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36 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen
Themenüberladen, aber dennoch guter Krimi,
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
Nele Neuhaus behandelt mit diesem Krimi ein sehr aktuelles Thema. Mit der 180 ° Wende der deutschen Regierung in Sachen Energiepolitik nach dem Erdbebenunglück in Japan ist die Diskussion um erneuerbare Energien aktueller denn je.Das Unternehmen WindPro möchte im Taunus einen großen Windpark bauen. Da die Windverhältnisse nicht optimal sind, werden Gutachten gefälscht, um das Projekt zu retten. Eine Gruppe von Umweltaktivisten um einen ehemaligen Mitarbeiter von WindPro, Jannis Theodorakis wehrt sich gegen den Windpark. In kurzen Einschubkapiteln wird die Geschichte einer jungen Frau erzählt, von der man erst nach und nach erfährt, dass es sich um eine namhafte Wissenschafterin handelt, die auf dem Gebiet der Klimaforschung schon große Erfolge feiern konnte und sich nun aber vor ihrem ehemaligen Chef Prof. Eisenhut verstecken muss. Die häufigen Perspektivwechsel halten die Spannung hoch, verbreiten aber auch Hektik, weil dadurch auf die sehr zahlreichen Personen nicht so tief eingegangen werden kann, wie man es als Leser an der ein oder anderen Stelle wünschen würde. Die Person der Annika ist am Ende immer noch schleierhaft. Es ist nicht wirklich klar, ob es sich bei ihr um einen Cliffhanger handelt oder ob der Leser mit dem offenen Ende leben muss. Etwas verwirrend ist die Tatsache, dass sie eine alte Bekannte von Jannis' Freundin Ricky ist. Dennoch wohnt sie bei den beiden, ohne dass sie ihre Identität offen legt. Jannis ist als schillernde, interessante Persönlichkeit dargestellt, bei mir erscheint er aber nicht wirklich glaubwürdig. Dabei helfen die derben und unnötigen Sexszenen auch nicht wirklich. Oliver von Bodenstein verliert etwas an Glanz, was mir recht gut gefällt. Allerdings ist er gleich allzu leichtfertig, weil er sich verliebt. Dafür läuft Pia zu Hochform auf. Da sich am Ende auch noch ihr Wohnproblem aufs Angenehmste löst, ist für sie die Welt perfekt. Das einzige Problem könnte ihr Partner Christoph darstellen, der sich sehr große Sorgen macht wegen gefährlichen Einsätzen. Davon wird man bestimmt in der Fortsetzung noch mehr lesen. In diesem 550 Seiten dicken Schmöker werden eine Vielzahl von Themen in unterschiedlicher Tiefe angeschnitten: Globale Erwärmung, erneuerbare Energie, Umweltaktivisten (Wutbürger), Massenpanik, sexueller Missbrauch an Schulen, Korruption, Liebe, Eifersucht, Rache und noch viele mehr. Diese Anhäufung an Motiven und Themen hat leider eine gewisse Oberflächlichkeit zur Folge, weil manches nur gestreift werden kann. Der Plot wäre glaubwürdiger, wenn das ein oder andere weggelassen würde. Z.B. wäre Ricky genau so glaubwürdig, wenn sie beruflich und privat nicht so übermenschlich engagiert wäre. Die Massenpanik wurde polizeilich nicht aufgearbeitet und erscheint deshalb als aufgesetzt. Inhaltlich hat sich Nele Neuhaus vermutlich durch Nachrichtenmeldung inspirieren lassen, als 2009 Hacker die East Anglia's Climatic Research Unit (CRU) gehackt haben und eine Vielzahl von kompromittierenden E-Mails und Datenmaterial im Internet gelandet ist. Darüber darf man sich natürlich Gedanken machen. Dennoch wäre es natürlich fatal, daraus zu schließen, es gäbe keinen menschlichen Beitrag am CO2 Problem und zur globalen Erwärmung oder die globale Erwärmung wäre eine reine Erfindung. In diesem Fall würde sich auf jeden Fall die Autolobby freuen, wenn sie es nicht schon tut durch die laufende Erwähnung von tollen Autos. Ich hoffe jedoch, Nele Neuhaus wollte den Leser lediglich dazu anregen, kritisch und offen zu sein im Bezug auf die Interpretation von Forschungsresultaten und Nachrichtenmeldungen. Das Cover finde ich sehr passend; der Rabe auf dem Strommast. Der Wiedererkennungswert mit einem Bild bei düsterer Witterung mit Blutspritzern ist auf jeden Fall da und hebt sich positiv vom Durchschnitt ab. Mir gefällt das sehr gut. Was mir weniger gefällt, ist das Format. Auch wenn das Buch diese Klappen hat (wozu sind die eigentlich da?) und ein Lesebändchen, das an die letzte Seite geklebt war (leider hat es sich bei mir sehr schnell gelöst), so handelt es sich dennoch nur um ein Taschenbuch, für das ich keine 15.