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4.0 von 5 Sternen Eine neue Sicht auf ein altes Phänomen
Geschichten von Frauen, die „nach auswärts“ heirateten und damit böse auf die Nase fielen, sind seit Betty Mahmoudis „Nicht ohne meine Tochter“ ein ständiger Bestandteil der Som-merliteratur und bei der Häufigkeit dieser Art von Leidensgeschichten und auch der Häufigkeit ihrer Verfilmungen fragt man sich doch relativ...
Veröffentlicht am 2. Juli 2007 von Amazon Kundenrezensionen

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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessanter Tatsachenbericht über eine bewundernswerte junge Frau
Dieses Buch handelt AUCH vom Leben der Choga Regina Egembe, die in einem Harem aufwuchs und mit 16 an einen aidskranken Despoten verheiratet wurde. Aber es berichtet primär von der Deutschen Lisa Brunner, die sich im Alter von 42 Jahren einer christlichen Sekte in Afrika anschließt, die 33. Frau des Sektenführers wird, die eine Tochter verlässt und...
Veröffentlicht am 2. August 2011 von Claudia Reichert


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Interessanter Tatsachenbericht über eine bewundernswerte junge Frau, 2. August 2011
Rezension bezieht sich auf: Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren (Taschenbuch)
Dieses Buch handelt AUCH vom Leben der Choga Regina Egembe, die in einem Harem aufwuchs und mit 16 an einen aidskranken Despoten verheiratet wurde. Aber es berichtet primär von der Deutschen Lisa Brunner, die sich im Alter von 42 Jahren einer christlichen Sekte in Afrika anschließt, die 33. Frau des Sektenführers wird, die eine Tochter verlässt und der anderen - aus Liebe und Abhängigkeit zum Sektenführer und ihrem eigenen Leben in Afrika - ein zweifelhaftes Leben zumutet.

Lisa stammt aus einer bayerischen Bauernfamilie und ist von klein auf hartes Arbeiten gewohnt. Als junge Frau heiratet sie einen Bierbrauer und kriegt mit ihm eine Tochter, Magdalena. Als ihr Mann nach Nigeria versetzt wird, ist die Ehe schon nicht mehr so toll; trotzdem folgt sie ihm. Magdalena, inzwischen 16, bleibt im Internat in Deutschland zurück. In Afrika verliebt sich Lisa in einen christlichen Sektierer, lässt sich scheiden und heiratet ihn. Die als fromm und sehr christlich beschriebene Frau stört sich auch gar nicht daran, dass sich die Institution Harem etwas mit jener Lehre spreizen dürfte, die ihr im katholischen Bayern vermittelt wurde. Schon hier zeigt sich: Liebe ist eben ein sehr, sehr starkes Gefühl, das - auch für Lisa - über allem steht.

Das Buch liest sich sehr gut und flüssig; die journalistische Handschrift in der Bearbeitung/ Überarbeitung des Berichts von Choga ist unverkennbar. Es gibt Einblick in eine verborgene Welt, in christliche Sekten, wie es sie wohl häufig auf dieser Welt gibt, und in Probleme, die in zahlreichen Entwicklungsländern allgegenwärtig sind. Es ist ein Buch, über das man nachdenkt und das - bei mir zumindest - alle möglichen Emotionen geweckt hat: Ärger über die Naivität von Lisa. Staunen über den Zusammenhalt im Harem. Entsetzen über die Schwäche einer Mutter, die nicht einmal ein neues Hüftgelenk für ihre Tochter durchsetzen kann und stillschweigend akzeptiert, dass Frauen in diesem Gefüge als minderwertig gelten. Hochachtung vor Choga, die es trotz aller Widrigkeiten schafft, ihr Leben zu bewältigen, ohne die Hoffnung zu verlieren. Respekt und Erstaunen vor Magdalena, die ihrer Mutter offenbar verzeihen konnte. Ärger über den Irrglauben, den ein Sektenguru im Namen des Christentums verbreitet.

