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38 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Was wäre...
... wenn dieses Szenario real wäre ??? Das möchte man nicht glauben...

In meinen Augen ist 'Böser Wolf' nach Tiefe Wunden: Der dritte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) der spannendste Krimi aus der Feder der Autorin.
War ich nach dem letzten Band Wer Wind sät: Der fünfte Fall für...
Vor 22 Monaten von Marïon ;-) veröffentlicht

versus
3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Neuhaus hat bessere Büche geschrieben
Kein gelungenes Buch, meiner Meinung nach. Die Geschichte wird ständig unterbrochen, man verliert den Faden und die Geduld. Ausserdem würde ich der Autorin herzlich empfehlen, merh Fachliteratur über "böse Wölfe" und über missbrauchte Kinder zu lesen. Oft, sehr oft sogar, besonders wenn die Täter Familieangehörige sind,...
Vor 3 Monaten von paola merkel veröffentlicht


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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Böser Wolf, wer bist du?!, 17. Februar 2014
Rezension bezieht sich auf: Böser Wolf: Kriminalroman (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 6) (Taschenbuch)
Vorteile: spannend, viele Handlungen in einem
Nachteile: keine

Die Geschichte:
Im Main wird die Leiche eines Mädchens gefunden. Sie wird nicht vermisst und keiner weiß, wer sie ist. Die Jugendlichen, die bei ihr waren und sie gefunden haben, waren stark alkoholisiert und wollen das Mädchen nicht gekannt haben und auch nichts mit dem Tod zu tun haben. Das Mädchen wurde vor ihrem Tod brutal vergewaltigt.
Die Fernsehmoderatorin Hannah bekommt eine brisante Story geliefert und will alle Hintergründe wissen. So gerät sie aber in Gefahr und wird kurz darauf selbst zum Opfer - man findet sie, lebend aber schwer verletzt, im Kofferraum ihres Wagens. Auch sie wurde auf brutalste Weise misshandelt. Die Art und Weise ist eine ähnliche wie bei dem toten Mädchen aus dem Main.
Auch Pia Kirchhoff wird nicht verschont. Sie hat sich durch ihre Ermittlungen in eine Sache eingemischt, die sie aus Sicht des Mörders nichts angeht. In ihrem familiären Umfeld kommt es zu einem tragischen Zwischenfall...
Auch ein kleines Mädchen, die Tochter einer Freundin von Pia, gibt ihrer Mutter Rätsel auf. Sie ist verändert, verschreckt, aggressiv und zieht sich immer mehr von ihrer Mutter zurück. Und dann fängt sie auch noch an, von einem "bösen Wolf" zu reden... Wer ist es? Wie hängen all diese Taten und Geschichten miteinander zusammen?