- € bezahlen würde. Das ist aber eine generelle Entwicklung einiger Verlage und darf der Autorin nicht angelastet werden. Trotz einiger kleinerer Schwächen hat mir 'Wer Wind sät' sehr gut gefallen, ich habe mich gut unterhalten gefühlt und habe Inhalte gefunden, über die es sich nachzudenken lohnt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
45 von 48 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Viele Perspektiven mit vielen Problemen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
Frisch zurück aus dem Urlaub wird Pia Kirchhoff schon zu dem Schauplatz eines möglichen Verbrechens gerufen. ein Nachwächter wurde tot aufgefunden, ein toter Hamster auf dem Schreibtisch des Chefs der Firma WindPro hinterlassen. Stecken radikale Umweltaktivisten hinter dem Übergriff, die einen geplanten Windpark boykottieren wollen? Pia und Oliver von Bodenstein nehmen die Ermittlungen auf.Bei "Wer Wind sät" handelt es sich bereits um den fünften Band der Reihe rund um das Ermittlerteam Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein. Die Reihenfolge der Bücher lautet: Eine unbeliebte Frau Mordsfreunde Tiefe Wunden Schneewittchen muss sterben Wer Wind sät Im Vergleich zu den früheren Büchern der Reihe hat mir "Wer Wind sät" nicht so gut gefallen. Ich fand es nicht so spannend und die ganzen Verbindungen der Personen und Verdächtigen untereinander erschienen mir extrem unglaubwürdig. Wenn ich nach dem Lesen eines Krimis sage, dass ich die privaten Geschichten der Ermittler fast interessanter fand als den Krimi selber, dann stimmt hier eindeutig etwas nicht. Ich halte Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein immer noch für ein sehr interessantes Ermittlerduo. Auch der Auftakt mit dem toten Nachwächter und dem Hamster auf dem Schreibtisch hat mich zunächst sehr interessiert. Aber mit Fortschreiten der Seitenzahlen sank mein Interesse immer mehr. Die Nebenfiguren wirken zunehmend stereotyp, die Ereignisse bei der Bürgerversammlung sind doch recht makaber und die Diskussionen zum Thema Energie und Umwelt zu einseitig. Insgesamt gesehen kann "Wer Wind sät" unterhalten, aber unter einem guten Krimi verstehe ich doch etwas anderes. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Eher was für Fans,
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
Zugegebenermaßen bin ich ein totaler Fan der Krimireihe um Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein - aber der neue Neuhaus baut doch etwas ab. Die Handlung um den Bau eines Windparks, Klimakonferenzen und viele viele Tote kommt doch etwas sehr gestelzt daher. Und die Entwicklung von Oliver von Bodenstein von einem guten taffen Kriminalbeamten und Familienvater zu einem von Selbstzweifeln zerfressenen Wallander-Verschnitt ist doch arg heftig und für mich auch nicht sonderlich glaubhaft.Zweifelsohne kann man auch diesen Taunus-Krimi gut lesen und er bietet schon alleine durch die Klimaproblematik gute Diskussionspunkte - wer verdient wie an so einem Windpark, ist der Umgang mit erneuerbarer Energie inzwischen auch nur ein hartes unfaires Businessgeschäft - aber die agierenden Protagonisten kommen doch etwas sehr überzogen daher: die verkleidete angeblich superintelligente Klimaforscherin, die sich versteckt, ihre überdrehte egozentrische Freundin, deren Lebensgefährte, der aus Eitelkeit und Rachsucht handelt, der missbrauchte Jugendliche; Neuhaus fährt hier ein buntes Sammelsurium extremer Charaktere auf, die in dieser Geballtheit irritieren und die Handlung unglaubwürdig machen. Für mich das Fazit: als Fan war es o.k. das Buch zu lesen, alleine, um zu wissen, wie es mit dem K11 der Kripo Hofheim weitergeht, aber Einsteigern in die Serie seien die Vorgänger - insbesondere "Schneewittchen muss sterben" eher ans Herz gelegt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Viel zu viel,