5 Sterne für Choga, die, wie ich nachgelesen habe, im Alter von 27 Jahren an AIDS gestorben ist. Aber nur 3 Sterne für das Buch, das eine noch kritischere Berichterstattung sowie ein In-die-Tiefe-gehen bei gewissen Rahmenumständen, Nigeria betreffend, vertragen hätte.
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36 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine neue Sicht auf ein altes Phänomen, 2. Juli 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren (Taschenbuch)
Geschichten von Frauen, die „nach auswärts“ heirateten und damit böse auf die Nase fielen, sind seit Betty Mahmoudis „Nicht ohne meine Tochter“ ein ständiger Bestandteil der Som-merliteratur und bei der Häufigkeit dieser Art von Leidensgeschichten und auch der Häufigkeit ihrer Verfilmungen fragt man sich doch relativ regelmäßig, warum es immer noch Frauen gibt, die so etwas machen.

Dieses Buch ist allerdings etwas anders. Es wurde nicht von der heiratenden Frau geschrieben, die mit 42 Jahren als die 33. Frau in den Harem eines Afrikaners einheiratete und dort anscheinend ziemlich glücklich wurde – was sehr mit der Weltoffenheit und dem Verständnis ihres Mannes zu tun hatte, sondern von ihrer Tochter, die in diesem Harem ebenfalls sehr glücklich aufwuchs und ihre Halbgeschwister aus Deutschland erst wesentlich später kennen lernte.

Dieser Roman gibt eine sehr andere Sicht des Lebens in einem Harem als man es aus der sonst eher erotisierend angehauchten Literatur zu diesem Thema gewöhnt ist und zeigt, wie und wo diese Praxis des Zusammenlebens auch heute noch praktiziert wird. Dabei fehlt es dem Buch ganz an einem didaktisch feministisch erhobenen Zeigefinger, da für die Autorin dieses Leben durch ihre eigenen Lebensumstände der Normalzustand gewesen ist, was erst durch die Brechung durch das Denken der Leserin oder des Lesers wieder in Frage gestellt wird. Als Mann stellt man sich unwillkürlich die Frage, wie das Leben eines Mannes in einer rein matriarchalischen Gesellschaft unter diesen Vorzeichen aussehen würde und wie sich eine männliche Psyche unter diesen Umständen Entwickeln würde. Ein durchaus nachdenklich stimmendes Buch, dass man vielleicht nicht so ohne Weiteres in die oben kritisierte Art der Frauenliteratur einordnen sollte.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kein Märchen aus tausend und einer Nacht, 10. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren (Taschenbuch)
Ein Buch über das Schicksal zweier Frauen, Mutter und Tochter, die Mutter die mit Anfang 40 in einem ihr völlig fremden Land ein neues Leben beginnt.
Die Tochter, die in diese Kultur hinein geboren wird, darin aufwächst und Dank ihrer Mutter auch ihre deutschen Wurzeln kennenlernt.
Um vorab nicht zuviel zu verraten, bleibt mir nur übrig zu sagen, dass dieses Buch einen fesselt vom Anfang bis zum Ende. Und wer nicht genug bekommen von diesem Buch, dem möchte ich die beiden Nachfolger ans Herz legen, dort gibt es eine Fortsetzung die auch sehr zu empfehlen ist.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Anders als erwartet, 9. Oktober 2012
Rezension bezieht sich auf: Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren (Taschenbuch)
Die Geschichte beginnt mit einem Treffen von Choga und ihrer deutschen Schwester Magdalena. Die beiden treffen sich das erste Mal in ihrem Leben und erzählen sich ihre Geschichten.
Magdalenas Bericht von der Zeit mit ihrer Mutter in Deutschland fällt sehr knapp aus, aber ausreichend. Während Choga in ihrem Roman die Kennenlernphase ihrer Mutter mit ihrem Vater schildert und dann ihre Erlebnisse von der Geburt bis zum Eintreffen der Schwester in Afrika ausführlich niederschreibt.