Meine Meinung:
Auch in diesem Krimi gelingt es Nele Neuhaus gekonnt, viele verschiedene Handlungen miteinander zu verstricken und zu einem Gesamten zusammenzuweben. Die Charaktere sind wie immer ausgefeilt bis ins kleinste Detail und sorgen dabei für überraschende Geschehnisse in der Geschichte. Nie wäre ich auf die Idee gekommen, wie dieses Buch ausgehen würde...
Man muss sich manchmal sehr konzentrieren, um alle Handlungen nachzuvollziehen, was aber durchaus positiv ist, denn das macht das Buch spannend und so packend wie immer.
Für mich ist "Böser Wolf" bisher eines der besten Bücher von Nele Neuhaus und ich kann es nur wärmstens empfehlen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen toller, spannender Krimi und ein Lesevergnügen, 28. Januar 2014
Rezension bezieht sich auf: Böser Wolf: Kriminalroman (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 6) (Taschenbuch)
Böser Wolf
Cover: Ist eine Hardcoverausgabe mit einem schönen Schutzumschlag. Das Buch ist normal schwarz und nur an der Seite der Titel und die Autorin. Der Schutzumschlag ist in der Dämmerung, ein Ast von einem Baum ist zu sehen, Schnee und ein eingetretener, kaputter Zaun. Dann sind noch ein paar kleine Sprenkel von Blut zu sehen. Ein schönes, stimmungsvolles Cover, gefällt mir sehr.
Herausgeber ist der Ullstein Taschenbuch (11. Oktober 2013) und das Buch hat 480 Seiten.
Kurzinhalt: An einem heißen Tag im Juni wird die Leiche einer 16-Jährigen aus dem Main bei Eddersheim geborgen. Sie wurde misshandelt und ermordet, und niemand vermisst sie. Auch nach Wochen hat das K 11 keinen Hinweis auf ihre Identität. Die Spuren führen unter anderem zu einer Fernsehmoderatorin, die bei ihren Recherchen den falschen Leuten zu nahe gekommen ist. Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein graben tiefer und stoßen inmitten gepflegter Bürgerlichkeit auf einen Abgrund an Bösartigkeit und Brutalität. Und dann wird der Fall persönlich.
Meine Meinung: Wiedermal ein tolles Buch von Nele Neuhaus, die anderen Fälle um Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff habe ich ja auch schon verschlungen. Diesmal rollen auch höhere Köpfe von Beamten, aber dies leider erst zum Schluss des Buches. Eine spannungsgeladene, rasante Krimierzählung um einen Kinderschänderring, der auch noch ein gemeinnütziger Verein ist und indem die ganze Familie involviert ist. Die Ermittler sind wie immer sehr souverän, Pia hat zum Schluss wieder die richtige Spürnase von allen rettet viele Kinder. Manchmal ist das Buch sehr langatmig geschrieben, aber da die Autorin wieder sehr gut recherchiert hat, möchte man auch sehr viel über die Hintergründe der bösen Machenschaften erfahren. Und es wird sehr sachlich und sensibel mit dem Thema Kindesmißbrauch umgegangen.
Mein Fazit: Ich hätte ein wenig mehr über Lilly erfahren, die Kleine ist ja zuckersüß und ich muss bemängeln, dass sonst auch mehr Privates erzählt wurde, aber im Laufe der Ermittlungen wurde auch sehr wenig über Oliver gesagt, da wollte ich mehr wissen. Ein brisantes Thema, welches von der Autorin aufgegriffen wurde, welches wieder perfekt umgesetzt wurde. Es hat mich sehr nachdenklich gemacht, manchmal war es sehr witzig ( Lilly), aber manchmal war ich auch zu Tränen gerührt, so betroffen hat es mich gemacht.
Wieder ein toller, spannender Krimi und ein Lesevergnügen, den hoffentlich noch weitere folgen werden. Top, 5 Sterne.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gutes Hörbuch, 26. Januar 2014
Ein neuer Fall für Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Es geht um den Tod eines jungen Mädchens, dessen Identität nicht geklärt werden kann. Doch schnell wird klar, dass dieser Fall viel größere Kreise ziehen wird.
Wie immer bei den Krimis von Nele Neuhaus ist auch „Böser Wolf“ sehr spannend und der Titel mehr als passend. Das Team ermittelt in verschiedene Richtungen, greift teilweise auch zu ungewöhnlichen Methoden und als Leser kann man auch ein wenig miträtseln.
Besonders gut bei den letzten Teilen hat mir immer die Ausgewogenheit zwischen den Ermittlungsarbeiten am Fall und den privaten Erlebnissen der Protagonisten gefallen. In dieser Hinsicht fand ich „Böser Wolf“ nicht ganz so gelungen. Von Oliver Bodenstein erfahren wir eigentlich kaum etwas aus seinem Privatleben, was gerade nach dem letzten Fall doch interessant gewesen wäre. Von Pia erfahren wir etwas mehr, aber das beschränkt sich auf den Anfang und das Ende des Krimis, dazwischen scheint auch sie kein Privatleben zu haben.
