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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was zählt denn nun?
Die Autobiographie von Jack Welch, dem legendären Manager von General Electric, zeigt im ersten Teil wie er sich bis zum CEO hochkämpfte und was ihn geprägt hat, z.B. seine Mutter, die ihm viel Selbstvertrauen und Kampfeslust einflösste.
Als er dann "den Job hat", beginnt er das Unternehmen umzuwälzen: er baut die Bürokratie ab...
Veröffentlicht am 12. Februar 2006 von Myrko

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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wer zahlt?
Als überzeugter Anhänger des deutschen Systems, der Sozialen Marktwirtschaft, konnte ich bei der Lektüre dieser Autobiographie an manchen Stellen nur mit dem Kopf schütteln. Doch das dominierende Gefühl während der 484 Seiten war nicht Verwirrung, sondern ein anderes: Langeweile. Was interessiert es mich, daß Jack Welch gerne Golf...
Veröffentlicht am 28. November 2004 von junior-soprano


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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was zählt denn nun?, 12. Februar 2006
Von 
Myrko "myrko" (Berlin, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt (Taschenbuch)
Die Autobiographie von Jack Welch, dem legendären Manager von General Electric, zeigt im ersten Teil wie er sich bis zum CEO hochkämpfte und was ihn geprägt hat, z.B. seine Mutter, die ihm viel Selbstvertrauen und Kampfeslust einflösste.
Als er dann "den Job hat", beginnt er das Unternehmen umzuwälzen: er baut die Bürokratie ab und macht GE zu einem Unternehmen, in dem die Ideen der Arbeitskräfte gehört und Offenheit und Ehrlichkeit wichtig sind. Später entwickelt er einige Strategien, die er dem Unternehmen auf allen Ebenen einimpfen will und auch kann: z.B. die Strategie des ersten oder zweiten Ranges in einem Geschäftsfeld die zu seiner Strategie "Fix, Sell or Close" führt, um die Geschäftsbereiche zu verbessern oder abzustoßen, in denen GE nicht 1. oder 2. auf dem Markt ist. Auch betont er die Wichtigkeit der Unternehmenskultur, d.h. die Werte die ein Unternehmen verkörpert, vom Topmanager bis zum Fabrikarbeiter. Diese Kultur wird immer wieder durch seine Konzepte geprägt, wie z.B. das Ziel der Vortrefflichkeit und die Besten zu fördern und zu GE zu holen und ihnen hier viel zu bieten. Dazu gehört auch die Einrichtung der Schulungsbereiche (Bsp. Crotonville) mit den Work-Outs und der "Grenzenlos"-Philosophie mit der Aussage im Hinterkopf: "Die Menschen sind entscheidend. Die Strategie und alles andere kommt erst an zweiter Stelle."
Zur Beurteilung hat er z.B. die "Vitalitäts"-Kurve eingeführt: die Manager wurde eingeteilt in: best 20%, vitale Mitte 70% und worst 10% (funktioniert nur in Unternehmen mit Leistungskultur). Die A-Player sind jene, die die 4E's besitzen: Energie, Energetisieren der Mitarbeiter, Entschlossenheit und Ergebnisse liefern. Die 4 E's werden durch ein L zusammengehalten: Leidenschaft.
Interessant auch seine Vorstellung seiner Spezialeinsätze, wo er einfach sich selbst in Teile des Unternehmens ganz einbringt bzw. "einmischt", um etwas zu verbessern: "Ich denke, dass ich nicht nur aufgrund meiner Position aktzeptiert wurde, sondern weil die die Leute spührten, dass ich helfen wollte.
Besonders wertvoll empfand ich das letzte und 24. Kapitel "Was es bedeutet, ein Unternehmen zu leiten". Hier gibt er seine Idden weiter, die für ihn erfolgreich waren. Allen voran die Integrität, aber auch seine Sicht zu gesunden Unternehmen und dass nur diese einen positiven Wert zur Gesellschaft beitragen.
Warum nur 4 Sterne? Viele der Geschichten sind ein wenig langatmig. Das Buch ist eine Autobiographie, insofern kann man nicht wirklich einen Managementratgeber erwarten. Welch hat weitere Bücher herausgebracht, wie z.B. "Winning", die eher einen Sachbuchcharakter haben. "Was zählt" ist eine Mischung aus erzählter Geschichte und ein bischen Wissen.