Ich hatte große Schwierigkeiten mich in dieses Buch einzulesen. Choga Regina Egbeme ist mir am Anfang zu sehr hin und her gesprungen, so dass ich mich zu sehr konzentrieren musste. Nach ein paar Seiten hatte ich mich aber an den Stil gewöhnt und konnte flüssig weiterlesen.

Verwirrt hatte mich der Begriff “Harem”. Ich kannte diesen nur aus dem muslimischen, dort wird der Harem als ein abgetrennter und bewachter Wohnbereich für Frauen und Kinder eines Familienoberhauptes bezeichnet und muslimisch war Familie Egbeme nicht. Es waren stark religiöse Christen – eine Gemeinschaft mit dem Namen “The Family Of The Black Jesus”. Es wurde sich meist an christliche Werte gehalten, diese wurden gepredigt und zitiert. Die Gottesfürchtigkeit und der Glaube an Gott, Teufel und Hölle war allgegenwärtig. Nachdem ich also immer wieder über den Begriff “Harem” stolperte und eigentlich eher an eine bewachte Frauenschar dachte, ging es mit dem Verstehen und Lesen wieder flüssiger weiter. Auch wurden mir viele Fragen nicht beantwortet. Was passierte mit den männlichen Kindern, die die Frauen gebaren? Es wurde zwar erwähnt, dass die Jungen 2 Jahre bei der Mutter blieben und die Frau auch Ruhe vor ihrem Mann hatte, aber was danach mit den Jungen passierte, blieb mir leider verborgen.

Auch die Beweggründe warum Lisa Hofmayer ihre Tochter doch etwas westlich aufwachsen lies und ihr somit das Leben als unterwürfige Erwachsene erschwerte habe ich nicht verstanden. Dennoch kam die Liebe der vielen Mütter die Choga empfand und erhalten hatte wunderbar herüber und rührte mich sehr.

Das Cover selbst hat mir auch etwas muslimisches Versprochen und es nicht wirklich gehalten, auch im Buch war oft die Rede von Verschleierung, das war mir irgendwie alles so unpassend. Natürlich mag es die Glaubensbewegung geben, völlig neu erschaffen von den Gründern der “Family Of The Black Jesus”.