Dafür wird diesmal die Stimmung innerhalb des Teams mehr in den Vordergrund gestellt. Zum einen taucht Frank Behnke, der ehemalige Kollege, der im vorletzten Band das Team verlassen hat, wieder auf und macht Ärger. Zum anderen geht es aber auch um Vertrauen und Misstrauen zwischen den Ermittlern, um Teamwork und Einzelkämpfer. Das hat mir sehr gut gefallen und besonders Pia beweist einmal mehr ihre Führungsqualitäten.
Die Sprecherin Julia Nachtmann fand ich auch sehr passend. Sie hat eine angenehme Stimme und bringt die verschiedenen Ausdrucksweisen der einzelnen Handelnden sehr gut rüber. Der Prolog wird von Nele Neuhaus selbst gelesen, das ist ganz nett, hätte aber auch nicht gefehlt, wenn es nicht dabei gewesen wäre.
Insgesamt kann ich „Böser Wolf“ also weiterempfehlen und nun bin ich auf den nächsten Teil gespannt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Keine Märchenstunde, 25. Oktober 2012
Von 
Girdin - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Böser Wolf" von Nele Neuhaus ist der sechste Fall für das Ermittlerduo Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Der Krimi umfasst 476 Seiten inklusive Prolog, Kapitel die im Zeitraum 11. Juni bis 3. Juli 2010 spielen, Epilog und einer Danksagung sowie Anmerkung der Autorin. Das Cover ist entsprechend den vorherigen Bänden mit düsteren Wolken am Himmel und versprengten roten Blutstropfen gestaltet. Die weitere Aufmachung ist schlicht: eine Lücke im Zaun führt über eine weit hingestreckte Wiese auf ein beschauliches Dorf zu, so wie es der Handlungsort des Krimis im Taunus sein könnte.
Ein misshandeltes junges Mädchen wird im Wasser des Mains aufgefunden, deren Identität die Ermittler des Hofheimer KK11 nicht feststellen können. Vor ungefähr zehn Jahren gab es bereits einen ähnlichen Fall. Damals wurde ein Anwalt, der aber abstritt die Tat begangen zu haben, für den Mord verantwortlich gemacht und verurteilt. Während sie noch mit diesem Fall beschäftigt sind, wird die bekannte Fernsehmoderatorin Hanna Herzmann überfallen und brutal vergewaltigt. Sie überlebt schwerverletzt, kann sich aber an nichts erinnern. Die Spuren führen die Ermittler zu einer Recherche, die sie für ihre Sendung durchführte, aber noch geheim hielt. Doch bevor sie der Aufklärung der Fälle näherkommen, geschieht ein weiterer Mord. Die Verbrechen haben scheinbar nichts miteinander zu tun, oder doch?
Der Krimi lässt sich lesen, ohne dass die ersten Bände der Serie dem Leser bekannt sind. Böser Wolf ist ein fein gesponnener Krimi, bei dem Nele Neuhaus gekonnt lose Fäden geschickt zusammenführt. Diesmal gehen die Ermittlungen sogar in die Vergangenheit des KK11 und es schaut so aus, als ob die Autorin bereits in den ersten Bänden die Basis für die jetzigen Aufdeckungen gelegt hätte. Wieder entwickelt sich parallel zur Aufklärung der Fälle das Privatleben der Kommissare weiter, jedoch nicht so wie das Ende des letzten Bands hätte vermuten lassen. Diesmal reichen die Fälle soweit, dass schließlich Pia Kirchhoff persönlich betreffen ist. Nele Neuhaus packt mit dem Thema Kindesmissbrauch ein immer aktuelles, heißes Eisen an. In wenigen kursiv gesetzten Einschüben versucht sie die Gedanken und Gefühle des Missbrauchsopfers zu erfassen, was ihr meiner Meinung nach gut gelingt und dem Leser früher wie den Ermittlern einen möglichen Hintergrund für die gegenwärtigen beiden Fälle gibt. Ihrem Schreibstil bleibt die Autorin treu. Rasche Szenenwechsel lassen den Leser durch die Geschichte eilen, um die jeweilige Fortsetzung der Szene zu erfahren. Obwohl der Leser vermutlich früher wie die Kommissare der Aufklärung des Falls näher kommen, reißt die Spannung nicht ab. Und der Epilog lässt den Leser nachdenklich zurück. Ich empfehle diesen Krimi allen Lesern des Genres gerne weiter.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Etwas oberflächlich und zu distanziert, 2. Januar 2013
"Böser Wolf" von Nele Neuhaus ist bereits der 6. Teil rund um das K11-Ermittlerteam aus dem Taunus. Nach "Eine unbeliebte Frau" (Teil 1) und "Mordsfreunde" (Teil 2), zwei eher schwachen Bänden am Anfang, lag der Höhepunkt dieser Krimi-Reihe für mich definitiv bei "Tiefe Wunden" (Teil 3) und "Schneewittchen muss sterben" (Teil 4), woran zunächst "Wer Wind sät" (Teil 5) und jetzt leider auch "Böser Wolf" als aktuell letzter Teil nicht mehr heranreichen konnten.

