfalls verändert hat. Dadurch wird sein Erzählstil ungleich intensiver.
"Das Geheimnis des Karol Wojtyla" schafft einen neuen Blickwinkel auf den Papst, welcher fast alle Länder der Erde bereiste. Und am Schluss fragt man sich selber, ob dieser Mann nicht doch von Gott geführt und gelenkt wird.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. November 2012
Der Buchautor Andreas Englisch hat in seinem Buch vielmehr die eigenen Abenteuern rund um die Papstreisen" als die eigentlichen Geheimnissen des Karol Wojtylas geschildert. Nichtsdestotrotz kann für manche Leser das Buch interessant sein.

Das pikante und interessante zugleich ist, dass sich der Autor als glaubensfremd bezeichnet. Dies macht seine Beobachtungen rund um den Papst Wojtyla glaubwürdiger und für Nichtgläubiger authentischer erscheinen.

Das Buch erhebt nicht den Anspruch einer Biographie zu sein, sondern ähnelt eher einer Sammlung von Anekdoten und Geschehnissen auf den Papstreisen rund um den Globus. Es werden Sondersituationen für den Papst oder vielmehr für den Journalistentross (zu) ausführlich beschrieben.

Bemerkenswert in diesem Zusammenhang ist, dass Herr Englisch Korrespondent für die Zeitung das Bild" in Rom war. Eine nicht gerade konfessionell gebundene Zeitung. Diesen Spagat schildert Herr Englisch genüsslich gepickt mit spannungsgeladenen Situationen.

Auch wenn der Autor einen gewissen Abstand zum Geschehen hält, gelingt es ihm, interessante Interpretationen über das Verhalten und Glauben vom Papst Wojtyla zu entwerfen, die in der Art neu sind. Dies ist ein durchaus bemerkenswerter und origineller Beitrag. Allein dafür hat sich für mich die Lektüre gelohnt.

Das Buch ist solide. Verdacht auf Bestseller bleibt jedoch aus.

Stil: flüssig
Inhalt: interessant

Lesezeit: 4 bis 5 Stunden

Dr. Karl de Molina
ThinkSimple
Johannes Paul II.: Das Geheimnis des Karol Wojtyla
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
TOP 500 REZENSENTam 20. Januar 2006
Zugegeben, mein Bild von Johannes Paul II. war nicht unbedingt das Beste. Neben Kritik an seiner „Rückständigkeit“ war es aber vor allem Mitleid, das ich mit diesem Menschen hatte, den ich in der Maschinerie eines Machtimperiums gefangen sah und der in den letzten Jahren deutlich von Schwäche und Krankheit gezeichnet war, sich aber dennoch nicht einfach ob seines Amtes "zurück ziehen" konnte. Trotzdem nahm mein Interesse an ihm stetig zu, insbesondere nach seinem Tod, was mich schließlich zu dem Buch von Andreas Englisch greifen ließ. Dass dieser nun ausgerechnet u.a. für die BILD-Zeitung tätig war, machte mich zunächst etwas skeptisch bezüglich der Seriosität des Buches und dass es vielleicht ein wenig zu reißerisch aufgemacht sein könnte, aber diese Bedenken wurden im Laufe der Lektüre zerstreut. Englisch legt ein mitreißendes, überzeugendes und höchst interessantes Plädoyer für den einzigartigen Menschen Karol Wojtyla und sein unermessliches Amt ab, zeichnet die Revision seiner eigenen Meinung über den Papst nach, die für mich einen guten Identifikationspunkt bot und mir durch den sehr persönlichen Bericht zu einer neuen Perspektive verhalf: Dass dieser Mensch und Papst mehr bewegte, als ich vermutet hatte und sein Leiden seine eigentliche Stärke war - Ich habe deutlich an Respekt und Wertschätzung für diesen Menschen und sein „Lebenswerk“ gewonnen! Das Buch selbst ist wunderbar lesbar, interessant und gut geschrieben. Man darf keine ausführliche Biographie des verstorbenen Papstes erwarten, es handelt sich mehr um Einblicke und Gedanken eines Journalisten „hinter die Kulissen“, was aber nicht minder interessant ist. Dem Buch gelingt es, zu faszinieren und glaubhaft für den Menschen Karol Wojtyla zu werben. Sehr bedauernswert finde ich persönlich, dass das Buch keine Bilder enthält, dies hätte die erzählten Dinge noch um Einiges anschaulicher gemacht. Dennoch von mir klare 5 STERNE!!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 26. Februar 2004
Andreas Englisch gesteht - wie bereits erwähnt- ein, dass er aufgrung seiner langen Beschäftigung mit Johannes Paul 2. kein objektives buch zu schreiben im Stande ist. Dies ist jedoch kein Manko, viel eher der Grund für die Lebendigkeit dieses Buches. Dadurch dass Andreas Englisch über viele Jahre hinweg mit dem Papst gereist ist, hat er ihn sowohl von seiner repräsentativen Seite als Kirchenoberhaupt als auch von seiner „menschlichen" Seite _ z.B. im tiefen Gebet - erlebt. All diese Erfahrungen schildert Andreas Englisch sehr interessant. Leider bleiben historische und theologische Errungenschaft des Papstes zu unausführlich beschrieben, was entweder durch Zeitdruck (Verlag) oder durch mangelndes Hintergrundwissen zu erklären ist. So erwähnt Englisch des öffteren die unumstritten bedeutende Rolle des Papstes bei dem Fall des Sowjtet-Reiches, doch belässt es Englisch bei dieser Feststellung und führt dieses Thema nicht weiter aus. Unübersehbar sind die vielen Rechtschreibfehler, die das Lesen behindern. Der Leser kann durchaus erwarten, dass bei einem Buch über den Papst auch die Grammatik stimmt- auch wegen des Preises. Trotz dieser Abstriche erhält dieses Buch wegen der neuen Einblicke, die man in das Leben des Papst Johannes Paul 2. erhält, von mir 4 Sterne.
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