Um eine Antwort auf die Frage "Was zählt?" zu geben, würde ich Welch so deuten: Integrität als höchsten Wert und die Menschen sind das wirkliche Kapital eines Unternehmens.
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19 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wer zahlt?, 28. November 2004
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt (Taschenbuch)
Als überzeugter Anhänger des deutschen Systems, der Sozialen Marktwirtschaft, konnte ich bei der Lektüre dieser Autobiographie an manchen Stellen nur mit dem Kopf schütteln. Doch das dominierende Gefühl während der 484 Seiten war nicht Verwirrung, sondern ein anderes: Langeweile. Was interessiert es mich, daß Jack Welch gerne Golf spielt, seine Frau, sobald sie die ersten Falten hat durch eine jüngere ersetzt und ansonsten wahnsinnig in sich selbst verliebt ist? Wahrscheinlich interessiert es mich so wenig wie Welch das Schicksal der Mitarbeiter die er auf die Straße gesetzt hat. Nein, ich mag diesen Mann und den amerikanischen Turbo-Kapitalismus nicht! Dennoch bereue ich es nicht dieses Buch gelesen zu haben. Und manche Argumente klingen sogar durchaus überzeugend. So sagt Welch etwa, daß es der Gemeinde nichts nützt, wenn es dem ortsansässigen Unternehmen schlecht geht. Wer höhere Gewinne erzielt, kann mehr für das Gemeinwohl leisten.
Interessant ist es zu sehen, wie Jack Welch General Electric von einem unbeweglichen Großkonzern zum profitabelsten Unternehmen der Welt verwandelt hat. Welch erkannte z.B. das es ein hohes Risiko bedeutet mit Industriegütern Geld zu verdienen und das es viel leichter sei auf anderen Gebieten zu verdienen, etwa mit der GE Money Bank.
Brillant finde ich den Schachzug Welchs auf dem japanischen Markt. Dort holte GE sich Arbeitskräfte, die sehr gut ausgebildet waren und für japanische Unternehmen wenig interessant waren: japanische Frauen.
Auch wenn Jack Welch wohl niemals auf einer Veranstaltung von Globalisierungsgegnern als Gastredner auftreten wird, so gibt es doch auch kritische, gar selbstkritische, Töne in diesem Buch. Die hochbezahlten Investmentbänker der Wall Street kritisiert Welch aufs Schärfste. Und er gibt zu, daß er mit 26 Jahren so stolz auf seinen frisch erworbenen Doktor war, das er darauf bestand, von jedem mit diesem Titel angesprochen zu werden. Das erschien ihm Jahre später amüsant.
„Was zählt" erzählt die Lebensgeschichte des US-Amerikaners, aus finanziell bescheidenen Verhältnissen, der sich mit viel Fleiß zu einem der erfolgreichsten Manager der Welt hochgearbeitet hat. Mehr als ein Drittel des Buches widmet sich Anekdoten aus Welchs Privatleben. Der Rest beschreibt den Umbau von General Electric, den Welch so radikal durchführte, daß man ihn „Neutronen-Jack" nannte. Wo Jack wütete blieben die Sachwerte stehen, die Menschen waren verschwunden. Bitte nicht nachmachen, Deutschland!
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wirtschaftslektüre - aber auch spannend und lehrreich, 31. Juli 2006
Rezension bezieht sich auf: Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt (Taschenbuch)
Wenn Jack Welch seinen Werdegang beschreibt, fragt man sich zwangsläufig "Was hat er anders gemacht als ich selbst?". Er wird in einem (für Manager) frühen Alter auf Positionen befördert, die große Verantwortung und viel Einfluß bedeuten. Auch wenn man nicht die gleichen Ziele verfolgen möchte, so steckt das Buch doch voller Ideen und Anregungen, die ich in mehr Unternehmen verwirklicht sehen möchte.

Dinge wie z.B. die Differenzierung bei der Mitarbeiterbeurteilung oder das konsequente Lernen werden in vielen Firmen m.M.n. vernachlässigt.

Ich habe eine Menge guter Ideen aus dem Buch entnommen, die ich verwirklichen werde wenn ich erst CEO von einem Weltkonzern bin. Falls ich das nicht schaffe :-) , bleibt das gute Gefühl daß solche Strategien keine heiße Luft sind und auch erfolgreich sein können.