Inhalt: Eine Mädchenleiche wird am Flussufer gefunden. Bodenstein und Kirchhoff tappen im Dunkeln, denn anscheinend wird das Mädchen nirgends vermisst. Währenddessen plant die Fernsehmoderatorin Hanna Herrmann nach einigen Schwierigkeiten und Klagen gegen ihre Sendung diese mit einer großen Enthüllungsstory wieder auf Kurs zu bringen. Dabei wird sie allerdings selbst zur Zielscheibe...

Bevor ich mich an die Bewertung gesetzt habe, habe ich mir überlegt, ob ich hier verraten sollte, worum es in dem Buch wirklich geht, oder, ob die Enthüllung dieses Kerns der Geschichte einen bedeutenden Teil der Spannung ausmacht und daher nicht in eine Rezension gehört. Allerdings scheint es so zu sein, dass viele das Buch bereits schon aufgrund des Themas allein nicht hätten lesen wollen, wenn sie dieses vorher gekannt hätten - die Inhaltsangabe vom Verlag lässt darauf leider nicht schließen und auch ich war ziemlich überrascht, als ich bemerkte, in welche Richtung sich dieser Krimi entwickelte. Also, ohne mehr verraten zu wollen, im Großen und Ganzen geht es um Kindesmissbrauch.

Bereits in "Wer Wind sät" hatte ich das Gefühl, dass Nele Neuhaus sich immer mehr aktuellen, aber vor allem auch größer angelegten Fällen widmet, die für mein Empfinden den Rahmen eines Regionalkrimis fast schon sprengen. Auch in diesem Teil ist das wieder der Fall. Aus der Leiche eines unbekannten Mädchens entwickelt sich ein Fall, der mit der Zeit ein schier unüberblickbares Ausmaß annimmt, ohne jedoch - und damit beginnt mein größtes Problem mit diesem Buch - auch nur ansatzweise in die Tiefe zu gehen. Es schien mir fast so, als hätte die Autorin selbst es ein wenig mit der Angst zu tun bekommen, als sie ihre Figuren in dieses brisante Thema verstrickte, denn sie nähert sich den wirklichen Tätern dieses Mal kaum. Sie bleiben Schattenfiguren, weit im Hintergrund und quasi ohne greifbaren Charakter. Das war für mich eine Enttäuschung. Respekt vor einer Thematik wie dem Kindesmissbrauch ist sicherlich angebracht, aber wer sich entscheidet, einen Kriminalroman zu schreiben und dieses Thema dabei anzusprechen, sollte dann auch den Mut aufbringen, seine Protagonisten sinnvoll agieren zu lassen und sie auch dazu bringen, sich mit den Tätern direkt auseinanderzusetzen. Das passiert nicht, die Distanz bleibt groß.