Fazit
Eine Geschichte die viele Stile mischt. Den muslimischen und den christlichen Glauben, die südländische und westliche Erziehung und Begriffe, die ich mit Sachen verbinde, die ich nicht im Buch wiedergefunden hatte. Ich denke, dass das Buch sehr lesenswert ist es interessante Einblicke liefert, aber alle Fragen, die zum Leben von Choga Regina Egbeme gehören würden konnten mir nicht beantwortet werden und daher vergebe ich nur 3 Sterne.
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32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dieses Buch öffnet die Augen..., 2. November 2003
Rezension bezieht sich auf: Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren (Taschenbuch)
Als ich mit diesem Buch anfing, war ich über die, immer wieder auftauchende Ironie der Autorin überrascht. Meiner Meinung nach hat Choga Regina Egbeme dadurch ihre unbeschwerte Kindheit vorbildlich zum Ausdruck gebracht! Doch diese Unbeschwertheit ist schnell vorbei, als sie die Härte des Lebens durch die Hochzeit mit einem wesentlich älteren und ihr verhassten Mann zu spüren bekommt. Ich habe mit den Tränen gerungen, als die Autorin davon berichtete, dass der HI-Virus sowohl sie selbst, ihren (durch Vergewaltigung des Ehemannes gezeugten) Sohn und ihre deutsche Mutter befallen hat! "Hinter goldenen Gittern" ist ein Buch, dass die grausame Welt einer jungen Frau beschreibt, die nicht, wie man vielleicht annehmen sollte, im islamischen Glauben aufwächst(dies soll keinesfalls eine Verurteilung sein), sondern im Glauben an den christlichen Gott und seinen (schwarzen) Sohn Jesus Christus!
Ich würde dieses Buch allen weiterempfehlen, die an der Geschichte einer Halbdeutschen in Nigeria und ihrer furchtbaren,unter dem Deckmantel der Religion geschriebenen Geschichte interessiert sind!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das Glück im Harem, 6. März 2003
Von 
helmut seeger "liberaler" (karlsruhe) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren (Taschenbuch)
Man muss als Europäer beim Lesen sicherlich den Verstand abschalten, der einem permanent einreden möchte, dass das ganze doch nicht wahr sein darf. Hier kommt einiges politisch Unkorrekte zusammen. Viele glückliche Frauen im Harem, Unterwerfung auch der intelligentesten und fähigsten Frauen unter das Regime der inkompetentesten Männer, Verherrlichen von Sekten, potenzstrotzende schürzenjagende schwarze Männer usw. usf.
Dennoch: Wer über das anfangs etwas schleppende Wiedersehen zweier Halbschwestern, die vor völlig verschiedenem kulturellen Hintergrund aufgewachsen sind, hinwegliest, wird mit einem über weite Strecken interessanten und spannenden Einblick in die unbekannte Kultur einer schwarzafrikanischen Sekte in Nigeria belohnt. Die Geschichte beschreibt vordergründig, wie eine Deutsche aus Bayern in Nigeria ihr bisheriges Eheleben hinter sich lässt und sich zu den anderen mehr als 40 Frauen eines charismatischen Sektenführers in einen Harem in Lagos begibt und dort ihre Tocher großzieht, bis am Ende die "Familie" durch Aids zerstört wird und die Tochter mit ihrem ebenfalls infizierten Sohn flieht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Doch, Harems gibt es heute noch..., 16. Juni 2013
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hillershausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Choga Regina Egbeme wird als Tochter einer geschiedenen, deutschen Frau und eines Nigerianers in Nigeria geboren und wächst auch im Harem ihres Vaters mit über 40 Frauen und über 70 Kindern auf. Sie vollbringt eine angenehme Kindheit, doch als sie ihre erste Regel bekommt beginnt ihr Frausein und die Zeit gegen ihren Willen mit einem brutalen Mann zwangsverheiratet zu werden, rückt immer näher. Sie kann nur mit Hilfe ihrer Mutter Lisa versuchen aus dem Harem zu entkommen, doch dann erfährt sie, dass sie an Aids leidet und ihr Sohn ebenfalls betroffen ist...

Das Buch geht etwas schleppend vorwärts, auf den ersten 100 Seiten erzählt Choga von ihrer gütigen und nahezu vollkommenen Kindheit in der sie von ihrer Mutter und ihren Mamas (so nennt sie die Frauen im Harem) sehr viel Liebe erfährt. Sie beschreibt zudem ihre Erfolge auf einer Farm, die ihre Mutter tatkräftig bewirtschaftet hat und die sie auch genauso tatkräftig unterstützt mit sähen, ernten und verkaufen. Etwas spannender wird es erst als Choga von den Misshandlungen spricht, die ihr Mann Felix ihr zuteil werden lässt. Er sieht sie als rechtmäßig angetraute Ehefrau, die sich seinen Lüsten und Launen zu unterwerfen und zu fügen hat. Dabei spart er nicht aus, im wahrsten Sinne des Wortes, über Leichen zu gehen und als Mörder, Lügner, Vergewaltiger und Schläger fortan zu gelten. Zwar ist Chogas Schicksal rührend, doch noch lange nicht so schlimm wie die gewaltsamen Erfahrungen dieser beiden Frauen: Der Schleier der Angst und Sklavin: Gefangen Geflohen Verfolgt. Darum gibt es nur 4 Sterne meinerseits, aber vielleicht müsste man noch die beiden Fortsetzungen lesen, die Choga als Bücher geschrieben hat. Entgegen meinen Vorstellungen gibt es heutzutage also immer noch Harems, die jedoch nicht (wie in unseren europäischer Vorstellung wohl verankert) nur aus tanzenden Frauen in Bauchtanzkostümen um einen Speisen verzehrenden Araber bestehen, sondern ein wirkliches Leben bilden mit allerlei Luxus wie teuren Stoffen, Düften und eigenen Zimmern, wobei die oberste Regel in diesem "Haushalt" ist: Dem Mann, Oberhaupt des Harems, gehorchen. Das Buch ist also durchaus empfehlenswert, sofern man sich für Frauenschicksale, Nigeria (Afrika) oder das Thema Harem interessiert und sich genauer informieren möchte.