Spannend sind dann auch die Geschichten, die von mißglückten Firmenübernahmen erzählen oder von Ideengebern wie Sam Walton (Wal-Mart).

Ich empfehle das Buch für Leute, die Wirtschaftsbücher mögen und die gebotenen Inhalte mehr als Ideenquelle und weniger als Muster für die eigene Karriere sehen möchten.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zu recht ein Bestseller!, 17. August 2003
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt (Taschenbuch)
Jack Welch beschreibt in seiner Autobiographie insbesondere sein Leben bei General Electric (GE). Er erzählt, wie er - obwohl in eher ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen und "nur" an einer Massenuniversität studiert - an die Unternehmenspitze von GE gekommen ist.
Als CEO von GE hat Jack Welch anfang der 1980er Jahre den Konzern sehr stark verändert, Unternehmensbereiche abgestossen, Profitabilität aller Bereiche erhöht oder Bereiche geschlossen (fix it, sell it or close it). Dabei wurden mehr als 25% der Mitarbeiter von GE entlassen oder bekamen einen neuen Arbeitgeber. Er versucht in dem Buch die Ursache für diese extremen Maßnahmen zu beschreiben, die ihm den verhassten Namen "Neutronen Jack" eingebracht haben.
Weiterhin erzählt Jack Welch, welche umfassenden Änderungen er imlementierte, um die Bürokratie von GE zu minimieren. Und welche großen Auswirkungen vier große Initativen (Dienstleistungsgrad erhöhen, Six Sigma, E-Business, Globalisierung) auf GE hatten und vor allem, wie er es geschafft hat, seinen Managern die Wichtigkeit dieser Initativen zu verdeutlichen.
Das Buch ist schon deshalb sehr lesenswert, weil man einen sehr guten Einblick in die Personalführung bei GE erhält (z. B., dass die 10% der schwächsten Mitarbeiter jedes Jahr entlassen werden). Dieser GE-Personalstil hatte auf viele Unternehmen einen großen Einfluss - selbst bei vielen großen deutschen Unternehmen habe ich viel wiederfunden, was in diesem Buch beschrieben wird. Außerdem erhält man viele interessante Einblicke in verschiedene Branchen - z. B., dass die Manager von NBC anfangs kein Intesse hatten, dass NBC hohe Gewinne abwirft, sondern, dass NBC nur die besten und somit teuersten Nachrichten der Welt produzieren sollte. Auch die viele kleinen Geschichten über viele Manager innerhalb und außerhalb von GE sind sehr interssant.
Trotz 5 Sterne gibt es folgende Negativpunkte:
- der Schreibstil ist extrem amerikanisch, d. h. sehr euphorisch und für deutsche Verhältnisse unrealistisch (z. B. müsste Jack Welch laut diesem Buch 100te von sehr guten Freunden haben; seine Frau Jane müsste eine Göttin sein, die er über alles liebt - tatsächlich wurden beide kurz nach Veröffentlichung des Buches nach einem sehr schmutzigen Scheidungskrieg getrennt)
- außerhalb von Personalmanagementprinzipien erfährt man wenig über GE-Strategien
- teilweise ist es etwas langatmig, wenn Jack Welch ständig neue Personen im Buch erwähnt, irgendwann weiss man nicht mehr, wer wer ist und verliert etwas den Überblick
Fazit: Unbedingt lesen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Man kann viel von ihm lernen. Aber er ist nicht ehrlich., 26. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt (Taschenbuch)
Bereits der vor Selbstherrlichkeit strotzende Titel lässt erahnen, in welche Richtung diese Autobiografie geht. Um es kurz zu sagen: Sie ist nicht ehrlich. "Neutron Jack" fehlt einfach die Fähigkeit seine eigene Vergangenheit kritisch zu reflektieren. So liest man etwa kapitelweise über die (zugegeben: sehr lehrreichen) Aufsteigerjahre bei GE und seitenweise über die Megadeals die er für das Unternehmen eingefädelt hat. Das mag alles stimmen. Lehrreich und interessant ist es zudem auch noch. Von einer Autobiografie erwarte ich aber mehr. Insbesondere die Schattenseiten der Macht, des beruflichen Erfolges, das "Private Life" wird hier fast vollständig ausgeblendet, ja geradezu ignoriert. Mehr als die Erfolge von Jack beim Golfspielen mit Arbeitskollegen und ein wenig über die wohl behütete (aber eher ärmliche Kindheit) wird nicht offenbart. Das ist sehr schade. Die fehlende Vaterrolle für den erstgeborenen Sohn wird nur in einem Nebensatz mit etwas Selbstmitleid dargestellt. Die Scheidung von der ersten Frau in läppischen 2 Sätzen nebenbei geschildert. Die Trennung von Frau Nummer 2 erfährt man erst, als schon über Frau Nummer 3 berichtet wird.