Wie bei Nele Neuhaus üblich, gibt es wieder einige Nebenfiguren, teilweise auch sehr interessante, die in unzähligen Handlungssträngen langsam zu einem Gesamtbild verflochten werden. Leider macht dies das Buch gerade am Anfang etwas mühselig, denn die Spannung fehlt und bis man die einzelnen Figuren zuordnen kann, vergeht eine Weile. Einige Figuren verhalten sich zudem recht unlogisch, was aber bei diesem Fall leider auch für die Ermittler gilt. Die Entschlüsselung der Frage nach dem Täter beruht oft eher auf fixen Ideen als auf wirklicher Ermittlung. Alles wirkt konstruierter, als ich es von Nele Neuhaus gewohnt bin, und ist außerdem vorhersehbarer. Der Täter drängt sich dem Leser trotz Desinteresse und falschen Ansätzen von Seiten der Ermittler beinahe auf. Spannend war es zwar dennoch, aber nicht immer. Das Ende, an dem es mal wieder zu einer persönlichen Verstrickung von Ermittlern und Fall kommt, wirkte für mich dann auch einfach nur fehl am Platz. Es wirkte wie ein hektisches Anhängsel ohne Sinn.

Sprachlich kann ich Nele Neuhaus nicht kritisieren. Sie schreibt flüssig, hat einen guten Stil und wie alle ihre Romane ist auch "Böser Wolf" insgesamt angenehm zu lesen. Bei all der Distanz zwischen Ermittlern und Tätern hatte ich aber das Gefühl, die Autorin hoffe darauf, dass der Leser allein schon aufgrund der Betroffenheit, welche die Thematik selbst auslöst, an das Buch gefesselt wird. Das funktioniert aber nicht ganz. Es fehlt an vielen Stellen die Tiefe, eine direktere Auseinandersetzung mit den Charakteren und auch eine spannungsgeladene Atmosphäre wollte bei mir nicht aufkommen.

Fazit: "Böser Wolf" ist immer noch kein schlechter Krimi. Nele Neuhaus wählt allerdings ein schwierig zu bearbeitendes Thema, den Kindesmissbrauch, und versucht gleichzeitig, das Ganze auch noch in einem sehr großen Rahmen aufzuziehen. Ich empfand die Story als zu konstruiert und die Charaktere wie auch ihren Umgang miteinander im Rahmen der Ermittlung als zu distanziert - als ob die Autorin mitten in der Geschichte der Mut zur Auseinandersetzung mit ihren eigenen Figuren verlassen hätte. Insgesamt würde ich es "Böser Wolf" solide, aber nicht brillant nennen. Ich habe zwischen 3 und 4 Sternen geschwankt, doch die flüssige Sprache und ein durchaus vorhandener Bann, den das Buch auf mich auslöste und mich weitestgehend fesselte, veranlassen mich zu knappen 4 Sternen. Eine Leseempfehlung mit Einschränkung.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Aufgerundete vier Sterne, 17. Oktober 2012
Von 
Xirxe (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Ich habe bisher nur einen von Nele Neuhaus' Romanen gelesen: 'Schneewittchen muss sterben' und der war ok. Gut geschrieben, überzeugende Personen und Milieuschilderungen, spannende Handlung. Was mich damals bereits störte, taucht auch in diesem Krimi wieder auf: Eine Vielzahl von Handlungssträngen, die ihrer Aufgabe, Verwirrung beizutragen, sicherlich gerecht werden, aber auch zu manchen Längen im Buch führen.
Kurz mal ein Überblick über die Geschehnisse: Ein vorbestrafter Pädophiler bekommt Besuch von einem jungen Mädchen; ein junges Mädchen (die selbe?) treibt tot im Main; eine Fernsehreporterin ermittelt in unbekannter Sache; ein unangenehmer Kollege von früher will Bodenstein etwas anhängen; die beste Schulfreundin von Pia hat Eheprobleme. Ob und wie die Geschehnisse zusammenhängen, bleibt lange ungewiss, was der Spannung leider nicht immer guttut. Natürlich ahnt man, dass hier Zusammenhänge existieren, die sich am Ende des Buches auch alle offenbaren, aber 100 Seiten weniger hätten der Geschichte vielleicht besser getan. Dennoch: Die Spannung reicht aus, um die 473 Seiten zu Ende lesen zu wollen - und das zählt ja :-)
Was mir im Gegensatz zu 'Schneewittchen muss sterben' hier fehlte, waren die Milieuschilderungen. Diese sind mir noch immer im Gedächtnis, die bedrückende Enge der Dorfgemeinschaft, die Neugier der MitbewohnerInnen, das Verstohlene. In 'Böser Wolf' kommt so etwas nicht vor, denn man erhält nur kurze Einblicke in die unterschiedlichen Lebensmilieus der Protagonisten, die dieses Mal die Hauptrolle spielen. Doch auch sie hinterlassen keine bleibenden Eindrücke, was vielleicht dem häufigen Szenewechsel geschuldet sein mag.
So ist es für mich ein gut geschriebener, unterhaltsamer Durchschnittskrimi, dem ich am liebsten 3,5 Sterne gegeben hätte.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Furchtbares Thema spannend verpackt, 11. Dezember 2013
Rezension bezieht sich auf: Böser Wolf: Kriminalroman (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 6) (Taschenbuch)
Nele Neuhaus greift in „Böser Wolf“ ein Thema auf, das viel zu oft eher verdrängt und tabuisiert wird. Ich finde es gut, solche Themen auch in Kriminalromanen in einer derart spannenden Form zu verarbeiten und man kann nur hoffen, dass die Verbrecherbanden in der Realität nicht der Organisation fähig sind und nicht die höheren Ebenen des Staates infiltriert haben – man muss aber wohl davon ausgehen, dass es vermutlich so ist.