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
Es war mein erster und wahrscheinlich letzter Krimi dieser Serie.Die Geschcihte ist viel zu überladen. Der Spagat zwischen hessischem Heimatkrimi und globaler Klimakatastrophe und internationalen Vertuschungsskandalen gewürst mit etwas Pädophilie ist eindeutig nicht gelungen. Letztlich bleibt ein verworrenes Konstrukt, das ein oder andere Motiv blieb im Dunkeln. Die Charaktere sind wenig überzeugend und handeln doch häufig ziemlich irrational. Zudem wird relativ leichtfertig mit dem Thema Klimalüge umgegangen. Dieses Buch hat mich nicht überzeugt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
08/15 Krimi ohne herausrangende Ideen,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
Dies ist leider nur ein 08/15 Krimi und weit entfernt von einem Öko-Thriller. Dass es um einen Windpark geht ist genauso austauschbar wie die anderen Handlungsstränge oder handelnden Personen: es gibt eine Leiche, einen Kommisar und mehrere Verdächtige. Zum Schluß ist dann die Person der Mörder, von der man es am "wenigsten" vermutet hat (oder die Handlung am wenigsten auf diese Person gezeigt hat).Alles in Allem ein standard-Krimi: Mörder-Polizist-Verdächtiger, nicht mehr, nicht weniger. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen
Mehr erwartet!,
Von Michael R. (Elze) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
Es ist interessant, wie hier die Meinungen auseinander gehen. Nach "Schneewitchen muss sterben" war ich schon recht gespannt, als ich dieses Buch geschenkt bekam. Leider kommt es bei weitem nicht an den Vorgänger heran. Die Story wirkt ziemlich konstruiert, es ist zudem nicht einfach, den Überblick zu behalten. Im Bezug auf Öko-Strom werden alle Klisches bedient. Die (fast) ungesetzlichen Ausflüge des Herrn Kommisars wirken total unglaubwürdig; genauso wie seine Liebesgeschichte mit einer Verdächtigen.Das große Rätsel, wer denn nun der Mörder ist, war mir zum Schluß ziemlich egal. Ehrlich gesagt, war ich froh, dass das Buch zu Ende war; das ist mir selten passiert. Zumindest habe ich es aber dann doch durchgelesen. Nele Neuhaus hat sich mit diesem Buch bei mir selbst von dem Thron gestoßen, den sie mit Schneewitchen erklommen hatte... Ich werde auf sie erst einmal verzichten! Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
sehr konstruiert - wirklichkeitsfern - zu wenig Spannung,
Von NewWonder "NewWonder" (Ffm+Stgt) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
In diesem Krimi geht es nicht richtig voran, es gibt viel mehr viel zu viele Nebensächlichkeiten, die ausführlich geschildert werden, so dass für mich sehr schnell Langeweile entstanden ist. Kaum Spannung, obwohl immer wieder zum Ende der Kapitel versucht wird, einen Spannungsbogen zu schaffen, das aber leider eher leienhaft als professionell. Auch die Personen in der Geschichte wirken konstruiert, es fehlt überall Lebendigkeit und Glaubwürdigkeit, es gibt nichts, für das man mitfiebern oder mitfühlen kann. Für mich ist das eine Krimienttäuschung.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen
Deutlich schwächer als die Vorgänger,
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
Leider ist diese Buch weniger gut gelungen, als seine Vorgänger. Die großen Verschwörungstheorien passen einfach nicht in den Taunus. Dazu kommt ein etwas unausgegorenes Ende. Die "private" Handlung hat mich nicht gestört, ich finde, sie gehört zu dem Konzept "Tatort in Buchform" dazu. Kann man am Strand aber ganz gut lesen.
