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Kundenrezensionen

4,7 von 5 Sternen
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am 7. April 2003
Eins sollten Sie mit diesem Buch ganz sicher nicht tun: Sich irgendwo drei Tage verkriechen und es in einem Zug durchlesen. Oder vielleicht genau das, denn das, was man da liest, macht einen fertig und verfolgt einen auch, wenn das Buch wieder sicher im Regal steht. Das ist Krieg, das sind Graeueltaten, ungeschminkt und in allen Einzelheiten beschrieben von einer jungen Frau, die diese Hoelle selbst durchlebt hat. Sie geht zurueck an diesen Ort und nimmt den Leser dahin mit. Und dafuer (genauso wie fuer die Tatsache, dass sie in Den Haag gegen ihre Folterer ausgesagt hat!) verdient sie unheimlichen Respekt, denn sie hat nicht nur ueberlebt, sondern sie hat es gewagt, darueber zu sprechen. Was das fuer Folgen hat fuer eine Frau in der muslimischen Gesellschaft Bosniens kann man sich vorstellen.
Ich weiss nicht, ob ich dieses Buch weiterempfehlen soll, denn manche Dinge sind so schrecklich, dass man schon von der Vorstellung weiche Knie und Magenkraempfe bekommt. Aber wer wissen will, was der Bosnienkrieg fuer diese Frauen konkret bedeutet hat, wer es wirklich wissen will, der sollte dieses Buch lesen!
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TOP 500 REZENSENTam 13. Juni 2007
Keine zehn Jahre ist es her, dass die Balkankriege zu Ende gingen, und doch sind sie in den wohlhabenden Zonen Europas schon fast wieder vergessen. Bei Timothy Garton Ashs Zeit der Freiheit" kann man messerscharfe Analysen über die Hintergründe dieser Katastrophen in der Krajina, in Bosnien und im Kosovo lesen, doch was damals wirklich geschehen ist, bleibt unverständlich. Wie viele Menschen gestorben sind, wie viele gefoltert und bestialisch ermordet wurden, wie viel Frauen den planmäßig eingesetzten Masssenvergewaltigungen zum Opfer fielen, wird man wahrscheinlich niemals klären können.

Die Journalistin Alexandra Cavelius hat auf der Grundlage intensiver Recherchen in dem vorliegenden Buch "Leila. Ein bosnisches Mädchen" das Leben einer der massenvergewaltigten Frauen nachgezeichnet und damit ein konkretes Beispiel rekonstruiert, dessen Einzelheiten schockieren. Vor den Augen des Lesers wird zunächst von Leilas sorgloser und unbeschwerter Jugend berichtet, ehe sie über einen fatalen Fehler als junges muslimisches Mädchen mitten in das Kriegsgeschehen verwickelt wird. Durch den schrecklichen Verrat ihrer eigenen Tante und die Machenschaften des Kriegsverbrechers Iuvuz Begic gerät sie zuerst in ein Arbeitslager und dann in eine Festung, in der sie und andere Frauen von serbischen und muslimischen Soldaten jahrelang massenvergewaltigt werden. Es werden Szenen geschildert, die man sich in seinen schrecklichsten Albträumen nicht hätte vorstellen können und in denen doch alle Seiten, Serben, Kroaten und muslimische Bosniaken, ihren Anteil an Schurken und Helfern stellen. Erst nach jahrelangem Missbrauch durch unzählige Soldaten und haarscharf am Rande des Todes wird sie für eine handvoll Zigaretten an den serbischen Koch Radko verkauft, der sie inmitten seiner Kücheneinheit durch die Wirren des Kriegs bringt und sie am Ende sogar zur Hochzeit überredet. Obwohl sie Radko nicht liebt, lebt Leila, von ihrer bosnischen Heimat abgeschnitten, eine Zeitlang als Muslimin in einem serbischen Dorf, bekommt einen Sohn, ehe sie ihre Familie sie wieder auffindet und sie ohne ihren Mann nachhause zurückkehrt.

Es ist eine Heimkehr mit geschundenem Körper und zerstörter Seele. Wie Hunderttausende anderer Menschen auch steht sie vor den Trümmern ihrer materiellen und seelischen Existenz, nur noch getrieben von dem Wunsch, dass die Massenverbrecher auf allen Seiten ihre gerechte Strafe erhalten. Doch als sie gegen den schon erwähnten Iuvuz Begic vor einer Kommission des Kriegsverbrechertribunals in Den Haag aussagt, wir sie, das wird im Nachwort berichtet, von Unbekannten in der Nacht überfallen und zusammengeschlagen.