Der inzwischen sechste Fall der Kommissare Oliver von Bodenstein und Pia Kirchhoff hat mich absolut in den Bann gezogen. Neuhaus schafft es, die vermutlich wirklich oft frustrierende kleinteilige Ermittlungsarbeit einigermaßen realitätsnah (so hoffe ich jedenfalls) aber dennoch äußerst spannend darzustellen. Besonders gut finde ich dabei, dass das private Umfeld der beiden Kommissare nicht komplett außer Acht gelassen wird. Insbesondere Pia Kirchhoff wirkt sehr sympathisch, erst einmal durch die Abneigung gegen die Nichte (oder Enkelin?) von ihrem Partner, die sich aber später durch die entwaffnende Ehrlichkeit eines Kindes in absolute Sympathie und Besorgnis verändert. Schade, dass Oliver von Bodenstein in dieser Episode etwas kurz kommt.

Auch das die Ermittler an drei Fällen gleichzeitig arbeiten müssen und dabei nicht sehen, dass die evtl. miteinander zu tun haben ist realistisch und gefällt. Wäre schade, wenn Neuhaus hier auf die Schiene vieler Thrillerautoren verfällt, die Wirklichkeitstreue der Spannung unterzuordnen.

Ein grandioses Buch, bei dem Neuhaus wieder aufs Neue beweist, dass sie spannende Kriminalromane schreiben kann, bei dem nicht nur in Schwarz/Weiß gedacht werden darf. Täter sind doch Opfer und umgekehrt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Böser Wolf, 3. Mai 2013
Der böse Wolf ist oftmals der nette Nachbar oder der gute Onkel. Nele Neuhaus befaßt sich in ihrem neuesten Krimi mit dem heiklen Thema Kindesmißbrauch. Was bewegt Menschen, Kindern sexuelle Gewalt anzutun, die sich für ihr ganzes Leben von diesen traumatischen Ereignissen nicht mehr befreien können. Geschützt durch ihre Macht, Geld und Ansehen in der Öffentlichkeit gehen sie ihren schrecklichen Neigungen nach, gedeckt durch ihre nach außen hin gezeigte Anständigkeit. Sie gehören zu den Guten und Angesehenen in der Gesellschaft, denen niemand die schrecklichen Vergehen zutraut. Nele Neuhaus läßt ihr Ermittlerteam Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein einen Kinderschänderring aufdecken, dem sie auf die Spur kommen, nachdem eine Fernsehmoderatorin, die über einen besonderen Fall von Kindesmißhandlung berichten wollte, brutal zusammengeschlagen und vegewaltigt aufgefunden wird. Es gibt viele Handlungsstränge in dem Buch, die letztendlich geschickt zusammenlaufen. Das Thema ist gut recherchiert, aber die Geschichte ist ziemlich überfrachtet. Insbesondere das Ende des Buches hat mich total gestört. Hier wurde es für Pia Kirchhoff zu einem persönlichen Fall, dessen es für das Buch nicht mehr bedurft hätte. Mit viel Aufwand wird der Fall hier noch einmal aufgebauscht. Weniger wäre hier mehr gewesen. Alles in allem ein spannend zu lesender Krimi, und da ich ein bekennender Nele-Neuhaus-Fan bin, warte ich gespannt auf eine Fortsetzung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Wie will sie das noch "toppen"? -Gibt es noch "normale" Verbrechen?, 5. Dezember 2013