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85 von 106 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen
Sehr enttäuschend,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
Nach "Schneewittchen....", "Mordsfreunde" und "Tiefe Wunden" hatte ich mich auf den neuen Neuhaus Krimi mit interessantem Thema gefreut und ihn zu einem Kurzurlaub mitgenommen. Neben mir im Wellness- Bereich lag prompt noch ein Gast, auch in das Buch vertieft, die Dame sprach mich sofort an, wie es mir denn gefällt und meinte, sie sei absolut enttäucht. Konnte ich mir nun gar nicht vorstellen, aber inzwischen muss ich sagen, es stimmt leider. Nele Neuhaus wiederholt in "Wer Wind sät..." leider zu viele Motive aus "Mordsfreunde". Wieder ein Konflikt um ein Umweltprojekt, wieder ein charismatischer Rattenfänger, wieder ein psychisch labiler Jugendlicher aus reichem Haus, ungeliebt,verstört und mit einer Leidenschaft für eine viel ältere Frau, wieder viele Tiere, wieder dunkle Machenschaften in den Etagen der Reichen und Mächtigen, heimlich weitergeleitete mails, geheimnisvolle Frauen und Verrat an allen Ecken und Enden. Ein arges Gewurstel und ständiger Perspektivwechsel zu Beginn, bis alle Personen im Spiel sind und man einordnen kannn, wer jetzt wer ist und in welcher Beziehung zu wem steht. Das alles würde ja aber nicht so sehr stören. Man will ja auch was zu denken haben. Und ja, es ist nett, wenn man neben Mord und Totschlag auch die menschlichen Konflikte miterleben kann. Aber eben diese hat Neuhaus mir etwas zu doll breitgetreten, das ewige Hin und Her mit Ricky und ihrem Lover und ihrem Fußabtreter namens Mark, mit Pia und ihrem Exmann und seinen Frauen und ihrem Zoodirektor, das hatte so gar keinen Charme diesesmal. Das war alles so kleinkariert und dabei auch noch nebensächlich. Außerdem : Herrje- ! Schon wieder ein Ermittler mit Gewichtsproblemen! Gibt es denn im Krimigenre keinen normalgewichtigen Kommissar mehr???? Jetzt kämpfte der arme Bodenstein mit den Pfunden.Wenn schon der Herr Graf von Bodenstein ermittelt, dann könnte man uns Lesern doch auch mal eine elegante Version, a la Thomas Lynley gönnen, oder? Nach den ersten Krachern ging in der Mitte des Buches einfach gar nichts mehr voran. Dauernd ein Cliffhanger, wo einer völlig überrascht was findet/ aufdeckt/ entdeckt, aber was mag das sein??? Dutzende von Seiten voller Nebenhandlung und Monologen kommt dann die Auflösung und kawumm- der nächste Cliffhanger. Und dann wieder zwanzig Seiten eher fade Kost, bis es weitergeht. Da kam mir die Spannung abhanden.Dazu dann diese Klischees: Der knorrige , aufrechte Sturkopf mit den Sportwagen-Söhnen, die nur die Kohle im Kopf haben. Der picklige Teenager voller Komplexe und Traumata. Die graue Maus mit den Blümchenröcken. Der südländische Hengst vom Dienst. Der schmierige Geschäftsmann mit dem schlecht sitzenden Anzug und den gelben Zähnen. Die frustrierte Dicke, der dauerbesoffene Nachtwächter. Ich war froh, als das ganze Drama sich halbwegs aufgelöst hatte und ich am Ende des Buches war. Einzig die kritische Haltung zur Klimafrage war es für mich persönlich wert, das Buch gelesen zu haben, weil ich mir zu diesem Thema unbedingt mehr Infos holen möchte. Als vieleckiges Beziehungsdrama sicher nicht übel, als Krimi aber zu langatmig und verspielt. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
82 von 103 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen
Und wieder überzeugt Nele Neuhaus mit ihrem Ermittlerduo,
Von
Rezension bezieht sich auf: Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-Krimi) (Broschiert)
Covertechnisch bleiben der Verlag und die Autorin ihrem Stil treu. Das aufziehende Unwetter und die verteilten Blutspritzer sind schon fast so etwas wie ein Markenzeichen. Der Rabe auf dem Strommast passt auch hervorragend zu diesem Band, denn ein Kolkrabe spielt in der Geschichte eine große Rolle. Zudem ist der Rabe als Aasfresser ein Symbol des Unheils und des Todes.Und der Tod ist in dem fünften Band der Kirchhoff/Bodenstein-Reihe ein häufig gesehener Gast. Die Firma WindPro plant im Taunus den Bau einer Windparkanlage. Doch gerade Ludwig Hirtreiter, der Besitzer des Grund und Bodens, auf dem die Anlage entstehen soll, ist ein sehr entschlossener Gegner dieses Projektes und zugleich Gründer einer Bürgerinitiative. Selbst die 3 Mio. Euro die er für den Verkauf dieser Wiese erhalten würde, können ihn nicht überzeugen. Seine drei Kinder, die seit Jahren keinen Kontakt zu ihm