Bitter wie das ganze Buch ist also auch sein Ende. Es ist ein schmerzhaftes und erschütterndes Buch, das man ähnlich wie Courtemanches "Ein Sonntag am Pool in Kigali" nicht wie als literarisches sondern als dokumentarisches Werk lesen sollte. Doch als eine mit den Mitteln des Romans gestaltete Fiktion leistet es zum wirklichen Verständnis der Ungeheuerlichkeiten der Balkankriege mehr als ein ganzes Dutzend Sachbücher.
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am 13. August 2004
"Leila" war das einzige Buch in meinem Leben, das ich innerhalb eines Tages komplett gelesen habe. Ich war während dieser Stunden versunken in ihm, kaum fähig, meine Gedanken abschweifen zu lassen. Die Schilderungen der jungen Bosnierin sind so erschütternd und unbegreiflich, daß man hoffen will, es handele sich hier lediglich um eine schlimme Phantasie.
Dieser Erfahrungsbericht führt dem Leser vor Augen, wie bestialisch sich Menschen benehmen, wenn man sie gewähren läßt! Leila hat man ihrer Würde beraubt, und um so bewundernswerter erscheint es, wenn sie später - als die unfaßbare Leidenszeit für sie zuende ist - mit Hilfe psychologischer Betreuung einen Teil ihrer "alten" Identität zurückgewinnt.
Obwohl ich wirklich nicht "nah am Wasser gebaut" habe, sind mir in den späteren Kapiteln des Buches stellenweise die Tränen gekommen - aus Mitleid mit diesem geschundenen Mädchen und aus dem schlichten Unverständnis dafür, daß Menschen in der Lage sind, andere Menschen auf diese Weise zu zerstören. Man möchte Leila nach diesem gelebten Albtraum alles Glück auf Erden wünschen und die Fähigkeit, anderen wieder zu vertrauen - so schwierig das für sie sein wird...
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Einfach unglaublich wie grausam Menschen sein können, die Gschichte von Leila hat mich unglaublich erschüttert. Wie Tiere wurden die Frauen in Konzentrationslagern gehalten. Kaum zu Essen kaum zu Trinken & jeden Tag kamen Soldaten, die sich für ihr persönliches Vergnügen Frauen ausgewählt haben. Nicht nur körperlich auch psychisch wurden Frauen gequält z.B. durch "Spiele" wie Russisches Roulette o.ä. Jeden Tag Erniedrigung & immer die Hoffnung die Familie wiederzusehen, die Flucht anzutreten oder auf Befreiung.
Wie gesagt ich fand die Geschichte um Leila traurig & grausam. Sie hat mich wirklich bewegt! Dennoch fand ich, das sich dieses Buch wie ein Bericht liest. Die Erniedrigungen werden sehr derb & detailiert beschrieben aber wie es in Leilas Innerstem aussieht & wie es ihr nach der Zeit der Unterdrückung erging erfährt man nur ansatzweise. Ich hätte gerne noch mehr über manche Dinge erfahren z.B. ob sie B. jemals verlassen hat usw. Dieses Buch ist wahrlich nichts für schwache Nerven!!
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am 11. Januar 2001
Das Buch ist ein wahre Geschichte eines Mädchens, das in einer Kleinstadt in der Nähe von Sarajevo aufwächst und ein ganz normales Leben führt. Bis der Ausbruch des Krieges in Bosnien, dies alles zerstörte. Leila wird nach langen hin und her in verschiedene Konzentrationslager gesperrt. Dort muß sie schwere Arbeiten verrichten, wird sie misshandelt, geschlagen und ihre Seele und ihr Selbstbewustein bricht zusammen. Nach Monaten wird sie zu einer berüchtigten Terroreinheit weitergegeben und auf brutalste Weise vergewaltigt und gefoltert. Nach einem langen Leidensweg gelingt ihr schließlich auf abenteuerliche Weise die Flucht. Sie kommt bei einer serbischen Feldkücke unter, mit der sie nahe an der Front durch den Krieg zieht. Als der Krieg sich dem Ende nähert kommt sie immernoch nicht nach Hause weil alle Wege versperrt sind. Notgedrungen lebt sie mit einem der serbischen Köche zusammen, von dem sie auch ein Kind bekommt. Nach Monaten gelingt es ihr Kontakt zu ihrer Mutter aufzunehmen und letzendlich zu ihrer Familie zurückzukehren.
Eine sehr tragische und schlimme Geschichte. Dies war kein Einzelfall. Tausende Frauen wurden in Kriegen vergewaltigt. Diese heutige 24 Jahre alte Frau wollte nicht schweigen und hat sogar im März 2000 in Den Haag vor dem Internationalen Gerichtshof ausgesagt. Ein klasse Buch!!!!
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am 14. Juni 2007
Es ist entsetzlich, dass solche Greueltaten in Europa nach dem zweiten Weltkrieg passieren konnten.

Krieg bedeutet nicht nur, dass junge Männer scharenweise in den Tod geführt werden. Frauen, Alten und Kindern geschehen Dinge, die schlimmer sind als der Tod, die weder vergessen oder wieder gut gemacht, noch verstanden werden können; Taten für die es keine passenden Worte gibt.