Im Voraus gesagt: Ich lese Neuhaus' Krimis sehr gerne; mir gefällt der an den klassischen englischen Kriminalroman erinnernde Stil besonders gut. Sie schreibt ein anständiges Deutsch, Ihre Figuren sind gut gezeichnet, die Geschichten gut konstruiert, und als im Ausland lebende Ex-Bad Homburgerin und Vordertaunusbewohnerin ist das Lokalkolorit ein willkommener Nebeneffekt.

AAAABERRR - ich habe ein bisschen den Eindruck, dass Neuhaus unter dem Druck steht, zunehmend krassere Verbrechensfälle zum Thema zu wählen. Organisierter sexueller Missbrauch an Kindern und Snuff Movies - Wie soll das weitergehen im nächsten Buch? Es kostete mich einige Mühe, die detaillierten, eindringlichen und wie ich fand sehr realistischen Beschreibungen der grausamen Taten zu lesen. So gesehen zolle ich ihrem Können große Hochachtung. Ich finde aber trotzdem, ein Krimi muss ohne solche ausführlichen Schilderungen des Grauens funktionieren, die schon einen voyeuristischen Touch haben. Und ihre haben auf jeden Fall ausreichend Substanz dazu.

Klar ist es wichtig, solche Tabuthemen aufzugreifen. Ich persönlich würde jedoch lieber über Hintergründe, die Polizeiarbeit und psychologische Zusammenhänge lesen als mir diese widerlichen Verbrechen en detail reinziehen zu müssen, da ich mir als treuer Fan ja nunmal das Buch gekauft habe.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Da wäre mehr drin gewesen, 5. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Leider hat mich das Buch etwas enttäuscht, weil vieles für mich bereits sehr früh einschätzbar war und somit zum Ende der Story lediglich bestätigt wurde: Die vermeintlich Bösen sind zu Unrecht von der Gesellschaft geächtet, die Guten und Reichen sind in Wahrheit animalische Monster. Und darauf, dass die kleine Lilly auch noch eine eigene und damit gefährliche Rolle spielt, habe ich ja von ihrem ersten Auftritt an gewartet.
Hier fehlten schlicht und ergreifend die Überraschungsmomente, die man halt mit einem Nele-Neuhaus-Krimi verbindet.
Die Story war teilweise konstruiert und geprägt von einem "schwarz-weiß-Denken", das heutzutage keiner in dieser Vielzahl lesen will.
Ich habe schon schlechtere Krimis gelesen, jedoch nicht von Nele-Neuhaus. Trotz der Schwächen in der Story vergebe ich noch 3*, da ich doch wissen wollte, ob meine Vermutungen sämtlich zutreffen (was leider der Fall war)
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Böser Wolf: Kriminalroman (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi, Band 6)
Böser Wolf: Kriminalroman (Ein Bodenstein-Kirchhoff-K
rimi,
von Nele Neuhaus (Taschenbuch - 11. Oktober 2013)
EUR 10,99
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