~Bücher-Liebhaberin~
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Doch, Harems gibt es heute noch..., 16. Juni 2013
Von 
Josephine Sterner "Bücher-Liebhaberin" (Hillershausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Choga Regina Egbeme wird als Tochter einer geschiedenen, deutschen Frau und eines Nigerianers in Nigeria geboren und wächst auch im Harem ihres Vaters mit über 40 Frauen und über 70 Kindern auf. Sie vollbringt eine angenehme Kindheit, doch als sie ihre erste Regel bekommt beginnt ihr Frausein und die Zeit gegen ihren Willen mit einem brutalen Mann zwangsverheiratet zu werden, rückt immer näher. Sie kann nur mit Hilfe ihrer Mutter Lisa versuchen aus dem Harem zu entkommen, doch dann erfährt sie, dass sie an Aids leidet und ihr Sohn ebenfalls betroffen ist...

Das Buch geht etwas schleppend vorwärts, auf den ersten 100 Seiten erzählt Choga von ihrer gütigen und nahezu vollkommenen Kindheit in der sie von ihrer Mutter und ihren Mamas (so nennt sie die Frauen im Harem) sehr viel Liebe erfährt. Sie beschreibt zudem ihre Erfolge auf einer Farm, die ihre Mutter tatkräftig bewirtschaftet hat und die sie auch genauso tatkräftig unterstützt mit sähen, ernten und verkaufen. Etwas spannender wird es erst als Choga von den Misshandlungen spricht, die ihr Mann Felix ihr zuteil werden lässt. Er sieht sie als rechtmäßig angetraute Ehefrau, die sich seinen Lüsten und Launen zu unterwerfen und zu fügen hat. Dabei spart er nicht aus, im wahrsten Sinne des Wortes, über Leichen zu gehen und als Mörder, Lügner, Vergewaltiger und Schläger fortan zu gelten. Zwar ist Chogas Schicksal rührend, doch noch lange nicht so schlimm wie die gewaltsamen Erfahrungen dieser beiden Frauen: Der Schleier der Angst und Sklavin: Gefangen Geflohen Verfolgt. Darum gibt es nur 4 Sterne meinerseits, aber vielleicht müsste man noch die beiden Fortsetzungen lesen, die Choga als Bücher geschrieben hat. Entgegen meinen Vorstellungen gibt es heutzutage also immer noch Harems, die jedoch nicht (wie in unseren europäischer Vorstellung wohl verankert) nur aus tanzenden Frauen in Bauchtanzkostümen um einen Speisen verzehrenden Araber bestehen, sondern ein wirkliches Leben bilden mit allerlei Luxus wie teuren Stoffen, Düften und eigenen Zimmern, wobei die oberste Regel in diesem "Haushalt" ist: Dem Mann, Oberhaupt des Harems, gehorchen. Das Buch ist also durchaus empfehlenswert, sofern man sich für Frauenschicksale, Nigeria (Afrika) oder das Thema Harem interessiert und sich genauer informieren möchte.