Dieses Buch schockiert und sollte von jedem gelesen werden, der hinter die Fassade eines Krieges schauen möchte. Von jedem der nicht versteht, warum Menschen Ihre Heimat verlassen um z. B. in Deutschland ein "neues" Leben zu beginnen. Von jedem der nicht versteht, warum diese Menschen ein Mindestmaß an Unterstützung verdienen und von jedem der nicht versteht, dass man diese Menschen nicht einfach zurück schicken kann, in ein Land voller Erinnerungen an Erlebnisse, die man sich in den grauenvollsten Fantasien nicht ausmalen kann.
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am 15. März 2011
Da ich selbst aus Bosnien komme und den Krieg auch selbst miterlebt habe, hat mich dieses Buch sehr berührt. Ich musste ja zum Glück nicht das durchmachen, was Leila ertragen musste, aber ich habe auch etliches gesehen, was passiert ist. Das Leben von Leila wurde für immer zerstört. Sie wird niemals ein normales Leben führen können. Der Krieg war genauso wie es in dem Buch geschrieben ist. Es gab nur die guten und die schlechten Menschen. Ich hoffe, dass die schlechten Menschen alle zur Verantwortung gezogen werden und ihre gerechte Strafe bekommen. Wenn ihr an Leila's Leben teilnahmen wollt, dann müsst ihr dieses Buch auf alle Fälle lesen.
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am 21. November 2002
In diesem Buch geht es um ein 16-jaehriges Maedchen dessen Kindheit abrupt zu Ende geht nachdem der Krieg in ihre Heimat in Bosnien hereinbricht. Leila wird in verschiedene Lager verschleppt in denen unmenschliche Zustaende herrschen... Folterungen und Vergewaltigungen stehen an der Tagesordnung und es gibt keine sanitaeren Anlagen. Es ist mir wirklich schleierhaft wie sie die Jahre hindurch ueberleben konnte. Ich haette es sicherlich nicht geschafft. Die Geschichte Leilas hat mich extrem beruehrt und ich muss sagen dass ich noch nie in meinem Leben soviel geweint habe wie bei diesem Buch. Unfassbar wie solche Sachen in unserer Zeit in Europa geschehen konnten. Wen dieses Thema ein bisschen interessiert empfehle ich auf jeden Fall dieses Buch zu lesen. Ich hatte es in 2 Tagen durch da ich es nicht aus der Hand legen konnte.
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am 7. Oktober 2004
Ich habe dieses Buch zufällig entdeckt. Ich hätte es mir nicht vorstellen können, dass es diesen Inhalt hat. Leila beschreibt den Weg durch die Hölle ohne Selbstmitleid, eher wie eine Beobachterin ihrerselbst. Dieses Buch zeigt auf, was Menschen einander antun können und wie widerstandsfähig Frauen sind.
Das erschütternde an diesem Buch ist, dass die Geschehnisse weder lange her noch sehr weit von uns weg sind. Alles was Leila beschreibt ist im Hier und Jetzt.
Ich habe mich bisher mit dem Thema Zwangsprostitution nicht beschäftigt. Dies hat sich jetzt geändert.
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am 11. Oktober 2001
Ich habe dieses Buch gerade zuende gelesen. Ich frage mich, wie können sich Menschen das Recht herausnehmen (egal ob im Krieg oder auch nicht) und anderen Menschen soviel körperliches und bleibendes seelisches Leid zufügen, dass wenn diese die Folter überstehen ihres Lebens nicht mehr froh werden. Sehr selten hat mich ein Buch so emotional berührt, wie deises. Es hat in mir viele Fragen zu diesem Thema, über die ich mir vorher keine Gedanken gemacht habe, aufgeworfen. Ja ich kann sagen es hat mich auf eine Art und Weise wachgerüttelt und das ist, meiner Meinung nach, auch eines der größen Ziele der Autorin. Man kann seine Augen nicht einfach vor dem Geschehenen verschließen.
Dieses Buch ist, wenn man es so sagen kann, wirklich fabelhaft geschrieben und gestalltet. Es ist mir bewust, dass er eine große Herausforderung für die Autorin war, sich an dieses Thema heranzuwagen. Aber ohne Zweifel ist ihr dieses Buch durchaus gelungen. Besonders gut haben mir auch die Tagebuchauszüge der Mutter gefallen, durch die dem Leser die vorherschende Situation teilweise aus zwei Perspektiefen, aus der der Muter und aus Leilas, nahegebracht wird. Tragisch finde ich jedoch, dass man im 20 Jh. überhaupt noch über solche Schicksale "stolpert".
Das Schicksal der Hauptperson ist nur eines von vielen, aber nur wenige haben den Mut und die Kraft dazu, ihren Peinigern noch mal entgegenzutreten und gegen sie auszusagen. Und gerade weil "Leila" diesen Mut und diese Kraft aufgebracht hat ist sie für mich eine "starke Frau", die ihren weiteren Weg beschreiten wird.
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