Fazit: Ein wenig mehr Ehrlichkeit in Bezug auf die Negativseiten seines Erfolges wären hier angebracht gewesen. Schließlich soll dies ja eine Autobiografie des gesamten Lebens von Jack Welch darstellen und nicht nur seine wirtschaftliche Prosperität und seinen Aufsteig bei GE abdecken.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Stück Wirtschaftsgeschichte, 20. September 2003
Rezension bezieht sich auf: Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt (Taschenbuch)
Dieses Buch kann viele ansprechen und es hat in der Tat als einer der größten Business-Bestseller der letzten Jahren bereits Millionen Menschen erreicht. Die Gründe dafür sind nicht schwer zu verstehen. Es ist die Autobiografie des inzwischen in den Ruhestand getretenen Vorstandsvorsitzenden eines der größten Unternehmen der Welt.
General Electric (GE) ist zudem ein großer Mischkonzern, der Fäden in den unterschiedlichsten Industriezweigen zieht, von der Chemie (Welch ist selber ein promovierter Chemie-Ingenieur), über die Luftfahrttechnik, Finanzunternehmen, Elektronik, bis hin sogar zur Fernsehbranche als Betreiber einer der größten amerikanischen Fernsehsender (die Übernahme von NBC war der wesentliche Grund für das 1985 erfolgte Erwerben von RCA und stellte damals die größte Firmenübernahme außerhalb der Erdölindustrie dar, wie ausführlich in dem Buch beschrieben wird).
Jack Welch ist vielleicht der meistgefeierte Manager der Welt, der seiner Firma als Vorstandsvorsitzender zwei Jahrzehnte (von 1981 bis 2001) des Wachstums und der Expansion beschert hat. Sein Nachfolger, Jeff Immelt, hat keine einfache Aufgabe vor sich.
Aber dieses Buch ist nicht nur wegen seiner Vielschichtigkeit und der Superlativen interessant. Es geht natürlich auch darum, die vielen Erfahrungen des Jack Welch zu verarbeiten und Lehren aus ihnen zu ziehen.
Ein wichtiger Punkt scheint mir die Rolle der Ausbildung (Indoktrination ist vielleicht sogar ein besseres Wort) der Führungskräfte zu sein, die durch hohe Investitionen in den Firmenausbildungscenter in Crottonville ermöglicht wurde. Welsh konnte daraus seine Stütze für die danach erfolgten Veränderungen im Unternehmen machen. Über die damit verbundenen Erfahrungen wird ausführlich berichtet, was sicherlich für viele Personalprofis von Interesse ist.
Welsh hat tatsächlich als Personalchef von einer Fülle von Erfahrungen zu berichten. Dem Prozess der Verwaltung seiner Managers widmet er viele Seiten dieses Buches. Leute zu managen ist eine Kunst, von der er offensichtlich viel verstanden hat. Sonst wären seine Erfolge nicht möglich gewesen.
Ein Buch, das viel Stoff für interessante Diskussionen bietet.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Prototyp des Neoliberalen, 25. September 2005
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt (Taschenbuch)
Dieses sind die Memoiren des CEO des größten Konzerns der Erde - General Electric. Milliarden-Geschäfte, allen Großen der Welt mal die Hand geschüttelt - 'Der beste Manager der Welt' Jack Welch erzählt aus 40 Jahren Karriere. Das Buch ist gleichzeitig auch ein Management-Ratgeber: der Erfolg spricht für Welch, und von seinen vielen Erfahrungen und Tipps kann sich jeder was mitnehmen. Inhalt und Struktur des Buchs sind absolut professionell, von daher gäbe es 5 Sterne.