~Bücher-Liebhaberin~
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5.0 von 5 Sternen Bemerkenswert, 6. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren (Taschenbuch)
Eine dreibändige Geschichte die im ersten Band überrascht. Jeder der hier schon direkt zu Anfang Misshandlungen und viel Leid wittert, wirst erst ein Mal enttäuscht. Denn im ersten Teil wird sogar sehr viel empfundene Idylle beschrieben. Es ist eben halt nicht alles schlecht im Leben und manch einer fühlt sich im Harem tatsächlich wohl. Sich vielen Verantwortungen entziehen und nicht stellen zu müssen, die Zügel aus der Hand zu geben. In diesem Harem werden die Frauen gut behandelt, was wohl erst Mal ein ziemlicher Schock für die meisten Leser war und somit die Erwartungen nicht erfüllt hat. Das erste Buch ist vielmehr eine Einleitung, wirklich tragisch und wahrlich berührend geht es mit den nächsten beiden Bänden weiter. Es ist eine Geschichte über ein wirklich sehr trauriges Schicksal und eine Frau die den Mut nie verloren hat, den Kampf gegen Aids und alle Umstände und Vergewaltigungen etc. aufnimmt.
Ich kann mich vielen Rezensionen hier nicht anschließen, denen mehr politische Meinung und Hintergrund fehlt. Es ist letzenendes eine Biographi, das Leben eines anderen Menschen und kein Roman der eine politische Botschaft trägt sondern eine menschliche. Ebenfalls sei zu berücksichtigen, das politische Meinungen und Diskussionen des Volkes dort wohl deutlich anders aussehen als wenn sie Europäer darüber unterhalten und sich eine Meinung bilden. Die Möglichkeiten sind ebenfalls anders als hier. Hier geht es rein um die Geschichte einer Frau, die verheiratet wird, vergewaltigt wird, mit Aids infiziert wird, ein Kind mit HIV zur Welt bringt und versucht gegen ihr Schicksal zu kämpfen, damit zurecht zu kommen und das beste draus zu machen. Die trotz allem niemals die Hoffnung verloren hat und trotz all ihrer Not immer wieder anderen zu helfen versucht.
Es ist sehr gut geschrieben, man kann alles sehr gut nachempfinden und sich in die Situationen hineinversetzen. Es bewegt sehr zum nachdenken und lässt die eigenen Sorgen an welchen man oft zu zerbrechen droht, sehr klein werden. Choga Regine Egbeme lässt den Leser mit ihren Büchern ein Stückchen von ihrer schier endlos wirkenden Kraft und ihrem Mut schöpfen.

Eine absolute Empfehlung von mir für diejenigen die an einer authentischen Biographie interessiert sind, nicht empfehlenswert für diejenigen die einen europäischen Bericht über ein solches Nigerianisches Schicksal erwarten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt lesenswert!, 24. Januar 2010
Die zwei Buchbände (in einem Buch) "Hinter goldenen Gittern" und die Fortsetzung "Hinter dem Schleier der Tränen" habe ich in kürzester Zeit durchgelesen. Hatte keine Ahnung wie es in einem Harem zugeht. Wusste nicht, dass Frauen und Kinder dort auch glücklich sein können. Choga Regina Egbene berichtet über ihr Leben in einem afrikanischen Harem, über ihre Mutter, ihren Vater und die Nebenfrauen, die sie "Mamas" nennt. Zwei ihrer Lieblingsmamas begleiten sie durch ihr Leben. Das Buch hat mich sehr beeindruckt und fasziniert. Es ist eine spannende Erzählung, in der man von Anfang an mitlebt. Gefühle und menschliche Begegnungen werden auf lebendige Weise übermittelt. Es beschreibt das Leben in einem Harem, auf einer Farm und in einer Heilstation mitten im afrikanischen Urwald. Man lernt Choga Regina als einen liebenswerten, herzlichen und hilfsbereiten Menschen kennen und man leidet mit, wenn sie gedemütigt wird oder mit dem Tod geliebter Menschen konfrontiert wird.
Wenn ich solche Lebensberichte lese, wird mir immer wieder bewusst wie gut es mir in "meiner Welt" geht und ich kann Missstände besser ertragen - mir gehts doch richtig gut im Vergleich zu manch anderen Frauen! Schon allein deshalb ist dieses Buch unbedingt lesenswert!
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Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren
Hinter goldenen Gittern: Ich wurde im Harem geboren von Choga Regina Egbeme (Taschenbuch - 1. September 2001)
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