haben, sehen das allerdings etwas anders und versuchen plötzlich alles, um ihrem Vater den Verkauf der Wiese schmackhaft zu machen. Als es in der Firma WindPro einen Toten gibt, gerät auch Ludwig Hirtreiter kurz in den Kreis der Verdächtigen, denn es gibt Hinweise, dass der oder die Täter aus dem Kreis der Windparkgegner kommen. Aber dieser hat im wahrsten Sinne des Wortes ein todsicheres Alibi: er lehnt - durch mehrere Schüsse regelrecht hingerichtet - an einem Baum. Auf Pia Kirchhoff und Oliver von Bodenstein kommt wirklich einiges an Arbeit zu, denn Ludwig Hirtreiter hatte selbst unter den Mitgliedern der Bürgerinitiative einige Gegner. Auch das angeschlagene Verhältnis zu seinen Kindern lenkt den Verdacht schnell in deren Richtung. Oder sollte tatsächlich der Betreiber der Firma WindoPro hinter diesem Mord stecken? Warum sonst sollte die Firma einen Windpark planen, obwohl es Gutachten gibt, die beweisen, dass der Standort aufgrund der unzureichenden Windverhältnisse völlig ungeeignet ist? Diese kurze Inhaltsangabe ist nur ein Bruchstück dessen, was den Leser in Nele Neuhaus neuestem Krimi erwartet. Der Schreibstil in diesem Band ist etwas anspruchsvoller und die stark verschachtelten Erzählstränge benötigen die volle Aufmerksamkeit des Lesers, denn schließlich besteht für einen richtigen Krimifan die wahre Herausforderung im selbständigen zusammenpuzzeln ebendieser Erzählstränge. Auch die Menge an Figuren, die Nele Neuhaus in ihre Geschichte einstreut, ist enorm. Und wie es sich gehört: Fast jeder könnte ein Mörder sein. Und es war mir nicht möglich zu sagen, wer jetzt tatsächlich zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Sehr gut gefallen hat mir die Weiterentwicklung der Protagonisten. Oliver von Bodenstein, der noch immer mit der Trennung von seiner Frau zu kämpfen hat, versinkt sehr tief in seine privaten Probleme, so dass er sich immer weiter von seiner Kollegin Pia Kirchhoff entfernt - was natürlich fatale Folgen für die Aufklärung des Falles hat, denn schließlich zählt die erfolgreiche Teamarbeit. Oliver von Bodenstein jedoch lässt Pia mit der Arbeit ganz allein und verkriecht sich immer mehr. Der Autorin gelingt es sehr gut, ihre Protagonisten sympathisch rüberzubringen, so dass der Leser sich auch in deren Lage versetzten kann. Einen kleinen Kritikpunkt gibt es dieses Mal aber leider auch von mir. Wer Wind sät" greift viele aktuelle Themen wie regenerative Energien, Korruption oder Massenpanik auf. Die Autorin hat die Themen zwar sehr gut in ihre Geschichte mit einfließen lassen, aber manchmal ist weniger eben auch mehr und das ganze wirkt dann zu überladen, wenn man zu viele Eisen im Feuer hat. Für mich in diesem Fall kein Grund, einen Stern abzuziehen, aber für die Autorin vielleicht ein guter Ratschlag, dies in den nächsten Bänden zu berücksichtigen. Um noch einmal auf die Gestaltung des Buches zurückzukommen: Lobenswert ist, dass der Ullstein-Verlag für seine Taschenbücher jetzt auch eine Möglichkeit für die Unterbringung eines Lesebändchen gefunden hat. Dieses wird mit Hilfe eines unauffälligen Aufklebers auf der letzten Seite des Buches geklebt und schon muss der Leser sich nicht mehr um ein eigenes Lesezeichen bemühen. Bemängeln möchte ich allerdings das Format des Buches, was leider auch den Preis wieder erheblich in die Höhe treibt. Warum bleibt ein Verlag nicht bei der erschwinglichen Taschenbuchausgabe? Gerade im Zeitalter des Computers sollte ein Verlag so viele Kaufanreize wie möglich schaffen und dem Leser auch die Möglichkeit lassen, sich für eine preiswertere Variante zu entscheiden. Nichts desto Trotz kann ich auch den aktuellen Krimi der Autorin wieder bedenkenlos empfehlen. Wie auch schon beim Vorgängerband ist auch dieses Buch wieder eine eigenständige Geschichte, die es nicht erforderlich macht, die anderen Bände bereits gelesen zu haben. Da sich die Protagonisten allerdings weiterentwickeln, wäre es aber ratsam die Bücher in der richtigen Reihenfolge zu lesen. Hier noch einmal die Auflistung der Pia Kirchhoff / Oliver von Bodenstein-Reihe: 1. Eine unbeliebte Frau 2. Mordsfreunde 3. Tiefe Wunden 4. Schneewittchen muss sterben 5. Wer Wind sät Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen |
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Wer Wind sät: Der fünfte Fall für Bodenstein und Kirchhoff (Ein Bodenstein-Kirchhoff-K
rimi) von Nele Neuhaus (Taschenbuch - 8. Juni 2012)
EUR 9,99
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