Abzug gibt es aber, weil ich und auch einige Bekannte sich daran stören, welche Welt Welch so euphorisch beschreibt. Hier werden alle Menschen allein nach Leistung bewertet (Welch präsentiert stolz sein Scoring-Modell mit Position-Leistung-Potenzial pro Mitarbeiter). Die Menschenführung ist geradezu militärisch: Zielerfüllung, Verkaufszahlen gesteigert? Dann wird auch gerne gezahlt und gefördert. Top sind Leute wie "Gary Wendt, der Hohepriester des Wachstums". Ansonsten sind es - natürlich - keine schlechten Mitarbeiter, etwas unfähig vielleicht, und damit halt nicht ganz so passend im Unternehmen. "Wir können keine Leute mitschleppen, die wir nicht brauchen. Wir wollen von weniger Menschen mehr verlangen und brauchen nur die besten Leute." Dass bei einer solchen Sichtweise bezogen auf die Gesamtwirtschaft die große Masse der Menschen unten raus fällt und selbst in Amerika arbeitslos und arm lebt, wird nicht betrachtet. Nur die Spitze der Pyramide zählt - und der ganz oben schreibt dekadente Bücher wie dieses.

Im radikalen kapitalistischen Wettbewerb kann Welch gar nicht anders, als so zu denken. Warum sollte das auch jemand tun, der an der Spitze steht? Aber die Masse spürt, was für ein perverser Leitungsdruck durch solche Aussagen in den Unternehmen aufgebaut wird. Welch würde es natürlich nie zulassen, aber im Zweifelsfall entscheidet sich ein solches System immer für noch mehr Ertrag und nimmt Rückschritte bei sozialen Dingen, der Umwelt oder gar den einen oder anderen Krieg um Ressourcen in Kauf. "Der Markt zwingt uns dazu", "Die Anleger fordern Kapitalrendite". Umsatz, Produktion und Erträge müssen stets gesteigert werden. Nur - wie lange denn noch? Unendlich? Bis zum Zusammenbruch? Welch ist das Paradebeispiel für die Denke eines kleinen Clubs von CEOs, der die Welt aus voller Überzeugung und mit höchster Anerkennung aus den Angeln hebt. Das kapitalistische System an sich wird nicht hinterfragt. Falls Welch sich jemals Hintergedanken gemacht hätte, wäre hier der richtige Ort für eine weise Botschaft gewesen.

20.4.2008 - kleiner böser Nachtrag. Gerade lese ich in der Financial Times, dass GE um die Pleite kämpft ("Trauriger Riese"). Grund: In gigantischem Ausmaß verspekuliert mit GE Capital. Alle 50-70 Jahre brechen die Schuldentürme des Kapitalismus zusammen, und dann zieht sich die hundertfach aufgeblähte Finanzblase wieder auf die magere Realwirtschaft zusammen. Da haben alle rüden Methoden und Gewinne des "Winning" Jack nichts genutzt. Gut für ihn, dass er rechtzeitig reich in Rente ist. Er würde wahrscheinlich sagen: "Na und? DAS zählt!"
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Fakten, Fakten, Fakten...., 20. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt (Taschenbuch)
Ein sehr interessantes und aufschlussreiches Buch über den als "Bester Manager der Welt" bekannten Jack Welch.

Er beschreibt seinen Werdegang im Unternehmen General Electric, welches sich unter seiner Federführung noch viel stärker zu einem der mächtigsten Konzerne in den USA entwickeln konnte.

Das Buch ist gut geschrieben, allerdings wird man doch sehr mit Firmeninterna überhäuft, vor allem mit Daten und Zahlen.

Dennoch fand ich dieses Buch sehr lehrreich und spannend zu lesen.
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5.0 von 5 Sternen Köstlich, 27. Juli 2014
Rezension bezieht sich auf: Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt (Taschenbuch)
Ich habe das Buch dieses Jahr im Urlaub (2014) gelesen und mich wirklich amüsiert. Die Frage was zählt wurde ja nicht wirklich beantwortet, aber seine Frauen waren es nicht. Man schaue sich mal an, wann seine erste Frau, die Ihn fast 30 Jahre unterstützte in den Danksagungen erwähnt wird. Sehr cool auch die Anforderungen an seine zweite Frau, die eigene Karriere aufgeben und sich voll auf Ihn und Golf konzentrieren.Scheinbar hat die das nicht hinbekommen, der "Neutronen Jack" war auch im Privatleben erfolgreich. Aktuell Ehefrau Nr.3. Im zweiten Teil widerspricht er sich häufig. An einer Stelle lässt er sich darüber aus, dass die Boing Manager ihm zwar zusagten der Turbinen Deal gehe an GE, aber dann monatelang mit seinen Managern Verhandlungsspielchen führten. Sich dann aber darüber mokieren, dass die EU den Zusammenschluss mit Honeywell torpediert hat. Er erwähnt in seinem Buch Asien als zukünftigen wirtschaftlichen Raum. Das zeigt, dass sein Nachfolger dieses Buch nicht gelesen hat, denn der sagt "die immer wichtiger werdende Rolle Chinas als Konsument und Produzent nicht vorhersehbar ".
Setzte Jack Welch auf Finanzdienstleistungen als tragende Säule für die Zukunft lobt Jeff Immelt nun die Enegriemärkte aus. (Das mit den Finanzdienstleistungen war ja nix). In Wikipedia ist nachzulesen, dass "Welch gilt auch als einer der Väter des Shareholder-Value-Konzeptes, bei dem unternehmerische Entscheidungen ausschließlich am Nutzen für die Aktionäre ausgerichtet werden." In Anbetracht der neuen Ausrichtung die Immelt anstrebt, ist demnach nichts Gutes für die Preisentwicklung von Energie zu erwarten, zumindest sofern man nicht Shareholder ist. In Anbetracht der dauernden Hinweise von Welch auf die Ethik und die Verantwortung des Unternehmens GE für die Menschen ein echter Schenkelklopfer. Und noch eins hab ich gelernt. Selbst als bester Manager der Welt läufst Du dauernd zu deinem Board und holst Dir die Freigabe für deine Ideen. GE will die besten Manager der Welt haben, aber wenn einer den Auswahlprozess nicht überlebt, dann verlässt er auf jeden Fall das Unternehmen. Also bloß nicht den Teamplayer abgeben. Ich wünsche dem Neutronen Mann noch ein langes Leben, damit er noch viel Zeit für Golf hat, eventuell Ehefrau Nr. 4 begegnet und ein neues lustiges Buch wäre auch nicht schlecht.
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Neutron Jack, 29. August 2007
Rezension bezieht sich auf: Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt (Taschenbuch)
Insgesamt eine langatmige Geschichte. Neutron Jack erzählt seine Jugend wo er als Muttersöhnchen aufwächst, aber gleichzeitig auch immer ein Streber in Sport und Schule bleibt. - Dann nach der Uni und dem schnell erreichten Doktortitel der Gang zu General Elektrik und wie der Gehaltsempfänger immer weiter in der Hierachie nach oben steigt und sich immer von Vorgesetzten mitziehen lässt. Später dann die "Erfolgsgeschichte" des Managers der mit dem ersten großen "Downsizing" einen alten Großkonzern gesundschrumpft und Milliardengeschäfte einfädelt. - Nicht das er nicht darlegen würde warum diese Schritte aus seiner Sicht notwendig waren.

Soweit so gut - aber was bringt einem dieses Buch? Nicht das ich es ideologisch sonderlich fragwürdig finden würde - was soll ein Manager der sich nach seiner Schulzeit immer nur in einem Konzern aufgehalten hat denn sonst schreiben?? Es ist einfach nur nicht interessant.

Welch ist kein Selfmade-Man sondern der Karrieretraum jedes Spießers aus dem mittleren Management, geh brav zur Schule, schreib gute Noten, und dann zu nem Großkonzern und arbeite hart, der honoriert das dann. Typen wie Welch haben selber dafür gesorgt das dieses Industriezeitalter zuende gegangen ist. Gut das es vorbei ist kann man da nur sagen.

Jack Welch hat GE 2001 verlassen, in einem desolaten Zustand der Wert des Unternehmens ist 3 Jahre nach seinem Abgang um 50% gefallen. - Etwas muss dran gewesen sein am Manager Welch. Donald Trump hält sehr viel von ihm. Welch ging natürlich nicht ohne sich nochmal die Taschen so richtig vollzumachen. Aber hier sieht man, ein Manager muss kein Unternehmer sein. 900 Millionen US$ Privatvermögen sind für jemanden der selber auch immer nur Angestellt war eigentlich nicht schlecht.

Als Vorbild taugt Welsh nach diesem Roman für Niemanden, weder in den USA noch Europa.
Sein zweites Buch "Winning" ist da schon etwas besser und hat auch einige hilfreiche Tips zu bieten.
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Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt
Was zählt. Die Autobiographie des besten Managers der Welt von John A. Byrne (Taschenbuch - 1. Februar 2003)
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